Kehlkopf

Die Anatomie des Kehlkopfs

Über die Sprachfähigkeit unterscheidet sich der Mensch signifikant von Tieren. Um Laute zu erzeugen, arbeiten mehrere Funktionen und Teile des menschlichen Körpers zusammen. Eine der wichtigsten Bestandteile für die menschliche Sprachfähigkeit ist der Kehlkopf, welcher sich innerhalb des Halses befindet. Im nachfolgenden Artikel werden sämtliche Funktionen und Aufgaben des Kehlkopfs aufgelistet sowie seine Anatomie und sein Aufbau beschrieben. Ebenfalls wird auf gängige Erkrankungen mit Bezug auf den Kehlkopf Bezug genommen, welche für eine bessere Übersichtlichkeit nochmals in einer Liste zusammengefasst werden.


Was ist der Kehlkopf?

Obwohl der Kehlkopf, welcher sich innerhalb des Halses befindet, als ein ganzes Gewächs betrachtet werden kann, gliedert er sich in mehrere Unterbereiche. Somit ist der Kehlkopf ein komplexer Apparat, welcher wesentlich für die menschliche Lauterzeugung verantwortlich ist. Neben dem Knorpelgewebe in Form von Schild- und Ringknorpel, Kehldeckel sowie Stellknorpeln besteht der Kehlkopf aus Bändern und Muskeln. Arbeitet dieser komplexe Apparat auf richtige Weise, kann der Mensch Laute erzeugen. Diese wiederum werden umgewandelt, damit der Mensch unter anderem Sprechen, singen oder lachen kann. Der genaue Sitz des Kehlkopfs bzw. Larynx, wie seine medizinische Bezeichnung lautet, ist in der Mitte des menschlichen Halses. Während der Kehlkopf bei Frauen meist unbemerkbar bleibt, signalisiert er sich bei Männern stark durch den Adamsapfel. Bei gewissen Frauen jedoch kann der Adamsapfel allerdings ebenfalls sichtbar sein. Der Kehlkopf bewegt sich nicht nur bei der verschiedenen Lauterzeugung. Schluckt der Mensch, bewegt sich der Kehlkopf gleich wie beim Sprechen. Die Bewegungen des Kehlkopfs werden somit deutlich auch von außen sichtbar. Der Kehlkopf ist zugleich nicht nur eine Besonderheit des Menschen. Tiere besitzen ihn gleichfalls. Der tierische Kehlkopf aber unterscheidet sich geringfügig beim Aufbau vom menschlichen, sodass Tiere zwar in der Lage sind, Laute zu erzeugen, jedoch nicht zu sprechen.

Funktionen und Aufgaben des Kehlkopfs

Dass der Mensch in der Lage ist, Laute zu erzeugen und, im Gegensatz zu Tieren, zu sprechen, hängt mit dem Aufbau des Kehlkopfs zusammen. Seine Hauptaufgabe besteht maßgeblich in der Entstehung von Sprache und für die Stimmbildung bzw. Phonation. Vereinfacht gesagt ist der Kehlkopf die Grundlage für die sprachliche Kommunikationsfähigkeit des Menschen. Treten beispielsweise Erkrankungen am Kehlkopf auf, kann der Mensch in manchen Fällen zwar weiterhin Laute erzeugen, ist zugleich nicht mehr in der Lage, normal oder überhaupt zu sprechen.

Der Kehlkopf bzw. Larynx besitzt zwei Funktionen. Neben der Stimmbildung schützt er die Luftröhre und die Atemwege mittels Schluckvorgänge und den Schluckreflex. Obwohl der Kehlkopf mittig im Hals sitzt, ist er fest mit dem hinteren Teil der Zunge, dem sogenannten Zungengrund verbunden. Diese Verbindung dient sowohl dem Schluckvorgang wie reguliert sie die Sprache. Der Kehlkopf ist in der Lage, im Laufe des menschlichen Lebens trainiert zu werden. In der Pubertät bzw. im Stimmbruch wächst der Stimmbruch in sämtlichen Dimensionen. Hierbei nehmen die Knorpel an Dicke und Festigkeit zu, woraus eine meist tiefere Stimme resultiert. Sänger trainieren ihren Kehlkopf, um Vokale verschiedenartig bilden zu können. Durch das Kehlkopftraining kann die Gesangsstimmte einen charakteristischen Klang erreichen, welcher vor allem in der klassischen Musik gefragt ist.

Im Inneren des Kehlkopfs liegen die Stimmlippen bzw. Stimmbänder. Diese erzeugen die menschliche Stimme. Die Stimmlippen verfügen über einen Spalt, die Stimmritze. Diese ist bei normalen Atmen weit geöffnet. Wird das Atmen angehalten, schließt sie sich. Spricht oder singt der Mensch, nähern sich die Stimmlippen an. Mittels ausgeatmeter Luft werden die Stimmlippen letztendlich in Schwingungen gesetzt, welche Schallwellen und daraus resultierende Laute bzw. die Stimmte erzeugt.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben des Kehlkopfs

  • Entstehung von Lauten im allgemeinen Sinn
  • Stimmbildung / Phonation
  • Schutz der Luftröhre und Atemwege mittels Schluckvorgang und Schluckreflex
  • Erzeugung von Lauten / Sprache durch die Stimmbänder

Anatomie und Aufbau des Kehlkopfs

Der Kehlkopf bzw. Larynx befindet sich unterhalb des Rachens bzw. Pharynx mittig im Hals. Er ist von außen nur bedingt sichtbar, da sein Hauptaufbau auf der Innenseite des Halses liegt. Von außen lässt er sich dennoch bewusst durch Schlucken bzw. Abtasten des Halses erfühlen. Während der Sitz des Kehlkopfs bei Frauen schwieriger erkennbar ist, zeichnet er sich beim Mann gut durch den Adamsapfel ab. Dennoch kann er auch bei gewissen Frauen sichtbarer auftreten.

Der Kehlkopf ist kein Gesamtkonstrukt des menschlichen Körpers, sondern besteht aus mehreren Teilen, welche zusammenarbeiten. Seine wesentlichen Bestandteile sind das Knorpelgewebe, Bänder und Muskeln. Das Knorpelgewebe wiederum setzt sich aus dem Schildknorpel, dem Kehldeckel, dem Ringknorpel und den Stellknorpeln zusammen. Im Inneren des Kehlkopfs befinden sich die Stimmbänder bzw. Stimmlippen. Diese sind nur locker befestigt, sodass sie frei schwingen können. Die Schwingungen der Stimmbänder wiederum werden durch ausgeatmete Luft erzeugt. Durch das Ausatmen der Luft können die Stimmbänder kontrolliert Töne und somit die menschliche Sprache erzeugen.

Der Kehldeckel wiederum verschließt beim Schluckvorgang die Luftröhre bzw. Trachea. Dies verhindert, dass bereits geschluckte Nahrung in die Atemwege gelangt. Mittels Hustenreiz öffnet sich der Kehldeckel wiederum, sodass Fremdkörper zurück in die Speiseröhre und Richtung Mundhöhle transportiert werden.

Obwohl der Kehlkopf bzw. Larynx ein ausgeklügeltes System darstellt, wird ein Großteil seiner Funktionen unbewusst ausgeführt. Durch äußere Einflüsse kann sich der Kehlkopf zudem verändern. Während er in der Pubertät wächst, wird die menschliche Stimme tiefer. Hierbei ändert sich sowohl die Dichte wie Festigkeit der sich im Kehlkopf befindlichen Knorpel. Nach der Pubertät bleibt die Dichte und Festigkeit weitestgehend erhalten, wobei sie sich mit zunehmenden Alter verändern kann. Auch andere Einflüsse wie eine nicht richtig geschluckte Nahrung oder Erkrankung bewirkt eine meist nicht dauerhafte Veränderung der Stimmbänder bzw. des Kehlkopfs. Die Stimme bzw. die erzeugten Laute erscheinen hierbei rau und belegt.

Die Stimmbänder

Die Stimmbänder sind stets paarig gelegen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Stimmlippen, welche wiederum für die Stimmbildung des Menschen verantwortlich sind. Meist werden die Stimmlippen in der Umgangssprache als Stimmbänder gehandhabt. Das Stimmband bzw. Ligamentum vocale ist ein elastisches Band. Dieses erstreckt sich von der rückseitigen Fläche des Schildknorpels bis zum Processus vocalis des Stellknopfels. Jedes Stimmband liegt im mittleren Bereich des Kehlkopfs, sodass es, gleich wie der Kehlkopf, von außen nicht sichtbar ist. Stimmbänder liegen immer paarig an und befinden sich gemeinsam mit den Stimmmuskeln in den Stimmlippen. Über die Kontraktionstätigkeit der Stimmmuskeln und Beteiligung der Kehlkopfmuskeln sind die Stimmbänder in der Lage, die Form und Spannung der Stimmlippen und der Stimmritze zu regulieren. Somit regulieren die Stimmbänder letztendlich die Stimmbildung.

Die Stimmbänder formen die mittlere Kante der Stimmlippen und der Stimmritze. Sie lagern auf den paarig angelegten Stimmmuskeln auf. Die Muskelfasern der Stimmmuskeln Gehen in die Stimmbänder über. Jenet Abschnitt der Stimmbänder, welcher in Richtung des Kehlkopflumens liegt, ist zusätzlich mit einer Schleimhaut überzogen, welche aus Plattenepithel besteht. Der Nervus recurrens versorgt die Muskulatur des Kehlkopfs mitsamt der Stimmmuskeln. Obwohl die Stimmlippen meist im Alltag als Stimmbänder bezeichnet werden, werden sie lediglich aus dem den Stimmmuskeln aufliegendem Epithel und in den oberen Schichten aus Fasern gebildet.


Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Kehlkopfs

Nahezu alle Krankheiten, welche den Kehlkopf betreffen, sind erworben. Äußerst selten ist der Larynx von einer angeborenen Fehlbildung betroffen. Typische und häufige Erkrankungen des Kehlkopfs betreffen meist das gesamte Gewächs. Vor allem Entzündungen des Larynx, die Laryngitis, und der Kehlkopfkrebs, das Larynxkarzinom, sind häufig zu finden. Von Entzündungen des Larynx bzw. eine Laryngitis kann jede Person betroffen sein. Hingegen tritt ein Larynxkarzinom häufig bei Rauchern auf, sodass nur wenige Nichtraucher an dieser Krankheit leiden. Vor allem bei Rauchern nimmt das Larynxkarzinom oft eine sehr aggressive Form an.

Entzündungen des Kehlkopfs treten sowohl nur am Kehlkopf selbst wie durch Infektionen der Atemwege ein. Die allgemeine Entzündung des Kehlkopfs wird gerne Krupp bzw. Diphterie genannt. Handelt es sich um einen sogenannten Pseudokrupp bzw. Laryngitis subglottica, tritt die Entzündung knapp unterhalb der Stimmbänder auf. Eine Entzündung der Kehlkopfschleimhaut wird hingegen meist durch eine Infektion der oberen Luftwege, Reizungen durch beispielsweise Staub, Kälte oder Gase, Überbeanspruchung der Stimmbänder oder durch eine Behinderung der Nasenatmung verursacht. Eine Kehlkopfschleimhautentzündung zeichnet sich durch Brennen und Kitzeln, einer belegten und heiseren Stimme bzw. Dysphonie, schmerzhaftem Reiz, Auswurf und Husten aus. Die Entzündung des Kehlkopfdeckels, die Epiglottitis, und des Kehlkopfeingangs mit ödemartigen Schwellungen, das Epiglottisödem, besitzt gleiche Auswirkungen auf den Körper wie eine Kehlkopfschleimhautentzündung.

Eine Diphtherie bzw. Kehlkopfdiphtherie tritt meist gemeinsam mit einer offenen Lungentuberkulose auf. Diese verursacht Knötchen, welche im späteren Verlauf der Krankheit geschwürig zerfallen und Husten, Heiserkeit, welche bis Stimmlosigkeit führen kann, und bei Knorpelbefall Schmerzen verursachen kann. Der Zerfall syphilitischer Infiltrate verursacht hingegen Kehlkopfsyphilis, welche eine Zerstörung sowie narbige Verengung des Kehlkopfs verursachen. Über eine Kehlkopfverletzung durch beispielsweise eingespießte Fremdkörper, Infektionen, Tumoren oder als Folgeerscheinung tritt eine Knorpelhautentzündung bzw. Perichondritis auf.

Besonders gefürchtet sind die Stimmbandpolypen bzw. Stimmbandknötchen bei Sängern. Diese tragen den Beinamen „Schreiknötchen“ oder „Sängerknötchen“. Obwohl die Krankheit häufig bei Sängern auftritt, können auch Personen, welche viel singen, sprechen oder ihre Stimme außergewöhnlich belasten, von dieser Krankheit betroffen werden. Stimmbandpolypen kennen zudem keine Altersgrenze. Schreit beispielsweise ein Säugling viel, führt dies zu einer Überbelastung seiner Stimmbänder und somit zu einer Erkrankung der „Schreiknötchen“. In seltenen Fällen heilen Stimmbandpolypen von selbst ab, sodass nur ein operativer Eingriff tatsächlich hilft. Nach einer Operation der Stimmbandpolypen erhält der Betroffene zusätzlich ein Sprechverbot für mehrere Wochen.

Die Stimmbänder können des Weiteren von einem Schlaganfall betroffen werden. Tritt durch einen Schlaganfall eine Halbseitenlähmung an einer der beiden Stimmbänder auf, verändert sich die Stimme maßgeblich. Viele Betroffene leiden danach unter einer heiseren Sprache. Auch Störungen oder ein Ausfall der Stimmbildung können durch Lähmungen des unteren und oberen Kehlkopfnervs entstehen. Diese Lähmungen sind Folgeerscheinungen von Verletzungen, Schilddrüsenoperationen und Tumore.

Kehlkopfkrebs / Larynxkarzinom

Bei einem Kehlkopfkrebs bzw. Larynxkarzinom handelt es sich um bösartige Tumore, welche sich am Kehlkopf bilden. Der Kehlkopfkrebs ist einer der häufigsten Tumorerkrankungen des Halses. Die Lage und Art des Tumors bei einem Kehlkopfkrebs bestimmt die Symptome und Therapie, sodass jede Kehlkopferkrankung anders verlaufen kann. Befindet sich der Tumor oberhalb der Stimmlippenebene, handelt es sich um eine supraglottisches Karzinom. Dieser Krebs besteht in rund 30 Prozent aller Erkrankungen. Liegt der Tumor auf der Stimmlippenebene, ist es ein Stimmbandkarzinom bzw. glottisches Karzinom. 65 Prozent aller Kehlkopfkrebserkrankungen gehören dieser Kategorie an. Weniger als ein Prozent aller Kehlkopfkrebserkrankungen wird durch ein subglottisches Karzinom ausgelöst. Dieses liegt unterhalb der Stimmlippenebene.

Der bösartige Tumor bzw. das Larynxkarzinom dringt während der Erkrankung in das umliegende gesunde Gewebe ein und zerstört es. Im fortgeschrittenem Stadium ist es zudem möglich, dass sich Metastasen an anderen Körperstellen bilden. Rauchen stellt die Hauptursache für Kehlkopfkrebs dar, wobei die Zahl der erkrankten Frauen wesentlich niedriger liegt als jene der Männer. Wird Tabakkonsum mit Alkoholkonsum kombiniert, erhöht sich das Risiko einer Erkrankung noch weiter. Neben Alkohol- und Tabakkonsum kann Kehlkopfkrebs auch durch Viren übertragen werden. Schadstoffe wie Asbest, Nickel, Arsen, Chrom und Benzpyren erhöhen außerdem das Risiko für Kehlkopf. Hingegen ist es bisher nicht wissenschaftlich bewiesen, dass Kehlkopfkrebs vererbbar ist.

Herrscht ein Verdacht auf Kehlkopfkrebs vor, wird zunächst eine Kehlkopfspiegelung bzw. Laryngoskopie durchgeführt. Die Untersuchung kann direkt oder indirekt erfolgen. Mittels Mikrolaryngoskopie wird der Kehlkopf anschließend genauer untersucht. Diese Untersuchung findet unter Narkose statt. In manchen Fällen entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe bzw. Biopsie, welche im Labor untersucht wird. Erst durch die Biopsie kann eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Manche Fälle von Kehlkopfkrebs verursachen ein Anschwellen der Lymphknoten, welche der Arzt bei der Untersuchung abtastet. Die Lage und Größe des Kehlkopfkrebses bzw. des Tumors werden letztendlich durch ein CT bzw. MRT festgestellt.

Je nach Lage, Art und Stadium des Kehlkopfkarzinoms wird eine Operation, Strahlentherapie oder Chemotherapie als Behandlungsmethode festgelegt. Kehlkopfkrebs im frühen Stadium lässt sich meist durch eine teilweise Entfernung des Kehlkopfs vollständig beseitigen. Im fortgeschrittenen Stadium muss der Kehlkopf jedoch oft gänzlich entfernt werden. Da eine normale Atmung nach vollständiger Kehlkopfentfernung nicht mehr möglich ist, wird ein Tracheostma gelegt und der Patient kann nicht mehr normal sprechen. Strahlen- und Chemotherapie hingegen werden nur eingesetzt, wenn der Krebs noch im Anfangsstadium ist, das Risiko verbliebener Krebszellen nach einer Operation gesenkt werden muss oder der Patient durch eine Narkose zu vielen Risiken ausgesetzt wird.


Typische und häufige Erkrankungen des Kehlkopfs

  • Entzündungen des Kehlkopfs / Laryngitis
  • Kehlkopfkrebs / Larynxkarzinom
  • allgemeine Entzündung des Kehlkopfs / Krupp bzw. Diphterie
  • Entzündung unterhalb der Stimmbänder / Pseudokrupp
  • Entzündung der Kehlkopfschleimhaut
  • Entzündung des Kehlkopfdeckels/ Epiglottitis
  • Entzündung des Kehlkopfeingangs / Epiglottisödem
  • Kehlkopfsyphilis
  • Stimmbandpolypen / Stimmbandknötchen
  • Lähmung der Stimmbänder durch Schlaganfall
  • Lähmung des Kehlkopfnervs durch Verletzungen oder als Folgeerscheinungen anderer Erkrankungen

Fragen und Antworten zum Kehlkopf

Wie behandle ich eine Kehlkopfentzündung?

Tritt eine Kehlkopfentzündung bei Erwachsenen und Kindern auf, sollte zunächst der Arzt aufgesucht werden. Macht sich starke Atemnot bemerkbar, muss kurzzeitig Kortison eingenommen werden. In seltenen Fällen wird ein künstlicher Schlauch in die Luftröhre eingeführt, falls die Kortisoneinnahme die Schleimhaut nicht abschwellen lässt. Sind Bakterien an der Erkrankung schuld, muss zusätzlich Antibiotikum eingenommen werden. Quälender Reizhusten wird durch Einnahme eines Hustenblockers über die Nacht gelindert. Tagsüber helfen schleimlösende Medikamente beim Abhusten. Schmerzen und Fieber lassen sich des Weiteren mit Medikamenten wie Paracetamol und Ibuprofen lindern. Um die Symptome während der Behandlung nicht weiter zu verschlimmern, sollte die Stimme geschont und nicht belastet werden. Vermehrtes Trinken von Tee und Wasser hält die Schleimhäute feucht. Kalte, trockene oder warme Luft sollte vermieden werden. Symptome können mittels Lutschbonbons gelindert werden. Auch Dampfinhalationen mit Salzwasser wirken sich positiv auf die Atemwege und den Kehlkopf aus.

Welche Arten an Kehlkopfentzündungen existieren?

Eine Kehlkopfentzündung tritt im akuten und chronischen Fall auf. Bei einer akuten Erkrankung schwillt die Kehlkopfschleimhaut an. Die Folge ist, dass der Betroffene nur erschwert atmen kann. Die Stimmlippen leiden unter eingeschränkter Beweglichkeit, welche in Heiserkeit resultiert. Allgemeine Infektionssymptome wie starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, in manchen Fällen sogar Fieber, gehören des Weiteren zu einer akuten Erkrankung. Selten hingegen schwillt die Schleimhaut so stark an, dass eine sehr starke Atemnot entsteht. Ist diese vorhanden, muss dringend ein Arzt aufgesucht werden. Eine chronische Kehlkopfentzündung besitzt dieselben Symptome wie eine akute Erkrankung. Zusätzlich lässt sich die Stimme der Betroffenen weniger belasten und eine tiefere Tonlage tritt en.

Wie erfolgreich ist eine Kehlkopfkrebstherapie?

Bei einer Kehlkopfkrebstherapie und ihrem Erfolg wirken sich das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten auf die Erfolgsrate aus. Je älter der Betroffene ist und je mehr Begleiterkrankungen bereits vorhanden sind, desto geringer ist die Erfolgsrate einer Behandlung. Je früher das Kehlkopfkarzinom diagnostiziert wurde, desto größer ist ebenfalls die Chance, vollständig geheilt zu werden. Eine frühzeitige Diagnose sorgt zugleich dafür, dass der Kehlkopf oft vollständig erhalten bleibt. Auch die Stelle, an welchem der Tumor auftritt, wirkt sich auf die Erfolgsrate aus. Ein Stimmbandkarzinom beispielsweise weist gute Heilungschancen auf, da seine Symptome früher auftreten und es dadurch leichter bemerkbar wird. Rund 60 Prozent aller Patienten überleben eine Kehlkopferkrankung fünf Jahre nach der Diagnose. Wird der Kehlkopf jedoch nicht behandelt, kann er tödlich enden. Wird nach einer Kehlkopferkrankung geraucht bzw. weitergeraucht, steigt zugleich das Rückfallrisiko, sodass Kehlkopfkrebserkrankte mit dem Rauchen aufhören müssen.

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