Dengue-Virus

Stechmücken Malarone Dengue-Virus

Der Dengue-Virus führt zu hohem Fieber und weiteren Symptomen

Das Dengue-Virus wird von Stechmücken auf Menschen und Primaten übertragen. Es löst Fieber und Muskelschmerzen aus, welche über mehrere Tage hinweg anhalten. Deshalb heißt die verursachte Erkrankung auch Dengue-Fieber. Dengue-Fieber tritt in den subtropischen und tropischen Regionen der Welt auf.

Erfahren Sie nachfolgend unter anderem, wie es zur Übertragung kommen kann, wie schnell sich der Virus ausbreitet, was die Folgen sind und zu welchen Krankheiten und Beschwerden es kommen kann.
Unter anderem gehen wir hier auch auf die am häufigsten betroffenen Regionen, den Krankheitsverlauf sowie die typischen Symptome ein.

Was ist ein Dengue-Virus?

Das Dengue-Virus besitzt eine einzelsträngige RNA, welche über eine positive Polarität verfügt. Deshalb gehört das Dengue-Virus auch zur Flaviviridae-Familie. Das Genom befindet sich in einem Nukleokapsid. Insgesamt gibt es vier Unterarten des Dengue-Virus. Sie werden durchnummeriert mit DENV und den Zahlen ein bis vier. Übertragen wird der Dengue-Virus von Stechmücken und Zecken. Bei den Stechmücken erfolgt die Übertragen vor allem über die Aedes-Mücke.

Das Dengue-Virus verursacht bei Säugetieren, Menschen und sogar Vögeln das Dengue-Fieber. Bei Kindern kann es sogar das Dengue-Schock-Syndrom auslösen. Dies kann tödlich für Kinder sein. Das Dengue-Schock-Syndrom kommt aber im Vergleich zum Dengue-Fieber nur sehr selten vor.

Bisher gibt es noch keinen Impfstoff gegen den Dengue-Virus. Der beste Schutz ist deshalb, dafür zu sorgen, dass man erst gar nicht gestochen wird.

Deshalb empfehlen sich für subtropische und tropische Regionen lange und helle Kleidung zusätzlich zu einem Insektenspray mit zum Beispiel DEET. Insektensprays mit dem Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid) hat eine toxische Wirkung bei Mücken. Es sollte nicht bei Kindern unter zwei Jahren und bei schwangeren oder stillenden Frauen verwendet werden.


Vorkommen & Verbreitung

Das Dengue-Virus kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor. Zur Übertragung werden Stechmücken oder Zecken benötigt. Dabei bilden Stechmücken und Zecken nur den Zwischenwirt für das Virus.

Die Stechmücken, die den Dengue-Virus übertragen, gehören zur Gattung Aedes. Diese sind zum Beispiel die Polynesische Tigermücke, die Asiatische Tigermücke und die Gelbfiebermücke. Durch den Klimawandel breitet sich vor allem die Asiatische Tigermücke immer weiter Richtung Europa aus.

Fieber, Schüttelfrost

Der Dengue-Virus ist vor allem für Kinder gefährlich

Der Dengue-Virus breitet sich sehr schnell weltweit aus. 2010 sind im Vergleich zu 1960 30 Mal mehr Menschen an Dengue-Fieber erkrankt. In Deutschland ist die Krankheit außerdem meldepflichtig. Das soll dabei helfen, die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Da die Krankheitssymptome beim Dengue-Fieber sehr unspezifisch sind, können die Zahl der Erkrankungen nur geschätzt werden. Jährlich infizieren sich schätzungsweise bis zu 100 Millionen Menschen. Manche Schätzungen Gehen von Zahlen von bis zu 390 Millionen aus. Insgesamt sterben ca. 22.000 Menschen jährlich am Denguefieber. Davon sind meist Kinder betroffen.

Tödlich wird der Dengue-Virus, wenn das Dengue-Schock-Syndrom (DSS) oder Hämorrhagisches Denguefieber (DHF) auftritt. Beim Hämorrhagischen Denguefieber kommt es zusätzlich noch zu inneren Blutungen. Diese schwere Form des Dengue-Fiebers tritt bei eins bis fünf Prozent der infizierten Menschen auf.

In Deutschland werden jährlich bis zu 600 Fälle von Dengue-Fieber gemeldet. Dabei handelt es sich in der Regel um Touristen, die das Dengue-Fieber aus dem Urlaub mitgebracht haben. Die Inkubationszeit liegt im Bereich von drei bis 14 Tagen.


Eigenschaften & Übertragung

Das Dengue-Virus wird nur von den weiblichen Stechmücken übertragen. Denn weibliche Mücken saugen Blut, damit sie anschließend ihre Eiablage machen können. Männliche Stechmücken sind daher keine Überträger des Dengue-Virus. Sticht eine nicht infizierte weibliche Mücke einen Menschen, der den Dengue-Virus in sich trägt, kann sie beim nächsten Stich den Virus wieder weiterübertragen.

Gleichzeitig gibt jedes infizierte Weibchen den Dengue-Virus an ihre Kinder weiter. So breitet sich der Dengue-Virus schnell aus und es ist schwierig, die Übertragungskette zu unterbrechen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Dengue-Fieber tritt vermehrt in städtischen Gebieten auf. Um ihre Eier ablegen zu können, benötigt die Stechmücke Wasser. Dabei reichen bereits kleinste Wasserpfützen aus. Selbst längere Trockenperioden können die Eier meist unbeschadet überstehen. Stechmücken stechen bevorzugt morgens und abends in den Dämmerstunden.

Deshalb ist es wichtig, sich besonders zu dieser Zeit mit langer heller Kleidung und einem entsprechenden Insektenspray zu schützen. Denn Impfungen gegen den Dengue-Virus gibt es noch nicht. Ist keine Klimaanlage für den Schlafbereich vorhanden, empfehlen sich Moskitonetze direkt über dem Bett. Damit kann man sich am besten vor Stichen schützen. Denn das Vorbeugen von Stichen ist der beste Schutz vor dem Dengue-Virus.

Am häufigsten kommt der Dengue-Virus in folgenden Regionen vor:

  • Zentralafrika
  • Lateinamerika
  • Südostasien
  • Indien
  • Teile der USA (Hawaii und südliche Teile)
  • Neukaledonien

Damit die Stechmücken überleben können benötigen sie eine Mindesttemperatur von 10 °C. Bei kälteren Temperaturen wird die Stechmücke und somit auch der Dengue-Virus abgetötet.


Krankheiten & Beschwerden

Nach der Inkubationszeit, welche im Bereich von drei bis 14 Tagen liegt, treten die ersten Symptome auf:

Erste Hilfe bei Fieber

Beim Dengue-Fieber steigt die Temperatur plötzlich an

Das Fieber tritt plötzlich auf und erreicht Temperaturen von ca. 40 °C. Begleiterscheinungen sind Muskelschmerzen, Knochenschmerzen, Kopf– und Gelenkschmerzen.

Diese Schmerzen können sehr stark werden. Deshalb wird das Dengue-Fieber auch als Knochenbrecherkrankheit bezeichnet. Häufig haben betroffene Personen Probleme beim Gehen und Stehen.

Weitere Symptome, die vorkommen, sind:

Die rote Verfärbung der Haut tritt meist zu Beginn der Krankheit auf. Zahnfleischbluten und Nasenbluten kann ebenfalls auftreten. Die Krankheitssymptome sind drei bis fünf Tage vorhanden. Treten keine Komplikationen im Krankheitsverlauf auf, bleiben nach Abklingen der Symptome keine Langzeitschäden zurück.

Es gibt aber auch schwere Verläufe des Dengue-Fiebers, wie das hämorrhagische Denguefieber. Dabei treten neben den bereits genannten Symptomen innere Blutungen auf. Blutungen im MagenDarm-Trakt machen sich durch Blut im Stuhlgang und Blut im Erbrechen bemerkbar.

Selbst Blutungen in der Lunge und im Gehirn können vorkommen. Bei großem Blutverlust kann es zu einem Schock und Kreislaufversagen kommen. Wird der schwere Verlauf des Dengue-Fiebers nicht behandelt, kann es tödlich enden.

Bei einer Dengue-Virus-Infektion ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während der Erkrankung sehr wichtig. Denn in dieser Zeit braucht der Körper besonders viel Flüssigkeit. Außerdem sollten keine Medikamente verwendet werden, die eine blutverdünnende Wirkungen haben, so wie Ibuprofen oder Aspirin.

Denn dies kann auch Blutungen im Körper auslösen. Treten Anzeichen von inneren Blutungen auf, sollte man unverzüglich einen Arzt kontaktieren.

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