Herzmuskelentzündung

Steckbrief: Herzmuskelentzündung

    Herzmuskelentzündung

    HerzmuskelentzündungDas Herz ist ein großer Muskel, das im Medizinischen ALS Myokard bezeichnet wird. Mit jedem Herzschlag zieht sich die Muskulatur des Herzens zusammen, wodurch es zu einer Pumpbewegung kommt. Dabei wird Blut zu den übrigen Muskeln und Organen gepumpt, sodass das Gewebe mit Sauerstoff versorgt werden kann. Bei der Myokarditis handelt es sich um eine Entzündung der Muskelschicht des Herzens. Somit gehört sie, wie auch die Endokarditis, die Perikarditis und die Pankarditis, zu den entzündlichen Herzerkrankungen. Die Auslöser für das Entzündungsgeschehen sind häufig Bakterien oder Viren, möglich ist allerdings auch eine Reaktion auf Medikamente oder Gifte und eine Autoimmunreaktion kann ursächlich sein. Die Myokarditis kann akut verlaufen oder in die chronische Verlaufsform übergehen. Die folgende Therapie richtet sich nach der Ursache, die über verschiedene Diagnoseverfahren herausgefunden wird. Wie sich die Entzündung des Herzmuskels auf den Patienten auswirkt, ist unterschiedlich, sodass die Symptome stark variieren können. Bei unklaren Symptomen kann es dadurch sehr schwierig sein, eine Herzmuskelentzündung zu diagnostizieren.

    Definition Herzmuskelentzündung

    Bei der Myokarditis handelt es sich um eine Entzündung der Muskelschicht des Herzens. Diese Entzündung kann akut oder chronisch verlaufen. Sie wird nicht nur unterteilt in die chronische oder akute Verlaufsform sondern auch entsprechend der Art des Auslösers. So kann die Myokarditis in eine bakterielle, in eine virale oder in andere Formen der Herzmuskelentzündung unterteilt werden.

    Da die Herzmuskelentzündung nicht durch sichere Symptome gekennzeichnet ist und vielen Infektionskrankheiten mit Medikamenten entgegengewirkt wird, kann bei der Untersuchung beim Arzt schnell einmal die Möglichkeit der Myokarditis übergangen werden. Die Gefahr besteht nun darin, dass die körperlichen Defizite auf beispielsweise einen grippalen Infekt geschoben werden. Dies liegt auch darin begründet, dass die hauptsächlichen Verursacher – Viren – vom Körper meist relativ schnell sowie effizient bekämpft werden und sind eigentlich schon geschlagen sind.
    Das nun folgende Abklingen der Infektion wird hierbei als Linderung empfunden, obwohl die eigentlichen Genspuren der Infektion in Form von abgegebenen Nukleinsäuren durch die Viren sich in diesem Fall am Herzmuskel einnisten und ihn infizieren. Permanent infizierte Gewebsteile am Herzen verursachen jetzt eine erst kleine, mit der Zeit aber anwachsende und somit das Risiko steigernde, Entzündung. Ist dieser Infekt nun scheinbar ausgestanden, kann es bei überdurchschnittlicher Belastung im Rahmen des Leistungssports oder bei existentem Dauerstress zu einer Verschlimmerung der Entzündung führen. Im schlimmsten Fall kann der Patient sogar daran sterben, so wie es bei einigen eigentlich durchtrainierten und vor allem paradox jungen Leistungssportlern bereits der Fall war. Als Folge der Autoimmunreaktion kann es zudem zur chronischen Schädigung durch permanent entzündetes Gewebe kommen.


    Was ist eine Herzmuskelentzündung?

    Bei der Myokarditis kommt es durch verschiedene Auslöser zu einer Entzündung des Herzmuskels. Dabei kommt es zu pathologischen Veränderungen des Muskelgewebes. Zusätzlich sind Gefäße und das Bindegewebe von der Entzündung betroffen, was sich allgemein an Gewebsnekrosen zeigt. Mit dem Wort Gewebsnekrose ist das Absterben von Gewebe gemeint. Insbesondere durch bakterielle Infektionen des Herzmuskelgewebes kann es außerdem zu abszedierenden Herden kommen. Dabei entsteht Eiter, der sich im Gewebe ansammeln kann. Besonders problematisch ist ein abszedierender Herd, wenn er aufbricht und sich so auf die anderen Bereiche des Herzens auswirkt. In Folge dessen kann es zu einer Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) oder zu einer Perikarditis (Entzündung der Außenhaut des Herzens) kommen. Die Myokarditis äußert sich teilweise nur durch sehr unspezifische Symptome, sodass sie anfangs leicht übersehen wird. Unbehandelt kann sie allerdings in schweren Herzproblemen wie Herzrhythmusstörungen oder einer Herzinsuffizienz resultieren.

    Welche Ursachen gibt es?

    Für die Entstehung einer Myokarditis sind verschiedene Ursachen bekannt. Häufig kommt es im Zusammenhang mit einer Herzmuskelentzündung zu einer Infektion mit Erregern. Meist handelt es sich dabei um Viren, möglich sind aber auch Bakterien. Bei einer viralen Herzmuskelentzündung sind Coxsackieviren häufige Auslöser. Auch Influenzaviren oder Adenoviren werden als Auslöser beobachtet. Dabei ist es möglich, dass die Myokarditis nach einer Infektion der Atemwege oder aber auch nach einem Magen-Darm-Infekt und anderen Infekten auftritt. Kommt es zu einer bakteriellen Infektion, sind vor allem Staphylokokken, Klebsiellen, Proteus oder Pseudomonas häufig. Eine Myokarditis, die bakteriell ausgelöst wurde, kann auch eine Begleiterkrankung einer anderen schwerwiegenden Erkrankung darstellen. So ist es möglich, dass die Entzündung der Herzmuskelschicht in Folge einer Meningitis auftritt. Auch Scharlach, Typhus, Tuberkulose und andere Erkrankungen können schlussendlich das Herz mitbetreffen. Selten werden auch Parasiten und Pilze als Auslöser für eine Herzmuskelentzündung beobachtet.

    Trotzdem müssen nicht nur Erreger zu einer Myokarditis führen. Auch verschiedene Autoimmunerkrankungen, bei denen irrtümlicherweise eigenes Gewebe als fremd gesehen und deshalb angegriffen wird, können eine Entzündung des Herzmuskels zur Folge haben. Bei der Sarkoidose handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, die eine systemische Erkrankung des Bindegewebes bezeichnet. Hierbei kann es zu einer Beteiligung des Herzens kommen. Auch in Folge eines Infektes, zum Beispiel beim rheumatischen Fieber, kann es zu einer Myokarditis kommen. Auch Stoffwechselstörungen können als Auslöser für eine Myokarditis in Betracht gezogen werden. Der Kontakt mit verschiedenen Schwermetallen kann sich nachteilhaft auf das Herzgewebe ausüben, wobei auch hierdurch ein Entzündungsgeschehen ausgelöst werden kann. Gleiches gilt für einen erhöhten Alkoholkonsum oder die Einnahme von Substanzen wie Kokain, die sich auf viele Organe sehr nachteilhaft auswirkt. Auch durch Medikamente, die gifte Nebenwirkungen haben, kann eine dieser Nebenwirkungen die Entzündung der Muskelschicht des Herzens kommen. Diesen ungewollten Nebeneffekt haben beispielsweise verschiedene Chemotherapeutika.

    Die häufigste Ursache für eine Herzmuskelentzündung ist in der Infektion durch Viren zu sehen. Adeno- und Enteroviren stehen auf der Ursachenliste ganz weit oben, gefolgt von Parvo-, Herpes– und Zytomegalieviren beziehungsweise HIV. Viel seltener kann es bezüglich Bakterien oder parasitären Lebensformen oder Pilze ebenso zu dieser Krankheit führen. Dies kann jedoch mithilfe einer Herzmuskelbiopsie herausgefunden werden – dieser medizinische Abstrich empfiehlt sich bei lang anhaltender beziehungsweise einer extrem schweren Form der Erkrankung.
    Außerdem besteht die Möglichkeit, dass eine Myokarditis aufgrund toxischer Mittel oder Pharmazeutika verursacht wird. Da das Herz und die umliegenden Gewebe besonders sensibel gegenüber jeder Veränderung reagieren, können zudem verschiedene Medikamente eine Autoimmunreaktion verursachen. Der eigene Körper versucht nun die Einflussfaktoren zu bekämpfen und greift dabei fälschlich das eigene Gewebe an.
    Gerade diese irrtümlichen Abwehrversuche sind besonders ausgeprägt bei Drogenkonsumenten zu verzeichnen. Zudem kann eine Strahlentherapie im Bereich des Brustkorbes zu einer Herzmuskelentzündung führen. Klagt der Patient über andere Krankheitsbilder, kann der Herzmuskel bei entsprechender Beanspruchung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Grippale Infekte können vor allem in besonders schwerem Ausmaß eine solche Krankheit verursachen. Des Weiteren begünstigen Infektionskrankheiten mit begleitendem Fieber die negative Beeinflussung des Herzmuskels.


    Symptome & Anzeichen

    Die Symptome für eine Myokarditis können sehr unspezifisch sein. Eine Entzündung des Herzmuskels verläuft häufig schleichend, sodass die Symptome teilweise erst nach längerer Zeit richtig gedeutet werden. Anfangs kommt es meist zu Anzeichen wie Fieber, Müdigkeit und einer erhöhten Herzfrequenz, die meist mit einem grippalen Infekt einhergehen. Insofern können die Symptome einer Entzündung der Muskelschicht des Herzens leicht fehlinterpretiert werden, indem sie auf die Grippe zurückgeführt werden. Dabei wird jedoch übersehen, dass die Beschwerden eigentlich von einer Problematik im Bereich des Herzens kommen. Kommt es jedoch zu Schmerzen im Bereich der Brust, treten Herzrhythmusstörungen auf oder klagt der Patient über Atemnot, wird eine Myokarditis eher in Betracht gezogen. Gleichzeitig steigt damit die Bereitschaft, einen Arzt zu konsultieren. Im weiteren Verlauf fällt eine allgemeine Schwäche auf, die sich auch nach dem eigentlichen Infekt nicht legt. Einfache Tätigkeiten wie Treppenlaufen können nun kaum noch ausgeführt werden, weil sich Patienten muskulär schnell erschöpft fühlen. Zusätzlich kommt es zu Symptomen wie Kurzatmigkeit und Atemnot, die die meisten körperlichen Betätigungen unmöglich machen.

    Patienten beobachten dementsprechend eine verstärkte Leistungsminderung, vor allem im körperlichen Bereich. Da der Grund für die Schwäche vom Herzen ausgeht, kann der Leistungsrückgang nicht durch vermehrte Bewegung ausgeglichen werden. Ganz im Gegenteil verschlechtern sich die Beschwerden deutlich, wenn sich Patienten körperlich nicht schonen. Bleibt die Myokarditis über längere Zeit unerkannt, kann dann eine sich allmählich verschlechternde Herzinsuffizienz die Folge sein. Auch Herzrhythmusstörungen gehören dann zu den bekannten Anzeichen für eine andauernde Entzündung des Herzmuskels. In schweren Fällen kann es zu einem kardiogenen Schock kommen. Anzeichen einer Sepsis, sprich einer Blutvergiftung, können vorliegen, wobei dies einen septischen Schock zur Folge haben kann. Dabei kann es zu einem akuten Herzversagen kommen.

    Leider gibt es für eine Herzmuskelentzündung keine verlässlichen Symptome. Sehr unspezifische Beschwerden – natürlich vor allem in der Herzgegend – sollten vom Mediziner hinsichtlich einer Untersuchung berücksichtigt werden. Meist jedoch können die Schmerzen mit einer kurz davor existenten Infektion zu einer entsprechenden Diagnose kombiniert werden. Schmerzen in der Brust sowie wahrnehmbare Herzrhythmusstörungen sollten in Verbindung mit einer Influenza zum Beispiel zur Vorsicht aufrufen und den Arzt zu einer diesbezüglichen Untersuchung seines Patienten verleiten.
    Ein weiteres verlässliches Anzeichen ist das Auftreten von Atemnot während der Infektion. Diese drei letztgenannten Symptome veranlassen vor allem unmittelbar nach dem Abklingen der Infektion zu bewusster medizinischer Sorge. Das große Risiko hinsichtlich möglich fehlender Symptome darf hierbei nicht unterschätzt werden, sodass sich bei kleinsten Beschwerden hinsichtlich des Herzens der Gang zum Arzt des Vertrauens als richtig erweist. Natürlich spielen die kleinen Anzeichen eine wichtige Rolle. Eine fast schon dauerhafte Leistungsschwäche kann mit einer dezimierten Versorgung durch den beschädigten Herzmuskel verbunden liegen.
    Des Weiteren sollte auch eine permanente Müdigkeit und anhaltendes Fieber zur Vorsichtsmaßnahme Arztbesuch verleiten. Beklagt sich der Betroffene über grippale Symptome, ohne tatsächlich dieser Infektion ausgesetzt zu sein, ist dies hingegen ein verlässliches Zeichen für eine Herzmuskelentzündung. Dies liegt darin begründet, dass der Körper gewonnene Erfahrungen in der Immunreaktion gern auf andere Entzündungen überträgt. Gerade in den ruhigeren Minuten des Tages könnte der Patient zudem das Einsetzen von Extrasystolen – Schläge des Herzens außerhalb des normalen Pulsrhythmus` – unter Umständen vernehmen, und als Konsequenz dessen unbedingt den Mediziner aufsuchen. In besonders schwerwiegenden Fällen übermannen den Betroffenen so starke Rhythmusstörungen, dass der Körper einen Schockzustand ausruft. Hier kann in den meisten Fällen nur noch ärztliche Hilfe Erfolg versprechen.
    Eine Herzmuskelentzündung kann zudem selbst ein Symptom sein. Bei einigen Erkrankungen kennzeichnet die Myokarditis eine Begleiterscheinung und sollte den behandelnden Arzt daher zur Obacht und Aufmerksamkeit führen.


    Diagnose & Krankheitsverlauf

    Eine Myokarditis zu diagnostizieren ist wegen der teils sehr unspezifischen Symptome allerdings relativ schwierig. Im Vorfeld zur Diagnostik wird der Patient während des Anamnesegespräches über mögliche Anzeichen für eine Myokarditis befragt. Dabei sind Fieber, ein starker Leistungsrückgang und körperliche Angeschlagenheit wichtige Faktoren, die abgefragt werden. Anschließend wird eine Auskultation des Herzens vorgenommen, bei der das Herz mit einem Stethoskop abgehört wird. Dabei können systolische Geräusche wahrgenommen werden, die allerdings meist relativ unauffällig sind und die nur flüchtig zu vernehmen sind. Dies weist auf eine Beteiligung des Endokards hin, was auf eine Entzündung der Innenhaut des Herzens schließen lässt. Für eine Herzinsuffizienz kann es außerdem zu einem dritten Herzton kommen.

    Daneben kann eine Laboruntersuchung aufschlussreich sein. Dabei werden vor allem unspezifische Entzündungsparameter untersucht. Dazu zählen verschiedene Werte wie der BSG-Wert (Blutsenkungsgeschwindigkeit) und der CRP-Wert (C-reaktives-Protein). Auch eine Virusserologie kann sinnvoll sein, da es sehr wichtig für die weitere Therapie ist, den Erreger zu kennen. In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, Blutkulturen an zu legen. Zusätzlich wird das Blut auf Autoantikörper untersucht, die auf eine Myokarditis in Folge einer Autoimmunerkrankung hinweisen. Sollte bei Personen der Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung bestehen, die vor kurzer Zeit in einem südamerikanischen Land waren, müssen noch weitere Erreger beachtet werden. Insofern ist eine gute Anamnese in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Patienten mit einer solchen Historie werden in der Regel auf den Erreger Trypanosoma cruzi untersucht, der in Amerika eine häufige Ursache für Herzmuskelentzündungen ist und zur Chagas-Erkrankung führt.

    Beim EKG (Elektrokardiogramm) werden über zwölf Elektroden die Reize des Herzens aufgezeichnet. Dabei können Sinustachykardien auffallen. Als Sinustachykardie wird ein Herzschlag von über hundert Schlägen pro Minute bezeichnet, der physiologisch ist, wenn sich der Mensch körperlich anstrengt. Auch bei Säuglingen ist ein höherer Herzschlag als beim Erwachsenen normal. Ist der Mensch jedoch in Ruhe und befindet sich auch sonst nicht in einer psychischen Stresssituation, kann es sich dabei um eine unnormal erhöhte Herzfrequenz handeln. Dennoch sollte im Vorfeld besprochen werden, dass die erhöhte Herzfrequenz durch einen ungewohnt hohen Konsum von Koffein oder durch die Einnahme von Drogen zu Stande kommen kann. Im EKG kann zudem eine Arrhythmie des Herzens auffallen. Da es in Folge einer Myokarditis auch zu einem Perikarderguss kommen kann, kann es beim EKG zusätzlich zu einer Niedervoltage kommen. Obwohl solche pathologischen Veränderungen im Rahmen des EKGs häufig auffallen, fehlen spezifische Befunde meist.

    Bei einem kardialen MRT wird das Herz mittels der Magnetresonanztomographie genauer untersucht. Sie wird heut zu Tage häufiger eingesetzt als noch vor einigen Jahren. Dabei wird Kontrastmittel eingesetzt, das sich in entzündeten Bereichen des Herzmuskels anreichert. So kann zum einen ein erster Eindruck über die Entzündung gewonnen werden, zum anderen kann so eine Verlaufsbeobachtung vorgenommen werden. Dabei ist ein Vorteil, dass kein invasiver Eingriff vorgenommen werden muss, der Patient also weitestgehend geschont wird. Bei einem Röntgenthorax kann eine Vergrößerung des Herzens oder eine pulmonale Stauung auffallen. Die Echokardiografie wird unter anderem dafür eingesetzt, um eine Vergrößerung der Höhlen des Herzens nachzuweisen. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn eine Herzinsuffizienz festgestellt wurde. Da die linke Kammer einen Großteil der Pumpleistung des Herzens ausübt, ist sie bei der Beurteilung von großer Wichtigkeit. Sollte das Perikard, die äußere Hülle des Herzens, mit betroffen sein, kann durch die Echokardiografie teilweise ein Perikarderguss nachgewiesen werden.

    Problematisch ist, dass viele Diagnoseinstrumente bei der Myokarditis nur dann Aussagekraft haben, wenn es sich bei der Entzündung des Herzmuskels um einen akuten Vorfall handelt. Da 30-40% der akuten Herzmuskelentzündungen in einen chronischen Verlauf übergehen, müssen die Diagnoseverfahren stets kritisch auf ihre Anwendbarkeit geprüft werden. Sollte sich bereits die chronische Verlaufsform eingestellt haben, werden zeigen viele Parameter unauffällige Ergebnisse auf, obwohl eine kardiologische Erkrankung vorliegt. So pendeln sich beispielsweise die Entzündungsparameter im Blut wieder im Normbereich ein, da kein akuter Infekt mehr vorliegt. Auch das Elektokardiogramm ist für eine bereits chronisch verlaufende Myokarditis nicht von großem Nutzen, da auch hierüber meist nur unauffällige Ergebnisse geliefert werden. Obwohl ein MRT (Magnetresonanztomographie) des Herzens auch bei der chronischen Verlaufsform ein Bild über das Ausmaß der Entzündung verschaffen kann, ist auch hierüber kein Rückschluss auf den Erreger möglich. Da dies allerdings von größter Wichtigkeit ist, wird in diesem Fall auf das Diagnoseinstrument der Myokardbiopsie zurückgegriffen.

    Als Goldstandard für die Diagnostizierung einer Myokarditis gilt die Myokardbiopsie. Nur mittels der Myokardbiopsie kann eine sichere Diagnose gestellt werden, auf die schlussendlich eine angepasste Therapie gestützt werden kann. Bei diesem Vorgehen wird Gewebe des Herzens entnommen, um es histologisch untersuchen zu können. Das Gewebe wird an mehreren Stellen entnommen, da es ansonsten unwahrscheinlich sein kann, dass ein Gewebeteil aus dem Entzündungsherd gewonnen wird. Trotzdem ist es auch bei der Entnahme mehrerer Gewebeproben aus verschiedenen Stellen des Herzmuskels möglich, dass der Entzündungsherd nicht getroffen wird. Insofern kann eine Myokarditis allein durch eine Myokardbiopsie nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Grundsätzlich ist die Myokardbiopsie allerdings sehr wichtig für die Beurteilung der Entzündung und ihrer Aktivität. In Folge der Entzündung von Gewebe kommt es zu spezifischen pathologischen Veränderungen der Zellen, sodass hierüber Erkenntnisse über den Erreger gewonnen werden können. Da es sich um einen Eingriff handelt, wird sie von Experten meist erst dann veranlasst, wenn die Herzleistung deutlich zurückgeht oder anhaltend schlecht bleibt.

    Zwecks der Stellung einer Diagnose hinsichtlich der vorliegenden Erkrankung ist es notwendig, dass der behandelnde Arzt zunächst eine Anamnese durchführt. Hierbei handelt es sich um ein sog. „Patientengespräch“. Dieses dient im Großen und Ganzen dazu, die Krankengeschichte des Patienten zu klären und etwaige Risikofaktoren zu erkennen oder auszuschließen. Sollte der zuständige Mediziner eine Herzmuskelentzündung vermuten, so ordnet selbiger in aller Regel klinische Tests an, die dazu dienen sollen, den Verdacht entweder zu bestätigen oder abzuwehren. Darüber hinaus dienen die aus diesen Tests gewonnenen Erkenntnisse dazu, die Schwere der Erkrankung zu estimieren. Dies ist nicht zuletzt darum sehr wichtig, da die jeweilige Schwere maßgeblich für die erfolgende Behandlung ist.

    Die Anwendung findenden klinischen Tests sind unter anderem:

    • Elektrokardiogramm (EKG) – Mithilfe dieses Verfahrens ist es möglich, die Herzfrequenz und die elektrischen Eigenschaften des Herzens auf schonende Weise festzustellen. Auf diese Art und Weise ist es dem behandelnden Arzt möglich, Unregelmäßigkeiten im Herzschlag zu erkennen oder ggf. auch eine Schwächung des Herzmuskels selbst.
    • Röntgen– Hierbei ist speziell eine Röntgenaufnahme der Brust gemeint. Diese kann dabei behilflich sein, um die Form und die Größe des Herzens des Patienten zu erfassen. Wirken selbige krankhaft verändert, so kann dies durchaus ein Indikator dafür sein, dass eine Herzmuskelentzündung vorliegt.
    • Angiographie – Bei einer Angiographie handelt es sich um eine Sichtbarmachung der der Blutgefäße des Patienten. Zur Durchführung dieser Untersuchung bedarf es jedoch eines relativ komplizierten Vorgehens. Zunächst muss der behandelnde Arzt einen flexiblen Tubus, bzw. einen Katheter in eine große Arterie einführen. Hierzu benutzt man zumeist eine solche in der Leistengegend. Der Mediziner schiebt besagten Katheter dann am Herzen vorbei Richtung Gehirn. Hierbei sondert der flexible Tubus ein spezielles Färbemittel ab, das es erleichtert, die Gefäße im Rahmen eines bildgebenden Verfahrens darzustellen.
    • Computertomographie – Unter einem CT versteht man eine Art spezialisiertes Röntgen. Zumeist ist dieser Test der als erstes durchgeführte, wenn ein Patient mit einem Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung ins Krankenhaus kommt. Das CT produziert sehr feine Schichtaufnahme des Herzens, anhand derer man klar determinieren kann, ob eine Störung vorliegt oder nicht. Bisweilen ist es darüber hinaus notwendig, dass man dem zu Behandelnden ein Kontrastmittel verabreicht, um den Fluss des Blutes besser zu verdeutlichen. Hierdurch entstehen dem Patienten jedoch in der Regel keinerlei zusätzliche Unannehmlichkeiten.
    • Magnetresonanztomographie (MRT) – Bei dieser Methode bedient man sich magnetischer Wellen, die in Paarung mit Radiowellen dazu in der Lage sind, sehr feine und detaillierte Bilder vom Inneren der Körpers zu erzeugen. Diese Bilder sind darüber hinaus sowohl in 2D als auch 3D herzustellen, was eine Diagnose im Zweifel sehr stark erleichtern kann. Aufgrund des gerade erwähnten Detailreichtums ist es möglich, etwaig verantwortlich zu machende Faktoren zu entdecken und somit für die auftretenden Symptome verantwortlich zu machen.
    • Blutuntersuchungen – Bluttests selbst sind weniger aussagekräftig, als man annehmen mag. Sie dienen in erster Linie „lediglich“ der Feststellung, ob eine Entzündung im Körper vorliegt. Wo diese sitzt und welcher Art sie ist, bleibt dem Arzt jedoch verborgen. Nichtsdestominder kann ein solcher Test zumindest dazu dienen in Erfahrung zu bringen, dass eine oder eine andere Form der Entzündung vorliegt.
    • Biopsie – In den meisten Fällen dient jedoch lediglich eine Biopsie des Herzens der sicheren Klärung der vorliegenden Erkrankung. Eine solche ist allerdings nicht ganz risikofrei zu bewerkstelligen. Zwar kommt es dank der modernen Schulmedizin kaum noch zu tödlichen Zwischenfällen, dennoch sind diese nicht grundsätzlich auszuschließen. Zwecks der Biopsie muss der behandelnde Arzt eine Gewebeprobe direkt vom Herzen des Patienten entnehmen. In Folge dieses Eingriffes kann es durchaus zu schweren Schädigungen des korrespondierenden Organs sowie zu massiven inneren Blutungen kommen. Darum sollte man sich vor einem solchen Eingriff der Risiken bewusst werden.

    Krankheitsverlauf

    Es ist schwer, einen allgemeinen Verlauf für die Herzmuskelentzündung anzugeben. Schließlich und endlich ist die Krankheit relativ fallspezifisch und kann sich somit von Patient zu patient sehr stark unterscheiden. Das gilt ebenso für den Verlauf.

    Grob kann man jedoch davon ausgehen, dass die Krankheit zumeist eher harmlos beginnt. Die Symptome, insofern sie überhaupt auftreten, deuten nur sehr bedingt auf die tatsächliche Ursache hin. Das kann im Zweifel bedeuten, dass der Patient lange Zeit nichts von seiner Erkrankung bemerkt. Dies ist ein sehr bedenkenswerter und negativer Umstand. Denn hier gilt, wie bei allen anderen Krankheiten auch, dass eine möglichst früh beginnende Behandlung die größten Heilungschancen verspricht. Allein deswegen sollte man selbst nebensächlich erscheinende Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese können ggf. ein Indikator dafür sein, dass sich eine Herzmuskelentzündung eingestellt hat. Es ist darum sehr empfehlenswert, dass man sich auch dann zu einem Arzt begibt, wenn man keine allzu starken Symptome verspürt.

    Dennoch sollte man sich nicht allzu große Sorgen machen, wenn man diesem Leiden anheim gefallen ist. Zumeist verläuft eine Myokarditis recht harmlos und die meisten betroffenen Personen überleben diese Erkrankung.


    Häufigkeit & Diagnosedaten

    Die Häufigkeit der Myokarditis ein zu schätzen, ist verhältnismäßig schwierig. Die Symptome können relativ unauffällig sein und werden häufig mit dem meist begleitenden viralen Infekt in Verbindung gesetzt. Insofern werden viele Herzmuskelentzündungen nicht diagnostiziert, sodass eine statistische Erhebung nicht möglich ist. Dennoch fallen bestimmte Risikogruppen auf. So sind HIV-Patienten besonders häufig von Myokarditiden betroffen. Bei Heranwachsenden kann in bis zu 20% der Fälle von plötzlichem Herztod eine Entzündung des Herzmuskels als Ursache ausgemacht werden. Auch im (Leistungs-)sport können zwischen 7-10% der Todesfälle, die durch einen plötzlichen Herztod zu Stande kommen, auf eine Myokarditis zurückgeführt werden.

    Es ist sehr schwierig allgemeine Aussagen über die Häufigkeit der vorliegenden Erkrankung zu treffen. Dies liegt zum einen daran, dass sich nicht alle Personen, die an dieser Krankheit leiden behandeln lassen und zum anderen daran, dass Ärzte die Krankheit nicht erkennen. Tatsächlich verlaufen Herzmuskelentzündungen oftmals sehr mild und betroffenen Menschen sehen darum von einer Behandlung ab. Das verzerrt die Statistiken ungemein. Dennoch kommt es vorallem im Rahmen von Autopsien immer wieder zu Feststellungen dieses Leidens. Man kann in etwa davon ausgehen, dass circa zwischen 1 bis 9% aller Todesursachen, die im Rahmen einer Leichenschau festgestellt werden, direkt auf eine Myokarditis zurückzuführen sind.

    Auch über die geschlechtliche Verteilung lässt sich nur sehr wenig sagen. Nichtsdestotrotz konnte man feststellen, dass Männer in aller Regel etwas häufiger betroffen zu sein scheinen als Frauen. Diese Erkenntnisse können jedoch auch fehlerhaft sein. Dieser Umstand ergibt sich aus den bereits angeführten mangelhaften Statistiken. Somit sind alle Aussagen, die man zu der Verbreitung und der Verteilung des vorliegenden Leiden treffen kann, höchst spekulativ und alles in allem wenig aussagekräftig. Nicht zuletzt darum sind Personen, die vermuten, an einer Herzmuskelentzündung zu leiden, dringend dazu aufgefordert, einen Arzt zu konsultieren. Dies dient nicht nur der eigenen Sicherheit und Gesundheit, sondern hilft auch dabei, die Statistiken zu verbessern und somit die Forschung voranzutreiben.

    Ebenso scheint das Alter keine allzu ausschlaggebende Rolle zu spielen. Zwar kann man Fälle dieser Krankheit öfter in älteren als in jungen Menschen beobachten, dennoch sind die Verteilungen relativ ausgeglichen. Selbst Kleinkinder und Säuglinge können davon betroffen sein. So lassen sich bis zu 20% der Fälle von „plötzlichem Kindstod“ auf die Myokarditis zurückführen. Nichts nur deswegen ist es von größter Wichtigkeit, Herzprobleme und mögen sie noch so geringfügig scheinen, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich entsprechende Hilfe zu suchen. Alles andere wäre sich selbst und seinem Umfeld gegenüber unverantwortlich.

    Diagnosedaten
    Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind zumeist recht eindeutig und bedürfen keiner allzu aufwändigen Nachbearbeitung. Dennoch sollte man nicht denken, dass eine korrekte Diagnose schnell gestellt wäre. Der Prozess ist zwar von überschaubarer Dauer, nicht aber etwa prompt. Darum sollte man es vermeiden, einen Arzt allzu spät aufzusuchen und sich lieber frühzeitig Hilf zu nehmen. Viele Patienten vergessen, dass die Diagnose auch Zeit in Anspruch nimmt, die sonst für die Behandlung hätte aufgewendet werden können.

    Auch die bildgebenden Verfahren sind nicht immer vollends eindeutig. Zwar können die dadurch erstellen Bilder durchaus dabei behilflich, die etwaig vorliegenden Krankheiten einzuschränken, dennoch gewähren sie keine 100%ige Sicherheit. Nicht zuletzt deswegen ist es oftmals nicht zu vermeiden, dass eine Biopsie durchgeführt werden muss. Diese sind aber leider nicht immer ganz gefahrlos. Insbesondere nicht, wenn man sie am Herzen durchführt. Zwar gibt es kein diagnostisches Mittel, das eine Herzmuskelentzündung besser und schneller feststellen könnte als eine Biopsie, aber man muss sich im Vorfeld der potentiellen Gefahren bewusst sein. Schließlich und endlich entnimmt der Operateur ein StüCK Gewebe direkt vom Herzen. Hierbei kann es zu massiven inneren Blutungen kommen, die mitunter zum Tode führen können. Gleichwohl dies zugegebener Maßen heutzutage eher unwahrscheinlich ist. Nichtsdestoweniger sollte man sich im Vorhinein ausreichend beraten lassen, um hinterher kein böses Erwachen zu haben.

    Ansonsten sind die diagnostischen Mittel in Kombination relativ sicher und sorgen zumeist dafür, dass es nicht zur Stellung einer fehlerhaften Diagnose kommt. Obgleich dies natürlich nicht vollends auszuschließen ist.

    Alles in allem also sollte man sich als Patient oder potentieller Patient keine allzu gravierenden Gedanken darüber machen, ob der Arzt dazu in der Lage ist, eine korrekte Diagnose zu stellen oder nicht. Die meisten Ärzte sind sehr gut ausgebildet und verstehen ihr Fach. Darum kann man sich zumeist beruhigt in die Hände des zuständigen Mediziners begeben, ohne befürchten zu müssen, dass man Opfer einer falschen Diagnose wird.


    Komplikationen bei der Krankheit

    Eine wichtige Komplikation der Myokarditis ist die Herzinsuffizienz. Eine Herzinsuffizienz ist -je nach Stadium- eine hochgradige Herzschwäche, die in seltenen Fällen dramatische Folgen haben kann. Bei einer Herzinsuffizienz sinkt die Pumpfunktion des Herzens deutlich ab, was sich negativ auf die Versorgungsfunktion des Blutes auswirkt. Dabei kann es zu einem Rückstau von Blut kommen, durch den ein erhöhter Druck in den Blutgefäßen entsteht, was sich unter anderem in einer Bildung von Ödemen zeigt. Möglich ist auch, dass die Pumpleistung des Herzens in Folge der Myokarditis entscheidend abnimmt, sodass Organe und Muskulatur nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können. Besonders auffällig ist für Betroffene, dass schon geringe körperliche Belastungen sehr anstrengen und zu Atemnot führen. Es ist sehr wichtig, dass die Ursache für die Herzinsuffizienz erkannt und behandelt wird. Auch Herzrhythmusstörungen gehören zu den ernst zu nehmenden Komplikationen einer Entzündung des Herzmuskels. Diese Rhythmusstörungen können lebensbedrohlich sein. Besonders der plötzliche Herztod ist eine gefürchtete Komplikation der Myokarditis.

    Tatsächlich verlaufen die meisten Formen der Herzmuskelentzündungen sehr mild und stellen keine allzu große Gefahr für die betroffene Person dar. Dennoch kann es im Rahmen der vorliegenden Erkrankung durchaus zu dauerhaften Schädigungen des Herzgewebes kommen. Diese Schädigungen, welcher Art sie auch immer sein mögen, sind nicht selten irreparabel und quälen den Betroffenen daher ein Leben lang. In seltenen Fällen jedoch kann es möglich sein, dass man diesen Leiden mittels eines operativen Eingriffes ein Ende setzen kann. Diese Möglichkeit ist jedoch stark vom spezifischen Fall abhängig, weswegen es schwer fällt, dahingehend allgemein gültige Aussagen zu treffen.
    Besonders häufig austretende Komplikationen sind beispielsweise:
    Kardiale Dysrhythmie (Herzrhythmusstörungen)
    Die hierbei entstehenden „Kurzschlüsse“ im Schlagrhythmus des geschädigten Herzens sorgen dafür, dass die Leistung desselben nicht mehr gleichbleibend stark ist und also den Körper des Betroffenen ggf. nicht mehr gut und vollständig zu versorgen imstande sein kann. Ist dieser Fall eingetreten, schmälert das nicht nur die Lebensqualität des Betroffenen merklich, sondern kann darüber hinaus auch noch tödlich sein. Darum ist es von hoher Priorität, dass Personen, die an Herzrhythmusstörungen leiden, diese nicht auf die leichte Schulter nehmen und sich bei einer Verschlimmerung der Lage sofort ärztliche Hilfe suchen.
    Herzinsuffizienz
    Hierbei kann es sich entweder um ein akutes und unmittelbar nach der Myokarditis eintretendes Übel oder um ein chronisches Leiden handeln. Die Herzinsuffizienz entsteht dadurch, dass die vorangehende Entzündung den Herzmuskel oder das Herz selbst so schwer geschädigt hat, dass es nicht mehr in der Lage dazu ist, genügend Blut durch den Körper zu befördern. Hierdurch verlangsamt sich die Aufnahme und der Austausch von Sauerstoff und der gesamte Blutkreislauf verliert an Effektivität.
    Riss im Herzen
    Es kann geschehen, wenngleich dies eher nur selten der Fall ist, dass der Herzmuskel nach einer Entzündung derart geschwächt ist, dass er partiell reißt. Durch einen solchen Riss entsteht früher oder später zumeist eine Art Loch im Herzen selbst, durch das Blut in den Körper austritt. Im Zuge dessen kommt es nicht nur zu inneren Blutungen, sondern darüber hinaus auch zu einem immensen Abfall von Druck im Blutkreislauf. Die Kombination aus diesen beiden Gegebenheiten endet nicht selten tödlich für den Betroffenen.
    Fehler der Herzklappe
    Eine Myokarditis kann nicht nur das Herz selbst, den Herzmuskel oder das umgebende Gewebe stark in Mitleidenschaft ziehen. Auch die Herzklappe ist bisweilen betroffen und kann teils schwere oder sogar irreparable Beschädigungen davontragen. Ist dies der Fall, ist die Leistung des Herzens nicht mehr vollständig gegeben und es kommt zu starken allgemeinen Mangelerscheinungen. Aber auch innere Blutungen und dergleichen mehr sind durchaus im Rahmen des möglichen. Nichtsdestoweniger sollte man anmerken, dass gerade Probleme mit der Herzklappe, im Vergleich zu anderen Leiden am Herzen, relativ leicht zu beheben sind. Diese kann man im Zweifel austauschen. Nicht selten finden hierbei die Herzklappen von Schweinen Verwendung, die man dem Leidenden einsetzt, um das Problem zu lösen.

    Der oben genannten potentiellen Komplikationen ungeachtet sollte man sagen, dass die Krankheit in aller Regel sehr mild verläuft und keine der oben genannten bleibenden Schäden zurückbleiben. Dies ist nur in sehr extremen Fällen tatsächlich so. Ansonsten kann man davon ausgehen, dass einem keine merklichen Beschwerden zurückbleiben.


    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Die Symptome einer Myokarditis sind teilweise sehr unspezifisch und deshalb auch für den Betroffenen nicht immer einfach zu interpretieren. Trotzdem gibt es deutliche Warnzeichen, die beachtet werden sollten. Fühlt sich eine Person beispielsweise nach einem viralen Infekt anhaltend geschwächt, können dies erste Anhaltspunkte sein, um einen Arzt auf zu suchen. Dies gilt vor allem dann, wenn zusätzlich Schmerzen in der Brust im Bereich des Herzens auftreten. Das Gefühl, das Herz würde „stolpern“, beispielsweise erst einen Schlag zu viel machen und dann für eine kurze Zeit aussetzen, kann auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten. Diese eventuell kardiologischen Symptome sollten von einem Arzt überprüft werden. Besonders im Anfangsstadium können dann noch mehr Instrumente für eine Diagnose eingesetzt werden. Wird eine betroffene Person erst spät beim Arzt vorstellig oder zieht ein Arzt die Möglichkeit einer Myokarditis erst spät in Betracht, können nicht mehr alle Mittel eingesetzt werden, um den Patienten auf eine Entzündung der Herzmuskulatur zu untersuchen. Deshalb gilt: Je früher die Diagnose, desto besser.

    Insbesondere Sportler, Amateure wie auch Profis, sollten dringend auf ihre Gesundheit nach einem Infekt achten. Obwohl Trainingstage so meist verloren gehen, bewahrt man sich vor schwerwiegenderen Folgen einer Infektion, die zum Ausfall einer ganzen Saison führen können. Auch Sportler sollten wegen der stärkeren Beanspruchung ihres Herzens auf die verschiedenen Warnzeichen achten und sie nicht übergehen. Bei anhaltender Erschöpfung, Leistungsabfall und Symptomen wie Kurzatmigkeit oder Schmerzen in der Brust sollten besonders Sportler, die früh nach einem Infekt mit dem Training angefangen haben, sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. So können schwerwiegende Komplikationen vermieden werden.

    Viele Personen sehen davon ab, einen Arzt zu konsultieren, da sie die sich zeigenden Symptome nicht als stark genug wahrnehmen, um einer ärztlichen Behandlung zu bedürfen. Das ist natürlich ein grundsätzlich falscher Ansatz. Lieber einmal zu viel beim Arzt gewesen, als einmal zu wenig. Dies gilt nicht nur für die Herzmuskelentzündung, sondern auch für alle anderen Krankheiten. Selbst schwach erscheinenden Symptome können auf starke gesundheitliche Beeinträchtigungen hinweisen. Ähnliches gilt in gesteigertem Maße auch für die hier behandelte Myokarditis.

    Somit ist einem jeden Menschen dazu geraten, der Probleme mit dem Herzen hat, gleichwohl wie stark ausgeprägt sie sein mögen oder nicht, dass es sofort und ohne zu zögern, einen Arzt konsultiert. Das kann im Zweifel das Leben dieser Person retten und das sollte durchaus im eigenen Interesse liegen. Des Weiteren kann es auch nützlich sein, einen Arzt aufzusuchen, wenn man noch keine schmerzhaften Symptome verspürt, sondern nur Einschränkungen wahrnimmt. Beispielsweise Einschränkungen in der Fitness. Sollte man wesentlich weniger leistungsfähig sein, als zuvor, so kann dies mitunter ein Indikator dafür sein, dass man an einer Myokarditis leidet. Dasselbe gilt für Personen, die erblich vorbelastet sind. Zwar handelt es sich bei der Herzmuskelentzündung nicht um eine Erbkrankheit, dennoch sollte man nicht vergessen, dass ein allgemein schwaches Herz durchaus in der Familie liegen kann. Darum sollten Personen, deren Eltern, Großeltern und / oder nahe Verwandte besonders häufig an Herzproblemen leiden dahingehende Vorsicht walten lassen.

    Es gilt also im Allgemeinen: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Es schadet auch nicht, den Arzt im Rahmen einer Routineuntersuchung auf eine etwaig gezieltere Untersuchung des Herzens anzusprechen, wenn dies im Interesse des Patienten liegt. Kurzum bedeutet das also, dass man sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen sollte, sich aufgrund der Geringfügigkeit der Symptome, einem Besuch beim Arzt zu entziehen. Dadurch ist niemandem geholfen.

    Behandlungsmethoden & Therapie

    Bei der Behandlung einer Myokarditis ist es sehr wichtig, die ausgelösten Herzrhythmusstörungen und die Herzinsuffizienz wegen des hohen Gefahrenpotentials vorerst symptomatisch zu behandeln. Zeitgleich werden Maßnahmen zur Schonung des Patienten ergriffen. So ist eine strikte körperliche Schonung sehr wichtig, damit der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann. Häufig ist Bettruhe angeraten, sollten dem keine anderweitigen gesundheitlichen Probleme entgegenstehen. Um dabei einer Thromboseentstehung vor zu beugen, wird in der Regel der Wirkstoff Heparin verschrieben. Auch diuretische, also entwässernde Medikamente, kommen häufig zum Einsatz. Ansonsten steht therapeutisch vor allem eine Behandlung der Grunderkrankung im Mittelpunkt. Dabei ist es sehr wichtig, dass die vorhergehende Anamnese und Diagnose gewissenhaft durchgeführt wurde, um die genaue Ursache für die Herzmuskelentzündung behandeln zu können. Rückschlüsse auf die Gründe für die Entzündung können besonders gut aus der Myokardbiopsie gewonnen werden, sodass das therapeutische Konzept stark an die Ergebnisse der Biopsie angelehnt werden. Gleichzeitig werden aber auch das individuelle Befinden des Patienten und der Verlauf der Krankheit in die Überlegungen miteinbezogen.

    Beim Befall des Herzmuskels durch Bakterien kommen verschiedene antibakterielle Medikamente (Antibiotika) zum Einsatz, während die Behandlung einer Infektion mit Viren durch antivirale Medikamente, durchgeführt werden würde. Handelt sich es sich bei der Herzmuskelentzündung um eine Autoimmunreaktion, kommen verschiedene Immunsuppressiva zum Einsatz. Sie dienen dazu, das körpereigene Immunsystem zu unterdrücken, da es körpereigenes Gewebe angreift. So kann die Entzündungsreaktion deutlich eingedämmt werden. Eine falsche Therapie wäre nicht nur ohne Erfolg in Bezug auf die Herzmuskelentzündung. Sie könnte auch unnötige Nebenwirkungen mit sich führen, die zu einer weiteren Schwächung des Organismus führen können. Meist verläuft eine Myokarditis positiv, sodass die Erkrankung ausheilt. In seltenen Fällen müssen jedoch operative Maßnahmen ergriffen werden, um die Folgen einer schweren Herzmuskelentzündung zu behandeln. Bei schweren Herzrhythmusstörungen kann es notwendig sein, einen Herzschrittmacher ein zu setzen. In sehr seltenen Fällen muss eine Herztransplantation vorgenommen werden.

    Um eine optimale Behandlung der Myokarditis einzuleiten, ist die Erkenntnis über die Art der Herzmuskelentzündung unerlässlich. Zudem ist der Befund einer möglichen Viruspersistenz von erheblichem Wert, wenn eine antivirale oder immunsuppressive Therapie als medizinische Maßnahme eingeleitet werden soll. Zudem kann die Untersuchung als eine Art herantasten gesehen werden.
    Mithilfe der Krankengeschichte und aussagekräftiger Werte von Blutdruck, Körpertemperatur und Herzfrequenz tastet sich der Mediziner zu einer Herzmuskelentzündung vor. Aufgrund keiner eindeutigen Symptome und der Vielzahl an Auslösern sollte der Patient bei den ersten Untersuchungen dementsprechend Zeit einplanen. Mit dem Stethoskop werden folglich Herz und Lunge abgehört.
    Dabei achten die Ärzte vor allem auf auffällige Störgeräusche – gerade bei einer Herzbeutelentzündung treten sehr gut wahrnehmbare und atypische Reibungsgeräusche auf. Das Pendant dazu stellen scheinbare Rasselgeräusche in den Lungen. Des Weiteren wird mittels Blutentnahme der Wert bestimmter Enzyme des Herzens untersucht. Zudem vermag das Elektrokardiogramm letztendlich eine verlässliche Aussage bezüglich Herzstörungen zu liefern. Medizinische Maßnahmen wie die Echokardiografie zur Untersuchung der Herzkammern und ihrer Leistungsfähigkeit, die Kernspintomografie als zusätzliche bildgebende Untersuchungstechnik oder eine Myokardbiopsie als Gewebeprobe des Herzmuskels lassen im weiteren Verlauf die optimalen medizinischen Schlussfolgerungen zu.
    Diese Maßnahmen geben nun Sicherheit über die Ursache der Herzmuskelentzündung und die Optionen auf die unterschiedlichen Behandlungsmethoden durch Medikamente oder Physiotherapie frei. Nach der Behandlung werden etwa die Hälfte aller Patienten keine wahrnehmbaren Spätfolgen und -schädigungen des Herzens erleiden. In wenigen Fällen besteht das Risiko einer geringfügigen negativen Beeinflussung in Form von sporadischen Funktionsstörungen. Jedoch besteht ebenfalls die Gefahr, dass der Herzmuskel und demzufolge die minimierte Versorgung des Körpers zu erheblichen Verschlechterungen des Alltagslebens mit sich führen, im schlimmsten Fall kann sogar eine Herztransplantation die Folge sein.
    Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, die Myokarditis so frühzeitig wie möglich zu erkennen und nicht zu verschleppen. Vor allem körperliche Schonung sollte die erste Zeit der Genesung betrieben werden – auf Alkohol und Nikotin gilt es hierbei genauso zu verzichten wie auf schwere körperliche Arbeit oder Sport.


    Vorbeugung – Impfung & Prävention

    Einer Myokarditis kann vor allem vorgebeugt werden, indem Infektionen auskuriert werden. Erkältungen, aber auch Magen-Darm-Infekte, sollten dabei nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schonung sollte auch schon bei Symptomen wie Schnupfen und Heiserkeit und nicht erst bei Fieber erfolgen. Körperlich anstrengende Aktivitäten sollten dementsprechend so lange ausgesetzt werden, bis keine Anzeichen einer Infektion mehr vorliegen.

    Sicherlich gibt es keine100%ig sicheren Mittel, um gegen eine Myokarditis vorzubeugen. Dennoch sollte man es als niemals zu spät ansehen, sich gegen eine solche a priori zu schützen. Dasselbe gilt auch für Personen, die schon einer solchen Entzündung litten. Zum einen ist es dahingehend natürlich äußerst empfehlenswert, alle potentiellen Risikofaktoren aus seinem Leben zu verbannen und stattdessen gute und für die Gesundheit förderliche Verhaltensweisen zu adaptieren. Gelingt einem diese Umstellung, ist schon vieles gewonnenen und das Risiko auf eine neuerliche Herzmuskelentzündung sinkt deutlich ab.

    Darüber hinaus sollte man auch nicht darauf verzichten, in regelmäßigen Abständen einen Arzt zu konsultieren und sein Herz untersuchen zu lassen. Insbesondere Nachsorge ist ein wichtiges Thema für Personen, die bereits eine Myokarditis hatten. Darum sollten nämliche diese nicht vernachlässigen. Tatsächlich fungiert die Nachsorge in diesem speziellen Falle als präventives Mittel.

    Zudem sollte es jedem klar sein, dass eine allgemein gesunde Lebensführung einen merklich Beitrag zur Senkung des allgemeinen Risikos einer Herzmuskelentzündung leisten kann. Hierbei gilt nicht nur die Meinung des zuständigen Mediziners, sondern auch der gesunde Menschenverstand. Sagt einem das Gewissen, dass das eigene Verhalten schlecht und ungesund ist, sollte man darauf hören und selbiges tunlichst unterlassen. Der Körper und vorallem das Herz werden es danken.

    Zu den soeben erwähnten Risikofaktoren gehören vornehmlich Rauchen und fettige Ernährung gepaart mit zu wenig Bewegung. Landläufig sagt man, dass jede Zigarette das Leben um 10 Minuten verkürzt. Diese Aussage an sich mag diskutabel sein, was aber nicht diskutabel ist, ist der Umstand, dass Starkraucher eine bis zu 90% höhere Gefahr aufweisen, einen Herzinfarkt zu erleiden als Nicht-Raucher. Ähnliche Zahlen gelten für stark übergewichtige Personen, sowie Personen, die zwar nicht an Adipositas leiden, aber dennoch keinen Sport treiben. Regelmäßige Bewegung und gezielte körperliche Ertüchtigung sind bei der Prävention des vorliegenden Leidens nicht zu unterschätzen.


    Prognose zur Heilung

    Viele Herzmuskelentzündungen heilen problemlos aus. Bis zu 75 Prozent der Betroffenen können nach dem Abklingen der Entzündungen ein beschwerdefreies Leben führen. Reagiert der Patient mit einer drei- bis sechsmonatigen Schonungsphase und wird er medikamentös richtig eingestellt, gehen die kardiogenen Symptome meist zurück. Problematisch ist es allerdings, wenn Patienten zu spät bemerken, dass sie an Herzproblemen beziehungsweise an einer Entzündung des Herzmuskels leiden. Da die Symptome teilweise sehr unspezifisch sind, schonen sich manche Patienten nicht ausreichend. Gleichzeitig ist es auch für Mediziner teils schwierig zu erkennen, ob ein Patient an einer Myokarditis leidet. In diesen Fällen verstreicht wertvolle Zeit, um eine Therapie ein zu leiten. Dabei kann die akute Entzündung des Herzmuskels deutlich einfacher in die chronische Form übergehen. Vor allem eine sich entwickelnde Herzinsuffizienz stellt dabei ein großes Problem dar. Es kommt meist zu einer pathologischen Vergrößerung des Herzens, wobei das Herz nicht der natürlichen Pumpleistung nachkommen kann. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer dilatativen Kardiomyopathie.

    Um gute Heilungsaussichten zu haben, sollte eine Myokarditis dementsprechend diagnostiziert und therapiert werden. Erfolgt dies nicht, stellt der Übergang in die chronische Verlaufsform eine große Gefahr dar. Der Anteil der Patienten, die in Folge einer Myokarditis am plötzlichen Herztod versterben, liegt bei etwa zehn Prozent. Insofern ist eine genaue Abklärung, mit der darauf folgenden Behandlung und strikt durchgeführten körperlichen und psychischen Schonung des Patienten von größter Wichtigkeit für den Behandlungserfolg.

    Es ist schwierig eine allgemeine Prognose zur „Heilung“ zu stellen. Darüber hinaus verläuft eine Myokarditis in aller Regel eher mild. Schwere Verlaufsformen kommen zwar hin und wieder auch vor, sind aber doch recht selten. Durch die moderne Schulmedizin stehen die Heilungschancen heutzutage aber sehr gut. Auch die direkt aus dieser Krankheit resultierenden Spätschaden und Folgeerkrankungen sind mittels der Schulmedizin und / oder der alternativen Medizin anzugehen und also zu behandeln oder zu heilen. Gleichwohl dies nicht immer möglich ist. Insbesondere dann nicht, wenn das Gewebe, das das Herz direkt umgibt in zu starke Mitleidenschaft gezogen wurde. Die hieraus hervorgehenden Schäden sind nicht selten irreparabel und führen darum meist zum Tode des Betroffenen. Dabei ist die Dauer, die zwischen der Entzündung selbst und dem tatsächlichen Zeitpunkt des Todes liegt, sehr stark vom vorliegenden Fall abhängig und allgemeine Aussagen darüber sind faktisch unmöglich zu treffen, ohne ins Reich der Spekulation abzudriften.

    Präzisere Aussagen betreffs der Prognose lassen sich lediglich in dem Zusammenhang treffen, dass sich dieselbe nur dann merklich verbessert oder überhaupt gut ist, wenn der vormals Betroffene nach seiner Myokarditis die nötigen Schritte einleitet und sein Leben grundsätzlich umkrempelt. Das bedeutet, dass er zu rauchen aufhört, dem Alkohol abschwört, auf fettreiche Speisen verzichtet und sich regelmäßig sportlich betätigt. Bleibt diese Änderung des Verhaltens jedoch auch nach einer Herzmuskelentzündung aus, muss man sich nicht wundern, wenn die Prognose allgemein eher düster ist und ein weiterer Ausbruch vermutlich nicht ausbleibt.

    Darüber hinaus ist die Prognose alles in allem tatsächlich relativ gut. Das heißt natürlich nur dann, wenn man alle nötigen Schritte unternimmt, derer es bedarf, um ein gesundes Weiterleben garantieren zu können. Wer weiter macht wie zuvor sollte sich nicht wundern, wenn er dem vorliegenden Leiden bald erliegt. Zusammenfassend also ist zu bemerken, dass die Prognose ganz und gar vom Erkrankten selbst abhängt.


    Die Herzmuskelentzündung im Sport

    Bis zu 10% der Fälle von plötzlichem Herzversagen im Sportgeschehen sind auf Entzündungen des Herzmuskels zurück zu führen. Doch auch, wenn es nicht zu einem tödlichen Verlauf der Herzmuskelentzündung kommt, können schwerwiegende Folgen für Betroffene auftreten, die größere körperliche Anstrengung für lange Zeit unmöglich machen. Insofern ist es wichtig, dass gerade Sportler und deren Trainer über die Ursachen und Folgen einer Myokarditis informiert sind und einige wichtige Regeln befolgen. Häufig kann eine Entzündung des Herzmuskels schon dann verhindert werden, wenn Infektionen durch Ruhetage auskuriert werden. Viele Sportler verfolgen einen Trainingsplan, sei es, um persönliche Erfolge zu erzielen, sei es, um im Wettkampf gute Platzierungen zu machen. Auch Trainingsgruppen können hilfreich sein, um motiviert zu bleiben und die eigenen Ziele zu erreichen. Trotzdem muss sich jeder Sportler im Gedächtnis halten, dass sich Infekte leider nicht an Zeitpläne halten und auch die Motivationssprüche der Kollegen nicht vor den schwerwiegenden Komplikationen der Myokarditis schützen.

    Obwohl sinnvolle Schutzmaßnahmen vor Erkältungen und anderen Infekten häufig ergriffen werden, leidet fast jeder Erwachsene mehrmals im Jahr an einer Infektion. (Kinder sind noch weitaus häufiger von einem Infekt durch Viren oder Bakterien betroffen als Erwachsene.) Kommt es zu einer Infektion, ist es für jeden Sportler wichtig, eine Sportpause ein zu legen. Häufig erfolgt diese Pause allerdings zu spät, beispielsweise erst dann, wenn hohes Fieber ins Spiel kommt. Doch auch, wenn sich eine Erkältung nur durch Schnupfen und Halsschmerzen ankündigt, muss dem Körper Ruhe gegönnt werden. Da das Immunsystem während dieser Zeit bereits stark mit der Abwehr von Erregern beansprucht ist, wäre eine zusätzliche Belastung durch körperliche Anstrengung nicht zuträglich. Ganz im Gegenteil kann es so zu einer dauerhaften Schwächung des Organismus kommen, wobei beispielsweise die Herzmuskelentzündung ein intensives Training für lange Zeit verhindert.

    Gleichzeitig ist der Trainingseffekt während der Krankheitsphase in der Regel verschwindend gering. Da durch die Erschöpfung weder überschwellige Reize gesetzt werden können, noch körpereigene Regenerationsmaßnahme durch den bereits laufenden Entzündungsprozess umfassend stattfinden können, ist das Training während der Krankheitsphase auch von diesem Standpunkt her nicht zu empfehlen. Hält der Sportler die individuelle Genesungszeit ein, klingt der Infekt meist ohne Probleme aus. Wann die körperliche Belastung wieder möglich ist, wird einem dabei sehr gut durch das eigene Körpergefühl gesagt. Grundsätzlich bietet dafür auch der individuelle Ruhepuls eine Orientierung. Fühlt der Sportler sich gut und gesund, kann der Ruhepuls über einige Wochen hinweg notiert werden, sodass der normale Ruhepuls festgestellt wird. Ein Anstieg der Herzfrequenz kann dann direkt festgestellt werden, sodass der Sportler umgehend mit Schonung darauf reagieren kann. So kann kommt es meist gar nicht erst zu einer Entzündung des Herzmuskels.

    Sportler und deren Trainer sollten sich dringend vor Augen halten, dass einige Tage Trainingspause einem mindestens dreimonatigen, oft sogar sechsmonatigen Sportverbot gegenüber stehen, das mit einer Myokarditis einhergehen würde. Dementsprechend stehen die hohen Kosten in klarem Gegensatz zu dem geringen Nutzen von wenigen Tagen unter schlechten Trainingsbedingungen. Gerade weil eine Wettkampfsituation häufig zu einer Mobilisierung von Energiereserven führt, kann sie eine sehr große Gefahr für den angeschlagenen Sportler darstellen. Häufig nehmen Sportler den eigenen Körper dann weniger wahr, verausgaben sich vollkommen und gehen absolut an ihre Leistungsgrenzen. Vor allem in diesem Fall kann die Myokarditis zum plötzlichen Herztod führen, wobei nur eine sofortige Reanimation das Leben des Sportlers unter Umständen noch retten kann. Insofern wird klar, dass insbesondere im Sport die Eigenverantwortung und das Gesundheitsbewusstsein der Akteure gesteigert werden müssen, sodass die Risiken eines zu frühen Trainings im Bewusstsein verankert werden.

    Athleten können die Zeit, in denen sie noch etwas angeschlagen sind, sich aber kaum noch Krank fühlen, dennoch nutzen. Für viele Sportarten ist es sinnvoll, Fußgelenksarbeit zu machen, bei der Gleichgewicht und intramuskuläre Koordination ohne körperliche Anstrengung geschult werden. Balancieren auf Wackelkissen mit offenen oder, wenn möglich, geschlossenen Augen, kann dabei bereits große Effekte haben. Jeder Sportler profitiert von entspannten Muskeln, die nicht von verklebten sondern von gut gleitenden Faszien umgeben sind. Verschiedene Techniken sind dafür sehr hilfreich und leicht erlernbar. Dennoch gilt: Alles, was anstrengt, muss während der Erkältungszeit ausbleiben.


    Alternative Behandlungsmethoden

    Die zur Verfügung stehenden alternativen Heilmethoden sind teilweise nicht oder nur sehr schwer von den Hausmitteln zu differenzieren. Des Weiteren gilt für diese, wie für die Hausmittel auch, dass sie eher prophylaktischer Natur sind und keinen vollwertigen Ersatz für eine schulmedizinische Behandlung darstellen können und sollten. Sie sind primär zur Prophylaxe, zur Nachsorge oder zur allgemeinen Stärkung von Körper und Seele zu verwenden. Hierzu einige in der Übersicht:
    Gezielter Abbau von Stress und Druck
    Es ist kein Geheimnis, dass Stress, Druck und sonstige Belastungen des Alltags einen durchaus schwerwiegenden negativen Effekt auf das menschliche Herz haben können. Darum sollte jedem daran gelegen sein, seinen Stresslevel effektiv zu senken. Hierzu stehen sehr viele verschiedene Methoden zur Verfügung. Allerdings funktioniert nicht jede dieser Methoden für jeden Menschen auch gleich gut. Darum ist es wichtig, diesbezüglich etwas Experimentierfreude an den Tag zu legen und diverses auszuprobieren, um das Mittel zu finden, das einem am besten, schnellsten und effektivsten hilft. Dies können Aromatherapie, Massagen, Ayurveda, Yoga, Mediation uvm. sein. Auch eine Psychotherapie kann einem bisweilen dabei weiterhelfen, gewisse Hindernisse zu überwinden und gezielter mit arbeitsbedingtem Stress umgehen zu lernen. Bisweilen kann man auch auf alle der oben genannten Methoden verzichten und sich ein Hobby zulegen, das einen gut ausfüllt und einen den Stress des Alltags vollends vergessen lässt.

    Wie man sieht, sind die Möglichkeiten beinahe unbegrenzt. Wichtig ist dabei nur, dass man die Sache nicht schleifen lässt und sich die Art der Erholung gönnt, die einem zusteht. Wer sich konstant selbst überfordert und / oder an die Grenzen der Belastbarkeit bringt, hat davon meistens nicht viel mehr als früher oder später auftretende Herzprobleme. Es gilt also, die perfekte Balance, bzw. das perfekte Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Aber auch familiärer Stress und Druck kann natürlich mithilfe der oben genannten Methoden effektiv auszugleichen sein, wenn man es denn zulässt.

    Alles in allem sollte man sich also merken, dass Stress nie gut ist. Er führt zu Burn-Out, Depressionen, Versagensängsten und eben auch zu Herzbeschwerden. Darum öfter mal Ruhe gönnen, die Seele baumeln und Fünfe grade sein lassen. Wer dazu außer Stande ist, spielt mit seinem eigenen Leben und gefährdet sich und ggf. andere dadurch. Man sollte sich tunlichst darüber im Klaren sein, ob es das wert ist.
    Entzug machen
    Die bereits erwähnten Zigaretten und anderen Tabakwaren sind nicht der einzige Suchtfaktor, der negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Herzens haben kann. Auch der Missbrauch oder der erhöhte Konsum von Alkohol nimmt das Herz oftmals sehr stark mit. Zwar hört man landläufig oft, dass beispielsweise Rotwein, in geringen Dosen genossen, sogar förderlich für die Herzgesundheit sei – dies ist aber schlicht und einfach falsch. Zwar enthält dieses Getränk einen Stoff, den auch gängige Herzmedikamente enthalten, aber lediglich in dergestalt geringer Konzentration, dass man jeden Tag etwa 40 Liter Rotwein zu sich nehmen müsste, um einen medizinisch positiven Effekt durch diese zusätzlichen Stoffe zu erzielen. Darum auch Finger weg vom Rotwein.

    Sicherlich ist es möglich, dass man ab und an mal ein Bier oder ein Glas Wein und vielleicht sogar einen Schnaps trinkt, nichtsdestoweniger sollte man besser komplett auf den Alkohol verzichten. Alkohol ist eine Droge. Darüber muss man nicht streiten. Zwar ist diese Substanz gesellschaftlich sehr tief verwurzelt, weswegen man sie nicht als negativ ansieht, das ändert aber alles in allem nichts an der Tatsache, dass es sich um ein Rauschgift handelt, wie Heroin und Kokain auch. Darum sind Abhängigkeiten von Alkohol nicht immer leicht loszuwerden. Viele Betroffene brauchen dahingehende Hilfe. Es ist also durchaus nicht ehrenrührig, wenn man diesbezügliche Hilfe in Anspruch nimmt und eine Trinkerheilanstalt oder ähnliches Aufsucht. Nicht nur das Herz wird einem hierfür dankbar sein, sondern der ganze Körper.

    Dasselbe gilt übrigens, wie bereits erwähnt, auch für Zigaretten. Auch bezüglich des Nikotins kann es hilfreich sein, einen klinisch betreuten Entzug anzustreben. Vielen Menschen fehlt die Kraft und das Durchhaltevermögen, einen solchen auf sich alleine gestellt durchzuziehen ohne rückfällig zu werden. Wem also die Gesundheit seines Herzens an selbigen liegt und wer etwas dafür tun möchte, eine Herzmuskelentzündung zu verhindern, der sollte sich dazu aufgerufen fühlen.

    Welche Hausmittel können helfen?

    Gleich zu Beginn sei erwähnt, dass Hausmittel, gleichwohl wie gut sie bei anderen Krankheiten und Wehwehchen Abhilfe zu leisten imstande sein mögen, im Bezug auf einen Myokarditis nutzlos sind. Ebenso im Bezug auf die aus selbigem resultierenden Schäden des Gewebes und / oder der Organe. Das heißt allerdings nicht, dass man sich nicht dennoch einiger Mittel bedienen könnte, die zumindest die Symptome lindern oder dabei hilfreich sein können, prophylaktisch auf ein Herzleiden einzuwirken. Für diese Aufgaben sind Hausmittel im vorliegenden Fall nämlich glänzend geeignet und halten darüber hinaus auch meistens das, was sie versprechen.

    Übersicht
    Verzicht auf Tabakwaren aller Arten
    Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer Hauptgründe, die zu diversen Herzproblemen führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig, um das Risiko von Herzproblemen merklich zu minimieren. Zudem verkleinern sich auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken, wenn man auf diese ungesunde Angewohnheit verzichtet. Auch sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass beispielsweise Zigarren „nicht so schädlich“ seien, wie Zigaretten. Sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. sind gefährlich für das Herz im Speziellen und den restlichen Körper im Allgemeinen. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später Probleme mit dem herzen zu bekommen.

    Das einzige, was man nicht fürchten sollte, ist das sog. „Passivrauchen“. Hierdurch resultieren nachgewiesenermaßen keinerlei negativen gesundheitlichen Effekte auf ausgesetzte Personen. Das Nikotin verbleibt zum größten Teil in der Lunge des Konsumenten. Die kleinen Mengen, die ausgestoßen werden, vergehen in der Luft sofort. Der einzige Effekt, den man von Passivrauch erwarten kann, sind stinkende Kleider.
    Regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und des Cholesterins
    Ist entweder der Blutdruck oder der Cholesterinspiegel zu hoch, kann das jeweils bedeuten, dass die Gefahr gegeben ist, allgemeine Herzprobleme zu entwickeln. Die Kombination aus den beiden stellt dabei wiederum ein noch stärkeres Risiko dar. Nicht zuletzt deswegen ist es von hoher Wichtigkeit, dass Risikopatienten sich regelmäßig und gründlich selbst auf diese beiden Werte testen. Hierfür kann man spezielle Gerätschaften in der Apotheke oder im medizinischen Fachhandel erstehen. Des Weiteren sollte man eventuell erhöhte Werte seinem Arzt sofort melden. Dieser ist daraufhin in der Lage, die Medikation oder die Ernährung des Patienten umzustellen oder anzupassen. Dies senkt das Risiko von Herzerkrankungen teilweise enorm ab.
    Alle Termine beim Arzt einhalten
    Für viele Menschen mag das selbstverständlich sein, für manche aber ist es das durchaus nicht. Personen jedoch, die nicht regelmäßig zum Arzt gehen, um sich dort untersuchen zu lassen, gefährden sich selbst. Wer auf Arztbesuche, warum auch immer, verzichtet, weiß nicht, was ihm fehlt. Bisweilen kommt es vor, dass eine Erkrankung vorliegt, ohne dass man davon etwas ahnt. An dieser Stelle kann lediglich ein Mediziner aushelfen. Alles andere wäre Kurpfuscherei. Darüber hinaus ist besonders die Nachsorge wichtig, insofern man bereits eine Myokarditis hatte. Wer besagte Nachsorgetermine nicht wahrnimmt, der läuft Gefahr, dass ihm das gleiche Schicksal noch einmal widerfährt. Eine frühe Erkennung von Warnsignalen ist wichtig, um ggf. eine schnelle Heilung oder sogar Rettung in die Wege leiten zu können. Darum gilt es, nicht vor dem Besuch beim Arzt zurückzuscheuen und selbigen in regelmäßigen Abständen einen Besuch abzustatten.
    Körperliche Ertüchtigung
    Sportliche Aktivitäten sind von größter Nützlichkeit, wenn es darum geht, Herzproblemen vorzubeugen. Des Weiteren hilft ein gesunder und gestählter Leib natürlich auch noch weit darüber hinaus. So stärkt sich durch konstante Ertüchtigung beispielsweise auch das Immunsystem. Hierdurch ist man generell weniger anfällig für Erkrankungen aller Arten. Insbesondere natürlich gegenüber viralen oder bakteriellen Infektionen. Zudem senkt sich der Blutdruck, reguliert sich das Cholesterin und verhindert man eine Diabetes des Typ 2, wenn man regelmäßig und zielgerichtet Sport treibt. Alle diese Faktoren hätten einen ansonsten stark negativen Einfluss auf das Risiko von Herbeschwerden.

    Dennoch sollte man auch hierbei stets im Hinterkopfe behalten, dass man es nicht übertreiben sollte. Besonders dann nicht, wenn man bereits schon einmal Opfer einer Herzmuskelentzündung war. Es ist darum wichtig, sich Anregungen sowie Tipps und Tricks von geschultem Fachpersonal zu holen, wie ein solches Training passend zu gestalten sei. Physiotherapeuten, Sportärzte und ggf. auch Personal Trainer helfen einem in diesem Falle weiter.
    Gewichtskontrolle
    Es ist von nicht zu vernachlässigender Wichtigkeit, dass man ein für sich gesundes Gewicht hält. Um determinieren zu können, welches Gewicht für einen gesund ist und wann man zu viel oder zu wenig wiegt, hilft es, seinen BMI auszurechnen. Hierfür sind Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht als Variablen in eine Formel einzusetzen und auszurechnen. Das daraus resultierende Ergebnis beschreibt dann wiederum den BMI (Body Mass Index). Zudem findet man im Internet sehr viele Seiten, auf denen man sich selbigen problemlos ausrechnen lassen kann. Ist der BMI zu hoch oder zu niedrig, sollte man an seinem Gewicht arbeiten und es auf das Optimum senken oder erhöhen.

    Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

    • Meditation, Yoga, autogenes Training
    • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
    • Ayurveda
    • Diverse Massagetechniken
    • Aromatherapie
    • Hypnose
    • Ergotherapie
    • Sportliche Betätigung
    • Diätieren, fasten
    • Entzüge
    • Kuraufenthalte
    • Selbsthilfegruppen

    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Elder
    • Brennnessel
    • Löwenzahn
    • Zitrone
    • Sarsaparilla
    • Ysop
    • Weißdorn
    • Rosmarin
    • Holunder
    • Gänseblümchen
    • Salbeiblüten
    • Roter Klee

    Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese gleich frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass diese Mittel die Herzgesundheit lediglich unterstützen. Eine Heilung von etwaigen Gewebeschäden können sie nicht garantieren. Deswegen sollte man sie in ihrer Wirkung jedoch nicht unterschätzen. Die hier genannten Kräuter sind durchaus für ihre positive Wirkung auf das menschliche Herz bekannt.

    Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

    Ätherische Öle

    • Basilikum
    • Salbei
    • Wacholder
    • Lavendel
    • Pfefferminz
    • Rosmarin

    Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Herzinfarktes sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am ungefährlichsten für die Gesundheit des Herzens anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend für das betroffene Gewebe.

    Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

    Homöopathie & Globuli

    • Kalmia
    • Adonis vernalis
    • Latrodectus mactans
    • Flor de piedra
    • Ammonium carbonicum
    • Capsella bursa pastoris

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung s

    Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

    Diät & Ernährung

    Der Ernährung kommt im Rahmen der Herzgesundheit eine außerordentlich große Rolle zu. Wer sich gesund, gut und darüber hinaus auch noch herzschonend ernährt, der kann sein Risiko auf Herzerkrankungen deutlich absenken. Hierbei gilt es insbesondere zu beachten, dass man nicht auf allzu fettige, süße, salzige oder stark gewürzte Speisen zurückgreift. Diese gelten als besonders schädlich und erhöhen das allgemeine Risiko von Herzproblemen ungemein stark.

    Tatsächlich aber ist eine gesunde Ernährung kein allzu schwieriges Unterfangen, auch wenn einige Menschen sich damit doch etwas schwer tun. Es bedarf lediglich der richtigen und korrekten Beratung sowie dem nötigen Maß an Disziplin und einem gesunden Durchhaltewillen. Wer all dies mitbringt, wird darüber überrascht sein, wie einfach es sein kann, sich gesund und trotzdem gut zu ernähren. Personen, denen es allzu schwer fällt, von alleine in dieses Themenfeld zu finden sind zudem aufgefordert, sich professionelle Hilfe zu suchen. Hierbei empfiehlt es sich insbesondere einen Diätologen oder einen Ernährungswissenschaftler aufzusuchen und sich dort bezüglich seines Essverhaltens beraten zu lassen. Eine solche Fachperson hilft einem dabei, einen maßgeschneiderten und extrem effektiven Ernährungsplan zusammenzustellen, der darüber hinaus auch noch primär auf die Stärkung der Gesundheit des Herzens des Patienten abzielt. Gerade im Rahmen der persönlichen Nachsorge nach einem bereits erfolgten Herzanfall kann es sehr nützlich sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

    Wer aus finanziellen oder sonstigen Gründen jedoch nicht in der Lage sein sollte, einen Diätologen zu konsultieren, kann sich auch selbst diesbezüglich weiterbilden. Das Internet bietet hierzu einen unermesslichen Wissensschatz an, aber auch die Fachliteratur zu dem Thema Diät und Ernährung ist sehr vielfältig. Dabei sollte man jedoch nicht auf allzu plakative Werke zurückgreifen, sondern sich spezielle Fachbücher heraussuchen. Diese lesen sich zwar etwas trockener, als peppige Diät-Ratgeber, sind dafür aber zumeist nachhaltiger und stimmen oft auch. Dies kann man von plakativen Diätbüchern nicht immer behaupten.
    Übersicht
    Lebensmittel, die zu vermeiden sind:

    • Rotes Fleisch
    • Tabakwaren
    • Raffinierter Zucker
    • Stark fetthaltige Speisen
    • Fertiggerichte
    • Alkoholika
    • Weißes Mehl
    • Fast Food

    Lebensmittel, die bedenkenlos zu konsumieren sind:

    • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
    • Meeresfrüchte
    • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
    • Hülsenfrüchte
    • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
    • Vollkornprodukte

    FAQ – Fragen & Antworten

    Führt eine Herzmuskelentzündung immer zum Tode?

    Viele Menschen sehen rot, wenn sie von Herzkrankheiten hören. Sie geraten in Panik und befürchten das Schlimmste. Sicherlich haben sie damit in manchen Fällen auch recht. Alles in allem aber sollte man sich nicht verrückt machen lassen. Vorallem nicht von der Diagnose „Myokarditis“ bzw. „Herzmuskelentzündung“. Diese Krankheit verläuft mehrheitlich sehr mild. Es kommt nur selten zu wirklich gravierenden Zwischenfällen oder dauerhaften Langzeitfolgen, die die Lebensqualität des Betroffenen merklich einschränken würden. Nichtsdestominder kann es zu solchen kommen. Sollte dies der Fall sein, sind sie zumeist sehr extrem und darüber hinaus nicht selten tödlich. Aber auch hier gilt es, nicht in Panik zu geraten. Man kann davon ausgehen, dass nicht mehr als etwa 2% der Fälle tatsächlich imminent tödlich enden. Alle anderen Personen, sprich 98% der Erkrankten genesen wieder vollkommen und können nach Abschluss der Krankheit normal weiterleben.

    Darum sei abermals gesagt, dass kein erhöhter Grund zur Sorge besteht. Dennoch sollte man seine Herzbeschwerden niemals auf die leichte Schulter nehmen und sich selbst bei nur geringen Schmerzen medizinische Hilfe suchen. Man weiß nie, wofür es gut sein kann.

    Lohnt es sich vorzubeugen?
    Unmissverständlich und ohne Zweifel ist die Antwort auf diese Frage ein „Ja“. Herzbeschwerden sind zumeist vermeidbare Übel. Selten sind sie organischer Natur oder treten infolge einer anderen Krankheit auf. Beinahe alle Fälle lassen sich auf eine schlechte Lebensführung und ein allgemein ungesundes Verhalten zurückführen. Wer also auf das Rauchen, den Konsum von Alkohol und sonstigen Drogen verzichtet und darüber hinaus noch regelmäßig Sport treibt und sich gesund ernährt, der senkt sein Risiko auf beinahe null. Es lohnt sich also definitiv vorzubeugen. Das gilt darüber hinaus auch für Personen, die bereits einen Probleme mit dem Herzen haben. Es ist nie zu spät damit anzufangen, gesund zu leben. Sicherlich ist es bisweilen schwer und erfordert viel Disziplin und Durchhaltewillen, aber es ist sicherlich weniger belastend, als eine Myokarditis.

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