Wadenkrämpfe

Steckbrief: Wadenkrämpfe

  • Name(n): Wadenkrämpfe
  • Art der Krankheit: Museklerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Beinahe jeder
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): Keine

Wadenkrämpfe – Wenn es in den Beinen zieht
Wadenkrämpfe
Wadenkrämpfe sind ein Phänomen, mit dem jeder schon ein einmal konfrontiert worden sein dürfte. Sei es nun nach dem Sport oder ganz spontan. Zumeist steckt glücklicherweise nicht allzu viel dahinter und ein gesunder Mensch hat nur sehr selten darunter zu leiden.

Dennoch sollte man dieses Leiden, so wie keines, auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich hilfe suchen, wenn es vermehrt auftritt.

Zumeist sind ältere Menschen, Schwangere oder Jugendliche im Wachstum davon betroffen, aber auch Sportler und Menschen mit Übergewicht klagen hin und an über das Leiden. Therapiemöglichkeiten sind sehr effektiv und wenig kompliziert anzuwenden, sodass Abhilfe schnell zu leisten ist. Alles in allem also handelt es sich bei Wadenkrämpfen nicht um ein allzu gravierendes Leiden.

Definition Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind plötzlich auftretende Muskelkrämpfe, die sich nach Sekunden oder mehreren Minuten von selbst lösen. Etwa 40% der Deutschen hatten schon mindestens einmal einen Wadenkrampf. Der Wadenkrampf ist meist völlig harmlos, manchmal aber auch ein Hinweis auf eine Erkrankung. Bei häufig auftretenden Wadenkrämpfen sollte man die Ursachen ärztlich abklären lassen.

Wadenkrämpfe können durch Störungen des Wasser– und Elektrolyt-Haushalts entstehen, z.B. durch intensives Schwitzen, zu geringe Flüssigkeitszufuhr, durch erhöhten Bedarf an Elektrolyten, z.B. bei Dauerstress, oder durch erhöhte Ausscheidung von Elektrolyten,  z.B. durch Diuretika.

In der Schwangerschaft kann ein Mangel an Elektrolyten (Magnesium, Kalzium, Kalium) und B- Vitaminen zu Krämpfen führen. Einseitige Ernährung und Diäten ebenso wie Erkrankungen mit Durchfall und Erbrechen können Hypomagnesiämie hervorrufen. Durch Magnesiummangel und Calciummangel kann die Muskulatur leichter erregt werden; das Risiko für Muskelkrämpfe steigt an. Wadenkrämpfe können jedoch auch als Begleitsymptom anderer Erkrankungen auftreten, z.B. bei Gefäßerkrankungen.

Krampfadern, Thrombosen und arterielle Durchblutungsstörungen können Wadenkrämpfe auslösen. Medikamente wie Diuretika, Lithium und Beta-2-Sympathikomimetika können ebenfalls zu Muskelkrämpfen führen. Die Krampfneigung ist auch bei Dialysepatienten, bei Patienten mit Borreliose oder Polyneuropathie und Alkoholikern erhöht.

Typische Symptome sind ein plötzlich auftretender sehr starker Wadenschmerz und eine Verhärtung der Wadenmuskulatur. Der Schmerz kann von der Wade bis in den Fuß ausstrahlen. Auch in anderen Muskelgruppen kann es zu Krämpfen kommen, z.B. Zehenkrämpfe und Oberschenkelkrämpfe. Die Krämpfe sind meist einseitig. Durch Dehnen der Muskeln kann man die Krämpfe auflösen.

Die Diagnose Wadenkrämpfe ergibt sich aus der eindeutigen Symptomatik. In Bluttests kann man die Konzentrationen an Magnesium und Calcium bestimmen. Zum Ausschluss einer eventuell vorliegenden Grunderkrankung kann man den Blutzucker, die Nierenwerte und die Schilddrüsenhormone im Blut bestimmen. Zum Ausschluss von Gefäßerkrankungen kann der Arzt Ultraschall und Röntgen einsetzen.

Falls vorhanden, ist zunächst die Grunderkrankung zu therapieren. Den akuten Krampfanfall kann man mit Massagen, mit einer warmen Dusche oder mit Dehnung der verkrampften Wadenmuskulatur behandeln. Zur Dehnung kann man im Sitzen den Fuß an den Zehen umfassen, das Bein langsam strecken und dabei die Zehen zum Schienbein hin anziehen.

Auch Herumlaufen mit kräftigem Auftreten auf dem krampfenden Bein, kann den Krampf lösen. Bei Anhalten der Schmerzen sollte man jedoch einen Arzt aufsuchen.  Zur Vorbeugung  weiterer Muskelkrämpfe dient die orale Substitution von Magnesium;  die empfohlene Tagesdosis beträgt  200 bis 400 mg. Magnesium sollte nicht zusammen mit anderen Elektrolyten wie Kalzium oder anderen Medikamenten eingenommen werden, sondern zeitlich versetzt.

Auch durch magnesiumreiche Mineralwasser oder Nahrungsmittel wie Haferflocken, Nüsse und Schokolade kann man gegen Wadenkrämpfe vorbeugen. Bewegung ist ebenfalls wichtig für die Vorbeugung von Muskelkrämpfen, z.B. FußGymnastik. Mit einer Nackenrolle unter den Knien zu Schlafen, soll gegen nächtliche Wadenkrämpfe vorbeugen. Chinin, das Mittel der Malariaprophylaxe, löst Muskelkrämpfe und wirkt schmerzlindernd. Chinin kann auch als Langzeitprophylaxe gegen Muskelkrämpfe eingenommen werden.


Was sind Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfe sind unfreiwillige Muskelkontraktionen, die dafür sorgen, dass ein Schmerz im Bereich der Waden entsteht. Die Gründe, die dazu führen können sehr vielfältig sein und reichen von Überanstrengung, Unterforderung über Schwangerschaft bis hin zu einer Erscheinung des Alters. Aber auch Wachstum kann dafür sorgen, dass es immer wieder zu krampfartigen Anfällen in den Beinen kommt.

Alles in allem aber sollte man sich keine allzu großen Gedanken machen. Das Leiden ist überschaubar in seiner Intensität und auch überschaubar in den daraus resultierenden Komplikationen. Im Grunde ist es auch nicht notwendig, deswegen einen Arzt zu konsultieren, wenn es sich nicht um eine chronische Erkrankung handelt.

Alles in allem also muss man kein Angst haben, wenn man hin und an mit Wadenkrämpfen zu tun hat. Es handelt sich hierbei lediglich um ein normales medizinisches Phänomen, das nur in den seltensten Fällen auf schwerwiegendere Probleme zurückzuführen ist, wie beispielsweise einklemmte Nerven und dergleichen mehr.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt viele Ursachen, die dazu führen können, dass die Muskeln in den Waden plötzlich verkrampfen. Auch sollte man nicht dem Trugschluss erliegen, dass lediglich Sportler und sehr aktive Menschen mit diesem Leiden zu kämpfen haben. Es kann jeden jederzeit treffen. Die persönliche und individuelle körperliche Leistungsfähigkeit spielt im besten Falle eine untergeordnete Rolle. Es ist vielmehr eine Mischung aus der allgemeinen Konstitution des Individuums, dessen Belastbarkeit im Allgemeinen sowie dessen biologischer Prädisposition. Dennoch kann besonders anstrengende physische Aktivität natürlich auch dazu führen, dass sich Wadenkrämpfe oder Krämpfe in anderen Regionen des Körpers einstellen.

Auch sollte man sich bei lediglich sporadisch auftretenden Muskelkrämpfen keine allzu großen Sorgen machen. Hierbei handelt es sich um vollkommen normale Phänomene, die nicht etwa auf schwerwiegendere medizinische Probleme hindeuten müssen. Allerdings ist man auch nicht schlecht damit beraten, wenn man sich, bei allzu häufig auftretenden Krämpfen, vertrauensvoll an einen Arzt wendet. Schließlich und endlich ist es nicht auszuschließen, dass es sich dabei um ein tiefer sitzendes Problem handelt. Und Vorsicht ist bei Fragen der Gesundheit immer besser als Nachsicht.

Alles in allem aber ist es nicht immer ganz einfach, den Ursprüngen des Leidens auf die Schliche zu kommen. Viele Wege führen nach Rom und viele potentielle Ursachen können einen Krampf in den Waden verursachen. Nicht immer steckt ein deutlich zu erkennendes Muster hinter diesen medizinischen Einschränkungen. Darum kann sich eine Diagnose möglicherweise etwas hinauszögern. Dennoch sollte man nicht gleich das schlimmste befürchten. Zumeist sind die Gründe schnell gefunden und stellen die betroffene Person vor keine allzu großen Hindernisse, was eine etwaige Therapie angeht. Auch sind die Chancen auf Heilung bei den meisten verursachenden Gründen recht gut und es kommt nur selten vor, dass etwas Gravierenderes hinter den Krämpfen steckt.

Um dennoch eine kleine Übersicht zu bieten, findet sich im Folgenden eine Auflistung der gängigsten Verursacher für Wadenkrämpfe:

  • Eingeklemmte Nerven: Ein eingeklemmter Nerv oder das Nervenkompressionssyndrom, ist eine Erkrankung, die durch direkten Druck auf einen Nerv verursacht wird. Es wird umgangssprachlich als ein eingeklemmter Nerv bezeichnet, obwohl sich dies auch auf die Kompression der Nervenwurzel beziehen kann (z. B. durch einen Bandscheibenvorfall). Zu den Symptomen gehören Schmerzen, Kribbeln, Taubheit und Muskelschwäche. Die Symptome betreffen nur einen bestimmten Teil des Körpers, abhängig davon, welcher Nerv betroffen ist. Nervenleitungsstudien helfen, die Diagnose zu bestätigen. In einigen Fällen kann eine Operation helfen, den Druck auf den Nerv zu lindern, aber dies lindert nicht immer alle Symptome.Ein Nerv kann durch längere oder wiederholte äußere Krafteinwirkungen zusammengedrückt werden, beispielsweise indem man dauerhaft mit einem Arm über die Stuhllehne hängend sitzt, häufig seine Ellbogen auf einen Tisch legt oder einen schlecht sitzenden Gips oder eine Schiene bekommt. Auch starkes Übergewicht oder extreme physische Anstrengungen können die Kompression des Nervs verursachen und der Begriff „eingeklemmter Nerv“ wird besonders in dieser Situation verwendet. Auch eine störende Wucherung, wie ein Tumor (zum Beispiel ein Lipom, Neurofibrom oder Metastasen), eine Ganglionzyste oder ein Hämatom können dafür sorgen, dass es zu Schädigungen der Nerven kommt. Alternativ kann es zu einer krankhaften Ausdehnung des Gewebes um einen Nerv herum kommen, wie dies beim Karpaltunnelsyndrom häufig der Fall ist. Dies kann auf Gewichtszunahme oder periphere Ödeme (besonders in der Schwangerschaft) oder auf einen bestimmten Zustand wie Akromegalie, Hypothyreose oder Sklerodermie und Psoriasis zurückzuführen sein. Alle diese medizinischen Phänomene sind potentielle Auslöser für Wadenkrämpfe.Einige physische Gegebenheiten führen dazu, dass Nerven besonders anfällig für Kompression sind. Dazu gehören Diabetes, bei dem die Blutzufuhr zu den Nerven bereits beeinträchtigt ist, wodurch der Nerv bereits für geringere Kompressionseinwirkung empfindlicher wird.
  • Blutarmut: Anämie oder Blutarmut bezeichnet die Abnahme der Gesamtmenge an roten Blutkörperchen oder Hämoglobin im Blut oder eine verminderte Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff zu binden. Wenn die Anämie langsam auftritt, sind die Symptome zunächst oft vage und können das Gefühl von Müdigkeit, Schwäche, Kurzatmigkeit oder allgemeine geringe physische Belastbarkeit umfassen. Eine Anämie, die schnell auftritt, hat oft gravierende Symptome zur Folge, zu denen Verwirrung, Ohnmacht und Schwäche, Bewusstseinsverlust oder erhöhter Durst gehören. Eine Anämie muss signifikant sein, bevor eine Person deswegen merklich blass wird. Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache können auch noch weitere Symptome auftreten, wie beispielsweise Wadenkrämpfe.Die drei Hauptarten der Anämie werden durch Blutverlust, verminderte Produktion roter Blutkörperchen und erhöhter Abbau roter Blutkörperchen verursacht. Ursachen für Blutverlust sind unter anderem Traumata oder innere Blutungen. Ursachen für eine verminderte Produktion sind Eisenmangel, Mangel an Vitamin B12, Thalassämie und eine Reihe von Neoplasien des Knochenmarks. Ursachen für einen erhöhten Abbau können eine Reihe von genetischen Erkrankungen wie Sichelzellenanämie, Infektionen wie Malaria und bestimmte Autoimmunerkrankungen sein. Wenn die Blutzellen zu klein sind, handelt es sich um eine mikrozytische Anämie. Wenn sie zu groß sind, handelt es sich um makrozytäre Anämie. Die Diagnose bei Männern basiert auf einem Hämoglobin von weniger als 130 bis 140 g / L, bei Frauen auf weniger als 120 bis 130 g / L. Eingehendere Tests sind oftmals erforderlich, um die Ursachen zu bestimmen.Bestimmte Gruppen von Personen, wie schwangere Frauen, profitieren von der Verwendung von Eisenpillen zur Prävention einer Anämie im Voraus, dasselbe gilt auch für Personen, die sehr oft mit Krämpfen zu kämpfen haben. Eine Nahrungsergänzung ohne Bestimmung der spezifischen zugrunde liegenden Ursache wird nicht empfohlen.
  • Mangelversorgung: Krämpfe treten darüber hinaus auch sehr häufig dann, wenn es dem Körper an gewissen Stoffen mangelt, die der benötigt, um korrekt und möglichst störungsfrei funktionieren zu können. Hierzu gehören unter anderem Eisen, Magnesium, Kalzium und diverse mehr. Allerdings sollte man sich nicht leichtfertig auf eine Selbstmedikation einlassen, sondern zuvor bei einem Arzt vorstellig werden. Ansonsten ist es durchaus möglich, dass man seinen Körper mit zu vielen Mineralien und dergleichen mehr ausstattet und ihn somit überfordert. Das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden, um zu verhindern, dass es zu weiteren negativen medizinischen Auffälligkeiten kommt.Bevor man also zu Vitaminpräperaten greift, um seine Krämpfe zu kurieren, sollte man besser zu eine, Arzt gehen und sich dort Hilfe und Rat einfordern. Besonders dann, wenn es häufiger zu Wadenkrämpfen kommt.

Symptome & Anzeichen

Um die Symptome eines Wadenkrampfs zu verstehen, muss man zunächst verstehen, was einen Krampf als solchen auszeichnet. Es handelt sich hierbei um eine unfreiwillige Kontraktion des Muskels, sprich er zieht sich spontan und bisweilen ohne ersichtlichen Grund zusammen. Der hieraus resultierende Schmerz wird in aller Regel als sehr unangenehm und / oder schmerzhaft wahrgenommen. Krämpfe können theoretisch in der überwiegenden Mehrzahl der Muskeln auftreten. Die wenigsten sind davon ausgenommen.

Statistisch gesehen handelt es sich darüber hinaus bei Wadenkrämpfen um die häufigste Art des Krampfes. Dies hängt mit der speziellen Art zusammen, mit der der Wadenmuskel am Knochen anliegt.

Der Krampf als solcher dauert oftmals zwischen drei und zehn Minuten. Es kommt sehr selten vor, dass ein Krampf diesen Zeitraum übertrifft. Im Nachhinein muss man sich darauf einstellen, dass es zu Reizungen und Schwellungen kommen kann, die teilweise über mehrere Stunden hinweg bestehen können. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern kann auch dazu beitragen, dass die betroffene Person nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt dazu in der Lage ist, sich zu bewegen. Diese Einschränkungen mögen zwar nur in eher seltenen Fällen auftreten, dennoch sollte man das Risiko nicht unterschätzen. Besonders ältere Personen brauchen nach einem starken Wadenkrampf oftmals vergleichsweise lange, um zu regenerieren. Das bedeutet mitunter, dass man sich auf längere Phasen einstellen muss, in denen man sich entweder gar nicht oder nur sehr langsam fortbewegen kann. Auch dies sollte man stets und und stetig im Hinterkopfe behalten, wenn man über Wadenkrämpfe nachdenkt.

Darüber hinaus kann es passiere, dass während oder nach einem Wadenkrampf die Zehen versteifen und sich diese Versteifung erst nach einiger Zeit wieder löst. Das kann zur Folge haben, dass die Mobilität eingeschränkt wird oder dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, korrekt aufzutreten.

Ansonsten sind die Symptome recht überschaubar. Jeder Mensch dürfte schon mal einen Krampf gehabt haben. Ob nun in den Waden oder an sonst einer Stelle im Körper. Darum weiß man, dass ein solcher zwar sehr unangenehm sein kann, die Schmerzen sich aber alles in allem im Rahmen ds aushaltbaren bewegen. Darum sind zu erwartenden Symptome, die aus einem Wadenkrampf hervorgehen auch nicht allzu gravierend und stellen in aller Regel keinen Anlass dar, sich allzu große Gedanken machen zu müssen. Sollte man jedoch regelmäßig Opfer besonders starker Krämpfe werden, ist es absolut notwendig, deswegen bei einem Arzt vorstellig zu werden. Alles andere wäre sich selbst und der Solidargemeinschaft gegenüber unverantwortlich.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diagnose ist schnell gestellt und stellt den behandelnden Arzt zumeist nicht vor eine allzu große Herausforderung. Zunächst erfolgt eine Anamnese seitens des behandelnden Arztes, sprich eine Klärung der Krankengeschichte. Ist dieses Gespräch abgeschlossen, weiß der zuständige Meidziner oftmals schon, was die Krämpfe auslösen konnte. Weitere medizinische Tests sind dann oftmals nicht mehr notwendig.

Sollte der Arzt jedoch vermuten, dass die Krämpfe auf Faktoren, wie Mangel an Mineralien, zurückzuführen seien, so kann ein Bluttest nicht ausbleiben. Schließlich und endlich ist ein solcher notwendig, um zu klären, an welchen Stoffen es dem Körper genau gebricht. Ist geklärt, woran es mangelt, kann die Behandlung weitergehen.

In sehr seltenen Fällen kann es zwecks der Stellung einer Diagnose darüber hinaus auch notwendig sein, bildgebende Verfahren anzuwenden, um nachzusehen, ob eventuelle Nervenschäden oder orthopädische Schäden vorliegen, die dafür sorgen können, dass es zu immer wieder auftretenden Wadenkrämpfen kommt. Diese Maßnahmen werden jedoch zumeist nur dann ergriffen, wenn dwe Arzt sich sonst nicht mehr zu helfen weiß und keine anderen plausiblen Possibilitäten ausmachen kann, die für die Entstehung der Krämpfe verantwortlich zu machen sind.

Alles in allem also ist eine Diagnose also kein Problem und weder Arzt noch Patient müssen lange warten, bis Ursache und Krankheit festgestellt sind. Das ist positiv für beide Parteien, denn auf diese Art und Weise muss weder der Patient viel Zeit damit verlieren sich darüber Gedanken zu machen, was ihn plagen könnte und auch der behandelnde Arzt ist wesentlich schneller und gezielter dazu in der Lage, die Krankheit anzugehen und nach Möglichkeit zu kurieren. Man kann sich also imgrunde darauf verlassen, dass man keine allzu großen Probleme mit der Stellung einer diagnose haben wird und einem diesbezügliche schnelle Abhilfe gelesitet werden kann, die einen des Weiteren nicht besonders fordert, wie andere Diagnosen es manchmal tun.

Verlauf der KrankheitJeder der schon einmal einen Krampf erleben musste weiß, wie unangenehm ein solcher sein kann. Er kann entweder sofort voll einsetzen und plötzlich immense Schmerzen verursachen oder aber langsam entstehen und gradual schlimmer und intensiver werden, bevor er wieder langsam vergeht. Bisweilen ist es auch möglich, dass der Krampf genauso schnell verfliegt, wie er gekommen ist. Hier ist jeder Krampf verschieden. Denn kaum ein Krampf ähnelt dem andern, auch können Krämpfe von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.

Alles in allem aber sollte man nicht damit rechnen, mehr als etwa 15 Minuten mit einem Krampf zu kämpfen zu haben. Selbst sich sehr langsam aufbauende Krämpfe dauern in der Regel kaum länger als eine Viertelstunde. Allerdings können die Nachwirkungen eines Krampfes, sprich verbleibende Muskelschmerzen, bis zu mehreren Stunden verbleiben und es der betroffenen Person somit sehr schwer machen, die Beine zu bewegen. Dies ist insbesondere dann unangenehm, wenn die Krämpfe nachts auftreten und man am kommenden Morgen kaum in der Lage ist, sich aus dem Bett zu erheben, ohne dabei massive Schmerzen zu verspüren.

Immer wieder hört man davon, dass besonders extreme Krämpfe dazu in der Lage sein können, die Knochen des Leidenden zu brechen. Zwar hat dieses Gerücht durchaus wahre Wurzeln, aber man sollte sich auf keinen Fall dadurch verunsichern lassen. Hierbei handelt es sich um eine andere Art von Krämpfen, die zudem von einer Schwächung der Knochen begleitet werden müssen, um tatsächlich dazu in der Lage zu sein, einen Bruch derselben verursachen zu können.

Abschließend lässt sich also bemerken, dass, obwohl ein Wadenkrampf sicherlich sehr schmerzhaft sein kann, man keine allzu großen Befürchtungen haben muss, dass die Schmerzen nicht auszuhalten seien. Nichtsdestoweniger solle man bei einem Mediziner vorstellig werden, wenn die Krämpfe sich immer wieder einstellen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

es ist beinahe kaum möglich, allgemein zutreffende Aussagen zur generellen Häufigkeit von Wadenkrämpfen zu treffen. Dies liegt vornehmlich daran, dass es sich hierbei nicht um eine „Krankheit“ handelt, mit der man zum Arzt geht. Sicherlich gibt es Patienten mit mehr oder weniger chronisch auftretenden Krämpfen, die deswegen einen Arzt aufsuchen, aber alles in allem bleiben die meisten Menschen, die nur hin und wieder mal an Wadenkrämpfen leiden lieber zuhause. Und an diesem Verhalten ist auch grundsätzlich nicht falsch. Dennoch sollte man zu einem Arzt gehen, wenn das Leiden immer gehäufter auftritt.

Es gibt allerdings bestimmte Gruppen, die besonders häufig mit Wadenkrämpfen zu tun haben. Hierzu zählen unter anderem:

  • Ältere Menschen
  • Schwangere
  • Sportler
  • Übergewichtige Menschen
  • Menschen, die eine sitzende Tätigkeit ausüben
  • Personen mit einer nicht ausgewogenen Ernährung

Sollte man einer dieser Gruppen angehören und auch unter immer wieder auftretenden Wadenkrämpfen leiden, so ist es notwendig, dass man einen Arzt aufsucht.

Ansonsten sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass jeder Mensch hin und wieder an Krämpfen leidet. Darunter auch Wadenkrämpfe. Somit lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass die Prävalenz dieser Krankheit beinahe 100% ausmacht. Lediglich die wenigstens Menschen bleiben ein Leben lang davon verschont.

Diagnosedaten
Auch die Diagnosedaten sind alles in allem sehr schnell ausgewertet und stellen den behandelnden Arzt glücklicherweise so gut wie nie vor allzu große Herausforderungen. Eine Diagnose ist zumeist sehr schnell gestellt und darüber hinaus auch sehr eindeutig. Das ist positiv für den Arzt sowie für den Patienten gleichermaßen.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen gibt es bei Wadenkrämpfen in der Regel nur sehr wenige oder gar keine. Allerdings sollte man damit rechnen, dass nach einem Krampf Schmerzen zurückbleiben können, die teilweise mehrere Stunden anhalten und somit die Mobilität des Patienten einschränken können. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn sich der Krampf beispielsweise kurz vor dem Erwachen ereignet. In diesen Fällen kann es dem Betroffenen sehr schwer fallen aufzustehen und den Tag normal zu beginnen. Es können in diesem Fall also durchaus Verzögerungen auftreten.

Immer wieder hört man von Horrorgeschichten, die zum Inhalt haben, dass einer Person durch einen allzu starken Krampf ein Knochen gebrochen worden sei. Das ist zwar nicht kategorisch auszuschließen, kommt aber alles in allem so selten vor, dass man sich darüber wirklich keine Gedanken machen muss. Auch wenn Leute davon berichten, dass sie eine Person kennen, der dies tatsächlich einmal passiert sei, sollte man eher zurückhaltend reagieren. Es dürfte sich hierbei im besten Falle um Übertreibung oder Seemannsgarn handeln, dem man am besten keinerlei Bedeutung zumessen sollte.

Wesentlich häufiger dagegen kommt es vor, dass einen ein Wadenkrampf ganz unvermittel trifft und einen für die Zeit der Dauer desselben beinahe Bewegungsunfähig macht. Da sich dieses Phänomen jedoch überall einstellen kann, so ist es nicht auszuschließen, dass daraus manchmal massive Komplikationen erwachsen. Beispielsweise dann, wenn es einen trifft, während man ein Auto steuert. Ist dies der Fall, so sollte man sofort an die Seite fahren und anhalten. Es ist einem in der Regel nicht möglich, dass Auto weiterhin korrekt zu bedienen, wenn sich die Beinmuskeln krampfhaft zusammenziehen. Wer dennoch versucht, weiterzufahren, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Nicht zuletzt deswegen raten einige Ärzte schwangeren Frauen davon ab, im letzten Trimester ein Kraftfahrzeug zu steuern.

Ansonsten gibt es eher wenige Komplikationen und man sollte sich wirklich keine allzu großen Gedanken machen oder gleich den Teufel an die Wand malen. Sicherlich ist ein Wadenkrampf sehr unangenehm, aber lange noch nicht das Ende der Welt.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte dann zum Arzt gehen, wenn es zu immer wieder kehrenden und scheinbar grundlosen Wadenkrämpfen kommt. Sollte man nur sehr selten daran leiden, so ist ein Arztbesuch nicht notwendig, auch dann nicht, wenn die Krämpfe als solche besonders stark oder intensiv sind. Es ist dann in aller Regel ausreichend, die Krämpfe bei der nächsten Routineuntersuchung anzusprechen.

Schwangere und ältere Menschen, sowie Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, sollten jedoch eher einen Arzt aufsuchen und sich helfen lassen. Hier können bisweilen schwerwiegendere Ursachen zugrunde liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Eine Therapie ist sehr schnell und zumeist auch sehr effektiv. Der Arzt verabreicht Magnesium oder Salzlösungen oder andere Medikamente oder Supplemente, die dafür sorgen, dass der Mineralienhaushalt wieder stabilisiert wird.

Auch Wärmepflaster, Massagen oder Physiotherapie können verordnet werden. Zu operativen Eingriffen kommt es nur in den seltensten Fällen. Beispielsweise dann, wenn die Krämpfe auf eingeklemmte Nerven zurückzuführen sind. Ansonsten bedient man sich bei der vorliegenden Krankheit primär konservativen Behandlungsmethoden.

Liegen andere Ursachen vor, so richtet sich die Behandlung danach aus. Im Grunde muss man mit einer glücklicherweise nur sehr kurzen Therapiedauer rechnen. Hiervon profitieren sowohl der behandelnde Arzt, der Patient sowie die Geldbörse.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt einiges, was man zwecks einer Vorbeugung von Wadenkrämpfen unternehmen kann, hierzu eine Übersicht:

  • Vor dem Sport aufwärmen (Stretching): Stretching ist eine Form der körperlichen Betätigung, bei der ein bestimmter Muskel oder eine bestimmte Sehne (oder ganze Muskelgruppe) absichtlich und zumeist auch präventiv gebeugt und gedehnt werden, um die Elastizität des Muskels zu verbessern und einen angenehmen Muskeltonus vor dem Sport zu erreichen. Das Ergebnis ist bei richtiger Anwendung ein Gefühl von erhöhter Muskelkontrolle, Flexibilität und Bewegungsfreiheit. Stretching wird auch therapeutisch zur Linderung von Krämpfen und daraus resultierenden Beschwerden eingesetzt.In seiner grundlegendsten Form ist Dehnung eine natürliche und instinktive Aktivität. Es wird sowohl von Menschen als auch von vielen Tieren durchgeführt. Es wird kurioserweise oftmals von Gähnen begleitet werden. Stretching tritt oft instinktiv nach dem Aufwachen aus dem Schlaf, nach langen Perioden der Inaktivität oder nach dem Verlassen von geschlossenen Räumen und Bereichen auf.Die Erhöhung der Flexibilität durch Dehnung ist eine der Grundlagen der körperlichen Fitness. Es ist üblich, dass sich Sportler vor und nach dem Training dehnen, um das Verletzungsrisiko zu verringern und die Leistung zu steigern, obwohl diese Praktiken nicht immer auch wissenschaftlich nachweisbar nutzbringend sind.Stretching kann gefährlich sein, wenn es falsch ausgeführt wird. Es gibt viele Techniken zum Dehnen im Allgemeinen, aber abhängig davon, welche Muskelgruppe gedehnt werden soll, können einige Techniken unwirksam oder schädlich sein, sogar bis zu dem Punkt, dass Tränen, Hypermobilität, Instabilität oder dauerhafte Schädigung der Sehnen, Bänder und Muskeln verursacht werden können. Die physiologische Natur des Dehnens und Theorien über die Wirkung verschiedener Techniken sind daher Gegenstand intensiver medizinischer Untersuchungen. Obwohl statische Dehnung Teil von Aufwärmübungen ist, zeigte eine Studie im Jahr 2013, dass es Muskeln schwächt. Aus diesem Grund wird vor dem Training anstelle von statischem Dehnen dynamisches Dehnen empfohlen, da das letztere besser dabei hilft, den Muskelkater nach dem Sport zu reduzieren.
  • Für ausreichend Mineralien sorgen: Wie bereits erwähnt, spielen Mineralien und dergleichen mehr eine große Rolle dabei, den Körper möglichst resistent und unanfällig für Krämpfe zu machen. Darum ist immens wichtig dafür zu sorgen, dass man keinen Mangel leidet. Eine allgemeine gesunde Ernährung hilft hier ebenso gut weiter wie diverse ergänzende Präparate. Allerdings sollte man sich vor der Verwendung dieser immer mit einem Arzt kurzschließen.
  • Fit sein und bleiben: Personen, die sich sehr wenig bewegen sind oftmals wesentlich anfälliger für Krämpfe und diese entstehen darüber hinaus sehr viel einfacher als bei Personen, die fit und gut trainiert sind. Darum ist es auf jeden Fall hilfreich, wenn man dafür sorgt, dass man stets genügend Bewegung erhält und sich nicht gehen lässt. Hierdurch senkt sich nicht nur das Risiko auf Wadenkrämpfe, sondern auch das viele andere Krankheiten zu entwickeln.

Prognose zur Heilung

Die Prognose ist durchweg gut. Man muss sich wirklich keine allzu großen Gedanken machen, durch Wadenkrämpfe bleibende Schäden davonzutragen. Eine Therapie ist zumeist sehr effektiv und auch die Auslöser für die Krämpfe lassen sich oftmals sehr einfach identifizieren und folglich auch vermeiden, was wiederum dazu führt, dass es zu keinen weiteren oder kaum mehr zu Krämpfen kommt.

Alles in allem also ist die Prognose sehr gut.


Was sind Krämpfe

Ein Krampf ist eine plötzliche, unwillkürliche Muskelkontraktion oder Museklverkürzung. Während sie im Allgemeinen vorübergehend und nicht schädigend sind, können sie erhebliche Schmerzen und eine lähmungsartige Unbeweglichkeit des betroffenen Muskels oder des ganzen Körpers verursachen. Das Einsetzen ist normalerweise plötzlich, es löst sich aber selbständig über einen Zeitraum von mehreren Sekunden, Minuten oder Stunden hinweg wieder auf. Krämpfe können in beinahe jedem Muskel auftreten. Skelettmuskelkrämpfe können durch Muskelermüdung oder einen Mangel an Elektrolyten sowie niedrigem Natriumgehalt, niedrigem Kaliumgehalt oder niedrigem Magnesiumgehalt verursacht werden. Krämpfe der glatten Muskulatur können durch Menstruation oder Gastroenteritis bedingt sein.

Eine unfreiwillige Muskelkontraktion beginnt in der Regel damit damit, dass das Gehirn fälschlicherweise Signale aussendet, die Wellen elektrischer Ladungen zu den Muskeln senden und somit eine ebenso unfreiwliige Bewegung derselben auslösen. Die Wellen wandern zu einer Gruppe von Zellen in einem Muskel und lassen Kalziumionen aus den sarkoplasmatischen Retikula (SR) der Zellen heraustreten, die wieder die Speicherbereiche für Kalzium sind. Das freigesetzte Kalzium sorgt dafür, dass die Myofibrillen sich unter der Krafteinwirkung von energietragenden Adenosintriphosphat-Molekülen zusammenziehen. Jede Muskelzelle zieht sich in Folge dessen vollständig zusammen. Eine stärkere Kontraktion des gesamten Muskels erfordert mehr Signale vom Gehirn für mehr Gruppen von Zellen im Muskel. Wenn die Signale nicht mehr gesendet werden, stoppt die Ausschüttung des Kalziums und der Muskel entspannt sich wieder. Die Kalziumpumpen werden durch den Natriumgradienten oder die aufgestauten Natriumionen, die aus dem SR herausströmen, angetrieben. Der Natriumgradient wird durch die NatriumKalium-Pumpe aufrechterhalten. Ein Mangel an Natrium würde verhindern, dass der Natriumgradient stark genug ansteigt, um die Calciumpumpen anzutreiben. Die Kalziumionen würden in den Myofibrillen verbleiben und den Muskel zwingen, sich erneut zusammenzuziehen und einen weieren Krampf auslösen. Der Krampf löst sich aber, wenn dieser Mechanismus normal und uneingeschränkt funktioniert, schließlich wieder, da langsame Kalziumpumpen das Kalzium zurück drücken.

Elektrolytstörungen, insbesondere Hypokaliämie und Hypokalzämie, können Krämpfe und Muskel-Tetanie verursachen. Diese Störung kann auch dadurch verursacht werden, dass der Körper große Mengen an interstitieller Flüssigkeit ausschwitzt, bei der es sich hauptsächlich um Wasser und Salz (Natriumchlorid) handelt. Da Muskelzellen mehr osmotisch aktive Partikel enthalten, stört der Verlust von osmotisch aktiven Natriumpartikeln aus Muskelzellen das osmotische Gleichgewicht und damit die Muskelzellen selbst. Dies bewirkt, dass die Kalziumpumpe zwischen dem Muskelsarkoplasma und dem sarkoplasmatischen Retikulum regelrecht „kurzgeschlossen“ wird.

Krämpfe können auftreten, wenn die Muskeln aufgrund von Myosinfasern, die sich nicht vollständig von Aktinfilamenten lösen, nicht richtig entspannen können. In Skelettmuskeln müssen die ATP-Spiegel groß genug sein, um an die Myosinköpfe binden zu können, damit sie sich wiederum an das Aktin binden oder davon lösen können und eine Kontraktion oder Entspannung zu ermöglichen. Der Muskel muss sich erholen, bevor sich die Myosinfasern lösen können und der Muskel sich wieder entspannen kann. Skelettmuskeln arbeiten als antagonistische Paare. Die Kontraktion eines Skelettmuskels erfordert die Entspannung des gegenüberliegenden Muskels in besagter Paarung. Den Versuch, einen durch niedriges ATP verkrampften Muskel zu zwingen, sich auszudehnen (durch Zusammenziehen des gegenüberliegenden Muskels), kann Muskelgewebe zerreißen und den Schmerz verschlimmern.

Nachts auftretende Beinkrämpfe sind unwillkürliche Muskelkontraktionen, die in den Waden, Fußsohlen oder anderen Muskeln des Körpers während der Nacht oder (seltener) während Phasen der Ruhe auftreten. Die Dauer der nächtlichen Wadenkrämpfe ist individuell stark variabel, mit Krämpfen von einigen Sekunden bis zu mehreren Minuten. Ein regelrechter Muskelkater kann bleiben, nachdem der Krampf selbst endet. Diese Krämpfe treten häufiger bei älteren Menschen auf als bei jungen. Sie kommen dennoch auch sehr häufig bei Pubertierenden und bei manchen Sportlern bar jeden Alters vor. Die genaue Ursache dieser Krämpfe ist unklar. Zu den möglichen Faktoren gehören Dehydration, geringe Mengen bestimmter Mineralien (Magnesium, Kalium, Kalzium und Natrium) und reduzierter Blutfluss durch die Muskeln nach längerem Sitzen oder Liegen. Nachts auftretende Beinkrämpfe (fast ausschließlich Wadenkrämpfe) gelten in den späten Stadien der Schwangerschaft als „normal“. Sie können jedoch in ihrer Intensität von leicht bis extrem schmerzhaft variieren.

Eine Milchsäureansammlung um die Muskeln herum kann ebenso Krämpfe auslösen. Diese treten jedoch während der anaeroben Atmung auf, also dann, wenn eine Person eine (sportliche) Aktivität ausführt oder beginnt. Ausschlaggebend scheint hierbei zu sein, dass der Herzschlag sich plötzlich beschleunigt. Medizinische Leiden, die häufig im Zusammenhang mit Beinkrämpfen anzutreffen sind, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen aller Art, Hämodialyse, Leberzirrhose, Schwangerschaft und Lumbalkanalstenose – wobei es sich bei einer Schwangerschaft natürlich nicht um eine Krankheit handelt. Häufig gestellte Differentialdiagnosen sind unter anderem das Restless-Legs-Syndrom (Zappel-Phillip-Syndrom), Claudicatio, Myositis und periphere Neuropathie. Bei einer genauen Diagnose können diese Differentialdiagnosen jedoch erfolgreich ausgeschlossen werden.

Sanfte Dehnung und Massage, etwas Druck auf das betroffene Bein durch Laufen oder Stehen oder ein warmes Bad oder eine Dusche können helfen, den Krampf zu beenden oder dessen Symptome zu lindern. Wenn der Krampf im Wadenmuskel auftritt, sollte man den großen Zeh sanft nach hinten biegen. Die dehnt den Muskel und verursacht in einigen Fällen fast eine sofortige Linderung. Es gibt nur begrenzte Belege für die tatsächliche Wirksamkeit von Magnesium, Kalziumkanalblockern, Carisoprodol und Vitamin B12. Chinin wird nicht mehr zur Behandlung von nächtlichen Beinkrämpfen, aufgrund möglicher tödlicher Überempfindlichkeitsreaktionen und Thrombozytopenie, empfohlen. Arrhythmien, Cinchonismus, hämolytisch-urämisches Syndrom können ebenfalls bei höheren Dosierungen auftreten.

Ein nächtlicher Beinkrampf kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch viel Stress und Angst verursachen. Einige Medikamente können manchmal Krämpfe als mögliche Nebenwirkung zur Folge haben. Raloxifen beispielsweise ist ein Medikament mit einer hohen Inzidenz von Krämpfen in den Beinen. Weitere Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit für diese Nebenwirkungen erhöhen, sind körperliche Bewegung, Alter, weibliches Geschlecht und Übergewicht. Bis zu 80% von Athleten und Sportlern, leiden unter signifikanten negativen Muskeleffekten, einschließlich Krämpfen. Sollten die Krämpfe tatsächlich als Nebenwirkung eines Medikaments auftreten, so ist dieses sofort abzusetzen. Krämpfe können den Organismus stark belasten und dafür sorgen, dass die betroffene Person stark in ihrer Mobilität eingeschränkt wird.


Alternative Behandlungsmethoden

Gute alternative Heilmethoden sind unter anderem:

  • Massagen
  • Wassertreten
  • Kneipp Kuren
  • Kaltwasserbäder
  • Yoga
  • Saunieren
  • Diverse Tanzsportarten

Welche Hausmittel können helfen?

Probate Hausmittel sind unter anderem:

  • Wadenwickel: Hierzu weiche man ein Tuch in einer dafür geeigneten lauwarmen Flüssigkeit ein und wickle es um die Wade. Dies kann dabei Helfen Krämpfe und die daraus resultierenden Symptome zu lindern und unter Kontrolle zu bekommen.
  • Nordic Walking: Nordic Walking kann nachweislich dabei helfen, die Chance auf Wadenkrämpfe zu senken. Allerdings muss man diesem Sport regelmäßig nachgehen, um einen effektiven Schutz zu gewährleisten.
  • Nachts Beine hochlegen: Es kann helfen, nachts mit hochgelegten Beinen zu schlafen. Nicht alle Menschen aber finden diese Position angenehm.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Nesselkraut
  • Spitzwegerich
  • Rhabarber
  • Haselstrauch
  • Klee
  • Apfelblüten
  • Brennnesseln

Zunächst einmal sollte man darauf achten, dass die hier angeführten Kräuter auch alle gut vertragen werden und dass keine Allergien dagegen vorliegen. Schließlich und endlich ist das letzte was man will, eine unnötige allergische Reaktion.

Ansonsten können die hier angeführten Kräuter eine sehr heilsame und entspannende Wirkung haben, insbesondere dann, wenn man sie in Form eines Absuds oder einer Creme verabreicht. Um erste Variante zu erzeugen ist es notwendig, die Kräuter gut auszukochen und das Gebräu hernach ziehen zu lassen, bis es abgekühlt ist. Anschließend kann man das betroffene Bein darin baden oder damit einreiben. Dieses Vorgehen kann wahre Wunder wirken.

Wer eine Creme oder Salbe aus den hier genanten Kräutern herstellen möchte, der braucht zunächst etwas Schmalz. Dabei ist es imgrunde egal, ob man auf Gänseschmalz oder Schweineschmalz zurückgreift. Nur künstliche Produkte oder Pflanzenfett sollte man auf jeden Fall vermeiden. Diese sind weder gut für die Haut, noch nehmen sie die Wirkstoffe aus den Kräutern so gut auf, wie ihr natürlicherer Counterpart. Hat man also das passende Schmalz gefunden, muss man es behutsam schmelzen und anschließend die Kräuter beigeben, es etwas köcheln lassen und dann vom Feuer nehmen. Anschließend wartet man, bis das Schmalz ausgehärtet ist. Möchte man eine feinere Salbe erzeugen, kann man dieses Vorgang immer und immer wieder wiederholen. Am Ende sollte man mit einer sehr aromatischen und probaten Salbe dastehen, die sehr gut dabei hilft, die Wadenkrämpfe und deren Folgen zu bekämpfen und die Symptome zu lindern.

Alles in allem kann man also mit Heilkräutern sehr viel erreichen und auch selbst machen. Damit ist man nicht unbedingt auf die Verwendung von chemisch erzeugten Medikamenten angewiesen. Auch das kann eine willkommen Abwechslung sein, die den Körper entlastet.

Wer es sich nicht zutraut, selbst eine Salbe herzustellen, der kann derartige Produkte auch oftmals von Heilpraktikern beziehen. In machen Fällen stellen diese die Salben und Co. auch selbst her.

Ätherische Öle

  • Cajeput
  • Bergamotte
  • Lavendel
  • Ackerminze
  • Zimtrinde
  • Rosenblüten
  • Mandarine

Ätherische Öle sind wunderbar dafür geeignet, eine Aromatherapie durchzuführen und den Organismus somit zu beruhigen. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe oder einen modernen Diffusor. Bei ersterer Variante bedarf es noch einer zusätzlichen Wärmequelle, wie einer Kerze. Bei beiden verdampfen anschließend die Öle in die Raumluft und sorgen somit dafür, dass sie ihre heilende Wirkung entfalten können.

Von äußerlichen oder innerlichen Anwendungen ätherischer Öle ist grundsätzlich abzuraten. Insbesondere aber dann, wenn allgemeine Allergien und dergleichen mehr vorliegen.

Homöopathie & Globuli

Gleich zu Beginn seit gesagt, dass sich die medizinisch heilende Wirkung von Globuli wissenschaftlich nicht nachweisen lässt. Das soll Globuli und andere homöopathische Mitteln nicht diskreditieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass eine Therapie nicht alleine mittels homöopathischer Mittel erfolgen sollte. Sie sollten höchstens unterstützend zu einer herkömmlichen Therapie Anwendung finden und diese nicht ersetzen.

Auch gibt es zur Zeit auf dem Mark sehr viele verschiedene Präperate. Darum kann es sinnvoll sein, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet. Dasselbe gilt auf für die Darreichungsform. Oftmals findet man Tabletten, die typischen Globulikügelchen oder Tropfen.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark von der vorliegenden Erkrankung abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 8
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 12 Globuli

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Die Ernährung kann in Bezug auf Krämpfe sehr wichtig sein. Es ist vorallem darauf zu achten, dass man eine möglichst ausgewogene Ernährung hat, die einen mit ausreichenden Nährstoffen versorgt. Auch Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein. Zudem gilt es, Übregewicht auf jeden Fall zu vermeiden.

Hier eine Übersicht:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Was ist die PECH-Regel?

Im Zusammenhang mit Krämpfen wird oftmals die PECH-Regel erwähnt. Hierbei handelt es sich um ein Konzept der Soforthilfe bei Krämpfen.Die Buchstaben stehen für:
– P: Pause
– E: Eis (Kühlung)
– C: Compression (Druck, Massage)
– H: Hoch legen
Befolgt man diese Tipps, so ist einem jeden Krampf sehr schnell Herr zu werden und man muss kaum fürchten, lange damit zu kämpfen zu haben.

Wie viele Wadenkrämpfe sind zu viel?
Wer öfter als ein oder zwei Mal in der Woche an idiopathischen, das heißt an scheinbar grundlosen Wadenkrämpfen leidet, der sollte zu einem Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Treten diese Wadenkrämpfe jedoch nur sporadisch auf, so stellen sie in der Regel kein besonderes medizinisches Problem dar.

Bekommt jede schwangere Frau Wadenkrämpfe?
Statistisch gesehen ist die Prävalenz bei Schwangeren sehr hoch. Und beinahe 9 von 10 schwangeren Frauen berichten von Wadenkrämpfen während der Schwangerschaft. Deswegen sollte man sich durchaus darauf einstellen, dass es auch einen selbst treffen kann.

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