Mitesser

 

Behandlung Nasenkorrektur Symptome Mitesser

Mitesser sind vor allem in der Pubertät üblich, treten jedoch auch bei Erwachsenen auf

Mitesser sind besonders bei pubertierenden Jugendlichen weit verbreitet, können jedoch auch bei Erwachsenen auftreten. Dabei können sie ein rein kosmetischer Makel sein, oder aber auch schlimmere Folgen haben.

Dennoch sind Mitesser besonders für Jugendliche auch ohne weitere Folgen teilweise eine psychische Belastung, weswegen man dies immer ernst nehmen sollte.

In folgendem Ratgeber informieren wir Sie ausführlich über Mitesser, wie sie entstehen, welche Ursachen dahinter stecken können, welche Behandlungsmethoden es gibt und vieles mehr.

Was sind Mitesser?

Bei Mitessern, auf Latein auch Komedo genannt, handelt es sich um einen Pfropfen, welcher in der Regel im Gesicht (Stirn, Nase, Kinn) auftritt. Dieser verstopft die Kanäle der dort vorkommenden Talgdrüsen. Mitesser zählen zu den Hautunreinheiten und entwickeln sich oft zu Pickeln.

Sie können sowohl eine weiße als auch eine dunkle Farbe haben. Hierbei wird zwischen geschlossenen und offenen Komedonen unterschieden. Bei geschlossenen Komedonen ist der Ausgang der Talgdrüse gänzlich verschlossenen. Die geschlossene Art ist durch eine weißlich schimmernde Papel (verdickte Haut) gekennzeichnet.

Ein offenes Komedo ist durch eine gelbliche Färbung, sowie einen schwarzen Pfropfen zu erkennen.

Wissenswertes zur Anatomie der Talgdrüsen finden Sie hier.


Die Ursachen

Komedonen entstehen in Folge einer hohen Produktion von Talg in dem im Gesicht angesiedelten Talgdrüsen. Hinzu kommt noch eine Verhornung der Talgdrüsengänge. Tritt dies über einen längeren Zeitraum auf, so kann es vorkommen, dass die Talgdrüsengänge durch einen Pfropfen aus Talg sowie Horn verstopfen.

Mitesser entstehen häufig im Zusammenhang mit Akne, welche im Alter der Pubertät häufig, in verschiedenen Stärken, vorkommt. Ursächlich hierfür ist die hormonelle Veränderung, welche neben anderen Wirkungen auch für vermehrte Talgbildung sorgt. Dies tritt bei pubertieren Jungen jedoch häufiger auf als bei Mädchen.

Zudem ist eine Fettige Haut fördernd für das Entstehen von Komedonen. Auch die vermehrte Kontamination mit bakteriellen Erregern im Gesicht kann die Bildung von Mitessern begünstigen, im Zweifelsfall sogar zu Entzündungen dieser führen.

Auch in Folge bestimmter Chemikalien oder Medikamente können bestimmte Akneformen auftreten, welche dementsprechend für eine Bildung von Mitessern sorgen können.

In seltenen Fällen können auch Medikamente ursächlich für die Bildung von Mitessern sein. Sollte dies der Fall sein ist das weitere Vorgehen mit einem Arzt abzuklären.

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Diagnose & Verlauf

Ein Mitesser lässt sich rein über das Erscheinungsbild der Haut diagnostizieren. Liegen andere Grunderkrankungen vor, welche für eine erhöhte Produktion der Talgdrüsen sorgen, so ist es empfehlenswert, dass eine regelmäßige Kontrolle stattfindet, um die Bildung von Komedonen im Blick zu behalten und u.U. bereits vor dem Auftreten von Komplikationen ursächlich oder symptomatisch gegen die Bildung weiterer Mitesser zu arbeiten.


Daten & Häufigkeit

Diagnosedaten und Statistiken zur Häufigkeit

Laut der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft leiden 80-90% der Jugendlichen in Deutschland unter Akne, behandlungsbedarf besteht aber lediglich bei 30% der Jugendlichen.

Im Jahr 2015 wurden aufgrund von Akne sämtlicher Arten insgesamt 285 Patienten in Kliniken aufgenommen, hiervon waren 186 männlich und 99 weiblich. Die höhere Aufnahmerate männlicher Patienten lässt sich bis zum Jahr 2000 zurückverfolgen, woraus zu schließen ist, dass Akne mit schwerwiegenden Komplikationen insgesamt häufiger bei männlichen Patienten auftritt. In den Jahren 2000 und 2001 kam es sogar zu jeweils einem Sterbefall in Folge von Akne, wobei die genauen Ursachen statistisch nicht genauer erfasst sind.

Insgesamt lässt sich seit dem Jahr 2000, Beginn der veröffentlichten Aufzeichnungen, eine tendenziell jährlich sinkende Anzahl von klinischen Aufnahmen in Folge von Akne Erkrankungen erkennen.


Komplikationen

Eine der häufigsten Komplikationen in Folge von Mitessern ist die Entzündung dieser. Dies geschieht häufig aufgrund von vermehrten eintreten bakterielle Erreger in die Wunde nach dem Ausdrücken von Mitessern. Jedoch können Entzündungen selbstverständlich auch ohne ein Mitwirken vorkommen. In Folge dieser Entzündungen ist eine weitere mögliche Komplikation die Bildung von Abszessen (eine gekapselte Ansammlung von Eiter). Diese können in sehr seltenen Fällen sogar zu einer Blutvergiftung führen.

Bei einer massiven Bildung von Mitessern ist eine weitere Komplikation die vermehrte Bildung von Narbengewebe, welches in der Regel jedoch nur ein Problem kosmetischer Art ist.

In Folge des versuchten Ausdrückens von Mitessern ist es auch möglich bereits vorliegende Keime tiefer in den „Talggang“ ,unter Umständen auch in umliegendes Gewebe, zu drücken und somit Entzündungen zu begünstigen.

Folgt man den Ausführungen einer Wiener Dermatologin, so kann das ausdrücken von Mitessern sogar zu einer sogenannten Sinusvenenthrombose führen. Hierbei handelt es sich um eine Verstopfung venöser Gefäße im Gehirn, was neben Kopfschmerzen und anderen Symptomen auch Lähmungen auslösen kann. Dokumentierte Fälle hierzu lässt sich jedoch nicht finden.

Wann zum Arzt?

Wann sollte man aufgrund von Mitessern zum Arzt Gehen?

Das vereinzelte Auftreten von Mitessern ist keine Indikation für einen Arztbesuch. Sollten jedoch vermehrt Mitesser auftreten, so kann ein Dermatologe in der Regel Tipps zur Vorbeugung und zur Behandlung der Mitesser geben. Zum Teil kann dieser auch Medikamente verschreiben. Hierbei kann auch lediglich die kosmetische Behandlung im Vordergrund stehen, wenn keine Komplikationen auftreten.

Bei Entzündungen oder Abszessen in Folge der Mitesser ist einem Arztbesuch aufgrund der möglichen, weitreichenden Folgen ganz klar anzuraten.


Behandlung & Therapie

Einzeln auftretende Mitesser benötigen, wie bereits erwähnt, keine ärztliche Behandlung.
Bei Akne oder bei vermehrten auftreten von Mitessern und Pickeln gibt es je nach Grad der Schwere verschiedene Behandlungsansätze. Dies wird auch stark vom behandelnden Arzt abhängig.

Bei leichteren Formen der Akne wird häufig zu einer vermehrten Hautpflege geraten. Speziell wird hierbei jedoch auf die verwendeten Produkte geachtet, welche im Regelfall keine Fette enthalten sollen.

Bei stärkeren Formen der Akne werden teilweise antibakterielle Medikamente zur Hautreinigung verschrieben. Beispiele hierfür sind Benzoylperoxid und Azealinsäure. Zudem gibt es Medikamente, welche die Öffnung der Hautporen bewirken sollen.

Neben oberflächlich angewandten Medikamenten werden zum Teil auch örtlich wirkende Antibiotika verschrieben, welche die verantwortlichen Bakterien abtöten. Bei Frauen gibt es zudem die Möglichkeit eine Besserung über Hormonpräparate herbeizuführen. Aufgrund der langen Dauer bis zur Wirkung wird dies jedoch eigentlich nur in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden angewandt.

Sehr wirksam, jedoch auch stark umstritten sind sogenannte Retinoide. Diese gelten als wirksamstes Medikament gegen Akne. Aufgrund ihrer starken Nebenwirkungen werden Retinoide von einigen Ärzten jedoch gar nicht eingesetzt.

Bei der Nutzung von Retinoiden muss bei Frauen eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein, da diese schädlich für das noch ungeboren Kind sein können. Zudem stehen Retinoide im Verdacht Depressionen auszulösen. Dementsprechend ist diese Therapieform die Ultima Ratio.

Häufige Nebenwirkung der Therapieformen ist eine Austrocknung der Haut. Diesem muss im Zweifelsfall durch Hautpflegeprodukte entgegengewirkt werden.

Zusätzlich zur direkten Behandlung gibt es indirekt die Möglichkeit über eine Ernährungsumstellung Akne, bzw. Mitesser, zu behandeln.


Vorbeugung & Prävention

Die beste Vorbeugung gegen Mitesser ist eine regelmäßige Gesicht- und Körperpflege, da Komedone nicht nur auf das Gesicht beschränkt sind. Im Rahmen der Gesichtspflege kann auch ein Peeling positiv wirken.

Wie bereits erwähnt kann auch die Ernährung Einfluss auf die Bildung von Mitessern haben. Dementsprechend kann ein Verzicht oder das verminderte Essen von zuckerhaltigen und weißmehlhaltigen Produkten vorbeugend wirken.

Hausmittel & Alternativen

Als Hausmittel kann ein Kamillendampfbad angewandt werden. Dies soll die Poren öffnen und dementsprechend die Bildung von weiteren Mitessern hemmen.

Noch einmal zu erwähnen ist, dass Mitesser nicht ausgedrückt werden sollten, da dies den Zustand der Haut weiter schädigen und weitere Komplikationen hervorrufen kann.

Als alternative Behandlung gibt es noch die Möglichkeit sogenannte Clear-Up-Stripes. Diese sollen, ähnlich einem Pflaster, von außen die Pfropfen lösen und somit die verhornte Haut entfernen. In ihrer Wirksamkeit sind diese jedoch umstritten, zum Teil sollen diese annähernd keine Verhornungen entfernt haben.

Zudem sind auch die Inhaltsstoffe dieser Produkte ein Streitpunkt. Dementsprechend sollte man sich vor der Nutzung von der dermatologischen bzw. allgemein medizinischen Unbedenklichkeit überzeugen.


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