Grapefruit

Die genaue Herkunft der Grapefruit ist nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sie um 1750 auf Barbados entdeckt wurde. Grapefruits werden in vielen Längern angebaut. Dazu zählt als Hauptproduzent der Grapefruit mit 60 % die Vereinigten Staaten Amerikas, die Türkei, Südafrika, Honduras, und Argentinien. Ebenso stammen Grapefruits aus den für Europa wichtigen Anbauländern, nämlich Spanien, Zypern und Israel.

Das sollten Sie über Grapefruit wissen

Die Grapefruit (Citrus x aurantium)ist eine Kreuzung aus Orange und Pampelmuse und zählt genauso wie diese zu den Zitrusfrüchten. Die Grapefruit hat einen bitter-süß-säuerlichen Geschmack und ist in Deutschland auch unter dem Namen Paradiesapfel bekannt. Der Grapefruitbaum erreicht in der Regel eine Höhe von bis zu sechs Metern.

Die Grapefruit besitzt eine gelbliche manchmal auch gelb-rötliche Farbe und ihre Größe beträgt ungefähr zehn bis fünfzehn Zentimeter. Ihr Fruchtfleisch reicht von hellgelb bishin zu einem dunklen rot. Die rötlichen Früchte haben einen süßeren Geschmack als die gelben Früchte.
Das Aroma und das Aussehen der Grapefruit wird vor allem vom Klima beeinflusst. Grapefruits, die in semitropischen Gebieten wachsen, sind saftiger, süßer und aromatischer als Früchte aus dem Mittelmeerraum. Die Grapefruit aus dem Mittelmeerraum ist außerdem wesentlich grobporiger und ihre Schale dicker. Ihr Aroma ist herb und bitter und ihr Fruchtfleisch nicht so saftig.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Grapefruit zählt u. a. wegen seines Bitterstoffs Naringin, der den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht hält, zu den gesündesten Früchten.

Die Grapefruit ist dafür bekannt, dass sie, wenn sie morgens eingenommen wird, die Verdauung auf Grund ihrer Bitterstoffe anregt und Verstopfungen bekämpft, dagegen am Abend für einen gesunden und erholsamen Schlaf sorgt.
Außerdem wirkt sie auf Grund ihres Bitterstoffs Naringin vorbeugend gegen Diabetes mellitus und kann bei regelmäßigem Verzehr den Blutzuckerspiegel senken. Ebenfalls ist sie auf Grund ihres geringen Kaloriengehaltes ideal für das Abnehmen geeignet, lindert Fieber und Husten und stärkt wegen ihres hohen Vitamin C Gehaltes das Immunsystem.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 42 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 0 mg
Kalium 135 mg Kohlenhydrate 11 g
Eiweiß 0,8 g Vitamin C 31,2 mg

Für den menschlichen Körper bietet die Grapefruit eine ganze Reihe wertvoller Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Vitamine:

Vitamin A (Beta-Carotin) 0,008 mg
Vitamin B1 (Thiamin) 0,05 mg
Vitamin B2 (Riboflavin) 0,02 mg
Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure) 0,34 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure) 0,26 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin) 0,03 mg
Vitamin E 0,13 mg
Vitamin C (Ascorbinsäure) 40 mg
Niacin 0,2 mg
Folsäure 0,01 mg

Besonders der hohe Anteil an Vitamin C (Ascorbinsäure) sorgt dafür, dass das Immunsystem geschützt wird und so Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden. Ebenso schützt das Vitamin C die Zellen im menschlichen Körper vor freien Radikalen und macht sie unschädlich. Vitamin C wirkt vorbeugend gegen Bluthochdruck, Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall, da es den Blutfluss dünnflüssig hält und die Innenwände der Arterien glatt hält, so dass sich dort kein Cholesterin und andere Substanzen einlagern können.

Das Vitamin E in der Grapefruit regelt die Cholesterinwerte und schützt die Zellen der Blutgefäße. Vitamin E hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Blutgerinnung. Bei einer ausreichenden Vitamin E-Versorgung können Blutgerinnsel (Thrombosen) sowie Schlaganfall und Herzinfarkte verhindert werden. Außerdem trägt Vitamin E entscheidend dazu bei, dass die Funktion der Myelinscheide nicht beeinträchtigt wird, so dass gegen Alterungsprozesse und auch der Alzheimer Krankheit entgegengewirkt wird.

Das in der Grapefruit enthaltene Vitamin A unterstützt den Sehvorgang und vermindert die Blendeempfindlichkeit der Augen. Auch sorgt die ausreichende Einnahme von Vitamin A für eine geschmeidige Haut, da sich die Carotinoide in den verschiedenen Hautschichten einlagern und somit die Haut vor Sonneneinstrahlung schützt.

Die in der Gruppe der B-Vitamine gehörende Folsäure hilft vor allem bei der Zellteilung, der Blutbildung und dem Wachstumsprozess. Das wasserlösliche Vitamin hilft zudem beim Aufbau der Erbsubstanzen dna und RNA und hilft beim Abbau von Homocystein, um Herz-Kreislauf-Schädigungen vorzubeugen.

Niacin spielt eine besondere Rolle für die Regeneration der Muskeln, Nerven sowie der Haut, damit der Körper sich regelmäßig erholen kann. Niacin sorgt außerdem für die Bildung von Botenstoffen, damit das Gehirn in der Lage ist, Informationen in die Nervenzellen zu senden.

Mineralstoffe:

Magnesium (Mg) 10 mg
Eisen (Fe) 0,2 mg
Calcium (Ca) 25 mg
Kalium (K) 140 mg
Mangan (Mn) 0,02 mg
Phosphor (P) 15 mg
Zink (Zn) 0,1 mg
Natrium (Na) 140 mg
Selen (Se) 0,0001 mg

Das in der Grapefruit enthaltene Magnesium sorgt für eine vitale Muskelfunktion und einen reibungslosen Ablauf des Energiestoffwechsels. Fehlt dem Körper Magnesium, so nimmt sich der Körper das fehlende Magnesium aus den Knochen und Körperzellen. Ein Defizit an Magnesium äußert sich vor allem an den Symptomen der Muskel- und Wadenkrämpfe.

Das lebensnotwendige Spurenelement Zink ist vor allem für die Wundheilung, für die Haut und Haare sowie unser Immunsystem von großer Bedeutung. Ohne Zink würde der Stoffwechsel nicht funktionieren.

Kalium ist ein Elektrolyt, das von allen Zellen benötigt wird, damit diese funktionieren können. Besonders die Muskulatur und die Nerven sind auf das positiv geladene Ion angewiesen. Es regelt beispielsweise den Stoffwechsel, den Flüssigkeitsgehalt der Zellen sowie die Steuerung der Kontraktionen in der Muskulatur.

Grapefruits haben auf Grund ihres hohen Wasseranteils nur wenige Kalorien. Pro 100 Gramm enthalten sie im Durchschnitt zwischen 38 und 50 kcal. Diese setzen sich zusammen aus 8 Gramm Zucker und 0,2 g Fett sowie den Vitaminen und Mineralstoffen.

Unverträglichkeiten & Allergien

In der Regel sind Grapefruits sehr gesund. Jedoch besteht beim Verzehr von Grapefruits für Menschen, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, eine große Gefahr. Denn diese Früchte nehmen vielen Arzneimitteln zum Größten Teil ihre Wirkung.

Dies ist vor allem bei Patienten zu beachten, die Medikamente gegen lebensbedrohliche Krankheiten zu sich nehmen müssen. Beispielweise hat man bei den Medikamenten Etoposid, bei mehreren Betablockern (die bei Herzpatienten eingesetzt werden), diversen Antibiotika sowie dem Antiallergikum Fexofenadin eine aufhebende Wirkung bei gleichzeitiger Einnahme mit Grapefruits aber auch anderen Zitrusfrüchten festgestellt. Die Grapefruit hemmt hierbei das Enzym CYP3A4.

Patienten, denen Antihistaminika (dies sind Medikamente gegen Allergien) verschrieben werden, sollten ebenfalls die Einnahme von Grapefruits bzw. deren Saft dringend unterlassen. Die Grapefruit verfügt über Inhaltsstoffe wie das Naringin bzw. Quercitin, die den Abbau von Antihistaminika verhindern. Hierbei droht die Gefahr einer lebensgefährlichen Überdosierung. Dies gilt nicht nur für Antihistaminika, sondern auch für viele andere Medikamente.

Einkaufs- & Küchentipps

Grapefruits kann man sowohl einzeln als auch in Dreier-Netzen kaufen. Auch wenn Grapefruits nicht nachreifen, sie schmecken nach einigen Wochen Lagerzeit wesentlich besser. Grapefruits schmecken am besten, wenn sich ihre Schale etwas weich und schlapp anfühlt. Dann sind sie deutlich süßer und bekömmlicher.
Wenn Sie die Grapefruit vor dem Schälen in heißes Wasser legen, lässt sich die Schale mühelos vom Fruchtfleisch trennen. Da die Grapefruit leicht bitter schmeckt empfiehlt es sich, sie mit braunem Zucker oder Honig zu süßen.

Zubereitungstipps

Oft wird die Grapefruit roh gegessen. Entweder wird sie nach dem Halbieren ausgelöffelt oder aber man trennt das Fruchtfleisch von der Schale und schneidet die einzelnen Stückchen aus ihr heraus. Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist das Auspressen des Saftes, um ein erfrischendes Getränk, – sei es zusammen mit diversen anderen Früchten oder aber auch pur – zu erhalten.

Bei der Zubereitung in kleine Stücke wird zunächst die Schale der Grapefruit abgezogen. Anschließend teilt man die einzelnen Segmente des Fruchtfleisches mit dem Messer, entfernt die Kerne und schneidet kleine mundgerechte Stückchen daraus. So lässt sich die Grapefruit gut als Obstsalat verwendet oder aber auch pur genießen.

Des Weiteren können mit Grapefruits Konfitüren, Sorbets oder Eiscremes herstellt werden. Filetierte Grapefruits schmecken ebenfalls gut in Salaten mit Geflügel, Fisch oder Garnelen.

Häufige Fragen und Antworten

Woher stammen die Grapefruits?

Die in Deutschland angebotenen Grapefruits stammen hauptsächlich aus Amerika, der Türkei und aus Spanien. Einige aber auch aus Israel, Südafrika Honduras und Argentinien.

Gibt es Grapefruits nur als Früchte zu kaufen?

Grapefruits gibt es sowohl als ganze Früchte, als Säfte und auch als geschnittene verpackte Obstware zu kaufen.

Wann ist die Hauptsaison für Grapefruits?

Die frische Grapefruit findet man in Supermärkten oder an Wochenmärkten das ganze Jahr über, auch wenn die Hauptsaison von Oktober bis Mai ist. Zudem bieten viele Märkte Grapefruitsäfte das ganze Jahr über an, so dass man auf das gesunde Obstprodukt auch während der Sommermonate nicht verzichten muss.

Wie lange kann man Grapefruits lagern

Grapefruits können bei Zimmertemperaturen ungefähr 2 Wochen aufbewahrt wreden. Legt man sie in das Gemüsefach des Kühlschrankes, so halten sie sogar 4 bis 5 Wochen.

Wie kann man der Grapefruit den bitteren Geschmack nehmen?

Da die meisten Grapefruits säuerlich-bitter schmecken, ist es empfehlenswert, diese mit ein wenig Honig oder braunem Zucker zu süßen.

Unser Fazit

Grapefruits sind reine Vitaminbomben. Sie sind reich an Vitamin C, Kalium, Mineralien, Ballaststoffen, Pektin, Spurenelementen und Enzymen. Der regelmäßige Verzehr von Grapefruits sorgt für eine Senkung des Cholesterinspiegels und beugt nachweislich Arterienverkalkung vor. In verschiedenen Tests hat sich herausgestellt, dass Grapefruits
auf Grund seiner Bitterstoffe die Fettverbrennung fördert und somit für die Gewichtsreduktion geeignet ist. Aber es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass beim Verzehr von Grapefruits keine Medikamente eingenommen werden, deren Wirkung durch die Grapefruit aufgehoben oder verstärkt wird.

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