Herzrhythmusstörungen

Definition: Herzrhythmusstörungen

HerzrhythmusstörungenHerzrhythmusstörungen treten dann ein, wenn die den Herzschlag steuernden elektrischen Impulse nicht (mehr) korrekt funktionieren. Hierdurch kommt es zu einem irregulären und / oder zu langsamen Schlagen dieses lebenswichtigen Organs.

Selbige können sich anfühlen wie ein Flattern oder ein Rasen. Bisweilen können sie von medizinischen Gesichtspunkten aus harmlos sein und wirken lediglich für den Betroffenen unangenehm. Dennoch ist es durchaus auch im Rahmen des Möglichen, dass Herzrhythmusstörungen zu schweren Nebenwirkungen oder gar zum Tode führen. Dies ist aber nur sehr selten der Fall.

Die Therapie gegen das vorliegende Leiden ist sehr gut und zumeist auch sehr effektiv. Sie zielt darauf ab, den Herzschlag wieder zu normalisieren. Hierzu dienen aber nicht nur Medikamente – auch eine dauerhafte Umstellung des Lebenswandels kann dabei helfen, die Arrhythmie zu bekämpfen oder ihr gar vorzubeugen.

Steckbrief: Herzrhythmusstörungen

  • Name(n): Herzrhythmusstörungen; Arrhythmie; Kardiale Dysrhythmie
  • Art der Krankheit: Herzerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist; Kardiologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – I00-I99 – I30-I52 – I49 ff.

Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen kommen tatsächlich häufiger vor, als man denkt und vor allem als man sie tatsächlich bemerkt.
In einigen Fällen dienen sie der Regulierung der Funktionsfähigkeit bei irritierenden Einflüssen von außen, in schlimmeren Situationen behindern sie gerade diese Funktionsweise und somit auch die Versorgung des Körpers und aller wichtigen Organe. Herzrhythmusstörungen an sich bezeichnen eine veränderte Herzschlagfolge aufgrund einer Störung. Diese Arrhythmie wird durch einzelne Einflüsse in der Bildung der für den Herzschlag notwendigen Erregungen provoziert und kann diverse Ursachen haben.

Zudem kann ebenso die Weiterleitung der Erregung einer Blockade oder einem beeinflussenden Impuls gestört werden. In unterschiedlichen Regionen des Herzens auftretend, werden die Herzrhythmusstörungen dementsprechend unterschieden. Als Entstehungsorte sind der Vorhof des Herzens, die Herzkammer an sich beziehungsweise das Leitungssystem zu benennen. Wird die Herzrhythmusstörung im Vorhof erzeugt, zeigt sich die Krankheit in Form von Vorhofflimmern oder -flattern beziehungsweise mit Extrasystolen.
Kammerflattern oder -flimmern, ventrikuläre Tachykardie oder der akzelerierte idioventrikuläre Rhythmus mit feststellbaren drei aufeinander folgenden Herzschlägen mit Frequenzen zwischen 50 und 120 Schlägen in der Minute präsentieren sich dem Mediziner bei einer Beeinflussung in der Herzkammer. Im Leitsystem der Erregung stellt der Arzt vorwiegend Blockaden, Ersatzrhythmen oder ein Sick-Sinus-Syndrom fest. Gerade der Sinusknoten ist als Taktgeber für den Kreislauf ein unersetzliches Werkzeug des menschlichen Lebens.
Des Weiteren kann solch eine Arrhythmie aufgrund einer Änderung der Geschwindigkeit betroffener Herzschläge charakterisiert werden – eine verlangsamte bradykarde oder eine beschleunigte tachykarde Erkrankung kann folglich diagnostiziert werden. Zusätzlich obliegt die Unterscheidung ebenso in der Bedrohlichkeit. So können Herzrhythmusstörungen paradoxerweise als gute Varianten und logisch als Böse Form eingestuft werden. Insbesondere lebensbedrohliche Versionen der Arrhythmie sollten stationär längerfristig sowie eingehender untersucht und behandelt werden. Wird der Herzrhythmus durch physiologische Veränderungen gewandelt, dann spricht der Mediziner hingegen von einer Herzfrequenzvariabilität.

Welche Ursachen führen zu Herzrhythmusstörungen?

Es gibt viele potentielle Ursachen, die zu Herzrhythmusstörungen führen können. Diese sind unter anderem:

  • Ein Herzinfarkt
  • Vernarbung von Herzgewebe aufgrund eines vorhergehenden Herzinfarktes
  • Krankhafte Veränderungen der Struktur des Herzens durch Kardiomyopathie
  • Krankhaft verschlossene Arterien
  • Chronisch hoher Blutdruck
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Rauchen
  • Erhöhter Konsum von Alkohol und / oder Nikotin
  • Rauschgiftmissbrauch
  • Stress
  • Bestimmte Medikamente (als Nebenwirkung)
  • Diabetes (vornehmlich Typ 2)
  • Schlafapnö
  • Gentische Vorbelastung
  • Weitere organische Schäden

Wie man aus der gerade angeführten Aufzählung etwaiger verantwortlich zu machender Ursachen klar sehen kann, lassen sich Herzrhythmusstörungen nicht einem spezifischen Auslöser zuordnen. Es handelt sich hierbei um ein Gebrechen, das auf vielerlei Dinge zurückzuführen ist. Dieser Umstand erschwert eine Diagnose zumeist sehr.

Des Weiteren gilt es zu bedenken, dass Herzrhythmusstörungen beinahe ausschließlich als Resultat einer vorhergehenden Erkrankung auftreten oder sich aus einem allgemein ungesunden Verhalten ableiten lassen. Herzrhythmusstörungen treten nur in den aller seltensten Fällen von alleine auf. Somit können Betroffene die Ursachen meist mit Erfolg bei sich selbst suchen und auch schließlich verorten. Oftmals liegt es an einem übermäßigen Konsum von Kaffee oder Zigaretten. Aber auch Herzinfarkte und dergleichen mehr können Gründe für das Entstehen des vorliegenden Gebrechens sein.

Somit lässt sich alles in allem zusammenfassen, dass es sich bei Herzrhythmusstörungen nicht etwa um eine alleinstehende Krankheit handelt, die auf eine spezifische Ursache zurückzuführen ist, sondern vielmehr um eine Folgeerkrankung, bzw. um ein Symptom anderer Leiden. Darum sollte man seine Herzrhythmusstörungen auch auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Zumeist weisen selbige auf eine tiefer gehende Erkrankung hin, die einer Behandlung bedarf. Darüber hinaus kann es auch von Vorteil sein, wenn man sich im Rahmen der Ursachenforschung einmal seinen eigenen Lebenswandel vor Augen hält. Personen, die ungesund leben, wissen zumeist darum und wissen ebenso um die Konsequenzen, die sie mit dieser Lebensweise provozieren. Es kann deshalb sehr wichtig sein, sich selbst darüber im Klaren zu werden, was man besser machen könnte. Das hat nicht nur einen prophylaktischen Nutzen, sondern auch eine persönliche und charakterbildende Komponente.

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