Herzmuskelentzündung

Definition: Herzmuskelentzündung

HerzmuskelentzündungDie als Myokarditis beschriebene Erkrankung charakterisiert eine entsprechende Entzündung im Herzmuskel. Hierbei kann diese Entzündung entweder akut oder durchaus ebenso chronisch verlaufen.

Verschiedene Reizungen und Beanspruchungen können die Funktionalität des Herzmuskels beeinträchtigen. Wird dies nicht frühzeitig behandelt und dem entgegengewirkt, breitet sich die Entzündung einerseits aus, andererseits wird die Leistungsfähigkeit des Stoff- und Blutkreislaufs stark minimiert.

Sollte zudem der Herzbeutel in das Krankheitsbild involviert sein, spricht der Mediziner von der Perimyokarditis.

Steckbrief: Herzmuskelentzündung

  • Name(n): Herzmuskelentzündung; Myokarditis
  • Art der Krankheit: Infektions
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 16. Jahrhundert
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist; Kardiologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – I00-I99 – I05-I09 – I09 ff.

Was ist eine Herzmuskelentzündung?

Da die Herzmuskelentzündung nicht durch sichere Symptome gekennzeichnet ist und vielen Infektionskrankheiten mit Medikamenten entgegengewirkt wird, kann bei der Untersuchung beim Arzt schnell einmal die Möglichkeit der Myokarditis übergangen werden. Die Gefahr besteht nun darin, dass die körperlichen Defizite auf beispielsweise einen grippalen Infekt geschoben werden. Dies liegt auch darin begründet, dass die hauptsächlichen Verursacher – Viren – vom Körper meist relativ schnell sowie effizient bekämpft werden und sind eigentlich schon geschlagen sind.

Das nun folgende Abklingen der Infektion wird hierbei als Linderung empfunden, obwohl die eigentlichen Genspuren der Infektion in Form von abgegebenen Nukleinsäuren durch die Viren sich in diesem Fall am Herzmuskel einnisten und ihn infizieren. Permanent infizierte Gewebsteile am Herzen verursachen jetzt eine erst kleine, mit der Zeit aber anwachsende und somit das Risiko steigernde, Entzündung. Ist dieser Infekt nun scheinbar ausgestanden, kann es bei überdurchschnittlicher Belastung im Rahmen des Leistungssports oder bei existentem Dauerstress zu einer Verschlimmerung der Entzündung führen. Im schlimmsten Fall kann der Patient sogar daran sterben, so wie es bei einigen eigentlich durchtrainierten und vor allem paradox jungen Leistungssportlern bereits der Fall war. Als Folge der Autoimmunreaktion kann es zudem zur chronischen Schädigung durch permanent entzündetes Gewebe kommen.

Welche Ursachen führen zu einer Herzmuskelentzündung?

Die häufigste Ursache für eine Herzmuskelentzündung ist in der Infektion durch Viren zu sehen. Adeno- und Enteroviren stehen auf der Ursachenliste ganz weit oben, gefolgt von Parvo-, Herpes- und Zytomegalieviren beziehungsweise HIV. Viel seltener kann es bezüglich Bakterien oder parasitären Lebensformen oder Pilze ebenso zu dieser Krankheit führen. Dies kann jedoch mithilfe einer Herzmuskelbiopsie herausgefunden werden – dieser medizinische Abstrich empfiehlt sich bei lang anhaltender beziehungsweise einer extrem schweren Form der Erkrankung.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass eine Myokarditis aufgrund toxischer Mittel oder Pharmazeutika verursacht wird. Da das Herz und die umliegenden Gewebe besonders sensibel gegenüber jeder Veränderung reagieren, können zudem verschiedene Medikamente eine Autoimmunreaktion verursachen. Der eigene Körper versucht nun die Einflussfaktoren zu bekämpfen und greift dabei fälschlich das eigene Gewebe an.

Gerade diese irrtümlichen Abwehrversuche sind besonders ausgeprägt bei Drogenkonsumenten zu verzeichnen. Zudem kann eine Strahlentherapie im Bereich des Brustkorbes zu einer Herzmuskelentzündung führen. Klagt der Patient über andere Krankheitsbilder, kann der Herzmuskel bei entsprechender Beanspruchung ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Grippale Infekte können vor allem in besonders schwerem Ausmaß eine solche Krankheit verursachen. Des Weiteren begünstigen Infektionskrankheiten mit begleitendem Fieber die negative Beeinflussung des Herzmuskels.

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