Nesselsucht


Nesselsucht

Mit mehr ALS 800.000 Betroffenen allein in Deutschland ist die Nesselsucht eine der meist vorkommenden Erkrankungen.

Mit dieser Erkrankung zu Leben verlangt einige Abstriche und eine Kompromissbereitschaft mit der Krankheit, doch was steckt hinter dieser Nesselsucht.

Schmerzhafter und juckender Ausschlag, Quaddeln und Schwellung, eine Nesselsucht ist eine belastende und schmerzende Erkrankung der Haut, die durch die unterschiedlichsten Ursachen ausgelöst werden kann.

Die Suche nach der zugrunde liegenden Erkrankung kann sich hier teilweise als sehr schwierig herausstellen.

In diesem Ratgeber versuchen wir Ihnen die Krankheit auf verständliche Weise zu erklären.


Definition und allgemeine Informationen zur Nesselsucht  (Urtikaria)

Als „Nesselsucht“, eigentlich Urtikaria, bezeichnet man eine Hauterkrankung, die sich durch Juckreiz und Quaddeln zeigt. Sie erinnert in ihrem Erscheinen an durch Brennnesseln verursachten Ausschlag. Auch der Name „Urtikaria“ leitet sich von dem lateinischen Begriff „urtica“ ab, der so viel wie „Brennnessel“ bedeutet. Sie gehört zu den weltweit häufigsten Hautkrankheiten.

Nesselsucht im medizinischen Fachbegriff Urtikaria genannt, leitet sich vom lateinischen Wort „urtica“ ab und bedeutet Brennelnessel. In diesem Zusammenhang lässt sich auch das Erscheinungsbild der Erkrankung beschreiben. Durch das Auftreten von Quaddeln äußerlich als auch innerlich und damit einhergehendem Juckreiz leiden die Betroffenen unter einer starken Beanspruchung der Haut und Schleimhäute.

Generell wird die Nesselsucht in zwei Formen unterschieden, die sich in die akute Nesselsucht und die chronische Nesselsucht aufgliedert. Diese beiden Formen erklären sich in der Dauer der Erkrankung. Bei akuter Nesselsucht tritt die Erkrankung sehr plötzlich auf und hat eine maximale Dauer von sechs Wochen.

Bei dem chronischen Verlauf erfolgt eine Unterteilung in ein kontinuierliches Leiden und ein rezidivierendes Leiden. Im kontinuierlichen Verlauf leiden die Betroffenen dauerhaft unter der Erkrankung, die sich schubweise immer wieder verschlechtert.

Beim rezidivierenden Verlauf ist die Erkrankung durch Pausen gekennzeichnet, der sich dann wieder neue Schübe anschließen. Dies erfolgt immer in einer Art Kreislauf. Dabei können Krankheits- und Ruhephasen immer wieder in unterschiedlichen Längen ausgeprägt sein.


Ursachen von Nesselsucht

Bezüglich der Ursachen ist der Auslöser der Erkrankung sehr vielfältig. In der Regel ist der Krankheitsverlauf einer allergischen Reaktion gleichzustellen und somit gelten die Auslöser als Allergene.

Allergene können in den unterschiedlichsten Formen auftreten:

  • Nahrungsmittel : besonders Milchprodukte oder auch glutenhaltige Produkte, die bei Unverträglichkeit eine entsprechende Reaktion auslösen können.
  • Medikamente: oftmals ist eine Unverträglichkeit von Medikamenten oder auch deren Bindemitteln möglich
  • Physikalische Auslöser: dazu zählen Wärme, Kälte oder auch Licht, z.B. Sonnenenstrahlung
  • Psychische Faktoren: Stress, Druck und Überbelastung
  • Immunologische Ursachen: Hierbei kann es sich um körpereigenen Bakterien oder Parasiten handeln, die bereits in Folge einer Vorerkrankung nicht an ihrem Wirkungsort sind und dadurch eine Reaktion auslösen können

Die Nesselsucht entsteht durch einer Überempfindlichkeitsreaktion auf verschiedene, bestimmte chemische und natürliche Stoffe oder äußeren Reizen auf die Haut. In Deutschland sind circa 10 bis 20 Prozent der Menschen schon einmal in ihrem Leben an Nesselsucht erkrankt. Die Nesselsucht ist zwar nicht ansteckend, aber dennoch sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, damit die Erkrankung behandelt werden kann.

Die Ursachen für die Nessensucht sind verschieden. Der Körper kann aus den unterschiedlichsten Gründen mit diesem Ausschlag und Juckreiz reagieren.

Autoimmun
Zum Einen kann es sich dabei um eine Autoimmunreaktion handeln. Bei diesen Reaktionen, verträgt der Körper selbst hergestellte Stoffe nicht und reagiert aggressiv darauf.

Überempfindlichkeit
Es kann allerdings auch eine Überempfindlichkeit gegen einen Stoff vorliegen, der unmittelbar min Kontakt mit der Haut gekommen ist oder auch den Verdauungstrakt durchlaufen hat. Das können Farb- oder Aromastoffe sein oder auch Krankheitserreger wie Viren und Bakterien, die sich nun nur durch dieses Symptom zeigen.

Allergie
Es kann auch eine echte Allergie vorliegen, die sich durch eine Nesselsucht bemerkbar macht. Diese Fälle sind allerdings eher selten.

Beachten Sie: Zu den hauptsächlichen Ursachen der Nesselsucht gehören auch Stress oder psychische Belastungen. Sie können ebenfalls der Auslöser der Nesselsucht sein.

Symptome & Anzeichen bei Nesselsucht

Eine beginnende Nesselsucht stellt eine allergische Reaktion des Körpers da. Diese wird ausgelöst in dem Durch den Kontakt mit dem Allergen der Körper vermehrt Mastzellen ausstößt und damit eine Immunreaktion provoziert, um das vermeintliche Allergen zu eliminieren. Dabei zeigen sich in aller Regel je nach Stärke der Belastung mit dem Allergen folgende Symptome oder auch Anzeichen:

  • rote, juckende Haut zu Beginn der Erkrankung
  • möglicherweise Brennen der Haut, da durch das Kratzen bereits Läsionen auf der Oberhaut gesetzt werden und diese einen Schmerzreiz provozieren
  • polsterartige Schwellungen der Unterhaut (Quaddeln) : Diese können sich äußerlich als unregelmäßige auftretende, klar abgegrenzte und gemusterte Blasen zeigen. Sollten sich diese auf den Schleimhäuten bilden ist es nicht unmittelbar mit dem bloßen Auge erkennbar.
  • Auftreten einer Anaphylaxie: Einem drohenden Schockzustand, der auch als allergischer Schock bekannt ist. In diesem Falle besteht Lebensgefahr und es muss umgehend ein Notruf abgesetzt werden
  • Eventuell auftretende Schluckbeschwerden durch das Anschwellen der Schleimhäute

Typische Symptome der Nesselsucht

  • Juckreiz
  • Ausschlag
  • Schwellungen
  • Hautrötungen
  • Kreislaufschock

Diagnose & Krankheitsverlauf von Nesselsucht

Die Urtikaria Diagnostik kann bei vielen Patienten oft sehr lange dauern und zäh verlaufen. Viele der möglichen Auslöser sind schwer zu identifizieren, vor allem bei chronischen Erkrankungen. Bei der Diagnostik helfen kann aber ein Beschwerde-Tagebuch.

Der Verlauf der Nesselsucht ist abhängig von der Form der Erkrankung. In der akuten Form hält diese Erkrankung zumeist nur wenige Tage oder auch ein paar Wochen an. Typische Symptome sind, wie bereits erwähnt, ein stark juckender Hautausschlag mit rötlichen Quaddeln, kleinen Hautwölbungen, die aussehen wie Insektenstiche, und manchmal auch schmerzhafte, großflächige Schwellungen der Haut, des Unterhautgewebes oder einzelner Bereiche der Schleimhaut, so genannte Angioödeme. Auftreten können diese Quaddeln und Schwellungen grundsätzlich an jeder Körperstelle, wobei manche Körperstellen etwas anfälliger als andere.

Halten die Symptome länge rals sechs Wochen an, spricht man von einer chronischen Nesselsucht.

In manchen Fällen kann es bei einer Nesselsucht zu einem Kreislaufschock kommen, dann kann sogar eine lebensbedrohliche Situation auftreten.

Die chronische Nesselsucht

Diese Form der Nesselsucht kann bis zu mehreren Jahren anhalten oder auch immer wieder in Erscheinung treten. Sie ist für die Betroffnen meist sehr belastend. Allerdings kommen die Symptome der akuten Nesselsucht seltener vor. Eine chronische Nesselsucht sollte immer von einem Arzt behandelt werden, damit die Ursache zu erforscht werden können. So soll der Betroffene die Möglichkeit erhalten die Ursachen zu erkennen und zu vermeiden.

Diagnose

Im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs mit dem behandelnden Arzt kann die Ursache der Nesselsucht erkannt werden. Das Ermitteln der Krankheitsgeschichte bezeichnet sich als Anamnese. In diesem Falle steht ein großer Fragenkatalog zur Verfügung, der die Diagnose festigen und den Auslöser klar eingrenzen kann. Dabei werden gezielt Fragen gestellt, wann und wie oft die Anzeichen und Symptome auftreten. In welchen Situationen oder nach welchen Handlungen sie auftreten. Weiterhin werden bestehende Krankheiten der eigenen Person als auch der Familie erschlossen, die ein Anzeichen geben können, warum die Erkrankung auftritt. In diesem Zusammenhang werden auch alles Medikamente genau protokolliert und mit den Symptomen in Verbindung gebracht.

Durch eine anschließende Begutachtung der betroffenen Region des Körpers und weiterführenden Untersuchungen, wie einer Blutentnahme, aber auch einer Urin– und Stuhlprobe ist es möglich ein detailliertes Bild der Immunreaktion und des Zustandes es Körpers zu erstellen. Bei innerlichen Befall sind auch bildgebende Verfahren, wie eine Magen– und/oder Darmspiegelung nicht auszuschließen, da zum Beispiel auch hier Gewebeabstriche Aufschluss über die Keimverteilung geben können. So kann auch ein Bakterium, dass für gewöhnlich im Darm zu finden ist, durch Fehlfunktion der Verdauungstätigkeit in den Magen gelangen und dort entsprechende Reaktionen auslösen.

Auch äußerliche Tests finden bei der Nesselsucht immer wieder Anwendung. Unter anderem erfolgen diverse Provokationstests bei denen zum Beispiel die Haut den eventuellen Allergenen punktuell ausgesetzt wird. Bei diesem Prick-Test lässt sich innerhalb weniger Minuten erkennen, welcher Auslöser sich hinter den Symptomen versteckt. Ebenso werden physikalische Auslöser, wie Kälte,Hitze etc., über einen Einflusstest zum Einsatz gebracht, um sie als Ursache ausschließen zu können.

Schlussendlich können Provokationen mit potenziellen Auslösern unter ärztlicher Beobachtung auch über eine orale Provokation erfolgen, in dem der verdächtige Auslöser regelmäßig verabreicht wird und die Reaktion des Körpers und der Verlauf der Krankheit beobachtet und dokumentiert werden. Eine Diät, die den Auslöser meidet, kann auch zur Diagnostik beitragen.

Ziel der umfangreichen Diagnostik ist das frühzeitige Erkennen des Auslösers und die Vermeidung einer weiteren Verschlimmerung der Symptome.

Verlauf

Die Nesselsucht kann sich lokal, aber auch systemisch äußern. Dies entscheidet sich je nach dem um welchen Auslöser es sich handelt oder auch wie der Kontakt stattgefunden hat.
Durch die Unterscheidung in einen chronischen und einen akuten Verlauf ergeben sich folgende Krankheitsverläufe der Nesselsucht.

Beim chronischen Verlauf können immer wieder Schübe auftreten, die bei Kontakt mit dem Allergen unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Bei einer immunologischen Ursache oder auch anhaltenden Umweltfaktoren wie Wärme, Kälte und Licht kann ein chronischer Verlauf sehr ausgeprägt sein. Juckreiz, dauerhaftes Brennen und vor allem immer stärker auftretende Quaddeln können somit die Folge sein.

Sollte der Auslöser nicht kontinuierlich sein, so kann der Verlauf rezidivierend erfolgen. Hierbei bedeuten Auslöserpausen auch Krankheitspausen und die Betroffenen können beschwerdefrei leben. Allerdings ist der kommende Rückfall dann auch durch stärkere Schübe gekennzeichnet.

Beim akuten Verlauf handelt es sich meist um eine allergische Reaktion, die unmittelbar auf den Kontakt mit dem Auslöser erfolgt und damit einer ausgeprägte Immunantwort provoziert. Sollte es sich dabei um einen Erstkontakt mit dem Auslöser handeln, ist es auch gut möglich, dass das Immunsystem diesen Auslöser nicht als bedrohlich erkennt und ihn akzeptiert, dann lassen die Symptome mit der entsprechenden Behandlung sehr schnell wieder nach oder treten auch mit Unterstützung von Antiallergika nicht wieder auf.


Behandlung & Therapie von Nesselsucht

Die akute Nesselsucht wird meist nur symptomatisch behandelt, also gegen Juckreiz. Die Quaddeln und Schwellungen Gehen in den meisten Fällen von alleine wieder zurüCK. Abhängig vom Auslöser der Nesselsucht kann das schon innerhalb weniger Minuten passieren. In schwereren Fällen kann aber auch Tage oder sogar Wochen dauern.

Eine chronische Nesselsucht wird mit meist Antihistaminika und Cortisol behandelt. Beide Wirkstoffe unterdrücken lediglich die Symptome einer zugrundeliegenden Erkrankung. Daher muss gleichzeitig auch untersucht werden, was der eigentliche Ursprung der Hautreaktion war. Daher lässt sich die Nesselsucht natürlich nur nachhaltig beseitigen, wenn auch der Auslöser mit beseitigt wird. Sollte eine bakteriellen Infektion des Verdauungstraktes der Nesselsucht zugrundeliegenden, wird diese natürlich nur dann dauerhaft verschwinden, wenn auch die Bakterien behandelt und beseitigt werden. Demzufolge ist immer eine genaue Anamnese erforderlich, der eine individuelle Therapie mit spezifischen Medikamenten für die jeweilige Erkrankung folgen muss.

Wie schon erwähnt können auch psychische Ursachen einer Nesselsucht zu Grunde liegen. Auch in diesen Fällen muss der Auslöser ausfindig gemacht und langfristig beseitigen werden. Das kann über Medikamente und/oder eine Gesprächstherapie erfolgen

Eine Behandlung muss nicht immer auf medikamentöser Ebene stattfinden. In den meisten Fällen reicht das Vermeiden des Auslösers aus, um die Nesselsucht zu bekämpfen. Sobald die Ursache fehlt, treten auch keine Symptome mehr auf. In diesem Zusammenhang kann es zu einem starken Einschnitt des Lebens kommen, da Gewohnheiten oder auch bestimmte Aktivitäten nicht mehr durchgeführt werden können. Bei Nahrungsmitteln oder Medikamenten als Auslöser reicht die bloße Vermeidung oder aber auch die Umstellung der Medikamente oftmals aus.

Bei physikalischen Auslösern muss das Leben entsprechend des Auslöser angepasst werden, z.B. ausreichendem Sonnenschutz oder auch Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung im Falle einer Lichtallergie.

Psychische Auslöser müssen ebenfalls entsprechend gedämmt und vermieden werden. Hierbei helfen aber oft schon eine Überdenkung der eigenen Planung und einige Hausmittel, die eine Unterstützung bei der Beseitigung der Ursache bieten.

Äußerliche Symptome der Haut können mit speziellen Cremes oder auch durch die Verordnung von Antihistaminika eingedämmt werden. Hierbei wird bewirkt, dass sich die Mastzellen stabilisieren und damit die allergische Reaktion nicht auslösen.

Bei chronischen Krankheitsverläufen kann nicht auf die Einnahme von Medikamenten, wie Antihistaminika, und auch zur akuten Behandlung der Schübe, auf Glykocorticoide, verzichtet werden.
Ebenso können Bakterien und Parasiten, die diese Nesselsucht zur Folge haben, mit Antibiose sehr gut und schnell behandelt werden.

Hausmittel bei Nesselsucht

Da die Nesselsucht eine sehr große Auswirkung auf das eigene Leben und auch das Wohlbefinden hat, gibt es einige Hausmittel, die auch zur Anwendung kommen können, wenn die Krankheit grade nicht aktiv ist oder aber abklingt. Besonders wenn der Auslöser Stress ist, sind Entspannungsübungen, Traumreisen und eine ausgeglichene Tagesplanung mit ausreichenden Ruhepausen verpflichtend.

Aber auch die allgemeine Hautpflege ist zwingend notwendig, damit ein Intakt bleiben der Haut gewährleistet werden kann. In diesem Falle ist Vaseline ein sehr gutes Mittel die Haut zu pflegen und auch geschmeidig zu halten.

Ebenso sind Tees immer eine gute Wahl, Salbei oder Kamille oder auch spezielle Mischungen, die Beruhigung zur Folge haben, können bedenkenlos verwendet werden, sofern sie nicht zu den Auslösern der Nesselsucht gehören.

Fragen und Vorbeugung bei Nesselsucht

Einer Nesselsucht tatsächlich vorbeugen kann man nur, wenn man die Ursache oder Ursachen der Erkrankung erkennt. Eine genaue diagnostische Arbeit ist dafür besonders wichtig.

Es gilt, nach dem Erkennen der Ursachen, die Situationen oder auch Umwelteinflüsse zu meiden, in denen die Nesselsucht wieder neu entstehen könnte. Bei allergischen Reaktionen muss der Körper von dem Stoff ferngehalten werden, auf den er reagiert. Dasselbe gilt bei Nesselsuchterkrankungen, die durch eine Unverträglichkeit von Lebensmitteln auftreten.

Bei den auch häufig auftretenden psychosomatischen Nesselsuchterkrankungen ist die Vorbeugung natürlich etwas schwieriger. Gerade wenn Stress als Auslöser identifiziert wurde. Im Alltag lassen sich stressige Situationen kaum effektiv vermeiden. Daher muss dem Patienten geholfen werden, diese Situationen zu verarbeiten, um so die Entstehung von körperlichen Symptomen zu vermeiden.


Fragen und Antworten zur Nesselsucht

Wie kann man Nesselsucht vorbeugen?

Im Grunde genommen ist es sehr wichtig den eigenen Körper immer gut zu beobachten und frühzeitig festzustellen, wann der Körper negativ aus bestimmte Einflüsse oder Auslöser reagiert. Wichtig ist allerdings auch, dass das allgemeine Leben nicht in absoluter Sterilität stattfindet, sofern dies gesundheitlich unbedenklich ist. Denn dadurch kann das Immunsystem sehr gut geschult werden und reagiert wesentlich unempfindlicher. Besonders Auslöser psychischer Genese können bereits im Keim erstickt werden, in dem eine entspannte Planung und die Vermeidung von Stress und Überarbeitung ein Bestandteil des alltäglichen Lebens sind.

Kann bei einer Medikamentenumstellung wieder eine Nesselsucht auftreten?
Ja, denn auch wenn im Medikament der Auslöser für die Nesselsucht lokalisiert wurde, kann auch in einem alternativen Medikament wieder ein Auslöser oder ein Abkömmling davon enthalten sein. Darum ist eine enge Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt dringend notwendig, da entsprechende Maßnahmen unmittelbar eingeleitet werden können.

Wie können physikalischer Auslöser gemieden werden?
Leider ist dies nicht immer zu hundert Prozent möglich. Gerade bei einer Reaktion auf Wärme oder Kälte ist es schwer dies zu meiden. Allerdings kann immer ein Mittelweg gefunden werden. Lauwarme Duschen oder auch das Tragen von Handschuhen gegen den Schutz von Kälte können Maßnahmen sein. Allerdings müssen die Betroffenen selbst einen Weg finden, der sich für sie und ihr Leben am besten eignet.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (41 Stimmen, Durchschnitt: 4,45 von 5)
Loading...
Top