Grippe (Influenza) Impfung für Kinder

Grippe (Influenza) – Impfung bei Kindern

 

Die Infektion

 

GrippeViren sind auf der ganzen Welt zu finden. In der Regel sind sie sogar in der Lage, sich leicht zu verändern. Hierzulande kommt es vor allem während der kalten Jahreszeit zu einer Ausbreitung der Grippe. Dabei variiert die Ausbreitung ebenso wie die Schwere der Erkrankung.

 

Übertragung der GrippeViren

 

Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfchen-Infektion, wie zum Beispiel beim Husten oder Niesen. Ebenso ist es möglich, sich durch Körperkontakt, wie etwa durch das Händeschütteln, anzustecken. Selbst über kontaminierte Möbelstücke oder weitere Gegenstände ist eine Ansteckung möglich. Die Ansteckungsgefahr ist vor allem dort sehr hoch, wo sich viele Menschen befinden. Das kann beispielsweise bei öffentlichen Veranstaltungen ebenso sein, wie etwa in Schulen, Kindergärten und Tageseinrichtungen.

 

Ist eine Grippe-Impfung für Kinder sinnvoll?

 

Im Allgemeinen ist eine Grippe-Impfung für Kinder nicht notwendig. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen. So wird beispielsweise von der STIKO (Ständige Impfkommission) empfohlen, alle Kinder einer Grippe-Impfung pro Jahr zu unterziehen, die anfällig für ein höheres Komplikations-Risiko sind. Das ist dann der Fall, wenn die Kinder unter einigen, bestimmten Vorerkrankungen leiden.

Dazu gehören:

 

 

Ein Kind, das an einer solchen Vorerkrankung leidet, erkrankt oftmals deutlich schwerer an Grippe, als ein Kind, das gesund ist. Generell ist die Influenza, ebenfalls wie eine herkömmliche Erkältung, hoch ansteckend.

 

Impfen hilft

 

Durch die Grippe-Impfung ist es möglich, ein Kind vor der Grippe zu schützen. Auf diese Weise wird gleichzeitig auch verhindert, dass sich andere Kinder und Erwachsene anstecken. Mithilfe der Impfung wird das Risiko an Influenza zu erkranken sowie unter schwerwiegenden Komplikation zu leiden, deutlich minimiert.  Geimpft wird üblicherweise jedes Jahr neu, da sich die Viren im Laufe der Zeit verändern. Es ist empfehlenswert, Kinder frühzeitig zu impfen, am besten im Oktober oder November. Im Übrigen dauert es circa zehn bis 14 Tage, bis der menschliche Körper in der Lage ist, auf die Grippe-Impfung zu reagieren.

 

Krankheitsbild

 

Das Krankheitsbild von Kindern, die an Grippe erkrankt sind, gleicht dem eines Erwachsenen. So kommt es circa nach ein bis zu vier Tagen, nachdem die Ansteckung stattgefunden hat, auf einmal zu Kopf– sowie Gliederschmerzen und Fieber. Ebenso tritt typischerweise eine sehr starke Erschöpfung sowie Reizhusten auf. Des Weiteren ist es ebenfalls möglich, dass das Kind unter Halsschmerzen sowie Schweißausbrüchen leidet. Allerdings klingen diverse Krankheitsanzeichen bereits nach circa fünf bis sieben Tagen langsam wieder ab. Das gilt jedoch nur dann, wenn hier keine weiteren Infektionen dazukommen. Jedoch kann es bis zu einer vollständigen Erholung unter Umständen auch einige Wochen andauern. Das ist jedoch recht selten.

 

Gefährlich ist die Grippe beispielsweise in Kombination mit einer Lungenentzündung. Diese wird entweder durch den Influenza-Virus oder auch aufgrund eines weiteren Erregers ausgelöst. In sehr seltenen Fällen kann es hier innerhalb weniger Stunden zum Tod kommen. Weitere Komplikationen, die bei einer Influenza auftreten können, sind zum Beispiel Entzündungen des Herzmuskels, des Mittelohrs und des Gehirns.

 

Impfung

 

Säuglinge und Kinder in einem Alter von sechs bis 36 Monaten werden üblicherweise mit der halben Dosis geimpft, die normalerweise für einen Erwachsenen benötigt wird. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Totimpfstoff, also einem inaktivierten Impfstoff. Bei Kindern bis zu einem Alter von neun Jahren, die vorher noch keine Impfung gegen Influenza erhalten haben, werden normalerweise zwei Impfungen vorgenommen. Die zweite Impfung erfolgt jedoch erst nach zwei Wochen. Zudem gilt das nur dann, wenn ein Totimpfstoff verwendet wird.

 

Alternative: der Lebendimpfstoff

 

Allerdings gibt es für Kinder ab zwei Jahren auch die Möglichkeit, einen Lebendimpfstoff auszuwählen. Im Gegensatz zum Totimpfstoff wird dieser nicht per Spritze verabreicht, sondern über ein Nasenspray eingeatmet. Bei jüngeren Kindern, die unter sieben Jahre alt sind, soll der Lebendimpfstoff laut diverser Studien eine bessere Schutzwirkung aufweisen. Aufgrund dessen wird im Allgemeinen von der STIKO empfohlen, Kinder, die zwischen zwei und sechs Jahre alt sind, und eine Influenza-Impfung bekommen sollen, mit dem Lebendimpfstoff zu impfen. Allerdings darf hierfür natürlich keine Kontraindikation gegeben sein. Außerdem darf der Lebendimpfstoff bei verschiedenen Grunderkrankungen nicht verabreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel schweres Asthma und eine Immunschwäche.

 

Impfung vor einer Reise

 

Ist eine Reise geplant, dann kann es unter Umständen auch sinnvoll sein, Kinder gegen Grippe zu impfen, selbst wenn kein höheres Komplikations-Risiko vorliegt. Hier kommt es auf deren Gesundheitszustand sowie auf das Reiseziel an.

 

Impfreaktion und Nebenwirkungen

 

Die Impfung gegen Influenza ist im Allgemeinen gut verträglich. Allerdings kann es nicht nur bei Erwachsenen, sondern ebenfalls bei Kindern, die mit dem Totimpfstoff geimpft wurden, zu einer Schwellung und/oder Rötung an der Einstichstelle der Spritze kommen. Unter Umständen schmerzt diese Stelle. Innerhalb der ersten drei Tage nach der Impfung ist es möglich, dass sogenannte „Allgemeinsymptome“ auftreten. Dazu gehören etwa Muskelschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit. Doch bereits nach ein bis zwei Tagen sind diese Impfreaktionen normalerweise bereits wieder überstanden.

 

Nebenwirkungen der Grippe-Impfung

 

Nebenwirkungen sind hier sehr selten. So leiden beispielsweise nur weniger als eine von 10.000 geimpften Personen unter verschiedenen allergischen Reaktionen in den Bronchien sowie unter allergischen Hautreaktionen. Sehr selten entzünden sich kleine Blutgefäße und es kommt zu einer vorübergehenden Verringerung der Blutplättchen-Anzahl. Wird jedoch nicht der Totimpfstoff, sondern der Lebendimpfstoff verwendet, dann gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen eine verstopfte Nase.

 

Zudem ist es unter Umständen möglich, dass, ebenfalls vorübergehend, unter Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Unwohlsein gelitten wird. Ebenso stellen sich manchmal Hautausschlag sowie verschiedene Überempfindlichkeitsreaktionen ein. Noch ein bis zwei Wochen nach Verwendung des Lebendimpfstoffes ist es empfehlenswert, dass das Kind keinen Kontakt zu Personen hat, die unter einem geschwächten Immunsystem leiden. Während dieser Zeit kann es theoretisch möglich sein, dass eine Übertragung des Virus stattfindet.

 

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