Erste Hilfe bei Asthamaanfall

Asthamaanfall

Alle hatten sich auf einen erholsamen Frühlingsspaziergang gefreut. Es war Sonntag, und die Frühlingssonne entwickelte schon ein wenig Kraft, so dass die ersten Sonnenstrahlen des Jahres willkommen waren.

Es wurde gescherzt und gelacht, aber plötzlich bekam der Familienvater einen Asthmaanfall, der ein wenig Angst und Schrecken auslöste. Nach gut fünfzehn Minuten und der Verabreichung eines hochwirksamen Medikaments war alles gut überstanden, die Familie und der Betroffene erleichtert, denn der Asthmaanfall mutierte nicht zum direkten Notfall…

Erste Anzeichen

Am Beginn eines Anfalls stehen oftmals Reizhusten, Brustenge und Schmerzen hinter dem Brustbein. Auch das Ansteigen der Atem- und Herzfrequenz und ein charakteristisches Pfeifen beim Ausatmen deuten auf einen anstehenden Asthmaanfall hin. Ein Betroffener der gerade einen Asthmaanfall durchlebt leidet an Atemnot. Er hat das Gefühl zu ersticken und weist bei bereits fortgeschrittenem Sauerstoffmangel blaue Lippen und eine blasse Hautfarbe auf.

Erste Hilfe bei einem Asthmaanfall!

Asthmatiker haben das Problem, dass ihre Bronchien überempfindlich auf bestimmte Reize reagieren. Bei einem Asthmaanfall verengen sie sich krampfartig, so dass es zu einem Anfall von akuter Atemnot kommt. Parallel dazu bildet sich ein Schleim in den Atemwegen, und es kommt zu einer Schwellung der Schleimhäute.

Ein solcher Anfall ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ausatmen schwerer fällt als das Einatmen. Des Weiteren wird ein solcher Anfall von Atemgeräuschen begleitet. Während des Anfalls ist der Betroffene sehr unruhig und klagt über einen beschleunigten Puls.

Kommt es zum Fortschreiten des Sauerstoffmangels, so färben sich Gesicht und Lippen bläulich, was häufig von kaltem Schweiß begleitet wird.

Wird akute Atemnot durch einen Asthmaanfall ausgelöst, muss schnell gehandelt werden.
Priorität sollte aber trotzdem das Ruhigbleiben haben. Wenn schon ein Asthmaspray vorhanden ist, sollte es inhaliert werden.

Des Weiteren ist es empfehlenswert, ggf. enganliegende Kleidung zu lockern. Es gibt bestimmte Atemtechniken, die das Atmen erleichtern können, dazu gehören der Kutschersitz und die Lippenbremse, Atemtechniken, die jedem Asthmatiker geläufig sind.

Sollten sich die Atembeschwerden weiterhin verschlechtern, so ist das Asthmaspray noch einmal zu inhalieren. Wenn infolge des Notfallplanes kortisonhaltige Tabletten empfohlen wurden, so sind diese einzunehmen.

Tritt keine Besserung ein, muss der Notarzt (112) so schnell wie möglich verständigt werden, um professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wann ist professionelle Hilfe bei einem Asthmaanfall notwendig?

Wenn der Zustand sich trotz Medikamenten und Atemtechniken nicht verbessert oder gar verschlechtert, muss in jedem Fall ein Notarzt gerufen werden da sonst Erstickungsgefahr droht.

Als Erstes sollte der Betroffene sich setzen, notfalls eben auf den Boden und sich dabei mit den Armen abstützen, da dies die Atemhilfsmuskulatur in den Schultern aktiviert.

Falls er ansprechbar ist, sollte in Erfahrung gebracht werden, ob ein Asthmaspray mitgeführt wird. Der Rettungsdienst sollte so schnell wie möglich benachrichtigt werden. Verwandte und andere nahestehende Personen sollten erst im Nachhinein unterrichtet werden.

Die europaweit gültige Notrufnummer ist die 112.

Der Betroffene sollte beruhigt werden und davon in Kenntnis gesetzt werden, dass bereits Hilfe naht. Einfühlungsvermögen und Körperkontakt sind wichtig damit der Patient nicht in Panik verfällt, was seinen Zustand noch verschlechtern würde.

Falls diese noch nicht bekannt ist, wäre es jetzt an der Zeit die Lippenbremse auszutesten. Es wird durch die Nase eingeatmet und durch die geschlossenen Lippen ausgeatmet. Durch die Druckverlagerung wird die Atmung erleichtert.

Auch der Kutschersitz kann die Not lindern. Dabei sitzt man vornübergebeugt und stützt sich mit den Armen entweder auf den Oberschenkeln oder auf einem Tisch ab. Kopf und Schultern fallen entspannt nach vorne und erleichtern so das Atmen. Beengende Kleidung sollte geöffnet oder entfernt werden.

Im Winter sollten keinesfalls die Fenster geöffnet werden, da die Kälte die Atemenge noch mehr beengt und den Anfall so verschlimmern kann. Erfahrene Asthmatiker führen immer Notfallarzneimittel mit sich.

Sollte der Anfall sich verschlimmern, muss eventuell eine kortisonhaltige Tablette eingenommen werden.

Jeder Asthmatiker sollte sehr gut auf den akuten Asthmaanfall vorbereitet sein. Der Krisenfall kann schnell eintreten, da ist es sinnvoll, eine evtl. auftretende Gefahrenlage mit dem Arzt des Vertrauens zu besprechen.

Tritt also ein akuter Asthmaanfall auf, sollten sich die bronchialerweiternden Medikamente mit Sofortwirkung in greifbarer Nähe befinden. Tritt dann eine Besserung ein, liegt es im Ermessen des Betroffenen den Arzt, zumindest telefonisch, über den erlittenen Anfall in Kenntnis zu setzen.

Ist es aber so, dass das Beta-Mimetikum sowie die Atemtechnik nicht schnell genug ansprechen, so muss eine Inhalation fortgeführt und eine zusätzliche Kortison-Tablette eingenommen werden. Außerdem ist es notwendig, unverzüglich einen Arzt bzw. eine Klinik aufzusuchen.

Dieses gilt auch, wenn die Zeichen einer akuten Attacke ausgeprägter sind, wenn zum Beispiel beim Ausatmen deutliche Schwierigkeiten auftreten. Des Weiteren ist dies der Fall, wenn der Patient zu kurzatmig ist, um zu Sprechen oder zu Laufen.

Der Ernst der Lage wird aber auch deutlich, wenn der Betroffene eine angestrengte und schnelle Atmung, einen stark angehobenen Brustkorb und einen deutlich beschleunigten Herzschlag aufweist, Symptome, die mit Angst und einer bläulichen Lippenfärbung einhergehen.

Es besteht ein absoluter Notfall, wenn sich diese Symptome weiter steigern. Es ist auch typisch in solch einem Fall, wenn der Brustkorb eine starke Aufblähung zeigt, zudem kaum beweglich ist, die Lippen bzw. Finger blau gefärbt sind und die Blutgefäße, die sich im Halsbereich befinden, stark gefüllt sind.

Professionelle Hilfe muss dann schnellstens in Anspruch genommen werden, wobei der Betroffene im Sitzen transportiert werden muss.

Wie ist die Prognose bei Asthma?

Bei Bronchial-Asthma handelt es sich um eine chronische Krankheit, die früh erkannt bzw. konsequent behandelt, durchaus über eine gute Prognose verfügt. So heilt sie bei der Hälfte aller Kinder nach Ende der Pubertät aus. Auch ca. 20 Prozent der Erwachsenen können von Asthma geheilt werden. Wenn eine Heilung nicht möglich ist, so ist doch bei 40 Prozent der Betroffenen ein deutlicher Symptomrückgang zu verzeichnen.

Asthma kann ein lebenslanger Weggefährte sein, da es sich um eine chronische Krankheit handelt. Wenn das Krankheitsbild schon im Kindesalter entdeckt wird, besteht die Chance einer kompletten Heilung. Eine übermäßige Abwehrbereitschaft des Körpers bleibt allerdings bestehen.

Was ist Asthma?

Die Atemwege von Asthmatikern sind sehr empfindlich, da diese Erkrankung der Atemwege dazu führt, dass die Bronchien chronisch entzündet sind. Bei bestimmten Reizen verschleimen und verkrampfen diese. Die Schleimhäute schwellen zudem auch noch an und erschweren das Atmen noch mehr. Große Aufregung kann dies auslösen genauso wie Pollen oder andere Substanzen auf die man allergisch reagieren kann.

Beim Asthmaanfall spielen drei Mechanismen eine besonders wichtige Rolle. Die Bronchiolen verkrampfen nicht nur, sondern verengen sich und sondern einen zähen Schleim ab, der den Gasaustausch stark beeinträchtigt.

 

 

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