Drogensucht

Drogen

Menschen nehmen schon immer Drogen. Selbst einige Tiere nehmen Drogen, indem sie solange vergorene Früchte zu sich nehmen, bis sich bei ihnen ein Rausch einstellt. Nichtsdestoweniger kann man den Konsum dieser Rauschmittel nicht als ein natürliches Phänomen beschreiben. Es handelt sich viel mehr um eine allgemeine Schwäche.

Je nach Droge können die zu erwartenden Symptome gravierend sein. Die Lebenserwartung ist oftmals immens verkürzt und bereits vor dem vorzeitigen Ableben des Konsumenten stellen sich andere sehr starke Nebeneffekte ein, die die Lebensqualität immens senken können.

Man sollte also gar nicht erst mit Drogen anfangen, sondern „Nein“ sagen, solange man noch die Chance dazu hat.

Steckbrief: Drogen

  • Name(n): Drogensucht; Abhängigkeit
  • Art der Krankheit: Suchterkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Frühgeschichte
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht festtellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Psychologe; Psychiater
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – f00-f99 – f10-f19 – F10

Was sind Drogen?

Wen man etwas über Drogen liest, wenn von ihnen den Rede ist oder wenn man sich über die Thematik Gedanken gemacht, hat man zumeist ein sehr spezifisches Bild im Kopf. Verwahrloste Menschen in dunklen Seitengassen, die sich von erbetteltem Geld eine Dosis Heroin besorgen. Abgehalfterte Prostituierte beiderlei Geschlechts, die allein ihrer Sucht wegen in das horizontale Gewebe geraten sind. Zahnlose Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und sich wüst beschimpfen und auch körperlich angehen, wenn das Geld nicht für den nächsten Fix reicht. Aber nicht alle Assoziationen, die man gemein hin mit Drogen in Verbindung bringt sind durchweg negativer Natur. Bisweilen sind sie sogar sehr positiv und darüber hinaus ein regelrechtes Markenzeichen eines gehobenen Lebensstils.

Reiche Geschäftsleute, die auf Yachten Kokain konsumieren. Freidenker. Künstler, Hippies und kreative Köpfe, die in freier Natur LSD zu sich nehmen und die Welt somit auf eine komplett andere Weise zu entdecken imstande sind. Musiker und Schauspieler, die Inspiration uns Schaffenskraft aus Cannabis ziehen. Die Liste ist lang und die Gefälle zwischen den Arten und Weisen, auf denen die Gesellschaft Drogen wahrnimmt sind sehr unterschiedlich.

Des Weiteren üben psychotrope Substanzen aller Arten eine beinahe magische Anziehungskraft auf viele, zumeist sehr junge Menschen aus. Diese Anziehung kann, im Rahmen der falschen Umstände nicht selten in einer Lebenslangen Sucht oder in einem sehr frühen Tod enden. Gleichwohl man innerhalb drogenfreundlicher Kreise das allgemeine Risiko dieser Substanzen eher abtut und für nicht allzu ernst nimmt, sollte man sich als klar denkendes Individuum keine Illusionen darüber machen, dass ausnahmslos alle süchtig machenden Stoffe den Organismus und den Körper des Anwenders schädigen können. Besagte Schädigungen können bereits nach dem ersten Konsum eintreten und sind nicht immer nur eine Erscheinung, die erst nach Jahren der regelmäßigen Einnahme zum Vorschein kommen. Dieses Umstands sollte man sich als Konsument stets und stetig bewusst sein.

Nicht alle Drogen kommen in Spritzen

Wie bereits eingänglich erwähnt, verbinden die meiste Menschen ein sehr spezifisches Bild mit Drogen. Dieses Bild betrifft aber nicht nur das allgemeine Aussehen des Konsumenten und seiner Umgebung sowie seiner Lebensumstände, sondern auch die Drogen per se. Zumeist geht man davon aus, dass Drogen etwas sind, das man lediglich und ausschließlich auf illegalem Wege beziehen könne. Der Hauch des Verbotenen umweht diese Substanzen. Alles in allem aber ist diese Einschätzung grundlegend falsch. Und dies gilt nicht nur für die reine medizinische, chemische oder biologische Betrachtung der Thematik. Drogen sind weitaus mehr als nur Heroin, Kokain, LSD und Haschisch. Selbst viele Genussstoffe des Alltags, die man sich nur schwerlich aus nämlichem wegdenken kann, sind sehr stark abhängig machend und darüber hinaus auch noch sehr schädlich für den Körper und des Organismus.

Wer morgens nichts mehr ohne seinen Kaffee aus dem Bett kommt, der leidet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an einer Abhängigkeit Nikotin gegenüber. Wer in Phase der Trauer auf Schokolade zwecks Aufhellung des Gemütes zurückgreift, ist nicht weniger abhängig als ein Heroin-Süchtiger. Sicherlich ist die potentielle Gefahr, die von Schokolade ausgeht, wesentlich geringfügiger als die, die der Gebrauch von Heroin mit sich bringt, aber das ändert nichts an dem Faktum, dass es sich bei beiden Substanzen um grundsätzlich eine Abhängigkeit befördernde Stoffe handelt.

Ähnliches gilt auch für raffinierten Zucker, also Glucose im Allgemeinen. Tatsächlich ist dieser Stoff nicht nur sehr schädlich für den Organismus, sondern kann zudem auch zu einer gewissen Sucht führen. Diese mag wesentlich schwächer sein, als eine solche, die von „typischen Rauschgiften“ ausgelöst wird, aber nichtsdestoweniger ist es eine Sucht, die das abhängige Individuum schädigt.

Alles in allem sollte man also nicht allzu schnell mit Urteilen gegenüber Suchtkranken um sich werfen und sich zuvörderst einmal an die eigene Nase fassen. Denn auch Drogen des Alltags sind Drogen.

Kurze Übersicht über „alltägliche Drogen“

  • Kaffee
  • Ritalin
  • Raffinierter Zucker (Süßigkeiten, Backwerk etc.)
  • Schokolade
  • Lösungsmittel
  • Klebstoffe
  • Tabakerzeugnisse
  • Alkohol
  • Tee (schwarz oder grün)
  • Energy Drinks

Kulturgüter Alkohol und Tabak

Obgleich die Aufmerksamkeit auf den Umstand, dass es sich bei Alkohol und Tabak um zwei immens gefährliche Suchtstoffe handelt, in der Bevölkerung immer mehr ansteigt, sind diese beiden Drogen immer noch tief in der Gesellschaft verwurzelt und etabliert. Insbesondere der Alkohol. Zigaretten und Tabakerzeugnisse finden seit Jahren immer geringere Abnehmerzahlen. Tatsächlich gibt es weltweit kaum ein Land, in dem die Anzahl der aktiven Raucher in den letzten zehn Jahren nicht gesunken wäre. Nur einige wenige Schwellenländer weisen in der Tat leicht steigende Tendenzen auf, was das Rauchen betrifft. Dieser medizinische Erfolg ist zu großen Teilen auf die staatliche Kontrolle bei der Abgabe von solchen Produkten zurückzuführen, die es Abhängigen immer schwerer macht, sich mit Nikotin zu versorgen. Darüber hinaus nehmen auch immer mehr Menschen den Fakt, dass es kaum etwas ungesünderes gibt, als zu rauchen, in ihren Wissensschatz auf fangen somit erst gar nicht damit an.

Bei Alkohol sieht es allerdings noch etwas anders aus. Dieser Suchtstoff ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst und durch alle Kulturstufen hinweg konsumierte Alkoholika verschiedenster Arten. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich auch bei Alkohol um eine Droge handelt. Er mag zwar eine legale Droge sein, aber das macht ihn alles in allem nicht weniger zu einer Droge.

Die Langzeiteffekte eines überhöhten Alkoholkonsums sind landläufig bekannt. Jeder hat schon einmal einen Alkoholiker gesehen und weiß darum, was die Droge Alkohol aus einem Menschen machen kann. Umso schlimmer ist es, dass Alkohol an sich immer und überall in rauen Mengen zur Verfügung steht. Ein Problem, mit dem viele Abhängige anderer Suchtstoffe, die beispielsweise einen Entzug planen, nicht kämpfen müssen. Darum ist es gerade für Alkoholiker sehr schwer, mit ihrer Sucht zu brechen und viele Entzüge scheitern mittelfristig. Selbst das regelmäßig getrunkene sog. „Feierabendbier“ ist bereits ein Zeichen der Alkoholsucht.

Abschließende Betrachtungen

Drogen sind also alles in allem durchaus nicht immer nur Substanzen, die einen außergewöhnlich starken und veränderten Zustand des Gemüts oder der Psyche bewirken. Auch sehr alltägliche Dinge wie Kaffee, Tee, Zucker und Co. sind nicht viel mehr als Suchtstoffe. Darum gilt es ganz klar zu unterscheiden, was man zu sich nimmt und was nicht. Denn nicht jede Person, die stolz von sich behauptet, sie nehme keinerlei Drogen, berichtet damit die Wahrheit. Trinkt diese Person regelmäßig Kaffee oder isst Bonbons ist sie nicht weniger abhängig, als Menschen, die da nach den typischen Rauschgiften süchtig sind. Natürlich gilt es hier abermals zu erwähnen, dass Kuchen und Tee nicht so schädlich sind wie Heroin und Meth, aber der Definition nach Drogen sind es nichtsdestotrotz.

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Art von „Drogen“, die viele Personen bei Betrachtungen über diese Thematik außer Acht lassen. Hierbei handelt es sich nicht um physisch Stoffe, die auf eine oder die andere Art zu konsumieren sind, sondern um Tätigkeiten und Aktionen, die eine Person nicht unterlassen kann. Hierbei gilt es jedoch ganz klar zwischen Abhängigkeiten und Zwangsstörungen zu unterscheiden. Bisweilen sind diese Unterscheidungen aber müßig und schwierig und kann man sie nicht genau umreißen.

Wer sich zum Beispiel krankhaft oft die Hände waschen oder desinfizieren muss, der leidet eher an einem Zwang und nicht an einer Abhängigkeit. Personen jedoch, die ohne Bodybuilding oder ihre Arbeit nicht leben können, leiden tendenziell eher an einer Abhängigkeit. Man spricht nicht umsonst vom sog. „Workaholic“. Bei diesem Neologismus handelt es sich um eine Kombination der englischen Worte „work“ und „alcoholic“. Also eine Person, die ihre tägliche Arbeit braucht, wie manch anderer den Alkohol.

Somit sollte man nicht Vergessen, dass nicht alle Drogen in Form von Pillen, Pulvern oder Flüssigkeiten kommen. Manchmal können Suchtstoffe auch als Nahrungsmittel oder Hobby auftreten.

Welche Ursachen führen zum Missbrauch von Drogen?

Es gibt eine immense Anzahl potentieller Gründe, die ein Individuum dazu verleiten können, Drogen nicht nur auszuprobieren, sondern ihnen gegenüber auch eine dauerhafte Sucht zu entwickeln. Leider sind diese Gründe für Menschen, die nie oder nur auf sehr beschränkte Art und Weise mit Drogen in Kontakt gekommen sind, nur schwer nachzuvollziehen. Dies schafft nicht selten eine Gewisse Kluft und viele Nicht-Süchtige Gehen grundsätzlich von einer Verderbnis des Charakters oder einer Schwäche des Willens der Person aus, die Opfer einer solchen Sucht wurde. Sicherlich ist das nicht grundsätzlich falsch und auf manch eine Person kann dies durchaus zutreffen, aber grundsätzlich ist eher davon auszugehen, dass Personen, die Opfer einer Sucht werden, andere Gründe dafür haben, als nur eine reine charakterliche Schwäche.

Zudem ist es selten nur ein einziger Grund, der zu einer Abhängigkeit führt. Es sind mehrere ineinandergreifende Mechanismen, die letzten Endes dazu führen, dass ein Individuum einer bestimmten Substanz gegenüber ein derartiges Verlangen entwickelt, dass sich die gesamte Lebensführung darauf ausrichtet. Man sollte diese Personen also nicht allzu schnell abspeisen und versuchen, sie zu verstehen und ihre Gründe nachzuvollziehen. Dies bietet sich alleine schon deswegen an, weil ein persönliches Verständnis dahingehend, wie Sucht funktioniert, die Chancen mindert, selbst suchtkrank zu werden.

Konkret ausgedrückt ist es also nicht so simpel, dass es ausreicht, nur einen oberflächlichen Grund anzuführen, der schablonenmäßig auf alle Suchtkranken anzuwenden ist. Es ist in aller Regel wesentlich komplizierter als das und man sollte sich auch die Zeit nehmen, diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Süchtigen ist nur dann zu helfen, wenn man weiß, wie man mit ihnen umgehen soll. Eine sich durch die gesamte Gesellschaft ziehende Abneigung gegenüber dieser Personengruppe hilft nicht dabei, das Problem zu lösen und damit die Ursachen zu bekämpfen und auszumerzen. Somit kann jeder Bürger seinen Teil dazu leisten, die Gefahr Sucht zu mindern.

Soziokulturelle Ursachen

Sehr häufig geht eine Suchterkrankung auf soziokulturelle Ursachen zurück. Tatsächlich dürfte dies für die meisten Betroffenen wahr sein. Das heißt aber nicht automatisch, dass die vorliegende Sucht auch auf gesellschaftlich Toleranz stößt. Hierbei gilt es jedoch klar zu differenzieren. Insbesondere was sog. „Kulturdrogen“ angeht und wiederum „Rauschgifte“. Jede Kultur und jede Zivilisation hat ihre Drogen. So ist es seit Alters her und so wird es vermutlich immer sein.

Während Menschen sich in der vorgeschichtlichen Zeit hauptsächlich aus der Natur bedienten, so dürften Tollkirschen und Co. wohl sehr beliebt gewesen sein, wurden die Methoden zur Herstellung von Drogen und Rauschmitteln immer feiner. Und eine feine Kunst stößt allgemein immer auf großen Anklang. So galten und gelten die Einnahme bestimmter psychotroper Stimulanzen als schick oder nicht weiter verwerflich, wohingegen die Einnahme anderer ähnlicher Substanzen tabu ist. Die Trennlinie hier ist oftmals sehr fein und für kulturfremde Personen nicht immer nachvollziehbar.

So konsumieren beispielsweise viele indianische Völker sehr starke pflanzliche Drogen, die zum Teil wilde Halluzinationen und Rauschzustände verursachen. So etwas wäre in der westlichen Welt undenkbar. Dagegen trinkt beinahe jeder Erwachsene in unseren Breiten regelmäßig Alkohol und erzeugt auch damit teil sehr gewichtige Rauschzustände. Ein solches Verhalten wäre beispielsweise wiederum auf der arabischen Halbinsel untragbar. Was für eine Personengruppe gilt muss nicht unbedingt auch für eine andere gelten.

Aus diesen Beispielen kann man sehr leicht ersehen, dass es bisweilen vorkommt, dass man bereits mit dem Konsum einer gewissen Droge aufwächst und dahingehend sozialisiert wird, dieselbe als vollkommen normal anzusehen. Man sollte darum nicht alles für bare Münze nehmen, nur weil alle anderen es ebenso machen. Wer Ursachen einer etwaigen Drogensucht zu bekämpfen sucht, sollte mit jenen Substanzen beginnen, die in seiner korrespondierenden Umwelt am häufigsten vorkommen. Für unsere Breiten wären hier primär Alkohol und immer mehr auch Marihuana zu nennen.

“Falsche Freunde“

Viele suchtkranke Personen schieben ihre Sucht auf „falsche Freunde“ und Gruppendruck. Das mag zu gewissen Teilen gerechtfertigt sein, ist aber wohl alles in allem nur eine mehr oder wenige lausige Ausrede. Schließlich und endlich liegt die Entscheidung zum Einnehmen einer Droge immer beim Individuum selbst und es fällt nicht schwer „Nein“ zu sagen, auch wenn das Umfeld einen bedrängt. Schließlich und endlich ließen sich auch die wenigsten Menschen zum Kauf eines Kilos fauler Äpfel überreden, nur weil drei Personen im Supermarkt ihnen wärmstens dazu raten und ihnen klarzumachen versuchen, wie gut und wohlschmeckend diese Früchte sind. Das Beispiel mag zunächst eher an den Haaren herbei gezogen wirken, trifft den Nagel aber auf den Kopf.

Man sollte sich als Mensch nicht von anderen Menschen zu etwas verleiten lassen, von dem man weiß, dass es schlecht für einen ist. Das ist auch beileibe nicht etwa „leichter gesagt als getan“. Manchmal muss man einfach genügend Selbstachtung aufbringen und sich von einer Situation entfernen, wenn sie es verlangt. Gruppendruck ist sicherlich ein real existierendes Problem, sollte aber auch nicht zu überbewerten sein. Schließlich und endlich ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.

Insbesondere bei härteren Drogen sollte man darum auf sein Gewissen hören. Dies gilt vornehmlich dann, wenn der Freund oder der Bekannte die vorliegende Droge allzu stark anpreist oder man klar sehen kann, was das Suchtmittel bereits mit ihm angestellt hat. Das sind alles massive Warnsignale. Das beginnt beim Alkohol, pflanzt sich über Cannabis fort und hört bei „harten Drogen“, wie Heroin usw. auf.

Kurzum gesagt sollte man sich selbst treu bleiben und einen harten Kurs einlegen, auch wenn das im Zweifel bedeutet, dass man sein soziales Umfeld überarbeiten muss. Sicherlich ist es aber besser, sich neue Freunde und Bekannte zu suchen, als mittelfristig in die Beschaffungskriminalität abzurutschen, um sich seine Drogensucht zu finanzieren.

Psychologische Faktoren

Neben den hier angeführten doch eher äußerlichen Faktoren spielen natürlich auch psychologische Aspekte eine nicht zu unterschätzende Rolle. Damit sind allerdings nicht die Veränderungen der Psyche gemeint, die beispielsweise auftreten, wenn Gruppendruck auf ein Individuum ausgeübt wird, sondern unabhängig von Drittpersonen auftretende psychologische Dispositionen. Hierzu gehören eine horrende Vielzahl etwaiger geistiger Beeinträchtigungen, die dazu führen, dass das betroffenen Individuum eine grundsätzlich höhere Affinität gegenüber süchtig machenden Stoffen aufweist. Hierzu gehören in sehr vielen Fällen chronische seelische Missstimmungen, wie zum Beispiel Depressionen, bipolare Störungen usw. Dieser Umstand ergibt sich insbesondere daraus, dass an solcherlei Leiden erkrankte Personen zumeist nicht in der Lage dazu sind, mit ihren Emotionen umzugehen. Der unfreiwillige Wechsel derselben und die damit einhergehenden Schwankungen im Befinden sind oftmals eine große Belastung. Daher versuchen viele Personen, diesem Schicksal zu entkommen, indem sie zu einer Droge greifen, die ihnen verspricht, ihr Leid zu lindern.

Ähnliche Muster im Verhalten lassen sich darüber hinaus in Bezug auf viele andere psychologische Erkrankungen ausmachen. Tatsächlich gibt es sogar einige Erkrankungen des Geistes, die direkt und unweigerlich dazu führen, dass der Betroffene zu Drogen greift. Hierbei sind insbesondere die Impulskontrollstörung und die Schizophrenie zu nennen. Bei erster hat der Leidende keinerlei Kontrolle, wie es schon im Namen steckt, über das, was er tut. Darum fällt es diesen Menschen sehr schwer oder es ist ihnen unmöglich, bei Drogen nicht zuzugreifen. Bei einer Schizophrenie ist das Problem weitaus tiefgreifender. Im Rahmen einer solchen Störung kommt es nicht selten dazu, dass die Stimmen, die der Betroffene in seinem Kopf hört, ihm befehlen Drogen zu konsumieren.
Wie man also sehen kann, sind auch in der Psychologie sehr viele Ursachen für einen möglichen Missbrauch von Drogen zu verorten. Tatsächlich spielt eine psychologische Komponente, welcher Ausprägung sie auch sein mag, bei den meisten Suchterkrankungen eine ausschlaggebende Rolle.

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