Fettleber (Steatosis hepatis)

Fettleber (Steatosis hepatis)Aufgrund der Essgewohnheiten in westlichen Industrieländern ist die Fettleber eine häufig auftretende Erscheinung.

Im medizinischen Bereich trägt sie den Namen Steatosis hepatis.

Eine Fettleber ist eine Folge einer übermäßigen Fettaufnahme.

In diesem Fall kann der Körper nicht ausreichend Fett abbauen. In Folge dessen lagert sich das Fett ab und es entsteht die sogenannte Fettleber.

Was man alles zum Thema wissen muss, erläutern wir in unserem Ratgebertext.

Was ist eine Fettleber?

An sich spricht man von einer Fettleber, wenn sich in den Zellen der Leber Fett eingelagert hat. Dies passiert, wenn viel Fett über einen längeren Zeitraum zu sich genommen wird. Vorrangig sind davon die westlichen Industrieländer betroffen. Bei den eingelagerten Fetten handelt es sich um sogenannte Neutralfette.

Eine Fettleber kann in drei Arten gegliedert werden:

 

  • die leiche Fettleber
  • die mäßige Fettleber
  • die starke Fettleber

Von einer leichten Fettleber kann gesprochen werden, wenn ein Drittel aller Leberzellen Fettablagerungen aufweisen können. Findet man jedoch in zwei Dritteln Fettablagerungen, so spricht man bereits von einer mäßigen Fettleber. Sobald mehr als zwei Drittel betroffen sind, ist eine starke Fettleber vorhanden.

Wissenswert: Die schwangerschaftsbedingte Fettleber ist eine besondere Form dieser Erkrankung!

Ursachen für die Fettleber

 

Fettleber durch übermäßigen Konsum

Die häufigsten aller Fettlebererkrankungen können auf folgenden 3 Punkte zurückgeführt werden:

Achtung: Allein 50 Prozent aller Erkrankungen können auf Alkohol zurückgeführt werden!

Fettleber durch Unterernährung

Das Gegenteil zu einer fettreichen Ernährung ist die Unterernährung und somit die Mangelernährung des Körpers. Auch hier kann eine Fettleber eine Folge sein. Vor allem der Eiweißmangel spielt eine entscheidende Rolle. In Entwicklungsländern und auch bei Magersuchterkrankten tritt diese Art der Fettleber immer häufiger auf.

Fettleber durch Morbus Wilson

Die dritte Art im Bunde ist Morbus Wilson. Dies ist eine Erkrankung des Kupferstoffwechsels und führt zusätzlich zu einer Fettleber.

Symptome & Anzeichen bei einer Fettleber

In erster Linie macht sich eine Fettleber durch ein Völlegefühl bemerkbar. Auch Bauchschmerzen im rechten Oberbauch sind typische Symptome der Erkrankung. Die meisten Patienten jedoch weisen überhaupt keine Symptome auf. Diese treten erst ein, sobald die Krankheit fortschreitet.

Die Symptome nochmal auf einen Blick:

 

Diagnose & Krankheitsverlauf von Fettlebern

 

Die Diagnose

Um eine Fettleber eindeutig diagnostizieren zu können, muss der behandelnde Arzt (in den meisten Fällen der Hausarzt, Ultraschall und andere Untersuchungen können jedoch auch von einem anderen Arzt vorgenommen werden, beispielsweise in einem Klinikum) erst einmal gründliche körperliche Untersuchungen vornehmen. Für den Bauch eignet sich in den meisten Fällen eine Ultraschalluntersuchung. Sobald eine Fettleber festgestellt wurde, kommt die Leberpunktion in das Spiel. Mit Hilfe dieser kann die Ursache der Fettleber geklärt werden. Dies geschieht durch die Untersuchung der Gewebeproben.

Wie wird eine Leberpunktion durchgeführt?

Die Leberpunktion findet unter einer örtlichen Betäubung statt. Der anwendende Arzt sticht mit einer Nadel durch die Bauchdecke. Auf diesem Weg gelangt er in die Leber.

Vorteil: Auch Krankheiten wie Leberzirrhose können mit der Leberpunktion festgestellt werden!

Weitere Untersuchungsformen:

Die Leberenzyme können mit Hilfe eines Bluttestes analysiert werden. Auch dies kann Aufschluss darüber geben, ob eine Fettleber vorliegt, welchen Grad die aufweist und welches die möglichen Ursachen dafür sind.

Der Krankheitsverlauf einer Fettleber

Natürlich hängt der Verlauf der Krankheit davon ab, in welchem Stadium der Patient sich befindet. Während lediglich ein Völlegefühl zu entnehmen ist, wenn es sich um eine leichte Fettleber handelt (in vielen Fällen sogar keinerlei Symptome), können bei einer starken Fettleber starke Schmerzen auftreten.

Achtung: Die Schmerzen treten in den meisten Fällen im rechten Oberbauch auf! Dies liegt an einer Vergrößerung des Organs. In vielen Fällen kann man die Leber sogar durch die Bauchdecke ertasten!

Die Fettleber als Auslöser weiterer Erkrankungen

Nimmt der Krankheitsverlauf einen schwereren Grad an, so können weitere Erkrankungen die Folge dessen sein. Hier tritt beispielsweise in einigen Fällen die Leberzirrhose ein. Diese sorgt dafür, dass alle gängigen Leberfunktionen komplett verloren gehen.

Vorsicht: Liegt dieses Stadium vor, sollte der Genuss von Alkohol untersagt werden. Passiert dies nicht, liegt eine Sterblichkeitsrate von 60 Prozent vor!

Behandlung & Therapie von Fettlebern

Auch hier ist der aktuell erreichte Grad der Erkrankung von hoher Relevanz. Bei einer leichten Fettleber reicht es oftmals aus, seine Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Damit kann den Symptomen einer Fettleber ideal entgegengewirkt werden. Jedoch wird weitestgehend bei der Behandlung auf Medikamente verzichtet. Somit sind die einzigen Methoden lediglich die Umstellung der Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol. Auch regelmäßiger Sport kann für Linderung sorgen, auch wenn es durch die Schmerzen anfangs sehr schwierig sein kann.

Achtung: Wer eine Gewichtsabnahme für die Linderung der Fettleber plant, sollte aufpassen, dass diese nicht zu schnell stattfindet. Dies könnte die Fettleber im Endeffekt begünstigen!

Bedeutsam ist es, die Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte vom behandelnden Arzt richtig einstellen zu lassen. Zudem gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen dazu. Leberwerte sollten in gleichmäßigen Abständen untersucht werden. Auch ein regelmäßiger Ultraschall bringt deutlich mehr Aufschluss. Die Kontrollen dienen dazu, dass das Heranschreiten der Krankheit frühzeitig erkannt werden kann. Auch eine Leberzirrhose oder mögliche Leberentzündungen können auf diesem Wege rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Die Behandlung einer fortgeschrittenen Fettleber

Sobald die Erkrankung weiter fortgeschritten ist und bereits Leberzellen in ihrem Bindegewebe umstrukturiert wurden (Leberzirrhose), wird die Behandlung mehr auf die auftretenden Komplikationen gelenkt. Eine regelmäßige Untersuchung ist Pflicht, um eventuellen Leberkrebs frühzeitig erkennen zu können.

Merke: Sobald das Lebergewebe vollkommen zerstört wurde, ist es nicht mehr möglich, einen Fettleber zu heilen. Lediglich eine Lebertransplantation kann der letzte Ausweg sein, um die Fettleber zu beseitigen. Hierbei muss auf einen geeigneten Spender gehofft werden, um dessen Leber zu erhalten. Erst nach der Transplantation können ausgefallene Leberfunktionen wieder geordnet ablaufen.

Hausmittel bei Fettleber

 

Die Artischocke

Steht die Artischocke täglich auf dem Speiseplan, so wird die Gesundheit der Leber kontinuierlich verbessert. Sie ist äußerst arm an Kalorien und wirkt zudem entwässernd. Weiterhin reguliert sie den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Unter anderem reguliert sie die Absorption von Fett.

Tipp: Empfohlen wird es, die Artischocke mindestens zwei Mal pro Woche zu verzehren.

Die Mispel

Die Mispel wirkt für die Leber reinigend und verbessert zudem die Leberfunktionen. Daher eignen sie sich besonders gut als Dessert, wenn eine Fettlebererkrankung besteht.

Löwenzahn

Auch hier ist ein reinigender Effekt vorhanden. Somit wird die Lebergesundheit deutlich verbessert. Empfohlen wird es, täglich drei Tassen Tee mit einem Löffel Löwenzahn zu trinken.

Meerrettich sowie rote Beete

Beide Lebensmittel sind nährstoffreich und arm an Kalorien. Zudem wirken sie reinigend und abschwellend. Meerrettich kann roh und rote Beete gekocht ideal in Salate eingebaut werden.

Zitrone

Wenn keine allzu große Empfindlichkeit besteht, empfiehlt sich Zitrone. Diese kann vielseitig in den Speiseplan integriert werden. Zudem macht sie sich auch bestens im Tee. Zitrone wirkt auf dem Mechanismus stark reinigend und hilft zudem bei der Fettausscheidung.

Ingwer

Laut Studien ist gerade Ingwer bei einer Fettleber sehr hilfreich. Ingwer enthält Antioxidantien und senkt zudem die schädlichen Triglyceridwerte. Geriebener Ingwer im Tee oder als Beilage in Salaten machen sich hervorragend, um die Fettleber zu hemmen.

Weitere natürlich Hausmittel gegen eine Fettlebererkrankung:

 

Sofern eine reinigende Funktion bekannt ist, sind die Lebensmittel optimal als Hausmittel gegen die Fettleber geeignet!


Fragen & Vorbeugung einer Fettleber

 

Verzicht auf Alkohol

Um einer Fettleber optimal vorzubeugen, sollte ein regelmäßiger Alkoholkonsum vermieden werden. Das ein oder andere Glas Rotwein ist schon erlaubt, jedoch sollte es nicht zur Gewohnheit werden.

Ein gesunder Lebensstil

Zusätzlich hilft eine ausgewogene sowie gesunde Ernährung, einer Fettleber keinen Spielraum zu lassen. Hinzu kommt eine ausreichende Bewegung, die ebenfalls eine große Rolle spielt.

Die Fettleber bei Diabetes

Ist der Auslöser einer Fettleber eine Diabetes, so sollte der Blutzucker des Patienten umgehend richtig eingestellt werden. Somit kann die Verfettung der Leber schnell gestoppt werden.

Die Gewichtsabnahme

Erfolgt eine Gewichtsabnahme, so sollte beachtet werden, dass diese nicht so schnell geschieht. Zudem sind Hungerkuren ein absolutes No-Go und begünstigen die Fettleber nur.

Fragen zur Fettleber

Wie lange dauert die Erkrankung an?

In dieser Hinsicht können keine genauen Zeiten genannt werden. Bei einer leichten Erkrankung kann man bereits nach wenigen Wochen die ersten Erfolge verbuchen, jedoch dauert auch hier die Regenerierung der Leber etwas länger. In manchen Fällen ist eine komplette Heilung ausgeschlossen. Hier kann lediglich auf eine Transplantation der Leber gehofft werden. In schwerwiegenden Fällen behandelt man nicht mehr die Fettleber, sondern die einhergehenden Symptome und Komplikationen.

Können auch andere Stellen des Körpers betroffen sein?

An sich ist es nicht auszuschließen, sofern eine starke Erkrankung vorliegt. Durch die aussetzenden Leberfunktionen können Organe wie beispielsweise das Herz und die Lunge Schäden mit sich ziehen. Insofern muss rechtzeitig gehandelt werden, um das Schlimmste vermeiden zu können. Sollten die Funktionen wirklich aussetzen, muss umgehend eine alternative Leber für eine Transplantation gefunden werden, damit die notwendigen Vorgänge weiterhin wie gewohnt ablaufen können.

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