Bauchspeicheldrüsenkrebs

Steckbrief: Bauchspeicheldrüsenkrebs

  • Name(n): Bauchspeicheldrüsenkrebs; Pankreaskarzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Eher nicht
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 500k Tote pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Onkologe
  • ICD-10 Code(s): C25 – C25.9

Bauchspeicheldrüsenkrebs – Gefahr für Raucher
BauchspeicheldrüsenkrebsEin Pankreaskarzinom, also Bauchspeicheldrüsenkrebs, ist eigentlich eine seltene Erkrankung. Sie betrifft vornehmlich Männer im Alter zwischen 60 und 80 Jahren.

In Deutschland erkranken durchschnittlich 16 von 100.000 Menschen jährlich an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Leider wird die Krankheit erst viel zu spät entdeckt, da die Krankheit über einen langen Zeitraum symptomlos verläuft.

Bekannterweise handelt es sich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um die dritthäufigste Tumorart des Verdauungstraktes und beschert in der Regel eine sehr schlechte Prognose.

Definition Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist auch unter der Bezeichnung Pankreaskarzinom bekannt. Hierbei handelt es sich um eine Krebserkrankung, die dann entsteht, wenn die Zellen des Pankreas, sprich der Bauchspeicheldrüse, ein glandulares Organ, das sich hinter dem Magen selbst befindet, sich unkontrolliert vermehren und auf diese Art und Weise eine Wucherung ausbilden.

Des Weiteren können diese kanzerösen Zellen auch andere Körperteile befallen, tritt dieser Fall ein, so spricht man landläufig von einer „Streuung“. Auch sollte man beim Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht außer Acht lassen, dass es sich nicht um ein singuläres Krebsleiden handelt, sondern mehr oder weniger um eine Sammelbezeichnung für diverse Krebsarten, die eben in der Bauchspeicheldrüse auftreten und / oder entstehen können. Der wohl am häufigsten anzutreffende Art des Bauchspeicheldrüsenkrebs ist das sog. „pankreatische Adenokarzinom“. Tatsächlich macht diese Art der Erkrankung zwischen 80 und 90% aller Fälle aus.

Ein solches Adenokarzinom entsteht zuvörderst in dem Teil der Bauchspeicheldrüse, der dafür verantwortlich ist, die Enzyme zu produzieren, die der Körper benötigt, um aufgenommene Nahrung verdauen zu können. Dennoch ist nicht vollends auszuschließen, dass auch andere Krebsarten, die nicht ALS Adenokarzinom klassifiziert werden können, in der Bauchspeicheldrüse ihren Anfang nehmen. Hierbei sollte man zusätzlich davon ausgehen, dass die meisten Arten, die kein Adenokarzinom darstellen wesentlich weniger aggressiv sind.

Ein sich anbahnendes pankreales Karzinom kann sich auf verschiedene Arten und Weisen äußern. Hierzu gehört unter anderem die Gelbfärbung der Haut, verstärktes Schmerzempfinden im Bereich des Abdomens (Unterbauchs), sowie Rückenschmerzen oder unfreiwilliger Gewichtsverlust. Auch andere Zeichen können darauf hindeuten, dass man an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist, hierzu zählt sehr hell eingefärbter Stuhlgang, sehr dunkler Urin und ein allgemeiner Verlust des Appetits.

Allerdings sollte man an dieser Stelle erwähnen, dass die initialen Symptome zumeist nicht besonders spezifisch sind und sich nur schwer oder gar nicht der vorliegenden Krankheit zuordnen lassen. Spezifische Symptome treten zumeist erst in einer späteren Phase der Krankheit auf. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es gerade in der frühen Phase der Krankheit oftmals zu Fehleinschätzungen sowie zu fehlerhaften Diagnosen seitens des Arztes kommt. Gründlich durchgeführte Tests sind darum das A und O bei der Früherkennung des Pankreaskarzinoms. Leider wird Bauchspeicheldrüsenkrebs oftmals erst recht spät als soclher identifiziert, was wiederum dazu führt, dass der Krebs bereits gestreut haben kann, wenn der behandelnde Arzt ihn ausfindig gemacht hat. Das schmälert die Chancen auf Heilung leider enorm.

Nichtsdestotrotz sollten gerade junge Menschen keine allzu große Angst vor diesem Krebsleiden haben. Selten entwickeln Menschen vor ihrem 40. Lebensjahr Bauchspeicheldrüsenkrebs. Tatsächlich steigt die Wahrscheinlichkeit an dem vorliegenden Leiden zu erkranken erst mit dem dem 70. Lebensjahr stark an.

Darüber hinaus kommen einige Risikofaktoren zum Tragen, die ein Entstehen eines Pankreaskarzinoms wahrscheinlicher werden lassen. Hierbei sind insbesondere der Genuss von Tabakwaren zu nennen. Dieser ist immens schadhaft und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs immens. Tatsächlich ist Bauchspeicheldrüsenkrebs neben Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung unter Rauchern. Dabei sind in diesem Falle besonders Oraltabake gefährlich. Sprich Kautabak. Aber auch andere Faktoren, wie allgemeines Übergewicht, Diabetes und diverse genetische Vorbelastungen können ihr Nötiges beitragen. Tatsächlich lassen sich etwa 25% aller Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs auf das Rauchen von Tabakwaren zurückführen. Die anderen hier erwähnten Risikofaktoren dagegen machen nur einen sehr geringen Prozentsatz aus.

Die Methoden, die zur Feststellung einer etwaigen Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs dienen, sind oftmals nicht singulärer Natur, sondern eine Mischung aus verschiedenen Methoden. Hierunter gehören vorallem sogenannte bildgebende Verfahren, wie beispielsweise Ultraschall oder CT (Computertomographie). Aber auch andere klinische Methoden wie Bluttests und Gewebeproben, sprich Biopsien, können zwecks einer Diagnose dienlich sein.

Darüber hinaus sollte man auch nicht vergessen, dass die vorliegende Krebserkrankung, wie neinahe alle vergleichbaren Leiden auch, in verschiedenen Phasen auftritt, wobei man allgemein davon ausgehen kann, dass je später die Phase, desto geringer die Aussicht auf Heilung. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs unterscheidet man in aller Regel zwischen vier verschiedenen Phasen.

Wie bereits erwähnt, wird die Entstehung eines Pankreaskarzinoms durch diverse Risikofaktoren begünstigt, hierzu gehören vorallem rauchen, aber auch die allgemeine Ernährung spielt eine gewichtige Rolle, ebenso kann Übergewicht ein ausschlaggebender Faktor sein. Somit lässt sich schlussfolgern, dass eine allgemein gute und gesunde Lebensführung das Risiko auf an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken deutlich mindert. Das Risiko auf ein Pankreaskarzinom bei ehemaligen Rauchern schwächt sich mit den Jahren zusehends ab und man kann davon ausgehen, dass man nach etwa 20jähriger Abstinenz wieder auf demselben Risikoniveau ist, wie eine Person, die niemals geraucht hat.

Die zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden sind vielfältig. Man kann sowohl operative Eingriffe vornehmen als auch Radiotherapie und / oder Chemotherapie anwenden. Für Fälle mit sehr geringen oder keinen Chancen auf Heilung, steht überdies die Möglichkeit der Palliativmedizin zur Verfügung. Welche Methode zum Einsatz kommt oder nicht ist stark von der Phase abhängig, in der sich der Krebs befindet. Je später die Phase, desto geringer die Chancen auf Heilung und desto komplizierter die dafür erforderlichen Maßnahmen. Bisweilen kann man auch einen operativen Eingriff vornehmen, der allein darauf abzielt, die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern, ohne aber eine vollständige Heilung damit zu beabsichtigen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Erkrankung seitens der Schulmedizin tendenziell als nicht mehr heilbar eingestuft worden ist. Darüber hinaus spielt auch das sogenannte „Schmerz-Management“ eine große Rolle beim vorliegenden Leiden. Denn gerade ein Pankreaskarzinom ist eine sehr schmerzvolle Angelegenheit. Da die Aussichten auf eine vollständige Heilung leider eher gering sind, sollte man sich als Betroffener schon frühzeitig mit einer etwaigen palliativen Behandlung auseinandersetzen. Möglicherweise bereits dann, wenn die eigentliche schulmedizinische Behandlung noch stattfindet.

Durchschnittlich ist davon auszugehen, dass etwa 500.000 Personen jährlich dem Bauchspeicheldrüsenkrebs erliegen. In vielen europäischen Nationen ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs unter den 10 häufigsten Krebsarten festzustellen, dasselbe gilt auch für Nordamerika und große Teile Asiens. Interessanterweise lässt sich feststellen, dass das vorliegende Leiden weitaus häufiger in der sogenannten ersten Welt auftrifft, als in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dies lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, besonders aber auf die allgemein sehr ungesunde Ernährung in unseren Breiten.

Die Prognose ist ist schlecht. Nicht einmal ein Viertel aller Betroffenen kann geheilt werden und nur etwa 5% der Erkrankten leben länger als fünf Jahre nach Ausbruch des Leidens. Selbst bei einer frühen Erkennung der vorliegenden Erkrankung sind die Chancen auf Heilung sehr gering und man muss vom schlimmsten ausgehen. Darum auch die dringliche Empfehlung an alle Betroffenen sich bereits frühzeitig mit palliativen Maßnahmen auseinanderzusetzen.


Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Im Oberbauch zwischen Magen und Wirbelsäule liegt die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt. Anatomisch wird diese Drüse in Kopf-, Körper- und Schwanzteil unterteilt. Eine weitere Unterscheidung findet nach den Funktionen des exokrinen und endokrinen Teils statt. Der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse ist für die Produktion der Verdauungsenzyme verantwortlich, die die Nahrung im Dünndarm aufspalten. Dadurch wird eine Nahrungsaufnahme, eine sogenannte Resorption im Blutkreislauf erst ermöglicht.

Der endokrine Teil der Bauchspeicheldrüse ist für die Produktion von Hormonen zuständig und dient der Regulierung des Zuckerstoffwechsels. Dabei werden Insulin und Glucagon erzeugt. Abhängig von dieser Einteilung müssen auch die Pankreastumore in einen exokrinen und endokrinen Tumor unterschieden werden.

Wie mittlerweile bekannt ist, handelt es sich bei jedem Bauchspeicheldrüsenkrebs um ein Adenokarzinom, also einer Krebsform, die direkt aus dem Drüsengewebe stammt. Aus der Gallenblase kommend, mündet der Gallengang zunächst in den Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse, bevor diese ihre Sekrete zusammen in den Dünndarm leitet. Daher treten bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig auch Symptome einer Lebererkrankung auf.
Der exokrine Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Die häufigsten bösartigen Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankungen mit etwa 70 % werden im Pankreaskopf lokalisiert. In diesem Bereich befindet sich das meiste exokrine Gewebe. Zu 90 % aller exokrinen Pankreaskarzinome findet eine bösartige Umwandlung der Zellen statt, die für die Auskleidung der Drüsengänge verantwortlich sind. Hier ist dann von duktalen exokrinen Tumoren die Rede.
Der endokrine Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Wesentlich seltener anzutreffen ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs im endokrinen Gewebe. Nur etwa 10 % der Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnosen treffen hierauf zu. Dabei sind die Hormonproduzierenden Zellen betroffen, die in einzelnen Drüsenlappen verstreut liegen. Hierzu gehören zum Beispiel das Gastrinom, das Insulinom oder das Glukagonom. Kommt es hierbei zu einer unkontrollierten Hormonausschüttung, können auch unterschiedliche Symptome auftreten. Jedoch ist diese Form des Bauchspeicheldrüsenkrebses sehr selten.

Zu den erhöhten Risikofaktoren für das Entstehen von Bauchspeicheldrüsenkrebs gehören überhöhter Alkoholkonsum und Rauchen. Wissenschaftlich festgestellt wurde, dass Patienten, die an einer Fettleibigkeit, also an Adipositas leiden, häufiger an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken als Normalgewichtige.

Regelmäßiger Alkoholgenuss führt zu einer chronischen Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Dies wird chronische Pankreatitis genannt. Da hierbei eine andauernde und entzündliche Reizung des Drüsengewebes vorliegt, sind die Patienten ebenfalls anfällig für das Entstehen von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Aber auch bei solchen Patienten, die langjährig unter Diabetes mellitus leiden, ist das Pankreasgewebe vorgeschädigt. Hierdurch könnte sich ebenfalls Bauchspeicheldrüsenkrebs bilden.

Mehrere Untersuchungen können die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs sichern. Ist zum Beispiel die Konzentration des fettspaltenden Verdauungsenzyms Lipase im Blut erhöht, leidet der Patient unter einer Begleitpankreatitis. Der Krebs kann bildlich dargestellt werden durch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes. Ebenso werden auch endoskopische Untersuchungen an der Gallenblase, der Gallengänge und am Ausscheidungsgang der Bauchspeicheldrüse vorgenommen.

Als sicherste Methode gilt eine Kombination einer endoskopischen Untersuchung und einer Magnetresonanztomografie. Bei der bildgebenden Diagnostik findet sich bei Vorliegen von Bauchspeicheldrüsenkrebs der Double Duct Sign Effekt. Dabei sind der Pankreasgang und der Gallengang durch den Pankreaskopf-Tumor gestaut und deutlich sichtbar. Eine solche Rückstauung in den Gallengang wird Cholestase genannt. Nachgewiesen wird dies unter anderem durch erhöhte Blutwerte, wie Bilirubin, alkalische Phosphatase und Gamma-GT.

In aller Regel treten die Symptome einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung erst sehr spät auf. Die Krankheit bleibt lange unentdeckt, sodass die meisten Patienten auch erst sehr spät zum Arzt gehen. Ein Karzinom bleibt lange ohne Symptome. Er wird erst dann bemerkt, wenn der Tumor Tochtergeschwülste, also Metastasen in anderen Organen gebildet hat. Die Beschwerden können mit denen einer Pankreatitis verglichen werden. Dabei ist die Abgrenzung äußerst schwierig. So ist es auch so, dass neben der eigentlichen Krebserkrankung zusätzlich noch eine Begleitpankreatitis vorliegt.

Ein Hauptsymptom bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind ein lang anhaltender gürtelförmiger Oberbauchschmerz und ggf. eine neu auftretende Diabetes mellitus. Es gibt aber auch klinische Symptome, die auf eine exokrine Funktionsstörung hindeuten.

Durch einen wachsenden Tumor erfolgt eine Verengung der Gallengänge und kann dadurch zu einer Gelbsucht bzw. Ikterus führen. Erkennbar ist dies daran, dass sich die Haut gelb verfärbt, weil die roten Blutkörperchen nicht mehr zuverlässig über die Gallenwege ausgeschieden werden können und sich im Gewebe und in der Haut ablagern. Im fortgeschrittenen Stadium treten bei den meisten Patienten Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust und Gewichtsverlust auf.

Da nicht mehr genügend Verdauungsenzyme produziert werden, kommt es zu einem sogenannten Fettstuhl. Dabei wird das Fett aus der Nahrung im Darm nicht mehr richtig aufgenommen und unverdaut ausgeschieden. Der Stuhl erhält hierbei eine helle und glänzende Farbe und weist einen besonders scharfen Geruch auf.

Da die Bauchspeicheldrüse in unmittelbarer Nähe zur Wirbelsäule liegt, kommt es bei vielen Patienten zu Rückenschmerzen. Rückenschmerzen sind an sich kein Merkmal für einen Bauchspeicheldrüsenkrebs, da sie viele Symptome haben können. Jedoch leiden viele Menschen bei Ihrer Erkrankung auch an Rückenschmerzen.

Beim endokrinen Bauchspeicheldrüsenkrebs wird die Produktion von Insulin verhindert. Dabei kann der Zuckerstoffwechsel nicht mehr richtig funktionieren. Unweigerlich kommt es zu einem Diabetes mellitus.

In besonderen Fällen kann der Tumor auch Hormone ausschütten, die zu Magengeschwüren führen. Eine Ursache ist das Hormon Gastrin, durch das die Magensäureproduktion angeregt wird. Eine zu hohe Magensäureproduktion führt zu einer Reizung der Magenschleimhaut und zu Geschwüren. Bei ausbleibender Behandlung können Blutungen auftreten. Magengeschwüre können aber auch bei anderen Erkrankungen auftreten und sind daher ebenfalls kein Bauchspeicheldrüsenkrebs-Symptom.

Zu den seltenen Symptomen für Bauchspeicheldrüsenkrebs gehören wiederkehrende Thrombosen an verschiedenen Stellen des Körpers. Dabei können sich kleine Blutgerinnsel und verstopfte Gefäße bilden. Die Folge ist eine Unterversorgung der Organe mit Blut und dadurch eine Funktionsbeeinträchtigung. Allein durch die Nähe der Bauchspeicheldrüse zur Milz kommt es häufig zu einer Thrombose der Milzvene.

Je nach Art und Lokalisation des Tumors können die Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs variieren. Je früher diese Krebsart diagnostiziert wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Häufig verstopft oder verdrängt der Bauchspeicheldrüsenkrebs durch sein Wachstum den Gallengang, den Magenausgang oder den Dünndarmausgang. Dabei wird die Nahrungsaufnahme durch den Patienten besonders unangenehm. Häufig treten nach dem Essen Beschwerden und Schmerzen auf. Da der Bauchspeicheldrüsenkrebs in den meisten Fällen viel zu spät entdeckt wird, ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Eine Operation kommt bei nur etwa 10 bis 20 % aller Patienten in Betracht. In diesem Fall darf das umliegende Gewebe vom Pankreaskrebs nicht betroffen sein. Kann der Krebs operativ entfernt werden, so wird die Kausch-Whipple-Methode angewandt, bei der der Pankreaskopf, die Gallenblase, der Gallengang, der Dünndarm, der untere Magen und die regionalen Lymphknoten entfernt werden. Als Alternative gibt es die Pyloruserhaltende Pankreaskopfresektion, bei der der Magen erhalten bleiben kann. Nach einer solchen Operation müssen die Hormone und Enzyme in Kapselform eingenommen werden, um eine Verdauung aufrecht zu erhalten. Anschließend erfolgt nach rund sechs Wochen noch eine Chemotherapie, die jedoch ein halbes Jahr andauern kann.

Hiervon muss die palliative Therapie unterschieden werden. Wenn der Bauchspeicheldrüsenkrebs weit fortgeschritten ist und der Pankreastumor nicht mehr entfernt werden kann, wird die Krankheit palliativ behandelt. Hierbei geht es um eine Verlängerung der Überlebenszeit bei möglichst hoher Lebensqualität. Im Rahmen eines endoskopischen Eingriffs kann mithilfe eines Stents, eines stützenden Röhrchens, der Gallengang offen gehalten werden, damit die Galle ungehindert abfließen kann.

Sowohl der Arzt als auch der Patient sollten sich im Klaren darüber sein, dass die palliativen Therapien bei einem nicht operablen Bauchspeicheldrüsenkrebs nur eine Lebenserwartung nach der Diagnose von höchstens fünf Monaten aufweist. Die restliche Lebenszeit sollte daher so angenehm wie möglich gestaltet werden.

Welche Ursachen gibt es?

Die etwaig vorliegenden Ursachen, die zur Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs führen können, sind vielerlei Natur. Wie aber bereits schon eingänglich erwähnt, sind diese oftmals auf ein direktes Fehlverhalten seitens des Betroffenen zurückzuführen. Sprich der Konsum von Tabakprodukten oder eine fehlerhafte Ernährung. Sicherlich können bei der Entstehung der vorliegenden Krankheit auch andere Faktoren eine Rolle spielen, zumeist aber sollte man davon ausgehen, dass es sich um vermeidbare Grunde handelt. Dieses Umstands sollte sicher jeder Mensch bewusst sein und daraus eventuell Inspiration gewinnen, sein Leben besser zu gestalten.

Rauchen
Wenig verwunderlich ist die wohl am häufigsten in Erscheinung tretende Ursache für eine Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs das Rauchen von Tabakprodukten sowie der Verzehr ungesunder speisen in horrendem Maße. Dabei ist es zumeist vollkommen nebensächlich, welche Art von Rauchwaren man bevorzugt konsumiert. Seien es Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, E-Zigaretten oder Shishas. Alle Rauchwaren sind gleichermaßen gefährlich. Ebenso ist es vollkommen egal, ob man nun ein starker oder ein gelegentlicher Raucher ist. Jeder Zug an einem Tabakprodukt erhöht das Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken signifikant. Sicherlich ist das allgemeine Risiko von Starkrauchern bedeutend höher, dennoch sollten sich auch Wochendraucher und Partyraucher hier keinen Illusionen hingeben. Auch diese Personengruppen laufen erhöhte Gefahr, ein Pankreaskarzinom zu entwickeln.

Somit ist es jedem nur ans Herz zu legen, von dieser Angewohnheit abzulassen und fortan auf Zigaretten und andere Rauchwaren zu verzichten. Zudem gibt es aber noch eine Vielzahl anderer etwaiger auslösender Faktoren. Hierzu zählen unter anderem eine genetische Disposition und Gefahren am Wohnort oder am Arbeitsplatz, sowie Ernährung und dergleichen mehr.

Sicherlich handelt es sich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht um eine klassische Erbkrankheit, dennoch ist es nicht selten zu beobachten, dass es interfamiliär zu Häufungen von Prostatakarzinomen kommt. Dabei ist es zumeist vollkommen irrelevant, ob der Betroffene Raucher ist oder nicht. Man kann also darum mit einiger Sicherheit behaupten, dass Pankreaskarzinom durchaus „in der Familie liegen“ können. Sollte dies der Fall sein, ist man sicherlich nicht schlecht damit beraten, aufzuhören zu rauchen, insofern man dies tut. Zwar ist bei einer familiären Vorbelastung das Risiko grundsätzlich schon erhöht, dennoch sollte man es nicht noch zusätzlich durch diese negative Angewohnheit verstärken.

Des Weiteren kann auch die allgemeine Nahrungsaufnahme bisweilen ein Risiko für Personen darstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man viel ungesunde Lebensmittel zu sich nimmt oder generell ein zu hohes Gewicht aufweist. Es ist darum von immenser Wichtigkeit darauf zu achten, dass man, sollte man einer solchen Risikogruppe angehören, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zum Selbstschutz ergreift. Alles andere wäre sich selbst und der Solidargemeinschaft gegenüber unverantwortlich. Bereits eine einfache Umstellung der Nahrungsgewohnheiten kann oftmals schon wahre Wunder wirken. Sollte man das Gefühl haben, dass man selbst zu schwach für eine solche Veränderung ist oder man sich eine solche nicht zutraut, sollte man sich an einen Fachmann wenden. Dieses Vorgehen kann im Zweifel das eigene Leben retten.

Passivrauchen
Auch sollte man an dieser Stelle mit einem alten Vorurteil aufräumen. Viele Menschen, insbesondere Nicht-Raucher, fürchten sich vor Passivrauch. Diese Furcht ist von einem rein medizinischen Standpunkt allerdings nicht berechtigt. In Passivrauch sind keine der schädlichen Stoffe mehr enthalten, die dazu beitragen, dass Risiko auf Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erhöhen. Tatsächlich verbleiben beinahe das gesamte Nikotin, sowie andere krebserregende Stoffe, die sich in Zigarettenrauch befinden, in der Lunge des Rauchers. Der ausgeschiedene Rauch enthält nur einen Bruchteil der gefährlichen Substanzen. Diese vergehen darüber hinaus an der frischen Luft sehr schnell wieder und stellen somit kein Risiko für unbeteiligte Dritte mehr da.

Man müsste schon einigen Aufwand betreiben, um sein Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken mittels Passivrauchen deutlich zu erhöhen. Selbst wenn ein Raucher einem nach einem Lungenzug direkt in den Mund atmen würde, trüge dies kaum dazu bei, die eigene Gesundheit der Lunge einzuschränken. Darum sollte man sich wirklich nicht vor dieser Art des „Rauchens“ fürchten. Das größte von Passivrauch ausgehende Risiko ist tatsächlich der zumeist als unschön empfundene Geruch.

Darum sollte man sich als Nicht-Raucher durchaus auch mal an die eigene Nase fassen und nicht jeden Raucher grundsätzlich verurteilen. Raucher sind mündige Bürger, die für sich die Entscheidung getroffen haben, Tabakprodukte zu konsumieren. Das mag sehr ungesund und auf lange Sicht hin auch lebensgefährlich sein, dennoch liegt die Entscheidung bei den ausführende Individuen selbst. Der Raucherschutz in Europa ist bereits sehr streng. Dieser sollte einem als Nicht-Raucher genügen und man sollte davon absehen, insofern nicht unbedingt nötig, Raucher aufgrund ihres augenscheinlichen Fehlverhaltens maßregeln zu wollen. Damit hilft man weder sich selbst noch dem Raucher. Zumeist provoziert man dieselben dadurch nur und es kommt zu einem unnötigen Streit. Darum sollte man für solche Fälle das Motto „Leben und leben lassen“ verinnerlichen. Schließlich und endlich wird niemand gerne seiner Grundrechte beraubt. Und dazu gehört auch die Entscheidung zu treffen zu rauchen.

Ernährung und Co.
Wie aus den oben aufgeführten Beobachtungen ersichtlich wird, ist die Ernährung ein essentieller Bestandteil der Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei geht es nicht alleine um eine prophylaktische Art der Nahrungsaufnahme, die zur Folge haben soll, dass es erst gar nicht zur Ausbildung des vorliegenden Gebrechens kommt, sondern auch darum, bereits vorhandene krankhaft veränderte pankreatische Regionen nicht weiter durch die falsche Ernährung in ihrer Entwicklung zu befördern. Denn schließlich und endlich werden die meisten von uns als Nahrung aufgenommenen Lebensmittel zu Kot weiterverarbeitet. Zwar ist davon auszugehen, dass essentielle und wichtige Bestandteil zuvor aus der Nahrung heraus gesondert werden, nichtsdestoweniger aber, behalten viele Lebensmittel auch in der Form von Stuhlgang einige ihrer vorherigen Eigenschaften bei. Somit kann die Aufnahme einiger Viktualien dazu führen, dass sie den Magen und den Darm besonders stark reizen. Um diesem Schicksal zu entgehen und gleichzeitig die daraus entstehenden zusätzliche Belastung zu verringern, ist es also von Vorteil, wenn man sich grundsätzlich gesund und nachhaltig ernährt.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt rund um die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist das eventuell daraus resultierende Übergewicht. Übergewicht oder Adipositas kann für sehr viele Leiden verantwortlich sein. Darunter zählen unter anderem auch Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zwar muss ein übergewichtiger Mensch nicht zwanghaft auch immer an Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden, dennoch liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür recht hoch. Die Gründe hierfür sind vielerlei Natur und bereits im vorliegenden Text erklärt worden. Nichtsdestoweniger sollte auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden, dass es gilt, Übergewicht um jeden Preis zu vermeiden. Zumindest wenn es um allzu starkes Übergewicht geht. Ein bisschen Übergewicht dagegen ist kaum schädlich und wird von manchen Medizinern sogar als sehr gesund und optimal angesehen. Dennoch sollte man nicht versuchen, sich seine überschüssigen Pfunde anhand dieser Aussage schön zu reden. Wenn man zu dick ist, ist man einfach zu dick – daran führt kein Weg vorbei. Man sollte darum darob nicht untätig bleiben und sich so schnell als möglich bekümmern, an Gewicht zu verlieren.

Ebenso gilt es im Rahmen der eigenen Ernährung auf das Trinkverhalten zu achten. Viele Menschen denken, dass sie trinken könnten, was sie wollten, wenn sie sich nur gesund ernährten. Das ist natürlich nicht nur vollkommener Unsinn, sondern auch noch potentiell sehr gefährlich. Insbesondere dann, wenn man Kaffee, Limonade und Alkoholika in rauen Mengen zu sich nimmt. Auch Getränke können einen massiven negativen Einfluss auf den Magen und die damit einhergehende Gesundheit ausüben. Es gilt also an dieser stelle, das geeignete Equilibrium zwischen Getränken und Nahrung zu finden und es mit keiner der Substanzen allzu sehr zu übertreiben.

Alles in allem also bleibt zu sagen, dass eine gesunde Ernährungsweise zwar keinen 100%igen Schutz zu bieten imstande ist, man aber die Chancen auf das Ausbilden eines krankhaft veränderten Pankreas dadurch deutlich senken kann. Darum sollte dieses Vorgehen im Interesse eines jeden Menschen liegen und man sollte sich stets und stetig dahingehend bemühen, sich nicht gehen zu lassen und ein für einen geeignetes Gewicht zu halten. Hiervon profitieren Körper und Geist gleichermaßen und das Risiko an vielerlei Krankheiten zu leiden, senkt sich enorm ab.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Beispeichdrüsenkrebserkrankung sind in erster Linie davon abhängig, wo der Tumor auftritt und welche Ausmaße er bereits angenommen hat. Eine Gewebewucherung wird sich selbstverständlich gänzlich anders äußern, als unkontrolliertes Zellwachstum. Zudem spielt es eine Rolle, ob bereits Metastasen gebildet wurden, oder nicht.

Besonders drastisch beim Pankreaskarzinom ist, dass sich dieser schnell wachsende Krebs nicht unbedingt in bestimmten Symptomen äußern muss. Es ist sogar recht üblich, dass keinerlei Anzeichen zu Beginn der Erkrankung bestehen und Betroffene weder Schmerzen noch sonstige Einschränkungen spüren. Aus diesem Grund wird dieser Krebs nicht selten bei Routineuntersuchungen entdeckt. Bei Personen, die über keinerlei Symptome klagen liegt oftmals eine sogenannte Münzläsion vor. Es handelt sich dabei um noch sehr kleine, flache Zellwucherungen, die auf einem Röntgenbild oder CT-Scan sichtbar werden.

Vor allem dann, wenn ein Pankreaskarzinom bereits eine entsprechende Größe erreicht hat, beziehungsweise an sich an einer besonders empfindlichen Stelle angesiedelt hat, kann dies die Verdauung behindern. Dann gehören Sodbrennen, Erbrechen, wässrige Durchfälle, Schmerzen im Abdomen sowie Bluthusten zu den möglichen Hinweisen. Sind durch den Tumor bereits Nerven geschädigt, zeigt sich dies manchmal in Form von Schulterschmerzen, die in den Arm ausstrahlen können. Man bezeichnet dies als Pancoast-Syndrom. Die Beeinträchtigung des Rachens und Kehlkopfraumes bewirkt zudem oftmals, dass Betroffene Schluckstörungen (Dysphagie) haben.

Haben sich bereits ob eines Pankreaskarzinom Metastasen in anderen Organen gebildet, zeigen sich wiederum spezifische Symptome, die in Zusammenhang mit den betroffenen Körperregionen stehen. Am häufigsten sind von metastasierendem Beispeichdrüsenkrebs die Knochen betroffen. Das kann zu sehr quälenden Schmerzen an den jeweiligen Knochenteilen führen. Da der Krebs hier tief ins Mark eindringen kann, ist die Schmerzempfindlichkeit ganz besonders hoch.

Neben den Knochen ist vor allem das Gehirn von Metastasen betroffen, die auf einen Beispeichdrüsenkrebs zurückzuführen sind. Da es sich hierbei um ein sehr komplexes Organ handelt, kann man nur schwerlich allgemeine Aussagen darüber treffen, durch welche Anzeichen sich Metastasen schließlich äußern. Es wird aber definitiv zu diversen Funktionsbeeinträchtigungen und -störungen kommen. In vielen Fällen treten beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel und Krampfanfälle auf. Aber auch Sehstörungen, Lähmungen oder Empfindungsverlust von Körperteilen sind im Rahmen des Möglichen. Zum Teil sind sogar Persönlichkeitsveränderungen, demenzähnliche Symptome oder Halluzinationen denkbar.

Es treten neben den genannten vor allem auch paraneoplastische Symptome bei einem Pankreaskarzinom auf. Beispeichdrüsenkrebs wird also häufig von Symptomen begleitet, die aus der Produktion von hormonähnlichen Substanzen durch Tumorzellen resultieren. Am häufigsten zeigen sich diese Anzeichen, wenn der Patient an einem kleinzelligen Karzinom leidet. Doch auch jede andere Krebsform kann paraneoplastische Symptome herbeiführen.

Ein kleinzelliges Pankreaskarzinom wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Hormon namens Adrenocorticotropin bilden. Das führt wiederum zur Ausscheidung von Cortisol über die Nebennieren. Man bezeichnet dies als Cushing-Syndrom, was sich durch Akne, Nierensteine, Muskelschwäche und einige weitere Symptome bemerkbar machen kann.

Das häufigste neoplastische Syndrom bei einem nicht kleinzelligen Pankreaskarzinom ist die Produktion einer Substanz, welche dem Parathyroidhormon ähnelt. Das führt zu einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut. Eine solche Hyperkalzämie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Betroffene unter extremer Müdigkeit, Muskelkrämpfen und Verdauungsbeschwerden leiden.

Wie die meisten Krebsarten treten auch im Zusammenhang mit Beispeichdrüsenkrebs sehr unspezifische Symptome auf, die der Betroffene selbst zunächst nicht mit einer Krebserkrankung in Zusammenhang bringt. Dazu gehören beispielsweise Gewichtsverlust, Müdigkeit und Abgeschlagenheit oder Schwächegefühle. Häufig sind aber auch psychologische Symptome wie Depressionen oder Stimmungsschwankungen.

Es zeigt sich also deutlich, dass die meisten Symptome nicht den Magen selbst betreffen, obgleich selbstverständlich auch dieser einige Anzeichen für das Vorliegen einer Krebserkrankung zeigen wird. Insgesamt sind die Symptome aber sehr unspezifisch und für Laien kaum als solche zu identifizieren. Darüber hinaus sind alle Krebserkrankungen sehr individuell und vor allem davon abhängig, wie es um die allgemeine Gesundheit des Betroffenen bestellt ist, wie schnell der Tumor wächst und wohin er streut. Es sind also durchaus noch etliche weitere Krankheitssymptome denkbar. Und wie bereits erwähnt, werden oftmals auch keinerlei Beschwerden wahrgenommen.

Im Folgenden werden die häufigsten Anzeichen noch einmal im Überblick angegeben:

  • Extreme Magenschmerzen
  • Koliken
  • Heiserkeit
  • Schmerzen und Beeinträchtigung anderer Organe (durch Metastasen)
  • Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit
  • Depressionen
  • Unfähigkeit Nahrung aufzunehmen
  • Stimmungsschwankungen
  • Neoplastisches Syndrom (z.B.: Hyperkalzämie, Cushing-Syndrom)

Unglücklicherweise äußert sich Bauchipeichdrüsenkrebs oftmals nicht durch besonders starke Symptome. Besonders ist dies während der frühen Phase der Erkrankung nicht der Fall. Darum kann es für Betroffene sehr schwer sein, überhaupt etwas von dem vorliegenden Leiden zu merken. Tatsächlich bemerken viele Erkrankte ihren Krebs erst, wenn es imgrunde schon zu spät ist. Dieser Umstand trägt zusätzlich dazu bei, dass die Sterberate bei Bauchipeichdrüsenkrebs vergleichsweise groß ist.

In der Tat kann es möglich sein, dass dem Betroffenen selbst bei bereits relativ ausgeprägten Formen des Bauchipeichdrüsenkrebs keinerlei Symptome auffallen.

Alles in allem ist es also sehr wichtig, dass man die etwaig auftretenden Symptome nicht als Nebensächlichkeiten abtut, sondern sich sofort medizinische Hilfe sucht. Dies kann im Falle der vorliegenden Krankheit über Leben und Tod entscheiden. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vernachlässigen zu erwähnen, dass Raucher oder andere besonders gefährdete Personengruppen, sich ohnehin regelmäßig hinsichtlich einer potentiellen Krebserkrankung des Magens untersuchen lassen sollten. Dies dient nicht nur dem Eigenschutz, sondern kann im Zweifel auch eine Erleichterung für Familie und Freunde sein.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose eines Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt auch für Ärzte eine Herausforderung dar. Das liegt vor allem daran, dass es für eine spätere Behandlung wichtig ist, exakt zu bestimmen um welche Art des Krebses es sich genau handelt und ob überhaupt eine bösartige Form der Wucherung vorliegt. Darüber hinaus sind die Beschwerden, mit welchen Patienten sich an einen Arzt wenden, häufig sehr unspezifisch, sodass hierdurch kaum konkrete Diagnosen gestellt werden können. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Tests, die durchgeführt werden können, wenn der Verdacht auf eine Krebserkrankung vorliegt. Welche Tests dabei zum Einsatz kommen, entscheidet der Arzt häufig anhand der beschriebenen Symptome oder der individuellen Verfassung des Patienten.

Allgemeine Untersuchung
Zunächst einmal wird der Arzt eine körperliche Untersuchung vornehmen und eine detaillierte Anamnese erstellen. Neben Fragen nach Symptomen und Risikofaktoren für die Krebsentstehung, wie beispielsweise Rauchen.

Röntgen
Sind bei der körperlichen Untersuchung einige Merkmale aufgefallen, die auf eine Magennschädigung verweisen, wird als erster diagnostischer Schritt zunächst das Abdomen geröntgt. Das Röntgenbild des Abdomens stellt häufig einen Blick von hinten auf die Vorderseite des Abdomens sowie einen Blick auf die Seite dar. Liegt ein Krebs vor, zeigen sich dann auf dem Magen dunkle Flecken, die durch eine Verdichtung des Gewebes entstehen. Diese können durch einen Arzt relativ gut erkannt werden. Es ist allerdings nicht möglich, zu identifizieren um welche Art von Raumforderung es sich bei den dargestellten Flecken handelt. Bei diesen könnte es sich nämlich auch um kleine Kalkknötchen oder einen gutartigen Tumor handeln. Aus diesem Grund bildet das Röntgen lediglich einen ersten Schritt bei der Diagnose und dient nicht der Identifizierung einer Krankheit an sich.

Computertomographie

Ein CT (Computertomographie) wird häufig von der Brust, dem Bauchraum und dem Gehirn gemacht. Es handelt sich hierbei um ein computergestütztes Röntgenverfahren, welches es ermöglicht, durch übereinanderlegen der Bilder einen detaillierten Querschnitt des Körpers zu erhalten. Dadurch sind die Röntgenaufnahmen wesentlich feingliedriger als bei einem gewöhnlichen Röntgenapparat. Es zeigen sich hernach auch kleinere Knoten und Metastasen, die sich erst im Anfangsstadium befinden. In einigen Fällen erfolgt die Untersuchung mittels OP mit Hilfe eines Kontrastmittels, welches dem Betroffenen vor dem Scan injiziert wird. Dies dient vor allem dazu, die Organe hinsichtlich ihrer Position genau abzugrenzen. Hin und wieder kann es durch ein solches Kontrastmittel zu Nebenwirkungen wie Juckreiz, Hautausschlag oder Nesselsucht kommen, die jedoch zeitnah wieder verschwinden.

Spiral-CT (auch Helix-CT)

Diese Untersuchungsmethode wird nicht nur zur Abklärung eines Pankreaskarzinom, sondern ebenso für eine Früherkennung während präventiver Untersuchungen von Rauchern empfohlen. Mit diesen Geräten lassen sich vor allem sehr kleine Gewebewucherungen finden. Aus diesem Grund kann hierdurch ein Krebs entdeckt werden, wenn er noch sehr klein ist. Dies erhöht die Chancen einer Heilung um etwa 20 %.

Magnetresonanztomografie
Es ist auch möglich, dass zur Diagnostizierung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt wird. Dies ist sogar zu empfehlen, wenn die spezifische Lage eines Tumors mit anderen Mitteln nicht exakt bestimmt werden konnte. Das MRT sammelt vor allem Daten über die Struktur des Körpers. Hierdurch können kleinste Gewebeveränderungen sowie deren genaue Position ermittelt werden.

Ein MRT ist besonders zur Untersuchung geeignet, wenn es mit anderen Techniken Probleme gab. Das liegt vor allem daran, dass hier keine Strahlung abgegeben wird und zudem kein Kontrastmittel für die Untersuchung notwendig ist. Allerdings kann ein MRT problematisch werden, wenn ein Patient einen Herzschrittmacher trägt, da die Magnetresonanztherapie mit Radiowellen und Magnetismus arbeitet, welche einen Schrittmacher beeinflussen können.

Positronemissionstomographie
Bei einer Positronemissionstomografie (PET) wird ein kurzlebiges radioaktives Medikament verabreicht, welches dreidimensionale farbige Bilder im Scan erzeugt. Das ist möglich, weil sich diese Mittel nur in bestimmten Gewebetypen absetzen.

Während CT und MRT auf den Scan anatomischer Strukturen ausgerichtet sind, misst der PET-Scan metabolische Aktivitäten und die Funktionalität von Gewebe. Hierdurch kann bestimmt werden, ob ein Tumor wächst. Außerdem kann besser bestimmt werden, um welche Zellart es sich handelt. Das spielt hernach vor allem eine Rolle, um zu ermitteln, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt.

Knochen-Scan
Ein Bauchspeicheldrüsenkrebs neigt in der Regel dazu, recht früh zu streuen. Am häufigsten sind hiervon die Knochen betroffen. Ein Knochenscan dient also dazu, zu ermitteln, ob das bereits identifizierte wuchernde Magengewebe metastasiert. Bei einem Knochenscan wir ebenso wie bei den Untersuchungen mit CT ein Kontrastmittel verabreicht.

Chirurgische Eingriffe
Konnte mit keiner anderen genannten Methode nachgewiesen werden, dass sich maligne Zellen im Körper befinden, obgleich alles darauf hindeutet, dass ein Bauchspeicheldrüsenkrebs vorliegt, dann müssen chirurgische Techniken zum Einsatz kommen, um Gewebe entnehmen zu können. Häufig ist dies mit einer kompletten Entnahme des Tumors verbunden. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass eine vollständige Entfernung, die jegliche Zellen umfasst, mit dieser Methode nicht immer erreicht werden kann.

Molekulare Tests
Verschiedene molekulare Tests werden vor allem dann eingesetzt, wenn der Bauchspeicheldrüsenkrebs schon weit fortgeschritten ist. Hierdurch können eventuelle genetische Mutationen des Krebsgewebes ermittelt werden. Ihre Identifizierung dient vor allem dazu, den Krebs in der späteren Behandlung am Wachstum zu hindern.

Blutuntersuchung

Mit Blutuntersuchungen kann eigentlich kein Pankreaskarzinom nachgewiesen werden. Allerdings ist es sinnvoll, diese durchzuführen. Denn hierdurch können diverse Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung offensichtlich werden. Das betrifft vor allem das Vorhandensein von Neoplasien, also hormonellen Störungen im Körper. Darüber hinaus gibt es einige Proteine, die im Blut eine Art Marker darstellen, welche einem Mediziner anzeigen, dass vermutlich generell eine Krebserkrankung vorliegt.

Weiteres
Zwecks einer halbwegs sicheren und frühen Diagnose ist es darum nicht nur am behandelnden Arzt, sondern auch am Patienten, dahingehend Initiative zu zeigen. Sollte man an sich selbst potentielle Symptome bemerken und / oder einer Risikogruppe angehören, so ist es an der Zeit, dass man einen Mediziner konsultiert und diesen gezielt auf eine etwaig vorliegende Erkrankungen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs anspricht. Zudem sollte man nicht locker lassen und eine tiefer gehende Behandlung verlangen, insofern diese nicht ohnehin angeboten wird. Schließlich und endlich ist es gerade im Falle der vorliegenden Krankheit sehr wichtig, dass der Patient selbst sich nicht allzu passiv verhält, sondern aktiv versucht, den Ursachen seines Leidens oder anderer Probleme mit dem Abdomen auf die Spur zu kommen. Hier sind sowohl Patient als auch Mediziner gleichermaßen in der Bringschuld.

Übersicht der zur Einsatz kommenden Testverfahren

  • Blutuntersuchung: Bluttests dienen in der Regel dazu, eine Infektion im Blut nachzuweisen und darüber hinaus ebenso die auslösenden Faktoren der etwaigen Infektion zu benennen. Nichtsdestoweniger ist dieses verfahren nicht immer nutzbringend und kann bisweilen fehlerhafte oder gar keine verwertbaren Daten liefern.
  • Computertomographie (CT): Bei der Computertomographie handelt es sich, ähnlich dem Röntgen, um ein sog. „Bildgebendes Verfahren“. Nichtsdestoweniger ist ein CT zumeist wesentlich aufschlussreicher, als eine Röntgenaufnahme – benötigt aber in der Erstellung auch dementsprechend mehr Zeit und Aufwand. Ein Arzt bedient sich dieses diagnostischen Mittels häufig dann, wenn der bereits identifizierte Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht erwartungsgemäß abheilt, bzw. nicht entsprechend der Erwartungen auf die Behandlung anspricht.
  • Biopsie: In den meisten Fällen dient jedoch lediglich eine Biopsie des Magens der sicheren Klärung der vorliegenden Erkrankung. Eine solche ist allerdings nicht ganz risikofrei zu bewerkstelligen. Zwar kommt es dank der modernen Schulmedizin kaum noch zu tödlichen Zwischenfällen, dennoch sind diese nicht grundsätzlich auszuschließen. Zwecks der Biopsie muss der behandelnde Arzt eine Gewebeprobe direkt von der Bauchspeicheldrüse des Patienten entnehmen. In Folge dieses Eingriffes kann es durchaus zu schweren Schädigungen des korrespondierenden Organs sowie zu massiven inneren Blutungen kommen. Darum sollte man sich vor einem solchen Eingriff der Risiken bewusst werden.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um eine der am häufigsten vorkommenden Arten von Krebs überhaupt. Dies war allerdings nicht immer so. Für die Jahrhunderte und Jahrtausende vor den 1850er Jahren lassen sich kaum Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs nachweisen. Tatsächlich war diese Krankheit bis beinahe in die 1920er Jahre eine mehr oder weniger große Seltenheit und erregte darum immer wieder viel Interesse in der Fachwelt. Erst im Laufe der 1930er und 1940er Jahre kam zu immer mehr Fällen von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Diese zunächst seltsam erscheinende Entwicklung ist jedoch historisch sehr gut zu begründen.

Tatsächlich lassen sich die meisten Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs in einen direkten Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakwaren in Verbindung bringen. Dieser war allerdings lange Zeit verpönt oder schlicht unbekannt. Zwar ist Tabak seit dem frühen 16. Jahrhundert in Europa bekannt, dennoch unterlagen der Import und der Kauf desselben sehr scharfen Restriktionen. Tatsächlich waren die Nichtrauchergesetze des 18. Jahrhunderts weitaus schärfer als sie es heutzutage sind. Wer beispielsweise im Jahre 1780 in Berlin auf einem öffentlichen Platz rauchte, konnte dafür mit bis zu 50 Stockhieben und einer empfindlichen Bußgeldzahlung bestraft werden. Auch in den nachfolgenden Jahrzehnten war rauchen sehr unpopulär. Zwar galt es an einigen Höfen Europas schick, sich hin und wieder eine Pfeife zu gönnen, dies war aber eher die Ausnahme.

Erst Mitte des 19. Jahrhundert kam rauchen langsam in Mode. Allerdings, contraire zu heute, als ein ausschließlich der Oberschicht vorenthaltenes Vergnügen. Tabak war extrem teuer und kaum einer konnte es sich leisten. Darüber hinaus erhielt man ihn nur in Form von Zigarren und Pfeifentabak. Beide raucht man normalerweise nicht „auf Lunge“. Das macht es zwar nicht weniger schädlich, mindert aber das Risiko auf Bauchspeicheldrüsenkrebs etwas ab – steigert aber dafür das Risiko auf Mundhöhlenkrebs. Wie dem auch sei, wurde das Rauchen während des ersten Weltkrieges nicht nur erschwinglich, sondern auch Mode. Viele Menschen begannen zu rauchen und rauchten darüber hinaus auch sehr viel. Nicht wenige Ärzte rieten ihren Patienten sogar dazu zu rauchen, weil sie dachten, dass auf diese Weise diverse Krankheiten zu heilen seien. Von einem heutigen Standpunkte aus, ist das natürlich grober Unfug. Somit kam es etwa 10 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges zu ersten Häufungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Diese Entwicklung zog sich über viele Jahrzehnte hinweg fort. In den 1960er Jahren schließlich, wurde Bauchspeicheldrüsenkrebs zu einer der häufigsten Krebsarten weltweit. Heute sind die Zahlen jedoch glücklicherweise wieder rückläufig. Dies liegt unter anderem an den staatlichen Anti-Raucher-Kampagnen. Diese zeigen sehr viel Erfolg und haben immens dabei geholfen, die allgemeinen Zahlen von Nikotinsüchtigen zu senken.

Alter und Geschlecht spielen beim Vorkommen von Bauchspeicheldrüsenkrebs nur eine untergeordnete Rolle. Zwar ist es mit dem Alter wahrscheinlicher, einen solchen Tumor zu entwickeln, dennoch ist das Auftauchen eines solchen auch bei jungen Menschen nicht auszuschließen. Auch das Geschlecht spielt keine Rolle. Männer und Frauen sind oftmals gleichermaßen stark betroffen.

Zudem scheint auch die Ethnie keine allzu große Rolle zu spielen. Alle Menschen aus allen Ländern sind gleich stark betroffene, wenn es um Bauchspeicheldrüsenkrebs geht. Lediglich Staaten mit deutlich geringeren Zahlen von Rauchern, weisen auch weniger Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs auf.

Diagnosedaten
Es ist mitunter sehr schwer, die aus einer Diagnose gewonnen Daten korrekt, effektiv und gut auszuwerten. Bisweilen ist es sogar schwer, überhaupt verwertbare diagnostische Daten zu ermitteln. Dies ist, wie bereits weiter oben im Text erwähnt, darum der Fall, da die klinischen Tests nicht immer ganz und gar verwertbare Ergebnisse liefern. Gerade in der Frühphase der Erkrankung ist es oftmals nur sehr schwer möglich, den Tumor überhaupt zu bemerken. Selbst ein Röntgenbild zeigt einen solchen nicht immer. Wenn er überhaupt zu sehen ist, zeigt er sich höchstens als kaum wahrzunehmender Schatten auf dem Magen. Für das ungeübte Auge ist dieser oftmals gar nicht oder nur sehr schwer auszumachen. Ein erfahrender Arzt jedoch erkennt ihn in aller Regel wesentlich besser.

Auch Untersuchungen des Blutes sind nicht selten wenig aufschlussreich. Es kann tatsächlich der Fall sein, dass die aus diesen Verfahren gewonnenen Daten keinerlei Erkenntnisse bringen und sogar dafür sorgen, dass der zuständige Mediziner einer allgemeine Entwarnung ausspricht. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern kann den Patienten im Zweifel auch sein Leben kosten. Darum ist es von höchster Wichtigkeit, dass der behandelnde Arzt so gewissenhaft als nur irgend möglich bei der Prüfung der Testergebnisse vorgeht.

Somit handelt es sich bei dem Bauchspeicheldrüsenkrebs wirklich um keine allzu leicht zu diagnostizierende Erkrankung. Erst sehr spät ist es möglich, einen schnellen und gezielten Befund zu erstellen und die vorliegende Krankheit damit korrekt anzusprechen. Dann ist es aber meist schon zu spät und der betroffene Patient kann nicht mehr auf eine Heilung hoffen.

Alles in allem also sollte man beim diagnostischen Prozess durchaus aktiv mitwirken und ggf. mit Nachdruck einfordern, dass die Bauchspeicheldrüse speziell untersucht wird. Insbesondere dann, wenn man spürt, dass etwas mit dem eigenen Magen nicht so stimmt, wie es das sollte. Patient und Arzt sollten hier ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander aufbauen und unterhalten, um nicht Gefahr zu laufen, aufgrund etwaiger Fehlkommunikationen die Diagnose zu behindern.


Komplikationen bei der Krankheit

Im Rahmen einer Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs kann es durchaus zu Komplikationen kommen, diese drücken sich zumeist in einer die Hautpkrankheit begleitenden Erkrankung aus. Solche können u.a. sein:

  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Abszesse und Ödeme im Bereich des Abdomens
  • Immer wiederkehrende starke Koliken
  • Magenbluten
  • Empyem (Eiteransammlung)
  • Magendurchbrüche
  • Ansammlungen von Wundflüssigkeit im Magen
  • Bakteriämie (Bakterien können vom Pnakreas ins Blut gelangen)

In aller Regel bedeuten diese ungewollten Begleiterscheinungen ein erhöhtes Leiden für den Patienten und verlangsamen den Prozess der Heilung teils sehr stark. Nichtsdestotrotz ist den meisten Komplikationen gut und sicher entgegenzuwirken, wenngleich sie auch nicht immer zu verhindern sind.

Man sollte dennoch davon ausgehen, dass jegliche Komplikation den Prozess der Heilung, bzw. die Therapie stark verlangsamen. Das ist nicht selten ein Todesurteil für den Patienten. Denn gerade bei Krebserkrankungen kann es manchmal auf Stunden ankommen. Ist der Patient zu stark geschwächt, ist es oftmals nicht mehr möglich, eine Chemotherapie oder andere Maßnahmen anzuordnen.

Übersicht über die potentiellen Komplikationen

  • Müdigkeit – Im Fälle von vielen Krebserkrankungen kommt es nicht selten vor, dass die weißen Blutkörper die roten Blutkörper regelrecht übermannen. Im Zuge dessen kommt es nicht selten zu einer Anämie, sprich einer Blutarmut. Das hauptsächliche Symptom einer solchen ist eine dauerhafte, ja beinahe chronische bleierne Müdigkeit. Bisweilen verstärkt sich dieser Umstand noch darüber hinaus dadurch, dass gängige Medikamente, die bei einem Pankreaskarzinom gereicht werden, die Anzahl der roten Blutkörper zusätzlich senken. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und allgemeine Antriebslosigkeit sind also sehr wahrscheinlich auftretende Nebeneffekte der vorliegenden Erkrankung.
  • Allgemeine Schmerzen – Im Zuge einer Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs kommt es dazu, dass sich das Knochenmark im Inneren des Knochen selbst ausdehnt und damit massive Schmerzen in den Knochen selbst oder den Gelenken verursachen kann. In besonderes schweren Fällen, kann dies soweit führen, dass Betroffene außer Stande sind, sich zu bewegen. Es tritt also eine temporäre und schmerzbedingte Lähmung auf. Dies ist aber nur selten der Fall. Wesentlich häufiger kann man dagegen beobachten, dass der Betroffene vollends außer Stande ist, sich physisch zu betätigen, da seine Kurzatmigkeit dies schlicht nicht mehr zulässt. Hierbei kann es zu massiven Schmerzen durch Unterbeanspruchung der Muskeln und Knochen kommen.
  • Häufige Infektionen – Für gewöhnlich gilt es, dass weiße Blutkörperchen dem Organismus dabei helfen, Erreger, sprich Viren und Bakterien, abzuwehren. Da im Falle einer Belastung mit Krebs sehr viele davon vorhanden sind, sollte man davon ausgehen können, dass allgemeine Infektionen und dergleichen kein Problem darstellen. Das ist aber falsch. Denn durch die Überproduktion derselben kann der Körper nicht gewährleisten, dass sie alle qualitativ hochwertig sind. Tatsächlich sind sie zumeist stark fehlgebildet und verfügen dementsprechend über eine sehr stark eingeschränkte Leistung. Bei Licht betrachtet sind sie bisweilen komplett nutzlos und nehmen lediglich Raum ein, nicht mehr. Somit ist es also nicht weiter verwunderlich, dass erkrankte Personen sehr häufig an diversen Infekten leiden. Diese können sehr leicht, aber auch sehr schwerwiegend sein und stellen dahingehend eine manchmal große zusätzliche Belastung für den Körper des Patienten dar.
  • Probleme mit der Nahrungsaufnahme – Dass die Nahrungsaufnahme wohl am stärksten von Bauchspeicheldrüsenkrebs betroffen ist, dürfte allgemein hin klar sein. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass selbige die Patienten nicht selten im Stich lässt. Jeder Bissen Nahrung tut weh und darüber hinaus kommt es auch noch sehr häufig zu Erbrechen bei den geringsten mengen konsumierter Nahrung. Dieser Zustand hat oftmals zur Folge, dass Betroffene nicht mehr dazu in der Lage sind, genug Inhaltsstoffe aufzunehmen, geschweige denn durch den Alltag zu navigieren. Familiäre oder pflegerische Hilfe ist darum häufig ein absolutes Muss für diese Personen.
  • Tod – Wie bereits erwähnt, endet Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr oft im Tode des Patienten. Darum muss man sich darauf einstellen, dass dieser Zustand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eintritt. Dies kann für viele Betroffene sehr schwer sein. Sie verfallen darum nicht selten in Depressionen und unternehmen Suizidversuche. Bisweilen kann eine Psychotherapie ihnen aber dabei helfen, ihr Schicksal zu akzeptieren und zu lernen damit umzugehen. Alles in allem aber sollte man die Entscheidungen der Leidenden respektieren und ihnen nicht im Wege stehen, wenn sie nach ihren eigenen Konditionen aus dem Leben scheiden wollen. Das ist oftmals die einzige freie Entscheidung, die ihnen noch verbleibt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Viele Personen suchen keinen Arzt auf, da sie die Symptome nicht als solche wahrnehmen. Das ist natürlich ein grundsätzlich falscher Ansatz. Lieber einmal mehr zum Arzt gehen, als einmal zu wenig. Dies gilt nicht nur für die allgemeine Beschwerden des Abdomens, sondern auch für alle anderen Krankheiten. Selbst schwach erscheinenden Symptome können auf starke gesundheitliche Beeinträchtigungen hinweisen. Ähnliches gilt in gesteigertem Maße auch für den hier erörterten Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Somit ist einem jeden Patienten dazu geraten, der Beschwerden Im Bereich des Unterbauchs hat, gleichwohl wie stark diese ausgeprägt sind oder nicht, dass er sofort und ohne zu hadern, einen Arzt konsultieren sollte. Das kann im Zweifel das Leben dieses Menschen retten und das sollte nun wirklich im eigenen Interesse liegen. Des Weiteren kann es auch nützlich sein, einen Mediziner zu Rate zu ziehen, wenn man keine spezifischen Symptome verspürt, sondern nur Einschränkungen wahrnimmt. Beispielsweise Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit. Sollte man wesentlich weniger belastbar sein, als zuvor, so kann dies oftmals ein Hinweis darauf sein, dass man an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet. Dasselbe gilt für Personen, die durch Vererbung vorbelastet sind. Zwar handelt es sich bei Pnakreaskarzinom nicht um Erbkrankheiten, dennoch sollte man nicht vergessen, dass ein allgemeine Anfälligkeit gegenüber Krebserkrankungen in der Familie liegen kann. Darum sollten Personen, deren Eltern, Großeltern und / oder nahe Verwandte besonders häufig an Krebs leiden dahingehende Vorsicht walten lassen.

Es gilt also im Allgemeinen: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Es schadet auch nicht, den Arzt im Rahmen einer Routineuntersuchung auf eine etwaig gezieltere Untersuchung der Bauchspeicheldrüsen anzusprechen, wenn dies im Interesse des Patienten liegt. Kurzum bedeutet das also, dass man sich auf keinen Fall dazu verleiten lassen sollte, sich aufgrund der Geringfügigkeit der Symptome, einem Besuch beim Arzt zu entziehen. Dadurch ist niemandem geholfen. Gerade auch aus dem Nichts kommender Magenschmerz, der lange Zeit verbleibt und mit gewöhnlichen Arzneien und / oder Hausmitteln nicht zu vertreiben ist, sollte einem als Indikator dafür gelten, dass es Zeit ist, einen Arzt aufzusuchen. Ähnliches gilt für blutiges Erbrechen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Je nach Stadium und Art der Krebserkrankung sowie Alter und körperlicher Verfassung des Patienten können unterschiedliche Therapieansätze gewählt werden. Im Frühstadium besteht die Option einer Operation, oft verbunden mit einer vorhergehenden Bestrahlung zur Verkleinerung der Tumore. Bei älteren Patienten mit bereits leicht eingeschränkter Magenfunktion wäre eine Entfernung von Teilen des Magens jedoch eher kontraindiziert. Im fortgeschrittenen Stadium mit Metastasierung sind Strahlentherapie und / oder Chemotherapie weitere Standardbehandlungsmethoden bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. In manchen Fällen können alternativ auch Substanzen verabreicht werden, die gezielt nur die Krebszellen angreifen und das gesunde Gewebe ungeschädigt lassen.

Alles in allem also stehen dem zuständigen Mediziner heutzutage eine Vielzahl potentieller Heilmittel zur Verfügung, derer er sich bedienen kann. Dennoch sollte man sich keine Illusionen darüber machen, dass sämtliche Versuche der Heilung äußerst riskant und also mit großen Gefahren für Leib und Leben des Patienten verbunden sind. Darüber hinaus ist zudem damit zu rechnen, dass dem Patienten, selbst im Falle einer erfolgreichen Behandlung, dauerhafte und bleibende Schäden zurückbleiben. Allen voran eine permanente Einschränkung der Magenfunktion. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Personen operativ behandelt wurden. Eine solche Operation beinhaltet nämlich in aller Regel die Entfernung eines Teils des Magens. Dieser ist fortan unwiederbringlich verloren und somit auch die Verdauungsleistung des Patienten.

Nicht selten hört man von erfolgreich behandelten Personen, die nach einem Eingriff nur noch über 20% Magenvolumen verfügen. Das ist immens wenig und schränkt die Lebensqualität sowie die Leistungsfähigkeit stark ein.

Dennoch sollte man einer Behandlung nicht allzu missmutig gegenüberstehen. Sicherlich ist dieselbe weder angenehm noch schmerzfrei, aber die Chancen auf Heilung liegen immerhin bei rund 50%. Zumindest in Fällen, da die Erkrankung frühzeitig erkannt wurde. Das ist besser als nichts und dient zumindest als kleiner Hoffnungsschimmer.

Alles in allem muss man also damit rechnen, dass man, insofern man an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, mit diversen Methoden gleichzeitig behandelt wird. Darunter unter anderem Bestrahlung, Chemotherapie, medikamentöse Therapie sowie ggf. operative Eingriffe.
Weitere zum Einsatz kommende Methoden sind unter anderem:

  • Überwachung – Es ist durchaus möglich, dass ein Krebs zunächst einmal nicht aktiv behandelt, sondern lediglich überwacht wird. Hierfür existieren zwei Möglichkeiten. Besonders bei Patienten mit einer geringen Lebenserwartung und einem sehr langsam wachsenden Karzinom, kann unter Umständen eine Strahlenbehandlung oder ein chirurgischer Eingriff mehr schaden als nutzen. In diesen Fällen wird der Krebs lediglich gezielt mittels PSA-Test überwacht. Eine erneute Biopsie wird allerdings nicht vorgenommen. Hier ist oftmals nicht von einer dramatischen Verschlechterung auszugehen. Die Betroffenen bemerken das Karzinom nicht und fühlen sich folglich im Leben auch nicht eingeschränkt. Eingriffe werden erst dann erforderlich, wenn sich wider Erwarten eine drastische Verschlechterung ergibt, Schmerzen eintreten oder der Krebs zu streuen beginnt.

    Eine aktive Überwachungstherapie wird vor allem bei jenen Patienten angewendet, die einen risikoarmen Tumor aufweisen und gleichzeitig eine längere Lebenserwartung haben. Wichtig sind hier vor allem die Werte des sogenannten PSA-Tests, die regelmäßig untersucht werden müssen. Außerdem wird in diesen Fällen etwa zweimal jährlich eine Biopsie vorgenommen, um zu ermitteln, ob eine Zunahme an Krebszellen stattfindet. Auch hier gilt, dass durch ein kleines, risikoarmes Karzinom keine Einschränkungen entstehen und daher eine Therapie geradezu unnötig wird. Durch die regelmäßige Kontrolle kann dennoch frühzeitig entdeckt werden, wenn der Krebs voranschreitet. Eine Behandlung ist schließlich intendiert, wird jedoch erst vorgenommen, wenn tatsächlicher Handlungsbedarf entsteht.

  • Strahlentherapie – Die sogenannte Strahlentherapie dient dazu, die Krebszellen mittels Strahlung gezielt abzutöten.Bei der externen Strahlentherapie kommt zunächst ein Röntgengerät zum Einsatz, mit dem genaue Bilder des Tumors gemacht werden. Anschließend werden auf diesen gebündelte hochenergetische Strahlen geschossen. Hierdurch wird die DNA der betroffenen Zellen zerstört und sie sterben schließlich ab. Dieser Prozess kann jedoch einige Zeit dauern. Aus diesem Grund muss das Gewebe oftmals sehr lange bestrahlt werden. Es ist beispielsweise keine Seltenheit, dass ein Patient fünf Tage die Woche über mehrere Wochen hinweg diesen Eingriff an sich vornehmen lassen muss. Das Verfahren wird aber stetig weiterentwickelt, wodurch sich auch die Behandlungszeiträume stetig verkürzen.

    Insgesamt gesehen, sind die Nebenwirkungen bei dieser Art der Strahlentherapie relativ gering. Doch obgleich die Strahlung gebündelt auf den Tumor gerichtet ist, kann unter Umständen auch gesundes Gewebe zerstört oder beschädigt werden. Dann sind Störungen des Würgereflexes, eine erhöhte Chance auf Sodbrennen, Hautreizungen oder lokaler Haarausfall möglich. Aus diesem Grund gilt eine bestrahlung als gute Alternative zu einem chirurgischen Eingriff.

    Eine andere Form der Strahlentherapie ist die Brachytherapie. Hierbei wird die Strahlungsquelle nicht von außen, sondern im Inneren des Körpers angesetzt. Dem Betroffenen werden dabei kleine medizinische Röhrchen mit radioaktiven Samen implantiert, die regelmäßig erneuert und ausgetauscht werden. Hierdurch wird eine längerfristige Bestrahlung des betroffenen Gewebes gewährleistet. Das Risiko für Nebenwirkungen liegt in etwa im selben Bereich wie beim regulären Verfahren. Welches Verfahren zum Einsatz kommen soll, kann ein Patient oftmals in Absprache mit einem Arzt selbst entscheiden. Unter Umständen ist auch eine Kombination beider Techniken möglich. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn eine besonders hohe Strahlendosis erreicht werden soll.

  • Fokaltherapie – Bei der sogenannten fokalen oder Schwerpunkttherapie wird lediglich das Tumorgewebe aus der Bauchspeicheldrüse entfernt. Hierfür werden verschiedene minimalinvasive Methoden eingesetzt:
    • Kryotherapie
    • Laserablation
    • Ultraschallablation
    • photodynamische Therapie
    • Hochfrequenztherapie
    • fokale Brachytherapie

    Am häufigsten wird die sogenannte Kryotherapie angewendet. Hierbei wird ein spezielles Gas ins Tumorgewebe geleitet, welches die entsprechenden Krebszellen einfriert. Gleichzeitig wird warme Flüssigkeit in den Magen gepumpt, damit dieser nicht geschädigt wird. Hierdurch ist schließlich ein gezieltes Abtöten der Karzinomzellen möglich. Den gleichen Effekt erzielt auch die Bestrahlung mit einem Laser oder einem Ultraschall. Die weiteren genannten fokalen Therapieansätze sind noch relativ neu und werden daher nur sehr selten eingesetzt. Nach wie vor gilt die Kryotherapie als besonders erfolgversprechend. Sie führt darüber hinaus nur selten zu Nebenwirkungen. Lediglich durch die Injektionsstellen können Gewebeschäden hervorgerufen werden, welche wiederum Inkontinenz oder Erektile Dysfunktion hervorrufen können. Dies tritt aber vergleichsweise selten auf.

    Eine Schwerpunkttherapie wird oftmals nicht primär eingesetzt. Die Gefahr, dass einige Krebszellen überleben ist hierbei zu hoch. Es handelt sich eher um eine Maßnahme mithilfe derer die Strahlentherapie unterstützt werden soll.

  • Chemotherapie und Immuntherapie – Die Chemotherapie kommt derzeit überwiegend bei metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Einsatz. Sie ist entgegen der landläufigen Meinung jedoch keine heilende Behandlung, sondern dient vor allem dazu, die Symptome eines Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entlasten sowie das Leben eines Patienten möglichst zu verlängern. Ein Rückgang des Krebses ist jedoch hierdurch nicht möglich. Durch die Chemotherapie kann jedoch ein Tumor geschrumpft werden, was wiederum die Strahlenbehandlung entscheidend begünstigt.Generell stehen für die Chemotherapie mehrere Medikamente zur Verfügung, die entweder oral eingenommen oder injiziert werden. Abhängig vom eingesetzten Mittel, wird die DNA auf die eine oder andere Weise daran gehindert, Zellen zum Wachstum und zur Teilung anzuregen. Hierbei besteht jedoch das Problem, dass die DNA nicht zwischen gesunden Zellen und Krebszellen unterscheidet. Die Behandlung betrifft hernach alle Körperzellen. Dadurch ist die Chemotherapie von erheblichen Nebenwirkungen betroffen und gilt zudem als äußerst schmerzhaft. Sie wird in Deutschland vor allem dann eingesetzt, wenn sich ein Tumor als kastrationsresitent erweist und folglich nicht mit einer Hormontherapie behandelt werden kann.

    Das menschliche Immunsystem ist im Grunde genommen dafür verantwortlich, dass Störungen der normalen Funktionstätigkeit des Körpers sofort eingegriffen und beseitigt werden. Weshalb jedoch die fehlerhaften Krebszellen vom System ignoriert werden, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt. Es existieren aber verschiedene therapeutische Ansätze, die den menschlichen Abwehrmechanismus als Waffe gegen die Krebszellen einsetzen wollen. Hierzu zählt beispielsweise die Impfstofftherapie, bei welcher dem Patienten Krebszellen entnommen und hernach wieder injiziert werden. Dadurch soll das Immunsystem dazu angeregt werden, eben jene Zellen anzugreifen.

    Diese Therapie wird derzeit lediglich bei metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs angewendet und dient allein dazu, das Leben der Betroffenen zu verlängern. Eine Heilung des Krebses kann hierdurch allerdings nicht bewirkt werden. Generell kommt die Immuntherapie nur dann zum Einsatz, wenn die Hormonbehandlung keine Wirkung gezeigt hat. Sie ist vor allem mit weniger Nebenwirkungen verbunden als diese, ist allerdings auch nicht so wirksam.

  • Schutz der Knochen vor Metastasen – Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs, insofern er zu metastasieren beginnt, vor allem die Knochen in Mitleidenschaft zieht. Darüber hinaus bildet auch die häufig angewendete Hormontherapie eine Gefahrenquelle für das menschliche Knochensystem, da hierdurch beispielsweise Osteoporose begünstigt wird. Die Gesunderhaltung der Knochen spielt daher eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hierfür kommen verschiedene Medikamente und Methoden zum Einsatz.Am häufigsten angewendet werden sogenannte Bisphosphonate. Es handelt sich dabei um Medikamente, die auch bei der Behandlung von Osteoporose oder Osteopenie eingesetzt werden. Sie arbeiten gezielt gegen die sogenannten Osteoklastenzellen, welche maßgeblich für die Brüchigkeit von Knochen verantwortlich sind. In Bezug auf Bauchspeicheldrüsenkrebs bewirken sie vor allem, dass sich Metastasen schwerer im Gewebe verankern können und sorgen zudem dafür, dass der Patient weniger Schmerzen empfindet.

    Aktuell gibt es einige Studien, die sich mit dem gezielten Einsetzen der Bisphosphonate gegen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen beschäftigen. Laboruntersuchungen haben bereits einen positiven Effekt gezeigt. In der Praxis wurde eine solche Behandlung allerdings noch nicht getestet.

    Eine weitere Möglichkeit, die Osteoklasten aus den Knochen zu entfernen ist der Einsatz von monoklonalen Antikörpern. Dieses Medikament hemmt vor allem die Bildung eines spezifischen Proteins, welches wiederum notwendig für den Aufbau der Osteoklasten ist. Dies hat sich bisher als wirkungsvoller als Bisphosphonate herausgestellt, sollte die Metastasierung eines Krebses noch im Anfangsstadium liegen.

    Knochenmetastasen können letztlich auch mit sogenannten Radiopharmaka behandelt werden. Darunter versteht man radioaktive Substanzen, welche direkt im Knochen wirken, die Organe und Weichteile aber nicht befallen. Generell haben sie einen ähnlichen Effekt wie die Chemotherapie. Vergleichbar sind aber auch die entsprechenden Nebenwirkungen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Leider ist niemand gegen Krebs gefeit. Diese Krankheit kann jeden Treffen und niemand ist davon ausgenommen. Somit ist es auch möglich, dass auch Nicht-Risikopersonen an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken und dieser Krankheit schließlich auch erliegen. Manche Personen halten das schlicht nicht für möglich. Oftmals hören Bauchspeicheldrüsenkrebs-Patienten, die sich gesund ernähren und nicht übergewichtig sind, Sätze wie: „Aber Du isst doch gesund, wie kannst Du da Bauchspeicheldrüsenkrebs haben?“ – Durch solche Sätze entlarvt sich der Bürger oft dahingehend, wie wenig er doch über Krebserkrankungen aufgeklärt ist. Jeder ist ein potentielles Opfer von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Raucher oder Personen, die sich ungesund ernähren, befördern lediglich die Chancen, an diesem Leiden zu erkranken und sind darum öfter davon betroffene als Nicht-Raucher oder Menschen mit Normalgewicht. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass alle Menschen gleichermaßen starke Gefahr laufen, ein Pankreaskarzinom auszubilden.

Mit dieser Information im Hinterkopfe sei gesagt, dass es durchaus Mittel und Wege gibt, mit denen man gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbeugen kann. Allen voran natürlich: Mit dem Rauchen aufhören und sich gesund ernähren!

Man kann die Wichtigkeit dieser Aussage kaum überbetonen. Aus statistischen Erhebungen geht hervor, dass bis zu 60% und mehr aller Bauchspeicheldrüsenkrebs durch eine Abstinenz von Tabakwaren hätten verhindert werden können. Das ist eine beachtliche Anzahl. Somit ist jeder gut damit beraten, auf den Konsum von Rauchwaren zu verzichten. Egal welcher Art sie auch sein mögen. Dasselbe gilt übrigens auch für nasal oder oral eingenommene Tabake, wie Schnupftabak und Kautabak.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist alles in allem eher düster. Das muss man leider mit aller Härte so sagen. Sicherlich haben sich die Prognosen in den letzten Jahrzehnten verbessert, dennoch sind die relativ schlecht. Insbesondere im direkten Vergleich mit anderen Krebserkrankungen. Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten haben mitunter die schlechtesten Überlebenschancen von allen. Dies liegt zu einem großen Teil an der bereits erwähnten nur sehr schwierig durchzuführenden Früherkennung. Dem Umstand, dass Lungenkrebs oftmals erst sehr spät erkannt wird, müssen jedes Jahr viele Leben geopfert werden. Das ist natürlich kein Zustand, der die Prognose in irgendeiner Art und Weise besser erscheinen lässt. Daran allein liegt es aber nicht.

Der Magen ist ein Organ, auf das der menschliche Organismus nicht verzichten kann. Es ist essentieller Bestandteil des Körpers und bei einem schwerwiegenden Defekt dieses Lebensspenders bleiben dem Betroffenen oftmals nicht viel länger als 5 Tage Lebenszeit. Darum ist es nicht weiter verwunderlich oder sollte vielmehr nicht weiter verwunderlich sein, dass ein Krebsbefall dieses Organs dafür sorgt, dass sich die Chancen auf ein stabiles Weiterleben des Patienten hochgradig minimieren.

Tatsächlich sind die Chancen, dass man eine Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs überlebt, vergleichsweise gering. Sie liegen mit etwa 20% unter der magischen 50%-Grenze. Und diese 20% gelten auch nur, wenn die Krankheit bereits früh identifiziert und entdeckt wird. Stellt man das Karzinom im Magen jedoch erst wesentlich später fest, so sinkt diese Chance stark ab. Personen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs im Stadium IV haben kaum mehr eine 5%ige Chance, eine Therapie erfolgreich abzuschließen.

Alles in allem also ist die Prognose zwar nicht so gut, wie bei anderen Krankheiten, aber man muss die Hoffnung auch nicht komplett aufgeben. Es kann durchaus sein, dass man als betroffener Heilung erfährt und danach ein relativ entspanntes und selbstbestimmtes Leben führen kann. Wer aber schon von vorneherein aufgibt, der verschlechtert seine Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung bereits im Vorfeld. Denn die Psyche ist bei jedweder Therapie ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Faktor. Wenn der Kopf „Nein“ sagt, dann helfen auch Chemotherapie und Bestrahlung nicht weiter. Darum ist es zwecks Verbesserung der Prognose gut, wenn man durchweg positiv bleibt, auch wenn es manchmal schwer fällt.

Dennoch sei gesagt: Die Heilungschancen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs richten sich selbstverständlich nach verschiedenen Faktoren: Alter, körperliche Konstitution des Patienten, Größe und Lage des Tumors sowie das Stadium der Krebserkrankung und Zeitpunkt des Behandlungsbeginns sind entscheidend für eine Heilung. Es können also kaum Pauschalaussagen über eine Genesung getroffen werden. Allerdings gehört Bauchspeicheldrüsenkrebs zu jenen Krebsarten, die zumeist nicht mit einer Heilung enden. Darüber hinaus neigen sie zu Rezidiven. Im Vergleich zu anderen Krebsarten besteht zudem nach einer erfolgreichen Behandlung eine Einschränkung bezüglich der weiteren Gesundheit. Das liegt vor allem daran, dass es sich bei dem Magen um ein lebenswichtiges Organ handelt. Es ist einem Betroffenen also vollkommen niemals mehr symptomlos möglich, ohne diese Drüse zu leben.


Verwandte Leiden und Gebrechen

Bauchspeicheldrüsenkrebs zieht nicht selten eine ganze Reihe weiterer Erkrankungen nach sich, die letztendlich dazu führen, dass das betroffene Individuum mehr geschwächt ist, als durch die vorliegende Krankheit an sich. Aber auch eine ganze Reihe vermeidbarer Faktoren können dafür Sorge tragen, dass sich das Pankreaskarzinom unnötig schnell entwickelt. Wie bereits erwähnt, sind besonders der Konsum von nikotinhaltigen Produkten und alkoholhaltigen Getränken ein großer negativer Einfluss. Tabakrauch enthält neben Nikotin, einer stark süchtig machenden Substanz, zahlreiche weitere gesundheitsschädliche und teils krebserregende Inhaltsstoffe wie Teer, Blei, Arsen, Nitrosamine, Stickoxide und Radon.

In Deutschland sind etwa 44% der Erwachsenen Raucher. Aber wann wird Rauchen zur Sucht?Anzeichen für Sucht sind starkes Verlangen nach einer Zigarette, Kontrollverlust über das Rauchen, Entzugserscheinungen, die durch Rauchen gelindert werden und Rauchen trotz bekannter schädlicher Folgen. Viele Raucher versuchen immer wieder, mit dem Rauchen aufzuhören, doch die Rückfallquote ist sehr hoch. Tabak ist neben Alkohol das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 42.000 Menschen an gesundheitlichen Folgeschäden des Rauchens sowie etwa 3.000 Menschen an Folgen des Passivrauchens.

Rauchen ist nicht gleich Rauchen. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die man Tabak konsumieren kann. Darüber hinaus muss es auch nicht immer Tabak sein, den man sich zu Gemüte führt. Zwar assoziiert man heutzutage hauptsächlich den Konsum von Tabak mit dem Wort „rauchen“, aber das war nicht immer der Fall. Die Tabakpflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und war damit den Europäern und dem Rest der Welt vollkommen unbekannt, bis europäische Entdecker, Abenteuer und Seefahrer dieses neue Gewächs aus der alten in die neue Welt brachten.

Der Methoden, die man sich in der Jetztzeit bedient, um dieses Gewächs zu konsumieren sind recht mannigfaltig. Man findet Pfeifen, Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifen (Shishas). Des Weiteren konnte man in den letzten Jahren den Trend hin zur sog. „E-Zigarette“ beobachten, auch gemeinhin als „Vape“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht im klassischen Sinne um ein Tabakprodukt, da die für die mechanischen Rauchwaren benötigten Öle nicht zwingend Bestandteile der Tabakpflanze beinhalten müssen. Das ihnen zugesetzte Nikotin kann entweder aus künstlich erzeugt sein oder ganz und gar fehlen. Wobei letzteres eher selten bis gar nicht der Fall ist. Nichtsdestoweniger handelt es sich hierbei um eine Art des Rauchens.

Überhaupt kann man sich merken, dass man immer dann vom „Rauchen“ spricht, wenn man ein pflanzliches Produkt in getrockneter oder verflüssigter Form mittels durch Brand oder Verdampfung erzeugten Rauch, bzw. Dampf inhaliert. Andere Formen der Nikotinaufnahme umfassen unter anderem auch Schnupftabak sowie Kautabak. Hierbei handelt es sich aber, trotz der Weitergabe von Nikotin an den Organismus mittels der Tabakpflanze, nicht um Rauchen. Ebenso wenig spricht man von Rauchen, wenn man sich ein Nikotin beispielsweise mittels eines Pflasters zuführt, wie es häufig im Rahmen eines Entzugs geschieht.

Alles in allem also ist die Welt des Tabakrauchens sehr groß, bunt und darüber hinaus über Jahrhunderte hinweg kultiviert worden. Raucher, die mit dem Rauchen Schluss machen wollen, können Nikotinersatzprodukte als Unterstützung verwenden, also Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und Nikotin-Nasenspray.

Die Nikotinersatzprodukte verhindern das Auftreten von Nikotin Entzugserscheinungen. Außerdem gibt es die Anti-Raucher-Pille, d.h. Medikamente, die entweder Bupropion oder Vareniclin enthalten. Die Anti-Raucher-Pille verringert das Verlangen zu Rauchen und verringert auch die Entzugserscheinungen. Allerdings kann die Anti-Raucher-Pille selbst Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Bupropion wurde ursprünglich gegen Depressionen eingesetzt.

Weitere Therapiemethoden sind psychotherapeutische Methoden wie die Verhaltenstherapie, bei der die Motivation gesteigert wird, mit dem Rauchen aufzuhören und Situationen analysiert werden, in denen man zur Zigarette greift. Bei der Aversionstherapie soll man soviel rauchen, bis einem davon übel wird, damit das Rauchen mit negativen Gefühlen verknüpft wird.

Gegen Rauchen wird auch häufig Hypnose mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt; dabei soll Nichtrauchen mit positiven Gefühlen verknüpft werden. Viele Raucher versuchen auch mit Akupunktur zum Nichtraucher zu werden. Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Alle diese Methoden sind aber mehr oder weniger nutzlos. Tatsächlich ist nach wie vor der beste Weg mit dem Rauchen aufzuhören, ein kalter Entzug. Mit Sicherheit hört man diesen Ratschlag selten und viele raten gar davon ab und behaupten, dass dieses Vorhaben so gut wie nie gelingt. Das sind alles schreiende Lügen. Das einzige Problem, dass ein kalter Entzug mit sich bringt, ist die Tatsache, dass niemand daran etwas verdient. Also weder die Produzenten von Nikotinprodukten, noch die Ärzte oder Kurkliniken.

Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, muss sich lediglich den Willen aneignen es auch wirklich durchziehen zu wollen. Verwaschene und halbseidene Versuche enden mit und ohne „Wundermittel“ in der Tonne und führen zu weiter keinem Erfolg. Ein eiserner Willen, Durchhaltevermögen und die Einsicht, wie schlecht Rauchen für den Organismus ist, reichen hierbei mehr als aus. Nicht von Werbung und Co. blenden lassen – einfach aufhören.

Aber auch direkte negative Effekte auf Darmgesundheit gehen oftmals mit Bauchspeicheldrüsenkrebs einher. Insbesondere chronische Durchfälle. An Durchfall, auch als Diarrhö oder Diarrhoe bezeichnet, leidet man dann, wenn man täglich mehr als dreimal Stuhlgang ausscheidet und selbiger von wässriger oder vollkommen flüssiger Konsistenz ist. Dadurch, dass ein solches Übel zumeist über mehrere Tage hinweg andauert, kommt es nicht selten zu einer Dehydration als Folge des erhöhten Wasserverlustes. Anzeichen für eine etwaig vorliegende Dehydration äußern sich unter anderem in einem Verlust der Elastizität der Haut und allgemeiner Gereiztheit. Wirkt man einer solchen Dehydration trotz der vorliegenden Warnsignale nicht entgegen, können sich weiterdings Verminderungen der Urinausscheidungen, Blässe und eine erhöhte Herzfrequenz einstellen.

Eine sehr weiche Konsistenz des Stuhl ist bei Stillkindern zu erwarten und kein Zeichen von einem chronischen oder akuten Durchfall. Der häufigste, Gründe, die einem realen Durchfall zugrunde liegen, sind in aller Regel Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Ist dies der Fall spricht man von einer sog. „Gastroenteritis“ (Magen-Darm-Entzündung). Diese Art der Entzündungen springen zumeist durch Stuhl kontaminierter Nahrung oder Getränke von einem Menschen auf den anderen über. Darüber hinaus sind aber auch direkte Infektionen möglich. Beispielsweise mittels einer Schmierinfektion.

Grundsätzlich unterteilt man Durchfälle, wie bereits eingänglich erwähnt, in zwei primäre Gruppen: Chronischer und akuter Durchfall. Der akute Durchfall dauert meist nur einige wenige Tage, bisweilen auch nur wenige Stunden, an und zeichnet sich häufig durch eine besondere Heftigkeit aus. Als chronisch ist eine Diarrhö dann zu bezeichnen, wenn sie länger als zwei Wochen kontinuierlich auftreten.

Des Weiteren liegen neben Bakterien, Viren und Parasiten auch noch andere Gründe für eine mögliche Entwicklung dieser Krankheit vor. Insbesondere Unerträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel, sowie Vergiftungen können zu teils explosionsartigen Durchfällen führen. Diese verschwinden aber in der Regel genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Sie sind vornehmlich als kurzfristige Abwehrreaktion des Körpers auf Schafstoffe wahrzunehmen, ähnlich einem akuten Brechreiz.

Auch nicht unterschätzen sollte man die negativen Auswirkungen, die das Streuen von Metastasen auf die Knochen des betroffenen Individuums haben kann. Das kann auch einen negativen Effekt auf die Gelenke nehmen und somit beispielsweise zu Arthrose führen. Unter einer Arthrose versteht die Medizin ganz allgemein die Zerstörung eines Gelenkes durch Verschleiß, wodurch dem Betroffenen erhebliche Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit und starke Schmerzen entstehen. Gelenke sind die beweglichen Verbindungselemente, die jene Knochen miteinander verbindet, die sich in verschiedene Richtungen bewegen lassen. Das Kniegelenk beispielsweise verbindet den Oberschenkel mit dem Unterschenkelknochen und bewirkt, dass das Bein geknickt und gestreckt werden kann. Dies ist durch den spezifischen Aufbau der Gelenke möglich: Die Enden der Gelenkknochen sind mit einer Schleimhaut überzogen, welche Flüssigkeit bildet, die eine Art Schmierstoff darstellt. Diese Schmiere verteilt sich über die angrenzende Knorpelschicht, deren Hauptaufgabe darin besteht, Reibung zwischen den Knochen zu verhindern.

Darüber hinaus bildet dieses dehnfähige Material, einen körpereigenen Stoßdämpfer. Wenn ein Mensch hart auftritt und dem Körper dadurch einen harten Stoß verpasst, werden die beiden Knorpelteile eines Gelenks zusammengedrückt, prallen aber nicht hart aufeinander, sondern geben nach. Sie verhindern folglich eine Erschütterung. Bei normaler Bewegung, setzt dieser Schutzmechanismus nicht ein, da sich zwischen den Knorpelschichten zusätzlich die Gelenkhöhle befindet, die einen gewissen Spielraum für Druck ermöglicht. Umgeben ist das Gelenk durch die fibrösen Kapseln (Gelenkkapsel) sowie die Gelenkbänder. Beide geben nicht nur Stabilität, sondern sorgen auch dafür, dass sich Knochen nicht in jede erdenkliche, sondern eine vorgegebene Richtung bewegen lassen. Exemplarisch sei hier das nochmals das Kniegelenk angeführt. Es lässt sich lediglich in eine Richtung abknicken. Gäbe es beim Strecken keinen Mechanismus, der das Bein in eine vorgegebene Position lenkte, wäre Gehen folglich unmöglich.

Die Arthrose kann prinzipiell jeden Teil eines Gelenkes betreffen. In der Regel setzt sie jedoch an der Knorpelschicht ein. Oftmals ist hierbei nur ein sehr kleiner Abschnitt der Oberfläche betroffen. Jedoch verdichtet sich hinter der Knorpelschicht bereits der Knochen. Hierin besteht im Wesentlichen die Abgrenzung zu einem schlichten Knorpelschaden. Dieser betrifft lediglich die Knorpelschicht. Anders jedoch die Arthrose: Sie gehts stets zusätzlich mit einem Knochenschaden einher. Dieser kann sich unter Umständen sehr schleichend über Jahre hinweg entwickeln. Im Spätstadium ist die Arthrose schließlich davon geprägt, dass sich die Knorpel- sowie die Schleimschicht komplett aufgelöst haben und hernach die Gelenkhöhle nicht mehr standhalten kann. Die Knochenende reiben dadurch aufeinander und verdichten sich unentwegt. Dies führt schlussendlich zur Entstehung der sogenannten Osteophyten. Es handelt sich dabei um gezackte Knochenauswüchse, die das Gelenk insgesamt verbreitern und dadurch die Haut empfindlich dehnen. Sie äußern sich durch starke Schmerzen und sorgen darüber hinaus dafür, dass ein Gelenk nicht mehr bewegt werden kann.

Zusammengefasst bedeutet Arthrose somit, dass eine degenerative Verschleißung des Gelenks vorliegt, die atypische Ursachen hat, also nicht zwangsläufig durch ein hohes Alter herbeigeführt wurde. Sie kann vielmehr Folge einer primären Erkrankung des Skeletts, einer Fehlbildung, oder von Übergewicht und permanenter körperlicher Belastung sein. Aus diesem Grund sind nicht nur ältere, sondern auch ein hoher Prozentsatz jüngerer Menschen von dieser Gelenkerkrankung betroffen.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt mehr als ein Forum im Internet, in welchem sich Betroffene zum Austausch über die Krankheit zusammengeschlossen haben. Eine Beteiligung daran kann sich als unterstützend beim Umgang mit Bauchspeicheldrüsenkrebs darstellen und oftmals nützliche Tipps bereithalten. Die Naturheilkunde empfiehlt verschiedene entzündungshemmende Heilpflanzen. Bewährt hat sich beispielsweise eine Therapie mit Weihrauch, welche Bauchkrämpfe u.a. effektiv verbessern kann. Laborversuche ergaben, dass komplexe Zucker aus Kochbananen und Broccoli ein Eindringen sowie das Anheften von Bakterien in Darmschleimhaut-Zellen verhindern können. Gleichfalls stellen sie einen guten Nährboden für Bakterien (probiotische) dar, was ihnen die Eignung zur Darmsanierung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs n verschafft.

Besonders die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und das aus Indien stammende Ayurveda bieten bei Magenproblemen und Darmproblemen wie Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig große Erleichterung an. Aber auch gewisse Massagetechniken zielen speziell auf die Entlastung des Darmes oder des Magens hin und sind deshalb empfehlenswert. Des Weiteren hilft alles weiter, das potentiell dazu imstande ist, dem Betroffenen dabei zu helfen, Stress abzubauen – sprich Yoga, Meditation und autogenes Training.

Im Folgenden eine kurze Übersicht potentiell nutzbringender Behandlungstechniken:

  • Gezieltes zuführen von Probiotika
  • Aufnahme von Fischöl in Kapselform
  • Massage
  • Meditation und Yoga
  • Körperliche Ertüchtigung
  • Kuraufenthalte
  • Veränderungen in der Ernährung
  • Massagen
  • Rauchentwöhnung
  • Alkoholverzicht

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel sollten im vorliegenden Fall nur zur Begleitung der schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden. Sie ersetzen in keinem Falle eine solche Behandlung und zielen allein darauf ab, einige der Symptome zeitweise zu lindern. Wer sich zwecks einer Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs allein auf Hausmittel verlässt, muss damit rechnen, diesem Leiden zu früher oder später zu erliegen.

Probate Hausmittel können u.a. sein:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei Bauchspeicheldrüsenkrebs das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einem Tumor fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome im Rahmen der Chemotherapie o.ä. abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Koliken und dergleichen können jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Erkrankung des Magens fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser die Funktion des Magens und des Darms und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Ausreichende Hygiene: Eine ausreichende Hygiene kann in Bezug auf alle Erkrankungen des Verdauungsapparats sehr wichtig sein. Insbesondere die ausreichend gründliche Reinigung der Hände ist hierbei sehr wichtig. Darüber hinaus sollte man auf gesteigerte Reinlichkeit achten, wenn man Personen mit ansteckenden magenleiden pflegt oder sich in einem Krankenhaus aufhält.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Berberitze
  • Dill
  • Gelber Enzian
  • Kamille
  • Spitzwegerich
  • Koriander

Sämtliche erwähnten Heilkräuter sind entweder in ihrer frischen und ungetrockneten Form einzunehmen oder getrocknet in einem Mörser zu zerstoßen und daraufhin entsprechend anzuwenden. Auch kann man selbige in Form eines Tees oder Aufgusses einnehmen. Sie wirken allesamt beruhigend auf den Magen und helfen damit bei allzu großen Schmerzen weiter.

Entsprechende Kräuter findet man beim Heilpraktiker oder in spezialisierten Geschäften. Aber auch bereits fertige Präparate sind bei Heilpraktikern zu erstehen. Hierdurch erspart man sich die mühevolle Eigenproduktion und kann sich zugleich bezüglich Dosierung und Anwendung beraten lassen.

Darüber hinaus sind sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen entweder, wie bereits erwähnt, als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Einreiben des Abdomens an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Anis
  • Bergamotte
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Lavendel
  • Majoran

Ätherische Öle sind immer im Rahmen einer sog. Aromatherapie anwendbar. Das bedeutet, dass man sie in eine dafür vorgesehene Duftlampe gibt und sie unter Zugabe von Hitze und Wasser in die Raumluft ausströmen lässt. Eine äußerliche Anwendung ist hin und wieder auch möglich, empfiehlt sich aber im Falle des Bauchspeicheldrüsenkrebs in keinster Weise.

Es gilt darüber hinaus, dass man im Umgang mit Bergamotte Vorsicht walten lässt. Dieses Öl sollte nicht auf die Haut gelangen. Es wirkt teilweise stark phototoxisch und kann also zu Verbrennungen oder Verätzungen führen. Über die genauen Dosierungen und Anwendungsmöglichkeiten sollte man Rücksprache mit dem Heilpraktiker des Vertrauens halten.

Homöopathie & Globuli

Globuli sollen vor allem die Gesundheit des Magens stärken und dadurch zur Behandlung von bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen. Allerdings gibt es bisher noch keine Wirksamkeitsnachweise, welche tatsächliche positive Effekte durch Homöopathie belegen konnten. Aus diesem Grund ist eine alleinige Behandlung eines Pankreaskarzinoms mit homöopathischen Mitteln nicht sinnvoll. Eine Kombination von Globuli und konventioneller Therapie sollte darüber hinaus unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da es in einigen Fällen bereits zu gravierenden Wechselwirkungen zwischen Krebsmedikamenten und homöopathischen Mitteln gekommen ist.

Im Folgenden findet sich eine Auswahl der Globuli, die im Hinblick auf die Gesundheit des Pankreas von Homöopathen empfohlen werden:

  • Glonoinum
  • Natrium Muriaticum
  • Belladonna
  • Rhus Toxicodendron
  • Tuberculinum bovinum
  • Lac caninum
  • Mercurius solubilis
  • Dulcamara
  • Camphora

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze sind im Bezug auf Bauchspeicheldrüsenkrebs vor allem als Begleittherapie empfohlen. Sie sollen sowohl auf die Zellen als auch auf die psychische Gesundheit eines Betroffenen eine positive Wirkung haben. Eine alleinige Behandlung hiermit wird als nicht wirksam betrachtet.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen des Magens und des Darms besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Darmgesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

  • Weniger Molkereiprodukte: Viele Personen mit Entzündungen im Darmbereich oder ebenso chronischer Diarrhö konnten positive Veränderungen beobachten, nachdem sie auf Milch oder Milchprodukte (wie Käse, Joghurt, Quark usw.) verzichtet hatten. Dies kann, muss aber nicht, mit einer Laktoseinteleranz zusammenhängen.
  • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
  • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
  • Kleine Portionen: Zur Entlastung des Magens und des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Magen stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
  • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit Magenproblemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen des Magens oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Leib keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist es möglich, dass auch junge Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken?

In der Regel sind Menschen von v betroffen, die bereits das 40. Lebensjahr vollendet haben. Die Statistik spricht sogar davon, dass Bauchspeicheldrüsenkrebspatienten im Schnitt etwa 70 Jahre alt sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass jüngere Menschen von einem Pankreaskarzinom verschont bleiben. Sogar Jugendliche können diese Krankheit entwickeln. Sie ist aber im Vergleich zu den restlichen Krebsarten relativ weniger drastisch, da Tumore hier langsamer wachsen und weniger leicht streuen.

Gibt es eine Impfung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs?
In den vergangenen Jahren wurde oft darüber diskutiert, ob es möglich ist, gegen Krebserkrankungen eine Impfung zu entwickeln, die präventiv gegen Wucherungen eingesetzt werden kann. In Bezug auf Gebärmutterhalskrebs scheint ein solches Vorhaben bereits gelungen zu sein.

Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt der Fall bisher noch anders. Es existiert noch keine absolut wirksame Präventionsmaßnahme, mit welcher diese Krebsform verhindert werden kann. Lediglich die Rauchentwöhnung gilt als gesicherte Möglichkeit, das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko zu senken. Derzeit läuft allerdings eine amerikanische Studie, in welcher Impfungen gegen Pankreaskarzinome entwickelt und getestet werden sollen. Es gab hier sogar schon kleinere Erfolge. Allerdings befindet sich die Forschung hier noch in einem relativ frühen Stadium. Man sollte aus diesem Grund nicht damit rechnen, dass in naher Zukunft ein Impfstoff gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs auf den Markt kommt.

Warum führt Bauchspeicheldrüsenkrebs so häufig zum Tod?
Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu jenen Krebsarten, die besonders häufig zum Tod des Patienten führen. Oftmals tritt dieser sogar sehr rasch ein. Der Grund hierfür ist zum einen, dass Tumore in der Bauchspeicheldrüse die normalen Funktionen des Magens blockieren können. Der dadurch entstehende permanente Nährstoffmangel zieht schließlich den gesamten Körper in Mitleidenschaft.

Weiterhin ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs im Vergleich zu anderen Krebsarten sehr aggressiv. Sein Sitz an einem der wichtigsten “Verkehrsknotenpunkte” des Körpers erlaubt eine sehr schnelle Metastasierung. Das Pankreaskarziom erreicht folglich schnell das IV. Stadium der Krebserkrankung, wodurch es nicht mehr mit jenen Mitteln behandelt werden kann, welche eine Heilung des Krebses versprechen.

Zu guter Letzt ist die Unmöglichkeit der Organentfernung ausschlaggebend dafür, dass der Krebs sich im Abdomen weiter ausbreiten kann. Während beispielsweise bei Brust- oder Prostatakrebs die betroffenen Körperteile einfach entfernt werden, wenn die einzelnen Tumore nicht mehr reseziert werden können. Der Magen kann jedoch ohne Transplantation nicht entfernt werden und ist hernach dem Krebs schutzlos ausgeliefert.

Kann man mit E-Zigaretten das Bauchspeicheldrüsenkrebsrisiko minimieren?
Aktuell untersuchen einige Studien, ob die Rauchentwöhnung mit E-Zigaretten sinnvoll ist. Bisher ist die Fachwelt diesbezüglich eher geteilter Meinung. Zwar verhindert diese Art des Rauchens, dass eine Verbrennung stattfindet, welche die Schleimhäute reizt, allerdings ist noch nicht klar, inwiefern der eingeatmete Dampf Schäden am Gewebe hervorrufen kann. Die meisten Mediziner gehen allerdings davon aus, dass die E-Zigarette insgesamt weniger gesundheitsschädlich ist, als normale Zigaretten. Das liegt vor allem daran, dass die nikotinhaltigen Liquide wesentlich weniger giftige Stoffe enthalten als Tabak. Der Körper wird daher nicht so intensiv mit Karzinogenen konfrontiert. Darüber hinaus kann zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeschätzt werden, ob der Umstieg auf E-Zigaretten ein Absenken der Bauchspeicheldrüsenkrebswahrscheinlichkeit zur Folge hat.

Kann ich als Nicht-Raucher an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken?
Ja, auch Nicht-Raucher können an diesem Leiden liegen. Sicherlich ist dies weitaus seltener der Fall, als beispielsweise bei Personen, die Zigaretten oder andere Tabakwaren konsumieren, dennoch ist es nicht auszuschließen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch eher gering. Die Chance für Nicht-Raucher an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken liegt bei nicht viel mehr als 5%. Raucher dagegen haben Chancen von 70% und mehr.

Damit muss man sich als Nicht-Raucher keine allzu großen Gedanken dahingehend machen. Dennoch sollte man sich auch nicht in vollkommener Sicherheit wiegen. Schließlich und endlich ist niemand vor diesem Leiden sicher. Es kann daher nützlich sein, wenn man sich dennoch hin und wieder prophylaktisch auf Magenleiden untersuchen lässt. Insbesondere dann, wenn man familiär vorbelastet ist oder einen Beruf ausübt, der allgemein sehr viel Stress mit sich bringt.

Ist Bauchspeicheldrüsenkrebs ein sicheres Todesurteil?
Zum Glück nicht. Noch vor einigen wenigen Jahrzehnten gab es kaum probate Mittel, die gegen dieses Leiden effektiv Hilfe hätten leisten können. Das hat sich letzthin jedoch glücklicherweise zum Positiven hin verändert. Zwar stehen die Chancen, dass eine Behandlung erfolgreich verläuft, mit unter 20% immer noch nicht optimal, dennoch sind sie weitaus besser als noch vor einigen Dekaden. Nicht zuletzt deswegen besteht für Erkrankte durchaus Grund zur Hoffnung und man muss ob der Diagnose nicht sofort in Panik geraten oder verzweifeln.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass der Weg steinig und schwer wird und eine Behandlung kein leichtes Unterfangen ist. Eine Chemotherapie ist zermürbend, dasselbe gilt für Bestrahlungen, operative Eingriffe oder medikamentöse Behandlungen. Wer aber kämpft und den Krebs wirklich besiegen will, der kann das durchaus schaffen. Dazu gehört allerdings einiges an Durchhaltewillen, Disziplin und Kampfesmut. Ohne diese Eigenschaften macht man es dem Krebs zu einfach und es ist sehr wahrscheinlich, dass man den Kampf auf lange Sicht verliert.

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