Tuberkulose (Tbc / Schwindsucht)

Tuberkulose


Bei einer Tuberkulose (TBC) handelt es sich um eine ernstzunehmende infektiöse Erkrankung, die primär die Lungen des Betroffenen befällt. Die Weg der Ansteckung von einer Person zur andern ist zumeist der der sog. „Tröpfcheninfektion“. Andere Arten der Übertragung sind faktisch auszuschließen.

Man findet diese Krankheit vornehmlich in weniger entwickelten Teilen der Erden. Nichtsdestotrotz bricht sie bisweilen auch in unseren Breiten aus. Insbesondere in solchen Personen, die zusätzlich bereits mit HIV infiziert sind.

Eine eher besorgniserregende Entwicklung ist diese, dass viele der für die Krankheit verantwortlichen Bakterien Resistenzen gegen die gängigen Medikamente entwickeln konnten. Hierdurch kommt es zu teils schwerwiegenden Problemen bei der Behandlung von Betroffenen und es dauert teilweise Monate, bis man imstande dazu ist, die Krankheit halbwegs gut in den Griff zu bekommen.


Steckbrief: Tuberkulose

  • Name(n): Tuberkulose; Schwindsucht
  • Art der Krankheit: Infektionserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Bakterien
  • Wieviele Erkrankte: C. 1% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Notarzt; Pneumologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – A15-A19 – A15


Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose (früher Schwindsucht) wird abgekürzt auch als Tbc bezeichnet, ist eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionskrankheit. Da die Übertragung von Tuberkulose vornehmlich auf dem Luftweg erfolgt, ist zumeist die Lunge befallen. Es handelt sich um eine weltweit auftretende Erkrankung, und nahezu ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung steckt sich irgendwann einmal im Leben durch eine Tröpfcheninfektion mit Tbc an. Faktoren, die eine Infizierung begünstigen, sind vor allem ein mangelhafter Ernährungszustand sowie ein geschwächtes Immunsystem. Folgerichtig zählt die Tuberkulose zu den Infektionskrankheiten, die in Entwicklungsländern besonders häufig vorkommen. Nach wie vor tritt Tbc aber auch in Industrieländern auf.

In Deutschland findet das Infektionsschutzgesetz Anwendung für die Tuberkulose: Sämtliche Erkrankungs- und Todesfälle, die auf Tbc zurückzuführen sind, sind meldepflichtig. Die industrielle Revolution um die Mitte des 19. Jahrhunderts brachte nicht nur eine rasch wachsende Bevölkerungsdichte in den deutschen Städten mit sich, sondern auch eine große Zahl an Tuberkulosefällen. Hauptsächlich waren die unteren Bevölkerungsschichten betroffen, sodass alsbald ein Zusammenhang zwischen ungünstigen Lebensbedingungen und der Ausbreitung von Tbc erkannt wurde. Nach wie vor wird Tuberkulose manchmal noch zu der Kategorie der sozialen Krankheiten gezählt.

1882 entdeckte Robert Koch das Tuberkel-Bakterium; seit 1921 ist dank der Forschungsarbeit der beiden Franzosen Albert Camette und Camille Guérin ein Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose verfügbar: Die Bacille-Calmette-Guérin-Impfung, die auf abgeschwächten Mykobakterien basiert. In Deutschland wurde die Impfung nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt.

Seit dem Jahr 1998 allerdings empfiehlt die zum Robert-Koch-Institut gehörende Ständige Impfkommission (STIKO) diese Impfung nicht mehr. Einerseits ist der Schutz sehr begrenzt und es treten oftmals Nebenwirkungen auf. Andererseits ist die epidemiologische Situation bezüglich Tbc in Deutschland positiv zu bewerten. Fakt ist indes, dass zunehmend Tuberkel-Bakterien identifiziert werden, die Resistenzen gegen Antibiotika aufweisen. Zu etwa 80 Prozent befallen die Bakterien die Lunge. Grundsätzlich sind eine geschlossene und eine offene Tuberkulose zu unterscheiden: Bei einer geschlossenen Tuberkulose liegt ein abgekapselter Entzündungsherd vor, eine offene Tuberkulose hingegen birgt eine Ansteckungsgefahr für Kontaktpersonen.

Beschreibung

Die Tuberkulose (TB) ist eine Infektionskrankheit, die durch Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Es können dabei verschiedenste Organsysteme betroffen sein, insbesondere manifestiert sich die Erkrankung aber in der Lunge. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt aerogen durch Tröpfcheninfektion oder andere Sekrete wie Speichel, Schleim oder Sputum. Die Verbreitung der Erreger in der Luft erfolgt hierbei in erster Linie durch Niesen, Husten oder Schneutzen. Bei einem Großteil der Infizierten ist das Immunsystem in der Lage, die Infektion durch Abschottung der Mykobakterien mit einem Schutzwall aus Leukozyten lokal einzudämmen. In diesen sog. Tuberkulomen können die Bakterien in inaktiver Form mehrere Jahre überdauern. Diese latente TB-Infektion geht normalerweise nicht mit stärkeren Krankheitserscheinungen einher, so dass sie auch lange Zeit unbemerkt bleiben kann. In dieser Latenzphase ist der Patient nur wenig oder gar nicht infektiös und in den meisten Fällen bleibt auch die Reaktivierung der TB aus.

Allerdings kann es besonders bei immunsupprimierten Patienten unmittelbar nach der Primärinfektion zu einer aktiven Tuberkulose mit starken Krankheitserscheinungen kommen. In weiteren 10 % der Fälle kann es auch noch nach einer längeren Latenzphase zu einer Reaktivierung und systemischen Streuung der Mykobakterien kommen.

Die Tb rangierte für mehrere tausend Jahre an erster Stelle der Todesursachen. Vor Einführung der antibiotischen Therapie wurde sie auch als Schwindsucht bezeichnet, weil die Betroffenen im Krankheitsverlauf regelrecht aufgezehrt wurden. Um die Infektionsraten zu senken, wurden die Patienten dann u. a. lebenslang in spezialisierten klinischen Einrichtungen, sog. Sanatorien untergebracht. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts waren in einzelnen Ländern wie z.B. den USA mehr als 80 % der US-amerikanischen Bevölkerung infiziert. Nach der Etablierung der antibiotischen Therapie ist die Inzidenz dann deutlich rückläufig gewesen. Heute steigt sie allerdings weltweit wieder an, mehr als 8 Millionen neue Fälle treten pro Jahr auf und mehr als 3 Millionen Betroffene versterben pro Jahr an der Erkrankung.

Derzeit treten in Deutschland den USA etwa 15.000 neue Fälle von Tuberkuloseinfektionen auf. Experten waren der Meinung, dass die aktiven Verlaufsformen weitgehend ausgerottet waren, bis es mit Beginn der 90ger Jahre des letzten Jahrhunderts die Raten plötzlich wieder zu steigen begannen. Die überwiegende Mehrheit der Fälle wurde dabei in überbevölkerten Einrichtungen oder Arealen wie Gefängnissen, Pflegeheimen oder Aussiedlerwohnheimen beobachtet.

Am leichtesten empfänglich für eine Infektion erwesen sich dabei Menschen, die medizinisch unterversorgt waren, oder solche mit einer Suppression des Immunsystems, wie HIV/AIDS chronische Leber- bzw. Niereninsuffizienz oder auch Diabetes mellitus. Oftmals sind in diesen Fällen die beteiligten Errgerstämme multi-resistent gegen die eingesetzten Antibiotika. Man spricht deshalb auch von einer MDR (Multi-drug resistance). Dies ist ein Umstand, der die Therapie der TB deutlich erschweren kann. Obwohl urch entsprechende Maßnahmen seitens der Gesundheitsbehörden die hohe Rate an Neuinfektionen wieder etwas gesenkt werden konnte, bleibt die TB weiterhin ein ernsthaftes Problem für die nationale und internationale öffentliche Gesundheitsfürsorge.


Welche Ursachen führen zu Tuberkulose?

Tuberkulose
Jegliche Tuberkulose ist auf Tuberkel-Bakterien zurückzuführen. Am häufigsten zählen die Erreger zum Stamm Mycobacterium tuberculosis. Es handelt sich hierbei um ein säurefestes Bakterium, das sich nicht selbstständig bewegen kann und stäbchenförmig ist. Typisch für diese Tuberkel-Bakterien ist ihr sehr langsames Wachstum (15-20 Stunden vergehen bis zum nächsten Teilungsprozess); außerdem können ihnen schwächere Desinfektionsmittel nicht schaden. Es kommt durchaus vor, dass sich Personen zwar mit dem Bakterium infizieren, es aber trotzdem nicht zum Ausbruch von Tbc kommt.

Davon abgesehen kann der Zeitraum zwischen Aufnahme des Bakteriums und dem Ausbruch der Krankheit Tuberkulose sehr unterschiedlich sein: zwischen wenigen Wochen und mehreren Jahren. Vor allem tritt Tbc bei Personen auf, die über unzureichende Abwehrkräfte verfügen. Das heißt, insbesondere Ältere und chronisch/schwer Erkrankte tragen ein größeres Risiko, an Tbc zu erkranken. Eine Primärtuberkulose bricht normalerweise binnen 6-8 Wochen nach der eigentlichen Ansteckung aus. Für den Zeitraum, in dem sich die Tuberkel-Bakterien mikroskopisch nachweisen lassen, gilt der Patient als hochgradig ansteckend.

Erfolgt jedoch beizeiten die Behandlung mit wirksamen Medikamenten, gelten die an Tuberkulose Erkrankten nach 2-3 Wochen nicht mehr als potentiell ansteckend. Da unter anderem auch Rinder an Tuberkulose erkranken können, ist als ein weiterer Weg der Ansteckung der des Genusses von nicht-pasteurisierter Milch zu nennen. In diesem Fall ist das Bakterium Mycobacterium bovis der Erreger. Glücklicherweise gilt der mitteleuropäische Rinderbestand als nahezu komplett tuberkulosefrei, sodass der Genuss von Milch nur in Ausnahmefällen eine Tuberkulose-Infektion mit sich bringt.

Der bedeutsamste Übertragungsweg von Tbc war und ist folglich die Tröpfcheninfektion, die die Weitergabe des Erregers Mycobacterium tuberculosis durch Einatmen beinhaltet. Sobald sich die Bakterien in der Lunge befinden, kümmern sich Makrophagen (Fresszellen) um die Eindringlinge. Gelingt es ihnen, die Krankheitserreger abzutöten, kann sich keine Tuberkulose entwickeln. Die Struktur der Mykobakterien ist jedoch eine besondere, und häufig gelingt es ihnen, die Abwehrreaktion zu überleben, um sich zu vermehren und Entzündungsherde hervorzurufen.


Symptome & Anzeichen

Im Fall einer Tuberkulose liegt die Inkubationszeit zwischen sechs und acht Wochen. Der Beginn einer Lungentuberkulose ist durch leicht erhöhte Temperatur, Nachtschweiß und Husten gekennzeichnet. Es gibt jedoch Fälle, in denen eine Tuberkulose über einen längeren Zeitraum keine Beschwerden bereitet. Gegebenenfalls bilden sich rotbläuliche, sehr druckempfindliche Knoten an den Unterschenkeln infolge einer Antwort des Abwehrsystems auf die Erreger.

Je weiter eine Primärtuberkulose fortschreitet, umso deutlichere Symptome sind festzustellen. Abhängig davon, ob die Bakterien über die Blut- oder Lymphbahnen in andere Organe transportiert werden, entwickelt sich nicht nur eine Entzündung der Lunge, sondern es können auch an anderen Stellen Entzündungsherde entstehen (Miliartuberkulose). Ist das Immunsystem intakt, entsteht üblicherweise eine Art tuberkulöser Rundherd, ein Tuberkulom.

Das von der Entzündung betroffene Gewebe wird als käsig bezeichnet: Eine Gewebsnekrose (Absterben des Gewebes) liegt vor. Gelingt die Abkapselung dieses Bereichs nicht, sondern das absterbende Gewebe hat womöglich Kontakt zu einem Bronchialast, ist eine offene Tuberkulose gegeben. Da die Betroffenen große Mengen an Bakterien abhusten, gelten sie als hochinfektiös. Sollten sich Tuberkulome in Nähe von Blutgefäßen entwickeln, resultieren Verletzungen der Blutgefäße. Die Folge ist blutiger Husten. Ein stärkeres Anschwellen von Lymphknoten im Bereich des Mediastinums (Mittelfell) hat möglicherweise das Abdrücken einer Bronchie und somit den Kollaps eines bestimmten Lungenareals zur Folge. Nicht selten tritt im Verlauf einer Tuberkulose eine Rippenfellentzündung (Pleuritis) auf.

Anfangs kann es sich noch um eine trockene Variante der Pleuritis handeln, die dann in eine feuchte Rippenfellentzündung (Pleuritis exsudativa) übergeht. Die Schmerzen nehmen zwar ab, aber aufgrund eines Ergusses zwischen Lunge und Rippenfell resultiert Atemnot. Die Atemnot ist zu Beginn der Erkrankung nur unter Belastung festzustellen, nach einiger Zeit jedoch auch in Ruhesituationen. Eine postprimäre Tuberkulose liegt vor, wenn ruhende Erregerherde reaktiviert werden und noch lebende Tuberkulosebakterien wieder tätig werden. Auch die postprimäre Form betrifft üblicherweise die Lunge und es kann sich wiederum entweder eine offene oder eine geschlossene Tuberkulose entwickeln.

Symptome und Befunde

Eine latente TB-Infektion verursacht in der Regel keine Symptome, so dass ein Betroffener bereits jahrelang infiziert sein kann, ohne es selbst bemerkt zu haben. Die Diagnose wurde bisher meistens anhand der positiven Reaktion in den verfügbaren Tuberkulose-Hauttests gestellt. Heute stehen allerdings mit den Bluttests, die direkt die spezifische Immunität gegen Tuberkuloseerreger messen, wesentlich sensitivere, schnellere und bessere Methoden zur Verfügung, die den Patienten weniger belasten.

Die Symptome bei einer aktiven Verlaufsform der Tb hängen wesentlich davon ab, welche Organsysteme betroffen sind.

Die klassischen Symptome, die in erster Linie mit einer pulmonalen Manifestation assoziiert sind, umfassen:

Eine extrapulmonale Manifestation kann mit nur wenigen bis hin zu ausgeprägten Symptomen einhergehen. Dazu gehören:

  • Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen (spinale Tb)
  • Schwäche infolge einer Anämie
    (Tb-Infiltration des Knochenmarks)
  • Gelenkschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Genitalien oder
    der Fortpflanzungsorgane mit möglicher Infertilität
  • Abdominelle Schmerzen
  • Fieber und Dyspnoe bei Befall des Herzbeutels (Perikard)
    bei hämatogener Streuung im Rahmen einer Miliar-Tb
  • Verwirrung, mentale Veränderungen, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen bis hin zu Koma (Tb-Befall des ZNS)

Es gilt allerdings zu berücksichtigen, dass all diese Symptome unspezifischen Charakter haben und somit auch mit anderen Erkrankungen assoziiert sein können. Die Diagnose einer aktiven Tb wird letztendlich nur durch einen positiven Erregernachweis aus Körperflüssigkeiten oder Gewebeproben gesichert.

Diagnose & Krankheitsverlauf

· Nachweis einer latenten Infektion:

Bei Verdacht auf das Vorliegen einer Tb wurde bisher zunächst ein Hauttest (Tuberkulin-Test) durchgeführt. Dieser Hauttest wird nicht routinemäßig, sondern gezielt bei Risikopatienten oder Kontaktpersonen eingesetzt. Bisweilen ist der Tuberkulin-Test auch Bestandteil einer betriebs- oder amtsärztlichen Untersuchung vor Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit mit großem Publikumsverkehr oder auch bei Kindern vor Beginn der Schulzeit. Seit einigen Jahren steht ein Stimulationstest aus dem Blut zur Verfügung. Dieser hat sich mittlerweile in vielen Bereichen als überlegen erwiesen und löst mehr und mehr den Hauttest als Screeningmethode ab. Ein positiver Hauttest oder Stimulationstest kann dabei auf das mögliche Vorliegen einer latenten Tb hinweisen, erfordert allerdings die Bestätigung durch weitere Untersuchungen wie z. B. eine Röntgenaufnahme der Lunge.

Nachweis einer aktiven Infektion:

Zur Diagnose einer pulmonalen Tb-Manifestation wird versucht, die Erreger aus drei bis fünf Sputum-Proben (bevorzugt morgens) anzuzüchten. Bei einem extrapulmonalen Verlauf werden je nach Organlokalisation verschiedene Probenmaterialen verwendet, um den Erregernachweis zu führen. Diese können beispielsweise Magenspülungen oder mehrere aufeinander folgende Urinproben sein. Manchmal können auch eine Liquorpunktion oder eine Biopsie notwendig sein, wenn z. B. das ZNS oder die Haut befallen ist.

Ein erster Hinweis auf das Vorliegen einer Tb liefert das charakteristische Färbe-Verhalten der Mykobakterien im nach Ziel-Neelsen gefärbten Ausstrich. Da nämlich Mykobakterien eine sehr ausgeprägte Zellwand haben, können sich hier bestimmte Farbstoffe besonders gut eingelagert und werden nach dem Färbevorgang nur schwer wieder ausgewaschen – auch nicht durch „saure“ Waschlösungen, deshalb die Bezeichnung „säure-fest“. Allerdings kann mit dieser Methode nicht zwischen den einzelnen Mykobakterien-Spezies unterschieden werden. Eine sensitivere Färbung ist mit einem Fluoreszenzfarbstoff (Auramin) möglich. Für die Auswertung wird dann allerdings ein Fluoreszenzmikroskop benötigt, das nicht in jedem Labor zur Verfügung steht.

Mittels einer PCR (Polymerase chain reaction) kann darüber hinaus das genetische Material der Mykobakterien durch Amplifiaktion der DNA nachgewiesen werden. Mit dieser Methode kann auch genauer die vorliegende Unterart der Mykobakterien (M. tuberculosis ist die häufigste Variante) identifiziert werden. Sowohl eine positive PCR, als auch eine positive Histologie müssen durch eine Anzucht (Kultur) der Mykobakterien bestätigt werden, bevor die Diagnose einer Tb als sicher gelten kann.

Die Anzucht der langsam-wachsenden Mykobakterien gestaltet sich schwierig und gelingt normalerweise nur auf angereicherten Nährböden. Gelingt sie allerdings, so ist die Diagnose definitiv gesichert und nach einer zusätzlichen Resistenztestung kann auch einer Aussage darüber gemacht werden, gegenüber welche Antibiotika der voliegende Stamm sensibel ist oder ob evtl. sogar eine MDR vorliegt. Die Problematik der Anzüchtung von Mykobakterien besteht darin, dass sie sehr lange Zeit (bis zu mehreren Wochen) in Anspruch nimmt.

Bei einer bereits bekannten Tb werden die kulturelle Anzucht und die Mikroskopie häufig auch zur Therapie- und/oder Verrlaufskontrolle herangezogen.

Bildgebende Verfahren

Sowohl die aktive als auch die latente Verlaufsform der Tb weisen bestimmte röntgenologische Charakteristika insbesondere im Röntgen-Thorax auf. Dazu gehören z. B. Kavernen (Hohlräume im Lungengewebe), Rundherde und auch Kalzifikationen in Organen ausserhalb des Skelettsystems wie Lunge oder Nieren.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Grob geschätzt ist davon auszugehen, dass etwa 1% der Weltbevölkerung mit den für die Tuberkulose verantwortlichen Bakterien infiziert ist. Hierbei gilt jedoch im Auge zu behalten, dass die meisten Infektionen mit diesen Bakterien nicht zu einem Ausbruch der Tuberkulose führen, sondern gänzlich asymptomatisch bleiben. Insgesamt verbleiben tatsächlich 90 bis 95% aller Ansteckungen ohne weitere Symptome. Für das Jahr 2012 ließen sich auf einer weltweiten Skala etwa 8.6 Millionen chronische Fälle von Tuberkulose nachweisen. Darüber hinaus konnte man ca. zwischen 1 Million und 1,5 Millionen Todesfälle registrieren, die direkt auf eine Tuberkulose zurückzuführen waren. Davon fanden die meisten in Entwicklungsländern statt. Zudem litten etwa 300.000 der gestorbenen Menschen zusätzlich zur TBC noch an HIV oder AIDS.

Hierdurch ist die Tuberkulose statistisch gesehen die am zweithäufigsten auftretende Todesursache, der eine infektiöse Krankheit zugrunde liegt. Allein HIV und AIDS überholen sie noch. Glücklicherweise jedoch kann man seit Beginn diesen Jahrtausends einen stetigen Rückgang der Erkrankten und der Todesfälle in Bezug auf Tuberkulose beobachten. Allein in China war es dank einer Reform der medizinischen Versorgung möglich, den Quotienten an Erkrankten im letzten Jahrzehnt um immense 80% zu reduzieren. Nichtsdestotrotz gibt es noch einige Staaten und Länder, in denen die Zahlen von Erkrankten ansteigen oder zumindest konstant bleiben. Hierbei sind insbesondere afrikanische Staaten zu nennen. Eine potentielle Verbesserung der Lage ist dort zusätzlich dadurch erschwert, dass viele der Tuberkulosekranken ebenso an AIDS leiden. Eine Heilung oder eine Therapie, die darauf abzielt, die Symptome zu lindern, ist damit faktisch ausgeschlossen.

Das Geschlecht scheint bei der Erkrankung keinerlei Rolle zu spielen. Zumindest waren keine signifikanten Häufungen dahingehend zu beobachten. Das Alter dagegen ist ein wesentlich wichtigerer Faktor. Potentiell kann die Erkrankung zwar jeden betreffen, ein vorangeschrittenes Alter jedoch erhöht das allgemeine Risiko daran zu erkranken teilweise sehr stark.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, ist die gewissenhafte Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten von äußerster Wichtigkeit in Bezug auf die Behandlung. Mit dem stetigen Voranschreiten der modernen Schulmedizin, kommt es zwar immer seltener zu fehlerhaften Diagnosen, aber dennoch sind selbige nicht auszuschließen. Eine Fehlinterpretation der gesammelten Daten kann im Zweifel für große Probleme sorgen. Hierunter fallen vorallem Verzögerungen in der Therapie selbst und damit einhergehende allgemeine Verschlechterungen des Wohlbefindens des Patienten.

Dennoch ist die Chance auf eine Fehldiagnose sehr gering. Dies sollte man stets im Hinterkopfe behalten. Es ist also durchaus unwahrscheinlich, Opfer einer fehlerhaften Diagnose zu sein und dadurch Einbußen während der Behandlung und der Therapie hinnehmen zu müssen.

Komplikationen bei der Krankheit

Im Laufe einer Tuberkulose kann es durchaus zu Komplikationen kommen, diese drücken sich zumeist in einer die Hautpkrankheit begleitenden Erkrankung aus. Solche können u.a. sein:

  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Abszesse und Ödeme in der Lunge
  • Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS)
  • Pneumatozele (Lungenvorfall)
  • Empyem (Eiteransammlung)
  • Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)
  • Pleuraerguss Flüssigkeitsansammlung im bereich des Brustfelles (Pleura))
  • Bakteriämie (Bakterien können von der Lunge ins Blut gelangen)

In aller Regel bedeuten diese ungewollten Begleiterscheinungen ein erhöhtes Leiden für den Patienten und verlangsamen den Prozess der Heilung teils sehr stark. Nichtsdestotrotz ist den meisten Komplikationen gut und sicher entgegenzuwirken, wenngleich sie auch nicht immer zu verhindern sind.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte einen Arzt konsultieren, wenn man Beschwerden beim Atmen verspürt, Schmerzen im Bereich der Brust hat, unter dauerhaftem Fieber von mehr als 39C° leidet oder konstant hustet, insbesondere dann, wenn dem Husten Sputum mit Blut oder Eiter beigemischt ist.

Darüber hinaus gibt es auch Risikogruppen, die selbst beim geringsten Verdacht einen Arzt aufsuchen sollten. Zu diesen gehören:

  • Menschen jenseits der 65
  • Kinder unter dem 10. Lebensjahr, die Anzeichen und Symptome einer Lungenentzündung aufweisen
  • Personen mit bereits vorhandenen Erkrankungen der Lunge oder Atemwege
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
  • Personen die mit HIV infiziert sind

Besonders ältere Personen erliegen der Schwindsucht relativ häufig. Darum sollten gerade diese Personen nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.


Behandlung & Therapie

Unabhängig davon, ob eine offene oder eine geschlossene Tuberkulose vorliegt, ist eine Therapie unabdingbar. Im Fall einer offenen Tuberkulose wird die erforderliche Behandlung stationär durchgeführt. Ergibt die Untersuchung des Patienten eine unkomplizierte Tuberkulose, wird standardmäßig sechs Monate lang mit Antibiotika behandelt, die die Erreger abtöten. Während der ersten zwei Monate der Therapie erhält der Patient vier Arzneimittel (Ethambutol, Isoniazid, Pyrazinamid und Rifampicin) in den anschließenden vier Monaten müssen nur noch zwei unterschiedliche Wirkstoffe (Isoniazid und Rifampicin) eingenommen werden.

Da die meisten Patienten in der Anfangsphase die Erreger weitergeben können, ist eine isolierte Unterbringung erforderlich. Obgleich die gegen Tbc eingesetzten Wirkstoffe als gut verträglich gelten, kann es natürlich auch zu Nebenwirkungen kommen. Über solche Nebenwirkungen ist der behandelnde Arzt schnellstmöglich zu informieren, um gegebenenfalls ein Medikament durch ein anderes ersetzen zu können. Ohnehin sind regelmäßige ärztliche Kontrollen hinsichtlich der Genesung angezeigt. Da Tbc zu den Erkrankungen zählt, für die an HIV Erkrankte anfällig sind, empfehlen Experten die Durchführung eines HIV-Tests bei Tuberkulosepatienten.

Sollte der Test positiv ausfallen, ist diese Erkrankung gleich mitzubehandeln. An Tuberkulose erkrankte Kinder werden nur mit drei Wirkstoffen behandelt: Ethambutol wird ausgelassen. Sollten Patienten Unverträglichkeiten aufweisen, kann auf den Wirkstoff Streptomycin zurückgegriffen werden. Kompliziert ist die Behandlung von Tbc dann, wenn Bakterien gefunden werden, die gegen die normalerweise eingesetzten Antibiotika resistent sind. Dementsprechend ist die Verordnung anderer Antibiotika erforderlich. Allerdings sind für eine Überprüfung der Resistenzen wenigstens zehn Tage einzuplanen. Um eine multiresistente Tuberkulose erfolgreich behandeln zu können, muss der Patient etwa 21 Monate lang mehrere Medikamente einnehmen. Inzwischen ist es üblich, multiresistente Tuberkulosen auch mit neueren Präparaten zu behandeln.

Ebenso wie für eine multiresistente Tuberkulose sind auch für komplizierte Tuberkulosen längere Behandlungszeiträume erforderlich. Beispiele sind eine Miliartuberkulose und eine Meningitis. Unter anderem muss die Gesamtbehandlungsdauer auf bis zu 12 Monate verlängert werden und es sind zusätzliche Medikamente (wie Prednisolon oder Dexamethason) einzunehmen.

Therapie einer latenten Infektion

Die Entscheidung, eine latente Infektion zu behandeln trifft der Betroffene gemeinsam mit dem behandelnden Arzt. Wenn die nachgehenden Untersuchungen keinerlei Hinweis auf eine Reaktivierung geben und das Risiko des Patienten für eine solche nicht stark erhöht, besteht nicht unbedingt eine Therapie-Indikation. Es reicht dann aus, in bestimmten Abständen den Gesundheitszustand des Patienten zu kontrollieren, da ca. 90 % der latent Infizierten nie eine Reaktivierung erfahren.

Besteht allerdings aus oben genannten Gründen die Indikation zur Einleitung einer antibiotischen Therapie, so ist es erforderlich eine Kombination von mehreren Antibiotika über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten einzunehmen. Fester Bestandteil dieser Kombination sollte das Antibiotikum Isoniazid sein. Es ist besonders wichtig, die Medikamente regelmäßig und zuverlässig einzunehmen, um sicherzustellen, dass alle latent vorhandenen Mykobakterien abgetötet werden. Da diese Medikamente zu einer toxischen Leberschädigung führen können, müssen darüber hinaus in regelmäßigen Abständen die Leberwerte kontrolliert werden, um dies frühzeitig zu erkennen.

Therapie einer aktiven Tuberkulose

Eine aktive Tb bedarf in jedem Fall einer antibiotischen Kombinationstherapie über mindestens 6 Monate. Die Therapiedauer richtet sich dabei nach den Ergebnissen der zur Kontrolle des Therapieerfolgs durchgeführten Untersuchungen wie z. B. bakterieller Anzucht mittels Kultur.

In der Regel verschwinden die Symptome einige Wochen nach Therapiebeginn. Dennoch ist es essenziell wichtig, die Medikamente über einen längeren Zeitraum einzunehmen, da nur dann die Abtötung sämtlicher Bakterien gewährleistet und ein Wiederaufflammen der Infektion in stärkerem Ausmaß als zuvor verhindert werden kann. Der Mykobakterien-Stamm kann dann gegen die ursprüngliche Antibiotika-Kombination resistent geworden sein, so dass die Einnahme von Medikamenten mit stärkeren Nebenwirkungen erforderlich wird.

Das öffentliche Gesundheitswesen fordert, dass bei Personen mit nachgewiesener Tb die zuverlässige Medikamenteneinnahme und Mitarbeit seitens des Patienten strikt überwacht werden sollte z. B. im Rahmen einer DOT (Directly observed chemotherapy), um die Rezidivrate zu senken.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die Prävention der Tb orientiert sich in erster Linie daran, die Ansteckungsgefahr für gesunde Personen, die von Infizierten ausgeht zu minimieren.

Ausserdem steht hinsichtlich der Prävention ein Lebendimpfstoff (BCG: Bacille Calmette-Guerin) zur Verfügung, der in Teilen der Welt, in denen die Tb noch häufiger vorkommt, routine-mäßig eingesetzt wird. Mit diesem Impfstoff kann eine Infektion allerdings nicht 100 %ig verhindert werden. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass nach einer Impfung die Ergebnisse des Tuberkulin-Hauttests nicht mehr verwertet werden können, da sie falsch-positiv ausfallen können. Deshalb wird der Impfstoff in den USA nicht mehr großflächig eingesetzt.

Prognose zur Heilung

Die Prognose auf Heilung ist, was Tuberkulose angeht, in aller Regel eher mau. Die Sterblichkeitsrate in Deutschland liegt zwar bei unter einem Prozent, damit ist die Krankheit aber auf einem globalen Niveau nicht ebenso gut behandelbar.

Darüber hinaus kommt es bisweilen vor, dass gewisse ungewollte Begleiterscheinungen auftreten, die die Chancen auf Heilung verschlechtern. Auch die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe kann die Prognose deutlich verschlimmern. Starke Raucher, ältere Menschen und Personen mit allgemein schlechtem Gesundheitszustand sterben statistisch gesehen wesentlich häufiger an der Schwindsucht, als gesunde Menschen.


Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige einfache und doch sehr wirkungsvolle Hausmittel, die zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung der Tuberkulose oder vorbeugend gegen eine solche anzuwenden sind:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Tuberkulose das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Tuberkulose fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Schwindsucht kann jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Tuberkulose-Erkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abhusten des Sputums und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf Tuberkulose sehr wichtig sein, insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit einer Tuberkulose pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.

Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Ebenso wie Hausmittel, gibt es auch eine große Bandbreite an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für die Schwindsucht, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit Schwindsucht sehr stark erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es bleibt hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet.
  • Terpentin – Das Einreiben der Brust mit geringen Mengen von Terpentin gilt manchen Heilpraktikern als hilfreiche Methode bei der Behandlung von Tuberkulose. Obwohl manche Patienten auf diese Methode schwören, raten wiederum viele andere Personen davon ab. Eine Evaluation des möglichen Nutzens mit dem Heilpraktiker des Vertrauens ist deshalb dieses Mittel betreffend unerlässlich.
  • Gurgeln mit Salzwasser – Hierzu fülle man ein großes Glas mit lauwarmem Wasser, gebe einen Teelöffel Salz dazu, lasse das Salz sich auflösen und gurgle damit. Bei dieser Anwendung kommt es besonders bei Neueinsteigern Häufig zu starkem Würgereiz. Hat man diesen jedoch unter Kontrolle gebracht, so hilft diese Methode dabei, den durch Husten belasteten hals zu beruhigen. darüber hinaus ist dies auch ein gutes prophylaktisches Mittel bei Halsentzündungen im Allgemeinen.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Lunge ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung der Lunge, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit.

Behandlungen

Etwaige alternative Behandlungsmethoden sind unter anderem:

  • Atemübungen
  • Blasrohrschießen
  • Auflagen und Aufgüsse
  • Dampfbäder

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kamille
  • Kiefer
  • Pfefferminze
  • Thymian

Die hier genannten Heilkräuter sind entweder als Tee oder Aufguss zu konsumieren oder getrocknet, bzw. frisch zu nehmen. Auch ein Duftbeutel, der im Bedarfsfall unter die Nase zu halten ist, kann ein gutes Mittel der Medikation sein.

Über die genauen Mengenangaben sollte man sich mit einem Heilpraktiker auseinandersetzen. Diese wissen oft genau, welche Mengen zum Erreichen welchen Effekts notwendig sind. Zudem haben sie häufig bereits fertige Produkte in ihrem Repertoire, die sie gegen ein Entgelt zur Verfügung stellen.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Eukalyptus
  • Melisse
  • Zitrone
  • Salbei
  • Zimt
  • Myrtenheide

Ätherische Öle dienen primär der Benutzung im Rahmen einer sog. Aromatherapie. Sprich der Verwendung in einer dafür vorgesehenen Duftlampe. Bisweilen sind sie aber auch äußerlich anzuwenden. Hier sollte man unbedingt Rücksprache mit einem Sachverständigen halten, was Dosierung und Art der Anwendung angeht. Teils wirken ätherische Öle stärker als man glaubt und können die ohnehin belastete Lunge somit leicht überfordern.

Des Weiteren kann man im Falle der Tuberkulose oder auch sonstiger Atembeschwerden, einen Tropfen Eukalyptus Öl auf ein Taschentuch geben und direkt einatmen. Das schafft in vielen Fällen direkte und effektive Linderung der Symptome, wie Husten usw.


Homöopathie

  • Antimonium tartaricum
  • Aralia racemosa
  • Grindelia
  • Senega
  • Kalium carbonicum
  • Sambucus nigra

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Diät & Ernährung

Eine allgemeine gesunde Ernährungsweise ist oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es jedoch keine. Dennoch empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen der Lunge oftmals erschwert oder gar auslöst.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und gemeinsam mit ihm einen Langzeitplan die Ernährung betreffend erstellen.


Alternative Behandlungen

Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

FAQ – Fragen & Antworten

Wie kann ich als Infizierter dazu beitragen, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern?
– Zunächst sollte man damit beginnen, alle verschriebenen Medikamente exakt so einzunehmen, wie Doktor und medizinisches Pflegepersonal es angewiesen haben. Darüber hinaus sollte man auch, insofern man nicht stationär behandelt wird, alle Termine zur Nachuntersuchung wahrnehmen und keinen davon auslassen aus welchen Gründen auch immer. Auch sollte man darauf achten, dass man den Kontakt zu anderen Personen möglichst minimiert. Besonders direkter Kontakt zu potentiell gefährdeten Menschen wie Kindern und älteren Personen sollte man nach Möglichkeit unterbringen. Im Zweifelsfalle ist es überdies förderlich, wenn man sich in ein Krankenhaus begibt, um sich dort für die Dauer der Ansteckungsfähigkeit der Krankheit isolieren zu lassen. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Und es dürfte niemandem daran gelegen sein, als Patient X einer TBC-Epidemie in die Geschichte einzugehen.

Was versteht man unter „Multiresistenten Erregern“ in Bezug auf eine Tuberkulose?
– Hierbei handelt es sich um Bakterien, die eine Tuberkulose auslösen können, aber nicht mit den herkömmlichen Medikamenten behandelbar sind. Diese Resistenz gegenüber gängiger Arzneien ist als eine Art Evolution des betreffenden Bakteriums selbst zu verstehen. Es ist ihm im laufe der Jahre gelungen, sich dergestalt zu verändern, dass die üblich verabreichten Medikamente kein Hindernis mehr für es darstellen. Das erschwert natürlich nicht nur die Behandlung, sondern erhöht auch das Risiko schneller und flächendeckender Ausbreitungen des korrespondierenden Leidens.

Wie kann man sich überhaupt mit einer Tuberkulose anstecken?
– Glücklicherweise ist es kein allzu leichtes unterfangen, sich mit der Tuberkulose zu infizieren. Es bedarf hierfür eines direkten Umgangs mit einer bereits infizierten Person. Das heißt kurzum, dass im Grunde nur die Personen tatsächlich gefährdet sind, die entweder Schwindsüchtige Pflegen oder mit ihnen zusammen wohnen. Eine Übertragung der iren durch die Luft über größere Distanzen hinweg ist faktisch ausgeschlossen. Damit zählen normale Bürger nicht zu der besonders ansteckungsgefährdeten Gruppe.

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