ADHS

ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom)

adhsIn großer Anzahl werden Kinder und Jugendliche mit dem Wort ADHS konfrontiert. Die Abkürzung ADHS bedeutet: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Bei ADHS handelt es sich in der Regel um eine Erkrankung des neurobiologischen Systems. Bei dieser Erkrankung werden die Informationen, die zwischen den Nervenzellen hin und her gesendet werden, falsch oder verändert zum Gehirn gesendet. Die Hauptsymptome, die auf eine ADHS-Erkrankung hindeuten, sind Aufmerksamkeitsstörungen, Impulsivität und Hyperaktivität. Die Ursachen für eine ADHS-Erkrankung liegen nicht nur in der Genetik, sondern auch im sozialen Umfeld. Also kann ADHS nicht nur durch die Vererbung weitergegeben werden. Auch die äußeren Einflüsse spielen eine entscheidende Rolle. Bis vor einigen Jahren wurde ADHS als reine Kinderkrankheit eingestuft, aber die Zeit hat gezeigt, dass auch viele Erwachsene eine ADHS-Störung haben und darunter leiden.

ADHS ist keine Modeerscheinung. Schon seit vielen Jahrzehnten wird ADHS diagnostiziert. In den letzten Jahrzehnten haben die Krankheitsfälle allerdings stark zugenommen. Die erste Diagnose ist schon in Kindertagen möglich. Meist werden die ersten Anzeichen in den letzten Kindergartenjahren oder in den ersten Schuljahren erkannt. Die Kinder müssen still sitzen und sich konzentrieren, genau diese Funktionen können bei Kindern mit ADHS gestört sein. Sie können nicht über einen längeren Zeitraum ruhig sitzen bleiben, lassen sich unheimlich schnell durch Kleinigkeiten ablenken und das Konzentrieren fällt ihnen sehr schwer. Die Anzeichen werden meist von den Betreuern entdeckt, die den Eltern den Rat zur Untersuchung geben. In der Kindheit zeigen sich die Symptome von ADHS in anderen Maßen wie im Erwachsenenalter. Grundsätzlich wird ADHS in drei Symptome unterteilt, Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit. Anhand der drei Symptome sind die Anzeichen eher spezieller.

Hyperaktivität:

  • Exzessives Reden und Klettern
  • Starker Drang nach dauerhafter Bewegung
  • Leises Spielen oder Arbeiten sind nicht möglich
  • Zappeln
  • Wirkt wie unter Strom
  • findet keine Ruhe

Impulsivität:

  • Kann sich nicht zurückhalten
  • Warten ist kaum möglich
  • Unterbricht und stört andere Kinder

Unaufmerksamkeit:

  • Kann nicht aufmerksam bei der Sache bleiben
  • Lässt sich leicht ablenken
  • Hört nicht zu
  • Kann keine Dinge zu Ende bringen
  • Verliert und verlegt viele Dinge
  • Verwehrt Aufgaben

Bei Erwachsenen sehen die Anzeichen anders aus. Sie haben eine innere Unruhe, können sich nicht entspannen und machen viele sinnlose Bewegungen. Zudem sind sie den ganzen Tag aktiv und kommen nicht zur Ruhe. Im Bereich der Impulsivität sind Erwachsene mit ADHS viel leichter reizbar. Schon Kleinigkeiten können sie auf die Palme bringen. Entscheidungen werden getroffen, ohne an die Folgen zu denken. Bei der Aufmerksamkeit beginnt es genau wie bei einem Kind. Die Aufmerksamkeit kann nicht aufrecht gehalten werden, die Konzentration lässt wesentlich schneller nach als bei einem „normalen“ Menschen.

Mittlerweile ist ADHS eine anerkannte Störung, die mit einer passenden Behandlung gelindert werden kann. Eine komplette Heilung von ADHS ist bislang nicht möglich. Aber mit einer medikamentösen Therapie und einigen Hilfsmitteln kann jeder ADHS-Betroffene ein beinahe normales Leben führen. Ein bekanntes Medikament für Kinder und Jugendliche ist Medikinet Retard 10mg. Das Medikament Medikinet Retard 10mg verbessert mit seinen Wirkstoffen, die Aktivität im Gehirn, die nicht ausreichend aktiv sind. Dadurch können die Aufmerksamkeit und die Konzentration wesentlich erhöht werden. Gleichzeitig sorgt Medikinet Retard 10mg dafür, dass das impulsive Verhalten gemindert wird, das gerade bei ADHS Kindern sehr häufig zum Vorschein kommt. Allerdings wird Medikinet Retard 10mg in der Regel nicht allein verabreicht, sondern ist ein Teil des Behandlungsprogramms bei ADHS. Zusätzlich können psychologische, pädagogische und soziale Maßnahmen helfen, die ADHS-Störung in den Griff zu bekommen. Medikinet Retard 10mg ist nur für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen verwendet werden und nur unter Aufsicht eines Spezialisten.

Die Dosierung wird vom Spezialisten auf das Kind genau angepasst

Bevor die Dosierung eingestellt werden kann, wird der Spezialist einige Untersuchungen durchführen. Erst, wenn der Spezialist sein Ok gibt, dann wird Medikinet Retard 10mg zur Einnahme verschrieben. In der Regel beginnt der Spezialist mit der Einnahme einer geringen Dosis. Die Dosis kann Schritt für Schritt angepasst werden. Der Spezialist kann genau feststellen, welche Stärke an Medikinet Retard 10mg eingenommen werden muss. Bei der Einnahme muss vor allen Dingen darauf geachtet werden, dass die Kapseln in einem Stück eingenommen werden. Die Kapseln dürfen auf keinen Fall zerteilt und zu verschiedenen Tageszeiten eingenommen werden. Medikinet Retard 10mg sollte grundsätzlich nur am Morgen oder am frühen Vormittag eingenommen werden. Bei einer zu späten Einnahme können Schlafstörungen die Folge sein. Außerdem muss das Kind sich in der Schule und bei den Hausaufgaben konzentrieren. Diese werden meist am Morgen und am frühen Nachmittag durchgeführt. Alle 6 Monate müssen Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, die zeigen, ob die Dosis verändert werden muss. Die Kapseln von Medikinet Retard 10mg können entweder mit oder direkt nach dem morgendlichen Frühstück eingenommen werden. Die Kapsel können entweder im Ganzen geschluckt werden oder der Inhalt der Kapsel wird auf einem Esslöffel verabreicht. Allerdings darf der Inhalt der Kapseln nicht zerkaut oder zerkleinert werden.

Nebenwirkungen sind wie bei allen Medikamenten möglich

Medikinet Retard 10mg kann in einer Überdosis eingenommen werden. Bei den ersten Anzeichen einer Überdosis muss ein Krankenwagen oder der Arzt informiert werden, der die genaue Menge erfahren muss. Anzeichen für eine Überdosis können Erbrechen, Verwirrtheit, Schwitzen, Halluzinationen, Hitzewallungen, hohes Fieber, Kopfschmerzen, erhöhter Blutdruck oder erweitere Pupillen sein. Bei vielen Patienten können unregelmäßiger Herzschlag und Stimmungsveränderungen zu den Nebenwirkungen zählen, die nichts mit einer Überdosis zu tun haben. In einigen Fällen klagen die Betroffenen auch über Suizidgedanken oder fühlen beziehungsweise sehen Dinge, die nicht real sind. Allergieanzeichen, wie Ausschlag, Juckreiz oder Schwellungen können ebenfalls zu den Nebenwirkungen von Medikinet Retard 10mg gehören. Hemmungslosigkeit, Überaktivität oder Erregtheit ist bislang eher selten aufgetreten. In ganz seltenen Fällen sind Herzanfälle, Anfälle, Muskelkrämpfe, Lähmungen oder eine verminderte Anzahl an Blutzellen festgestellt worden. Sollten Nebenwirkungen auftreten, die durch Medikinet Retard 10mg ausgelöst werden, muss der Spezialist aufgesucht und die Dosierung gegebenenfalls umgestellt werden.

Medikamente mit kurzer und langer Tageswirkdauer zur Behandlung von ADHS

Bei der Behandlung von ADHS wird zwischen einer kurzen Tageswirkdauer und einer langen Tageswirkdauer unterschieden. Zu den kurzen Tageswirkdauermedikamenten gehören neben Medikinet Retard 10mg, auch Ritalin, Methylphenidat TAD, Methylphenidat Hexal und Methylphenidat ratiopharm. Zu den Medikamenten mit langer Tageswirkdauer gehören Concerta, Medikinet adult, Medikinet retard, Equasym retard und Ritalin LA.

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