Malarone

Zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria

Malarone – Informationen

  • Hersteller: Docpharm Arzneimittelvertrieb GmbH&co.kg Aa
  • PZN: 04739819
  • Rezeptpflichtig: Ja
  • Art: Filmtabletten
  • Menge: 12 Stück

Wirkung & Anwendung

Malaria ist eine Tropenkrankheit, die sich meist durch hohes Fieber auszeichnet. Malaria wird auch umgangssprachlich als Wechselfieber, Sumpffieber oder Kaltes Fieber bezeichnet. Malaria wird durch besondere Parasiten hervorgerufen.

Die Tropenkrankheit ist in Deutschland nicht verbreitet und kommt in der Regel nur in den Subtropen und den Tropen vor.

In der Regel wird Malaria durch einen Stich von Moskitos übertragen. Allerdings sind nicht alle Moskitos dazu in der Lage. Nur die weiblichen Moskitos der Gattung Anopheles können für Tropenkrankheit verbreiten.

Außerhalb der Subtropen und der Tropen wird Malaria nur dann diagnostiziert, wenn ein gestochener Mensch mit dem Luftverkehr wieder in seine Heimat zurückkehrt. Aber auch die Moskitos können via Luftverkehr in andere Regionen gelangen. Dann spricht man von der sogenannten Flughafen-Malaria.

Die Flughafen-Malaria betrifft dann nicht nur alle Bediensteten im Flughafen, sondern alle Personen, die sich im direkten Umfeld befinden.


Malaria & Symptome

Stechmücken Malarone

Etwa 2 Wochen nach dem Stich, treten die ersten Symptome auf

Malaria ist eine Krankheit, die nur durch eine Bluttransformation oder einen Laborunfall weitergegeben werden kann. Eine Mensch-zu-Mensch Ansteckung ist nur in den seltensten Fällen möglich und betrifft dann meist das im Mutterleib befindliche Kind. Die Inkubationszeit von Malaria liegt bei etwa 12 Tagen. Das bedeutet, nach dem Moskito-Stich bis zur Einlieferung ins Krankenhaus vergehen bis zu 14 Tage.

Die eindeutigen Anzeichen einer Malaria-Erkrankung sind meist Schüttelfrost und Fieber. Grundsätzlich beginnt der Ausbruch mit einem Frösteln und dann folgt ein heftiger Temperaturanstieg. Die beiden Symptome wechseln sich über den gesamten Zeitraum ab. Dazu kommen starke Schweißausbrüche.

Allerdings sollte man bei einem hohen Fieber nicht gleich in Panik ausbrechen, denn gerade Kinder können regelmäßig Fieber über 39,5 Grad haben. Das hohe Fieber sorgt dann für zentrale Komplikationen und die Folge davon ist das Koma. Eine Komplikation bei Malaria ist die Bewusstseinsstörung. Lähmungen und Krampfanfälle können auftreten.


Stichen vorbeugen

Damit kein Infektionsrisiko besteht, gibt es empfohlene Medikamente und Hilfsmittel, die dafür sorgen, dass die Insekten gar nicht erst die Möglichkeit zum Stechen bekommen. Die Mediziner sagen, der beste Schutz vor Malaria ist das Verhindern eines Moskitostichs. Dazu gibt es einige insektenabweisende Mittel und ein Moskitonetz.

In den Touristengebieten verfügen die meisten Hotelzimmer oder die anderen Unterkünfte über ein Moskitonetz. Aber die insektenabweisenden Mittel gehören zur Reiseapotheke des Urlaubers. Ein Medikament zur Vorbeugung von Malaria ist Malarone.

Malarone ist ein Arzneimittel, das aus zwei Wirkstoffen besteht, Atovaquon und Proguanilhydrochlorid. Malarone wird meist dann empfohlen, wenn andere Malaria-Mittel keine Wirkung mehr zeigen. Grundsätzlich wird Malarone nur zur Vorbeugung eingesetzt, ist aber auch ein gutes Mittel zur Behandlung.


Einnahme & Dosis

Unterschiedliche Dosierung zur Vorbeugung und zur Behandlung von Malaria

Malarone

Die Dosierung ist von diversen Faktoren abhängig

Malarone muss jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden. Am besten wirken die beiden Inhaltsstoffe, wenn sie zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Milchprodukte eignen sich hervorragend zur Unterstützung.

Es kann es passieren, dass der Patient die Nahrung nicht einhalten kann und schon nach kurzer Zeit erbricht. Dann muss die Einnahme von Malarone unbedingt wiederholt werden.

Bei der Dosierung wird zwischen der Vorbeugung (Prophylaxe) und der Behandlung unterschieden. Zur Vorbeugung muss Malarone zwischen 24 und 48 Stunden vor der Abreise eingenommen werden. Schon bei der Einnahme sollte die Dauer des Aufenthaltes beachtet werden.

Die Dauer sollte 28 Tage nicht überschreiten. Bis zu 7 Tage nach der Abreise aus dem Malariagebiet muss Malarone weiterhin eingenommen werden, um die Wirkung beizubehalten. Bei der Einnahme wird auch zwischen der Vorbeugung und der Behandlung unterschieden.

Bei der Vorbeugung sollten:

  • Erwachsene 1 Tablette am Tag einnehmen, ab 48 Stunden vor der Abreise.
  • Personen, die unter 40kg Körpergewicht liegen, dürfen das Arzneimittel überhaupt nicht einnehmen.

Zur Behandlung von Malaria wird auf eine andere Dosierung geachtet:

  • Erwachsene müssen 4 Tabletten einnehmen und das an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Bei Kindern mit einem Körpergewicht zwischen 11 bis 20 kg sollten täglich 1 Tablette an drei aufeinanderfolgenden Tagen einnehmen.
  • Bei einem Körpergewicht zwischen 21 bis 30kg jeweils 2 Tabletten, bei 31 bis 40kg jeweils 3 Tabletten.
  • Aab einem Körpergewicht von 40kg bekommen Kinder die gleiche Dosierung wie ein Erwachsener.

Eine Studie hat bewiesen, dass die Dosierung für ältere Patienten nicht verändert werden muss. Hier gilt die gleiche Dosierung wie bei den Erwachsenen. Patienten, die über eine eingeschränkte Leber– oder Nierenfunktion verfügen, können Malarone ebenfalls ganz normal einnehmen und müssen keine Dosierungsänderungen vornehmen.


Nebenwirkungen

Das Kombinationsmittel Malarone kann seltene Nebenwirkungen auslösen

Das Arzneimittel Malarone besteht aus Atovaquon und Proguanilhydrochlorid, und ist somit ein Kombinationsmittel. Alle Arzneimittel können die unterschiedlichsten Nebenwirkungen auslösen. Neben der Kombination der beiden Wirkstoffe können auch die einzelnen Wirkstoffe Nebenwirkungen auslösen.

Anämie - Blutbild, Nasenbluten Symptome Malarone

Wie jedes Medikament, so kann auch Malarone zu Nebenwirkungen führen

Grundsätzlich sind bei der Einnahme von Malarone, egal ob bei der Vorbeugung oder bei der Behandlung die eventuell aufkommenden Nebenwirkungen leicht und nur begrenzt. Andere Informationen sind bisher nicht bekannt.

Die Wirkstoffe werden mit einigen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, darunter Anämie und Neutropenie im Blut und im lymphatischen System. Im metabolischen System und Endokrines kann es zu Hyponatriämie oder Anorexie kommen.

Der MagenDarm-Trakt kann ebenfalls von Nebenwirkungen betroffen sein, darunter abdominelle Schmerzen, Durchfall, Übelkeit, Magenbeschwerden, Erbrechen und Mundschleimhautentzündung. Im hepatobiliären Trakt und Pankreas können erhöhte Leberenzymwerte gemessen werden, aber auch erhöhte Amylasewerte.

Außerdem können Husten, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlaflosigkeit auftreten. Allergische Reaktionen und Haarausfall sind sehr selten. Ganz unspezifisch ist aufkommendes Fieber. Sollte Nebenwirkungen auftreten, muss der nächste Arzt aufgesucht und das Medikament abgesetzt werden.


Alternative Medikamente

Medikamente dienen meist zur Vorbeugung gegen Malaria und sind verschreibungspflichtig

Bevor die Reise in die Tropen oder Subtropen angetreten wird, muss sich jeder Reisende über Malaria informieren. Mittlerweile gibt es zahlreiche Internetseiten, die eine hervorragende Quelle darstellen. Aber auch der Hausarzt kann viele Fragen beantworten, gerade, wenn es um die Vorbeugung und die Behandlung von Malaria geht.

Heutzutage gibt es außerdem eine Vielzahl an Mittel gegen Malaria, die alle von einem Arzt verschrieben werden müssen. Neben Malarone bieten sich auch Mittel wie Chloroquin und Mefloquin an. Diese beiden Mittel werden, genau wie Malarone eher zur Vorbeugung eingesetzt und sollten schon vor der Abreise eingenommen werden.

Artemether ist ein sogenanntes Kombimedikament, das nicht nur vor Vorbeugung, sondern auch zur Behandlung dient. Chinin wird nur in Verbindung mit einem Antibiotikum verschrieben. Nur diese Kombination kann Malaria ausreichend bekämpfen.

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