Malaria

Steckbrief: Malaria

  • Name(n): Malaria; Wechselfieber
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Tropen; Subtropen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: im alten Ägypten
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: einzelliger Parasit
  • Wieviele Erkrankte: mehr als eine Million
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Tropenarzt
  • ICD-10 Code(s): B50

Malaria – das Fieber der Tropen

Malaria ist vor allem in den Gebieten der Tropen und der Subtropen verbreitet und wird insbesondere von den Anophelesmücken übertragen. Diese tragen sogenannte Plasmodien in sich, einzellige Parasiten, welche die Krankheit beim Menschen auslösen.

Typisch für eine Infektion mit Malaria sind Fieberschübe. Meist folgt eine fieberfreie Zeit auf einen Fieberschub. Es gibt also krankhafte und gesunde Intervalle. Deshalb wird Malaria auch Wechselfieber genannt.

Es ist möglich, medikamentös gegen Malaria vorzugehen. Die Überlebenschancen sind dann recht hoch. Wird Malaria jedoch nicht behandelt, kann diese Krankheit tödlich verlaufen.

Es ist auch möglich, Medikamente prophylaktisch einzunehmen, wenn beispielsweise ein Urlaub in den Risikogebieten geplant ist. Diese Medikamente sind jedoch recht teuer und nicht ohne Nebenwirkungen.


Definition Malaria

Bei Malaria handelt es sich um eine von der Anophelesmücke übertragene Infektionskrankheit. In der Mücke befinden sich einzellige Lebewesen, sogenannte Plasmodien. Diese sind der Auslöser für die Krankheit. Die Mücke kommt bevorzugt in tropischen und subtropischen Klimazonen vor.

Der Patient leidet nach der Ansteckung unter Fieberschüben. Diese können in ihrer Intensität variieren.

Die Plasmodien benötigen zum Überleben zwei Wirte. Der erste Wirt ist die Mücke und der zweite der Mensch. Der Mensch fungiert jedoch nur als Zwischenwirt.

Die Parasiten gelangen über den Stich der Mücke in den menschlichen Körper und vermehren sich zunächst in der Leber. Anschließend verbreiten sie sich über die roten Blutkörperchen (Erythrozyten). In diesen vermehren sich die Parasiten erneut, bis das Blutkörperchen platzt und die Erreger in die Blutbahn gelangen. Darauf reagiert der Körper mit Fieber.

Malaria verläuft meist in Zyklen, so folgen fieberfreie Tage auf fiebrige. Hierbei handelt es sich um einen Vermehrungskreislauf.


Was ist Malaria?

Malaria ist eine Infektionskrankheit, welche besonders häufig in tropischen und subtropischen Klimaregionen auftritt. Der Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet übersetzt so viel wie schlechte Luft. Der Begriff kommt daher, dass man früher davon ausgegangen ist, dass die Krankheit durch schlechte und modrige Luft entsteht. Diese kommt vor allem in sumpfigen Gebieten vor, ebenso wie die Krankheit an sich.

Tatsächlich entsteht die Krankheit aber durch den Stich einer weiblichen Anophelesmücke, welche vor allem in sumpfigen, feucht-warmen Gebieten vorkommt. Die Mücke überträgt mit dem Stich sogenannte Plasmodien. Dies sind einzellige Organismen, welche die Krankheit übertragen. Es gibt mittlerweile aber auch Fälle von Malaria in Europa, beispielsweise in Griechenland, da sowohl die Mücken als auch die Plasmodien dort gute Lebensbedingungen vorfinden.

Die Plasmodien benötigen zwei verschiedene Wirte zum Leben. Der Hauptwirt ist die Mücke und der Zwischenwirt ist der Mensch. In beiden Wirten vermehren sich die Parasiten und leben dort. Beim Menschen nisten sich die Plasmodien in der Leber ein und vermehren sich dort stark. Nachdem sich die Parasiten vermehrt haben, befallen diese die roten Blutkörperchen des Menschen, die sogenannten Erythrozyten. In diesen vermehren sich die Parasiten nochmals und bringen die Blutkörperchen irgendwann zum Platzen. Damit gelangen die Plasmodien frei in die Blutlaufbahn.

Wenn die Parasiten im Blut angekommen sind, lösen sie die Fieberschübe aus. Diese entstehen dadurch, dass sich der menschliche Körper gegen die Schädlinge wehrt.
Die Plasmodien vermehren sich in der Regel in Zyklen und so kommen auch die Fieberschübe in Zyklen vor.

Es ist möglich, Malaria zu behandeln. Hierfür sind Medikamente nötig, die die Auswirkungen eindämpfen. Auch eine Prophylaxe, also eine Vorbeugung, ist mit Medikamenten möglich. Diese sollten aber nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden, da sie erhebliche Nebenwirkungen haben.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache der Krankheit liegt im Stich der Anophelesmücke. Durch den Stich gelangen die Parasiten, die für die späteren Fieberschübe verantwortlich sind, in den Körper des Menschen. Diese Parasiten sind Einzeller und nur wenige Mikrometer groß. Sie durchlaufen einen Lebenszyklus, in dessen Verlauf sie unterschiedliche Entwicklungsstadien erreichen und sich fortwährend vermehren.

Sind die Parasiten erst durch den Stich der Mücke im Menschen angekommen, befallen sie die Leber und vermehren sich dort stark. Anschließend befallen die Schädlinge die roten Blutkörperchen und zerstören diese.

Eine Ansteckung ist jedoch auch über nicht sterile Spritzen möglich. Während einer Schwangerschaft wird die Krankheit ebenfalls auf das ungeborene Kind übertragen.
In seltenen Fällen gelangen die Mücken auch in ein Flugzeug und infizieren dort die Reisenden. Auch kann es so auf Flughäfen zu Ansteckungen kommen.

Grundsätzlich kann sich jeder Mensch mit Malaria infizieren. Doch grade bei Kindern sind die Symptome oftmals besonders schwer ausgeprägt und diese haben öfter mit Komplikationen zu kämpfen.

Hat der Mensch die Infektion überstanden, so ist er anschließend nicht vollständig gegen die Krankheit immun, wie dies bei anderen Erkrankungen der Fall ist. Es ist ebenfalls nicht möglich, gegen diese Krankheit zu impfen. Die einzige vorbeugende Maßnahme besteht darin, prophylaktische Medikamente einzunehmen, die jedoch eine Vielzahl an Nebenwirkungen auslösen können und deshalb nur für einige Tage bis wenige Wochen durchgängig eingenommen werden dürfen.

Es gibt jedoch Menschen, die in den Malariagebieten leben und eine sogenannte Teilimmunität aufweisen. Das bedeutet, dass sie den Erreger zwar im Blut haben, die Krankheit als solche jedoch nicht ausbricht.

Besonders Touristen sind bei Reisen in tropische und subtropische Gebiete gefährdet, da sie natürlich keinerlei Schutz vor der Krankheit haben. Reisende sollten also auf jeden Fall Medikamente zur Prophylaxe einnehmen.

  • Stich der Mücke
  • Schwangerschaft
  • nicht sterile Spritzen
  • Flugzeuge, Flughäfen

Symptome und Anzeichen

Bis der Patient die ersten Symptome von Malaria spürt, können bis zu drei Wochen vergehen. In seltenen Fällen auch mehr als ein Jahr.

Der Betroffene bekommt Fieber und fühlt sich allgemein unwohl. Es können Kopfschmerzen und Gliederschmerzen auftreten und viele Betroffene klagen über Übelkeit und Erbrechen. Bei manchen Patienten tritt eine Gelbsucht auf. Hierbei handelt es sich aber auch um Symptome, die bei jeder normalen Grippe auftreten können. Viele Betroffene merken deshalb auch nach den ersten Symptomen nicht, dass sie sich mit Malaria infiziert haben.

Wird Malaria nicht behandelt, so nimmt die Krankheit meist eine schwere Entwicklung an und verläuft dann in der Regel tödlich.

Malaria tropica:
Das Fieber verläuft in der Regel unregelmäßig und wenig zyklisch. In seltenen Fällen wird das Nervensystem des Patienten befallen, dies führt dann zu Bewusstseinsstörungen und Krampfanfällen. Viele Patienten leiden dann auch unter Blutgerinnseln und einer Blutarmut. In schweren Fällen führt diese Form von Malaria zu einem Schock mit anschließendem Kreislaufversagen und einem Organversagen. Dies kann zum Tod des Patienten führen.

Malaria tertiana:
Anfangs ist das Fieber auch hier unregelmäßig, entwickelt sich dann aber manchmal zu einem Wechselfieber. Der Zyklus entspricht dann in der Regel 48 Stunden, wobei das Fieber stark steigt und plötzlich wieder fällt. Der Betroffene schwitzt während dessen meist sehr stark. Diese Form der Malaria ist aber nicht unbedingt tödlich.

Malaria quartana:
Bei dieser Form der Malaria kommt es ebenfalls zu Wechselfieber. Der Rhythmus liegt hierbei jedoch bei etwa 72 Stunden. Diese Form führt gelegentlich zu einem Riss in der Milz und zu einem Nierenversagen. Rückfälle sind auch noch nach einigen Jahren möglich.

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Gelbsucht
  • Bewusstseinsstörungen
  • Krampfanfälle
  • Blutgerinnsel
  • Blutarmut
  • Schock
  • Kreislaufversagen
  • Organversagen
  • Wechselfieber
  • Nierenversagen
  • Riss in der Milz

Diagnose und Krankheitsverlauf

Besteht der Verdacht auf Malaria, so sollte der Patient dringend seinen Hausarzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Auch ein Institut für Tropenmedizin ist eine gute Anlaufstelle. Dieses ist jedoch den meisten unbekannter als das Krankenhaus oder der Hausarzt.

Die ersten Symptome einer Infektion mit Malaria können oftmals denen einer Grippe ähneln. Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber und manchmal auch Übelkeit und Erbrechen. So kann es passieren, dass viele Patienten deutlich zu spät einen Arzt aufsuchen. Es ist jedoch besser, so früh wie möglich einen Arzt aufzusuchen, da dann die Chance auf Heilung höher ist.

Personen, welche vor den Symptomen in einem Gebiet waren, in dem Malaria vorkommt, sollten dringend sofort einen Arzt aufsuchen.

Der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese des Patienten erstellen. Das heißt, dass dieser die Krankengeschichte des Patienten erfragen wird und so herausfinden kann, was die Ursache für die Symptome ist. Vor allem Fragen nach Reisen ins Ausland werden bei Verdacht auf Malaria besonders intensiv gestellt.

Erhärtet sich der Verdacht auf eine Infektion mit Malaria, so wird der Arzt dem Patienten eine geringe Menge Blut abnehmen und diese unter dem Mikroskop untersuchen. Hat sich der Patient mit Malaria angesteckt, so lassen sich die Plasmodien im Blut nachweisen.

Auch wenn in der ersten Untersuchung kein Nachweis auf Malaria zu finden ist, die Symptome aber für eine Infektion sprechen, so wird der Arzt die Untersuchung regelmäßig wiederholen. Im frühen Stadium der Infektion kann es nämlich sein, dass noch zu wenige der roten Blutkörperchen befallen sind und die Infektion so nicht nachgewiesen werden kann.

Das Blutbild der Patienten ist im Fall einer Infektion mit der Krankheit Malaria ebenfalls verändert. Die Zahl der roten Blutkörperchen ist vermindert, da diese durch die Infektion zerstört werden, und die Anzahl der weißen Blutkörperchen des Menschen ist erhöht.

Je nachdem, wie viele rote Blutkörperchen zerstört sind, lässt sich die Schwere der Erkrankung beurteilen. Zu dieser Beurteilung gehört jedoch auch der Status des Patienten, also wie krank oder wie gesund der Patient ist. Um diesen Status zu ermitteln, wird der Blutdruck gemessen und die Körpertemperatur und die Herzfrequenz ermittelt.

Zusätzlich zur Untersuchung des Blutes kann auch ein Schnelltest durchgeführt werden. Dieser ist jedoch nicht zu einhundert Prozent verlässlich, sodass er alleine nicht ausreicht, um eine Diagnose zu stellen.

Wie die Krankheit verläuft, hängt davon ab, wann die Diagnose gestellt wurde und welche Form von Malaria der Patient hat. Vor allem die Formen Malaria tertiana und Malaria quartana haben in der Regel einen günstigen Verlauf. Diese Formen verheilen meist ohne schwere Komplikationen.

Die Malaria tropica kann ebenfalls eine gute Prognose bekommen, wenn diese Erkrankung frühzeitig behandelt wird. Wenn die Krankheit jedoch erst spät erkannt wird, so ist der Verlauf oftmals schwer.

  • Symptome einer Grippe
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Anamnese
  • Untersuchung des Blutes
  • Schnelltest
  • Blutdruck messen
  • Herzfrequenz ermitteln
  • Messung der Körpertemperatur
  • Prognose abhängig von Zeitpunkt des Erkennens der Erkrankung
  • körperliche Verfassung des Patienten wichtig

Häufigkeit und Diagnosedaten

Weltweit sollen nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts ca. 300 bis 500 Millionen Menschen an Malaria erkrankt sein. Die Zahlen sind ungenau, da in den größten Malariagebieten keine flächendeckende medizinische Versorgung besteht und auftretende Krankheitsfälle somit weder behandelt noch aufgezeichnet werden können. Dennoch lassen selbst die geschätzten Zahlen das weltweite Ausmaß der Epidemie erkennen.

Von den 300 bis 500 Millionen Kranken sterben rund eine Million jedes Jahr, die Hälfte davon sind Kinder. Kinder sind besonders anfällig für Malaria, da ihr Immunsystem noch nicht vollkommen ausgereift ist. Ein weiterer Grund ist die Mangelernährung. Gerade in den Epidemiegebieten in Afrika herrscht meist eine Unterernährung der gesamten Bevölkerung und somit vor allem der Kinder vor, denn diese bräuchten durch ihr Körperwachstum eigentlich besonders viele Nährstoffe. Ein Patient mit Mangel- oder Unterernährung kann der Krankheit jedoch nur sehr wenig entgegensetzen, da die häufigen Fieberschübe die wenigen Kraftreserven vollständig aufzehren. Allein die Zugabe von Vitamin A und Zink kann bei milden Malariaformen die Intensität der Symptome um ein Drittel senken.

90 Prozent aller Erkrankten leben in Afrika. Hier kommt die Anophelesmücke, die Überträgerin der Parasiten, besonders häufig vor, denn sie liebt tropisches, feucht-warmes Klima in Höhen unter 2500 Metern über dem Meeresspiegel. In Deutschland kommt es jedes Jahr zu ca. 900 Fällen. Zum allergrößten Teil haben sich die Erkrankten auf Reisen in gefährdeten Gebieten mit Malaria infiziert und die Krankheit nach Hause mitgebracht. Drei bis acht Patienten in Deutschland sterben an den Folgen der Krankheit. Dabei gehen die meisten aller Todesfälle weltweit auf das Konto der Malaria tropica, der schwersten aller Malariaformen.


Komplikationen

Wird Malaria nicht behandelt, so können schon nach wenigen Tagen ernsthafte und schwerwiegende Komplikationen auftreten. Gelegentlich entwickeln sich diese auch erst nach einigen Wochen, dabei handelt es sich jedoch in der Regel um Ausnahmen. Die Komplikationen können nahezu alle Organe des Menschen betreffen und so auch zum Tod des Patienten führen.

Es kann unter anderem zu Störungen der Lungenfunktion kommen, was dann zu Atemnot führen kann.

Es können aber auch die Nieren betroffen sein, was zu Nierenversagen führen kann. Alleine dies kann tödlich enden.

Auch der Blutdruck des Patienten kann rapide abfallen und es können Bewusstseinsstörungen auftreten. Da diese Anfälle nicht vorherzusagen sind, können sie auch auftreten, wenn der Betroffene gerade Auto fährt oder Maschinen bedient.

Der Patient kann sterben, wenn Organe wie das Gehirn, die Nieren oder die Lungen betroffen sind. Wenn diese versagen, kann dies lebensbedrohlich werden, wenn nicht umgehend ärztliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Manche Betroffenen fallen auch ins Koma oder leiden unter Eintrübungen des Bewusstseins.
Leidet der Patient unter Anzeichen eines Schocks, Nierenversagens oder einer Anämie, so ist davon auszugehen, dass die Erkrankung eine lebensbedrohliche Form angenommen hat.
Es kann auch dann noch zu Rückfällen der Krankheit kommen, wenn der Patient die Erkrankung scheinbar überstanden hat. Dies geschieht immer dann, wenn die Erreger durch die Medikamente nicht vollständig abgetötet wurden oder wenn die Parasiten gegen das Medikament resistent sind.

Da sich die Milz durch den Befall vergrößern kann, kann es auch zu einem Riss der Milz kommen. Auch dieser kann lebensbedrohlich sein, wenn er nicht sofort operativ behandelt wird.

  • Atemnot
  • Nierenversagen
  • Abfall des Blutdrucks
  • Bewusstseinsstörungen
  • Organversagen
  • Eintrübungen des Bewusstseins
  • Koma
  • Anzeichen eines Schocks
  • Anämie
  • Riss der Milz

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Hat der Patient den Verdacht, sich mit Malaria angesteckt zu haben, so sollte dieser entweder ein Krankenhaus oder einen Arzt für Tropenkrankheiten aufsuchen. Diese können die notwendigen Untersuchungen am besten durchführen.

Ein Arzt sollte immer bei einem Verdacht auf Malaria aufgesucht werden. Vor allem aber, wenn nach einem Aufenthalt in ein Gebiet mit Malaria Fieber oder andere Symptome auftreten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass sich der Patient mit der Krankheit angesteckt hat.

Auch einige Zeit nach der Reise können noch Symptome auftreten, da nicht jede Form von Malaria nach wenigen Tagen bemerkbar wird. Auch dann sollten jedoch die Symptome unbedingt abgeklärt werden.

Symptome, welche einer Grippe ähneln, sollten trotzdem vom Arzt untersucht werden, da sich eine Infektion mit Malaria anfangs oftmals wie eine Grippe zeigt.

Die ersten Symptome von Malaria können Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber sein. Aber auch Übelkeit und Erbrechen sind möglich. Vor allem jedoch das Fieber sollte unbedingt von einem Arzt untersucht werden.

Es ist immer ratsam, Symptome vom Arzt abklären zu lassen, damit eine eventuelle Infektion mit Malaria rechtzeitig erkannt und behandelt wird. So stehen die Chancen für eine Heilung am besten.

Behandlungsmethoden und Therapie

Die Behandlung von Malaria erfolgt in der Regel mit Medikamenten. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die je nach Form der Malaria eingesetzt werden. Es kommt jedoch auch darauf an, wie schwer der Patient erkrankt ist und wo sich dieser mit der Krankheit angesteckt hat. Nicht jeder Wirkstoff kann jede Form optimal behandeln.

Die Formen Malaria tertiana und Malaria quartana werden in der Regel mit Chloroquin behandelt. Dieses Medikament bekommt der Patient als Tabletten verschrieben. Zum Abschluss der Behandlung von Malaria tertiana sollte noch Primaquin eingenommen werden. Sind die Erreger bereits gegen Chloroquin resistent, so muss der Patient ein anderes Medikament einnehmen.

Malaria tropica wird in der Regel mit einem Kombinationspräparat aus Atovaquon, Proguanil und Lumefantrin mit Artemisia-Abkömmlingen behandelt. Jedoch weist Mefloquin eine Reihe von Nebenwirkungen auf, weshalb das Mittel heute kaum noch verschrieben wird. Es kommt jedoch dann zum Einsatz, wenn eine besondere Schwere der Erkrankung vorliegt.

Heutzutage wird ebenfalls eine Kombination von Artemisinin mit Piperaquin verwendet. Diese Mittel erzielen in der Regel gute Erfolge.

Ist das Nervensystem von der Krankheit geschädigt, so werden Chinin und Doxyzyklin verschrieben. Diese Medikamente wirken in diesen Fällen besonders gut.

Es wird jedoch nicht nur die Infektion als solche behandelt, sondern auch die Symptome. Das Fieber wird beispielsweise mit speziellen Fiebermedikamenten behandelt. Alternativ kommen auch Wadenwickel zum Einsatz.

Leidet der Patient unter einer besonders schweren Form von Malaria, so bekommt er Bluttransfusionen und eventuell eine Dialyse, um das Blut zu reinigen. Der Patient liegt dann jedoch auch auf der Intensivstation, um eine optimale medizinische Betreuung zu gewährleisten.

  • Chloroquin
  • Primaquin
  • Atovaquon
  • Proguanil
  • Lumefantrin
  • (Melofoquin)
  • Artemisinin
  • Piperaquin
  • Chinin
  • Doxyzyklin
  • Mittel gegen Fieber
  • Wadenwickel
  • Bluttransfusionen
  • Dialyse
  • Intensivstation

Vorbeugung, Impfung & Prävention

Am wichtigsten ist es, sich vor dem Stich einer Mücke zu schützen. Dazu zählen Fliegengitter, Mittel gegen Mücken und lange Kleidung. Ergänzend dazu kann noch eine medikamentöse Malaria-Prophylaxe eingenommen werden. Dies sollte jedoch vorher mit dem Arzt besprochen werden, da diese Mittel oftmals Nebenwirkungen haben.

Die Anophelesmücke, welche die Krankheit überträgt, sticht vorwiegend in der Nacht oder in der Dämmerung. Um einen Stich zu verhindern, sollte man sich zu diesen Zeiten also möglichst kaum außerhalb fester Gebäude aufhalten.

Um Räume zu schützen, sollten vor den Fenstern Mückengitter oder Fliegengitter angebracht werden. Diese verhindern das Eindringen der Mücken in die Räume. Ergänzend sollten die Gitter mit einem Spray gegen Mücken eingesprüht werden.

Nackte Haut sollte zwar vermieden werden, lässt sich dies jedoch nicht komplett realisieren, kann es helfen, die Haut mit Präparaten einzucremen, die Mücken abschrecken. Diese Mittel wirken jedoch nur für eine begrenzte Zeit und sind mitunter toxisch.
Zusätzlich können Medikamente eingenommen werden, welche eine Prophylaxe darstellen. Diese Medikamente werden Chemoprophylaxe genannt. Die Mittel sollten jedoch nur von einem erfahrenen Arzt verordnet werden. Die Präparate müssen allerdings genau wie verordnet eingenommen werden, da es sonst doch zu einer Infektion mit der Krankheit kommen kann.
Alle diese Mittel helfen jedoch nicht zu einhundert Prozent, da es sich nicht um eine Impfung handelt.

Treten noch während der Reise Symptome auf und ist keine medizinische Versorgung zu erreichen, so können Mittel eingenommen werden, die die Erreger solange bekämpfen, bis ein Arzt erreicht wird. Diese dürfen jedoch nur eingenommen werden, wie es vorher mit dem Arzt besprochen wurde.


Prognose zur Heilung

Generell gilt: Je früher Malaria behandelt wird, desto besser ist die Prognose auf Heilung. Wenn eine gute und vor allem medizinische Behandlung erfolgt, kann der Patient fast immer geheilt werden.

Die Chancen auf Heilung bei Malaria tertiana und Malaria quartana stehen generell gut. Diese beiden Formen sind in der Regel vom Verlauf her harmloser als die Form Malaria tropica. Bei der Malaria tropica kann nur dann ein gutes Behandlungsergebnis erzielt werden, wenn frühzeitig Medikamente verabreicht werden können. Und frühzeitig meint hier innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome. Ansonsten kann es gut sein, dass der Patient nie vollständig geheilt wird oder aber an der Krankheit verstirbt.

Bei Kindern ist es noch wichtiger als bei Erwachsenen, schnell einen Arzt aufzusuchen. Kinder haben der Krankheit wenig entgegenzusetzen. Zu den knapp eine Millionen Malariatodesfällen jährlich zählen ca. 500.000 Kinder unter fünf Jahren. Die häufigsten Todesfälle treten in Afrika auf, denn hier gibt es auch die meisten Ansteckungen. Das heißt jedoch nicht, dass mitteleuropäische Kinder bessere Überlebenschancen haben. Bleibt der Besuch beim Arzt aus, ist auch hierzulande die Gefahr eines tödlichen Verlaufs hoch.


Malaria tropica erkennen

Malaria tropicana ist eine Form von Malaria, welche sehr häufig vorkommt und oftmals einen schweren Verlauf nimmt. Die Krankheit wird von dem einzelligen Lebewesen Plasmodium falciparum ausgelöst. Typisch für diese Form der Erkrankung sind besonders viele Parasiten, die im Blut leben.

Da durch den hohen Parasitenbefall mehr rote Blutkörperchen zerstört werden, als der Körper ersetzen kann, führt die Malaria tropica zu einer Unterversorgung der Organe mit Blut und Sauerstoff. Je nachdem, welches Organ am empfindlichsten auf diese Unterversorgung reagiert, können die Symptome unterschiedlich sein. Am häufigsten betroffen sind Lunge, Niere und Gehirn. Fieber kommt seltener vor als bei den anderen Formen von Malaria, kann aber trotzdem möglich sein.

Die Inkubationszeit dieser Form von Malaria beträgt im Durchschnitt etwa 12 Tage. Das bedeutet, dass nach dem Stich der Anophelesmücke und dem Beginn der ersten Symptome etwa 12 Tage vergehen.

Nun ist ein rascher Gang zum Arzt Pflicht, denn mit jedem Tag, den der Patient die Krankheit verschleppt, sinken seine Überlebenschancen. Denn bei der Malaria tropica handelt es sich um die am schwersten zu behandelnde Form. Bleibt eine ärztliche Behandlung komplett aus, endet die Erkrankung bei über der Hälfte der Fälle tödlich. Starten die Gegenmaßnahmen jedoch innerhalb von 24 Stunden nach erstem Auftreten der Symptome, stehen die Heilungschancen bei fast 100 %.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt wenige Behandlungsmethoden, welche gegen Malaria helfen können. Dies sind vor allem pflanzliche Wirkstoffe, welche in ihrer ursprünglichen Form durchaus besser wirken können als Medikamente. Dabei handelt es sich aber konkret nur um einen Wirkstoff, welcher aus einer Pflanze gewonnen wird – der Artemisia-Pflanze. Daraus werden auch bereits Medikamente zur Behandlung von Malaria hergestellt. Die natürliche Pflanze weist jedoch eine wesentlich bessere Wirksamkeit auf als die medikamentöse Form, da die Konzentration des Wirkstoffs bei der Pflanze deutlich höher ist als im Medikament.

Die Wirksamkeit wurde jedoch bis jetzt nur an Mäusen mit einem anderen Erreger als dem, der den Menschen befällt, getestet. Sollte dies jedoch auch beim Menschen Erfolg haben, so könnten die neuen Medikamente vor allem in Entwicklungsländern gut angewendet werden, da hier chemische Präparate meist schlicht nicht erhältlich sind. Ein weiteres Hindernis ist der Preis, denn chemische Mittel sind in ihrer Herstellung oft so teuer, dass der Verkaufspreis das Einkommen der Menschen in ärmeren Regionen um ein Vielfaches übersteigt. Die Gewinnung der Wirkstoffe aus der Pflanze ist jedoch deutlich günstiger als die Herstellung von chemischen Mitteln. So könnten vor allem ärmere Menschen mit wirksamen Präparaten versorgt werden.

Auch einige Obstsorten und Früchte können helfen, die Symptome der Krankheit zu lindern. Diese heilen jedoch nicht die Krankheit als solche, sondern verschaffen lediglich zeitweise etwas Linderung.

  • Artemisia-Pflanze
  • zermahlene Blätter der oben genannten Pflanze
  • natürliches Artemisinin
  • Obst und Früchte
  • Chinin
  • Beifuß

Welche Hausmittel können helfen?

Gegen die Symptome der Krankheit helfen Hausmittel, die auch gegen Grippe oder Erkältungen wirken. So kann das Fieber beispielsweise mit kalten Wadenwickeln oder kühlen Abreibungen behandelt werden. Auch Rumpfreibebäder können eine Linderung des Fiebers erreichen. Ein altes Hausmittel ist zudem mit Honig gesüßter Gerstensaft: Auf zwei Liter Wasser kommen 50 g Gerste. Das Gemisch wird so lange gekocht, bis nur noch ein halber Liter übrig ist. Als Nächstes werden zwei Esslöffel Honig in den Gerstensud gerührt. Der Patient trinkt nun über den Tag verteilt in vielen kleinen Schlucken den abgekühlten Saft.

Der Patient sollte auch viel Flüssigkeit zu sich nehmen, vor allem Wasser. Dies ist nicht nur gesund für den gesamten Körper, sondern sorgt auch für ein Wiederauffüllen der Flüssigkeitsreserven im Verlauf der Krankheit. Da der Patient durch die Fieberanfälle und das dadurch bedingte starke Schwitzen viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe verliert, muss beides wieder in ausreichendem Maße zugeführt werden. Auch ungesüßte Kräutertees helfen hier und haben noch eine positive Nebenwirkung: Je nach verwendetem Tee werden dem Patienten so weitere hilfreiche Stoffe zugeführt. Pfefferminztee zum Beispiel hat eine generell kreislaufanregende Wirkung, Kamillentee wirkt entzündungshemmend und ein Tee aus Schafgarbe kann bei durch die Malaria verursachten Magenbeschwerden Linderung verschaffen.

Gegen den Schüttelfrost sollte dem Körper von außen wieder Wärme zugeführt werden. Dies geschieht vor allem über Wärmflaschen und warme Decken. Auch Fußbäder sind zu empfehlen. All diese Maßnahmen verhindern das zu starke Frieren des Patienten und halten ihn warm. Von innen sollte der Betroffene mit heißem Tee gewärmt werden. Auch hier sollte die ungesüßte Variante gewählt werden.

  • kalte Wadenwickel
  • kühle Abreibungen
  • Rumpfreibebäder
  • Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Wärmflaschen
  • Decken
  • Tee

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Chinin
  • Beifuß

Chinin ist ein jahrtausendealtes Mittel zur Heilung und Behandlung unterschiedlichster Krankheiten. Es wird aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen, der hauptsächlich in den Hochwäldern Venezuelas wächst. Die Wirkung des Mittels liegt darin, dass es die Vermehrung der Parasiten im Blut verhindert. Heute wird es bevorzugt wieder eingesetzt, da viele Plasmodien bereits gegen moderne Mittel resistent sind und diese deshalb nicht mehr wirken.

Auch Beifuß, auch Gewürzbeifuß, Besenkraut oder Wilder Wermut genannt, weist eine gute Wirksamkeit auf. Er kommt in Europa und in Asien vor und ist den meisten als allergieauslösende Pflanze bekannt. Dass er auch gegen Malaria helfen kann, ist erst seit einigen Jahrzehnten bekannt. Beifuß enthält den Wirkstoff Artemisinin, welcher besonders gut gegen die Malariaerreger wirkt. Dieser zerstört den Stoffwechsel der Parasiten und bildet zusammen mit den roten Blutkörperchen Wirkstoffe, die die Erreger zerstören.
Beide Mittel sind jedoch nur als Kombination oder Ergänzung zu den chemischen Medikamenten zu empfehlen.

Ätherische Öle

Gegen Malaria sind keine ätherischen Öle als Heilmittel bekannt. Dennoch kann man mit ihrer Hilfe auf natürlichem Wege einer Erkrankung vorbeugen. Denn viele ätherische Öle werden von Mücken nicht besonders gern gerochen. Werden Sie, natürlich verdünnt, auf die Haut aufgetragen oder in eine Duftlampe gegeben, kann es also sein, dass die Mücken gar nicht erst auf den Appetit kommen.

Besonders geeignet ist das Öl aus den Samen des Niembaums. Der Niembaum zählt zu den Mahagonigewächsen und hat seine Heimat in Indien. Dort wird er seit Jahrtausenden als Heilpflanze verehrt. Der Niembaum verfügt über 100 verschiedene Wirkstoffe, die noch immer nicht vollständig erforscht sind. Dass Mücken seinen Geruch nicht leiden können, ist jedoch in zahlreichen Praxistests erwiesen.

Von Mücken verhasst sind außerdem die folgenden Gerüche:

  • Zimt
  • Rosmarin
  • Lemon-Eukalyptus
  • Citronella
  • Zitronengras
  • Nelke
  • Zeder
  • Pfefferminze

Homöopathie und Globuli

In der Homöopathie werden verschiedene Wirkstoffe gegen Malaria angewendet. Diese sind jedoch auf keinen Fall ein Ersatz für chemische Medikamente.

Zur Anwendung kommen:

Ceanothus americanus wird bei Vergrößerungen der Milz eingesetzt. Da es bei Malaria zu einer Milzvergrößerung kommen kann, ist dies ein häufig eingesetztes Mittel.

Cedron ist das homöopathische Mittel der Wahl bei Fieber und Neuralgien. Es wird zwar weniger häufig angewendet, gehört aber trotzdem zu den homöopathischen Grundmitteln gegen Malaria.

Hinter China officinalis verbirgt sich abermals die Chinarinde. Dieser Baum ist so etwas wie der Urvater der Homöopathie und wird ebenfalls gegen Fieber eingesetzt.

Chininum arsenicosum kommt bei Herzrasen zum Einsatz. Es wird daher bei Malaria nur in bestimmten Fällen angewendet, wenn das Krankheitsbild zu der Wirkweise des Mittels passt.
Chininum sulfuricum kommt bei Fieber, Kopfschmerzen und generell Erschöpfung zum Einsatz. In Malariafällen hat es also verschiedene Anwendungsbereiche.

Eukalyptus hilft bei Erkältungssymptomen. Da eine Malaria im frühen Stadium von einer Grippe kaum zu unterscheiden ist, kann Eukalyptus die Beschwerden mitunter lindern.

Schüssler-Salze

 

Diese drei Schüssler-Salze können helfen, den Körper bei einer Infektion mit Malaria zu unterstützen und diesem Kraft zu geben, der Krankheit zu trotzen.

Das erste genannte Salz, Ferrum phosphoricum Nr. 3, wird auch das Salz des Immunsystems genannt. Anhand des Namens (Ferrum phosphoricum bedeutet übersetzt Eisenphosphat) wird bereits deutlich, dass dieses das Immunsystem stärkt und unterstützt. Dies kann vor allem bei ernsthaften Erkrankungen nützlich sein.

Das zweite genannte Salz, Kalium phosphoricum Nr. 5, wirkt besonders gut auf die Nerven und die Psyche. Beides kann bei Malaria in Mitleidenschaft gezogen werden. So ist es gut, wenn diese beiden Bereiche zusätzlich durch die Gabe gut verträglicher Mittel gestärkt und unterstützt werden.

Der Patient sollte möglichst nur eines der Mittel einnehmen, da dieses dann optimal wirken kann.

Am Tag sollten drei- bis sechsmal jeweils eine bis drei Tabletten eingenommen werden, am besten über den gesamten Tag verteilt. So ist eine optimale Wirkung gewährleistet.

Diät und Ernährung

Eines gleich vorweg: Bei einer Malaria kann man sich nicht gesund essen. Dennoch kann man die Widerstandskraft gegen die Symptome teilweise deutlich erhöhen.

Im Zusammenhang von Ernährung gegen Malaria steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Es gilt jedoch als sicher, dass zu wenig Vitamin A, Eisen und Zink sowie eine generelle Unterernährung den Verlauf der Krankheit negativ beeinflussen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, da der Körper durch den Parasiteneinfall und die Fieberschübe einen sehr hohen Energieverbrauch hat. Kommt nun noch eine Mangel- oder sogar Unterernährung hinzu, ist der Körper kaum in der Lage, lange zu kämpfen. Man nimmt an, dass die Häufigkeit der Todesfälle bei Kindern halbiert werden könnte, wenn die Kinder weder unter- noch mangelernährt wären.

Die Vitamin-A-Zufuhr konnte bei Kindern die Fieberschübe bei einer milden Form der Malaria um ein Drittel reduzieren. Auch die Milzvergrößerungen gingen zurück. Auch Zink kann eine deutliche Verbesserung der Symptome bei einem milden Krankheitsverlauf bewirken. Mit diesem Wert zieht die reine Zufuhr von körpereigenen Stoffen via Ernährung mit der Erfolgsbilanz durch noch nicht vollständig erforschte Impfstoffe gleich.


FAQ – Fragen und Antworten

 

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Fiebererkrankung, die meist in Schüben verläuft und durch Parasiten ausgelöst wird. Diese Parasiten gelangen durch den Stich der weiblichen Anophelesmücke in den Körper des Menschen und vermehren sich erstmal in der Leber des Betroffenen. Im zweiten Entwicklungsstadium befallen sie rote Blutkörperchen, vermehren sich dort abermals und bringen die Blutkörperchen schließlich zum Platzen. Von diesem Moment an sind sie im gesamten Blut zu finden.

Woran erkennt man Malaria?

Malariasymptome ähneln zunächst denen einer Grippe: Kopfschmerzen, Fieber und Schüttelfrost wechseln sich ab, mitunter kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu. Ist die Krankheit schon weiter fortgeschritten, können auch verschiedene Organe (meist Lunge, Nieren und Gehirn) betroffen sein. Mitunter kommt es zu Bewusstseinsstörungen.

Was kann man gegen Malaria tun?

Bei einer Infektion mit Malaria hilft nur ein schneller Gang zum Arzt. Dieser verabreicht verschiedene Medikamente, welche die Parasiten im Blut abtöten sollen. Ist ärztliche Hilfe nicht binnen 24 Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome erreichbar, müssen in der Zwischenzeit starke Medikamente eingenommen werden, welche die Ausbreitung der Parasiten schwächen.

Kann man Malaria heilen?

Wenn eine schnelle und gute ärztliche Behandlung erfolgt, kann eine Malariaerkrankung meist geheilt werden. Wird die Therapie zu früh beendet oder sind die Parasiten gegen den Wirkstoff der verabreichten Medikamente resistent, kann die Krankheit jedoch immer wieder ausbrechen. Eine nicht behandelte Malaria kann in der schweren Form tödlich enden.

Wie kann man Malaria vorbeugen?

Am hilfreichsten ist es, den Kontakt mit Mücken zu vermeiden. Zu nennen wären hier vor allem Insektenschutzgitter vor Fenster und Türen sowie lange Kleidung, die mit mückenabweisenden Mitteln behandelt wurde. Auch die eigene Haut kann man einreiben. Mittel, die als wirklich hilfreich gelten, sind jedoch meist toxisch und sollten nie für lange Zeit verwendet werden.

Reisenden in Malariagebiete wird außerdem die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten empfohlen. Doch auch diese Medikamente dürfen nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da sie starke Nebenwirkungen hervorrufen können.

Eine Impfung gegen Malaria ist nach derzeitigem Forschungsstand nicht möglich.

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