Eisenmangel

 

Steckbrief: Eisenmangel

  • Name(n): Eisenmangel; Sideropenie
  • Art der Krankheit: Mineralstoffmangel
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1957
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: chronischer Blutverlust; Mangelernährung
  • Wieviele Erkrankte: etwa 2 Millionen Menschen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): E61.1; D50 (Eisenmangelanämie)

Alles über Eisenmangel

 

Ein Großteil der Bevölkerung schafft es nicht, seinen täglichen Bedarf an dem wichtigen Spurenelement Eisen durch die Nahrung aufzunehmen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Eisenmangel zu den weltweit am häufigsten auftretenden Mineralstoffmangeln gehört.

Besonders hoch ist die Anzahl an Frauen, welche darunter leiden. Ein schwerer Eisenmangel kommt in Europa zwar nur sehr selten vor, aber auch leichte und mittlere Varianten können schon merkbare Symptome verursachen und zu einer verminderten Lebensqualität führen. Die Ursachen sind zahlreich, aber ebenso sind es die Behandlungsmethoden in der heutigen Zeit.

Definition Eisenmangel

 

Der Eisenmangel oder Sideropenie (griechisch sideros: Eisen und penia „Mangel“) beschreibt einen Mangelzustand im Organismus an dem wichtigen Spurenelement Eisen.

 

Dabei treten meist Anzeichen auf, die bei einer leichten Variante zwar harmlos, aber sehr unangenehm sein können. Teilweise, bei ausgeprägteren Mangelzuständen, können die Symptome sogar bedrohlich sein.

 

Im menschlichen Körper sind etwa 2 bis 4 Gramm Eisen enthalten, wobei 40 % an Ferritin, Hämosiderin, Myoglobin und Enzyme gebunden sind. 60 % sind an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin gekoppelt. Der Körper kann Eisen nicht selbst herstellen, weshalb es wichtig ist, täglich ausreichend von dem essentiellen Spurenelement über die Nahrung aufzunehmen.

 

Eisenmangel kann zwar bedrohlich und äußerst störend sein, aber die heutige Medizin hat einige gute Behandlungsmethoden, um diesem vorzubeugen oder es zu beseitigen.

 


Was ist Eisenmangel?

 

Eisenmangel ist eine Mangel an Eisen im Organismus. Im Körper muss immer eine gewisse Menge an diesem Spurenelement vorhanden sein, damit wichtige Prozesse ausgeführt werden können. Eine der wichtigsten Funktionen ist dabei die Blutbildung.

 

Menschen auf der ganzen Welt sind von Eisenmangel betroffen, was es zu der häufigsten Mangelerkrankung macht. Besonders oft sind Kinder und Frauen davon betroffen, aber auch Männer bleiben vom Eisenmangel nicht verschont. Bei Frauen ist der körpereigene Eisenbedarf besonders in der Schwangerschaft, der Stillzeit und der Periode erhöht. Wenn in dieser Zeit nicht auf eine ausreichende Deckung des Bedarfs geachtet wird, kommt es zur Mangelerscheinung. Auch Kinder haben aufgrund von langwierigen und ausgeprägten Wachstumsprozessen einen erhöhten Eisenbedarf.

 

Die Entwicklung vom Eisenmangel verläuft in zwei Stufen. Zuerst wird auf das Speichereisen, also auf das im Körper gespeicherte Eisen, zurückgegriffen. Diese Phase verläuft meist ohne Symptome, da der Körper hier versucht sich selbst zu helfen und die Körperfunktionen kaum beeinträchtigt sind. In der zweiten Stufe sind die Reserven verbraucht und die Blutbildung wird beeinträchtigt. Bemerkbar macht sich dies durch einen verringerten Hämoglobinwert (unter dem Normwert für die jeweilige Personengruppe) und den erste typischen Symptomen. Je länger diese Phase anhält, desto schwerwiegender werden auch die Symptome, die sich nun bemerkbar machen.

 

Eisen ist für den Sauerstofftransport im Körper zuständig, da dieses in das Hämoglobin eingebaut wird. Liegt jedoch ein Mangel vor, wird der komplette Organismus nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt. Betroffene Personen sind nun nicht mehr in der Lage, physischem und psychischem Stress stand zuhalten. Je länger der Eisenmangel anhält und je ausgeprägter er ist, desto mehr verschlimmert sich der Zustand der betroffenen Person und der Körper kann nicht richtig funktionieren.

 


Welche Ursachen gibt es?

 

Der Organismus verliert pro Tag ca. 1-2 mg Eisen. Diese Menge sollte man am Tag auch durch die Nahrung wieder aufnehmen.Die häufigste Ursache für Eisenmangel liegt jedoch genau darin, in der Ernährung. Eine sehr einseitige Nahrungsaufnahme, wie zum Beispiel bei Diäten, führt dazu, dass nicht genug eisenhaltige Lebensmittel aufgenommen werden. Auch Vegetarier und Veganer leiden sehr oft unter Eisenmangel und müssen zusätzliche Präparate zu sich nehmen. In pflanzlichen Lebensmitteln ist zwar auch viel Eisen enthalten, dieses kann vom Körper aber nur sehr schlecht aufgenommen werden.

 

Auch eine grundlegend falsche Ernährung führt zu Eisenmangel. In vielen industriell hergestellten Fertigprodukten reichen entweder die Mengen an Eisen nicht aus um den täglichen Bedarf zu decken, oder aber es ist so stark verarbeitet, dass der Körper es einfach nicht aufnehmen kann. Besonders bei Säuglingen, die mit Fertignahrung gefüttert werden, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese auch mit Eisen angereichert wurde. Ist das nicht der Fall, steigt das Risiko stark, später einmal an Eisenmangel zu erkranken.

 

Eine weitere Ursache für Eisenmangel ist ein erhöhter Eisenbedarf, welcher durch die Nahrung nicht ausgeglichen werden kann. So erhöht sich zum Beispiel in der Schwangerschaft der Eisenbedarf einer Frau um fast 100% und auch in der Stillzeit benötigt der Körper viel mehr Eisen ALS sonst. Deshalb sollte in der Zeit immer ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Auch Kinder haben in der Wachstumsphase einen erhöhten Eisenbedarf, bei dem die Eltern unbedingt darauf achten sollten, dass dieser auch gedeckt wird.

 

Jede Art des Blutverlustes hat auch gleichzeitig einen Eisenverlust zur Folge. Während der Menstruation werden jedes mal etwa 15 mg Eisen ausgeschieden. Bei regelmäßigen Blutspenden kann es sehr schnell zu einem Eisenmangel kommen, da mit jeder Blutspende auch ca. 250 mg Eisen verloren gehen. Immer wenn der Körper über einen längeren Zeitraum Blut verliert, ist das Risiko für einen Mangel an Eisen sehr stark erhöht. So ein langwieriger Blutverlust entsteht zum Beispiel bei Geschwüren oder Tumoren.

 

Als Ursache für Eisenmangel kommen auch einige Krankheiten in Frage. Bei Magen-Darm-Erkrankungen, bei denen die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung verhindert wird, stellt sich schnell ein Mangelzustand ein. Chlamydien haben sich soweit angepasst, dass sie das Eisen aus den Zellen extrahieren, um das Immunsystem zu schwächen. Auch hämolytische Streptokokken führen zu Eisenmangel, da sie die roten Blutkörperchen zersetzen. Andere Mikroorganismen gehen soweit, dass sie Eisen aus sehr schwer erreichbaren Reserven ziehen. Auch bestimmte Arzneimittel hemmen die Aufnahme von Eisen, wie zum Beispiel einige Schmerzmittel oder Antibiotika.

Übersicht über die häufigsten Ursachen:

  • einseitige Ernährung (Diät, Vegetarier, Veganer)
  • falsche Ernährung (Fertigprodukte)
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Wachstum (Kinder)
  • Blutverlust (Blutspende, Menstruation,…)
  • Tumore, Geschwüre
  • Medikamente
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • einige Mikroorganismen (Chlamydien, Streptokokken,…)

Symptome & Anzeichen

Einen beginnenden Eisenmangel versucht der Körper noch auszugleichen, indem er auf die gespeicherten Reserven zurückgreift. Aber selbst dabei lassen sich schon erste Anzeichen erkennen:

  • brüchige Haare
  • Nägel werden brüchig, bilden Rillen
  • Trockene Haut
  • rissige Mundwinkel
  • Zungenbrennen

Diesen Symptomen wird aber meist keine weitere Beachtung geschenkt, so dass sich der Eisenmangel weiter ausprägen kann.

 

Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit treten ebenfalls schon sehr frühzeitig auf, aber auch diese werden meist durch einen stressigen Alltag gerechtfertigt und leichtfertig abgetan. Dabei ist es wichtig, in diesem Stadium einem fortschreitenden Mangel entgegenzuwirken. Als nächstes treten Anzeichen wie eine blasse Haut, Kurzatmigkeit und auch körperliche Leistungseinbußen auf.

 

Wenn der Eisenmangel bereits zu einer leichten Blutarmut, einer Anämie, geführt hat, dann ist auch gleichzeitig eine auszureichende Sauerstoffversorgung des Körpers nicht mehr möglich. Dementsprechend kann nun beobachtet werden, dass die betroffene Person sehr reizbar ist und seelischen und körperlichen Belastungen nicht mehr stand halten kann. Desweiteren kommt es nun zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte und auch Ängstlichkeit und Schlafstörungen können auftreten. Ein Zusammenhang zwischen Eisenmangel und dem Restless-Legs-Syndrom, dem Bewegungsdrang der Beine, wurde mittlerweile auch festgestellt.

 

Weitere häufige Symptome können eine vermehrte Wetterfühligkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Schwäche sein. Viele dieser Anzeichen können mehrere Ursachen haben, treten jedoch einige davon gleichzeitig auf, so sollte unbedingt ein möglicher Eisenmangel abgeklärt werden. Je weiter der Mangel voranschreitet, desto weniger wird der Körper mit Sauerstoff versorgt und es können sogar Organschädigungen auftreten. Ein starker Eisenmangel führt zu einer Blutarmut.

Die häufigsten Symptome im Überblick:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Konzentrationsstörungen
  • Wetterfühligkeit
  • Atemnot
  • trockene Haut
  • sprödes, brüchiges Haar

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnose

Wenn der Verdacht auf einen Eisenmangel besteht, ist die einzig wirklich sichere Diagnose mit einer Blutuntersuchung möglich. Dabei wird dem Körper eine geringe Menge an Blut entnommen und der Ferritinwert bestimmt. Der reine Eisenwert wird nicht als Grundlage zur Diagnose genommen, da dieser ständigen Schwankungen unterliegt und somit zu unstetig ist. Der Speicherstoff Ferritin hingegen ist nur in solchen Mengen vorhanden, in denen er auch vom Körper benötigt wird. Steht die Diagnose fest, wird als nächstes die Ursache für den Eisenmangel erforscht, um eventuelle Erkrankungen feststellen und behandeln zu können.

 

Jede Person sollte für sich selbst auf eine ausreichende Versorgung mit Eisen achten und schon beim ersten Verdacht seinen Arzt darauf ansprechen. Dadurch kann schon frühzeitig ein eventueller Eisenmangel festgestellt und diesem entgegengewirkt werden. Die meisten Menschen warten jedoch so lange, bis der Mangelzustand schon sehr ausgeprägt ist. Dies ist ein großer Fehler, denn nur eine frühzeitige Erkennung ist auch eine rechtzeitige Erkennung.

Der Krankheitsverlauf

Eisenmangel verläuft grundlegend in zwei Phasen. Die erste Phase ist meist symptomfrei und schreitet unbemerkt voran, bis es zur zweiten Phase kommt, bei welcher sehr unangenehme Symptome auftreten. Zu Beginn der Erkrankung greift der Körper noch auf das gespeicherte Eisen zurüCK. Die relativ harmlosen Anzeichen in dieser Phase sind zum Beispiel brüchige Nägel, sprödes Haar und eingerissene Mundwinkel.

 

Sind die körpereigenen Reserven verbraucht, ist als das Serum-Ferritin erniedrigt, wird langsam die Bildung des Blutes beeinträchtigt. Nun zeigen sich auch die typischen Symptome des Eisenmangels, wie zum Beispiel Schwindel, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Der Hömoglobinwert liegt jetzt unter dem individuellen Normwert, welcher abhängig von Alter und Geschlecht ist. Je länger in dieser Phase mit der Behandlung gewartet wird, desto schlimmer wird der Eisenmangel und es kommt zu einer Blutarmut. Da nicht mehr ausreichend Sauerstoff durch den Körper transportiert werden kann, entsteht gleichzeitig auch ein Sauerstoffmangel, welcher wieder andere Symptome zur Folge hat.

 


Häufigkeit & Diagnosedaten

 

Eisenmangel ist die am häufigsten auftretende Mangelerkrankung überhaupt. Dabei findet keine Begrenzung auf einen bestimmten Kontinent oder ein bestimmtes Gebiet statt, sondern Menschen auf der ganzen Welt leiden darunter. Insgesamt sind etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung, also ca. 2 Milliarden Menschen, davon betroffen. Nur die Ursachen unterscheiden sich in verschiedenen Regionen. Während in den westlichen Industrieländern eher chronische Blutverluste (zum Beispiel durch Tumore) und einseitige Ernährungsweisen (Diäten, vegetarische Ernährung) Schuld an der Mangelerscheinung sind, sind in der dritten Welt Unterernährung sowie bakterielle und parasitäre Erkrankungen als Grund zu erkennen.

 

Besonders oft sind Frauen und Kinder betroffen, da diese durch Menstruation, Schwangerschaft, Stillzeit und Wachstumsphasen einen erhöhten Eisenbedarf haben. Frauen sind durch ihre monatliche Menstruation sogar die größte Risikogruppe und somit deutlich häufiger betroffen als Männer. Da ständig neue Ernährungsweisen und Trends im Umlauf sind, bei denen sehr oft auf Fleisch verzichtet wird, kann angenommen werden, dass die Anzahl an Erkrankungen in den nächsten Jahren noch steigen wird. Auch die Anzahl an Vegetariern und Veganern steigt stetig, somit also auch die Zahl an Personen in Risikogruppen.

 

Die vorhandenen Diagnosedaten beschränken sich nur auf vollstationäre Patienten. Da es bei einem leichten Eisenmangel aber nur in Ausnahmefällen zu einem Aufenthalt in einem Krankenhaus kommt, lohnt sich nur ein Blick auf die Diagnosedaten für das fortgeschrittene Stadium, die Eisenmangelanämie (Blutarmut durch Eisenmangel).

 

Während im Jahr 2000 die durchschnittliche Verweildauer auf Grund von Eisenmangelanämie noch 10,5 Tage betrug, ist diese bis 2015 auf 6,2 Tage gesunken. 2000 wurden etwa 19.800 Patienten behandelt, von denen 5.200 männlich und 14.600 weiblich waren. In dem Jahr sind ca. 170 Personen aufgrund dieser Erkrankung verstorben, was nicht mal einem Prozent entspricht. 2015 gab es insgesamt ca. 42.300 stationär behandelte Patienten, von denen ca. 14.900 männlich und 27.400 Personen weiblich waren. Die Anzahl an Erkrankten hat sich also mehr als verdoppelt. Zu einer erhöhten Sterberate kam es allerdings nicht, denn diese liegt mit ca. 360 verstorbenen noch immer unter einem Prozent.

 


Komplikationen bei der Krankheit

 

Egal ob es sich um einen reinen Eisenmangel oder bereits eine Eisenmangelanämie handelt, behandlungsbedürftig ist die Erkrankung in jedem Fall. Ein Arzt muss die Ursache oder die Ursachen abklären, eine Diagnose stellen und somit auch eine individuelle Behandlungsmethode einleiten und langfristig überwachen.

 

Wie bei fast allen Krankheiten, kann es auch hier zu Komplikationen kommen. Eine davon ist die Blutarmut, bei der zu wenig rote Blutkörperchen gebildet werden. Dies wiederum kann sehr starke Kopfschmerzen und Müdigkeit mit sich bringen. Zu Beginn kann es zu eingerissenen Mundwinkeln und verschiedenen Hautveränderungen kommen. Dazu zählen beispielsweise eine trockene Haut oder auch brüchige Fingernägel, auf denen sich Rillen bilden.

 

Wenn der Eisenmangel und die Anämie länger besteht, können ausgeprägte Herz-Kreislauf-Probleme, wie zum Beispiel Herzrasen oder auch Brustschmerzen hinzukommen. Schluckbeschwerden und Atemnot können sich auf Grund membranartiger Veränderungen in der Speiseröhre bemerkbar machen. Desweiteren kann der Betroffene durch nächtliche Muskelkrämpfe geplagt werden.

 

Besonders bei Frauen kommt es zu zusätzlichen Symptomen. Die Regelblutung bleibt bei längerem Eisenmangel aus und führt somit zu weiteren Komplikationen. Bei Schwangeren, die sowieso schon einen deutlich höheren Eisenbedarf haben, steigt die Wahrscheinlich für Früh- oder Totgeburten stark an, wenn diese gleichzeitig unter einem Mangel des Spurenelements leiden.

 

Älteren Menschen und Kindern sollte bei einem Eisenmangel besonders schnell geholfen werden, da dieser sonst zu einem Kreislaufkollaps führen kann. Werden Ergänzungsmittel eingenommen, um dem Mangel entgegenzuwirken, kann sich eine harmlose Schwarzfärbung des Stuhls einstellen. Allerdings kann es auch zu Unverträglichkeiten oder Allergien gegen das verabreichte Präparat kommen.

Einige Komplikationen im Überblick:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Brustschmerzen
  • Kreislaufkollaps
  • Atemnot
  • Früh- oder Totgeburten in der Schwangerschaft

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Ein Arzt sollte so früh wie möglich aufgesucht werden, um mögliche schlimmere Erkrankungen als Ursache ausschließen zu können. Deshalb sollte man immer genau auf die Zeichen des eigenen Körpers achten. Ungewohnte Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen versuchen sich viele Menschen einfach durch einen stressigen Alltag zu begründen. Aber genau bei diesen ersten Anzeichen sollte ein Arzt zu rate gezogen werden. Der Eisenmangel kann sonst zu einer Anämie werden und somit auch schlimmere Symptome mit sich bringen.

 

Da Eisenmangel auch viele verschiedene andere Erkrankungen als Ursache haben kann, muss dieser unbedingt ärztlich untersucht und behandelt werden. Leider werden viele betroffene Personen erst durch starken Schwindel oder sogar Ohnmachtsanfälle wachgerüttelt und konsultieren einen Arzt, wenn bereits eine Blutarmut vorhanden ist.Je früher der Eisenmangel behandelt wird, desto besser. Der erste Gang sollte immer zum eigenen Hausarzt führen, da dieser über vorherige Erkrankungen Bescheid weiß. Er wird erste Untersuchungen durchführen und je nach Ursache des Eisenmangels eine Überweisung an andere Fachärzte ausstellen.

 


Behandlungsmethoden & Therapie

 

Wenn der Eisenmangel nicht durch eine Ernährungsumstellung oder alternative Behandlungsmethoden beseitigt werden kann oder aber wenn er bereits zu weit vorgeschritten ist, bleibt nur eine medikamentöse Therapie. Dabei gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Bei der ersten Variante wird das Eisen oral in Tablettenform eingenommen, bei der zweiten Lösung handelt es sich um eine intravenöse Zuführung des Eisens. Handelt es sich bei der Ursache um eine andere Erkrankung, wird diese natürlich auch behandelt, um den Eisenmangel zu beseitigen.

 

Die Einnahme von Tabletten wird bevorzugt verwendet, da es sich so um die Art der Eisenaufnahme durch den Körper handelt, die dem natürlichen Weg am ehesten entspricht. Die Tabletten sollten immer mit einem gewissen Abstand zur nächsten Mahlzeit und möglichst auf leeren Magen eingenommen werden. So kann das Eisen am besten aufgenommen werden. Bei Patienten mit einem sensiblen Magen kann es jedoch zu lokalen Magenreizungen, Bauchschmerzen und Durchfall kommen. Wenn dies der Fall ist, sollte ein anderes Eisenpräparat ausprobiert werden.

 

Bei der Einnahme von Tabletten kommt es häufig zu einer dunkelbraunen bis schwarzen Färbung des Stuhls. Dies ist der Fall, da das in den Präparaten enthaltene Eisen nur zu einem geringen Prozentsatz vom Körper aufgenommen und der Rest einfach wieder ausgeschieden wird. Eine Tablettentherapie kann mehrere Monate andauern, um die körpereigenen Reserven auch wieder komplett aufzufüllen. Daher müssen die Eisenpräparate auch dann noch eingenommen werden, wenn es dem Patienten bereits deutlich besser geht und sich zum Beispiel eine Blutarmut wieder gelegt hat.

 

Zu einer intravenösen Therapie wird gegriffen, wenn der Eisenmangel bereits zu weit fortgeschritten ist, eine schnelle Besserung erreicht werden soll oder die Tablettentherapie absolut nicht vertragen wird. Die Infusionen sollten möglichst hoch dosiertes Eisen enthalten, welches ganz langsam kontinuierlich über einen langen Zeitraum abgegeben wird. Die Dosierung beträgt je Infusion meist 500 – 1000 mg Eisen, welches an einen Trägerstoff gebunden ist. Wenn das Eisen zu schnell zugeführt und vom Körper aufgenommen werden würde, würde es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen.

 


Vorbeugung – Impfung & Prävention

 

Impfungen gibt es gegen Eisenmangel nicht. Man kann nur bereis bei den ersten, leichten Anzeichen sofort einen Arzt aufsuchen und testen lassen, ob bereits ein leichter Mangelzustand vorhanden ist. Um diesem jedoch ein wenig vorzubeugen, sollte man kontinuierlich auf eine ausgewogene und eisenhaltige Ernährung achten. Die Mahlzeiten können durch Vitamin C-haltige Lebensmittel angereichert oder kombiniert werden, da dieses die Aufnahme von Eisen begünstigt. Auf Kaffee, Tee und Milch sollte ungefähr eine Stunde vor und nach eisenhaltigen Speisen verzichtet werden, denn diese können die Aufnahme verschlechtern.

 

Man sollte überlegen, ob man vielleicht zu einer Risikogruppe für Eisenmangel gehört. Wenn dies der Fall ist, sollte ein Arzt konsultiert und regelmäßige Bluttests durchgeführt werden, um einen Eisenmangel so früh wie möglich zu erkennen. Besonders Frauen können mit ihrem Gynäkologen sprechen, wenn sie stärkere Regelblutungen haben. Auch bei einer Schwangerschaft sollte von Anfang an eine regelmäßige Kontrolle des Blutes erfolgen, um schon frühzeitig einen beginnenden, leichten Eisenmangel festzustellen und diesem entgegenwirken zu können.

 


Prognose zur Heilung

 

Prinzipiell ist eine vollständige Heilung bei Eisenmangel möglich. Dabei kommt es jedoch ganz auf die Ursache an. Je eher ein Mangel festgestellt wird, desto schneller und besser ist er auch zu behandeln. Liegt bereits eine Eisenmangelanämie vor, dauert es ca. 3 bis 6 Wochen, bis sich diese bessert. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass kein weiterer Blutverlust in dieser Zeit vorhanden ist. Trotzdem sollten dann die Präparate weitere 6 Wochen eingenommen werden und regelmäßige Blutkontrollen veranlasst werden. Nur so kann festgestellt werden, ob eventuell innere Blutungen bestehen welche den Erfolg der Behandlung beeinflussen.

 

Eine schnelle Linderung verschaffen Infusionen mit Eisen, etwas länger dauert eine merkbare Besserung bei der Einnahme von Präparaten. Wenn die Ursache in einer bestimmten Erkrankung liegt und diese erfolgreich behandelt wurde, dann kann auch der Eisenmangel vollständig geheilt werden. Wurde bei dem Betroffenen eine falsche Ernährung prognostiziert, wird eine langfristige Ernährungsumstellung zu einer dauerhaften Lösung führen.

 


Gefährdete Personengruppen

 

Es kann zwar jeder von Eisenmangel betroffen sein, jedoch gibt es bestimmte Personengruppen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung höher ist. Grund dafür können ganz einfach die persönlichen Lebensumstände sein. Wer zu einer dieser Risikogruppen gehört, der sollte regelmäßige Kontrollen beim Arzt durchführen lassen.

Frauen

Im Gegensatz zu Männern benötigen Frauen ca. 50 Prozent mehr Eisen. Durch die monatliche Regelblutung geht zusätzlich noch eine Menge an dem wichtigen Spurenelement verloren. In der Schwangerschaft muss nicht nur die Frau selbst, sondern auch das ungeboren Baby ausreichend versorgt werden. Der Bedarf an Eisen ist in dieser Zeit doppelt bis dreifach so hoch, je nach Schwangerschaftsmonat.

Heranwachsende

In der Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen steigt der Bedarf an Eisen, da auch die gesamte Blutmenge und die Muskelmasse im Körper zunimmt. Allerdings wird leider häufig nicht auf eine ausreichende Eisenzufuhr in dieser Zeit geachtet, weshalb ca. 10 % aller Kinder in dieser Zeit unter leichtem bis mäßigen Eisenmangel leiden. Besonders in der Schulzeit werden dann die typischen Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Antriebslosigkeit lediglich als folgen der schulischen Beanspruchung angesehen.

Ältere und Kranke

Ältere Menschen sind häufig von Eisenmangel betroffen, da sie meist weniger Appetit haben und somit eine geringere Nahrungsaufnahme stattfindet. Durch der Verlust von Zähnen im Laufe der Jahre und eventuell schlecht sitzendem Zahnersatz werden auch lieber weicher Mahlzeiten gegessen und kaum noch Fleisch, welches ein wichtiger Eisenlieferant ist.

Viele ältere Menschen leiden zusätzlich noch an Krankheiten. Durch die Einnahme von manchen Medikamenten kann die Eisenaufnahme im Körper behindert werden. Magen-Darm-Erkrankungen können ebenfalls zu einer verminderten Aufnahmefähigkeit des Körpes führen. Durch diese Aspekte können auch jüngere Personen Eisenmangel erleiden. Weitere Ursachen können starker Blutverlust (beispielsweise bei Unfällen und Verletzungen) oder chronische Nierenerkrankungen sein.

Vegetarier

Der Körper kann das Eisen, welches in pflanzlichen Produkten enthalten ist, nur sehr schwer aufnehmen. Somit kann es bei einem Verzicht auf Fleisch recht schnell zu Eisenmangel kommen. Deshalb leiden besonders häufig Vegetarier unter Mangelerscheinungen. Die Aufnahme von Eisen kann durch eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin C zu den Mahlzeiten verbessert werden. Trotzdem sollten regelmäßige Kontrollen beim Arzt durchgeführt werden.

Ausdauersportler und regelmäßige Blutspender

Durch die regelmäßige Entnahme von Blut geht bei Blutspendern auch gleichzeitig eine große Menge an Eisen verloren. Eisenpräparate oder eine besonders eisenreiche Ernährung können helfen. Auch Intensiv-Sportler müssen auf eine besonders hohe Eisenzufuhr achten, da bei einem anspruchsvollen Training der Eisenwert 10 % unterhalb der Norm liegt. Ein Gespräch mit einem Arzt, um eine individuelle Therapie zu finden, sollte somit schon bei leichter Antriebslosigkeit erfolgen.

 


Alternative Behandlungsmethoden

Neben der klassischen Medizin gibt es auch einige alternative Behandlungsmethoden, die bei Eisenmangel helfen können. Es sollte jedoch immer ein entsprechender Mediziner einbezogen und nicht einfach selbstständig der Versuch einer Behandlung gestartet werden. Eine kurze Übersicht über die alternativen Behandlungsmethoden:

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

In der TCM erfolgt zur Behandlung des Eisenmangels eine Substitution mit Blutkräutern(Radix Rhemanniae, Radix Angelika sinensis, Radix Paeoniae alba) oder aber auch mit Milz-Qi-tonisierenden Kräutern (Radix Ginseng, Rhizoma Atractylodes Macrocephalae, Poria cocos, Radix Glycyrrhizae). Auch die Akupunktur an blutbildungsanregenden Punkten(Mi10, Bl17, Bl20, Mi6, Ma36) wird häufig verwendet.

Akupunktur

Mit Hilfe der Akupunktur können bestimmte Meridianpunkte im Körper stimuliert werden, die einen Ausgleich des Energieflusses bewirken. Dadurch wird die Eisenaufnahme durch den Organismus verbessert und die Eisenwerte steigen wieder an.

Ayurveda

In der Ayurveda wird zur Behandlung von Eisenmangel das Eisen-Rasayana verwendet. Damit die Wirkung des Präparats noch verstärkt wird, wird ein Amalaki Konzentrat und ein Rosinen-Kräuterwein eingenommen. Das Amalaki Konzentrat enthält Vitamin C, welches die Aufnahme von Eisen im Körper begünstigt, und beruhigt gleichzeitig das Pitta im Verdauungstrakt. Das Eisen-Rasayana kann das Ungleichgewicht von Pitta und Vata beseitigen, welches aus ayurvedischer Sicht die Ursache für den Eisenmangel ist.

Vitalpilze

Folgende Vitalpilze können bei Eisenmangel eingesetzt werden:

  • ABM (Förderung der Blutbildung)
  • Reishi (Verbesserung der Sauerstoffsättigung im Blut)
  • Hericium (unterstützt die Darmschleimhaut)
  • Pleurotus (unterstützt die Darmschleimhaut)

Tees

Einige Betroffene konnten von positiven Auswirkungen berichten, wenn sie regelmäßig folgende Teesorten konsumieren:

  • Rotbuschtee
  • Eisenkrauttee
  • Brennnesseltee
  • Shisotee

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Kräuterblut
    Die Einnahme von dem sogenannten Kräuterblut, einem sehr eisenhaltigen Saft, kann schnelle Hilfe bei drohenden Mangelerscheinungen liefern.
  • Vitamin C
    Die Aufnahme von Eisen durch den Körper wird durch eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin C verbessert. So kann schon ein Glas Orangensaft,
    welches vor oder zu den Mahlzeiten getrunken wird, eine Besserung erzielen.
  • Fleisch und Innereien
    Fleisch ist ein wichtiger Eisenlieferant. Deshalb sollte er mehrmals die Woche auf dem Speiseplan stehen. Innereien enthalten ebenfalls sehr viel von dem Spurenelement, sollten jedoch nicht allzu häufig verspeist werden.
  • Verzicht auf Kaffee, Schwarztee und Milch
    Die genannten Getränke schränken die Aufnahmefähigkeit des Körpers für Eisen sehr stark ein und sollten deshalb eine Stunde vor und nach den Mahlzeiten vermieden werden.
  • Eisenzucker in Rotwein
    Werden 100 Gramm Eisenzucker in einen Liter Rotwein gemischt und dies anschließend so lange geschüttelt, bis sich der Zucker aufgelöst hat, kann diese Mischung bei regelmäßigem Konsum (morgens und abends jeweils ein kleines Glas) eine deutliche Besserung erzielen.
  • Zeitpunkt der Einnahme eines Eisenpräparats
    Wenn bereits ein Eisenpräparat vom Arzt verschrieben wurde und dieses nun regelmäßig eingenommen wird, kann der richtige Zeitpunkt entscheidend sein. Entweder eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit oder aber zwei Stunden danach ist die Fähigkeit des Körpers am besten, das enthaltene Eisen aufzunehmen. Generell wird es am besten aufgenommen, wenn die Tabletten auf leeren Magen eingenommen werden.
  • Eisenreiche Smoohies
    Eine Kombination aus eisenreichem Obst und Gemüse kann in gemixter Form als Smoothie getrunken werden. Dies lässt sich besonders gut vorbereiten und ist auch für unterwegs geeignet.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Folgende Kräuter können bei Eisenmangel helfen:

  • Brennnessel
  • Frauenmantel
  • Schafgarbe
  • Petersilie
  • Löwenzahn
  • Kresse
  • Minze
  • Schnittlauch
  • Thymian

Die Kräuter können auf verschiedene Arten eingenommen werden und enthalten viel wichtiges Eisen bzw. verbessern die Aufnahme durch den Organismus. Löwenzahn kann zum Beispiel aus Salat verspeist werden. Andere Kräuter, wie Petersilie, Thymian und Schnittlauch, können zur Verfeinerung einer Vielzahl von Speisen genutzt werden. Auch Tees oder Teemischungen haben eine positive Wirkung.

So hat sich zum Beispiel eine Mischung aus Brennnessel, Frauenmantel und Schafgarbe bewährt. Auch eine Kombination aus Brennnessel, Petersilie, Enzianwurzel und Ringelblumen konnte schon bei einigen betroffenen eine Besserung bewirken. Dabei sollten Heilkräuter immer nur unterstützend zu anderen Behandlungsmethoden verwendet werden. Einen Eisenmangel können sie nämlich nicht komplett ausgleichen, aber sie können die Aufnahmefähigkeit stark verbessern und somit optimale Voraussetzungen für andere Therapien bieten.

 

Ätherische Öle

 

Ätherische Öle gibt es leider keine, die bei der Behandlung von Eisenmangel helfen können. Da Eisen dem Körper zugeführt werden muss um eine Besserung zu erzielen, eignen sich zahlreiche Therapien deutlich besser. Nur ein paar Symptome können eventuell durch die jeweils dafür vorgesehenen Öle gelindert werden.

So wirkt zum Beispiel Minzöl bei Kopfschmerzen sehr entspannend, wenn es auf die schmerzende Stelle aufgetragen wird. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, nur sollte bei einer Reizung der Haut die Anwendung sofort abgebrochen werden. Desweiteren muss aufgepasst werden, dass das Öl nicht ausversehen in die Augen gelangt. Für die Behandlung anderer Symptome sind hilfreiche Tipps in der jeweiligen Rubrik zu finden. Eine richtige Linderung oder sogar Heilung des Eisenmangels ist jedoch nicht möglich.

 

Homöopathie & Globuli

Diese beiden Arten von Globuli können bei Eisenmangel eine positive Wirkung erzielen:

Wie bei den ätherischen Ölen gibt es bei den homöopathischen Mitteln und Globuli leider kaum etwas, das effektiv gegen den Eisenmangel hilft. Das Ferrum phosphoricum jedoch stärkt das eigene Immunsystem und wirkt sich sehr positiv auf den Blutkreislauf aus. Auch Ferrum metallicum kommt zur Behandlung in Frage.

Es sollte jedoch immer ein Profi zu Rate gezogen werden, da nur dieser die Gesamtsituation des zu Behandelnden einschätzen und somit beurteilen kann, ob und welches Mittel wirklich geeignet ist. Jedes Präparat muss in der Dosierung individuell auf jeden Menschen angepasst werden und nicht jedes Mittel ist auch für jede Person geeignet. Über das notwendige Wissen dazu verfügen Leihen des Fachgebiets nicht, weshalb diese nicht eigenständig die Einnahme festlegen sollten. Besser geeignet als Globuli sind einige Schüssler-Salze zur Behandlung von Eisenmangel.

 

Schüssler-Salze

Diese Schüssler-Salze können zur Behandlung verwendet werden:

Um die körpereigene Eisenaufnahme zu verbessern empfiehlt sich eine Kombination der Schüssler Salze Nummer 3, 17 und 19. Um das Immunsystem zu unterstützen und für etwas mehr Energie zu sorgen, können die Nummern 2, 3, 5, 8, 21 und 22 zusammen eingenommen werden. Die richtige Potenz und Anzahl zu finden ist aber gar nicht so leicht, weshalb ein Spezialist die genaue Dosis festlegen sollte.

 

Diät & Ernährung

 

  • 3-4 mal die Woche mageres Fleisch
  • auf Kaffee, schwarzen Tee und Milch verzichten
  • zu den Mahlzeiten zusätzliches Vitamin C einnehmen
  • eisenhaltiges Obst essen
  • eisenhaltiges Gemüse essen
  • frisch kochen – keine Fertiggerichte
  • Kräuter zur Verbesserung der Eisenaufnahme des Körpers verwenden
  • insgesamt auf eine ausgewogene Ernährung achten

Die häufigste Ursache für Eisenmangel ist eine Nahrungsaufnahme bestehend aus vielen verarbeiteten Lebensmitteln, Fast-Food oder Fertigprodukten. Durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann der Mangel somit oft schon komplett beseitigt werden. Zusätzlich kann die Aufnahmefähigkeit des Körpers verbessert werden, indem entsprechende Kräuter (siehe Absatz „Heilkräuter“) verwendet werden oder eine extra Portion an Vitamin C-haltigen Lebensmitteln zu den Mahlzeiten gegessen werden.

Auch Brokkoli und Paprika fördern die Eisenresorption. Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee und Milch beeinflussen den Eisengehalt im Körper jedoch negativ, da der Organismus an einer optimalen Eisenaufnahme gehindert wird. Deshalb sollte eine halbe Stunde vor und 2 Stunden nach einer Mahlzeit darauf verzichtet werden.

 


FAQ – Fragen & Antworten

Kann der Körper Eisen selbst bilden?

Nein, leider ist der menschliche Organismus dazu nicht in der Lage. Gerade deshalb ist es so wichtig, immer genug Eisen durch die Nahrung aufzunehmen.

Wann sollte man spätestens zum Arzt gehen?

Sobald auch nur der geringste Verdacht auf Eisenmangel besteht oder wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Je früher, desto besser.

Was ist der Unterschied zwischen Eisenmangel und einer Eisenmangelanämie?

Beim einfachen Eisenmangel greift der Körper noch auf die eigenen Reserven, das Speichereisen zurück. Bei einer Eisenmangelanämie sind diese Reserven bereits aufgebracht und es kommt zu einem Blutmangel, verursacht durch den Eisenmangel.

Auf was muss ich achten, wenn ich Eisentabletten nehme?

Zuerst muss natürlich auf eine richtige Dosierung geachtet werden. Diese erfährt man vom Arzt, der die Tabletten verschrieben hat. Zusätzlich muss auf den Zeitpunkt der Einnahme geachtet werden. Optimal ist dafür morgens, da das Präparat dann auf leeren Magen eingenommen wird und das Eisen somit am besten vom Körper aufgenommen werden kann.

Wie lange muss ich nach der Einnahme einer Eisentablette warten, bis ich wieder Milchprodukte essen darf?

Optimal ist eine Pause von 2 Stunden, damit der Körper wieder zu einer sehr guten Eisenaufnahme fähig ist.

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