Inspiration

Bei der Inspiration handelt es sich um das Einatmen. Somit ist sie eine Phase des Atemzyklus. Während des Einatmens gelangt frische Luft vor allem sauerstoffreiche Luft in die Lunge. Von dort aus kann der gesamte Körper mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff versorgt werden. In unserem Gesundheitsratgeber zum Thema Inspiration erläuern wir alles Wissenswerte und Gehen neben der Funktionsweise auch auf mögliche Krankheiten und Beschwerden, sowie weitere interessante Aspekte ein.

Was ist die Inspiration?

Die Begrifflichkeit „Inspiration“ stammt von dem Lateinischen „inspiratio“ und bedeutet soviel wie „Beseelung“ und „einhauchen“. Übersetzt in die deutsche Sprache bedeutet „Inspiration“ „Einatmen“ und stellt somit einen Teil des Atemzyklus dar. Während dieser Phase gelangt sauerstoffreiche frische Luft in die Aveolen der Lunge. Diese dehnt sich durch die einfließende Luft aus.

Die Einatmung ist ein sehr aktiver Prozess, anders als die Ausatmung. Die Atemmuskulatur muss sich anspannen, um die benötigte Druck-Volumen-Arbeit leisten zu können.

Die Unterscheidung der Einatmungsformen

Die Einatmung kann in Brust- sowie Bauchatmung untergliedert werden. Bei der Bauchatmung, oder auch Zwerchfellatmung, handelt es sich um eine normale sowie ruhige Form der Lungenbelüftung. Wenn der Körper entspannt ist, wird diese Atmung bewusst eingesetzt. So findet man sie auch bei Meditationen, Entspannungsübungen und Yoga wieder. Auch asiatische Kampfsportkünstler machen von dieser Atmungstechnik Gebrauch.

Handelt es sich eher um dominierende Bewegungen im Brustkorb, so spricht man von der Brustatmung. Hier wird mehr Energie verbraucht, da die Atemmuskulatur deutlich mehr beansprucht wird. Ist der Körper überanstrengt, so wird diese Form der Einatmung benötigt.

Funktion & Aufgabe

 

  • Zellen werden mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt
  • Der Abtransport von Kohlendioxid wird eingeleitet

Die Einatmung ist nicht nur dafür verantwortlich, den Mechanismus mit dem lebenswichtigen Sauerstoff zu versorgen, sondern schafft gleichzeitig die Möglichkeit, dass das produzierte Kohlendioxid aus dem Körper abtransportiert werden kann.

Die Atem- sowie Atemhilfsmuskulatur müssen arbeiten, damit Sauerstoff in den Körper einströmen kann. Der Brustkorb dehnt sich, was durch die äußerliche Hebung sichtbar wird. Aufgrund der Pleura folgt die Lunge den Bewegungen des Brustkorbes. Die Pleura ist eine Gewebsschicht aus zwei Blättern zwischen diesen beiden Bereichen. Die Flüssigkeit, die sich zwischen Brustkorb und Lunge befindet, sorgt dafür, dass beides aneinander haftet.

Die Lunge ist sehr elastisch und dehnt sich gemeinsam mit dem Brustkorb aus. Dadurch entsteht ein Unterdruck in ihr. Somit ist es möglich, dass die eingeatmete Luft durch die Atemströme eindringen kann.

Verwendete Muskelpartien während der Inspiration

Welche Muskeln während der Inspirationsphase arbeiten, hängt voll und ganz von der Art der Atmung ab. Handelt es sich um die Brustatmung, so sind überwiegend Atemhilfsmuskeln sowie Zwischenrippenmuskeln aktiv. Diese sorgen dafür, dass sich der Brustkorb ausreichend ausdehnt und der Lunge somit den benötigten Platz gibt.

Wird die Bauchatmung genutzt, so leistet das Zwerchfell die meiste Arbeit. Dadurch, dass es sich zusammenzieht, kann die Lunge ideal nach unten ausweichen und sich ausdehnen.

  • Atemhilfsmuskeln
  • Zwischenrippenmuskeln
  • Zwerchfell

Der Pfad des Sauerstoffes

Bevor die Atemluft in der Lunge ankommt, passiert sie weitere Orte im Körper. Dies beginnt bereits bei der Nase und dem Mund. Sie sind für die Ausnahme von frischer Luft verantwortlich. Nach der Aufnahme passiert sie die Rachen, die Luftströme, den Kehlkopf und die Bronchien. Sobald die Luft angekommen ist, findet ein Gasaustausch in den rund 300.000 Alveolen (Lungenbläschen) statt. Es entsteht also ein Austausch zwischen dem Blut und der Luftbläschen. Während die Alveolen den Sauerstoff an das Blut abgeben, gibt dieses das Kohlendioxid an die Lungenbläschen weiter. Im Zuge der Exspiration (Ausatmung) kann somit das Kohlendioxid aus dem Körper geleitet werden.

Die Versorgung mit Sauerstoff

Das mit Sauerstoff angereicherte Blut versorgt sämtliche Zellen des menschlichen Organismus mit diesem. Jegliche Stoffwechselprozesse sind nur dann notwendig, wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist.

Wissenswert: Nicht der gesamte Anteil des Sauerstoffes wird während der Einatmung weitergeleitet und verbraucht. Überreste werden während der Exspiration wieder nach draußen geleitet.

Der Sauerstoffgehalt während der Inspiration beträgt in etwa 21 Prozent. Während der Exspiration sind noch immer 17 Prozent des Gehaltes vorhanden. Dieser Aspekt ermöglicht eine Atemspende, da die Luft, welche ausgeatmet wird, noch immer über ausreichend Sauerstoff verfügt.

Das Atemzentrum im verlängerten Rückenmark steuert den gesamten Inspirationsvorgang automatisch. Es ist jedoch möglich, die eigene Atemtechnik zu perfektionieren und somit das eigene Körperbewusstsein zu steigern. Vor allem beim Musizieren oder dem Ausüben einiger Sportarten ist dieser Punkt wichtig.

Krankheiten & Beschwerden

Bereits bei der Einatmung können viele Atemprobleme auftreten. Auch vorübergehende Beschwerden sollten bereits ernstgenommen werden, da diese in einigen Fällen psychisch bedingt sein können. Einige Störungen können der befindlichen Person enorme gesundheitliche Probleme bereiten. Der schwerwiegenste Punkt in dieser Rubrik ist der akute Atemstillstand. Da die Zellen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden können, tritt bereits nach wenigen Minuten das Lebensende ein.

Ursachen für Inspirationsstörungen

Die Quelle der Störung kann sehr vielseitig sein, genauso wie das entstehende Krankheitsbild. Sie kann im Brustkorb aber auch außerhalb liegen. In vielen Fällen liegt der Auslöser bereits in den unteren oder auch oberen Atemwegen. Bei einer Verstopfung der verantwortlichen Teile fällt das Einatmen zunehmend schwer. Weiterhin entsteht ein leises Pfeifgeräusch.

Neben einer Blockade kann die Schädigung der Brochen zu Beschwerden führen. Hierzu zählen Asthma, Bronchitis oder auch Lungenschäden als Folge einer schweren Lungenentzündung.

Da die Lunge und das Herz in einer engen Verbindung zueinder stehen, kann auch dieses zu Atembeschwerden führen. Vor allem eine chronische Herzschwäche oder ein akuter Herzinfarkt können zu Lungenödemen führen. Hierdurch kann sich die Lunge mit Wasser füllen. Es entsteht ein brodelndes Geräusch beim Atmen. Weiterhin kann sich Wasser im Pleura bilden, also zwischen Lunge und Rippenfell. Beide Beschwerden führen zu einem erheblichen Sauerstoffmangel und zu einer folgenden Atemnot.

Achtung: Wenn sich Wasser im Pleura befindet, so besteht die Gefahr, einen kompletten Lungenkollaps zu erleiden. Es entsteht ein erheblicher, schnell eintretender Sauerstoffmangel, welcher wie bei die Lungenembolie (der Verschluss der Lungengefäße), innerhalb weniger Minuten tödlich endet.

Folgen durch Inspirationsstörungen

 

  • Schmerzen
  • Geräusche beim Einatmen
  • Veränderung der Atemfrequenz
  • Subjektives Gefühl der Atemnot

Wird das Einatmen gestört, so können Schmerzen eintreten. Aber auch hörbare Geräusche sind keine Seltenheit. Vor allem während der Erkältungszeit treten diese auf. Aber auch, wenn jemand kaum Luft bekommt, also schlecht einatmen kann. Hier kann auch ein subjektives Gefühl der Atemnot eintreten. Gerade Asthmatiker kennen dieses Gefühl nur zu gut, welches sie mit der Inhalation eines bestimmten Mittels wieder ausgleichen.

Wissenswert: Bereits Fremdstoffe können Schmerzen beim Einatmen hervorrufen. Ein Beispiel dafür ist die Staublunge, die man in einigen Berufsfeldern erlangt, wenn man einen Mund– und Nasenschutz trägt.

Fragen & Antworten zu der Thematik Inspiration

 

Ist es gefährlich, die Luft lange anzuhalten?

Für viele Menschen gehört das Anhalten der Luft zu einer Disziplin, entweder um sich gegenseitig zu messen oder auch, um lange Tauchen zu können. Im Tauchsport gibt es das Zeittauchen (statisches Apnoetauchen), bei dem man so lange wie möglich ohne Sauerstoffversorgung unter Wasser bleibt. Der Weltrekord liegt bei 22,5 Minuten, was sehr beeindruckend, aber auch beängstigend zugleich klingt. Man muss jedoch sagen, dass es sich dabei um geübte Menschen handelt. Sie können ihre Herzfrequenz gezielt verringern, sodass auch der Kreislauf gesenkt wird. Dadurch fällt der Sauerstoffverbrauch niedriger aus.

Mögliche Folgen des Luftanhaltens:

  • Kreislaufbeschwerden
  • Ohmacht (Synkope)
  • Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis

Kann man auch unter Wasser einatmen?

Kurz und knapp könnte man sagen, dass unter Wasser keine Luft vorhanden ist und man ertrinkt. Man könnte genauso versuchen, sich unter der Dusche einen Wasserstrahl über das Gesicht Laufen zu lassen und dabei einzuatmen. An sich müsste doch zwischen den einzelnen Wasserfäden der Sauerstoff aus der Luft vorhanden sein. Sobald jedoch Wasser in unsere Atemwege gelangen, wird dies sehr unangenehm und hindert uns am Atmen. Dringt zu viel Wasser in die Lunge ein, so erstickt man. Aus diesem Grund kann man unter Wasser nicht einatmen. Bereits im Mutterleib wurden wir mit Tauchreflexen ausgestattet und halten somit die Luft an. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so wäre Fruchtwasser in unsere Lunge eingedrungen und wir wären erstickt.

Kann die verbrauchte Atemluft erneut genutzt werden?

In der Regel ist es möglich, seine verbrauchte Atemluft mehrfach zu nutzen. An sich beträgt der Anteil an Sauerstoff in der Luft ungefähr 21 Prozent. Davon werden in einem Durchgang 4 Prozent benötigt und 17 Prozent wieder abgegeben. Diese kann demzufolge ein paar weitere Atemzüge genutzt werden und den Körper mit Sauerstoff versorgen. Aber nach 4 bis 5 weiteren Zügen ist auch diese verbraucht. In kleinen geschlossenen Räumen droht aus diesem Grund nach einiger Zeit das Ersticken.

Unser Fazit zur Inspiration

Die Inspiration ist ein lebenswichtiger Vorgang des menschlichen und auch tierischen Organismus, welcher nicht nur die Exspiration (das Ausatmen) einleitet, um das Kohlendioxid ableiten zu können. Mit Hilfe des aufgenommenen Sauerstoffs werden die Zellen versorgt, welche ohne den Stoff lebenswichtige Funktionen nicht durchführen könnten. Aus diesem Grund tritt bei Menschen, welche ihre Herzfrequenz nicht beeinflussen können und somit den Sauerstoffverbrauch regulieren, nach wenigen Minuten der Herzstillstand und somit der Tod ein.

Wird die Einatmung gestört, so können Schmerzen aber auch weitere Beschwerden eintreten, die spürbar und auch hörbar sind. Selbst mit ab und an auftretenden Problemen bei der Inspiration sollte man bestenfalls einen Arzt aufsuchen, da es einen Grund dafür geben kann, egal ob psychisch oder auch körperlich, welcher zu einem endgültigen Herzstillstand führen kann.

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