Medikinet Retard

Bei ADS/adhs für Kindern und Jugendlichen

Allgemeine Informationen

  • Hersteller: Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
  • PZN: 2388126
  • Rezeptpflichtig: Betäubungsmittel
  • Wirkstoff: Methylphenidat hydrochlorid
  • Art: Hartkapseln Mit Veränderter Wirkstofffreisetzung
  • Menge: 50 Stück (N2)

Medikinet Retard

Medikinet Retard 10mg ist ein Medikament, mit dem die Störungen bei Aufmerksamkeits – Defizit – Syndrom und zusätzlicher Hyperaktivität gemindert werden sollen, kurz ADS und ADHS. Es ist konzentrationsfördernd und hilft dem Patienten, sich im Alltag aufmerksamer zu bewegen.

Medikinet Retard 10mg wird aber erst dann zur Anwendung gebracht, wenn keine Therapie oder andere Behandlungsmethode (zum Beispiel Verhaltenstherapie, Konzentrationskurse, therapeutische Beratungen, Ergotherapie oder eine Behandlung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie) mehr Wirkung zeigen.

Es wird ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren angewendet, keinesfalls unter 6 Jahren und auch nicht bei Erwachsenen über 18 Jahren, mit einigen Ausnahmen, da der Wirkstoff so zusammengesetzt ist, dass er genau diese Altersgruppe anspricht.

ADHS Konzept auf Kreidetafel Medikinet Retard 10mg

Impulsives Verhalten wird unterdrückt und die Aufmerksamkeitspanne wesentlich erhöht. Die schulischen Leistungen werden wesentlich gebessert, da das sogenannte „Zappelphilip-Syndrom“ verschwindet.

So kann das Medikament Medikinet Retard 10mg in wenigen Fällen und in der Adult Version solchen Erwachsenen verabreicht werden, die in der Kindheit bis zum 18. Lebensjahr Medikinet Retard 10mg ständig und mit Erfolg verabreicht bekommen haben.

Einige Patienten werden von der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) in das Erwachsenwerden begleitet und können die bekannten Syndrome weiterhin nur mit Medikinet Retard 10mg mindern, wenn sie sich in Stresssituationen (beispielsweise in Prüfungen) befinden.


Gegenanzeigen

Keine Anwendung hingegen darf Medikinet Retard 10mg bei Patienten finden, die zusätzlich unter einer bipolaren Störung (abwechselnd manisch und depressiv), einer Borderline Persönlichkeitsstörung, einer Schizophrenie, einem Mangel an Magensäure (unter einem PH-Wert von 5,5) oder einer Übersäuerung leiden und dagegen H2 Rezeptorenblocker oder Mittel zur Säurebindung einnehmen müssen.

Außerdem ist es bei schweren Depressionen, Suizidgefährdung oder einer Überempfindlichkeit von Methylphenidat keinesfalls zu empfehlen.

Ebenso wenig dürfen es Patienten einnehmen, die unter schweren, psychischen Störungen leiden. Darunter zählen zum Beispiel:

Halluzinationen in schweren mittelschweren und leichten Fällen, beginnende Aggressivität, die mit Feindseligkeit einhergeht, bei Wahnvorstellungen jeglicher Art, wenn Patienten glauben Dinge zu sehen oder zu hören, die allerdings nicht real sind (allgemein auch als Wahnvorstellungen bekannt), bei Paranoia und bei allen Anzeichen der gestörten Wahrnehmung, erregten, ängstlichen, angespannten Gefühlen, bei Niedergeschlagenheit und Gefühlen der Schuld.

Sollte eine Überempfindlichkeit gegenüber Aluminium Hydroxid, Erythrosin, Eudragit L 100 – 55, Gelatine, Indigocarmin bestehen oder eine Unverträglichkeit von den weiteren, in Medikinet Retard 10mg enthaltenen Substanzen, wie Macrogol 3350, Maisstärke, Methylcellulose, Natrium Dodezylsulfat, Natrium Hydroxid, Patentblau V, Poly-Venylalkohol, Polysorbat 80, Saccharose, Silicium Dioxid (Hochdispers), Simeticon, Sorbinsäure, Talkum, Titan Dioxid oder Triethyl Oxat ist unbedingt der behandelnde Arzt vor der Einnahme zu konsultieren.


Vorsichtsmaßnahmen

Zu beachtende Vorsichtsmaßnahmen sind vorher unbedingt mit dem behandelnden Arzt abzusprechen und ggf. mit einer gründlichen Laboruntersuchung auszuschließen.

Medikinet Retard 10mg

Sprechen Sie im Vorab unbedingt alle Gegebenheiten mit Ihrem Arzt ab

Dazu gehören beispielsweise auch Erkrankungen der Leber und Nieren, die innerhalb der Familie existieren und nicht nur auf den Betroffenen zutreffen.

Dasselbe gilt auch bei Schluckbeschwerden oder Würgereitz beim Schlucken von größeren Tabletten, bei einer Verengung oder Verschluss von Darm und/oder Speiseröhre, bei bekannten Krampfanfällen und Epilepsie (auch wenn diese Vorkommnisse nur 1x und in geringer Stärke vorkamen), bei einer Anomalie der Hirnstromaufzeichnungen (EEG) in der Vergangenheit oder in der Gegenwart.

Bei Drogen- oder Alkoholabhängigkeit (auch wenn es der Vergangenheit angehören sollte) oder an Herzrhythmusstörungen und anderen Herzerkrankungen leiden, ist von Medikinet Retard 10mg ebenfalls abzuraten.


Schwangerschaft

Hinweise zu möglichen und zu bestehenden Schwangerschaften:

Vor der Einnahme sollte ebenfalls und dringend abgeklärt werden, ob die Patientin schon ihre Periode hat und, ob und inwieweit die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht. Junge Frauen, die bereits eine Schwangerschaft nachweisen können oder sich in der Stillzeit befinden, sollten es mit dem behandelnden Arzt unwiderruflich abklären, ob eine Einnahme möglich und auch notwendig ist.

Zum jetzigen Stand der Dinge ist eine Auswirkung auf das ungeborene Kind noch nicht bekannt. Es ist durchaus möglich, dass der Wirkstoff Methylphenidat in die Muttermilch übergehen kann und somit das Kind eventuellen Schädigungen aussetzen kann.

Daher wird dringend geraten eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu führen, um zu klären, inwieweit er dem Stillen zustimmt oder es für gefährlich hält und dementsprechende Alternativen vorschlägt.


OP, Narkose & Sport

Bei bevorstehenden Operationen ist der Rat des Arztes unverzüglich einzuholen. Bei manchen Arten von Narkosemitteln ist ein abrupter Anstieg des Blutdrucks absolut möglich. Die Einnahme von Medikinet Retard 10mg sollte in diesen Fällen und am Tag der OP unterlassen werden.

Zusätzlicher Hinweis bei der Einnahme des Wirkstoffes Methylphenidat, der in Medikinet Retard 10mg enthalten ist, sollte auf das Medikament hingewiesen werden, wenn sich der Patient oder die Patientin zum Beispiel im Leistungssport befindet. Es besteht die absolute Möglichkeit, dass Medikinet Retard 10mg bei Dopingtests eine positiv angezeigt wird, obwohl keinerlei aufputschende Mittel eingenommen wurden.


Straßenverkehr

Scooter Moped straße verkehr spiegel stadt

Medikinet Retard fällt unter das BtMG – pixabay/igorovsyannykov

Ebenso verhält es sich im Straßenverkehr, wenn durch eine Verkehrskontrolle der Alkoholwert routinemäßig ermittelt werden soll. Auch wenn kein Alkohol oder Mixgetränke mit geringem alkoholischem Anteil getrunken wurden ist es durchaus möglich, dass die Anzeige des Alkoholtesters Werte im mittleren Bereich anzeigen kann.

Somit würde dann mit aufwändigen Prozeduren und mittels einer Blutuntersuchung die tatsächliche Ursache der Promille-Angabe erst ermittelt werden müssen.

Medikinet Retard 10mg fällt unter das Betäubungsmittel-Gesetz (BTMG) und ist in seiner Zusammensetzung keinesfalls zu verändern, oder an vermeintlich Drogensüchtige auszuhändigen. Die Einnahme unterliegt einer ständigen und sehr strengsten Beobachtung von einem dafür zuständigen Arzt oder den behandelnden Psychologen.


Wirkung & Nutzen

Bei korrekter Anwendung und unter Beachtung der ärztlichen Hinweise werden die Patienten und Patientinnen nach geraumer Zeit wesentliche Merkmale eine Verbesserung spüren.

Die Symtome der ADS und adhs Erkrankung werden kaum noch spürbar sein, die Aufnahmefähigkeit verbessert sich ebenso wie die Konzentration. Impulsives Verhalten, welches vor der ständigen und kontrollierten Einnahme von Medikinet Retard 10mg zu beobachten war, wird in starkem Maße abgeschwächt und die betroffenen Personen können wieder ungehindert am normalen Leben teilhaben und soziale Bindungen ungestört aufnehmen.

Die Störungen in bestimmten Regionen des Gehirns werden abgewendet und die Teile des Gehirns, die durch das Krankheitsbild mit weniger Aktivitäten diagnostiziert werden konnten, werden wieder „in Betrieb genommen“. Eine verbesserte Lebensqualität tritt ein.

Medikinet Retard 10mg, mit dem Hauptwirkstoff Methylphenidat, darf ausschließlich nur von einem dazu befugten Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen verschrieben werden. Auch die Kontrolle obliegt einem Arzt, der sich auf diese Problematik Verhaltensstörungen spezialisiert hat und Patienten im angegebenen Alter mit ADS und adhs behandeln darf.

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