Herzrhythmusstörungen

Steckbrief: Herzrhythmusstörungen

  • Name(n): Herzrhythmusstörungen; Arrhythmie; Kardiale Dysrhythmie
  • Art der Krankheit: Herzerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist; Kardiologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – i00-i99 – i30-i52 – I49 ff.

Herzrhythmusstörungen – Wenn das Herz aus dem Takt schlägt
Herzrhythmusstörungen
Herzrhythmusstörungen treten dann ein, wenn die den Herzschlag steuernden elektrischen Impulse nicht (mehr) korrekt funktionieren. Hierdurch kommt es zu einem irregulären und / oder zu langsamen Schlagen dieses lebenswichtigen Organs.

Selbige können sich anfühlen wie ein Flattern oder ein Rasen. Bisweilen können sie von medizinischen Gesichtspunkten aus harmlos sein und wirken lediglich für den Betroffenen unangenehm. Dennoch ist es durchaus auch im Rahmen des Möglichen, dass Herzrhythmusstörungen zu schweren Nebenwirkungen oder gar zum Tode führen. Dies ist aber nur sehr selten der Fall.

Die Therapie gegen das vorliegende Leiden ist sehr gut und zumeist auch sehr effektiv. Sie zielt darauf ab, den Herzschlag wieder zu normalisieren. Hierzu dienen aber nicht nur Medikamente – auch eine dauerhafte Umstellung des Lebenswandels kann dabei helfen, die Arrhythmie zu bekämpfen oder ihr gar vorzubeugen.

Definition Herzrhythmusstörungen

Unter Herzrhythmusstörungen versteht man keinen einzelnen Befund, sondern eine ganze Reihe von verschieden Leiden mit ähnlichen Symptomen. Es handelt sich also eher um einen Sammelbegriff. Definitionskriterium einer Herzrhythmusstörung ist immer ein irregulärer Herzschlag. Dieser kann entweder zu schnell, zu langsam oder schlicht unregelmäßig sein. Wenn ein Herz mehr als 100 mal pro Minute schlägt, dann schlägt es zu schnell – schlägt es weniger als 60 Mal pro Minute, so ist es zu langsam.

Oftmals werden Herzrhythmusstörungen nicht von spezifischen Symptomen begleitet. Auch kann es für die Betroffene sehr schwierig sein festzustellen, ob sie tatsächlich an dem vorliegenden Leiden erkrankt sind. Dies lässt sich schlicht auf die Tatsache zurückführen, dass man das Schlagen seines Herzens in aller Regel nicht bemerkt. Zumindest nicht, wenn man gesund ist, Nichtdestoweniger gibt es einige Symptome, die bisweilen mit Herzrhythmusstörungen assoziiert werden, hierzu gehören unter anderem: Kurzatmigkeit, spontane Ohnmachten, allgemeine Schmerzen im Bereich der Brust, Schwindel und dergleichen mehr.

Besonders aber ist an dieser Stelle Schwindel zu nennen. Aufgrund des unregelmäßigen Blutflusses, stellt dieser sich vermehrt ein und sorgt also dafür, dass der Betroffene, Probleme mit seinem Gleichgewicht bekommt. Wie aber definiert sich Schwindel überhaupt? Sinneszellen, die die Position und Bewegung des Körpers im Raum registrieren, befinden sich in Auge und Gleichgewichtsorgan und als Tiefenrezeptoren in verschiedenen Körperbereichen. Wenn das Gehirn die Meldung dieser Rezeptoren nicht in Einklang bringen kann, ist das Gleichgewicht gestört; die Folge ist Schwindel. Außerdem kann Schwindel als Symptom anderer Erkrankungen, meist des Nervensystems , auftreten; z.B. Morbus Meniere, Migräne, Kopfschmerzen, Gehirntumor, Hörsturz, Fehlstellungen der Halswirbelsäule, Erkrankungen des okulären oder vestibulären Systems (Gleichgewichtsorgan). Niedriger Blutdruck kann ebenfalls Schwindelgefühle verursachen. Schwindel kann auch durch Angst oder Stress hervorgerufen werden.

Die Betroffenen nehmen eine Scheinbewegung des eigenen Körpers oder der Umgebung wahr. Dies führt zu Fallneigung, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen. Je nach Schwindelart unterscheiden sich die Symptome. Der Attackendrehschwindel tritt plötzlich und sehr heftig auf, hält nur wenige Sekunden oder Minuten lang an und ist gekennzeichnet durch Drehgefühl, Fallneigung und Übelkeit. Beim anhaltenden Drehschwindel treten zusätzlich Augenzittern (Nystagmus) und Erbrechen auf. Der Lagerungsschwindel tritt auf bei seitlicher Bewegung des Kopfes. Schwankschwindel kann z.B. im Großleinwandkino oder im Flugsimulator auftreten und Benommenheit und Erbrechen auslösen.

In der Anamnese erfragt der Arzt Art und Häufigkeit der Schwindelanfälle. Zur weiteren Diagnostik kann er Hörtests, Gleichgewichtsprüfungen, Computertomografie (CT) und Kernspintomografie des Schädels einsetzen. Außerdem führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch, um eine eventuelle Grunderkrankung des Schwindels zu bestimmen, z.B. Bluttests.

Auch sollte man nicht vergessen, dass Herzanfälle bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen wesentlich häufiger vorkommen, als bei solchen, die nicht mit diesem Leiden zu kämpfen haben.

Sollte sich ein Herzanfall, sprich ein Herzinfarkt einstellen ist damit nicht zu spaßen und man sollte sofort aktiv werden. Viele Personen zögern zu lange, wenn sie merken, dass etwas mit ihnen und vor allem mit ihrem Herzen nicht in Ordnung ist. Das endet aber nicht selten fatal. Gerade bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Sekunde an. Darum sollte man selbst, insofern man denkt, dass man gerade einen Herzinfarkt erleidet oder kurz davor ist, einen Notarzt verständigen. Aber auch als Angehöriger oder zufälliger Beobachter eines solchen sollte man nicht zögern und dem etwaig Betroffenen sofortige Hilfe zukommen lassen, indem man den Rettungswagen verständigt.

Im Zweifelsfalle kann es auch ausreichen, wenn ein Angehöriger die leidende Person direkt und selbst in ein Krankenhaus bringt. Das kann bisweilen schneller gehen, sollte jedoch trotzdem nur dann geschehen, wenn, warum auch immer, kein Rettungswagen zur Verfügung steht. Dem Fahrer ist es oftmals nicht möglich, sich während der Fahrt um den Patienten zu kümmern und darüber hinaus kommt der Umstand zum Tragen, dass private PKWs über keine Sirenen verfügen. Hierdurch sind Betroffener und Fahrer der Willkür des Verkehrslage unterworfen. Rote Ampelphasen, Stau und so weiter sind keine Hilfe, wenn es darum geht, einen Herzinfarkt-Gefährdeten schnell in ein Krankenhaus zu bringen.

Sollte die betroffene Person spezielle Herzmedikamente einnehmen, so ist dieses, insofern es noch möglich ist, zu erfragen. Sind besagte Medikamente zudem in Reichweite, sind nämliche des Weiteren auch zu reichen. Die gilt besonders dann, wenn sie Nitroglycerin beinhalten. Zudem ist diese Information auch für den ggf. gerufenen Notarzt sehr wichtig. Da es ihm hierdurch besser möglich, etwaige Fehlmedikationen zu vermeiden. Davon profitieren Arzt und Patient gleichermaßen.

Es kann in einigen Fällen hilfreich sein, wenn man dem Leidenden eine Aspirin reicht, während man auf den Arzt wartet. Dieses Medikament verhindert bisweilen, dass es zu Verklumpungen des Blutes kommt und beugt somit gegen potentielle Thrombosen vor. Nichtsdestoweniger sollte dies nur geschehen, wenn ein Arzt nicht zuvor davon abriet.

Glücklicherweise können die meisten Fälle von Herzrhythmusstörungen erfolgreich behandelt oder zumindest aufgehalten werden. Hierzu kann man sich entweder konservativer oder aber auch progressiver Methoden bedienen. Das heißt kurzum, dass eine medikamentöse Behandlung ebenso so zum Einsatz kommen kann, wie eine operative. Auch das Einsetzen eines Herzschrittmachers kann bisweilen dafür sorgen, dass das Herz des Betroffenen wieder normal schlägt.

Bei den oftmals gereichten Medikamenten handelt es sich zumeist um Betablocker oder blutverdünnende Arzneien. Diese können zu massiven Nebenwirkungen führen. Nicht zuletzt deswegen ist es wichtig, stets im Auge zu behalten, inwieweit Nutzen und Schaden sich hier die Waage halten. Der zuständige Hausarzt hat die Medikation seiner Patienten leider nicht immer vollständig im Blick. Darum schadet es nicht, wenn man als Patient aktiv wird und sich selbst schlau macht und im Ernstfall seinen Arzt gezielt darauf anspricht, wie vorzugehen ist und welche Medikamente ausgetauscht werden sollten.

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Was sind Herzrhythmusstörungen?

Herzrhythmusstörungen kommen tatsächlich häufiger vor, als man denkt und vor allem als man sie tatsächlich bemerkt.
In einigen Fällen dienen sie der Regulierung der Funktionsfähigkeit bei irritierenden Einflüssen von außen, in schlimmeren Situationen behindern sie gerade diese Funktionsweise und somit auch die Versorgung des Körpers und aller wichtigen Organe. Herzrhythmusstörungen an sich bezeichnen eine veränderte Herzschlagfolge aufgrund einer Störung. Diese Arrhythmie wird durch einzelne Einflüsse in der Bildung der für den Herzschlag notwendigen Erregungen provoziert und kann diverse Ursachen haben.

Zudem kann ebenso die Weiterleitung der Erregung einer Blockade oder einem beeinflussenden Impuls gestört werden. In unterschiedlichen Regionen des Herzens auftretend, werden die Herzrhythmusstörungen dementsprechend unterschieden. Als Entstehungsorte sind der Vorhof des Herzens, die Herzkammer an sich beziehungsweise das Leitungssystem zu benennen. Wird die Herzrhythmusstörung im Vorhof erzeugt, zeigt sich die Krankheit in Form von Vorhofflimmern oder -flattern beziehungsweise mit Extrasystolen.
Kammerflattern oder -flimmern, ventrikuläre Tachykardie oder der akzelerierte idioventrikuläre Rhythmus mit feststellbaren drei aufeinander folgenden Herzschlägen mit Frequenzen zwischen 50 und 120 Schlägen in der Minute präsentieren sich dem Mediziner bei einer Beeinflussung in der Herzkammer. Im Leitsystem der Erregung stellt der Arzt vorwiegend Blockaden, Ersatzrhythmen oder ein Sick-Sinus-Syndrom fest. Gerade der Sinusknoten ist als Taktgeber für den Kreislauf ein unersetzliches Werkzeug des menschlichen Lebens.
Des Weiteren kann solch eine Arrhythmie aufgrund einer Änderung der Geschwindigkeit betroffener Herzschläge charakterisiert werden – eine verlangsamte bradykarde oder eine beschleunigte tachykarde Erkrankung kann folglich diagnostiziert werden. Zusätzlich obliegt die Unterscheidung ebenso in der Bedrohlichkeit. So können Herzrhythmusstörungen paradoxerweise als gute Varianten und logisch als Böse Form eingestuft werden. Insbesondere lebensbedrohliche Versionen der Arrhythmie sollten stationär längerfristig sowie eingehender untersucht und behandelt werden. Wird der Herzrhythmus durch physiologische Veränderungen gewandelt, dann spricht der Mediziner hingegen von einer Herzfrequenzvariabilität.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt viele potentielle Ursachen, die zu Herzrhythmusstörungen führen können. Diese sind unter anderem:

  • Ein Herzinfarkt
  • Vernarbung von Herzgewebe aufgrund eines vorhergehenden Herzinfarktes
  • Krankhafte Veränderungen der Struktur des Herzens durch Kardiomyopathie
  • Krankhaft verschlossene Arterien
  • Chronisch hoher Blutdruck
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Rauchen
  • Erhöhter Konsum von Alkohol und / oder Nikotin
  • Rauschgiftmissbrauch
  • Stress
  • Bestimmte Medikamente (als Nebenwirkung)
  • Diabetes (vornehmlich Typ 2)
  • Schlafapnö
  • Gentische Vorbelastung
  • Weitere organische Schäden

Wie man aus der gerade angeführten Aufzählung etwaiger verantwortlich zu machender Ursachen klar sehen kann, lassen sich Herzrhythmusstörungen nicht einem spezifischen Auslöser zuordnen. Es handelt sich hierbei um ein Gebrechen, das auf vielerlei Dinge zurückzuführen ist. Dieser Umstand erschwert eine Diagnose zumeist sehr.

Des Weiteren gilt es zu bedenken, dass Herzrhythmusstörungen beinahe ausschließlich als Resultat einer vorhergehenden Erkrankung auftreten oder sich aus einem allgemein ungesunden Verhalten ableiten lassen. Herzrhythmusstörungen treten nur in den aller seltensten Fällen von alleine auf. Somit können Betroffene die Ursachen meist mit Erfolg bei sich selbst suchen und auch schließlich verorten. Oftmals liegt es an einem übermäßigen Konsum von Kaffee oder Zigaretten. Aber auch Herzinfarkte und dergleichen mehr können Gründe für das Entstehen des vorliegenden Gebrechens sein.

Somit lässt sich alles in allem zusammenfassen, dass es sich bei Herzrhythmusstörungen nicht etwa um eine alleinstehende Krankheit handelt, die auf eine spezifische Ursache zurückzuführen ist, sondern vielmehr um eine Folgeerkrankung, bzw. um ein Symptom anderer Leiden. Darum sollte man seine Herzrhythmusstörungen auch auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Zumeist weisen selbige auf eine tiefer gehende Erkrankung hin, die einer Behandlung bedarf. Darüber hinaus kann es auch von Vorteil sein, wenn man sich im Rahmen der Ursachenforschung einmal seinen eigenen Lebenswandel vor Augen hält. Personen, die ungesund leben, wissen zumeist darum und wissen ebenso um die Konsequenzen, die sie mit dieser Lebensweise provozieren. Es kann deshalb sehr wichtig sein, sich selbst darüber im Klaren zu werden, was man besser machen könnte. Das hat nicht nur einen prophylaktischen Nutzen, sondern auch eine persönliche und charakterbildende Komponente.


Symptome & Anzeichen

Einige Herzrhythmusstörungen bekommt der Betroffene gar nicht mit, was der Betriebsamkeit des Körpers dienlich sein kann, aber auch ungehörte Boten einer bevorstehenden Krankheit übergeht. Falls der Patient einmal Palpitationen – das gefühlte Herzstolpern – vernimmt, ist dies eine wahrgenommene Herzrhythmusstörung. Zudem kann der Proband leicht spüren, wenn es einen Aussetzer des Herzschlages gegeben hat – auch dies ist eine Herzrhythmusstörung.
Hierbei kann er dies in ruhigen Momenten selbst spüren oder im Anschluss daran an die Extraschläge, welche nach dem Aussetzer auftreten. Schnelles Vorhofflimmern führt den Betroffenen obendrein zu regelrechtem Herzrasen und mitunter zur Wahrnehmung einer Art Klopfens, welches sich bis in den Hals hinauf auszubreiten scheint. Letzteres kann nun regelmäßig oder eher sporadisch geschehen. Sollte eine Herzschwäche bekannt oder eine medizinische Situation rund um das Herz bekannt sein, muss unbedingt der Arzt aufgesucht werden.
Ansonsten können auch kleinste Vorfälle zu einer immensen Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Herzens führen. Ein ziemlich verlässliches Indiz dafür stellt die Luftnot dar. Bei starker Luftnot sollte der Patient durchaus auf ein Lungenödem untersucht werden. Natürlich begleitet den Betroffenen ein fühlbarer Herzschmerz. Aber auch Anzeichen einer verminderten Hirndurchblutung wie Krämpfe, Schwindel, Desorientierung oder schon temporäre Seh- und Sprachstörungen lassen den Verdacht einer Herzrhythmusstörung nahe legen.
Auf der anderen Seite kann sich der unter Arrhythmie Leidende bei einer bradykarden Verlangsamung des Herzschlages aufgrund der mangelnden Versorgung zum einen ebenfalls über Schwindel, aber vor allem über Kollaps und mindestens zeitweise Ohnmacht beklagen. In schweren Fällen führt dies zu einer Asystolie ohne den rettenden Versuch des Körpers der Einbindung eines Ersatzrhythmus. Ventrikuläre Tachykardien lassen zudem oft den Kreislauf unterbrechen und führen damit zur totalen Bewusstlosigkeit.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Bevor die Behandlung der Herzrhythmusstörung eingeleitet werden kann. Muss eine Erfolg versprechende Untersuchung mittels Elektrokardiogramm her. Insbesondere ein Langzeit-EKG kann hierbei wertvolle Erkenntnisse liefern – notfalls schaltet der Arzt eine elektrophysiologische Untersuchung ein. Nur mit einer richtigen Benennung der Ursache kann der Herzrhythmusstörung folglich entgegengewirkt werden.
Das Wissen des Arztes über genommene Medikamente, die persönliche Krankheitsgeschichte sowie die Resultate aus dem Ruhe- sowie Belastungs-EKG, lässt die optimale Behandlung zu. Zudem werden diverse pharmakologische Tests für eine Spezifizierung hinzugezogen. Sollten sich lediglich „gute“ Extrasystolen als Ergebnis der Untersuchung herausstellen, muss in den meisten Fällen das EKG nicht geschont und schon gar nicht medikamentös eingegriffen werden. Zeigt sich die Herzrhythmusstörung aufgrund eines Herzfehlers oder einer Herzmuskelerkrankung, stehen dem Arzt diverse stabilisierende und regulierende Pharmazeutika zur Verfügung. Atropin, Betablocker, Digitalis und einige weitere Antiarrhythmika können folglich auf die individuellen Bedürfnisse verschrieben und angewandt werden.
Themenbezogen darf erwähnt werden, dass nur der Arzt die generelle Einnahme und die jeweilige Dosierung festsetzt und sich der Patient sich ebenfalls genauestens an die zeitliche Festsetzung dieser ärztlichen Maßnahme richtet. Auf elektrischem Wege wird dem Betroffenen bei einer anatomischen Veränderung oder eines physiologischen Nachteils in vielen Fällen ein Herzschrittmacher eingesetzt. In besonders schweren Fällen mit Verdacht auf häufig zu erwartende Herzrhythmusstörungen wird zur Absicherung zusätzlich ein Defibrillator implantiert.
Obendrein ergeben sich zur Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Funktionen bei einer Verschlechterung einer koronaren Herzkrankheit Herzkatheter als rettende Maßnahme zur Wahrung der Durchblutung – hierbei bedenkt der Mediziner außerdem die Notwendigkeit einer Bypass-Operation. Sollte die Arrhythmie durch eine andere Krankheit gefördert werden, gilt es diese natürlich ebenfalls zu heilen oder zu lindern. Verschiedene Mittel gegen Bluthoch- und -niedrigdruck, Intoxikationen und Elektrolytstörungen senken somit gleichfalls das Restrisiko auf eine Herzrhythmusstörung – hierbei gilt es Vorsicht vor Wechselwirkungen mit verabreichten Medikamenten zu wahren.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es ist eher schwierig spezifische Aussagen über das Vorkommen der vorliegenden Krankheit zu treffen. Dies liegt zum einen daran, dass sich nicht alle Personen, die an dieser Krankheit leiden behandeln lassen und zum anderen daran, dass Ärzte die Krankheit nicht erkennen. In der Tat erscheinen Herzrhythmusstörungen oftmals sehr unauffällig und erkrankte Personen sehen darum von einem Besuch beim Arzt ab. Das verzerrt die Statistiken immens.

Auch über die geschlechtliche Verteilung lässt sich kaum etwas sagen. Nichtsdestotrotz konnte man eruieren, dass Frauen in aller Regel etwas häufiger betroffen zu sein scheinen als Männer. Diese Erkenntnisse können jedoch auch fehlerhaft sein. Dieser Umstand ergibt sich aus den bereits angeführten unzureichenden Statistiken. Ebenso scheint das Alter eine ausschlaggebende Rolle zu spielen. Zwar kann man Fälle dieser Krankheit ebenso in älteren wie in jungen Menschen beobachten, dennoch ist die Verteilung relativ zum Alter hin gehäuft. Aber auch Kleinkinder und Säuglinge können davon betroffen sein.

Alles in allem ist es also eher schwer möglich, eine genauen Überblick über die Verteilung des vorliegenden Gebrechens zu schaffen. Dennoch sollte man davon ausgehen, dass es sich durchaus um keine seltene Erkrankung handelt. Tatsächlich kommen Herzrhythmusstörungen sehr häufig vor und sind damit ein überall anzutreffendes Phänomen. Auch die ethnische Herkunft spielt bei der Verteilung keine nennenswerte Rolle. Menschen rund um den Globus leiden gleichermaßen stark an diesem unangenehmen Problem.

Diagnosedaten
Die Diagnose ist zumeist sehr eindeutig. Herzrhythmusstörungen sind nicht allzu schwer zu ermitteln und es kommt nur selten zu massiven Fehldiagnosen. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Diagnose die Herzrhythmusstörungen per se betreffend zwar recht simpel ist, die Ursachenforschung damit jedoch nicht erledigt ist. Denn wie bereits erwähnt, handelt es sich bei diesem Leiden nicht um eine allein auftretende Erkrankung, sondern vielmehr um eine Nebenerscheinung anderer Krankheiten. Es ist darum für den Arzt von größter Wichtigkeit festzustellen, worauf die Störungen zurückgehen. Gelingt ihm dieses nicht, so ist es oftmals nicht möglich, eine angemessene Behandlung zu konzipieren.

Hier zu ist es von essentieller Wichtigkeit, dass der Patient sich kooperativ zeigt und sich nicht gegen eine Behandlung sperrt, bzw. dem zuständigen Mediziner Informationen vorenthält. Wer im Rahmen der Diagnosestellung hier nicht mit offenen Karten spielt, verbaut sich nicht selten die besten Chancen auf eine Heilung. Dies kommt tatsächlich öfter vor als man denken mag. Viele Menschen schämen sich ihres unsoliden Lebenswandels und lassen darum wichtige Details aus. Diese könnten aber im Zweifel ausschlaggebend dafür sein, die Ursachen ausfindig zu machen. Ein offenen Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist darum nicht zu vernachlässigen.


Komplikationen bei der Krankheit

Tatsächlich verlaufen die meisten Formen der Herzrhythmusstörungen eher reibungslos und stellen keine allzu große Gefahr für die betroffene Person dar. Dennoch kann es im Rahmen der vorliegenden Erkrankung durchaus zu ernstzunehmenden Komplikationen kommen. Diese Schädigungen, welcher Art sie auch immer sein mögen, sind nicht selten irreparabel und quälen den Betroffenen daher ein Leben lang. In seltenen Fällen jedoch kann es möglich sein, dass man diesen Leiden mittels eines operativen Eingriffes ein Ende setzen kann. Diese Möglichkeit ist jedoch stark vom spezifischen Fall abhängig, weswegen es schwer fällt, dahingehend allgemein gültige Aussagen zu treffen.
Besonders häufig austretende Komplikationen sind beispielsweise:
Herzinsuffizienz
Hierbei kann es sich entweder um ein akutes und unmittelbar im Rahmen einer Herzrhythmusstörung eintretendes Übel oder um ein chronisches Leiden handeln. Die Herzinsuffizienz entsteht dadurch, dass eine etwaige Entzündung den Herzmuskel oder das Herz selbst so schwer geschädigt hat, dass es nicht mehr in der Lage dazu ist, genügend Blut durch den Körper zu befördern. Hierdurch verlangsamt sich die Aufnahme und der Austausch von Sauerstoff und der gesamte Blutkreislauf verliert an Effektivität.
Riss im Herzen
Es kann geschehen, wenngleich dies eher nur selten der Fall ist, dass der Herzmuskel im Rahmen von Herzrhythmusstörungen derart geschwächt ist, dass er partiell reißt. Durch einen solchen Riss entsteht früher oder später zumeist eine Art Loch im Herzen selbst, durch das Blut in den Körper austritt. Im Zuge dessen kommt es nicht nur zu inneren Blutungen, sondern darüber hinaus auch zu einem immensen Abfall von Druck im Blutkreislauf. Die Kombination aus diesen beiden Gegebenheiten endet nicht selten tödlich für den Betroffenen.
Fehler der Herzklappe
Permanente Herzrhythmusstörungen können nicht nur das Herz selbst, sondern auch den Herzmuskel oder das umgebende Gewebe stark in Mitleidenschaft ziehen. Auch die Herzklappe ist bisweilen betroffen und kann teils schwere oder sogar irreparable Beschädigungen davontragen. Ist dies der Fall, ist die Leistung des Herzens nicht mehr vollständig gegeben und es kommt zu starken allgemeinen Mangelerscheinungen. Aber auch innere Blutungen und dergleichen mehr sind durchaus im Rahmen des möglichen. Nichtsdestoweniger sollte man anmerken, dass gerade Probleme mit der Herzklappe, im Vergleich zu anderen Leiden am Herzen, relativ leicht zu beheben sind. Diese kann man im Zweifel austauschen. Nicht selten finden hierbei die Herzklappen von Schweinen Verwendung, die man dem Leidenden einsetzt, um das Problem zu lösen.

Der oben genannten potentiellen Komplikationen ungeachtet sollte man sagen, dass die Krankheit in aller Regel recht leicht verläuft und keine der oben genannten bleibenden Schäden zurückbleiben. Dies ist nur in sehr extremen Fällen tatsächlich der Fall.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Viele Personen suchen keinen Arzt auf, da sie die Symptome nicht als solche wahrnehmen. Das ist natürlich ein grundsätzlich falscher Ansatz. Lieber einmal mehr zum Arzt gehen, als einmal zu wenig. Dies gilt nicht nur für die Herzrhythmusstörungen, sondern auch für alle anderen Krankheiten. Selbst schwach erscheinenden Symptome können auf starke gesundheitliche Beeinträchtigungen hinweisen. Ähnliches gilt in gesteigertem Maße auch für die hier erörterten Herzrhythmusstörungen.

Somit ist einem jeden Patienten dazu geraten, der Beschwerden Im Bereich der Brust hat, gleichwohl wie stark diese ausgeprägt sind oder nicht, dass er sofort und ohne zu hadern, einen Arzt konsultieren sollte. Das kann im Zweifel das Leben dieses Menschen retten und das sollte nun wirklich im eigenen Interesse liegen. Des Weiteren kann es auch nützlich sein, einen Mediziner zu Rate zu ziehen, wenn man keine spezifischen Symptome verspürt, sondern nur Einschränkungen wahrnimmt. Beispielsweise Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit. Sollte man wesentlich weniger belastbar sein, als zuvor, so kann dies oftmals ein Hinweis darauf sein, dass man an Herzrhythmusstörungen leidet. Dasselbe gilt für Personen, die durch Vererbung vorbelastet sind. Zwar handelt es sich bei Herzrhythmusstörungen nicht um eine Erbkrankheit, dennoch sollte man nicht vergessen, dass ein allgemein schwaches Herz in der Familie liegen kann. Darum sollten Personen, deren Eltern, Großeltern und / oder nahe Verwandte besonders häufig an Herzproblemen leiden dahingehende Vorsicht walten lassen.

Es gilt also im Allgemeinen: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Es schadet auch nicht, den Arzt im Rahmen einer Routineuntersuchung auf eine etwaig gezieltere Untersuchung des Herzens anzusprechen, wenn dies im Interesse des Patienten liegt. Kurzum bedeutet das also, dass man sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen sollte, sich aufgrund der Geringfügigkeit der Symptome, einem Besuch beim Arzt zu entziehen. Dadurch ist niemandem geholfen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Krankheit der Herzrhythmusstörung kann bei dem Betroffenen verschiedene Entstehungsgeschichten aufweisen. Zum einen kann sie sich angeboren durch zusätzliche Leitungsbahnen oder eine Ionenkanalerkrankung zeigen. Obendrein kann ebenfalls eine Herzmuskelerkrankung zu solch einer Diagnose führen. Unterschiedliche Kardiomyopathien – Herzmuskelerkrankungen – oder angeborene Herzfehler wie Vitien mit einer suboptimalen Belastungsmöglichkeit in Hinblick auf Volumen beziehungsweise Druck zeigen hier ein großes Ursachenfeld auf. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass der Patient die Störung zunehmend erworben hat – eine Ischämie, Unterversorgung des Organs, liegt hierbei oft zugrunde.
Herzmuskelschädigungen nach einem Herzinfarkt oder einer Herzklappenerkrankung liegen als Ursache im Bereich des Möglichen. Obendrein kann die hypertensive Herzkrankheit eine stete Begünstigung einer Arrhythmie darstellen. Hierbei trägt der konstant hohe Blutdruck zu einer Schwächung des Herzens und seiner Funktionalität bei. Zudem besteht ebenfalls nach einem chirurgischen Eingriff am Herzen ein entsprechend großes Restrisiko bezüglich einer Herzrhythmusstörung. Zusätzlich können toxische Substanzen eine dilatative Kardiomyopathie auslösen, welche das Ventrikel des Herzens vergrößert und mit der Zeit die benötigte Auswurfleistung des pulsierenden Organs nicht mehr gewährleisten kann.
Zudem kann es sich hierbei auch um Vergrößerungen der Herzhöhle oder ebenso eine Verdickung des Herzmuskels handeln. Des Weiteren begünstige einige Ursachen außerhalb des Herzens die Herzrhythmusstörung. Eine chronische Überfunktion der Schilddrüse oder auch eine Störung im Elektrolythaushalt hinsichtlich der Elemente Calcium, Kalium und Magnesium tragen unter Umständen zu einer Arrhythmie bei. Speziell mit dem Blick auf Medikamente können Katecholamine, Antidepressive und scheinbar paradox Herzglykoside und Antiarrhythmika in der Kombination von vorangegangenem Krankheitsbild und zusätzlicher Medikation gegen andere Krankheiten als Ursachen für eine Herzrhythmusstörung ausgemacht werden.
Sollte beim Patienten einmal eine Unterversorgung von Sauerstoff an einem Organ oder dem Herz selbst festgestellt worden sein, muss auch hier der medizinische Blick auf mögliche Herzrhythmusstörungen gerichtet werden – die Untersuchungen sollten in diesem Fall vor allem langzeitlich geleitet werden. Psychovegetativ forcieren Angst, Stress und ein erhöhter Vagatonus ebenfalls etwaige Herzrhythmusstörungen – vor allem eine konstante Übermüdung kann die Herzrhythmik folgenschwer stören. Des Weiteren bedingen Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt wie beim Roemheld-Syndrom eine optionale Störung der elektrisch geleiteten Funktionalität des Herzens.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Sicherlich gibt es keine vollkommen sicheren Mittel, um gegen Herzrhythmusstörungen vorzubeugen. Dennoch sollte man es als niemals zu spät ansehen, sich gegen eine solche a priori zu schützen. Zum einen ist es dahingehend natürlich äußerst empfehlenswert, alle potentiellen Risikofaktoren aus seinem Leben zu verbannen und stattdessen gute und für die Gesundheit förderliche Verhaltensweisen anzunehmen. Gelingt einem diese Umstellung, ist schon vieles erreicht und das Risiko auf eine Verschlimmerung der Herzrhythmusstörungen sinkt deutlich ab.

Darüber hinaus sollte man auch nicht darauf verzichten, in regelmäßigen Abständen einen Arzt zu konsultieren und sein Herz untersuchen zu lassen. Insbesondere begleitende medizinische Fürsorge ist ein wichtiges Thema für Personen, die an Herzrhythmusstörungen leiden. Darum sollten nämliche diese nicht vernachlässigen.

Zudem sollte es jedem klar sein, dass eine allgemein gesunde Lebensführung einen merklich Beitrag zur Senkung des allgemeinen Risikos von Erkrankungen des Herzens leisten kann. Hierbei gilt nicht nur die Meinung des zuständigen Mediziners, sondern auch der gesunde Menschenverstand. Sagt einem das Gewissen, dass das eigene Verhalten schlecht und ungesund ist, sollte man darauf hören und selbiges tunlichst unterlassen. Der Körper und vorallem das Herz werden es danken.

Zu den soeben erwähnten Risikofaktoren gehören vornehmlich Rauchen und fettige Ernährung gepaart mit zu wenig Bewegung. Landläufig sagt man, dass jede Zigarette das Leben um 10 Minuten verkürzt. Diese Aussage an sich mag diskutabel sein, was aber nicht diskutabel ist, ist der Umstand, dass Starkraucher eine bis zu 90% höhere Gefahr aufweisen, einen Herzinfarkt zu erleiden als Nicht-Raucher – und Herzinfakrte gehören zu den häufigsten Verursachern von Herzrhythmusstörungen. Ähnliche Zahlen gelten für stark übergewichtige Personen, sowie Personen, die zwar nicht an Adipositas leiden, aber dennoch keinen Sport treiben. Regelmäßige Bewegung und gezielte körperliche Ertüchtigung sind bei der Prävention des vorliegenden Leidens nicht zu unterschätzen.


Prognose zur Heilung

Es ist schwierig eine allgemeine Prognose zur „Heilung“ zu stellen. Darüber hinaus verläuft eine Arrhythmie in aller Regel eher unauffällig. Schwere Verlaufsformen kommen zwar hin und wieder auch vor, sind aber doch recht selten. Durch die moderne Schulmedizin stehen die Heilungschancen heutzutage aber sehr gut. Auch die direkt aus dieser Krankheit resultierenden Spätschaden und Folgeerkrankungen sind mittels der Schulmedizin und / oder der alternativen Medizin anzugehen und also zu behandeln oder zu heilen. Gleichwohl dies nicht immer möglich ist. Insbesondere dann nicht, wenn das Gewebe, das das Herz direkt umgibt in zu starke Mitleidenschaft gezogen wurde. Die hieraus hervorgehenden Schäden sind nicht selten irreparabel und führen darum meist zum Tode des Betroffenen. Dabei ist die Dauer, die zwischen der Entzündung selbst und dem tatsächlichen Zeitpunkt des Todes liegt, sehr stark vom vorliegenden Fall abhängig und allgemeine Aussagen darüber sind faktisch unmöglich zu treffen, ohne ins Reich der Spekulation abzudriften.

Präzisere Aussagen betreffs der Prognose lassen sich lediglich in dem Zusammenhang treffen, dass sich dieselbe nur dann merklich verbessert oder überhaupt gut ist, wenn der vormals Betroffene nach seiner Arrhythmie die nötigen Schritte einleitet und sein Leben grundsätzlich umkrempelt. Das bedeutet, dass er zu rauchen aufhört, dem Alkohol abschwört, auf fettreiche Speisen verzichtet und sich regelmäßig sportlich betätigt. Bleibt diese Änderung des Verhaltens jedoch auch nach einer Herzmuskelentzündung aus, muss man sich nicht wundern, wenn die Prognose allgemein eher düster ist und ein weiterer Ausbruch vermutlich nicht ausbleibt.

Darüber hinaus ist die Prognose alles in allem tatsächlich relativ gut. Das heißt natürlich nur dann, wenn man alle nötigen Schritte unternimmt, derer es bedarf, um ein gesundes Weiterleben garantieren zu können. Wer weiter macht wie zuvor sollte sich nicht wundern, wenn er dem vorliegenden Leiden bald erliegt. Zusammenfassend also ist zu bemerken, dass die Prognose ganz und gar vom Erkrankten selbst abhängt.


Weitere Herzleiden

Herzrhythmusstörungen treten selten alleine auf. Oftmals gehen ihnen andere Erkrankungen des Herzens voraus oder sie entstehen durch solche. Aber auch andere organische Leiden können teilweise mit Herzrhythmusstörungen assoziiert werden. Hierzu uim Folgenden eine Übersicht:

  • Herzinsuffizienz – Der Begriff Herzinsuffizienz kann erschreckend sein, aber in Wirklichkeit bedeutet er lediglich, dass das Herz nicht so pumpt wie es sein müsste. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um ein komplettes Versagen des Herzens.

    Wenn der Herzmuskel schwach ist, kann Blut nicht effizient genug gepumpt werden, um Sauerstoff in alle Zellen zu transportieren. Manchmal wird das Herz erweitert und schwach. Andere Male kann es steif und verdickt sein. Im Laufe der Zeit kann das Herz nicht mit seiner Arbeitsbelastung mithalten. Wenn dies geschieht, gibt es nicht genug sauerstoffreiches Blut, welches das Gehirn und die Muskeln erreicht, und Flüssigkeit beginnt, in den Lungen und anderen Gewebeteilen zu stauen. Der Mangel an Sauerstoff verursacht Die wichtigsten Symptome der Herzinsuffizienz wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwierigkeiten bei der Durchführung von Aufgaben, die Anstrengung erfordern.

    Das Herz besteht aus vier Kammern, durch welche Blut gepumpt wird. Sauerstoffreiches Blut gelangt von der Lunge zum linken Vorhof und dem linken Ventrikel gepumpt und durch die Aorta in den Rest des Körpers geleitet. Nachdem der Sauerstoff hier verbraucht wurde, kehrt das Blut in die rechte Herzhälfte zurück und wird wiederum in die Lunge geleitet.

    Störungen dieses Systems durch Herzinsuffizienz können verschiedene Formen annehmen.

    Die sogenannte systolische Herzinsuffizienz (linksseitig) bedeutet, dass das Herz auf der linken Seite, also im linken Ventrikel an Kraft verliert und das Blut nicht genügend in Umlauf bringen kann. Wenn dies geschieht, wird das Herz erweitert und schwach. Mittels eines Echokardiogramms kann die Stärke des Herzens über die sogenannte Ausstoßfraktion gemessen werden. Eine Ausstoßfraktion von mehr als 55% ist normal.

    Der Begriff kongestive Herzinsuffizienz bezieht sich auf die Ansammlung von Flüssigkeit in den Gewebeteilen, welche wiederum von der linksseitigen Herzinsuffizienz hervorgerufen wird. Wasser kann sich beispielsweise in den Beinen ansammeln, was zu Schwellungen (Ödemen) führt. In der Lunge verursacht es die Lungenödem und im den Bauchraum die Aszites.

    Als diastolische Herzinsuffizienz bezeichne mal die rechtsseitige Variante dieser Erkrankung. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass das Herz dicker und steifer wird. Wenn dies geschieht, kann der linke Ventrikel nicht mehr mit ausreichendem Blut gefüllt werden, und hernach nicht genug Blut in den Kreislauf pumpen, obgleich das Herz im Prinzip noch stark genug hierfür wäre. Wenn die Anzeichen und Symptome der Herzinsuffizienz vorhanden sind und die Ausstoßfraktionen größer als 50% sind, kann eine diastolische Herzinsuffizienz in Betracht gezogen werden. Das gilt besonders dann, wenn ein Echokardiogramm zeigt, dass der Herzmuskel verdickt ist.

    Die Herzinsuffizienz beschreibt einen krankhaften (pathologischen) Zustand bei der das Herz, ein muskuläres Hohlorgan nicht mehr so funktionsträchtig ist wie ein gesundes Herz und unter einer verminderten Pumpfunktion leidet.

    Im Normalzustand pumpt das Herz allein schon im Ruhestand das gesamte Blutvolumen des Körpers einmal pro Minute durch den gesamten Kreislauf und leistet damit Schwerstarbeit. Dies entspricht fünf Liter pro Minute, wobei sich diese Pumpleistung bei körperlicher Betätigung verfünffachen kann.Wenn das Herz es mit seinen rhythmischen Kontraktionen nicht mehr schafft das Körpergewebe mit Blut und Sauerstoff zu versorgen führt dies im schlimmsten Fall zu einer Unterversorgung. Das hat mitunter sogar lebensbedrohliche Folgen für die betroffene Person. In Deutschland leiden bei einem durchschnittlichem Lebensalter von 70 bis 80 Jahren beim Einsetzen der Erkrankung schätzungsweise rund 1,8 Millionen Menschen unter einer Herzinsuffizienz.

    Jedoch muss man erwähnen, dass das Herzversagen wohl auch deshalb als eine der häufigsten Todesursachen genannt wird, weil das Herz letztlich bei jedem Verstorbenen zum Stillstand gekommen ist. Nicht immer konnte dabei die tatsächlich zum Tode führende Krankheit herausgefunden werden. Statistiken besagen, dass das Erkrankungsrisiko für Männer tendenziell größer ist als bei Frauen und diese oftmals in einem jüngeren Lebensalter als Frauen erkranken.

    Eine Herzinsuffizienz entsteht, wenn das Herz nicht mehr ausreichend in der Lage ist, das Blut durch den Körper zu pumpen. In diesem Fall kommt es zu einem Rückstau des Blutes in die Lungen, Leber, Hände und Füße, was typischerweise im Rahmen einer Schwellung im Sinne von Ödemen sichtbar wird. Die betroffenen Patienten leiden unter einer zunehmend verminderten körperlichen Belastbarkeit (z.B. beim Treppensteigen) und Kurzatmigkeit. Neben den Beinödemen, können nächtliche Atemnot- oder Hustenattacken, nächtlicher Harndrang, eine bläuliche Hautfärbung sowie zusätzlich auftretende Herzrhythmusstörungen sein. Die Schwellung der Füße zum Beispiel bessert sich dabei im Liegen und verstärkt sich im Stehen. Sind die Lungen betroffen, kann es vor allem bei Belastung wie Treppensteigen oder flachem Liegen im Bett, zu Kurzatmigkeit und Husten kommen. Eine Herzinsuffizienz kann sich im Rahmen eines stattgefundenen Herzinfarktes, Bluthochdruck, verengten Herzkranzgefäßen, Infektionen oder angeborenen Herzfehlern entwickeln. Zu den häufigsten Ursachen der Herzinsuffizienz zählen insbesondere die Atherosklerose und die atherosklerotischen Folgeerkrankungen, sowie folgende unten aufgeführte Erkrankungen:
    Koronare Herzkrankheit (Angina Pectoris) auf der Basis einer Atherosklerose (Gefäßverkalkung);
    zu hoher Blutdruck (Hypertonie);
    Herzinfarkt;
    Myokarditis (Herzmuskelentzündung);
    Herzklappenfehler (z. B. als Spätfolge des rheumatischen Fiebers);
    Herzrhythmusstörungen.

  • Bluthochdruck – Unter Bluthochdruck versteht man eine dauerhafte Erhöhung der Blutdruckwerte auf systolisch mindestens 140mmHg und diastolisch mindestens 90mmHg.

    Nach dieser Definition leidet jeder vierte Deutsche unter Bluthochdruck. Da die Hochdruckkrankheit über längere Zeit hinweg symptomarm verlaufen kann, wird hoher Blutdruck oft erst dann erkannt, wenn Folgeschäden an anderen Organen, besonders an Herz, Gehirn und Nieren, auftreten.

    Arterielle Hypertonie kann zu einem lebensbedrohlichen hypertensiven Notfall führen und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Als normal bezeichnet man einen Blutdruck von 120/80mmHg. Niedriger Blutdruck ist medizinisch unbedenklich.

    Systolisch (mm Hg) Diastolisch (mm Hg)
    Niedrig
    Optimal
    Normal
    Hochnormal 130-139 85-89
    Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
    Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
    Hypertonie Grad 3 > 179 > 109

    Der Blutdruck ist dynamisch; das bedeutet, dass er abhängig vom Grad der Aktivität der jeweiligen Person, der Tageszeit und physischen sowie emotionalen Stressoren fällt bzw. sinkt. Bei gesunden Personen wird er überwiegend über das autonome Nervensystem kontrolliert, welches wiederum durch Hormone aus der Nebenniere reguliert wird; diese bestimmen die Menge an Natrium, Kalium und Flüssigkeit, die über die Nieren ausgeschieden wird (was wiederum Einfluß auf das Blutvolumen nimmt). Der Blutdruck wird auch durch Ansteigen oder Absinken der Herzfrequenz sowie Dilatation (Erweiterung) oder Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße verändert. Sind einer oder mehrere dieser Regulationsmechanismen nicht in der Lage, angemessen auf die Bedürfnisse des Körpers zu reagieren, kann das zu einem permanenten Bluthochdruck führen.

    Zur Beurteilung des Blutdruckes werden zwei Werte bestimmt: der systolische Druck- oder Spitzendruck, der bei der Kontraktion des Herzens auf die Gefäßwände ausgeübt wird- und der diastolische Druck- der Druck, der zwischen den Schlägen in der Entspannungsphase des Herzens in den Arterien herrscht. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und werden in der Form systolischer/diastolischer Wert angegeben. Zum Beispiel entspricht ein Blutdruck von 120/80 mmHg einem systolischen Druck von 120 und einem diastolischen Druck von 80 und würde als „120 zu 80“ bezeichnet werden. Normalerweise finden sich bei Erwachsenen Blutdruckwerte von 110-130 systolisch zu 60-85 mmHg diastolisch. Bei jungen Frauen treten häufiger niedrige Blutdruckwerte auf. Die Grenzwerte des Blutdrucks sind fließend und werden entsprechend der Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Erwachsenen wie folgt eingeteilt:

    • Optimaler Blutdruck ein systolischer Wert unter 120 mmHg und ein diastolischer unter 80 mmHg.
    • Normaler Blutdruck– ein systolischer Wert unter 130 mmHg und ein diastolischer unter 85 mmHg.
    • Prähypertension (Hoch-Normaler Blutdruck; Bezeichnet einen Zustand, bei dem der Blutdruck über die Normwerte erhöht ist und der in einen Bluthochdruck übergehen kann)- ein systolischer Druck von 130 bis 139 mmHg und/oder von 85 bis 89 mmHg diastolisch

    Bluthochdruckbereich

    • Hypertension, Grad 1– systolische Werte von 140- 159 mmHg und/oder 90 bis 99 mmHg diastolisch
    • Hypertension, Grad 2– systolische Werte von 160 bis 179 mmHg und/oder 100 bis 109 mmHg diastolisch
    • Schwere Hypertension, Grad 3– einem systolischen Wert von 180 mmHg oder mehr und/oder einem diastolischen Wert von 110mmHg oder mehr.

    Hypertonie Bluthochdruck hoher blutdruckAufgrund umfangreicher Studien kann je nach Vorhandensein von zusätzlichen Risikofaktoren das eines schweren Herzkreislaufereignisses (Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlicher Schlaganfall, Herzinfarkt) in den nächsten 10 Jahren ermittelt werden.

  • Myokarditis – Bei der Myokarditis handelt es sich um eine Entzündung der Muskelschicht des Herzens. Diese Entzündung kann akut oder chronisch verlaufen. Sie wird nicht nur unterteilt in die chronische oder akute Verlaufsform sondern auch entsprechend der Art des Auslösers. So kann die Myokarditis in eine bakterielle, in eine virale oder in andere Formen der Herzmuskelentzündung unterteilt werden.

    Da die Herzmuskelentzündung nicht durch sichere Symptome gekennzeichnet ist und vielen Infektionskrankheiten mit Medikamenten entgegengewirkt wird, kann bei der Untersuchung beim Arzt schnell einmal die Möglichkeit der Myokarditis übergangen werden. Die Gefahr besteht nun darin, dass die körperlichen Defizite auf beispielsweise einen grippalen Infekt geschoben werden. Dies liegt auch darin begründet, dass die hauptsächlichen Verursacher – Viren – vom Körper meist relativ schnell sowie effizient bekämpft werden und sind eigentlich schon geschlagen sind.
    Das nun folgende Abklingen der Infektion wird hierbei als Linderung empfunden, obwohl die eigentlichen Genspuren der Infektion in Form von abgegebenen Nukleinsäuren durch die Viren sich in diesem Fall am Herzmuskel einnisten und ihn infizieren. Permanent infizierte Gewebsteile am Herzen verursachen jetzt eine erst kleine, mit der Zeit aber anwachsende und somit das Risiko steigernde, Entzündung. Ist dieser Infekt nun scheinbar ausgestanden, kann es bei überdurchschnittlicher Belastung im Rahmen des Leistungssports oder bei existentem Dauerstress zu einer Verschlimmerung der Entzündung führen. Im schlimmsten Fall kann der Patient sogar daran sterben, so wie es bei einigen eigentlich durchtrainierten und vor allem paradox jungen Leistungssportlern bereits der Fall war. Als Folge der Autoimmunreaktion kann es zudem zur chronischen Schädigung durch permanent entzündetes Gewebe kommen.


  • Alternative Behandlungsmethoden

    Die zur Verfügung stehenden alternativen Heilmethoden sind teilweise nicht oder nur sehr schwer von den Hausmitteln zu differenzieren. Des Weiteren gilt für diese, wie für die Hausmittel auch, dass sie eher prophylaktischer Natur sind und keinen vollwertigen Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung darstellen können und sollten. Sie sind primär zur Prophylaxe, zur Nachsorge oder zur allgemeinen Stärkung von Körper und Seele zu verwenden. Hierzu einige in der Übersicht:
    Gezielter Abbau von Stress und Druck
    Es ist kein Geheimnis, dass Stress, Druck und sonstige Belastungen des Alltags einen durchaus schwerwiegenden negativen Effekt auf das menschliche Herz haben können. Darum sollte jedem daran gelegen sein, seinen Stresslevel effektiv zu senken. Hierzu stehen sehr viele verschiedene Methoden zur Verfügung. Allerdings funktioniert nicht jede dieser Methoden für jeden Menschen auch gleich gut. Darum ist es wichtig, diesbezüglich etwas Experimentierfreude an den Tag zu legen und diverses auszuprobieren, um das Mittel zu finden, das einem am besten, schnellsten und effektivsten hilft. Dies können Aromatherapie, Massagen, Ayurveda, Yoga, Mediation uvm. sein. Auch eine Psychotherapie kann einem bisweilen dabei weiterhelfen, gewisse Hindernisse zu überwinden und gezielter mit arbeitsbedingtem Stress umgehen zu lernen. Bisweilen kann man auch auf alle der oben genannten Methoden verzichten und sich ein Hobby zulegen, das einen gut ausfüllt und einen den Stress des Alltags vollends vergessen lässt.

    Wie man sieht, sind die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. Wichtig ist dabei nur, dass man die Sache nicht schleifen lässt und sich die Art der Erholung gönnt, die einem zusteht. Wer sich konstant selbst überfordert und / oder an die Grenzen der Belastbarkeit bringt, hat davon meistens nicht viel mehr als früher oder später auftretende Herzprobleme. Es gilt also, die perfekte Balance, bzw. das perfekte Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Aber auch familiärer Stress und Druck kann natürlich mithilfe der oben genannten Methoden effektiv auszugleichen sein, wenn man es denn zulässt.

    Alles in allem sollte man sich also merken, dass Stress nie gut ist. Er führt zu Burn-Out, Depressionen, Versagensängsten und eben auch zu Herzbeschwerden. Darum öfter mal Ruhe gönnen, die Seele baumeln und Fünfe grade sein lassen. Wer dazu außer Stande ist, spielt mit seinem eigenen Leben und gefährdet sich und ggf. andere dadurch. Man sollte sich tunlichst darüber im Klaren sein, ob es das wert ist.
    Entzug machen
    Die bereits erwähnten Zigaretten und anderen Tabakwaren sind nicht der einzige Suchtfaktor, der negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Herzens haben kann. Auch der Missbrauch oder der erhöhte Konsum von Alkohol nimmt das Herz oftmals sehr stark mit. Zwar hört man landläufig oft, dass beispielsweise Rotwein, in geringen Dosen genossen, sogar förderlich für die Herzgesundheit sei – dies ist aber schlicht und einfach falsch. Zwar enthält dieses Getränk einen Stoff, den auch gängige Herzmedikamente enthalten, aber lediglich in dergestalt geringer Konzentration, dass man jeden Tag etwa 40 Liter Rotwein zu sich nehmen müsste, um einen medizinisch positiven Effekt durch diese zusätzlichen Stoffe zu erzielen. Darum auch Finger weg vom Rotwein.

    Sicherlich ist es möglich, dass man ab und an mal ein Bier oder ein Glas Wein und vielleicht sogar einen Schnaps trinkt, nichtsdestoweniger sollte man besser komplett auf den Alkohol verzichten. Alkohol ist eine Droge. Darüber muss man nicht streiten. Zwar ist diese Substanz gesellschaftlich sehr tief verwurzelt, weswegen man sie nicht als negativ ansieht, das ändert aber alles in allem nichts an der Tatsache, dass es sich um ein Rauschgift handelt, wie Heroin und Kokain auch. Darum sind Abhängigkeiten von Alkohol nicht immer leicht loszuwerden. Viele Betroffene brauchen dahingehende Hilfe. Es ist also durchaus nicht ehrenrührig, wenn man diesbezügliche Hilfe in Anspruch nimmt und eine Trinkerheilanstalt oder ähnliches Aufsucht. Nicht nur das Herz wird einem hierfür dankbar sein, sondern der ganze Körper.

    Dasselbe gilt übrigens, wie bereits erwähnt, auch für Zigaretten. Auch bezüglich des Nikotins kann es hilfreich sein, einen klinisch betreuten Entzug anzustreben. Vielen Menschen fehlt die Kraft und das Durchhaltevermögen, einen solchen auf sich alleine gestellt durchzuziehen ohne rückfällig zu werden. Wem also die Gesundheit seines Herzens an selbigen liegt und wer etwas dafür tun möchte, eine Herzmuskelentzündung zu verhindern, der sollte sich dazu aufgerufen fühlen.

    Welche Hausmittel können helfen?

    Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass Hausmittel, gleichwohl wie gut sie bei anderen Krankheiten und Wehwehchen Abhilfe zu leisten imstande sein mögen, im Bezug auf einen Arrhythmie nutzlos sind. Ebenso im Bezug auf die aus selbigem resultierenden Schäden des Gewebes und / oder der Organe. Das heißt allerdings nicht, dass man sich nicht dennoch einiger Mittel bedienen könnte, die zumindest die Symptome lindern oder dabei hilfreich sein können, prophylaktisch auf ein Herzleiden einzuwirken. Für diese Aufgaben sind Hausmittel im vorliegenden Fall nämlich glänzend geeignet und halten darüber hinaus auch meistens das, was sie versprechen.

    Übersicht
    Verzicht auf Tabakwaren aller Arten
    Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer Hauptgründe, die zu diversen Herzproblemen führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig, um das Risiko von Herzproblemen merklich zu minimieren. Zudem verkleinern sich auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken, wenn man auf diese ungesunde Angewohnheit verzichtet. Auch sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass beispielsweise Zigarren „nicht so schädlich“ seien, wie Zigaretten. Sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. sind gefährlich für das Herz im Speziellen und den restlichen Körper im Allgemeinen. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später Probleme mit dem herzen zu bekommen.

    Das einzige, was man nicht fürchten sollte, ist das sog. „Passivrauchen“. Hierdurch resultieren nachgewiesenermaßen keinerlei negativen gesundheitlichen Effekte auf ausgesetzte Personen. Das Nikotin verbleibt zum größten Teil in der Lunge des Konsumenten. Die kleinen Mengen, die ausgestoßen werden, vergehen in der Luft sofort. Der einzige Effekt, den man von Passivrauch erwarten kann, sind stinkende Kleider.
    Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und des Cholesterins
    Ist entweder der Blutdruck oder der Cholesterinspiegel zu hoch, kann das jeweils bedeuten, dass die Gefahr gegeben ist, allgemeine Herzprobleme zu entwickeln. Die Kombination aus den beiden stellt dabei wiederum ein noch stärkeres Risiko dar. Nicht zuletzt deswegen ist es von hoher Wichtigkeit, dass Risikopatienten sich regelmäßig und gründlich selbst auf diese beiden Werte testen. Hierfür kann man spezielle Gerätschaften in der Apotheke oder im medizinischen Fachhandel erstehen. Des Weiteren sollte man eventuell erhöhte Werte seinem Arzt sofort melden. Dieser ist daraufhin in der Lage, die Medikation oder die Ernährung des Patienten umzustellen oder anzupassen. Dies senkt das Risiko von Herzerkrankungen teilweise enorm ab.
    Alle Termine beim Arzt einhalten
    Für viele Menschen mag das selbstverständlich sein, für manche aber ist es das durchaus nicht. Personen jedoch, die nicht regelmäßig zum Arzt gehen, um sich dort untersuchen zu lassen, gefährden sich selbst. Wer auf Arztbesuche, warum auch immer, verzichtet, weiß nicht, was ihm fehlt. Bisweilen kommt es vor, dass eine Erkrankung vorliegt, ohne dass man davon etwas ahnt. An dieser Stelle kann lediglich ein Mediziner aushelfen. Alles andere wäre Kurpfuscherei. Darüber hinaus ist besonders die Nachsorge wichtig, insofern man bereits eine Arrhythmie hatte. Wer besagte Nachsorgetermine nicht wahrnimmt, der läuft Gefahr, dass ihm das gleiche Schicksal noch einmal widerfährt. Eine frühe Erkennung von Warnsignalen ist wichtig, um ggf. eine schnelle Heilung oder sogar Rettung in die Wege leiten zu können. Darum gilt es, nicht vor dem Besuch beim Arzt zurückzuscheuen und selbigen in regelmäßigen Abständen einen Besuch abzustatten.
    Körperliche Ertüchtigung
    Sportliche Aktivitäten sind von größter Nützlichkeit, wenn es darum geht, Herzproblemen vorzubeugen. Des Weiteren hilft ein gesunder und gestählter Leib natürlich auch noch weit darüber hinaus. So stärkt sich durch konstante Ertüchtigung beispielsweise auch das Immunsystem. Hierdurch ist man generell weniger anfällig für Erkrankungen aller Arten. Insbesondere natürlich gegenüber viralen oder bakteriellen Infektionen. Zudem senkt sich der Blutdruck, reguliert sich das Cholesterin und verhindert man eine Diabetes des Typ 2, wenn man regelmäßig und zielgerichtet Sport treibt. Alle diese Faktoren hätten einen ansonsten stark negativen Einfluss auf das Risiko von Herbeschwerden.

    Dennoch sollte man auch hierbei stets im Hinterkopfe behalten, dass man es nicht übertreiben sollte. Besonders dann nicht, wenn man bereits schon einmal Opfer von Herzrhythmusstörungen war. Es ist darum wichtig, sich Anregungen sowie Tipps und Tricks von geschultem Fachpersonal zu holen, wie ein solches Training passend zu gestalten sei. Physiotherapeuten, Sportärzte und ggf. auch Personal Trainer helfen einem in diesem Falle weiter.
    Gewichtskontrolle
    Es ist von nicht zu vernachlässigender Wichtigkeit, dass man ein für sich gesundes Gewicht hält. Um determinieren zu können, welches Gewicht für einen gesund ist und wann man zu viel oder zu wenig wiegt, hilft es, seinen BMI auszurechnen. Hierfür sind Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht als Variablen in eine Formel einzusetzen und auszurechnen. Das daraus resultierende Ergebnis beschreibt dann wiederum den BMI (Body Mass Index). Zudem findet man im Internet sehr viele Seiten, auf denen man sich selbigen problemlos ausrechnen lassen kann. Ist der BMI zu hoch oder zu niedrig, sollte man an seinem Gewicht arbeiten und es auf das Optimum senken oder erhöhen.

    Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

    • Meditation, Yoga, autogenes Training
    • Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)
    • Ayurveda
    • Diverse Massagetechniken
    • Aromatherapie
    • Hypnose
    • Ergotherapie
    • Sportliche Betätigung
    • Diätieren, fasten
    • Entzüge
    • Kuraufenthalte
    • Selbsthilfegruppen

    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Nesselkraut
    • Rose
    • Geisbart
    • Hagebutte
    • Anis
    • Spitzwegerich
    • Salbei
    • Pfefferminze

    Sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle des Hallux valgus an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

    Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

    Ätherische Öle

    Folgende Ätherische Öle können angewendet werden:

    • Eukalyptus
    • Lavendel
    • Bergamotte
    • Orange
    • Minze
    • Nelken

    Die gerade erwähnten ätherischen Öle sind im Falle der Arrhythmie lediglich in Form einer Aromatherapie anzuwenden. Die äußere sowie die innere Anwendung empfehlen sich hier nicht. Dies liegt zum einen an der Beschaffenheit der Öle und zum anderen an den oftmals nicht vorhersehbaren Effekten derselben auf den ohnehin schon stark beanspruchten Organismus.

    Es gilt also auch hier, Vorsicht walten zu lassen und vor einer Anwendung einen Arzt zu konsultieren.

    Homöopathie & Globuli

    • Aconitum
    • Gelsemium
    • Pulsatilla
    • Nux Vomica
    • Ambra
    • Agaricus

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Diät & Ernährung

    Der Ernährung kommt im Rahmen der Herzgesundheit eine außerordentlich große Rolle zu. Wer sich gesund, gut und darüber hinaus auch noch herzschonend ernährt, der kann sein Risiko auf Herzerkrankungen deutlich absenken. Hierbei gilt es insbesondere zu beachten, dass man nicht auf allzu fettige, süße, salzige oder stark gewürzte Speisen zurückgreift. Diese gelten als besonders schädlich und erhöhen das allgemeine Risiko von Herzproblemen ungemein stark.

    Tatsächlich aber ist eine gesunde Ernährung kein allzu schwieriges Unterfangen, auch wenn einige Menschen sich damit doch etwas schwer tun. Es bedarf lediglich der richtigen und korrekten Beratung sowie dem nötigen Maß an Disziplin und einem gesunden Durchhaltewillen. Wer all dies mitbringt, wird darüber überrascht sein, wie einfach es sein kann, sich gesund und trotzdem gut zu ernähren. Personen, denen es allzu schwer fällt, von alleine in dieses Themenfeld zu finden sind zudem aufgefordert, sich professionelle Hilfe zu suchen. Hierbei empfiehlt es sich insbesondere einen Diätologen oder einen Ernährungswissenschaftler aufzusuchen und sich dort bezüglich seines Essverhaltens beraten zu lassen. Eine solche Fachperson hilft einem dabei, einen maßgeschneiderten und extrem effektiven Ernährungsplan zusammenzustellen, der darüber hinaus auch noch primär auf die Stärkung der Gesundheit des Herzens des Patienten abzielt. Gerade im Rahmen der persönlichen Nachsorge nach einem bereits erfolgten Herzanfall kann es sehr nützlich sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

    Wer aus finanziellen oder sonstigen Gründen jedoch nicht in der Lage sein sollte, einen Diätologen zu konsultieren, kann sich auch selbst diesbezüglich weiterbilden. Das Internet bietet hierzu einen unermesslichen Wissensschatz an, aber auch die Fachliteratur zu dem Thema Diät und Ernährung ist sehr vielfältig. Dabei sollte man jedoch nicht auf allzu plakative Werke zurückgreifen, sondern sich spezielle Fachbücher heraussuchen. Diese lesen sich zwar etwas trockener, als peppige Diät-Ratgeber, sind dafür aber zumeist nachhaltiger und stimmen oft auch. Dies kann man von plakativen Diätbüchern nicht immer behaupten.

    Übersicht
    Lebensmittel, die zu vermeiden sind:

    • Rotes Fleisch
    • Tabakwaren
    • Raffinierter Zucker
    • Stark fetthaltige Speisen
    • Fertiggerichte
    • Alkoholika
    • Weißes Mehl
    • Fast Food

    Lebensmittel, die bedenkenlos zu konsumieren sind:

    • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
    • Meeresfrüchte
    • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
    • Hülsenfrüchte
    • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
    • Vollkornprodukte

    Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch Herzleiden vorbelastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

    Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


    FAQ – Fragen & Antworten

    Sind Herzrhythmusstörungen tödlich?
    Diese Frage ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Herzrhythmusstörungen können durchaus zum Tode führen. Dennoch ist dies nur vergleichsweise selten der Fall. Man sollte eher davon ausgehen, dass sie ein sehr störender und darüber hinaus unangenehmer Begleiter sind. Es ist jedoch im Rahmen des möglichen, dass diese Erkrankung einen Herzinfarkt oder ähnliches auslöst. Dieser wiederum kann bekannterweise zum Tode führen. Somit sind Herzrhythmusstörungen bestenfalls indirekt für eine Todesfolge verantwortlich zu machen.

    Man sollte sich also nicht allzu große Gedanken über Leib und Leben machen. Die Wahrscheinlichkeit, seine Arrhythmie mit dem Leben zu bezahlen ist doch eher gering. Trotzdem sollte man es nicht unterlassen, im Zweifelsfalle einen Arzt aufzusuchen. Vorsicht ist, wie immer, besser als Nachsicht.

    Kann jeder Herzrhythmusstörungen bekommen?
    Leider ja. Es handelt sich hierbei nicht um ein exklusives Leiden, das nur wenige Menschen heimsucht. Tatsächlich handelt es sich hierbei sogar um ein recht verbreitetes Gebrechen. Insbesondere in Industrienationen leiden sehr viele Menschen an Arrhythmie. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Personen unserer Breitengrade zumeist einen primär sitzenden Lebenswandel führen. Hieraus resultiert zu wenig Bewegung. Dies gepaart mit schlechter Ernährung und zu hohem Konsum von Kaffee führt nicht selten dazu, dass es zu einer Entwicklung von Herzrhythmusstörungen kommt. Dabei wären diese im Grunde leicht zu vermeiden gewesen.

    Nicht alleine deswegen sollte jeder Mensch sich der möglicherweise begünstigenden Umstände bewusst werden und ggf. etwas gegen selbige Unternehmen. Hierdurch hilft man nicht nur sich selbst, sondern spart auch dem Krankensektor Zeit und Ressourcen, die wiederum auf wichtigere Fälle konzentriert werden können.

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