Bor


Bor getreideWas ist Bor? Wozu braucht der Körper Bor?

Noch sind sich Forscher und Mediziner nicht ganz einig, ob Bor tatsächlich ein essentielles Spurenelement für den Menschen ist oder nicht.

Gerne wird es deswegen auch als Ultraspurenelement bezeichnet und soll für einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel der Knochen haben und die Gehirnfunktion positiv beeinflussen. Für Tiere und Pflanzen hat man schon festgestellt, dass es lebensnotwendig ist, für den Mensch ist diese Beweissicherung noch ausstehend.

Viele der Funktionen und Aufgaben von Bor im menschlichen Körper sind deswegen noch Annahmen und nicht mit Sicherheit zu sagen. Was erwiesen ist, ist, dass Bor ein chemisches Element ist, die Ordnungszahl 5 hat und zu den Halbmetallen gehört. Es ist schwarz, tritt sehr selten auf und liegt nur in einigen abbauwürdigen Stätten vor. Als dreiwertige Forme kommt es als Sauerstoffverbindungen in Borax und Kernit vor.

Für Säugetiere ist Bor nur gering giftig, jedoch für Gliederfüßer extrem toxisch. Daher verwendet man es als Insektizid. Für Pflanzen ist Bor ein essentieller Nährstoff und für den strukturellen Bestand der Zellwände notwendig. Allerdings reagieren Pflanzen sowohl auf eine Unterversorgung mit Bor als auch auf eine Überversorgung. In Tierversuchen an Ratten konnte belegt werden, dass diese Tiere den Wirkstoff Bor unbedingt für ein optimales Gedeihen benötigen.

Funktion, Bedeutung, Wirkung & Aufgaben

Noch neuesten wissenschaftlichen Studien ist Bor in der Lage Arthritis zu verhindern und zu therapieren. In den Studien wurden 20 Probanden beobachtet, woher eine allgemeine Gültigkeit hiervon nicht zu erkennen ist. Im Vergleich mehrerer Studien konnte jedoch eine Erhöhung des Testosteron– und Östradiolspiegels festgestellt werden, ohne jedoch die genaue Ursache oder den Wirkmechanismus des Bors dahinter zu erkennen.

Fakt scheint aber zu sein, dass Bor elektrochemische Vorgänge und Aktivitäten des menschlichen Gehirns beeinflusst.

In seiner elementaren Form ist Bor nicht besonders giftig, das allerdings nur bei geringen Dosen. Es gibt außerdem Borverbindungen, dazu gehören vor allem die Borwasserstoffverbindungen, die selbst bei geringen Dosen hoch toxisch sind.

Seit einiger Zeit wird Borsäure und Borax als fortpflanzungsgefährdend eingestuft. In der Natur findet man Bor hauptsächlich in Verbindung mit Sauerstoff. Die größten Boratminen finden sich in Kalifornien, in Argentinien, der Mojave Wüste in den USA und in der Türkei. Bor findet sich im Meerwasser, im Grundwasser, in Mineralwässern und in Binnengewässern.
Im menschlichen Körper finden sich etwa 0.07 ppm an Bor, das über Wasser und die Nahrung aufgenommen wird.

Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Bor sind zum Beispiel:

Bildung, Vorkommen, Eigenschaften & optimale Werte, (Vorbeugung gegen Mangel)

Bor ist in seiner elementaren Form schwarz, sehr hart und ein schlechter elektrischer Leiter bei Raumtemperatur. In dieser Form kommt es in der Natur nicht vor. Die wichtigste Nutzung findet das Bor als Borax und wird zur Herstellung von Isolierstoffen und Bleichstoffen für die Waschmittelindustrie verwendet.

Weitere Einsatzgebiete von elementarem Bor sind unter anderem:

  • Feuerwerksartikel
  • Additiv für Raketentreibstoffe
  • Zünder für Airbags
  • Bauteile für Golfschläger, Angelruten

Als Borverbindungen finden es in diesen Bereichen Einsatz:

  • Waschmittel
  • Pflanzenschutzmittel
  • Schleifmittel
  • Lautsprecher und Kopfhörer
  • Keramikglasuren
  • Bremsbeläge
  • Panzerungen für kugelsichere Westen
  • Düngemittel
  • Kosmetikindustrie
  • Holzschutzmittel
  • Kühlschmierstoff

Mangelerscheinungen, Krankheiten & Störungen

Ein Bormangel entsteht dann, wenn der Mensch nicht genug Bor mit der Nahrung aufnimmt. Diese Mangelernährung kommt üblicherweise besonders häufig in den Entwicklungsländern vor, da hier eine Versorgung mit ausreichend Lebensmitteln nicht gegeben ist. Aber auch in den reichen und gut entwickelten Industrieländern tritt ein Bormangel häufiger auf, als gedacht.

Die möglichen Gründe hierfür können sein:

  • Unterernährung
  • Fehlernährung
  • Einnahme von Medikamenten
  • Operationen
  • Chemotherapie und Bestrahlungen
  • In Altersheimen, wegen Appetitmangel
  • Alkoholsucht
  • Chronischer Stress

Bei zu wenig Bor im Körper reagiert dieser mit Gelenkschmerzen, Haarausfall, Wadenkrämpfen, verringerter Knochenstabilität oder geschwächtem Abwehrsystem. Oft geht ein Bormangel auch mit dem Mangel eines oder mehrerer anderer Spurenelemente oder Mineralstoffe einher, der dann weitere Symptome mit sich bringt.

Wer braucht wie viel pro Tag?

Laut WHO kann weltweit von einer empfohlenen Tagesdosis von 1-2 Milligramm Bor ausgegangen werden. Für Trinkwasser empfiehlt sie einen maximalen Wert von 2,4 mg/l.

Die US-amerikanische Behörde EPA geht von einem täglichen Grenzwert von 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat bisher keinerlei Angaben zu einem Referenzwert für Bor gemacht.

Nebenwirkungen bei Überdosierung

In großen Mengen, man geht hier von über 100 mg am Tag aus, ist Bor toxisch und kann zu Vergiftungen führen. Besonders Borverbindungen wie Borane sind hochgradig giftig und muss mit größter Sorgfalt behandelt werden. In Tests mit Mäusen zeigte sich Borax als fortpflanzungsgefährdend.

Bei einer akuten Borvergiftung muss das zugeführte Bor so schnell wie möglich raus aus dem Körper und das Krankenhaus wird versuchen, zu verhindern, dass der Patient weiteres Bor zu sich nimmt. Daher wird der Magen ausgespült und durch Flüssigkeit und Sauerstoff sowie durch die Gabe von Medikamenten versucht, die Beschwerden zu lindern.

Typische Symptome einer Borvergiftung sind:

Bei akuter Vergiftung kann noch Ohnmacht, Nackensteifigkeit, Hautrötung und Muskelkrämpfe hinzukommen.

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