Orange

Bei der Orange handelt es sich um eine Frucht, die ebenfalls unter der Bezeichnung Apfelsine bekannt ist. Ihren Ursprung hat sie in China, wo sie als Kreuzung aus der Mandarine sowie Pampelmuse entstanden ist. Im Allgemeinen gehört sie zur Gattung der Zitruspflanzen und ist in Deutschland vor allem während der Winterzeit sehr beliebt. In unsere Ratgebertext erläutern wir alles Wissenswerte zur Thematik und Gehen dabei unter anderem auf Allergien und Unverträglichkeiten ein und geben im Anschluss einige Zubereitungstipps.

Das sollten Sie über die Orange wissen

Der Orangenbaum

Orangenbäume sind klein bis mittelgroß und tragen allzeit grüne Blätter an ihren Zweigen. Die Jahreszeit spielt dabei überhaupt keine Rolle. Somit gehören sie zu den immergrünen Bäumen, welche eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen können. Die Baumkronen wiederum sind regelmäßig verzweigt und rund.

Handelt es sich um junge Zweige, so können diese mit Dornen besetzt sein. Sie erweisen sich jedoch als eher stumpf. An den Zweigen findet man wechselständig und spiralig die einzelnen gegliederten Laubblätter der Orange. Die Blattspreite setzt dich vom Blattstiel ab. Sie ist von ledriger Konsistenz sowie dunkelgrün. In ihrer Form sind die Blätter oval und Laufen nach vorn hin spitz zu. Betrachtet man die Blüten der Orange, so erkennt man, dass diese in traubigen Blütenständen zusammenstehen. Zudem sondern sie einen angenehmen Geruch ab und sind weiß in ihrer Farbgebung.

Die Blütezeit der Orange verläuft in Europa in den Monaten Februar bis Juni. In China geht sie lediglich von April bis Mai. Eine Fremdbefruchtung ist nicht notwendig, damit sich die Früchte entwickeln können.

Die Frucht der Orange

Die Früchte des Orangenbaumes sind orange gefärbt. Blickt man unter die orangene Schale, so entdeckt man eine weiße Haut. Die Frucht an sich ist in einzelne Sektoren unterteilt, welche ebenfalls von weißen Häuten voneinander getrennt werden. Die Häute der einzelnen Sedimente sowie die weiße Haut der Schale sind miteinander verwachsen. Dies ist der Grund, dass sich die Orange sehr schwierig schälen lässt. Jedoch wird bei diesem Vorgang gleichzeitig ein angenehmer Geruch von Orangen freigesetzt. Dank den Öldrüsen in der Schale ist dies möglich, da sie ätherische aromatische Öl der Orange aufweisen.

Der Ursprung und die Geschichte der Orange

Ihren Ursprung hat die Orange in China. Sie entstand aus einer Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine. Hierzu zählen jedoch nicht nur die süßen Orangen, sondern auch Bitterorangen. Bereits im 11. Jahrhundert gelangte die bittere Version nach Europa. Hauptsächlich wurde sie in Italien wegen ihres ätherischen Öles (Neroliöl) angebaut. Im 15. Jahrhundert gelangen auch die süßen Orangen nach Europa. Sie wurden über einen längeren Zeitraum ausschließlich in Portugal angebaut. Heutzutage wird die Frucht weltweit angebaut.

Die größten Orangen-Produzenten liegenin Brasilien, China, Indien und in der USA. In Europa kann die Frucht im August, September sowie Oktober geerntet werden. Hierzu zählen etliche Orangensorten, zum Beispiel Bitterorangen, Navelorangen, Blutorangen sowie Blondorangen. Auch säurefreie Orangen können entdeckt werden.

  • Bitterorangen
  • Blutorangen
  • Blondorangen
  • Navelorangen
  • Säurefreie Orangen

Bedeutung für die Gesundheit

Neben ihrem süß-fruchtigen Geschmack können Orangen zudem mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen glänzen. Vor allem sind die Früchte für ihren hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt. Dieser Stoff ist ein starkes Antioxidationsmittel, welches die Zellen des Körpers vor dem schädlichen Einfluss von freien Radikalen schützt. Zudem wird in der Leber ein Enzym aktiviert, welches die Entgiftungs- sowie Ausscheidungsfunktion dieser unterstützt. Auch die Blutgefäße können ideal gesund gehalten werden. Die Arterien werden vor Verkalkung geschützt. Aus diesem Grund kann Vitamin C Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

  • Schützt vor freien Radikalen
  • Beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor
  • Unterstützt Entgiftungs- sowie Ausscheidungsfunktion der Leber durch Aktivierung eines Enzyms
  • Schützt die Arterien vor Verkalkung
  • Hält die Blutgefäße gesund

Neben dem C Vitamin sind auch etliche B Vitamine enthalten, welche das Nervensystem schützen und zudem die Produktion von Serotonin unterstützen. Hierbei handelt es sich um ein Glückshormon, wodurch sich sagen lässt, dass Orangen glücklich machen können.

Weitere sekundäre Pflanzenstoffe wirken zudem antioxidativ sowie entzündungshemmend. Weiterhin stärken sie das Immunsystem. Dies ermöglicht dem Körper, Bakterien und Viren deutlich schneller unschädlich zu machen.

  • Schützt das Nervensystem
  • Nützlich zur Produktion von Serotonin
  • Wirkt antioxidativ sowie entzündungshemmend
  • Stärkt das Immunsystem
  • Viren und Bakterien können schneller unschädlich gemacht werden

Die ätherischen Öle der Orange als Aromatherapie

Ätherische Öle werden aus den Schalen der Orangenfrüchte gewonnen. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend, antiviral, entkrampfend, kreislaufbelebend sowie lymphflussanregend. Wie man bereits sieht, sind die Wirkungen der Öle sehr vielseitig. Daher findet sie Anwendung bei Lymphstau, Blasenentzündungen, Cellulite, Erkältungskrankheiten sowie depressiven Verstimmungen.

  • Antibakteriell
  • Entkrampfend
  • Antiviral
  • Kreislaufbelebend
  • Entzündungshemmend
  • Lymphflussanregend

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Allein 100 Gramm einer Orange können 50 Milligramm Vitamin C entnommen werden. Somit ist es möglich, den Tagesbedarf daran bereits mit 150 Gramm Orange zu decken. Weiterhin enthalten die Früchte Vitamin B1, Vitamin B2, einige Mineralstoffe wie Eisen und Phosphor sowie Nicotinamid.

Da Orangen einen sehr hohen Wassergehalt aufweisen, sind sie gleichzeitig sehr kalorienarm. Betrachtet man 100 Gramm Orangenfruchtfleisch, so sind lediglich 47 Kalorien enthalten. Eine komplette Orange weist durchschnittlich 68 Kalorien auf.

Unverträglichkeiten & Allergien

Da die Orange zu den Zitrusfrüchten zählt, können auch hier bei einigen Menschen allergische Reaktionen auftreten. Man kann jedoch sagen, dass Lebensmittelallergien im Bezug auf Orangen eher seltener anzutreffen sind. In den meisten Fällen kommt es bei einer Orangenallergie zum oralen Allergiesyndrom. Dieses kann man an einer pelzigen Zunge, an angeschwollenen Lippen oder auch durch Bläschenbildungen auf der Haut sowie der Schleimhaut erkennen.

  • Pelziges Gefühl auf der Zunge
  • Angeschwollene Lippen
  • Bläschen auf der Haut sowie auf der Schleimhaut

Wichtig: Die einzelnen Symptome müssen nicht umgehend während des Verzehrs der Orange auftreten. In einigen Fällen tritt die Reaktion erst nach zwei Tagen auf.

Weitere Ursachen für Unverträglichkeiten im Bezug auf die Orange

Weist man eine solche Allergie auf oder bemerkt Anzeichen, die darauf hinweisen, so sollte ein Arzt konsultiert werden. Die Symptome können ebenfalls auf eine Fructoseintoleranz hinweisen.

Weiterhin kann es der Fall sein, dass sich die Unverträglichkeit nicht gegen die Inhaltsstoffe der Zitrusfrucht, sondern eher gegen enthaltene Pestizide und Konservierungsstoffe gerichtet ist. Mit diesen Stoffen wird die Schale der Orange oftmals behandelt.

Wissenswert: Im Ökoanbau wird auf Konservierungsstoffe sowie Pestizide verzichtet. Es wird stattdessen auf Imazalil, Thiabendazol und Orthophenylphenol gesetzt.

Einkaufs- & Küchentipps

Die Frische der Zitrusfrucht

Beim Kauf von Orangen sollte auf die Farbe der Schale geachtet werden. Erscheint diese in einem satten Orange, so kann man davon ausgehen, dass sie reif sind. Weist die Schale eher eie blasse Farbe auf, ist die Frucht in den meisten Fällen noch nicht vollkommen ausgereift.

Tipp: Natürlich kann man sie dennoch kaufen und zu Hause ausreifen lassen! In Kombination mit Äpfeln erfolgt der Reifeprozess sogar deutlich schneller.

Handelt es sich um reife und frische Orangen, so kann man einen fruchtig aromatischen Geruch entnehmen. Ein eher modriger und zudem muffiger Geruch lässt eher auf einen Schimmelbefall schließen. Zudem lässt sich die Frische von Orangen mit Druck überprüfen. Ist die Orange frisch, so ist sie fest, jedoch nicht zu hart. Die Schale sollte also beim Drücken leicht nachgeben. Gibt sie zu sehr nach, so ist die Orange in der Regel meist schon etwas älter.

Achtung: Gibt die Schale überhaupt nicht nach, so handelt es sich nicht um eine Frucht, die noch nicht ausgereift ist, sondern eher um eine vertrocknete Orange.

Die Größe der Früchte

Die Größe der einzelnen Früchte sollte beim Kauf ebenfalls Beachtung finden. Die süßesten sowie aromatischsten Früchte sind meist die kleinen bis mittelgroßen Exemplare. Handelt es sich um eine große Orange, so weist diese zudem oftmals eine härtere Schale auf. Somit kann die kleinere Version im Verhältnis mehr Fruchtfleisch aufweisen.

Auch das Gewicht ist aussagekräftig. Je schwerer eine Frucht im Endeffekt ist, desto höher ist ihr Saftgehalt. Somit ist es sinnvoll, schwere Orangen beim Kauf zu bevorzugen.

Die Lagerung von Orangen

Um eine lange Haltbarkeit zu erreichen und möglichst lang zu bezwecken, dass die Orangen ihr herrliches Aroma nicht verlieren, sollten sie möglichst kühl gelagert werden, vor allem an warmen Sommertagen. Die optimale Temperatur für die Lagerung von Orangen liegt zwischen 5 und 8 Grad Celsius. Hierzu kann man das Gemüsefach im Kühlschrank nutzen. Alternativ bietet der Keller eine gute Möglichkeit dafür.

Achtung: Wird die Lagerung in Kellerräumen bevorzugt, so sollten keine Kartoffeln in der Nähe sein. Orangen können andernfalls schnell das muffige Aroma der Erdäpfel annehmen, was sehr unangenehm wäre.

Neben der Temperatur ist es wichtig, dass die Lagerung trocken erfolgt. Entsteht Feuchtigkeit, so können sich auch rasch Schimmelpilze bilden. Somit sollte beispielsweise das Kondenswasser im Kühlschrank abgefangen werden. Alternativ kann man die Früchte in ein Küchentuch einwickeln, was die beste Option darstellt.

Zubereitungstipps

Da Orangen ein angenehm süßes und aromatisches Fruchtfleisch aufweist, kann es in vielen Gerichten Verwendung finden. Einerseits können sie mit anderen Früchten oder auch Fleisch, Fisch und Gemüse kombiniert werden, andererseits sind sie ideal, um Salate zu verfeinern.

Orangendips sowie -saucen sind in vielen Haushalten und Restaurants sehr beliebt. An sich können Orangen mit deftigen Hauptspeisen, aber auch mit süßes Desserts kombiniert werden. Alternativ ist es möglich, die Früchte pur zu verzehren. Weiterhin ist Orangensaft ein beliebtes Getränk auf dem Frühstückstisch.

  • Verfeinerung von Salaten
  • Kombination mit anderen Früchten, Gemüse, Fisch und Fleisch
  • Bestandteil einer deftigen Hauptspeise
  • Teil eines Dessertes
  • Orangentorte/ – kuchen
  • Orangensaft
  • Diverse Dips und Saucen
  • Dekoration an Cocktails und auf Platten
  • Auch pur ein wahrer Genuss!

Tipp: Weiterhin kann Orangenschale zum Backen verwendet werden. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass es sich um Bio Orangen handelt, um Konservierungsstoffe sowie Pestizide zu vermeiden.

Häufige Fragen & Antworten

Wo erhält man ungespritzte Orangen und woran erkennt man diese?

Da es sein kann, dass manche gehen gespritzte Orangen allergisch reagieren, sind Produkte aus ökologischem Anbau relevant. Diese bekommt man nicht nur in Bio Läden. Einige Supermärkte und Discounter bieten inzwischen Bioprodukte aus biologischem Anbau an, welche nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Rein optisch erkennt man diese nicht, solange man nicht an der Schale leckt, was jedoch eher unmöglich ist. Aus diesem Grund muss man sich voll und ganz auf die Artikelbeschreibungen beziehen und darauf vertrauen. Werden auf Festlichkeiten Orangen angeboten, so sollte man entweder nachfragen, woher diese stammen oder andernfalls die Finger davon lassen.

Können Apfelsinen das komplette Jahr über erworben werden?

Meist findet man in Supermärkten und Co. lediglich zur Herbst- und Winterzeit Orangen. Das liegt daran, dass die Erntezeit von August bis September stattfindet. Im Anschluss werden diese verkauft und können verköstigt werden. Gepresster Orangensaft ist jedoch das gesamte Jahr über erhältlich.

Achtung: Orangensaft weist einen hohen Gehalt an Fruchtzucker auf. So lecker dieser auch schmeckt, so ungesund kann er auf Masse werden.

Unser Fazit

Orangen sind sehr lecker und zudem auch voller Vitamine. Etliche Krankheiten können mit den ätherischen Ölen der Öldrüsen der Frucht behandelt werden. Das liegt daran, da diese entzündungshemmend, antibakteriell, kreislaufbelebend, entkrampfend und antiviral wirken. Das sind jedoch bei weitem nicht alle positiven Eigenschaften der Zitrusfrucht aus China.

In seltenen Fällen kann eine Allergie bei Verzehr der Frucht auftreten. Angeschwollene Lippen, ein pelziges Gefühl auf der Zunge sowie die Bläschenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten sind klassische Symptome dafür. Jedoch könnte es sich genauso um eine Fructoseintoleranz handeln. Aus diesem Grund sollte der Aspekt beim Hausarzt abgeklärt werden.

Tipp: Die Bahandlung der Schale mit Pestiziden und Co. kann für die allergische Reaktion verantwortlich sein. Produkte aus biologischem Anbau beheben dieses Problem.

In puncto Lagerung sollte beachtet werden, dass es kühl genug ist und die Frucht nicht nass wird. So wird einem ermöglicht, die Frucht auf vielfältigste Arten und Weisen zu kombinieren und zu genießen. Guten Appetit!

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