Leishmanien (Leishmaniose)

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Leishmanien werden von Sandmücken übertragen

Leishmanien sind im Besitz einer Vielzahl von Mechanismen, die zelluläre und humorale Immunabwehr des Säugetierorganismus ganz effektiv zu unterlaufen.

So ist es allein möglich, dass sich die Leishmanien intrazellulär in Makrophagen vermehren. Aufgrund dessen kommt es dabei nicht gerade selten in der körpereigenen Immunabwehr zu sekundären bakteriellen Infektionen.

Daher können Krankheiten wie Tuberkulose, Masern oder andere Infektionen auch zum Tod führen. Bei solchen Infektionen bleibt allerdings die Primärinfektion aufgrund von Leishmanien oftmals unentdeckt.

Was sind Leishmanien?

Leishmanien oder auch die Leishmaniose ist eine tropische Infektionskrankheit. Diese wird durch die Leishmanien, also Parasiten, ausgelöst. Die Infektion durch Leishmanien kommen in der ganzen Welt bei Tieren und Menschen vor.

Sie werden durch die Sandmücke übertragen. Die Leishmaniose kann dabei in den unterschiedlichsten Varianten auftreten. Leshmanien an sich sind einzellige Parasiten und werden über den Speichel einer Sandmücke übertragen, die auch Schmetterlingsmücke genannt wird.

Insgesamt gibt es von den Leishmanien etwa 30 verschiedene Spezies. Von diesen 30 Spezies sind etwa 10 bei einem Menschen krankheitsauslösend. Dieses können aufgrund ihres Krankheitsbildes und des Auftretens unterschieden werden. Es gibt dabei einige Säugetiere, vor allem Nagetiere, die den Leishmanien als natürlicher Wirt dienen.


Das Vorkommen

Die Leishmanien der „alten Welt“ treten mit etwa 90 % in Asien und auch Europa auf. Dazu zählen vor allem Algerien, Saudi Arabien, Afghanistan, Irak, Iran, Mittlerer Osten, Äthiopien und auch die spanischen Mittelmeerinseln.

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In warmen Ländern sind oft Hunde betroffen

Die Erreger sind vor allem dabei Leishmania major, Leishmania tropica oder auch die Leishmania aethiopica.

Die restlichen 10 % von Neuerkrankungen Gehen auf Infektionen der „neuen Welt“ zurück. Dazu zählen vor allem süd- und mittelamerikanische Länder, wie etwa Mexiko, Brasilien, Peru und Bolivien.

Dabei sind die Erreger vor allem Leishmania brasiliensis und Leishmania mexicana.

Im Prinzip kommen solche Erreger in so ziemlich allen warmen Ländern vor, außer in Australien. In Spanien ist es so, dass ein Großteil von Stadthunden durch Leishmanien infiziert wurde. In Mitteleuropa ist es so, dass die Leishmanien eine Bedeutung als Import-Krankheit aufgrund von mitgebrachten Hunden haben, die bereits Leishmanien in sich tragen.


Die Verbreitung

Bis auf Australien kommen Leishmanien in der gesamten Welt vor. Diese Erreger gelten dabei als Auslöser von unzähligen Tierseuchen. Der Mensch an sich wird dabei von weniger Arten befallen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es jedes Jahr weltweit ca. 1,5 Millionen Neuerkrankungen an einer kutanen Leishmaniose und etwa 500.000 Neuerkrankungen an viszeraler Leishmaniose. Es gibt derzeit bereits knapp zwölf Millionen Menschen, die sich mit Leishmanien infiziert haben.


Die Eigenschaften

Leishmanien sind dazu in der Lage, ihre Form und auch die Position ihrer Geißel zu ändern, was je nach Wirt und Entwicklungsstadium der Fall ist.

Klinische Charakteristika der ausgewählten Leishmaniosen

  • Leishmania major: Diese Leishmanien tauchen überwiegend im Orient auf. Diese Erreger finden sich vor allem in Hunden und Nagern wieder. Dabei werden diese Erreger auf den Menschen durch den Stich der Sandmücke übertragen. An der Einstichstelle entstehen rötlich gefärbte Makel, die in eine Papel übergehen könnten, sich auch schnell vergrößern und zu einer sogenannten Orientbeule anschwellen. Die Abheilung erfolgt narbig zwischen zwei und achtzehn Monaten.
  • Leishmania tropica: Diese Erreger kann man überwiegend in Asien finden. Sie werden von einem infizierten Menschen zu anderen Menschen ebenfalls durch den Stich einer Sandmücke übertragen. Die Hautläsionen, die dadurch entstehen, sind der Orientbeule ähnlich.
  • Leishmania aethiopica: Diese Art der Erreger wird durch die Sandmücke von Nagern übertragen. Sie finden sich vor allem in Äthiopien und Kenia.

Leishmaniose

Die Krankheit, die durch die Leishmania verursacht wird, ist die Leishmaniose (auch Leishmaniase). Diese kann wie folgt unterteilt werden.

Mukokutane Leishmaniose

Diese Leishmanien kann man vor allem auf dem amerikanischen Kontinent vorfinden. Dabei kann es zu Entzündungen der Nasenschleimhaut mit einer chronischen Rhinitis und der Zerstörung der Schleimhäute und im Gesicht kommen. Die Leishmanien werden von den Nagern auf einen Menschen übertragen, ebenfalls durch den Stich einer Sandmücke.

Viszerale Leishmaniose

Diese Art der Leishmaniose ist vor allem gekennzeichnet durch den Befall von inneren Organen und eher selten ist die Haut davon betroffen.

Fieber, Anämie, Diarrhoe oder Hepatosplenomegalie sind einige der Anzeichen einer solchen Leishmaniose.
Diese Leishmanien finden sich unter anderem in Asien wieder und werden dabei von Hunden oder Menschen auf den Menschen durch die Sandfliegen übertragen. Im Mittelmeerraum finden sich diese Leishmanien in Ratten, Hunden oder Kaninchen wieder.


Krankheiten & Beschwerden

Je nach Form der Infektion verursachen Leishmanien bei einem Menschen etwa Hautgeschwüre, die Schleimhäute in Nasen-Rachenbereich befallen oder schwere Milz-, Leber– oder auch Knochenmarkschäden. Zwei Millionen infizieren sich dabei jedes Jahr neu.

Bei all den Krankheiten, die durch Leishmanien hervorgerufen werden, unterscheidet man dabei zwischen den kutanen Formen, also der „Orientbeule“ und den viszeralen Formen. Bei der kutanen Form ist es so, dass die Leishmanien sich überiwegend in den Makrophagen untersiedeln und im Hautgeweben ansiedeln.

Meistens verläuft diese Art von Krankheit nicht tödlich. Wenn diese jedoch die inneren Organe angreifen und dort die Makrophagen befallen, kann es zu einer krankhaften Vergrößerung der Leber und der Milz kommen. In 90 % der Fälle verläuft diese Krankheit unbehandelt durch Störungen der Blutgerinnung tödlich. Sollten die Leishmanien überstanden werden, führt dieses zu einer lang anhaltenden und lebenslangen Immunität.

Der Verlauf der Leishmaniose ist dabei vor allem abhängig von dem Immunstatus des Patienten.

Sollte sich ein HIV-Patient mit Leishmanien infizieren, gibt es dabei oftmals symptomarm verlaufende Infektionen. Diese zeigen dabei trotz einer Therapie oftmals eher eine mittlere Überlebensdauer von ca. einem Jahr. Oftmals verlaufen diese Infektionen auch dann tödlich, wenn zusätzlich zu der Krankheit noch eine Unterernährung der Fall ist.

Die kutane Leishmaniose verläuft im Gegensatz zu den anderen Erkrankungen der Leishmaniose am leichtesten. Dennoch bleibt dabei immer eine Narbe zurück. Die mukokutane Leishmaniose verläuft wesentlich schwerer. Diese schädigt dabei vor allem den Nasen-Rachen-Raum und muss auch immer umfassend behandelt werden. Das gleiche gilt auch für die viszerale Leishmaniose, die dabei auch tödlich verlaufen kann.


Kutane Leishmaniose

Die Einstichstelle schwillt zu einem Knötchen an und die Haut rötet sich. Im Nachhinein entsteht daraus ein Geschwür. Manchmal bildet sich dabei sogar Schorf und die Einstichstelle ist von einem Randwall umgeben. Im Prinzip tut die Stelle jedoch nicht weh. In der Mitte dieses Geschwürs kann das Geweben dabei zerfallen und auch absterben.

Oftmals bleibt es also auch bei einer solchen Veränderung an der Hautstelle. Es ist aber auch manchmal so, dass die benachbarten Lymphknoten vorübergehend anschwellen. Dabei können aber auch mehrere Geschwüre zur gleichen Zeit im Verlauf der Lymphbahnen vorkommen.

Doch heilen solche Gewebedefekte auch wieder von alleine ab, was allerdings oftmals über einige Monate betragen kann. Es bleiben vor allem dann Narben zurück, wenn keine Therapie erfolgt. Oftmals sind dabei die Arme, das Gesicht oder auch die Beine von so einer Hautleishmaniose betroffen.

Aufgrund der erkrankten Hautstelle können dabei ganz einfach weitere Krankheitserreger, wie etwa Pilze oder Bakterien in den Körper dringen. Dadurch kann also auch eine zusätzliche Infektion, eine sogenannte Sekundärinfektion auftreten und ebenso gefährlich werden kann.


Nasenbluten, erste Hilfe. Ein kalter Waschlappen im Nacken stoppt die Blutung Symptome Nasenbluten

Die Mukokutane Leishmaniose kann zu Nasenbluten führen

Mukokutane Form

Häufig beginnt diese Variante der Leishmaniose mit einem Hautgeschwür, genauso wie es auch bei der kutanen Leishmaniose der Fall war. Sobald diese aber abgeheilt ist, kann die Krankheit die Schleimhäute befallen, was allerdings nur bei einem Teil der Patienten so verläuft, vor allem eben die Nasen- und Rachenschleimhaut.

Bemerkbar macht sich das vor allem durch häufiges Nasenbluten und auch einer eingeschränkten Atmung. Es ist eher selten so, dass andere Schleimhäute ebenfalls betroffen sind, wie etwa der Kehlkopf, Mund, Genitalien oder die Luftröhre.

Sofern die Krankheit nicht behandelt wird, zerstört sie mit der Zeit die Haut, das Bindegewebe und die Knorpel. Kommt es zu keiner Therapie, kann dabei die Nasenform Schaden nehmen. So können die Betroffenen im schlimmsten Fall entstellte Gesichtszüge erleiden.


Viszerale Variante

Das Befinden eines Erkrankten kann sich ziemlich rapide und ganz plötzlich verschlechtern. Es ist aber noch öfter der Fall, dass die Krankheit über einen längeren Zeitraum schleichend und mit eher uncharakteristischen Beschwerden einhergeht.

Bei den Betroffenen ist es dann oft so, dass sie unter Fieberschüben leiden oder ganz schnell abmagern und sich geschwächt fühlen. Außerdem kann es zu Erbrechen, Bauchschmerzen und auch Durchfällen kommen. Dabei färben sich Fußsohlen, Handflächen oder Schleimhäute oft sehr auffällig dunkel.

Milz und Leber können auch anschwellen und eine Blutarmut entstehen. Das fällt meist erst bei einer ärztlichen Untersuchung auf. Die Blutgerinnung kann gestört sein und die Anfälligkeit anderer Infektionen ist auch erhöht.


Vorbeugung & Prävention

Bislang gibt es noch keinerlei Impfungen gegen Leishmaniose. Sollte man ein Risikogebiet besuchen wollen, muss man sich dabei als erstes vor der Sandmücke schützen, die diese Erreger überträgt.

In der Nacht kann man sich also mit einem erhöhten Schlafplatz und imprägnierten Bettnetzen schützen. Dabei soll man auch daran denken, ein ausreichendes Mückenschutzmittel und lange Kleidung einzupacken. Für Hunde gibt es dabei auch spezielle Halsbänder.

Oftmals entsteht ein Hautgeschwür an der Stelle, wo die Sandmücke zugestochen hat. Es kommt auf die Art der Leishmaniose an, welche Symptome und Beschwerden ansonsten noch folgen können.

Die Zeitspanne zwischen einer Infektoin und den ersten Beschwerden beträgt bei einer Hautleishmaniose etwa zwei Wochen bis knapp drei Monate und für eine viszerale Leishmaniose meistens drei bis sechs Monate, aber auch mehrere Jahre können dazwischen liegen.

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