Bindehautentzündung

Steckbrief: Bindehautentzündung

  • Name(n): Bindehautentzündung; Konjunktivitis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Augenarzt; Hausarzt

Die Bindehautentzündung – gereizte Augenbindehaut
bindehautentzündung augeBei der Bindehautentzündung oder medizinisch ausgedrückt, Konjunktivitis, handelt es sich um eine Reizung der Augenbindehaut. Hierbei ist das Auge gerötet, tränt häufig und schmerzt sehr oft.

Der Grund liegt darin, dass hier eine verstärkte Durchblutung der Bindehaut stattfindet.

Darüber hinaus ist die Krankheit oftmals hochgradig ansteckend und kann sich daher sehr schnell verbreiten, nicht zuletzt deswegen gilt es sowohl für Betroffene, als auch Personen in deren Umfeld, die richtigen prophylaktischen Mittel zu ergreifen, um einer Ansteckung entgehen zu können.

Definition Bindehautentzündung?

Unter der Bindehautentzündung, die man im Fachjargon auch als Konjunktivitis anspricht, versteht man zunächst eine Entzündung oder Infektion der transparenten Membran der Augen, der sog. „Conjunctiva“. Diese sorgt zunächst dafür, das gesamte Auge vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Da sie quasi direkt auf dem Augapfel aufliegt, ist sie besonders prominent, wenn sie sich entzündet. Sollte sich dieser Fall also einstellen, ist damit zu rechnen, dass das Auge allgemein eher rötlich, bzw. rosa wirkt. Darum wird die Krankheit im englischsprachigen Raum allgemein hin auch als „Pink Eye“ bezeichnet.

Die Konjunktivitis als solche kann mehrere Ursachen und Auslöser haben. Bakterien und Viren sind hierbei ebenso als potentielle Verursacher anzuführen, wie allergische Reaktionen. Darüber hinaus können gleichzeitig beide Augen, aber auch nur ein Auge infiziert sein.

Zwar sind die von einer Bindehautentzündung ausgehenden Symptome oftmals sehr unangenehm, glücklicherweise kommt es aber nur sehr selten zu Einbußen die allgemeine Sehfähigkeit betreffend. Die gewöhnlichen Behandlungsmethoden zielen primär darauf ab, die Symptome und die damit einhergehenden Schmerzen zu bekämpfen. Zudem sollte man bedenken, dass es sich bei dem vorliegende Leiden um eine potentielle ansteckende Krankheit handelt – darum ist es wichtig, möglichst zeitnahe nach dem Erkennen einen Mediziner aufzusuchen und sich fachmännische Hilfe zukommen zu lassen. Das schwächt nicht nur die Schmerzen merklich ab, sondern sorgt auch dafür, dass es für unbeteiligte Dritte unwahrscheinlicher ist, sich ebenfalls mit einer Bindehautentzündung zu infizieren.


Was ist eine Bindehautentzündung?

Die Bindehaut besteht aus einer feinen Schleimhaut, die auf dem Augapfel in der vorderen Augenhöhle aufliegt und ihn bis zum Anfang der gefäßlosen Hornhaut, der sogenannten Kornea bedeckt. Besonders wichtig ist es, dass kleine Drüsenzellen die Bindehaut feucht halten, sodass ein reibungsloses Gleiten des Auges bei Bewegungen ermöglicht wird. Darüber hinaus ist die Bindehaut von etlichen Zellen der Immunabwehr besiedelt, die einen zuverlässigen Schutz gegen Bakterien und andere schädlichen Eindringlinge bieten.

Die dem Auge zugewandte Seite der Augenlider ist ebenfalls von der drüsenreichen Bindehaut überzogen. Auf diese Weise wird die empfindliche Hornhaut ebenfalls bei jedem Lidschlag befeuchtet und möglicher Schmutz sofort weggewischt.

Die Bindehaut selbst ist noch von zahlreichen, besonders feinen Blutgefäßen durchzogen, die die blutarme Hornhaut mit Nährstoffen versorgt. Diese gute Blutversorgung erklärt auch gleichzeitig den Grund für rote Augen. Sie sind das typische Merkmal einer Bindehautentzündung.

Durch eine Reizung wird die Durchblutung der ansonsten farblosen Bindehaut erhöht. Die erweiterten Gefäße heben sich deswegen gut gegen den weißen Augenhintergrund ab. Darüber hinaus werden die Funktionen der Drüsenkörper und die Tränendrüsen angeregt, sodass das Auge anfängt zu tränen.

Besonders häufig erkranken Neugeborene an einer Bindehautentzündung. Von einer solchen infektiösen Bindehautentzündung ist jedes 10. Baby betroffen. Meistens schwellen am 14. Lebenstag die Bindehäute der Säuglinge so an, dass die Augen mit Eiter und zähem Schleim verkleben.

Ebenso leiden auch Kleinkinder häufig an dieser Augenerkrankung. Klein- und Schulkinder leiden an einer Bindehautentzündung, indem die Augen rot werden, stark jucken, brennen, lichtempfindlich werden und anfangen zu tränen. Morgens nach dem Aufwachen sind die Augen verkrustet oder verklebt.

Welche Ursachen gibt es?

Zu einer Bindehautentzündung können die verschiedensten Reizungen führen. Dabei unterscheiden die Mediziner zwischen einer infektiösen und einer nicht infektiösen Bindehautentzündung.

Nicht infektiöse Bindehautentzündungen

Hier kommen zum Beispiel mechanische Ursachen in Betracht. Fremdkörper können im Auge bei jedem Lidschlag wie Sandpapier auf dem Auge scheuern. Dadurch wird die Bindehaut gereizt. Sobald der Fremdkörper entfernt wird, heilt die Bindehaut in aller Regel sehr schnell wieder von alleine. Zu den bekanntesten Ursachen gehören hier die äußeren Reize, wie Rauch, Staub, Sand, trockene Luft oder auch UV-Licht.

Ebenfalls zu den nicht infektiösen Bindehautentzündungen gehören trockene Augen, die durch übermäßige Bildschirmarbeit, Kontaktlinsen, hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren oder durch Autoimmunerkrankungen hervorgerufen werden. Hierbei wird die Funktion der Tränendrüsen eingeschränkt. Die Folge ist eine stärkere Reibung am trockenen Auge, welche zu einer Bindehautentzündung führen kann.

Eine recht seltene Ursache ist das Eindringen eines Insektenstachels. Insekten oder auch Raupen können mit ihren Stacheln oder Haaren in die Schleimhäute eindringen. Insektenstachel haken sich dabei besonders hartnäckig fest. Mit jedem Lidschlag kann es vorkommen, dass die Stacheln tiefer in die Augenhöhle eindringen. Eine besondere Gefahr stellen in Deutschland die Gebiete dar, in denen der Eichenprozessionsspinner beheimatet ist.

Eine weitere Ursache können unkorrigierte Sehstörungen sein. Hierzu gehören Sehminderungen, Hornhautverkrümmungen oder falsch eingestellte Brillengläser. Auch hierbei kann es unter Umständen zu einer Bindehautentzündung kommen. In wenigen Fällen handelt es sich auch um Fehlstellungen der Augenlider oder nach innen wachsende Wimpern.
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Schließlich müssen noch die Ursachen infolge einer Übernächtigung oder eine besonders anstrengende Augenarbeit sowie die Verwendung von Kontaktlinsen erwähnt werden. Gerade Kontaktlinsen dürfen nicht zu lange auf dem Auge sitzen. Hier kommt es immer auf höchste Hygiene an.

Allergische Bindehautentzündung

Für eine allergische Bindehautentzündung sprechen Überempfindlichkeitsreaktionen des Immunsystems. In vielen Fällen sind Menschen gegen Hausstaub, Pollen, Tierhaare und Kosmetika allergisch. Dabei treten neben roten, tränenden und juckenden Augen auch die Begleitsymptome, wie Schnupfen und Hautausschlag auf.

Zu den bekanntesten Vertretern einer allergischen Bindehautentzündung gehören:

Infektiöse Bindehautentzündung

In diesem Fall ist auch von einer bakteriellen Bindehautentzündung die Rede. Wird diese durch Bakterien oder Viren verursacht, ist eine solche Bindehautentzündung in aller Regel für andere Menschen ansteckend. Von daher sollten strengste Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dabei muss unterschieden werden zwischen:

  • Streptokokken; Pneumokokken und Staphylokokken als Auslöser einer Bindehautentzündung bei Kindern und Erwachsenen
  • Gonokokken und Chlamydien als Neugeborenen-Bindehautentzündung; da diese Bakterien von der Mutter auf das Neugeborene übertragen werden
  • Bakterien in Kosmetika; vornehmlich aus angebrochenen Gebinden und auch bei der Verwendung von angebrochenen Augentropfenfläschchen. Diese Pseudomonas aeruginosa Bakterien sind besonders aggressiv und können auch die Hornhaut befallen.
  • Eine Bindehautentzündung kann auch im Schwimmbad durch Übertragung von Chlamydienbakterien erfolgen. In Entwicklungsländern kann eine unbehandelte Form sogar zum Erblinden führen.

Virale Bindehautentzündung

Bei der viralen Bindehautentzündung muss unterschieden werden zwischen:

  • Den hochinfektiösen Adenoviren; die schnell bei mangelnder Hygiene von Mensch zu Mensch weitergetragen werden. Schon wenige Tage; nachdem ein Auge befallen ist; wird auch das andere Auge angegriffen.
  • Die Bindehautentzündung durch Herpes-Simplex. Diese Erkrankung tritt häufig bei Kindern auf; die erstmals kleine Herpesbläschen am Lidrand bekommen.
  • Darüber hinaus gehören auch die Grippe; Röteln; Masern und Windpocken zu den Viren; die eine Bindehaut reizen können.

Weniger anzutreffen ist eine Bindehautentzündung durch Pilzinfektionen, wie zum Beispiel durch Mykosen. Auch die Simuliumfliege aus dem tropischen Afrika kommt nur sehr selten als Ursache in Betracht. Hierbei handelt es sich um einen Parasiten, eine Art Augenbandwurm mit der Bezeichnung Filaria loa, der unter Umständen auch zur Erblindung führen kann.


Symptome & Anzeichen

Das besondere Leitsymptom einer Bindehautentzündung sind gerötete Augen. Leider kommen hierzu noch tränende Augen, ein hoher Juckreiz oder mitunter sogar Schmerzen. Die Betroffenen leiden unter Lichtscheue und geschwollenen Augenlidern. Teilweise ist auch mit einem Eiteraustritt zu rechnen. Auslöser für eine Bindehautentzündung können unterschiedliche Krankheitsanzeichen sein.

Zu den ersten Anzeichen einer Bindehautentzündung gehören die geröteten Augen. Diese entstehen durch eine angeregte Durchblutung der feinen Bindehautgefäße. Nicht jedes rote Auge weist aber auch gleich auf eine Bindehautentzündung hin. In einigen Fällen kann es sich auch um eine Regenbogenhaut-Entzündung handeln. Nur der Augenarzt kann eine genaue Diagnose stellen.

Besondere Merkmale

  • Bei einer Bindehautentzündung sind die Blutgefäße hellrot und lassen sich sogar gegen die weiße Lederhaut verschieben.
  • Bei einer Regenbogenhautentzündung sind tieferliegende Schichten entzündet. Dabei erscheint das betroffene Auge am Rand der Iris bläulich-rötlich. Da die unteren Blutgefäße der Bindehaut betroffen sind; lassen diese sich nicht gegen die weiße Lederhaut verschieben.

Aufgrund dieser Unterschiede kann ein Augenarzt die mögliche Ursache der Erkrankung feststellen. Generell wir angeraten, gerötete Augen immer von einem Facharzt untersuchen zu lassen. Der Augenarzt kann mit einem Blick mögliche schlimmere Schäden erkennen. Häufig besteht auch die Gefahr, dass Keime über die Hände verschleppt werden und die Bindehautentzündung auf diese Weise auf andere Menschen übergreift.

Bei einer Bindehautentzündung kommt es auch zu einer Absonderung, einer sogenannten Sekretion. Dabei arbeiten die Drüsen der Bindehaut auf Hochtouren. Die Betroffenen leiden in diesem Fall unter tränende, eitrig verklebte oder gar verschleimte Augen.

Ebenso kann es auch zu einer Schwellung oder Chemosis kommen. Insbesondere bei einer allergischen Reaktion können die Augenlider so stark anschwellen, dass das Auge nicht mehr geschlossen werden kann. Dabei sieht die Bindehaut aufgequollen und glasig aus.

Besonders auffällig sind die gebildeten Kuppeln aus Abwehrzellen. Bei einer viralen oder bakteriellen Bindehautentzündung bilden sich viele kleine kuppelartige Vorwölbungen, die auf der Innenseite der Augenlider zu finden sind. Hierbei handelt es sich um angehäufte Immunabwehr-Zellen, die versuchen, gegen die Erreger vorzugehen.

Ebenfalls kann bei allergischen Reaktionen die Bindehaut so anschwellen, dass an den Papillen ein pflastersteinförmiges Muster entsteht. Erkennbar ist dies durch Umklappen des oberen Augenlids. Eine solche Schwellung verursacht häufig ein starkes Fremdkörpergefühl.

Weitere Symptome, die bei einer Bindehautentzündung auftreten, sind zum Beispiel eine hohe Lichtscheue, ein verstärkter Tränenfluss, eine erhöhte Blendempfindlichkeit sowie ein krampfhafter Lidschluss, der bei einer schweren Bindehautentzündung unter Beteiligung der Hornhaut auftritt.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Um determinieren zu können, ob eine Bindehautentzündung vorliegt oder nicht, muss der behandelnde Arzt zunächst eine Anamnese (Patientengespräch) durchführen. Hierzu befragt er den Patienten zu seiner Krankheitsgeschichte, seinen Symptomen und untersucht darüber hinaus natürlich auch seine Augen. Zudem ist es bisweilen erforderlich, dass der Mediziner eine Sekretprobe aus dem Auge des zu Behandelnden entnimmt, um diese in einem Labor, zwecks Ursachenforschung, auswerten zu lassen. Dies ist der Fall, wenn:

  1. Ein besonders schwerwiegender Fall einer Konjunktivitis vorliegt
  2. Die Hornhaut des Patienten von die Krankheit betroffen ist
  3. Man bereits mehrere Infektionen ergebnislos medikamentös behandelte

Außerdem ist es möglich, dass die vorliegende Bindehautentzündung auf Allergien zurückzuführen ist. Liegt dieser Umstand vor oder ist dies zumindest wahrscheinlich, kann ein Allergietest von großem Nutzen sein.

Zudem sind bisweilen weitere diagnostische Mittel anzuwenden, um etwaige Differnatialdiagnosen zu vermeiden. D.h. dass man das Vorliegen anderer Krankheiten mit ähnlichen Symptomen auszuschließen versucht. Diese können häufig sein:

  • Dakryozystitis (Tränensackentzündung)
  • Keratoconjunctivitis sicca (Chronische Trockenheit des Auges)
  • Hyposphagma (Blutunterlaufenes Auge)
  • Pinguecula (Bindehauterkrankung)
  • Blepharitis (Entzündung der Augenlider)
  • Keratitis (Entzündung der Hornhaut)
  • Herpes simplex
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut)
  • Glaukom (Grüner Star)

Es ist von äußerster Wichtigkeit, diese Krankheiten als zugrundeliegende Faktoren des Leidens auszuschließen, da sie grundsätzlich anderer Methoden der Behandlung bedürfen und eine solche im Zweifel eine Bindehautentzündung beförderte, anstatt sie zu heilen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Häufigkeit und das Vorkommen der Bindehautentzündung lassen sich nur sehr schwer bis gar nicht erfassen. Dies liegt primär daran, dass viele betroffene Personen einen Arztbesuch meiden oder keinerlei Zugang zu medizinischem Fachpersonal haben. Dennoch lässt sich aufgrund jahrelanger nicht-repräsentativer Beobachtungen von Augenärzten und Hausärzten vermuten, dass die Bindehautentzündung ein recht häufiges Phänomen ist.

Nichtsdestoweniger variieren die verschiedenen Ausprägungen derselben sehr stark, wobei die wenigsten wirklich gefährlich für das Augenlicht des Patienten wären.

Zudem lassen sich einige Risikofaktoren benennen, die das Entstehen einer Bindehautentzündung wahrscheinlicher machen. Hierzu gehören:

  • Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen
  • Umgang mit Personen, die von der viralen oder bakteriellen Form der Erkrankung betroffen sind
  • Benutzung von Kontaktlinsen
  • Reiben der Augen mit den Händen

Es zeigt sich zwecks Minimierung des Risikos einer Ansteckung als förderlich, die oben genannten Faktoren zu meiden. Ist dies nicht möglich, sollte man währenddessen dennoch auf der Hut sein.

Diagnosedaten

Die Diagnosedaten, insbesondere die aus den bereits erwähnten Sekretproben gewonnenen Erkenntnisse, sind von großer Wichtigkeit, was die Behandlung der vorliegenden Erkrankung angeht. Diese sind nämlich ausschlaggebend dafür, wie der zuständige Mediziner sein allgemeines Vorgehen ausrichtet. Darüber hinaus dienen sie dazu, mögliche Fehldiagnosen ausschließen zu können und somit eine korrekte, zielgerichtete und effektive Therapie zu ermöglichen.

Versagt der behandelnde Arzt jedoch darin, eine zutreffende Diagnose anhand der ermittelten Daten zu erstellen, so kommt es nicht selten vor, dass eine Behandlung das Problem verschlimmert. Dies ist sehr unangenehm für beiden Seiten und ist darum nach Möglichkeit zu vermeiden.


Komplikationen bei der Krankheit

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen kann eine Bindehautentzündung eine Entzündung der Hornhaut verursachen. Hierdurch verstärkt sich nicht nur der empfundene Schmerz, sondern auch die Sehtüchtigkeit des Auges nimmt stark ab. Teilweise treten auch verschwommene Sicht oder gar Doppelsichtigkeit auf. Dies jedoch nur in sehr seltenen Fällen.

Darüber hinaus kann eine Schädigung der Hornhaut permanente Schäden am Auge verursachen, sodass der Betroffene Zeit seines Lebens an eingeschränkter Sicht leidet oder starke korrektive Linsen tragen muss, um mit dem Verlust der Leistung der Augen umgehen zu können. Zu vollständigen Erblindungen im Rahmen einer Bindehautentzündung kommt es glücklicherweise nur äußerst selten und zudem auch nur in Verbindung mit weiteren Krankheiten, die simultan zu der Konjunktivitis auftreten.

Dennoch sollte man, wie es leider zu oft geschieht, eine Bindehautentzündung auf die leichte Schulter nehmen. Viele Menschen denken sich nicht viel dabei, wenn ihre Augen sich „mal rot färben“ und gehen grundsätzlich davon aus, dass diese Erscheinung und etwaig damit einhergehende Symptome früher oder später von alleine verschwinden werden. Das mag auch durchaus der Fall sein – dennoch sollte man sich nicht alleine auf einen glücklichen Ausgang verlassen, sondern nach Möglichkeit schulmedizinisch nachhelfen. Auch die alternative Medizin bietet einige Probate Mittel.

Wer also seinen gesunden Menschenverstand walten lässt und sich nicht leichtfertig in gefährliche Situationen begibt, der kann nicht nur mit einem stark geminderten Ansteckungsrisiko rechnen, sondern gleichzeitig auch mit weniger starken Komplikationen.

Abschließend sei also abermals angemerkt, dass es sich bei der vorliegenden Krankheit nicht um eine allzu bedrohlich Erkrankung handelt und die hieraus resultierenden Langzeitschäden sind, insofern überhaupt vorhanden, eher überschaubar. Man sollte sich daher nicht zu viele Gedanken machen, wenn man an einer Konjunktivitis erkrankt, aber auch ein allzu flapsiger Umgang mit diesem Leiden ist nicht empfehlenswert. Man sollte der Bindehautentzündung mit dem nötigen Respekt gegenübertreten, aber auf keinen Fall unnötigerweise in Panik geraten.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte, sobald man an sich oder seinem Kind Symptome bemerkt, die für eine Bindehautentzündung sprechen könnten, einen Termin beim Arzt machen. Unter anderem auch, weil eine Konjunktivitis bis zu zwei Wochen nach den ersten Symptomen hochgradig ansteckend ist – somit hilft man durch einen frühzeitigen Arztbesuch nicht nur sich selbst, sondern schützt auch seine Mitmenschen vor einer Ansteckung mit dieser Krankheit.

Darüber hinaus ist jedem geraten, der Kontaktlinsen trägt, selbige sofort nach Feststellung der Krankheit nicht mehr zu benutzen. Nicht selten sind Kontaktlinsen der primäre Auslöser für diese Krankheit. Dies allerdings gilt es seitens des Arztes festzustellen. Außerdem ist es generell ratsam, die Kontaktlinsen direkt herauszunehmen, wenn sich Beschwerden am Auge einstellen, um ggf. entlastend auf selbiges Einfluss nehmen zu können.

Abschließend sollte abermals erwähnt sein, dass jedwede Art von Schmerz oder Rötung im und am Auge sofortiger medizinischer Betreuung bedarf. Daher sollte man diesbezüglich niemals zögern. Nicht wenige Augenleiden führen zu einer Erblindung, die ansonsten leicht zu vermeiden gewesen wäre.

Alles in allem also sollte man sofort nach Entdeckung einer Rötung des Auges einen Mediziner aufsuchen. Zunächst ist es dabei in aller Regel vollkommen ausreichend, sich hilfesuchend an den Hausarzt zu wenden. Ohnehin sind Termine bei Augenärzten, aufgrund deren relativer Seltenheit im deutschsprachigen Raum, nur verbunden mit sehr langen Wartezeiten zu erhalten. Sollte es sich bei der vorliegenden Form der Bindehautentzündung jedoch um einen besonders schweren Verlauf handeln, ist es immer möglich, die sog. „Härtefallsprechstunde“ in Anspruch zu nehmen. Diese bieten sehr viele Praxen an. Aber auch ein Besuch im Krankenhaus kann bisweilen schnelle Abhilfe schaffen. Allerdings sollte man nur im absoluten Bedarfsfall den Schritt ins Krankenhaus tun. Wer mit Symptomen in die Notaufnahme geht, die imgrunde keiner notärztlichen Behandlung bedürfen, beraubt das Krankenhaus der Kapazitäten, die es benötigt, um andere und schwerere Fälle zu behandeln. Nicht zuletzt deswegen sollte der Weg ins Krankenhaus immer der letzte Weg sein. An erster Stelle ist ein Besuch beim Hausarzt zu empfehlen.

Behandlungsmethoden & Therapie

In allen Fällen ist es ratsam einen Augenarzt aufzusuchen. Dieser kann die richtige Diagnose und richtige Behandlungsform finden. Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung werden üblicherweise antibiotikahaltige Salben und Lösungen verschrieben. Besonders effektiv sind Augentropfen, die direkt in das zu behandelnde Auge geträufelt werden. Die meisten Beschwerden sind nach zwei bis drei Tagen verschwunden. Auf jeden Fall sollten diese Mittel solange angewandt werden, wie der Arzt es rät. Dies verhindert eine erneute Ausbreitung der Bakterien.

Im Gegensatz zu einer bakteriellen Bindehautentzündung gibt es bei einer viralen Erkrankung leider nur wenige medikamentöse Lösungen für eine erfolgreiche Behandlung. Hierzu zählen zum Beispiel die typischen Erkältungsviren. Dabei können aber die traditionellen Hausmittel die Beschwerden von roten und tränenden Augen lindern.

Bei allergischen Bindehautentzündungen helfen zum Beispiel kortisonhaltige Augentropfen, um die tränenden und geschwollenen Augen zu behandeln. Bekanntermaßen kommen die meisten Allergieauslöser aus der Umwelt. Helfen können in diesen Fällen eine Desensibilisierung oder antiallergische Augentropfen.

Operative Eingriffe werden bei einer Bindehautentzündung so gut wie niemals vorgenommen. Dennoch ist dies nicht grundsätzlich auszuschließen. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um eine Konjunktivitis von besonderer Schwere handelt. Auch kann die vorliegende Krankheit, wie bereits mehrfach erwähnt, dazu führen, dass beispielsweise die Hornhaut einen bleibenden Schaden davonträgt. Ist dies der Fall, kann man diesen meist operativ ausgleichen oder komplett beheben und somit die Sehstärke des Patienten wieder auf ein angemessenes Niveau anheben. Eingriffe dieser Art sind allerdings nur sehr selten und keineswegs die Regel. Man sollte sich als Patient als nicht auf einen operativen Eingriff einstellen, nur weil man an einer Bindehautentzündung leidet. Zumeist sind die angewandten Behandlungsmethoden rein medikamentöser Natur.

Neben der schulmedizinischen Behandlung dieses Leidens gibt es darüber hinaus viele Mittel aus dem alternativmedizinischen Bereichen oder auch Hausmittel. Diese sind nicht grundsätzlich abzulehnen, sollten aber mit einem gewissen Maße an Vorsicht genossen werden. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige allergische Reaktion auf pflanzliche Präparate – solche können das Leiden ggf. sogar verschlimmern. Darum sollte man im Vorfeld immer eine Absprache mit dem behandelnden Arzt anstreben.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt viele Mittel und Wege, die einem dabei behilflich sein können, einer Ansteckung mit der Bindehautentzündung präventiv vorzugreifen. Dazu gehören unter anderem:

  • Es gilt zu vermeiden, die Augen mit den bloßen Fingern zu berühren (hierfür bieten sich stattdessen Taschentücher an)
  • Häufiges Waschen der Hände
  • Es sind zur Trocknung der Hände und des Gesicht nach dem Waschen ausschließlich saubere und unbenutzte Handtücher und sonstiges zu gebrauchen
  • Ein Austausch von Handtüchern, Taschentüchern, Geschirrspültüchern usw. ist tunlichst zu vermeiden
  • Das Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten ist zum Schutze anderer zu unterlassen (zumindest während der Dauer der Infektion)
  • Betroffenen ist zu raten, sämtliche Augenkosmetika wegzuschmeißen, um eine Zweitansteckung nach Abklingen der Krankheit zu verhindern
  • Kosmetika und Hygieneartikel im Allgemeinen sind nicht auszutauschen, insofern sie nicht separat verpackt sind
  • Es ist zu vermeiden, sichtlich betroffenen Personen zu nahe zu kommen

Alles in allem vergehen sie Symptome binnen einer Woche oder von 14 Tagen. Die Ansteckungsgefahr bleibt bisweilen jedoch noch über dieses Zeitraum hinaus bestehen, darum ist es von großer Wichtigkeit, dass man seine Kinder nicht verfrüht in die Schule zurückschickt oder sich selbst zu früh zurück an den Arbeitsplatz begibt. Dies ist den Mitschülern oder Arbeitskollegen gegenüber unverantwortlich. Der genaue Zeitpunkt, ab dem es sicher ist, wieder am Leben teilzunehmen, ist zusammen mit dem behandelnden Arzt zu erörtern.

Wie also ersichtlich, ist es durchaus möglich, sich präventiv gegen die Konjunktivitis zu schützen. Man sollte dies, insofern es einem möglich ist, auch tun. Sicherlich handelt es sich bei der Bindehautentzündung nicht um das gravierendste aller Leiden, aber man sollte es dennoch nicht riskieren daran zu erkranken, wenn es sich vermeiden lässt. Jedwede Krankheit schwächt den Organismus. Es schadet also nicht, seinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen und den potentiellen Gefahren aus dem Wege zu gehen. Auch ist es sinnvoll seinen Kindern ein dahingehend vorausschauendes Verhalten zu vermitteln, denn gerade die kleinsten bedenken oftmals die Folgen ihrer Handlungen nicht und laufen damit konstante Gefahr, sich mit allen möglichen krankheiten zu infizieren.


Prognose zur Heilung

Gleich zu Beginn sei bemerkt, dass die Prognose für alle Formen der Bindehautentzündung recht gut ist. Zumeist stellen sich keine größeren Probleme ein und Langzeitfolgen sind auch über die Maßen selten.

Eine Virale Konjunktivitis beispielsweise vergeht meist komplett. Nichtsdestoweniger kann es vorkommen, dass Infektionen mit dieser Krankheit, die auf die Hornhaut übergreifen, eine dauerhafte Vernarbung auslösen, die die Sicht des Patienten beschränkt.

Darüber hinaus sollte man wissen, dass diese Erkrankung lediglich dann gut verläuft, wenn man sie behandeln lässt. Für unbehandelte Fälle, sieht die Prognose oftmals weitaus weniger rosig aus. Es kommt nicht selten zu teilweiser oder vollkommener irreversibler Erblindung auf einem oder gar auf beiden Augen. Dies sollte jedem Betroffenen als Grund gelten, sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, sobald es möglich und nötig ist.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei der Bindehautentzündung eher um ein moderates, wenn nicht gar leichtes Leiden handelt. Damit soll die allgemeine Gefahr, die von einer Konjunktivitis ausgeht auf keinen Fall heruntergespielt werden, schließlich und endlich ist jede Krankheit potentiell Gefährlich für Leib und Leben, aber man sollte im Rahmen einer Erkranken mit derselben nicht unnötigerweise in allzu große Panik geraten. Diese behinderte nicht nur den schnellen Heilungsprozess, sondern wäre schlicht und einfach fehl am Platze.

Abschließend also sei bemerkt, dass die Prognose in der überwiegenden Mehrheit der Fälle durchweg positiv ausfällt und man sich nur in sehr seltenen Kasus wirkliche Gedanken machen muss, dass das Leiden einen negativen Verlauf nehmen könnte.


Konjunktivitis und Sehstärke

Verständlicherweise haben sehr viele Menschen große Angst vor Krankheiten des Auges. Die Augen sind essentieller Teil der Sinneswahrnehmung und Personen, die nicht an einer angeborenen oder frühzeitig erworbenen Blindheit leiden, tun sich nicht nur sehr schwer damit, sich auf eine partielle oder vollkommene Blindheit einzustellen, sondern gehen daran regelrecht zugrunde. Sie finden sich im Leben nicht mehr alleine zurecht und sind komplett außer Stande, ihren Alltag zu meistern. Sie werden zu mehr oder weniger stark betreuungswürdigen Pflegefällen. Darüber hinaus können sie auch ihren Hobbys nicht mehr nachgehen oder ihren Beruf ausüben. Eine durch Krankheit oder Unfall entstehende Blindheit im Erwachsenenalter ist somit nichts, was man leichtfertig abtun sollte, sondern ein ernsthaftes Thema.

Es sei allerdings an dieser Stelle klar und deutlich bemerkt, dass eine Konjunktivitis nur in den aller seltensten Fällen zu einer partiellen oder gar kompletten Blindheit führt. Sicherlich ist dies nicht kategorisch auszuschließen, aber Fälle, in denen dies der Fall war, machen kaum 0,01% aller Verläufe aus. Eine permanente Einschränkung der Sehstärke tritt insbesondere dann auf, wenn zusätzlich zur Bindehautentzündung auch noch andere Augenerkrankungen vorliegen oder diese sich im Rahmen einer solchen entwickeln. Gerade deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit, eine schulmedizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen und sich nicht komplett darauf zu verlassen, dass sich die Erkrankung von selbst ausgeht.

Besonders Personen mit sehr anfälligen Augen ist zu raten, dass sie in regelmäßigen Abständen einen Augenarzt konsultieren und sich von einem solchen durchchecken lassen. Denn grade anfällige Menschen erkranken in der Regel häufiger an der Konjunktivitis oder anderen vergleichbaren Augenleiden. Wenn man nun bedenkt, dass jede Krankheit das Auge mehr schwächt, dürfte es nicht weiter überraschend sein, dass dies einen negativen Einfluss auf die allgemeine Sehstärke hat – besonders auf mittelfristige oder lange Sicht.

Wie dem auch sei, man sollte nicht damit rechnen, dass man aufgrund einer Bindehautentzündung sein Augenlicht verliert oder sich die Sehstärke im Allgemeinen verschlechtert. Dennoch sollte man darauf achten, ob man im Rahmen dieses Leidens das Gefühl hat, dass die eigenen Augen schlechter werden. Sollte dies der Fall sein, ist ein Besuch beim Arzt unablässig. Schließlich und endlich sollte es im Interesse eines jeden liegen, sein Augenlicht zu erhalten.


Alternative Behandlungsmethoden

Ebenso wie Hausmittel, gibt es auch eine ganze Reihe an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für Bindehautentzündungen, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:

  • Ocimum tenuiflorum – Diese Pflanze ist auch als „Indisches Basilikum“ oder „Tulsi“ bekannt. Sie hat eine nachgewiesen stark entzündungshemmende Wirkung und konnte sich auch bei Bindehautentzündungen als hilfreich bewähren. Man sollte dabei die Blätter der Pflanze in Wasser einweichen und selbige als Kompressen nutzen und im Anschluss daran die Augen mit dem zum Einweichen genutzten Wasser auswaschen.
  • Silbertinkturen – Manche Heilpraktiker rücken einer Konjunktivitis mit Silber entgegen. Dieses Metall kann nachgewiesenermaßen Abhilfe leisten.
  • Grüner Tee – Man kann zur Behandlung des vorliegenden Leidens Waschungen der Augen mit grünem Tee durchführen. Dies wirkt entzündungshemmend und regt die Selbstheilung des Körpers an.

Etwaige alternative Behandlungsmethoden sind unter anderem:

  • Lichttherapie
  • Verdunkelungstherapie
  • Auflagen und Aufgüsse
  • Besprechen

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige einfache und doch wirkungsvolle Hausmittelchen, die unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung des vorliegenden Leidens oder vorbeugend anzuwenden sind:

  • Augenkompressen – Hierzu weiche man ein sauberes (ggf. vorher abkochen) und flusenfreies Tuch in Wasser ein und wringe es anschließend aus. Hernach ist selbiges auf die betroffenen Augenpartien aufzulegen und dort für einige Zeit liegen zu lassen. Darüber hinaus sind kalte oder kühlende Kompressen zumeist am hilfreichsten, aber auch warme Kompressen können, insofern Bedarf besteht, gerne Anwendung finden. Sollte die Bindehautentzündung nur ein Auge betroffen haben, so ist außerdem darauf zu achten, dass man mit der Kompresse nicht beide Augen berührt, da dies zu einer weiteren Ansteckung führen kann, die es natürlich zu vermeiden gilt. Es empfiehlt sich, die Anwendung zwei bis drei Mal pro Tag zu wiederholen.
  • Vermeidung von Allergenen – Es ist ratsam, Allergene, die eine Bindehautentzündung bedingen können, zu vermeiden. Leider ist dies nicht immer allzu leicht möglich. Dennoch sollte hierauf ein Hauptaugenmerk liegen.
  • Häufiges Waschen von Handtüchern, Waschlappen, Bettzeug und Co. – Es empfiehlt sich, wenn man gerade genannte Materialien oft und sorgfältig wäscht. Insbesondere in Mehrpersonenhaushalten kann dieses Vorgehen dabei helfen, eine Ansteckung weiterer Familienmitglieder zu verhindern.
  • Abendliche Vollbäder oder Duschbäder – Es ist ratsam, sich vor dem Schlafengehen gründlich zu reinigen. Dabei sollte man aber auf chemische Zusätze verzichten und entweder lediglich von klarem Wasser Gebrauch machen oder schonende Seifen ohne chemische Inhaltsstoffe verwenden. Hierdurch senkt sich das Risiko einer Infektion deutlich.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Augentrost
  • Dill
  • Eibisch
  • Leinkraut
  • Königskerze
  • Spitzwegerich

Die oben genannten Heilkräuter sind am effektivsten als Tee, Aufguss oder als Salbe anzuwenden. Hierfür sind selbige zu zerstoßen und / oder zu überbrühen und im Anschluss daran entsprechend weiterzuverarbeiten. Zur Herstellung einer Salbe gebe man nämlich in zerlassenes Schmalz und lasse die Mixtur im Anschluss daran fest werden und gut durchziehen. Durch mehrmaliges Erhitzen lassen sich feinere und stärke Salben herstellen.

Heilpraktiker bieten oftmals bereits fertige Präparate an. Es gilt jedoch im Vorfeld zur Anwendung etwaige Allergien zu erörtern, damit man während der Therapie mit Kräutern keine allergischen Reaktionen an sich selbst verursacht. Zwecks Dosierung und Anwendungsweise ist es ebenso ratsam, einen Heilpraktiker oder Sachverständigen zu rate zu ziehen.

Man sollte sich allerdings nicht komplett auf pflanzliche Mittel und Präparate verlassen, gleichwohl wie gut diese anschlagen sollten. Eine Konsultation mit einem Schulmediziner ist dringend anzuraten. Und sei es nur zur Bestätigung, dass die Krankheit vollständig ausgeheilt ist. Denn gerade aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden und eine potentiell ansteckende Erkrankung handelt, sollte man sein Umfeld keiner unnötigen Gefahr aussetzen, indem man zu früh in den Alltag zurückkehrt.

Ätherische Öle

  • Kamille
  • Rose
  • Zitrone
  • Lavendel
  • Basilikum
  • Nelke

Die genannten ätherischen Öle sind bei einer Bindehautentzündung ausschließlich im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden, das heißt, dass sie in eine Duftlampe zu geben und dort unter Zugabe von Hitze und Wasser in die Raumluft verdampfen zu lassen sind. Man sollte ätherische Öle stets vom Auge entfernt halten! Direkter Kontakt kann zu teils schweren Schädigungen der Sehkraft führen.

Die Dosierung ist von der persönlichen Präferenz abhängig, ist aber bei etwaigen Unsicherheiten mit dem zuständigen Heilpraktiker erörtern.

Des Weiteren gilt für eine aromaherapeutische Behandlung dasselbe wie für eine Behandlung mit Heilpflanzen: Man sollte eine solche nicht ausschließlich anwenden und eine schulmedizinische Behandlung komplett damit substituieren. Lediglich als begleitende Maßnahme ist sie zu empfehlen.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt keine speziellen Diäten oder Ernährungsweisen, die gegen eine Bindehautentzündung hilfreich sind. Dennoch ist eine allgemein gesunde Ernährung zu empfehlen.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange ist eine Bindehautentzündung ansteckend?
Dies kommt ganz auf den Typ der vorliegenden Art der Entzündung an. Man sollte allerdings davon ausgehen, dass man zwischen zwei und vier Wochen nach der Ansteckung noch ein potentieller Gefahrenherd für weitere Infektionen ist. Sollte die Konjunktivitis jedoch aus einer Allergie hervorgegangen sein, so ist nicht damit zu rechnen, dass überhaupt ein Ansteckungsrisiko vorliegt. Sollte man sich dessen aber nicht sicher sein, ist es mehr als empfehlenswert, diesbezüglich einen Mediziner zu konsultieren, um auf Nummer sicher gehen zu können. Schließlich und endlich sollte es nicht im Interesse des Betroffenen sein, sein Umfeld einer potentiellen Gefahr auszusetzen.

Ist direktes Sonnenlicht bei einer Konjunktivitis schlecht?
Tendenziell eher ja. Man sollte nach Möglichkeit eine Sonnenbrille tragen, um die ohnehin schon belasteten Augen zu schützen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, die Sonnenbrille nach jedem Gebrauch gründlich und desinfizierend zu reinigen, um möglichen Zweitansteckungen erfolgreich aus dem Wege gehen zu können.

Darüber hinaus ist es ebenso notwendig, beim Kauf der Sonnenbrille auf eine ausreichende Qualität zu achten. Billige Produkte bieten oftmals keinen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlen und sind somit mehr oder weniger nutzlos, wenn es darum geht, die Augen zu schützen. Man sollte hier wirklich nicht am falschen Ende sparen. Diesbezüglich kann man sich aber auch beim Optiker seines Vertrauens oder direkt bei seinem Augenarzt rückversichern und die eigene Sonnenbrille auf ihre Effektivität hin testen lassen.

Können schwerwiegende Folgeschäden auftreten?
Theoretisch ja. Die meisten lassen sich allerdings durch eine frühzeitige Erkennung und Behandlung vollends vermeiden. Wer sich dagegen nicht behandeln lässt, läuft Gefahr, dass er teilweise oder vollständig erblindet. Ein Schicksal, dem man bei zureichender medizinischer Betreuung leicht entgehen kann.

Alles in allem sollte man aber nicht in Panik verfallen. In 99% der Fälle verläuft eine Konjunktivitis relativ ereignislos. Unnötig aufgebauschte Angst bringt also gar nicht und sorgt im Zweifelsfalle nur dafür, dass die natürliche Heilung verzögert wird.

Wer sich also behandeln lässt und nicht allzu leichtfertig mit seinem Augenleiden umgeht, der hat imgrunde nichts von dieser Krankheit zu befürchten.

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