Hyponatriämie

Steckbrief: Hyponatriämie

  • Name(n): Hyponatriämie; Natrium-Mangel
  • Art der Krankheit: Elektrolytstörung
  • Verbreitung: sehr verbreitet in unterschiedlichen Ausprägungen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Flüssigkeitsüberschuss; Mangelernährung; Vorerkrankungen
  • Wieviele Erkrankte: ca. 15% bis 20% aller Patienten mit Symptomen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hämatologe
  • ICD-10 Code(s): E 87.1

Ein Mangel an Natrium

Der Körper benötigte verschiedene Mineralien und Nährstoffe, um seine normalen Funktionen aufrecht zu erhalten. So wird zum Beispiel Sauerstoff für alle Muskeln und Organe benötigt.

Die Knochen brauchen Kalzium, um wachsen zu können oder kleinere Frakturen wieder zuwachsen zu lassen.

Nerven- und Körperzellen sind wiederum auf das Mineral Natrium angewiesen. Es dient zum einen der Reizweiterleitung und reguliert zum anderen die Flüssigkeitsverteilung im Körper.

Wenn nicht genügend Natrium im Körper vorhanden ist, spricht man auch von einem Natriummangel oder einer Hyponatriämie.

Definition von Hyponatriämie

Bei einer Hyponatriämie handelt es sich um eine Elektrolytstörung. Es befindet sich zu wenig Natrium in Form von Natrium-Ionen im Blutplasma.

Dieser Mangel an Elektrolyten hat zur Folge, dass die Reizweiterleitung im Körper sowie die Flüssigkeitsverteilung des Körpers beeinträchtigt wird. Normalerweise geht mit dieser Störung eine erhöhte Konzentration an extrazellulärer Flüssigkeit einher.

Mediziner sprechen von einer Hyponatriämie ab einem Konzentration von 130 Millimol pro Liter Blutplasma.

Bei gesunden Erwachsenen würde die Konzentration der Natrium-Ionen mindestens 135 Millimol pro Liter entsprechen, bei Kindern liegt sie dagegen bei ca. 132 Millimol pro Liter.

Was ist eine Hyponatriämie?

Eine Hyponatriämie bezeichnet einen Mangel an Natrium-Ionen im Körper und die damit verbundenen Konsequenzen. Da Natrium als Elektrolyt im Körper eingesetzt wird, hat eine zu geringe Konzentration des Minerals zunächst Auswirkungen auf die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Die Signale, die vom oder zum Gehirn über die Nerven geschickt werden, können nicht richtig weitergeleitet werden.

Das hat zum Beispiel zur Folge, dass ein Mensch sich den Zeh am Tisch stößt, aber keinerlei Rückmeldung von seinem Körper erhält. Es bleibt nicht nur der Schmerz aus, sondern auch das Gefühl, dass der Zeh ein Hindernis vor sich berührt hat. In sehr schlimmen Fällen einer Hyponatriämie werden ganze Körperpartien völlig taub, was das Risiko erhöht, dass sich die Patienten Verletzungen zuziehen, ohne diese zu bemerken und sie entsprechend nicht richtig versorgen können.

Ein anderes Problem besteht darin, dass durch eine Hyponatriämie die Flüssigkeitsverteilung im Körper beeinträchtigt wird. Natrium dient neben seiner Eigenschaft als Elektrolyt auch als eine Art Verteilter für benötigte Flüssigkeiten wie Blut und Wasser. Natrium ist in der Lage Flüssigkeiten zu binden und ist deshalb sehr wichtig, um beispielsweise die Muskeln mit Nährstoffen zu versorgen.

Wenn man Sport macht, wird vermehrt Natrium in die beanspruchten Muskeln und zum Herzen befördert, um dadurch den Transport von Blut und Nährstoffen in diesen Regionen zu unterstützen. Ist dagegen nicht genügend Natrium vorhanden, können die beanspruchten Muskeln und Organe nicht ausreichend versorgt werden und sind nur eingeschränkt leistungsfähig.

Je nach ihren Ursachen und ihrer Ausprägung kann eine leichte Hyponatriämie vergleichsweise unbedenklich sein. Eine starke Hyponatriämie kann dagegen sogar lebensgefährliche Folgen haben, wenn sie unbehandelt bleibt.

Welche Ursachen gibt es?

Eine Hyponatriämie kann verschiedene Ursachen haben. Häufig tritt diese Form der Elektrolytstörung bei Patienten auf, die stationär im Krankenhaus behandelt werden oder auf eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind. Diverse Medikamente wie zum Beispiel ace-Hemmer oder Antidepressiva können Nebenwirkungen auslösen, bei denen entweder die Harnproduktion oder auch nur die Ausscheidung von Natrium-Ionen gefördert wird. Das benötigte Natrium wird dabei zu schnell oder in zu großen Mengen ausgeschieden und es kommt zu einem Mangel im Körper.

Eine weitere häufige Ursache einer Hyponatriämie ist eine sogenannte „Wasservergiftung“. Dabei nehmen die betroffenen Personen zu viel Wasser zu sich. Die Menge an Natrium im Körper bleibt dabei zwar gleich, durch die erhöhte Menge an Wasser wird die Konzentration pro Liter allerdings deutlich verringert.

Um das vereinfacht zu erklären ein kleines Beispiel: man nimmt ein Liter Wasser in einem großen Messbecher mit einer Natrium-Konzentration von 35 mmol/l. Kippt man einen weiteren Liter Wasser hinzu, verteilen sich die Natrium-Ionen über die gesamte Flüssigkeit, sodass in beiden Liter jeweils die Hälfte der ursprünglichen Konzentration an Natrium-Ionen zu finden ist, also ca. 17,5 mmol/l.

Die Konzentration sinkt, obwohl die Menge an Ionen gleich bleibt. Dieses Phänomen tritt häufig bei MagenspüLungen auf. Aber auch Marathonläufer, die während des Trainings oder des Laufes viel Wasser trinken, weisen meist eine leichte Hyponatriämie nach dem Sport auf.

In manchen Fällen ist eine Hyponatriämie auch eine Folge anderer Vorerkrankungen wie beispielsweise Durchfall, Erbrechen oder eine Nebenniereninsuffizienz sein. Durch die Erkrankungen wird entweder bewirkt, dass der Körper ungesund viel Flüssigkeit verliert oder dass Nährstoffe und Mineralien zu schnell über die Verdauungsorgane ausgeschieden werden.
Zusammenfassend sind häufige Ursachen:

  • Einnahme von Medikamenten
  • „Wasservergiftung“
  • Vorerkrankungen

Symptome & Anzeichen

Die Symptome und Anzeichen einer Hyponatriämie unterscheiden sich danach, wie sich die Elektrolytstörung entwickelt. Bei einem langsamen Verlauf macht sich der Mangel an Natrium-Ionen erst nach zwei oder mehr Tagen wirklich bemerkbar. Die Patienten verspüren häufig Schwindelgefühle oder klagen über Appetitlosigkeit.

Anhaltende Müdigkeit und eine Änderung der Persönlichkeit sind dabei auch nicht unüblich, wobei letzteres auf die Müdigkeit zurück zu führen ist. Die Patienten sind übermüdet und als Folge davon reagieren sie gereizt und teilweise unkonzentriert oder sie wirken vergesslich.

Bei einer schnellen Ausprägung einer Hyponatriämie sind die Symptome dagegen anders. Bereits nach einem Tag können sich Ödeme, also Flüssigkeitsansammlungen, im Gehirn bilden. Diese drücken auf die benachbarten Hirnregionen und verursachen unter anderem Übelkeit, starke Kopfschmerzen, Muskelzittern bis hin zu epileptischen Anfällen.

Eine chronische Hyponatriämie macht sich wiederum durch eine Veränderung im Gangbild bemerkbar. Die Patienten haben einen sehr wackeligen Gang und neigen vermehrt zu Stürzen. Das hängt damit zusammen, dass die Signale vom Gehirn nicht mehr richtig an die Muskeln weitergeleitet werden und somit einige Muskeln beim Gehen nicht mehr richtig angesteuert werden können.

Bei eventuellen Stürzen kommt es dann vermehrt zu Knochenbrüchen, was darauf zurück zu führen ist, dass bedingt durch den Natriummangel auch die Knochen nicht mehr ausreichend mit Mineralien versorgt werden. Es kommt zum vermehrten Knochenabbau, auch Osteoporose genannt.

Zusammenfassend sind diese Anzeichen für eine Hyponatriämie typisch:

  • starke Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Muskelzittern
  • häufige Müdigkeit
  • Schwindelgefühle
  • Appetitlosigkeit
  • Nervosität
  • Konzentrationsstörungen
  • Epileptische Anfälle
  • verändertes Gangbild
  • Neigung zu Stürzen
  • häufige Knochenbrüche

Diagnose & Krankheitsverlauf

Da eine Hyponatriämie mit Symptomen einhergeht, die auf verschiedene Krankheiten hinweisen können, ist die Elektrolytstörung meistens nicht direkt ersichtlich. Ein Arzt wird deshalb zuerst eine Anamnese erstellen, um sich eine Übersicht über die medizinische Vorgeschichte des Patienten zu machen. Bei der Anamnese wird unter anderem abgeklärt, ob es bekannte Vorerkrankungen gab oder ob der Patient im Moment Medikamente einnehmen muss.

Die Informationen dieser Vorbefragung helfen einem Arzt bereits eine Reihe von möglichen Erkrankungen auszuschließen. Der nächste Untersuchungsschritt wäre ein Bildgebendes Verfahren wie ein MRT oder eine Röntgenaufnahme, um mögliche sichtbare Anomalien im Körper zu erkennen. Abschließend werden eine Blut- und eventuell auch eine Urinprobe entnommen und in ein Labor geschickt, um die Proben auf unregelmäßige Werte zu überprüfen.

Auch wenn ein Arzt eventuell durch die Anamnese und die Bildgebenden Untersuchungen eine ziemlich genaue Vorstellung haben sollte, was dem Patienten fehlt, kann er nur mit dem Laborbefund der Blut- und Urinproben Gewissheit erlangen, dass der Patient unter einer Hyponatriämie leidet.

Der Krankheitsverlauf einer Hyponatriämie kann sehr unterschiedlich sein. Wie schon erwähnt, kann die Elektrolytstörung sich langsam entwickeln oder buchstäblich von einem Tag auf den anderen auftreten. Die beschriebenen Symptome können Tagesform-bedingt mal stärker und mal schwächer ausfallen, sie werden aber nie ganz verschwinden, solange die Hyponatriämie nicht behandelt wird.

Wird die Elektrolytstörung nicht erkannt, besteht das Risiko, dass sich eine leichte Hyponatriämie zu einer chronischen Hyponatriämie oder sogar zu einer schweren Hyponatriämie entwickelt.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Eine Hyponatriämie zählt zu den häufigsten Elektrolytstörungen, die auftreten können. Zwischen 15% und 20% der Menschen, die mit den oben beschriebenen Symptomen zum Arzt gehen, leiden an einem Natriummangel. Dabei ist die Hyponatriämie nicht unbedingt eine Erkrankung von Menschen aus Industriestaaten. Auch Menschen aus Afrika oder Indien können eine Elektrolytstörung ausbilden, wenn sie beispielsweise nicht genug oder zu einseitige Nahrung zu sich nehmen.

Allerdings liegt das Verhältnis der Erkrankungen eher bei 3 : 1 aus Sicht der Industriestaaten. Das hängt damit zusammen, dass die Menschen in Europa, Amerika und Asien öfter zum Arzt gehen, wodurch eine Elektrolytstörung eher erkannt werden kann. Außerdem nehmen Menschen aus diesen Regionen häufiger Medikamente zu sich, was ebenfalls eine Hyponatriämie begünstigen kann.

Komplikationen bei der Krankheit

Je nach ihrer Ausprägung stellt eine Hyponatriämie verschiedene Risiken dar. Eine leichte Form mit einem längeren Krankheitsverlauf ist zunächst unbedenklich. Bei einem schnelleren Krankheitsverlauf besteht allerdings das Risiko, dass die Ödeme zu groß werden und platzen können. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Hirnschlag, der in den meisten Fällen tödlich verläuft.

Bei einer chronischen Hyponatriämie ist das Risiko einer Osteoporose sehr hoch, wodurch die Patienten anfällig für Knochenbrüche selbst durch leichte Stürze oder Verletzungen werden. Das größte Risiko stellt aber die schwere Hyponatriämie dar. Sie ist besonders bedenklich, da das Risiko beseht, dass durch die ausgeprägte Elektrolytstörung wichtige Körperfunktionen wie der Herzschlag oder die Atmung derart stark eingeschränkt werden, dass ein Patient ins Koma fallen und sogar daran sterben kann.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Besuch beim Arzt ist sinnvoll, wenn man zum Beispiel unter anhaltenden Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühlen oder auch bereits unter epileptischen Anfällen leidet. Die erste Anlaufstelle sollte hierbei der Hausarzt sein, um eine erste Untersuchung vorzunehmen. Meistens kann ein Allgemeinmediziner bereits eine Hyponatriämie feststellen.

Im Zweifelsfall wird er einen Patienten aber an einen Hämatologen überweisen. Dabei handelt es sich um einen Facharzt für Erkrankungen, die hauptsächlich das Blut des Patienten betreffen. Ein Hämatologe kann anhand der Untersuchungsergebnisse den Elektrolytmangel diagnostizieren und eine entsprechende Behandlung verordnen.

Behandlungsmethoden & Therapien

Um eine erfolgreiche Behandlung für eine Hyponatriämie anwenden zu können, wird in der Regel untersucht, welche Faktoren überhaupt zu der Elektrolytstörung geführt haben. Ist die Ursache gefunden, wird diese behandelt und dadurch der Natriummangel ausgeglichen.

Wenn ein Patient zum Beispiel eine Hyponatriämie aufgrund eines zu hohen Wasserkonsums hat, dann ist es eine Maßnahme die Flüssigkeitsaufnahme zu begrenzen. Hierbei wird geschaut, wie viel Flüssigkeit die betreffende Person mindestens braucht, ohne dass Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Anschließend erhält der Patient ein festes Limit beim Trinken gesetzt, das er pro Tag nicht überschreiten darf. Auf diese Weise normalisiert sich der Natriumgehalt im Blutplasma über die Zeit von ganz alleine.

Nimmt ein Patient dagegen Medikamente ein, die als Auslöser der Hyponatriämie gesehen werden, ist die Behandlung ebenso einfach. Die ursprüngliche Medikamentierung wird entsprechend angepasst, um für den Patienten verträglicher zu sein. Hierbei werden die verschriebenen Medikamente durch alternative Präparate ersetzt, die die gleiche Wirkung auf den Körper haben, ihn dafür aber nicht ganz so stark austrocknen oder den Harndrang fördern.

Wurden Medikamente verschrieben, die nicht ersetzt oder gestrichen werden können, wird dem Patienten zudem über eine Infusion Kochsalz zugeführt, um die Konzentration von Natrium-Ionen im Kreislauf langsam wieder anzuheben. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass die Ausgleichung des Natriummangels nur langsam passieren darf. Wird der Natriumspiegel zu schnell angehoben, können neue Komplikationen wie zum Beispiel eine „Übersalzung“. Dem Körper wird zu viel Wasser entzogen und vereinzelt angelagert, was wiederum zur Bildung von Ödemen führen kann.

Ist eine Vorerkrankung wie zum Beispiel eine Niereninsuffizienz verantwortlich für die Bildung einer Hyponatriämie, ist eine Infusion mit einer Kochsalzlösung zwar auch möglich, um den Natrium-Spiegel kurzzeitig anzuheben. Normalerweise wird aber erst die Vorerkrankung – soweit möglich – behandelt. Denn sind die Beschwerden verschwunden, normalisiert sich in der Regel auch die Verteilung von Flüssigkeiten im Körper sowie die Aufnahme und Verteilung von Natrium über die Nahrung. Bleibt die Erkrankung dagegen unbehandelt, bleibt die Hyponatriämie bestehen, da durch die Krankheit die Konzentration an Natrium-Ionen im Blutplasma immer wieder gesenkt wird.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Gegen die meisten Formen einer Hyponatriämie kann man leicht etwas tun. Dafür ist es nur notwendig, dass man sich gesund ernährt, um seinen Tagesbedarf an Natrium über die Nahrung dem Körper zuführen zu können. Außerdem sollte man darauf achten, wann man wie viel oder wie wenig trinkt und auch welche Getränke man zu sich nimmt. Säfte und Tee sind beispielsweise sehr gut für den Körper, da sie neben natürlichen Vitaminen auch viele wertvolle Mineralien enthalten.

Leitungswasser ist im richtigen Maß – man spricht hier von ca. 2 bis 3 Liter pro Tag – auch unbedenklich. Wovon abgesehen werden sollte, ist dagegen destilliertes Wasser. Durch das Destillieren werden zwar auf der einen Seite eventuelle Schadstoffe wie Viren und Bakterien abgetötet, allerdings werden dem Wasser auch sämtliche Mineralstoffe entzogen, die darin gelöst sind.

Ebenfalls vorsichtig sollte man bei harntreibenden Getränken wie Energie-Drinks, Kaffee und Alkohol sein. Durch den übermäßigen Genuss solcher Getränke sinkt das Gesamtvolumen an Flüssigkeit im Körper und man trocknet quasi aus, obwohl man viel trinkt. Dadurch trinkt man wieder mehr, wodurch der Harndrang angeregt wird und so geht es immer weiter.

Sportgetränke mit vielen Elektrolyten sollten auch nur in Massen zu sich genommen werden. Denn auch wenn diese Flüssigkeiten mit Mineralien angereichert sind, sind sie nicht automatisch gesund. Solche Getränke sind primär für Sportler gedacht, die während oder nach dem Training ihren Elektrolythaushalt wieder ausgleichen wollen. Wenn ein gesunder Mensch solche Getränke dagegen zu sich nimmt und das über einen längeren Zeitraum, kommt es eventuell sogar zu einem Überschuss an Mineralien im Körper. Im Fall von Natrium spricht man dann auch von einer Hypernatriämie.

Prognosen zur Heilung

Elektrolytstörungen wie eine Hyponatriämie lassen sich sehr gut behandeln. Entsprechend stehen bei den meisten Formen des Natriummangels die Chancen einer Heilung sehr gut, sofern die Patienten sich an die verordnete Behandlung halten und nicht wieder in alte Muster zurückfallen, sobald die Beschwerden der Hyponatriämie weniger werden.

Bei der schweren Form der Hyponatriämie besteht allerdings das Risiko, dass durch den Natriummangel bereits zu große Schäden im Körper angerichtet wurden. Die Behandlungen sehen vor, die eigentlichen Beschwerden zu lindern und gleichzeitig den Natriumspiegel im Blutplasma durch Infusionen wieder anzuheben.

Sind aber beispielsweise die Nieren oder das Herz zu stark beschädigt worden, hilft eventuell nur noch eine Organtransplantation, um die Patienten zu retten. Wenn sie sich dann allerdings genau an die Vorgaben des Arztes halten, besteht eine sehr hohe Chance, dass sie trotz einer Hyponatriämie ein normales Leben führen können.

Die unterschiedlichen Formen

Eine Hyponatriämie wird kategorisch in vier verschiedenen Formen unterschieden. Die Formen entscheiden sich dabei nach den Ursachen, die zu der Elektrolytstörung geführt haben. Es gibt folgende Formen einer Hyponatriämie:

Hypovolämische Hyponatriämie
Bei einer hypovolämischen Hyponatriämie handelt es sich um einen Natrium-Mangel, der aufgrund eines zu geringen Wassergehaltes im Körper zu Stande kommt. Man spricht auch von einem reduzierten extrazellulären Flüssigkeitsvolumen. Zu den Ursachen zählen beispielsweise Durchfall, Erbrechen, der Konsum harntreibender Mittel oder auch Dehydration durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme oder starkes Schwitzen.

Hypervolämische Hyponatriämie
Bei einer hypervolämischen Hyponatriämie kommt es zu einem Stau von Flüssigkeit im Körper, wodurch die Konzentration an Natrium-Ionen pro Liter gesenkt wird. Ursachen für diese Form der Hyponatriämie sind Erkrankungen wie eine Niereninsuffizienz, eine Herzinsuffizienz oder eine Leberzirrhose. Die angestauten Flüssigkeiten führen häufig zur Bildung von Ödemen, die im gesamten Körper auftreten können.

Isovolämische Hyponatriämie
Bei der isovolämischen Hyponatriämie handelt es sich wie auch bei der hypervolämischen Hyponatriämie um eine Stauung von Wasser im Körper. Der Unterschied hierbei ist allerdings, dass das Flüssigkeitsvolumen nur geringfügig erhöht ist. Außerdem kommt es nicht zur Ausbildung von Ödemen im Körper. Zu dieser Form der Hyponatriämie kommt es unter anderem bei einem Mangel an Hormonen wie Glukokortikoiden, die den Elektrolythaushalt regulieren. Auch eine Hypothyreose, also eine mangelnde Versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen sowie die Einnahme von Medikamenten mit Harn-hemmenden Eigenschaften können eine Ursache sein.

Pseudohyponatriämie
Eine Pseudohyponatriämie gilt als kein echter Natrium-Mangel, führt aber zu einer gesenkten Natrium-Konzentration. Das wird durch die vermehrte Einnahme von Plasmalipiden oder Plasmaproteinen verursacht, wodurch mehr Blutplasma im Körper zirkuliert. Bei Untersuchungen des Plasmawassers stellt sich aber eine normale Natrium-Konzentration heraus, sodass die Anzeichen einer Hyponatriämie zwar gegeben sind, es aber nicht zu tatsächlichen Mangelerscheinungen kommt.

Alternative Behandlungsmethoden

Die Behandlung einer Hyponatriämie erfolgt in der Regel ohne spezielle medizinische Verfahren. Daher gibt es auch keine echten Alternativen zu den geläufigen Behandungsmethoden. Es gibt allerdings Möglichkeiten, das Verhältnis zwischen Natrium-Ionen und Flüssigkeit im Körper zu normalisieren, was besonders bei der hypervolämischen Hyponatriämie angewendet werden kann.
Dazu zählen:

Saunaanwendungen:
Eine Saunaanwendung hat den Zweck, überflüssige Flüssigkeit im Körper auszuschwitzen. Der Patient muss dazu zwischen 30 Minuten und einer Stunde in einer Umgebung mit hoher Hitze sitzen oder liegen, um entsprechend Flüssigkeit zu verlieren. Eine therapeutische Saunaanwendung sollte sich hierbei nach der Ausprägung der Hyponatriämie richten.Wenn die Natrium-Konzentration nur geringfügig verringert ist, reichen bereits wenige kurze Anwendungen, um die überschüssige Flüssigkeit auszuscheiden. Bei schweren Entwicklungen sind längere und häufigere Anwendungen besser, wobei aber ebenfalls regelmäßig überprüft werden muss, wie hoch der Flüssigkeitsverbrauch gewesen ist beziehungsweise wie sich der Flüssigkeitshaushalt im Körper durch die Anwendungen verändert.

Sport:
Sport hat ebenfalls den Sinn, den Körper langsam von überschüssiger Flüssigkeit zu befreien. Dabei steht zum einen das Schwitzen, aber auch der Flüssigkeitsverbrauch durch die Muskulatur im Vordergrund. Das Sportprogramm zur Behandlung muss daher anspruchsvoller als beispielsweise Yoga oder Pilates sein, damit die Muskulatur des Patienten ausreichend beansprucht wird und er durchs Schwitzen genügend überschüssiges Wasser abbauen kann. Auch beim Sport ist es normalerweise sinnvoller, ein wiederholtes Training durchzuführen, um den Flüssigkeitsgehalt im Körper nachhaltig zu regulieren.

Akupunktur:
Eine Akupunktur hat nicht direkt das Ziel, eine Hyponatriämie zu behandeln, sondern eher die Ursachen der Elektrolytstörung zu beheben. Sie wird bei Beschwerden wie einer Herz– oder Niereninsuffizienz angewendet. Dabei werden mithilfe von Akupunkturnadeln bestimmte Energiepunkte im Körper aktiviert, wodurch die betroffenen Regionen ihre normale Funktion wieder aufnehmen sollen.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt ein paar Hausmittel, die – abhängig von der Ursache – einen Natrium-Mangel ausgleichen können. Wenn eine Hyponatriämie zum Beispiel in Folge von Durchfall oder Erbrechen verursacht werden, helfen Lebensmittel wie Tee, abgestandene Cola, Salzstangen und Zwieback.

Tee und Zwieback sind eine gute Ersatzernährung, wenn jemand sich erbrechen musste oder unter Übelkeit leidet. Auf der einen Seite sind sie für den Körper sehr bekömmlich und zum anderen versorgen sie ihn mit Flüssigkeit und Mineralien, die durch das Erbrechen ausgeschieden werden. Salzstangen und abgestandene Cola sind dagegen Hausmittel gegen Durchfall. Sie entziehen dem Körper Wasser, sodass es nicht unkontrolliert ausgeschieden wird. Gleichzeitig erhöhen die Salzstangen de Natrium-Gehalt im Körper.

Auch Salzwasser gilt als ein Hausmittel, um eine Hyponatriämie zu behandeln. Hierbei löst man ein bis zwei Teelöffel Kochsalz in einem Glas Leitungswasser auf und trinkt es dann aus. Das gelöste Salz gelangt schneller in den Blutkreislauf und hebt den Gehalt an Natrium-Ionen binnen weniger Minuten an. Außerdem hat es den Vorteil, dass man die Behandlung immer wiederholen kann, wenn man die Symptome der Hyponatriämie wie beispielsweise Muskelzucken oder Kopfschmerzen bemerkt.

Zusammenfassend sind gängige Hausmittel:

  • Tee
  • abgestandene Cola
  • Zwieback
  • Salzstangen
  • Salzwasser

Heilkräuter & Heilpflanzen

Natrium kommt in Pflanzen nur in sehr geringen Mengen vor. Darum gibt es keine Heilkräuter oder Pflanzen, die den Natrium-Gehalt an sich anheben können. Es gibt aber Heilpflanzen, die einige der Ursachen kurieren können. Dazu gehören unter anderem:

  • Kamille
  • Petersilie
  • Goldrutenkraut
  • Spargel

Kamille ist eine Heilpflanze, die hauptsächlich beruhigend auf den Körper wirkt. Sie hilft bei Beschwerden wie anhaltendem Erbrechen, um Übelkeit abklingen zu lassen. Außerdem kann sie die von einer Hyponatriämie ausgelösten Kopfschmerzen ein wenig lindern. Petersilie, Goldrutenkraut und Spargel haben dagegen den Effekt, dass sie harntreibend wirken. Wird eine Hyponatriämie durch zu viel Flüssigkeit im Körper ausgelöst, kann die Einnahme dieser Heilpflanzen dafür sorgen, dass das überschüssige Wasser ausgeschieden wird und sich der Natrium-Haushalt wieder normalisieren kann.

Ätherische Öle

Auch die Anwendung mit ätherischen Ölen zielt eher darauf ab, die Ursachen einer Hyponatriämie zu kurieren, um dem Körper dadurch zu helfen, wieder zu einem normalen Natrium-Gehalt zurück zu kehren. Häufig finden diese Öle ihre Anwendung:

  • Eukalyptusöl
  • Basilikumöl
  • Angelikaöl
  • Kampferöl
  • Lavendelöl
  • Rosenöl

Eukalyptus hat eine beruhigende Wirkung. Das Öl erleichtert die Atmung, lindert Kopfschmerzen und regt auch den Appetit in einzelnen Fällen an. Basilikum ist dagegen ein Mittel, welches die Nieren anregt und darum besonders bei einer Niereninsuffizienz empfohlen wird.

Die Anwendung von Basilikum-Öl hilft dabei, den Flüssigkeitshaushalt wieder zu regulieren. Angelika-, Kampfer-, Lavendel- und Rosenöl wirken wiederum simulierend auf das Herz. Das ist dann wichtig, wenn die Hyponatriämie durch eine Herzinsuffizienz ausgelöst oder begünstigt wird. Die Öle helfen dabei, die Herzfunktionen zu normalisieren und somit die Versorgung von Muskeln und Organen mit Flüssigkeiten und Nährstoffen wieder auf ein normales Niveau zu heben.

Homöopathie & Globuli

Mit homöopathischen Mitteln wie Globuli lassen sich einige Ursachen einer Hyponatriämie effektiv behandeln. Zu bekannten Mitteln zählen:

  • Phosporus D12
  • Digitalis purpurea C8
  • Aurum metallicum C15
  • Acidum phosporicum D12

Phosphorus mit der Konzentration D12 kommt bei einer Einschränkung der Nierenfunktion zum Einsatz. Die Nieren werden durch die Globuli wieder angeregt und nehmen ihre normale Funktion auf.

Digitalis purpurea C8 ist dagegen gegen eine Herzinsuffizienz gedacht. Liegt diese Schwäche mit einer vaskulären Depression vor, wodurch es zu niedrigem Blutdruck kommt, empfiehlt sich eher Aurum metallicum mit der Konzentration C15, um die Herzfunktionen wieder anzuregen.

Acidum phosporicum D12 ist wiederum dafür gedacht, einen Flüssigkeitsverlust durch häufigen Harndrang oder starkes Schwitzen zu verringern. Die Globuli lindern den Harndrang beziehungsweise verringern das Schwitzen, wodurch dem Körper mehr Flüssigkeit erhalten bleibt.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze haben den Effekt, den Mangel an Natrium-Ionen im Körper direkt zu regulieren. Dabei gibt es drei Salze, die in Frage kommen:

Die Salze enthalten bereits Natrium als Hauptbestandteil. Durch ihre Zusätze haben sie aber noch weitere Funktionen. Natrium Chloratum hilft beispielsweise der Regulierung von Flüssigkeiten im Körper und lässt Ödeme abschwellen. Natrium Phosporicum wirkt dagegen harntreibend und unterstützt die Nieren in ihrer Funktion.Natrium Sulfuricum wirkt ebenfalls harntreibend und entschlackend. Neben den Nieren wird auch die Leber durch dieses Schüssler-Salz angeregt, um mögliche Schadstoffe besser aus dem Körper ausschwemmen zu können.

Diät & Ernährung

Die richtige Ernährung ist das A und O, um einen Mangel an Natrium-Ionen im Körper auszugleichen. Hierbei gibt es verschiedene Lebensmittel, die Patienten mit einer Hyponatriämie öfter zu sich nehmen sollten:

  • Salz
  • Brühe/Suppe
  • Salami
  • Käse
  • Oliven
  • Sojasoße
  • Kaviar
  • Rindfleisch

Natrium ist ein Bestandteil diverser Lebensmittel, da es neben Chlor einer der Hauptbestandteile von Kochsalz ist. Kochsalz findet sich dagegen in einem Großteil der Dinge, die man zu sich nimmt. Als Geschmacksträger ist es beispielsweise in Backwaren enthalten. Aber auch zur Konservierung wird es häufig noch verwendet, da es Wasser entzieht und so zum Beispiel Fleisch länger haltbar macht. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass Natrium in Rindfleisch oder der Salami in einer großen Menge vorhanden ist.

Um den Natrium-Haushalt des Körpers auszugleichen, reicht schon ein Teelöffel reines Kochsalz aus. Im Idealfall entspricht das der Salzmenge, die man ganz normal in den Mahlzeiten über den Tag zu sich nimmt. Wenn der Natrium-Gehalt im Körper zu gering ist, können die Speisen auch leicht nachgesalzen werden, um den Mangel entsprechend auszugleichen.

Weil Natrium beziehungsweise Salz in sehr vielen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen vorhanden ist, erleichtert es die Umstellung der Ernährung deutlich. Man kann eine ausgewogene Ernährung mit einem Schwerpunkt auf Fleisch und Milchprodukte zusammenstellen, ohne gezwungen zu sein immer das gleiche essen zu müssen. Natürlich sollten auch Obst und Gemüse nicht fehlen, um den Körper mit Vitaminen und anderen Nährstoffen zu versorgen. Wer auf tierische Produkte verzichten möchte, ist darauf angewiesen, bei einer vegatarischen oder veganen Ernährung immer ausreichend Salz zuzugeben. Da Obst und Gemüse weniger Natrium als Fleisch oder Milchprodukte enthält, wäre eine Natrium-reiche, rein vegane oder vegetarische Ernährung ohne Kochsalz-Zugabe kaum möglich.

Es ist übrigens nicht nötig, Salz in Übermaßen zu sich zu nehmen, wenn man an einer Hyponatriämie leidet. Tatsächlich kann das dem Körper schaden, da zu viel Salz die Nieren schädigen kann. Am sinnvollsten ist es, wenn die Patienten mit einem Arzt besprechen, wie viel Salz sie pro Tag zu sich nehmen sollten, um den Natrium-Mangel nachhaltig kurieren zu können.

FAQ – Fragen und Antworten

Ist eine Hyponatriämie gefährlich?

Es kommt darauf an, wie es zum Mangel an Natrium gekommen ist und wie ausgeprägt der Mangel ist. Liegt beispielsweise eine Pseudohyponatriämie vor, besteht nahezu kein Risiko für den Patienten. Eine hypervolämische Hyponatriämie kann da schon bedenklicher sein, wenn sich in kritischen Bereichen wie dem Gehirn bereits Ödeme gebildet haben oder der Mangel so lange vorherrscht, dass Muskeln und Organe in ihrer Funktion nicht nur beeinträchtigt, sondern regelrecht geschädigt werden. Darum sollte eine Hyponatriämie nie unterschätzt werden. Andernfalls könnten ungewollte Konsequenzen durch eine vermeintlich harmlose Elektrolytstörung entstehen.

Muss man wegen Hyponatriämie mit Sport aufhören?
Nein. Wenn eine Hyponatriämie vorliegt und eine sportliche Betätigung wie ein Marathontraining als mögliche Ursache diagnostiziert wird, bedeutet es nicht automatisch, dass man den Sport aufgeben muss. Es gibt genügend Hilfestellungen – gerade für Sportler – um einen hohen Flüssigkeitsverlust auszugleichen und den Elektrolythaushalt zu regulieren. Dazu zählen zum Beispiel Sportgetränke mit höherem Elektrolytanteil. Diese dienen dazu, den Körper während des Trainings mit der benötigten Flüssigkeit und den Nährstoffen zu versorgen, die für eine normale Funktionsfähigkeit notwendig sind. Eventuell kann es aber notwendig sein, das Sporttraining zu pausieren, bis die Hyponatriämie wieder kuriert worden ist, um die Belastung für den Körper zu verringern.

Wie lange dauert es, sich von einer Hyponatriämie zu erholen?
Auch das hängt sehr stark davon ab, unter was für einer Form des Natrium-Mangels man leidet und wie ausgeprägt sie ist. Die körperliche Verfassung spielt ebenfalls eine Rolle hierbei. Es gibt Patienten, die bereits nach wenigen Tagen mit der richtigen Behandlung beschwerdefrei sind. Bei anderen Patienten kann es dagegen Wochen oder Monate dauern und regelmäßige Nachuntersuchungen benötigen, um die Hyponatriämie und die damit verbundenen Symptome wieder in den Griff zu bekommen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls?
Das hängt stark davon ab, welche Ursachen die Hyponatriämie ausgelöst haben und wie genau sich die Patienten an die Anweisungen des Arztes halten. Liegt als Ursache zum Beispiel eine Herz- oder Niereninsuffizienz vor, kann ein Natrium-Mangel womöglich leicht behandelt werden. Wird die eigentliche Ursache aber nicht ebenfalls therapiert, ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls sehr hoch.

Sind die Ursachen dagegen mit temporären Beschwerden wie häufigem Erbrechen oder Durchfalls verbunden, ist es unwahrscheinlich, dass eine Hyponatriämie erneut auftritt, sobald die eigentlichen Ursachen abgeklungen sind. Viele Menschen, die sich im Herbst oder Winter eine Grippe zuziehen, erleiden durch den Flüssigkeitsverlust auch eine leichte Hyponatriämie. Diese hält aber nicht an, wenn die Krankheit auskuriert wurde, sondern klingt normalerweise auch ab, wenn die Betroffenen wieder normal essen und trinken und sich entsprechend ihr Flüssigkeitshaushalt normalisiert.

Leidet ein Patient dagegen an einem Natrium-Mangel weil man beispielsweise zu viel Wasser pro Tag trinkt und sich nicht an die Angaben des Arztes hält, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Hyponatriämie sich wieder bemerkbar machen wird. Denn da der Patient wieder zu viel Wasser zu sich nimmt, senkt er wieder die Konzentration der Natrium-Ionen pro Liter und wird entsprechend schnell wieder die Symptome einer Hyponatriämie aufweisen. Darum ist es sehr wichtig, sich genau an die Verordnung des Arztes zu halten und nicht wieder zu alten Gewohnheiten bei der Ernährung zurück zu kehren.

Ist Salzwasser besser als ein Teelöffel Salz gegen Hyponatriämie?
Das lässt sich so nicht sagen. Jede Form von Salz auf Natrium-Basis kann einen Natrium-Mangel ausgleichen. Der Vorteil des Salzwasser ist aber, dass es schneller vom Körper verarbeitet werden kann. Das gelöste Salz wird über die Magenschleimhaut direkt aufgenommen und weitergeleitet. Beim Teelöffel Salz muss es im Magen erst aufgelöst werden, bevor der Körper es weiter nutzen kann. Darum empfiehlt sich Salzwasser auch beispielsweise als Direktbehandlung bei Symptomen wie Kopfschmerzen oder Trägheit. Im Endeffekt helfen aber beide Varianten auf lange Sicht, um eine Hyponatriämie abklingen zu lassen.

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