Talgdrüsen

Der Aufbau der Talgdrüsen

Menschen wie Tiere verfügen über Talgdrüsen, welche sich ungleichmäßig in ihrem gesamten Körper verteilen. Sie gehören neben Haaren, Nägeln und Schweißdrüsen zu den sogenannten Hautanhangsgebilden und haben die Talgproduktion über. Im Normallfall arbeiten die Talgdrüsen ohne Probleme, können jedoch zugleich unter einer Störung der Talgproduktion leiden. Im nachfolgenden Artikel wird erklärt, was genau die Talgdrüsen sind, welche Aufgaben und Funktionen sie im menschlichen Körper übernehmen und wie ihr Aufbau aussieht. Zusätzlich werden Krankheiten, Symptome und Beschwerden, welche im Zusammenhang mit Talgdrüsen stehen, aufgezählt.

Was sind die Talgdrüsen?

Talgdrüsen befinden sich unterschiedlich im menschlichen Körper verteilt, wobei ein Großteil sich am Drüsengewebe der Haare befindet. Je nach Körperstelle besitzen die Talgdrüsen unterschiedliche Namen wie Haarbalgdrüsen oder freie Talgdrüsen. Unter Haarbalgdrüsen sind all jene Talgdrüsen zu verstehen, welche im Haardrüsengewebe liegen. All jene Talgdrüsen, welche nicht mit den Haaren in Verbindung stehen, sind die sogenannten freien Talgdrüsen. Diese liegen an der Nasenöffnung, um die Augenlider und Lippen herum sowie im Genitalbereich. Jene Talgdrüsen, welche das Augenlid einfassen, werden Zeis- und Meibom-Drüsen genannt. In der Mundschleimhaut hingegen befinden sich die die Fordyce-Drüsen. Jene Talgdrüsen im Genitalbereich gehören unter der Bezeichnung Tyson-Drüsen zu der Gruppe der Talgdrüsen.

Die Talgdrüsen des Menschen sind ungleichmäßig im Körper verteilt, sodass gewisse Körperstellen wesentlich mehr Drüsen besitzen ALS andere. Der Großteil der Talgdrüsen befindet sich an der Kopfhaut, im Genitalbereich sowie in der sogenannten T-Zone des Gesichts. Dennoch existieren trotzdem Körperstellen, an welchen keinerlei Talgdrüsen liegen. Dies sind einzig allein die Fußsohlen und Handinnenflächen.

Da die Talgdrüsen unterhalb der Haut liegen, sind sie nicht mit freiem Haut sichtbar. Sämtliche Talgdrüsen sind in der Dermis bzw. Lederhaut eingebettet. In nahezu jedem Fall sind die Talgdrüsen mit Haarfollikeln verbunden. Nur an der sogenannten Haut-Schleimhaut-Grenze, den Genitalien und den Lippen besteht keine Verbindung zwischen Talgdrüsen und Haaren. Dennoch kann eine ihrer wesentlichen Aufgaben deutlich mit dem Auge erkannt werden. Die Talgdrüsen produzieren kontinuierlich Talg, welcher sich als Fett auf der Haut abbildet. Besonders im Gesicht bzw. in der T-Zone des Gesichts tritt deshalb bei vielen Personen besonders Fettige Haut auf. Ist die Talgproduktion gestört, kann die Haut rissig, trocken und spröde werden.

Funktionen und Aufgaben der Talgdrüsen

Die wesentliche Aufgabe der Talgdrüsen ist die Produktion von Talg, die basale Produktion, welche auf die Hautoberfläche abgegeben wird. Talg wiederum besteht hauptsächlich aus Wachsestern, Proteinen, Triglyzeriden und Fettsäuren. Sämtliche Talgdrüsen liegen in der Dermis bzw. der Lederhaut, der zweitobersten Hautschicht des Menschen. Die Dermis wiederum ist für die Versorgung der Epidermis, der gefäßfreien oberen Hautschicht, mit Nährstoffen zuständig.

Der Talg wird dauerhaft und ohne weitere Einflüsse an die Epidermis abgegeben. Funktioniert die Talgproduktion einwandfrei, besitzt der Mensch ein gesundes Hautmilieu. Die Talgproduktion nimmt dabei die Rolle eines Hautschutzes ein. Mittels Talg wird die Haut vor Krankheitserregern sowie schädigenden äußerlichen Einflüssen bewahrt. Ebenfalls versorgen die Talgdrüsen die Epidermis mit ausreichend Feuchtigkeit, sodass sie geschmeidig und wasserabweisend bleibt und nicht austrocknet oder rissig wird. Da die Talgdrüsen auch Talg an die Haare abgeben, können diese ebenfalls geschmeidig und wasserabweisend bleiben. Ein Fehler in der Talgproduktion bzw. eine Unterproduktion von Talg ist somit schnell durch ausgetrocknete Haare bzw. Haut ersichtlich.

Talg besteht stets aus einem Gemisch unterschiedlicher Fette. Ihr Hauptanteil wiederum setzt sich aus Triglyzeride und Wachsester zusammen. Die Triglyzeride bleiben nicht in ihrer Form erhalten, sondern werden zu freien Fettsäuren gespalten. Die freien Fettsäuren verursachen unter anderem den sauren pH-Wert der normalen Hautoberfläche, den sogenannten Säuremantel. Mittels Säuremantel kann die Haut vor Bakterien, Keimen und anderen schädlichen Substanzen bewahrt werden.

Der äußerst fetthaltige Talg trägt den Beinahmen Sebum. Die Produktoin des Sebum findet im Inneren der sogenannten Sebozyten statt. Diese sind Talg produzierende Zellen, welche aufplatzen und den Talg an die Hautoberfläche transportieren. Die Produktion bzw. Entwicklung der Sebozyten ist kontinuierlich und findet in der Keimschicht der Talgdrüsen statt. Sämtliche neu entstandenen Zellen müssen zunächst reifen. Nach ihrer Reife bewegen sie sich in die Mitte der Talgdrüsen. Auf ihrem Weg in die Talgdrüsen sammeln die Sebozyten Fette, die Lipide, an. Die reifen Sebozyten werden somit komplett mit Lipiden gefüllt, sobald sie in der Drüsenmitte ankommen. Die Fülle an Lipiden sorgt letztendlich dafür, dass die Sebozyten platzen können.

Nach dem Platzen der Sebozyten bleibt ein Rest der Zellen über. Dieser stirbt jedoch nicht ab, sondern wird Teil des Talges. Gemeinsam mit dem restlichen Talg gelangen die Sebozytenreste an die Hautoberfläche. Das Talg-Zell-Gemisch nimmt auf seinem Weg zur Epidermis verhornte und abgestorbene Hautzellen auf, welche aus den Follikelwänden stammen. Die abgestorbenen Zellen werden infolgedessen Teil des Gemisches.

Neben dem Schutz und der Feuchtigkeitsverteilung auf der Haut besitzt der menschliche Talg zusätzlich eine reinigende Funktion. Die Talgproduktion unterscheidet sich zugleich stark von Mensch zu Mensch. Generell werden täglich ein bis zwei Gramm Talg in der Hautoberfläche produziert. Jede Haut absorbiert die verfügbare Talgmenge anders, sodass fettige und Trockene Haut entstehen kann. Die Menge des Talges, welcher absorbiert, ist von einigen Faktoren abhängig. Neben der Veranlagung müssen das Geschlecht, Alter, der Hormonhaushalt, die Ernährung sowie die Umwelteinflüsse berücksichtigt werden. Die Talgproduktion ist im Laufe des Lebens nicht konstant, sondern nimmt mit steigenden Alter ab. Aus diesem Grund haben vor allem ältere Menschen eine trocknere und leicht verletzliche Haut.

Die Menge an gebildeten Talg hängt jedoch nicht nur von den zuvor genannten Faktoren ab, sondern ebenfalls von der Körperregion und der Größe der Talgdrüsen. Die Größe der Talgdrüsen unterscheidet sich je nach Körperregion, sodass eine hohe und niedrige Talgproduktion verteilt im Körper auftritt. Handelt es sich um eine Körperstelle mit vermehrter Talgproduktion, wird diese als seborrhoisches Areal bezeichnet. Dies sind hauptsächlich die Kopfhaut, das Gesicht, der obere Bereich von Brust und Rücken sowie die Schultern.

Die Androgene wie Testosteron besitzen den stärksten Einfluss auf die Talgproduktion. Obwohl sie als „männliches Sexualhormon“ bezeichnet werden, besitzen Männer wie Frauen Androgene. Da sie das Wachstum der Talgdrüsen fördern, bewirken sie zugleich eine Steigerung der Talgproduktion. Die Aktivität der Talgdrüsen ist nach der Geburt besonders hoch, nimmt jedoch bis zum Kleinkindalter starb ab. Erst mit dem Beginn der Pubertät steigt die Produktion von Talg im Körper wieder stark an und erreicht zugleich ihren Höhepunkt. Dies beruht auf den Anstieg der Testosteronkonzentration.

Zusammenfassung der Funktionen und Aufgaben der Talgdrüsen

 

  • kontinuierliche Produktion von Talg – basale Produktion
  • kontinuierliche Abgabe des Talges von der Dermis in die Epidermis
  • hält Haut und Haare geschmeidig und wasserabweisend – verhindert trockene, rissige Haare bzw. Haut
  • stattet Haut mit Feuchtigkeit aus
  • Schützt Haut vor Bakterien, Keimen und anderen Umwelteinflüssen
  • ist Teil des Säuremantels der Haut
  • reinigt Haut

Anatomie und Aufbau der Talgdrüsen

Talgdrüsen bzw. Glandula sebacae zählen neben Haaren, Nägel und Schweißdrüsen zu den Hautanhangsgebilden und sind sogenannte holokrine Drüsen. Unter holokrine Drüsen sind Drüsen zu verstehen, welche ein Sekret absondern. Dieses Sekret wird aus dem Stoff der umliegenden Drüsenzellen produziert. Bis auf die Ausnahme von Handflächen und Fußballen kommen die Talgdrüsen ab gesamten menschlichen Körper inklusive der Schleimhäute vor. Sie liegt immer in der Lederhaut bzw. Dermis. Nahezu immer sind die Talgdrüsen mit Haarfollikeln verbunden, der Hülle der Haare. Über diese Verbindung gelangt der Talg auf die Hautoberfläche bzw. Epidermis.

Die Talgdrüsen sind zugleich exokrine Drüsen. Dies bedeutet, dass sie ihr Sekret nach außen und nicht nach innen absondern. Die Talgdrüsen wiederum setzten sich aus einem Drüsenkörper zusammen. Der Drüsenkörper besteht immer aus großen Talgzellen. Diese Talgzellen wiederum werden mit Fetttröpfchen gefüllt. Die Zellen der Talgdrüsen wachsen von unten aus der Basalmembran nach, wodurch die oberen Zellen zur Hautoberfläche geschoben werden. Dies geschieht solange, bis die obersten Zellen nicht mehr ernährt werden können. Im innersten Bereich lösen sich die Zellen letztendlich komplett auf und werden zu einem Fettbrei, welcher über das Haarfollikel oder direkt über die Drüse an die Hautoberfläche gelangen. An der Hautoberfläche werden Haare wie Haut mit dem Fettbrei überzogen, wobei die Fettschicht dünn und schützend ist.

Der Aufbau der Talgdrüsen im menschlichen Körper ist stets derselbe, sodass sich der Aufbau nicht von der Körperstelle unterschiedet. Besonders viele Talgdrüsen jedoch Sitzen auf der Kopfhaut, im Genitalbereich, an der Nase, den Ohren, der vorderen und hinteren Rumpfschweißrinne sowie der T-Zone im Gesicht. Aus diesem Grund sind diese Stellen besonders häufig fettig, wobei die Fettschicht vor allem im Gesicht und den Kopfhaaren schnell sichtbar werden.

Die gebundenen Talgdrüsen stehen immer mit einem Haar in Verbindung. Diese Talgdrüsen befinden sich hierbei neben den Haarfollikeln in einer kolbenförmigen Mulde. Nebenher existieren Talgdrüsen, welche frei und somit nicht an ein Haar gebunden sind. Diese Talgdrüsen befinden sich an den Körperstellen, an welchen die Haut in die Schleimhaut übergeht. Zu diesen Körperstellen zählen unter anderem Lippen, Nasenöffnung, Oberlid des Auges, Anus, Eichen und Vorhaut des Penis, kleine Schamlippen sowie Brustwarze mitsamt Warzenhof. Alle talgproduzierenden Drüsen verfügen über keinen Ausgang, sodass der Talg über das Haar an die Oberfläche transportiert wird. Durchschnittlich befinden sich auf einem Quadratzentimeter Haut ungefähr 40 Talgdrüsen.

Exokrine Drüsen

Die sogenannten exokrinen Drüsen umfassen mehrere Drüsen des menschlichen Körpers. Der Begriff exokrin bezeichnet den Sekretionsmodus von Drüsenzellen und Drüsen. Hierbei werden die Produkte der einzelnen Drüsen sowohl an die äußere Haut wie in die inneren Oberflächen wie Darmlumen oder Urogenitaltrakt abgegeben. Der wesentliche Unterschied zu endokrinen Drüsen besteht in der Tatsache, dass exokrine Drüsen ihr Sekret nicht in den Blutkreislauf abgeben.

Zu der Gruppe der exokrinen Drüsen zählen unter anderem Schweißdrüsen, Samenblase, Prostata, Speicheldrüse und Talgdrüse. Gleichzeitig existieren wenige Drüsen, welche endokrine wie exokrine Anteile besitzen. Dies ist unter anderem bei der Bauspeicheldrüse bzw. Pankreas der Fall.

Die exokrinen Drüsen werden aufgrund des Zustands ihres Sekrets in drei Drüsenarten unterschieden. Das Sekret der exokrinen Drüsen kann hierbei mukös, also zähflüssig, oder serös bzw. wässrig sein, wodurch seröse Drüsen, muköse Drüsen und gemischte Drüsen, die seromukösen bzw. mukoserösen Drüsen, entstehen. Die unterschiedlichen Drüsenarten unterscheiden sich nicht nur im Zustand ihrer Substanz, sondern ebenfalls in ihrem Aufbau.

Bei serösen Drüsen sind die Zellen der Endstücke pyramidenförmig. Sie grenzen hierbei immer ein nahezu unerkennbares Lumen ein. Der Zellkern der serösen Drüsen ist zudem rundlich und liegt parabasal. Muköse Drüsen verfügen über große Zellen der Endstücke, welche ein gut erkennbares Lumen eingrenzen. Der Zellkern der mukösen Drüsen ist basal liegend, länglich und abgespalten. Handelt es sich um gemischte Drüsen bzw. seromuköse oder mukoseröse Drüsen, treten Endstücke beider Arten auf.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden der Talgdrüsen

Bezüglich Krankheiten der Talgdrüsen existiert vor allem eine Störung der Talgproduktion. Ist die Produktion der Talgdrüsen gestört, besitzt dies wesentlichen Einfluss auf das Hautbild. In vielen Fällen wird die Entstehung von verschiedenen Hautkrankheiten durch eine gestörte Talgproduktion begünstigt. Die Talgproduktion kann hierbei besonders hoch oder stark vermindert ausfallen. Personen mit einer verhältnismäßigen Talgproduktion werden als Seborrhoikern bezeichnet. Menschen mit einer verminderten Talgproduktion hingegen sind Sebostatiker. Beide Störungen zeigen sich hauptsächlich auf der Haut des Betroffenen.

Bei einer Überproduktion von Talg, der Seborrhö, besitzt der Betroffene eine besonders ölige und fettige Haut. Da sich bei einer zu großen Menge Talg dieser sich am Ausgang staut, wird die Drüse verstopft. Hält die Verstopfung an, können die dementsprechende Drüsen anschwellen. Diese äußern sich durch unschöne Mitesser an der betroffenen Körperstelle. Vor allem im Gesicht, am Rücken und Dekolleté treten durch eine Talgdrüsenverstopfung verursachten Mitesser häufig auf. Im Gegensatz zum Pickel äußern sich die Mitesser durch ihre Erscheinung als kleine schwarze Punkte, welche frei mit dem Auge erkennbar sind. Eine Seborrhö kann häufig mittels Vergabe von Antiseborrhoika behandelt werden. Die Antiseborrhoika sorgen dafür, dass die gesteigerte Talgproduktion wieder ein Gleichgewicht erhält.

Herrscht eine verminderte Talgproduktion vor, wird dies Sebostase genannt. Sie kennzeichnet sich durch ein trockenes und sprödes Hautbild. Da die Talgproduktion bei einer Sebostase zu gering ist, wird die Hautbarriere gestört. Die Haut ist nicht mehr in der Lage, das Wasser im Körper zu verschließen und sondert vermehrt Wasser über die Haut aus dem Körper ab. Die Folge ist eine trockene, fahle und fettarme Haut. Auch die Haare erschienen glanzlos und stumpf. Aufgrund des gestörten Schutzmantels reagiert die Haut bei einer Sebostase zusätzlich sehr empfindlich auf Sonneneinstrahlung. In vielen Fällen tritt Juckreiz an der betroffenen Stelle an. Zusätzlich können Krankheitserreger leichter in die Hautschicht eindringen. Für die Behandlung einer Sebostase, welche äußerlich geschieht, existieren rückfettende Cremes und Salben.

Seborrhö wie Sebostase zählen zu den Hautkrankheiten, welche behandelt werden müssen. Durch den vermehrten Anfall von freien Fettsäuren bei einer Seborrhö kann die Haut gleich wie bei einer Sebostase gereizt und geschädigt werden. Generell lässt sich fettige Haut gleichfalls mit Pflegecremes behandelt. Hier helfen auch Masken und Packungen.

Rosacea

Rosacea bzw. Rosazea ist eine entzündliche Hautkrankheit, welche im fortgeschrittenen Stadium auch die Talgdrüsen betreffen kann. Hauptsächlich tritt sie im Gesicht auf. Zunächst treten anhaltende Gesichtsrötungen auf. Wird die Erkrankung nicht behandelt, können sich Knötchen, Gewebeneubildungen der Haut und Pusteln bilden. Betroffene verspüren zusätzlich Juckreiz und Schmerzen. Abgesehen vom Gesicht kann die Rosacea an den Augen, der Kopfhaut, der Brustregion sowie dem Nacken auftreten.

Die Krankheit, welche ebenfalls unter „Kupferrose“ bekannt ist, kann nicht vollständig geheilt werden. Mittels spezieller Medikamente und einer richtigen kosmetischen Pflege lassen sich die Symptome allerdings deutlich bessern. Bleibt eine dementsprechende Behandlung aus, kann sich die Rosacea schubweise verschlechtern sowie die Symptome sich verstärken. Generell lässt sich die Rosacea in mehrere Formen einteilen, sodass sich die Art und Ausprägung der Symptome fallweise unterscheidet.

Anhand der Symptome, Erscheinung und Intensität der Krankheit lässt sich die Rosacea in mehrere Schweregrade einteilen. Im Vorstadium treten plötzliche, flüchtige Hautrötungen bzw. Erytheme auf. Im ersten Schweregrad, dem Rosacea erythematosa teleangiectatica, halten die Erytheme an. Die Gefäße in der Gesichtshaut erweitern sich. Generell wirkt die Haut trocken und verfügt gelegentlich über leichte Schuppen. Ebenfalls verspüren Patienten Brennen, Juckreiz und Stechen.

Beim Schweregrad II, dem Rosacea papulopustulosa, können zusätzlich Bläschen und Knötchen entstehen. Diese sind entzündlich gerötet und mehrere Wochen anhalten. Manche Fälle entwickeln sogar Lympödeme im Gesicht. Mit dem Schweregrad III, dem Gladulär-hyperplastische Rosazea, ist die extreme Form der Krankheit erreicht. Das Bindegewebe und die Talgdrüsen vergrößern sich krankhaft. Es entstehen knollige Wucherungen, die Phyme, welche zu einem kosmetischen Problem werden.

Typische und häufige Krankheiten der Talgdrüsen

 

  • Fehler in der Talgproduktion
  • Übermäßige Talgproduktion – Seborrhö
  • Geringe Talgproduktion – Sebostase
  • Rosacea / Rosazea

Fragen und Antworten zu den Talgdrüsen

 

Wie behandle ich fettige Haut aufgrund einer Talgüberproduktion?

Um eine fettige Haut, welche durch eine Überproduktion von Talg entsteht, zu behandeln, existieren zahlreiche Pflegeprodukte. Je nach aktuellem Zustandsbild der Haut müssen die richtigen Produkte ausgewählt werden, um einen Behandlungserfolg zu erzielen. Generell sollen die Produkte die fettige bzw. unreine Haut behandeln und überschüssige Talgproduktion verringern. Dementsprechende Produkte können im Drogeriemarkt oder in der Apotheke erworben werden. Ebenfalls hilft eine ärztliche Diagnose, um richtige Pflegemittel zu kaufen.

Wie kann ich meine Talgproduktion vermindern

Liegt eine übermäßige Talgproduktion mitsamt resultierender Hautprobleme vor, muss die Haut gründlich behandelt werden. Die Talgproduktion kann zunächst mittels gründlicher Reinigung am Morgen mit Pflegeprodukten wie Waschlotionen zeitweise eingegrenzt werden. Nach der Reinigung ist es wichtig, dass die Haut frei von Cremes bleibt, da diese die Haut wieder mit Feuchtigkeit versorgen. Auch am Abend wird die Haut mit der gleichen Lotion gereinigt. Glänzt die Haut tagsüber, sollte dieser mit lauwarmen Wasser abgewaschen werden, sodass die Talgdrüsenverstopfung beseitigt wird. Zusätzlich zu einer gründlichen Reinigung kann der Hautarzt Tabletten oder eine kosmetische Behandlung verschreiben.

Wie beseitige ich fettige Haare?

Um fettige Haare, welche aufgrund der Talgproduktion entstehen, zu beseitigen, kann das Fett zunächst ausgewachsen werden. Zu häufiges Waschen jedoch sorgt für eine Überproduktion an Talg, sodass die Haare nicht zu häufig gewaschen werden sollten. Das Haare Waschen sollte morgens geschehen, da die Talgdrüsen in der Nacht am aktivsten sind. Für das Waschen sollte lauwarmes Wasser, beim Föhnen nicht zu heiße Luft benutzt werden. Da die Wärme die Kopfhaut stimuliert, tritt eine erhöhte Talgproduktion auf. Neben dem Haare Waschen hilft eine gezielte Kopfmassage. Gleichfalls sollte das Haar im Laufe des Tages nicht gebürstet werden, da sich durch das Bürsten das Fett verteilt. Zur Behandlung bei überschüssigem Talg können Babypuder, Trockenshampoo, Heilerde und kalter Tee als Haarspülung verwendet werden.

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