Masern Impfung für Kinder

Masernimpfung bei Kindern – Informationen über die Vireninfektion

 

Masern ist eine Erkrankung, die durch spezielle Viren ausgelöst wird und eine hochgradige Ansteckungsgefahr aufweist. Die Ansteckung erfolgt in Verbindung mit direktem Körperkontakt und über die Luft. Studien zeigen, dass sich ungeimpfte Kinder oder solche, die noch keine Immunität aufweisen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anstecken. Es reicht schon aus, sich mit einem Infizierten im selben Raum zu befinden.

 

Die Masernimpfung stellt eine wichtige, effektive Methode zur Ausrottung der Virenkrankheit dar. Es handelt sich eben nicht nur um eine harmlose Kinderkrankheit. Vielmehr können Masern ernste Komplikationen nach sich ziehen. So kann es im Laufe der Erkrankung auch zu einer Lungen– oder Hirnhautentzündung kommen. Gerade im Erwachsenenalter häufen sich Masern-Erkrankungen, die einen schweren Verlauf zeigen. Masern gehören zu den Erkrankungen, die der Meldepflicht unterliegen und beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden müssen.

 

Eine zweimalige Impfung im Kindesalter kann für einen effektiven Schutz gegen die Virenerkrankung sorgen. Einzig Kinder, die bereits einmal an Masern erkrankt waren, benötigen keine Impfung. Wer einmal Masern hatte, weist eine lebenslange Immunität gegen die Virenerkrankung auf.

 

Typisches Krankheitsbild bei Masern – wie sieht der Verlauf aus?

 

Eine typische Masern-Erkrankung verläuft zwei Stadien, in denen meist erhöhte Temperaturen oder Fieber auftreten. Die Inkubationszeit von Masern liegt zwischen 10 und 12 Tagen. Direkt danach beginnt das Vorstadium, das auch als Promodialstadium bezeichnet wird.

 

Im Promodialstadium kommt es zu unspezifischen Symptomen, die an eine Grippe oder eine andere Virusinfektion Erinnern. Es kann zu Fieber, Husten oder Schnupfen kommen. Oft kommt auch noch eine Bindehautentzündung dazu und die Patienten weisen eine aufgedunsene Gesichtspartei auf. Nach 2 bis 3 Tagen zeigen sich die sogenannten Koplik-Flecken im Bereich der Mundschleimhaut. Dabei handelt es sich um einen weißlichen Belag, der von einem roten Rand begrenzt wird. Kurz vor Ende des Promodialstadiums ist ein Abklingen des Fiebers zu bemerken. In der Regel dauert das Promodialstadium zwischen 3 und 5 Tagen.

 

Der Hautausschlag, der von vielen als charakteristisch für eine Masern-Erkrankung angesehen wird, zeigt sich erst im Hauptstadium (Exanthemstadium). Es kommt zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes und zu einer Intensivierung der bereits vorhandenen Symptome. Typisch sind auch geschwollene Lymphknoten und Krämpfe, die in Verbindung mit hohem Fieber auftreten. Die hellroten Flecken zeigen sich zuerst im Bereich der Ohren und wandern von dort über den ganzen Körper. Die einzige Ausnahme bildet die Unterseite von Händen und Füßen. Drei bis vier Tage später verschwinden die roten Flecken und das Fieber wieder. Allerdings dauert es noch rund 14 Tage, bis die Erkrankten sich erholt haben.

 

In seltenen Fällen, beziehungsweise bei speziellen Formen von Masern-Erkrankungen, stellt sich der Verlauf etwas anders dar. Eine besonders schwere Form sind foudroyante Masern, die eine sehr kurze Inkubationszeit haben. Es kommt zu schweren Symptomen, die unter Umständen auch zum Tod führen können.

 

Bei geimpften Kindern kann es unter Umständen zu einer abgeschwächten Form von Masern kommen. Dann sind die Symptome sehr minimal, oft auch ohne den typischen Hautausschlag.

 

Impfung gegen Masern – ein effektiver Schutz, der wichtig ist

 

Eine Impfung gegen Masern besteht aus einem Lebendimpfstoff. Es werden also abgeschwächte Erreger eingesetzt, welche im Körper zur Bildung von Abwehrstoffen (Antikörpern) gebraucht werden. In mehr als 90 Prozent der Fälle ist die Masernimpfung erfolgreich und der Körper kann in Folge eindringende Masern-Erreger bekämpfen.

 

In der Regel wird eine Masernimpfung in Form einer Kombinationsimpfung gemacht, der sogenannten MMR-Impfung (Masern-MumpsRöteln). Folgende Richtlinien gelten bei einer Masernimpfung:

 

  1. Impfung zwischen 11. und 14. Monat
  2. Impfung vor der Vollendung des 24. Monats

 

Für einen wirksamen Schutz sind beide Impfungen erforderlich. Allein die 1. Impfung bietet keinen Schutz vor einer Masern-Erkrankung. Zwischen 1. und 2. Impfung sollten zwischen vier bis sechs Wochen liegen.

 

Kinder, die an einer chronischen Erkrankung leiden, erhalten eine andere Form der Prophylaxe gegen Masern. Dabei können beispielsweise menschliche Abwehrstoffe eingesetzt werden. In diesen Fällen erfolgt eine ausführliche Beratung seitens der Kinderärzte, um die Alternativen für eine normale Masern-Impfung aufzeigen zu können.

 

Die Ausrottung der Masern-Erreger ist eines der Hauptziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das trotz intensiver Bemühungen immer noch nicht realisiert werden konnte. Es gibt noch etliche Impfgegner, die eine Masern-Impfung kategorisch ablehnen. So kommt es immer wieder zu regelrechten Epidemien von Masern-Erkrankungen, die nicht sein müssten. Andere Länder, wie etwa Skandinavien, haben die Masern-Impfung verpflichtend gemacht, sodass es dort keine Krankheitsfälle mehr gibt.

 

Impfreaktionen und Nebenwirkungen bei einer Impfung gegen Masern

 

Die Impfung von Masern, basierend auf Lebendimpfstoffen, erfolgt in den Muskeln (meist im Bereich des Oberarms). Häufige Impfreaktionen zeigen sich rundum die Injektionsstelle, etwa durch Schwellung, Rötung oder schmerzhafte Verhärtungen. Diese verschwinden nach einiger Zeit wieder und sind lediglich ein Zeichen dafür, dass der Körper auf die Masern-Erreger reagiert.

 

Unter Umständen kann es nach einer Impfung gegen Masern zu einem leichten Ausbruch der Krankheit kommen. Dies zeigt sich durch leichtes Fieber und eine abgeschwächte Form des typischen Hautausschlags. In diesem Fall spricht man von Impfmasern, von denen keinerlei Ansteckungsgefahr ausgeht. Bei Impfmasern können auch Ohrspeicheldrüse, Lymphknoten oder Hoden anschwellen. Ebenso zeigen sich unter Umständen Glieder- und Muskelschmerzen, die nach einiger Zeit ohne weitere Folgen von alleine verschwinden.

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