Bacillaceae

Bacillaceae

Bacillaceae sind für die Menschen schädliche Mikroorganismen

Was sind Bacillaceae?

Bakterien unterschiedlichster Formen werden vom Menschen teilweise genutzt, um verschiedene Prozesse beispielsweise in der Lebensmittelherstellung oder in der Herstellung von biologischen Kraftstoffen durchzuführen. Im Gegensatz dazu existieren zahlreiche Mikroorganismen wie die Bacillaceae, die für den Menschen schädlich sind.

Hinter dem unter anderem in der Mikrobiologie verwendeten Begriff Bacillaceae verbergen sich Kleinstlebewesen, die zu den sogenannten Bacillales gehören. Im umgangssprachlichen Gebrauch werden diese Mikroben häufig auch als Bazillen bezeichnet. Das ist allerdings nicht ganz exakt, weil er nicht genau bestimmt, welcher Mikroorganismus gemeint ist.

Vorkommen

Mittlerweile sind dank intensiver Forschungen etwa 50 Unterarten der Bacillaceae entdeckt worden. Eine der relevanten Gattungen ist der Bazillus.

Die Bacillaceae können aufgrund ihrer Morphologie und Physiologie nur dort existieren, wo es viel Sauerstoff gibt. Unter Luftabschluss sterben die Bacillaceae ab.

Sie sind vor allen Dingen in gut belüftetem, humusreichem Erdreich zu finden. Des Weiteren können sie in Gewässern, in der Luft und in staubigem Boden gefunden werden.

Die Bacillaceae existieren jedoch nicht nur in unbelebter, sondern ebenso in lebender Umgebung. Das heißt, dass diese Mikroben auch in Tieren und Menschen vorkommen. Sie besiedeln vor allen Dingen den Darm.


Verbreitung

Bacillaceae

Die Ansteckungsgefahr ist insbesondere über die Aufnahme von Fleisch groß

Typisch für die Verbreitung der Bacillaceae ist, dass diese an einen unmittelbaren Kontakt von zwei Bakterienträgern möglich ist. Üblich sind dabei lebende Zellen, die in kontaminierten Fleischprodukten enthalten sind.

Das ist auch der Grund, warum sich sowohl Menschen als auch Tiere über die Nahrungsaufnahme mit Bacillaceae anstecken können.

Darüber hinaus kann der Mikroorganismus in Aas oder Kadavern toter Tiere vorhanden sein, wenn diese zu Lebzeiten mit dieser Bakterienart infiziert worden sind.

In diesem Milieu können sich die Bacillaceae unter Luftzufuhr ungehindert vermehren. Aus diesem Grund ist es unumgänglich, derartige Substanzen der Verbrennung zuzuführen.


Eigenschaften

Bacillacea gehören wegen ihrer äußeren Gestalt zu den stäbchenförmigen Bakterien. Sie sind schmal, keulenförmig und länglich gebaut. Bacillaceae sind nur von einer Peptidoglykanschicht umgeben. In dieser ist Murein eingelagert. Im Gegensatz zu anderen Bazillen verfügen sie nicht über eine feste Zellmembran. Murein ist ein aus Zuckermolekülen zusammengesetztes Biomolekül, das sich als feste Schutzwand darstellt.

Ein weiteres bedeutsames Merkmal der aeroben Bacillaceae ist das grampositive Färberesultat. Die Gramfärbung dient in der Mikrobiologie als Nachweismittel für bestimmte Bakterien. Der Unterschied zwischen grampositiven und gramnegativen Bakterienarten besteht in deren morphologischer Struktur. Grampositiv beziehungsweise Blau reagieren Bakterien, weil diese die eingelagerten Farbpartikel über die dicke Zellwand aus mehreren Schichten Murein nicht wieder abgeben können.

Da die Bacillacaea durch das Fehlen einer zusätzlichen, halbdurchlässigen Außenhülle charakterisiert sind, können sie leicht exogene Substanzen aufnehmen.

Bacillaceae sind Sporenbildner, die sogar unter den ungünstigsten Umweltbedingungen überleben können. Das hat für die Mikroorganismen den Vorteil, dass diese eine Resistenz entwickeln können. Resistenz bedeutet Unempfindlichkeit. Diese spielt vor allen Dingen bei der Behandlung von Erkrankungen mit Antibiotika eine zentrale Rolle.


Krankheiten & Beschwerden

Bacillaceae verursachen nachweislich verschiedene Krankheiten. Diese Infektionen werden in der Humanmedizin als:

deklariert.

Je nachdem, um welche Bacillaceae es sich bei der Infektion handelt, können die Symptome beziehungsweise die Erkrankungen differenziert werden.

Tuberkulose

tuberkulose

Die Tuberkulose manifestiert sich unter anderem in den Lungen, wobei das gesunde Lungengewebe nach und nach zerstört wird. Sie wird von Tuberkulosebakterien ausgelöst. Nicht immer treten eindeutige Symptome auf.

Das sind nur einige Beschwerdebilder.


Botulismus

Eine weitere Erkrankung, die im Zusammenhang mit diesen Mikroorganismen steht, ist der Botulismus. Dabei handelt es sich um eine Lebensmittelvergiftung, die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Eine große Gefährdung durch diese Fleisch– oder Wurstvergiftung der infizierten Patientinnen und Patienten ist durch das Botulinumtoxin gegeben.

Botulinumtoxine sind sogenannte neurotoxische Eiweiße, die die Übertragung von Erregungen in den Nerven hemmen. Das Botulinumtoxin gehört mit zu den stärksten Giften, die bislang entdeckt wurden.

Eine Lebensmittelvergiftung durch Botulismus oder die Toxine der Bacillaceae verläuft beispielsweise mit folgenden Symptomen:

Wird eine Lebensmittelvergiftung durch Botulismus nicht rechtzeitig behandelt, kann es dazu kommen, dass die Betroffenen nach etwa drei bis sechs Tagen durch eine Lähmung des Atemzentrums versterben.


Tetanus

Tetanus oder Wundstarrkrampf kann ebenfalls durch eine Infektion mit Bacillaceae entstehen. Die Patientinnen und Patienten leiden dabei unter Symptomen wie:

  • Halsentzündung und Muskelkrämpfen
  • Versteifung der Extremitäten
  • Atemnot
  • hohes Fieber mit starker Schweißbildung
  • Angstzuständen
  • Muskellähmungen

Das sind nur einige Krankheitszeichen, die im unbehandelten Verlauf zu extremen körperlichen Einschränkungen führen.


Anthrax

Anthrax oder Milzbrand ist eine schwerwiegende Erkrankung, für die ebenso eine Infektion mit Bacillaceae verantwortlich ist. Bei Anthrax kann es unter anderem zu einer Meningitis oder Hirnhautentzündung sowie zu einem Schock und zu schmerzhaften Hautveränderungen kommen kann.


Vorbeugung

Um Erkrankungen durch Bacillaceae vorzubeugen, können einerseits Schutzimpfungen wie bei Tetanus oder Wundstarrkrampf in Anspruch genommen werden.

Auf der anderen Seite ist es sinnvoll, bei Kenntnis der Infektionswege und der Ansteckungsrisiken einige einfache Regeln im alltäglichen Umgang mit Lebensmittel einzuhalten. So kann eine Lebensmittelvergiftung durch Botulismustoxine vermieden werden, wenn verunreinigte Nahrungsmittel vermieden werden.

Insbesondere in Blechkonserven, die einen aufgeblähten Deckel haben, sind die Mikroorganismen oft enthalten. Nicht ausreichend sterilisierte, unzureichend unter Luftabschluss verpackte Konserven, Fleisch, Wurst oder Fisch können durchaus mit Bacillaceae Bakterium Clostridium botulinum versetzt sein. Diese Produkte sind unbedingt zu entsorgen.

Um einer Tuberkulose vorzubeugen, ist eine entsprechende Schutzimpfung sinnvoll. Diese wird als tbc- oder BCG-Impfung bezeichnet. Gegenwärtig ist dieses Verfahren aus mehreren Erwägungen heraus allerdings bestritten. Personen, die sich mit dem Tuberkulosebazillus angesteckt haben, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und sich rechtzeitig behandeln lassen. Die früher auch als Schwindsucht bekannte Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.

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