Trockene Haut

Steckbrief: Trockene Haut

  • Name(n): Trockene Haut; Xerosis cultis; Xerodermie
  • Art der Krankheit: Unterfunktion der Talgdrüsen
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Verschiedene
  • Wieviele Erkrankte: Keine genauen Angaben
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Dermatologe; Endokrinologe
  • ICD-10 Code(s): L85.3

Trockene Haut – Wenn das größte Organ Risse bekommt

Trockene Haut

Eine trockene Haut kann viele Ursachen haben, ist jedoch meistens harmlos

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben. Sie schützt die inneren Organe sowie die Muskulatur und das Skelett, wehrt eindringende Erreger ab und verhindert, dass Blutungen entstehen. Hierfür muss die Haut jedoch über bestimmte Eigenschaften verfügen. Beispielsweise benötigt sie eine ausreichende Elastizität. Nur so gelingt es ihr, eine beinahe undurchdringliche Hülle zu bilden.

Die oberen Schichten der Haut, die sogenannte Cultis, gewinnt ihre Elastizität aufgrund einer permanente Durchfeuchtung, welche wiederum durch die Talgdrüsen gewährleistet wird. Sie produzieren eine fetthaltige Substanz, die die gesamte Haut überzieht. Doch was geschieht, wenn die Durchfeuchtung ausbleibt? Dann beginnen die Hautzellen spröde zu werden und aufzureißen. Die Spannkraft der Haut lässt nach, sie erscheint stumpf und glanzlos, wirkt gealtert und schuppig. Durch kleine Risse können hernach Keime und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Es kann zu Juckreiz und Schmerzen kommen.

Trockene Haut kann viele Ursachen haben. Die Probleme reichen dabei von falschen Hygienemaßnahmen bis hin zu hormonellen Störungen und Umweltfaktoren. Insgesamt nimmt die Feuchtigkeit der Haut jedoch natürlicherweise im Alter ab. Die Talgdrüsen bilden hernach weniger Sekrete, ebenso wie die Schweißdrüsen. Generell schafft es die obere Hautschicht nicht mehr, genügend Feuchtigkeit zu speichern. Dieser normale Alterungsprozess wird durch zu viel Sonneneinstrahlung oder Rauchen sogar noch verstärkt.

Obgleich trockene Haut jeden Menschen, zumindest im Alter betrifft, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die den Zerfall der Hautstruktur verlangsamen können und die Feuchtigkeit länger aufrecht erhalten sollen. Hierzu gehören in erster Linie Cremes und spezielle Lotions, aber auch oral einzunehmende Pharmazeutika. Diese werden in der Regel von einem Dermatologen oder dem behandelnden Hausarzt verschrieben.

Definition Trockene Haut?

Die menschliche Haut ist die äußere Hülle des Körpers und stellt zudem das größte Organ des Menschen dar. Insgesamt verfügt die Haut über sieben unterschiedliche Schichten, denen jeweils eine andere Funktion zukommt. Direkt unter der Haut befinden sich die Muskeln, die Knochen, die Bänder sowie die inneren Organe. Der obere Teil der Haut besteht aus der Epidermis (Oberhaut) und der Dermis (Lederhaut), welche unter dem Begriff Cutis zusammengefasst werden. Die Oberhaut wird umgangssprachlich auch Hornhaut genannt, da sie aus einer dickeren Schicht von Zellen besteht und vor allem zum Schutz des Körpers beitragen soll. Die Lederhaut hingegen besteht aus weicheren Bindegewebsfasern, die die Haut elastisch halten sollen. In ihr sind auch die Haare eingelagert, welche stets an eine Talgdrüse angebunden sind. Aber auch Schweißdrüsen gehören in den Bereich der Lederhaut.

Bei einer normalen, gesunden Haut produzieren die Talg- und die Schweißdrüsen ein natürliches schützendes Sekret, welches sich permanent auf der Haut verteilt und die sogenannte Hautflora bildet. Die lipidreiche Epidermis nimmt zudem aus diesem Sekret Feuchtigkeit auf, die hernach dafür sorgt, dass die schützende Oberhaut fest und geschmeidig bleibt. Funktionieren die feuchtigkeitsspendenden Mechanismen jedoch nicht mehr, beginnt die Oberhaut auszutrocknen. Es kommt zur Schuppenbildung und zu kleinen Geweberissen. Keime und Bakterien können sich in diesen einnisten, genauso wie Staub und Schmutzpartikel. Im Grunde genommen stellt dies keine gravierende gesundheitliche Gefahr für den Menschen dar. Allerdings zeigen sich Spuren trockener Haut durchaus im äußeren Erscheinungsbild: Es entstehen leichter Falten, die Haut wirkt schuppig und gealtert. Auf die vielfältigen Ablagerungen in den feinen Hautrissen und die leicht entstehenden, kaum sichtbaren Verletzungen der Oberhaut reagiert der Körper außerdem mit Abwehrmechanismen. Es treten dadurch Rötungen und Juckreiz auf, die oftmals als sehr unangenehm empfunden werden.

Das heißt kurzum, dass trockene Haut ist häufig rau, sehr spröde und rissig. Dadurch dass die Haut sehr gespannt ist, juckt sie häufig. Bei sehr trockener Haut können sich auch Austrocknungsekzeme bilden. Der Hauttyp ist Abhängig vom Hormonspiegel, dem Alter, der Jahreszeit und dem Gesundheitszustand. Insgesamt spielen äußere sowie innere Faktoren hierfür eine wichtige Rolle. Zu den äußeren Einflüssen zählen beispielsweise eine falsche Hautpflege oder Kälte. Innere Faktoren können unter anderem eine Mangelernährung oder aber Erkrankungen sein. Folgender Ratgeber klärt über Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapie von trockener Haut auf.

Trockene Haut kann sehr viele Ursachen haben. Einerseits kann es erblich bedingt sein, andererseits spielt auch das Alter eine große Rolle. Aber auch eine Hormonelle Umstellung in der Pubertät oder während der Schwangerschaft kann dazu führen. Bei einer trockenen Haut hat man eine verminderte Talgproduktion und eine gestörte Feuchtigkeitsregulation der Haut. Es kann aber auch durch Mangelernährung zu einer trockenen Haut kommen. Äußere Faktoren wie sehr starke Sonnenstrahlen oder aber auch im Winter die trockene Heizluft können zu einer trockenen Haut führen. Viele Menschen duschen oder Baden zu oft , dies kann auch zu einer trockenen Haut führen, dadurch das man zu heiß duscht oder falsche Duschgele verwendet. Auch Medikamente und Parfums können dazu führen das man eine Trockene Haut bekommt.

Die Haut ist sehr trocken, spröde, ist sehr stark gespannt und juckt dadurch sehr stark. Dadurch das die Haut sehr stark juckt führt es dadurch zum vermehrten kratzen. Dies führt dazu, dass die Haut leicht verletzt wird und für Krankheitserreger, Umwelteinflüsse, Reinigungsmittel stärker anfällig ist als sonst. Dies für dann schneller zu Hautekzemen.

Der Arzt stellt erstmal Grundfragen wie z.B. wie lange man schon daran leidet, ob Allergien bekannt sind, ob man regelmäßig Tabletten einnimmt oder ob man seine Ernährung umgestellt hat. Diese und weitere Fragen können dem Arzt Hinweiße geben woran es eventuell liegen könnte, dass man eine trockene Haut bekommen hat. Anschließend wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt, wie Blutabnahme, Allergieteste. Bei vielen Fachärzten werden spezielle Teste gemacht die den Wassergehalt, den Fettgehalt der Haut bestimmen.

Bei trockener Haut ist die Hautpflege sehr wichtig. Die Feuchtigkeitsregulation der Haut muss wieder hergestellt werden. Dies kann man z.B. mit Lotionen machen die Harnstoff enthalten z.B. Eucerin, Eubos. Aber auch entsprechende Waschgele sind sehr wichtig, denn beim duschen und Baden wird die Haut zusätzlich ausgetrocknet, deswegen sollte man PH-neutrale Waschlotionen verwenden.


Was ist trockene Haut?

Trockene Haut kann viele Gründe haben: Hormonelles Ungleichgewicht, falsche Hygiene, ungeeignete Pflege, starke Sonneneinstrahlung oder normale Alterungsprozesse. Tatsächlich sind die meisten Menschen in einer Phase ihres Lebens von diesem Phänomen betroffen. Gerade Kinder, Pubertierende und ältere Personen neigen hier. Oftmals ist bei ihnen die Talgproduktion nur eingeschränkt. Dies macht sich im offensichtlichen Hautbild bemerkbar. Die Oberfläche der Haut wirkt hernach matt und zeigt vermehrt Fältchen. Die Poren sind ungewöhnlich verengt. Darüber hinaus treten nicht selten Rötungen und schuppige, wund wirkende Bereiche auf.

Neben den optischen Merkmalen zeigt sich bei trockener Haut auch ein starkes Spannungsgefühl. Die Oberhaut hat an Elastizität verloren und gibt den normalen Bewegungen des Menschen nicht nach. Aus diesem Grund treten nicht selten kleine Risse in der Epidermis auf, die unangenehm jucken oder brennen können. Gerade diese Risse und die mangelnde Elastizität machen die Haut angreifbar. Sie ist der Sonnenstrahlung, Schmutzpartikeln und anderen Einflüssen zunehmend ausgeliefert und kann leichter gereizt werden als eine normale Haut. Im schlimmsten Fall führt dies zur Bildung von Ekzemen. Aus diesem Grund sollte gegen trockene Haut etwas unternommen werden. Oftmals reicht es aus, eine entsprechende Creme oder Salbe aufzutragen. In schwereren Fällen müssen diverse Präparate eingenommen werden, um eine Grunderkrankung zu behandeln. Darüber hinaus gilt, dass die Haut vor äußeren, schädlichen Einflüssen, wie etwa erhöhte UV-Strahlung oder Salzwasser, geschützt werden sollte. Ein Hautarzt oder der behandelnde Hausarzt können zusätzlich Hinweise geben und, falls nötig, weitere Behandlungsmethoden in Erwägung ziehen.

Welche Ursachen gibt es?

Die grundlegende Ursache für trockene Haut besteht in einer verminderten Talgreduktion der entsprechenden Drüsen, die dazu führen, dass die Oberhaut trockener wird. Einen Einfluss haben aber auch die Schweißdrüsen. Sie sorgen ebenfalls für eine Regulierung des Feuchtigkeitsgehaltes. So ist es möglich, dass bei Störungen der Schweißdrüsen und intakter Talgproduktion, die Haut fettig aber trocken ist. Gleichzeitig kann sie feucht, aber nicht geschmeidig wirken. Im Allgemeinen ist trockene Haut allerdings gleichzusetzen mit einer unzureichenden Talg- und Schweißproduktion. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben.

Eine geradezu banale Ursache für die Austrocknung der Epidermis besteht in der mangelnden Flüssigkeitszufuhr. Viele Prozesse des Körpers, hier seien beispielsweise die Verdauung oder der Blutfluss genannt, beruhen darauf, dass der Mensch täglich eine entsprechende Menge Wasser konsumiert. Leider neigen viele Personen dazu, zu wenig zu trinken oder ihren Durst mit ungeeigneten Flüssigkeiten wie süßen Limonaden oder Kaffee zu löschen. Hernach fehlt es dem Körper schlicht an Flüssigkeit, um die Haut zu durchfeuchten. Das vorhandene Wasser wird zuerst für alle lebensnotwendigen Prozesse verwendet. Eine trockene Haut ist schließlich ein Zeichen dafür, dass mehr getrunken werden sollte.

Eine weitere Ursache kann eine sogenannte Atopie sein. Es handelt sich dabei schlicht um eine Überreaktion der Haut auf bestimmte Substanzen. Die trockene Haut entspricht dann im Grunde genommen einer allergischen Reaktion. Dies geschieht zum Beispiel, wenn bestimmte Kosmetika, Strahlung oder Waschmittel nicht vertragen werden. Nicht selten tragen hier Deodorants und Antitranspirante die Schuld. Diese Kosmetika sollen den Schweißfluss vermindern oder sogar unterdrücken. Sie entziehen dem Körper dadurch auch Flüssigkeit und führen zu einer Austrocknung großer Hautpartien. Dennoch gehören diese Mittel heute zu den üblichen Hygieneprodukten.

Generell stellen falsche Pflegemaßnahmen und eine übertriebene Hygiene ein großes Problem dar. Viele Produkte sollen gegen Faltenbildung, Verschmutzung oder schlechte Gerüche wirken und nutzen hierfür beispielsweise Alkohol. Dieser entzieht der Haut jedoch Wasser und zerstört so die natürliche schützende Hautflora. Einen ähnlichen Effekt erzielt zu häufiges Waschen. Talg und Schweiß schützen normalerweise vor Verschmutzung und Umwelteinflüssen. Heißes Wasser, eine scharfe Seife und zu häufiges und langes Abduschen der Haut löst nicht nur eventuelle Schmutzpartikel, sondern spült auch diesen natürlichen Schutzfilm von der Epidermis. Sie wird hernach empfindlicher gegen Umwelteinflüsse und neigt zur Austrocknung. Oftmals kann dies allein mit Feuchtigkeitscremes nicht mehr beseitigt werden. Lediglich ein zeitweiliger Verzicht auf Kosmetika und zu häufiges Reinigen stellt schließlich die Hautflora wieder her.

Bekannt ist auch, dass langes Sonnenbaden, häufige Solariumsbesuche und Sonnenbrand die Haut austrocknen. Dies liegt jedoch nicht an der Wärme, sondern an der Strahlung. Gerade die sogenannte UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) kann sich verheerend auf den Menschen auswirken. Eine normale Dosis dieser Strahlung ist lebensnotwendig, da sie die Bildung von Vitamin D anregt, ohne das kein Kalziumstoffwechsel im Körper möglich ist. Trifft zu viel UV-Strahlung auf die Haut, werden leichte Verbrennungen verursacht, die wiederum Narben auf der Haut bilden. Talgdrüsen können hierdurch irreparabel geschädigt werden. Gerade nach schlimmen Verbrennungen, die Blasen und Rötungen hervorrufen, leidet die Haut nachhaltig. Dann treten mitunter sogar Gewebewucherungen auf. Ähnliche Effekte lassen sich im Übrigen auch bei starken Rauchern erkennen.

Doch auch Menschen, die ihre Haut regelmäßig vor Strahlung und scharfen Kosmetika schützen, können plötzlich von trockener Haut betroffen sein. Der Grund hierfür besteht zumeist in einer hormonellen Umstellung, die eine Verminderung der Talgproduktion bewirkt. Solche Prozesse zeigen sich zumeist bei Frauen nach der Menopause und Männern im fortgeschrittenen Alter. Generell gehört die Austrocknung der Haut zum normalen Alterungsprozess dazu. Die Epidermis ist dann nicht mehr in der Lage, Wasser adäquat zu binden, was ein Resultat schwindenden Unterhautfettes ist. Tatsächlich können Wissenschaftler bis heute nicht genau begründen, wie dieser Prozess entsteht und wo seine Ursachen liegen. Vermutet wird, dass schlicht ein Verfall der zuständigen Keimzellen verantwortlich ist.

Eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung trockener Haut spielt überdies die Genetik. So konnte beobachtet werden, dass trockene Haut familiär gehäuft auftritt. Dies gilt in besonderem Maße für Menschen, die hellhäutig und rothaarig sind. Sie neigen zu einer schnelleren Austrocknung der Epidermis ebenso wie zu vermehrter Faltenbildung. Generell reagiert ihre Haut schneller und heftiger auf Umwelteinflüsse und neigt zu Überreaktionen und Hautkrankheiten.

Letztlich kann trockene Haut auch ein Symptom verschiedener Erkrankungen sein. So zeigen beispielsweise Menschen, die an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden oftmals ein trockenes Hautbild. Aber auch bestimmte Bakterienarten, hier sei exemplarisch Styhylococcus aureus genannt, entziehen der Epidermis Wasser, insofern sie die Haut des Menschen besiedeln.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome von trockener Haut zeigen sich in erster Linie optisch. Sind die Talgdrüsen inaktiv, ziehen sie sich zusammen und wirken dadurch besonders klein. Das Hautbild wird hernach oft als besonders feinporig beschrieben. Es fehlt jedoch aufgrund der mangelnden Fettigkeit an natürlichem Glanz, weshalb die Haut fahl und matt wirkt. Nicht selten sind bei trockener Haut einige Bereiche deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen als andere. Dann sind einige Hautpartien durch Rötungen markiert oder weisen sogar eine schuppige, raue Oberfläche auf. Gerade das Kinn, die Arme oder das Dekolleté sind hiervon betroffen. Eine großflächige Austrocknung zeigt sich schließlich auch dadurch, dass die Haare stumpf werden, an Glanz verlieren oder sogar ausfallen. Jedes Haar ist nämlich an eine Talgdrüse geknüpft, aus der es Feuchtigkeit zieht. Ist die Talgdrüse abgestorben oder inaktiv, verliert auch das Haar an notwendiger Feuchtigkeit.

Da die Haut in einem trockenen Zustand an Elastizität verliert, kann sie den normalen Bewegungen der unter ihr liegenden Muskelpartien nicht mehr folgen. Wird beispielsweise die Stirn kraus gezogen, tritt ein Spannungsgefühl auf. Wird die Stirn wiederum gelockert, sind kleine Falten zu sehen, die sich nur sehr langsam wieder zurückbilden und bei starker Austrocknung gar nicht mehr verschwinden. Möglich ist auch, dass sich bei normalen Bewegungen kleine Hautrisse bilden. Auf diese reagiert der Körper mit einer normalen Immunreaktion, die bei vielen Menschen einen Juckreiz verursacht, der sehr unangenehm sein kann.

In besonders schweren Fällen kann eine trockene Haut in die Bildung eines Ekzems münden. Hier entzünden sich betroffene Hautstellen und beginnen zu nässen, zu bluten und Krusten zu entwickeln.

Insgesamt neigt eine trockene Haut leichter zu Verletzungen und ist anfällig gegenüber verschiedenen Reizungen. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass Temperaturschwankungen und Verletzungen intensiver wahrgenommen werden. Sind die Schweißdrüsen nicht voll funktionsfähig, zeigen sich mitunter auch Kreislaufbeschwerden und eine Überhitzung des Körpers.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Nicht jeder Fall von trockener Haut muss unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Gerade dann, wenn eindeutig äußere Faktoren, wie gewöhnliche Alterungsprozesse, zu häufiges Waschen, eine scharfe Seife oder regelmäßige Solariumsbesuche, vorliegen, ist eine Behandlung oder eine aufwändige Diagnose unnötig. Dann reicht es zumeist aus, wenn entsprechende Pflegecremes aufgetragen beziehungsweise die auslösenden Stoffe nicht mehr verwendet werden. Liegen keine offensichtlichen Gründe für trockene Haut vor, dann kann ein Termin beim Hausarzt oder direkt beim Hautarzt gemacht werden.

Eine Diagnose beginnt bei der Behandlung durch einen Arzt in aller Regel mit einer umfassenden Anamnese. Hierbei werden dem Patienten verschiedene Fragen gestellt. Unter anderem wird ein Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen ausgeschlossen, Informationen über die tägliche Hautpflege werden eingeholt und die individuelle Ernährungsweise abgefragt. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente sowie das Vorliegen gewisser Stoffwechselerkrankungen kann ausschlaggebend sein. Darüber hinaus sind selbstverständlich Begleitsymptome für einen Arzt von Interesse. Auf alle gestellten Fragen sollte der Patient stets wahrheitsgemäß antworten. Auch unangenehme Einzelheiten können wichtig sein und sollten nicht verschwiegen werden. Es gilt immerhin eine Schweigepflicht, die der Arzt jedem Patienten zukommen lassen muss. Intime Details dürfen also nicht an Dritte weitergegeben werden.

Im Anschluss an die Anamnese führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei werden betroffene Hautstellen unter anderem mit einem Vergrößerungsglas näher beleuchtet. Dank spezieller Tests kann der Feuchtigkeitsgehalt an verschiedenen Hautpartien gemessen und verglichen werden. Relevant ist dann, ob der gesamte Körper, lediglich einige einander ähnliche Körperbereiche oder nur eine Stelle betroffen ist. Dies lässt bereits Rückschlüsse darauf zu, ob eine Kontaktallergie oder systemisches Problem ausschlaggebend ist.

Im Anschluss an die körperliche Untersuchung führt ein Arzt oftmals einen Allergietest durch. Dabei wird die Haut mit verschiedenen, bekanntlich allergenen Stoffen in Kontakt gebracht. Zeigen sich Reaktionen, liegt eine Allergie vor. Überprüft werden bei einem solchen Test in der Regel diverse Metallarten und Legierungen, etwa Nickel, Kupfer und Messing, aber auch Nahrungsmittel und oft in Kosmetika vorhandene chemische Substanzen.

Kann eine Allergie vom Arzt ausgeschlossen werden, sind weitere Untersuchungen notwendig. Diese richten sich nach der spezifischen Ausprägung des Problems. Denkbar sind eine Sonografie der Schilddrüse, Bluttests, eine Biopsie der Haut oder ein Ultraschall. Je ungewöhnlicher die Ursache, desto mehr Tests müssen im Grunde genommen durchgeführt werden. In den meisten Fällen ist die Ursache für trockene Haut jedoch vergleichsweise schnell gefunden, sodass zeitnah eine geeignete Behandlung eingeleitet werden kann.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Statistisch genaue Angaben zum Vorliegen trockener Haut lassen kaum geben. Dies liegt zum einen daran, dass sie zum Teil als Begleitsymptom einer anderen Erkrankung nicht selbstständig in der Falldokumentation auftaucht. Zum anderen wenden sich nur wenig Betroffene mit einem solchen Problem an einen Arzt. Klar ist lediglich, dass die Wahrscheinlichkeit, an trockener Haut zu leiden, bei jeder Hormonumstellung steigt. Das bedeutet, dass vermutlich sehr viele Frauen während der Pubertät, in den Wechseljahren und nach oder während einer Schwangerschaft unter einer trockenen Haut leiden. Bei Männern dürfte sich die Situation ähnlich gestalten und vor allem die Zeit des Heranwachsens betreffen.

Hiervon abgesehen ist ausnahmslos jeder Mensch, der ein höheres Lebensalter erreicht von einer zunehmenden Austrocknung der Haut betroffen. Dass die Feutigkeit des Hautgewebes abnimmt und sich das Unterhautfett nach und nach dezimiert, gehört zu den natürlichen Prozessen des Alterns. Die genauen Ursachen hierfür und eventuelle Gegenmaßnahmen konnten von Wissenschaftlern bislang noch nicht ermittelt werden, obgleich vor allem die Kosmetikindustrie järhlich hohe Summen in die Untersuchung dieses Phänomens investiert. Ob je eine Lösung für das Austrocknen der Haut im Alter gefunden werden kann, wird von vielen Hautärzten jedoch bezweifelt.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen treten bei trockener Haut vergleichsweise selten auf. Selbstverständlich ist sie aufgrund ästhetischer Einschränkungen, möglicher Spannungsgefühle und einem Juckreiz vergleichsweise unangenehm. Es erwachsen aus ihr jedoch nur in Ausnahmefällen ernsterer Krankheiten. Möglich ist allerdings, dass das Fehlen der Feuchtigkeit den Säureschutzmantel unwirksam macht und Keime sowie Bakterien sich leicht auf der Haut ansiedeln könne. Dann ist es einerseits möglich, dass sich ein großflächiges Ekzem bildet. Dieses wird manchmal auch durch heftiges Kratzen hervorgerufen und kann sich leicht entzünden. In besonders schwerwiegenden Fällen ist es hernach bereits zu Blutvergiftungen gekommen, die durchaus lebensbedrohlich sein können. Im Regelfall wird jedoch auch ein Ekzem abheilen, ohne dass größere Schäden entstehen.

Eine trockene Haut liefert allerdings den idealen Nährboden für bestimmte Bakterienarten, die in der Folge Hautkrankheiten hervorrufen können. Denkbar sind unter anderem Entzündungen, Hidradenitis und Periporitis (Entzündung der Schweißdrüsen beziehungsweise der Schweißporen), Wundrose oder eine andere Infektion mit Streptokokken. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, wenn die trockene Haut sich weiter ausbreitet oder Rötungen, Schwellungen und Blutungen aufweist.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine trockene Haut ist im Grunde genommen keine ernsthafte Erkrankung. Theoretisch ist sie ein Zeichen des Alterns oder einer lässt sich leicht auf eine fehlerhafte Hygiene zurückführen. Ein Arztbesuch ist dann in der Regel nicht notwendig. Vielmehr kann ein Kosmetikstudio aufgesucht werden oder in der Apotheke beziehungsweise einer Drogerie ein hilfreiches Hautpflegeprodukt erworben werden.

Anders gestaltet sich die Situation, wenn trockene Haut plötzlich auftritt und Betroffene keine zugrundeliegende Ursache hierfür ausfindig machen können. Dann sind eventuell Krankheiten oder eine plötzliche Hormonumstellung verantwortlich für die Veränderung des Hautbildes. Der Besuch bei einem Arzt kann dann durchaus hilfreich sein. Generell empfiehlt sich ein Arztbesuch, wenn neben der trockene Haut noch weitere Symptome auftreten, beispielsweise Haarausfall oder Haarwachstum an ungewöhnlichen Stellen, Erschöpfung, starker Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht oder eine Rötung der Augen sowie der Schleimhäute.

Ein Hautarzt sollte auch dann kontaktiert werden, wenn sich ein Ekzem gebildet hat. Da es sich hierbei um eine Entzündung handelt, die im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung hervorrufen kann, ist eine fachgerechte Behandlung oftmals angebracht. Das gilt auch, wenn mögliche Auslöser einer trockenen Haut in gravierendem Maße vorliegen. Ein starker, blasenbildender Sonnenbrand sollte beispielsweise ebenfalls behandelt werden.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten gegen eine trockene Haut vorzugehen. Einige Maßnahmen können dabei selbstständig durchgeführt werden, andere benötigen die Hilfe eines Arztes. Ausschlaggebend ist in jedem Fall, dass erkannt wird, wo die Ursachen für die Entstehung der Hauttrockenheit liegen.

Eine häufig erfolgreiche Therapie beruht darauf, weniger Wasser auf die Haut zu geben. Wer sich seltener wäscht und auf Baden verzichtet, tut seiner Haut in der Regel etwas Gutes. Hierdurch wird verhindert, dass die obere schützende Hornschicht aufquillt und Flüssigkeit austreten kann. Darüber hinaus wird die Hautflora geschützt. Generell reicht es aus, sich alle drei Tage zu duschen. Ist die Hautflora intakt, entwickelt sich hernach auch kein unangenehmer Geruch. Aus diesem Grund ist es auch notwendig auf scharfe, chemiehaltige und alkoholhaltige Kosmetika zu verzichten. Parfums und schwere Reinigungsmittel schaden der Haut nur. Auch wenn der Duft eines Duschbads oftmals verführerisch ist, die Haut wird dadurch nicht schöner. Empfehlenswerter ist die Reinigung des Körpers mit einer sehr milden Seife, die auf zusätzliche Parfüms verzichtet. Auch Duschöle können verwendet werden, da diese oftmals eine rückfettende Wirkung haben und der Haut zusätzlich Feuchtigkeit spenden, indem sie sich einem Schutzfilm ähnlich über die Epidermis legen und der Austrocknung entgegenwirken.

Nach dem Duschen sollte bei trockener Haut ebenfalls einiges beachtet werden. Zum einen sollte die Haut lediglich mit einem weichen Handtuch abgetupft werden. Starkes Rubbeln oder Reiben löst Teile der Epidermis ab und fördert die Trockenheit. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein eine Salbe oder Creme aufzutragen, die Feuchtigkeit spendet und die Hornschicht schützt. Am besten wird hierfür eine Creme verwendet, die von Apothekern oder Ärzten empfohlen wird und auf den Einsatz von Alkohol oder Parfüm verzichtet.

Auch die richtige Kleidung hat einen Einfluss auf das Wohlbefinden der Haut. Sehr eng anliegende Kleidungsstücke aus rauen Stoffen belasten die Haut durch unangenehme Reibung. Leichte, luftige Kleidung, die darüber hinaus einen geeigneten Sonnenschutz darstellt, ist wesentlich besser geeignet. Sie verhindert auch ein zu starkes Schwitzen, das bei trockener Haut durchaus zu einem starken Juckreiz führen kann.

Reichen Umstellungen der Hygiene nicht aus, um trockene Haut zu bekämpfen, ist zum Teil der Einsatz von Medikamenten notwendig. Gerade dann, wenn eine Allergie vorliegt, kann beispielsweise die Einnahme von Antihistaminika sinnvoll sein. Sie reduzieren den Juckreiz, wodurch Kratzen und zusätzliche Hautschädigung verhindert werden kann. Einen ähnlichen Effekt haben medizinische Salben, die auf Lidocain oder Polidocanol basieren.

Ist eine spezifische Erkrankung ausschlaggebend für die Entstehung trockener Haut, richtet sich Behandlung nach der Ursprungserkrankung. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann etwa mit Thyroxintabletten in den Griff bekommen werden. Starke Hormonschwankungen lassen sich mit der Einnahme von Hormonpräparaten oder der Anwendung von hormonhaltigen Salben behandeln. Solche Behandlungen sind jedoch, im Gegensatz zu den anderen genannten Maßnahmen, mit der Konsultation eines Arztes verbunden und sollten auf keinen Fall selbstständig durchgeführt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen die, insofern trockene Haut nicht durch eine andere Erkrankung ausgelöst wird, die Feuchtigkeit der Haut erhalten können und Austrocknungsprozesse vermeiden. Hierzu gehört im Prinzip alles, was dem Schutz der Haut dienlich ist. In erster Linie betrifft das natürlich die richtige Pflege. Diese setzt bereits beim Waschen an. In der heutigen Zeit ist es üblich sich täglich bis zu zwei Mal zu duschen. Gerade die Werbeindustrie vermittelt seinen Kunden, dass ein Tag ohne intensive Hautreinigung bereits zur Verschmutzung und zu unhygienischen Zuständen führt. Hierbei sollte nie vergessen werden, dass die Werbung selbstverständlich Produkte verkaufen möchte. Die Aussage, dass tägliches Duschen notwendig sei, wird von keiner medizinischen Studie gedeckt. Vielmehr konnte ermittelt werden, dass hierdurch die oberste Hornschicht grob verletzt wird, indem Hornzellen aufgeschwemmt und abgerieben werden. Darüber hinaus wird der Säureschutzmantel, der aus Talg, Schweiß und Wasser besteht durch regelmäßige Waschung abgerieben. Die Haut bleibt hernach schutzlos gegenüber Keimen und Bakterien. Dies führt nicht nur leicht zu trockener Haut, sondern hat auch die Zunahme an unangenehmen Gerüchen zur Folge, die die meisten Menschen mit Parfum oder Deodorant zu übertünchen versuchen. Fakt ist jedoch, dass es vollkommen ausreicht, wenn circa zweimal wöchentlich kurz geduscht wird. Dies schont sowohl die Hornschicht, als auch den Säureschutzmantel. Ist die Hautflora intakt, kommt es zudem kaum zu einem unangenehmen Geruch. Neben dem Verzicht auf langes Baden und zu häufiges Waschen gilt auch die Verwendung von milden Seifen, die unparfümiert sind als Schutz vor trockener Haut. Scharfe Reinigungsmittel und alkoholhaltige Kosmetika bewirken, dass der Haut Feuchtigkeit entzogen wird. Diese kann hernach nur schwerlich mit Cremes rückgeführt werden.

Zur Pflege der Haut gehört es auch, sich vor Umwelteinflüssen zu schützen. In erster Linie kann dies durch das Tragen der richtigen Kleidung erreicht werden. So ist es im Sommer beispielsweise günstig, luftige, helle Leinenkleidung zu tragen, die auch die Arme und die Beine bedeckt. Dadurch entsteht ein wirksamer Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung und Sonnenbrand, der die empfindliche Haut verletzen und nachhaltig schädigen kann. Nicht nur wird durch Sonnenschutz trockene Haut verhindert, auch das Hautkrebsrisiko minimiert sich hierdurch entscheidend.

Weitere Gifte, die eine Trockenheit der Haut bewirken können, sind Tabakrauch und Alkohol. Im Sinne der allgemeinen Gesundheit sollte ohnehin auf den Konsum dieser Mittel verzichtet werden. Gerade Tabakrauch birgt viele gesundheitliche Risiken und schädigt die Haut nicht nur im Hinblick auf ästhetische Gesichtspunkte.


Prognose zur Heilung

Trockene Haut entsteht in den meisten Fällen infolge einer unsachgemäßen Hautpflege. Werden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet, beispielsweise der Verzicht auf scharfe Reinigungsmittel oder eine vermehrte Pflege mit Cremes, kann die trockene Haut leicht wieder regenerieren. Anders gestaltet sich die Situation, wenn natürliche Alterungsprozesse im Gang sind. Hier gibt es nach wie vor keine Möglichkeit, die Elastizität und Feuchtigkeit der Haut wieder herzustellen. Der Grund hierfür liegt darin, dass bislang noch keine Ursache für den Feuchtigkeitsverlust im Alter gefunden werden konnte. Die meisten Mediziner vermuten allerdings, dass es sich im ganz natürliche Verfallerscheinungen handelt, die alle Gewebetypen betrifft und die ein Zeichen des langsamen Zerfalls des menschlichen Körpers sind. Hierzu gehört nunmehr auch der Abbau von Fetten, wie dem Unterhautfett, welches bei jungen Menschen Wasser zu speichern vermag.

Eine Schwierigkeit hinsichtlich der Heilung besteht auch dann, wenn die Hauttrockenheit auf einer schwerwiegenden Schädigung der Haut, beispielsweise durch extremen Sonnenbrand, beruht. Dann können mitunter weitere gravierende Symptome hinzukommen. Darüber hinaus führen Verbrennungen zu einer nachhaltigen Vernarbung des Hautgewebes, wodurch dieses versteift und hinsichtlich seiner Funktion eingeschränkt wird. So sind die Talgdrüsen, insofern diese überhaupt noch vorhanden sind, zumeist nach einer Verbrennung inaktiv. Eine Rückführung der Haut zu einem normalen Feuchtigkeitsniveau ist hernach kaum möglich. Hier kann lediglich durch Cremes versucht werden, die Elastizität des Gewebes wieder herzustellen. Dafür sind jedoch nicht selten tägliches Eincremen und spezielle Lotions nötig.

Generell gilt eine trockene Haut als keine schwerwiegende Erkrankung. In den überwiegenden Fällen ist sie nur von kurzer Dauer und kann mit der richtigen Pflege sogar vollkommen vermieden werden.


Die menschliche Haut

Die menschliche Haut stellt bekanntlich das größte Organ des menschlichen Körpers dar. Im Schnitt umfasst sie circa zwei Quadratmeter Fläche, wiegt annähernd zwei Kilogramm und stellt den Übergang zwischen dem Körperinneren und der Umwelt dar. In erster Linie bildet sie vor dieser einen wirksamen Schutz. Sie hält Strahlung, Schmutzpartikel, Bakterien und andere Erreger sowie andere Umwelteinflüsse davon ab, das innere Gewebe zu schädigen.

Aufgebaut ist die Haut aus drei verschiedenen Schichten, denen jeweils eine unterschiedliche Funktion zukommt: Die Epidermis, die Lederhaut sowie die Unterhaut.

Die Epidermis, oder Oberhaut, beginnt mit einer dichten Schicht aus abgestorbenen Hornzellen, die abhängig von der Körperstelle bis zu zwei Millimetern dick sein kann. Je beanspruchter eine Körperpartie ist, desto dicker hebt sich diese Hornschicht empor. So zeigen sich beispielsweise an den Fußsohlen dicht verhornte Bereiche. An die Hornschicht grenzen diverse weitere Zellschichten, die unter anderem für die Pigmentbildung, die Regeneration der Epidermis oder die Bildung neuer Hornzellen zuständig sind. Insgesamt befindet sich die Epidermis in einem permanenten Neubildungsprozess, der erst im Alter deutlich verlangsamt abläuft.

An die Epidermis schließt die sogenannte Lederhaut an, die auch schlicht Dermis genannt wird. Es handelt sich hierbei um ein dichtes Bindegewebe, das mit Kollagenfasern durchsetzt ist und die Elastizität der Haut garantieren soll. Maßgeblich ist dieser Hautteil, da er von den vielen, feinen Nervenenden durchsetzt ist, die den Tastsinn des Menschen bedingen. In die Lederhaut sind zudem die Talgdrüsen, die Schweißdrüsen aber auch die Haarwurzeln eingebettet.

Die unterste Hautschicht wird als Subkutis bezeichnet. Hier befindet sich das sogenannte Unterhautfett, dass nicht nur ein Flüssigkeitsspeicher ist, sondern gleichsam als Schutzschicht der Knochen und der inneren Gewebeteile dient.

Alle drei Hautteile bilden gemeinsam das spezifische Aussehen der Haut. Sie sind ein wichtiger Schutzmechanismus, verfügen darüber hinaus aber auch selbst über einen Schutzmantel. Dieser besteht aus einer Säure, welche gleichmäßig die Hornschicht bedeckt. Dieser Säureschutzmantel hat einen pH-Wert von circa 5. Das bedeutet, dass die Haut leicht sauer ist. Hierdurch ist er in der Lage, Erreger anzugreifen und Schmutzpartikel aufzulösen. Gebildet wird das schützende Sekret aus Schweiß, Talg, Wasser und Horn, die einen beinahe undurchdringlichen Film bilden. Erst wenn dieser Film, zum Beispiel durch zu häufiges Waschen, von der Epidermis ablöst ist, entsteht eine Austrocknung der darunterliegenden Schichten.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden eigenen sich durchaus dazu, eine trockene Haut zu vermeiden beziehungsweise sie zu heilen. Im Wesentlichen setzen Therapieformen dabei auf den Einsatz von Kräutern, Pflanzentinkturen und verschiedenen Ölen. Generell gilt dabei, dass alle Anwendungen auf den persönlichen Hauttyp und das vorliegende Problem angepasst werden sollten. Einige alternative Ansätze sind allerdings undurchdacht und greifen zu kurz. So wird beispielsweise oftmals empfohlen, bei trockener Haut eine Olivenölkur durchzuführen. Hierbei soll der Körper komplett mit dem wertvollen Öl eingerieben werden. Sicherlich schützt der fettige Film auf der Haut davor, dass Feuchtigkeit aus der Haut gezogen wird. Er verhindert jedoch auch ihr Eindringen. Aus diesem Grund wird sich durch Ölbehandlungen kein langfristiger Erfolg einstellen können. Anders gestaltet sich die Situation aus Emulsionen, welche Öl und Wasser kombinieren. Sie können durchaus sowohl zur Reinigung, als auch zur Pflege eingesetzt werden. Handelt es sich bei den Ölen um ätherische Pflanzenkonzentrate, kann dies durchaus zusätzlich positiv wirken. Allerdings sollte stets darauf geachtet werden, dass trockene Haut nicht gereizt wird und darüber hinaus keine Allergie gegen die Inhaltsstoffe besteht.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt reichlich Möglichkeiten mit Hausmitteln gegen eine trockene Haut anzugehen. In erster Linie ist natürlich die Verwendung von hautschonenden und feuchtigkeitsspendenden Salben ratsam. Unter anderem haben sich dabei Ringelrosensalbe, aber auch Cremes auf Basis von Sheabutter bewährt. Einige Menschen schwören zudem auf Spülungen der Haut mit frischem Urin, da der hierin enthaltene Harnstoff auch in der Epidermis vorliegt und diese hernach stärken soll. Eine solche Anwendung ist allerdings nicht unumstritten. Einige Ärzte warnen sogar vor ihr und verweisen darauf, dass Urin ein Abfallprodukt ist, dass durchaus Schadstoffe beinhalten kann.

Zu den Hausmitteln gehören darüber hinaus nicht nur Behandlungsansätze, sondern auch Maßnahmen zur Prävention. Beispielsweise ist der Umstieg auf eine milde, rückfettende Seife eine angeratene Methode, um trockene Haut gar nicht erst entstehen zu lassen. Das gilt ebenso für die Verwendung von Schutzkleidung gegen starke Sonneneinstrahlung. Da UV-Strahlung zur Bildung von Vitamin D beiträgt, sollte auf Sonnenkontakt nicht verzichtet werden. Allerdings empfiehlt es sich, dabei geeignete Kleider, beispielsweise weite weiße Leinenhemden und einen Sonnenhut zu tragen.

Im Folgenden sind die gängigen Hausmittel bei trockener Haut noch einmal übersichtlich dargestellt:

  • Harnstoffanwendungen
  • Luftbefeuchter
  • Ringelrosensalbe
  • Sheabutter
  • milde Seifen
  • Schattenspender und geeignete schützende Sommerbekleidung

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter können bei trockener Haut vor allen Dingen dann Anwendung finden, wenn sie zu Salben verarbeitet oder zu Pasten zerstoßen werden, die hernach auf die entsprechenden Stellen aufgetragen werden. Zum Teil ist es auch ausreichend, sich mit einer Creme einzureiben, die Wirkstoffe der jeweiligen Pflanzen besitzt.

Welche Pflanze im Speziellen hilfreich ist, kann ausprobiert werden. Es empfiehlt sich jedoch nicht, Salben in offene Wunden zu reiben. Bei einem Ekzem ist es beispielsweise ratsamer, einen Arzt auszusuchen, anstatt eine Salbenbehandlung zu starten.

Die folgenden Kräuter eignen sich besonders für eine Behandlung von trockener Haut:

  • Beinwell
  • Aloe vera
  • Brombeere
  • Ehrenpreis
  • Nachtkerze
  • Ringelblume
  • Gurke
  • Zistrose
  • Gänseblümchen
  • Hamamelis

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle bestehen in der Regel aus den konzentrierten Wirkstoffen verschiedener Pflanzen. Bei trockener Haut können aus diesen warme Kompressen oder Salben hergestellt werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass gegen verwendete Öle keine Allergie besteht. Darüber hinaus können ätherische Stoffe auch hautreizend sein und hierdurch das Problem noch verschlimmern. Es gilt daher, den Wirkstoff zuvor an einer nicht betroffenen Körperstelle zu testen, bevor er großflächig angewendet wird.

Zu empfehlen sind bei trockener Haut die im Folgenden aufgezählten ätherischen Öle:

  • Rose
  • Zitrone
  • Bergamotte
  • Benzoe
  • Immortelle
  • Eisenkraut
  • Geranie
  • Melisse
  • Sandelholz

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Bei homöopathischen Mitteln handelt es sich, im Gegensatz zu ätherischen Ölen, um eine starke Verdünnung pflanzlicher Wirkstoffe. Hierdurch soll eine bessere Verträglichkeit erreicht werden. Darüber hinaus glauben viele Heilpraktiker, dass geringe Konzentrationen pflanzlicher Wirkstoffe für den menschlichen Körper durchaus ausreichend sind. Viele Mediziner bezweifeln dies, zumal noch keine Studie die generelle Wirksamkeit von Homöopathie belegen konnte. Theoretisch kann jedoch der Placebo-Effekt dazu führen, dass der Patient sich tatsächlich besser fühlt.

Die folgenden homöopathischen Mittel werden von den meisten Heilpraktikern zur Behandlung von trockener Haut empfohlen. In der Regel werden die Mittel dreimal täglich oral eingenommen. Auch hier sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass keine Allergie vorliegt.

  • Dolichos pruriens
  • Agaricus muscarius
  • Calcium carbonicum
  • Sulfur
  • Crotom tiglium

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die Gründe für trockene Haut können vergleichsweise vielfältig sein. Oftmals liegen sie im Bereich fehlerhafter Hygiene oder einer Kontamination mit Allergenen oder Strahlung. Generell ist ein Verzicht auf solche Stoffe zumeist am wirksamsten. Die Behandlung kann jedoch auch durch Schüssler Salze ergänzt werden. Abhängig von den verschiedenen Symptomen bieten sich hierfür verschiedene Salze an. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, sie nicht mit offenen und nässenden Wunden in Kontakt zu bringen. Gerade bei einem Ekzem können auch Schüssler Salze eine weitere Entzündung und eine Verunreinigung der Wunde auslösen, die sich im schlimmsten Fall zu einer Sepsis ausweiten kann.

Für eine sachgemäße Behandlung trockener Haut eignen sich folgende Salze:

  • Nr. 8 Natrium chloratum: Dieses Schüssler Salz wird am häufigsten gegen trockene Haut empfohlen. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt und lenkt diesen in geregelte Bahnen.
  • Nr. 11 Silicea: Silicea wird auch als Kieselerde bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Säure, welche die Elastizität der Haut fördern soll und das Bindegewebe ebenso wie die Kollagenfasern stärkt.
  • Nr. 13 Kalium arsenicosum: Dieses Ergänzungssalz beinhaltet in geringen Mengen giftiges Arsen. Es soll zur äußerlichen Anwendung von Ekzemen eingesetzt werden. Mediziner raten jedoch gerade bei diesem Salz zur Vorsicht.
  • Nr. 15 Kalium jodatum: Schilddrüsenprobleme sind ein besonders häufiger Grund für trockene Haut. Mangelt es dem Körper an Jod, zeigen sich oftmals trockene Haut, Depressionen, Erschöpfung oder Halsschmerzen. Dieses Salz soll den Mangel an Schilddrüsenhormonen ausgleichen.
  • Nr. 20 Kalium aluminium sulfuricum: Dieses Alaun genannte Salz wird in erster Linie zur Behandlung von Atemproblemen oder Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Es verschafft jedoch auch bei Juckreiz der Haut Linderung. Dies lässt sich auf die antibakterielle Wirkung dieses Schüssler Salzes zurückführen.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Die richtige Ernährung hat einen enormen Einfluss auf die Haut des Menschen. Denn sie reguliert entscheidend den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Vor allem Wasser ist maßgeblich dafür, dass der gesamte menschliche Organismus funktioniert. Zum einen setzt sich das Blut zu einem nicht geringen Teil aus Wasser zusammen, zum anderen dient es dazu, den Körper von Giftstoffen zu befreien, die Schleimhäute intakt zu halten, die Elastizität des Gewebes herzustellen und Sekrete und Körpersäfte zu bilden, die unter anderem bei der Verdauung, der Fortpflanzung oder der Temperaturregulierung relevant sind. Dass Wasser auch das Unterhautfettgewebe mit Flüssigkeit speist und hernach für eine gut durchfeuchtete Haut sorgt, ist dann beinahe schon zweitrangig. Ähnlich sieht dies der Körper. Sind die Wasserreserven nur unzureichend aufgefüllt, wird die vorhandene Flüssigkeit zunächst für alle lebensnotwendigen Prozesse verwendet. Eine trockene Haut ist also nicht selten ein Symptom von Flüssigkeitsmangel dar. Aus diesem Grund ist es ratsam, täglich mehr als einen Liter Flüssigkeit zu trinken, auch wenn vielleicht kein Durstgefühl besteht. Wichtig ist allerdings auch, dass nach Möglichkeit Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte verwendet werden, um den Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken. Andere Getränke, etwa Kaffee, zuckerhaltige Limonaden, Energydrinks und Fruchtnektar, haben oftmals einen gegenteiligen Effekt. Ihre Inhaltsstoffe entziehen dem Körper zusätzlich Wasser und verstärken die Austrocknungsprozesse der Haut.

Einen geringen Teil des Flüssigkeitsbedarfs zieht der Körper auch aus den verspeisten Lebensmitteln. Aus diesem Grund empfiehlt es sich natürlich, jene zu konsumieren, die reich an Wasser sind. Obst und Gemüse gelten dabei als wesentliche Flüssigkeitsspender und sind zudem noch reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Einige Früchte, beispielsweise Gurke, wird darüber hinaus auch in der Kosmetikindustrie dazu verwendet, der Haut durch äußere Anwendungen zu mehr Feuchtigkeit zu verhelfen. Aber auch in der Nahrung hat Gurke einen positiven Einfluss auf die Hautgesundheit.

Generell wirkt sich eine ausgewogene, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung positiv auf das Hautbild und die Hautgesundheit aus. Unterstützend sollte zusätzlich auf alle schädlichen Faktoren, beispielsweise Tabak, Alkohol und zusätzliche Zucker, verzichtet werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Lässt sich trockene Haut im Alter vermeiden?
Trockene Haut führt zu Falten, einem typischen Anzeichen für den Alterungsprozess. Natürlich kann ist es möglich mit der richtigen Pflege Alterungserscheinungen zu weit wie möglich zu kaschieren. Vermeiden lassen sie sich allerdings nicht. Etwa ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Feuchtigkeit der Epidermis rapide ab. Die Gründe hierfür sind den Wissenschaftlern aktuell noch nicht bekannt. Aus diesem Grund wurde auch noch kein Mittel erfunden, das das Altern unterbinden oder verhindern kann.

Ist UV-Strahlung schädlich?
Die UV-Strahlung ist einer der unsichtbaren Bestandteile des Sonnenlichtes, definiert sich, ähnlich wie Infrarotstrahlung über seine spezifische Wellenlänge. Die Physik unterscheidet im Wesentlichen drei Arten von UV, nämlich UV-A, UV-B und UV-C. Während UV-B-Strahlung bereits in der Atmosphäre abgefangen wird, gelangt UV-A nahezu ungefiltert die Erdoberfläche. Dieser Strahlungsart sind wir also am häufigsten ausgesetzt. UV-C hingegen wird in der Erdatmosphäre gefiltert. Sie ist besonders für die Entstehung von Ozon verantwortlich, das wiederum UV-B und UV-C selbst abfängt, bevor es die Erdoberfläche erreicht. UV-B und UV-C haben durchaus einen negativen Effekt auf den menschlichen Organismus und gelten als gefährliche Strahlung. UV-A hingegen ist durchaus notwendig für lebenswichtige Prozesse. So wird hierdurch Vitamin D gebildet, das maßgeblich am Kalziumstoffwechsel beteiligt ist. Den Mangel an Vitamin D spüren viele Menschen im Winter. Er manifestiert sich durch Erschöpfung und depressive Stimmung.

Dennoch sollte man sich nicht permanent dem Sonnenlicht aussetzen. UV-Strahlung kann in hohen Dosen und besonders um die Mittagszeit herum, wenn auch die Konzentration an UV-B hoch ist, zur Schädigung der Haut führen. Es sollte daher entsprechende Schutzkleidung getragen oder eine wirksame Sonnenschutzcreme verwendet werden. Andernfalls kann UV-Strahlung auch den typischen Sonnenbrand hervorrufen, der in seiner ausgeprägten Form die Haut nachhaltig vernarben und austrocknen kann sowie das Krebsrisiko erhöht.

Ist jeder Hauttyp anfällig für eine Austrocknung der Haut?
Prinzipiell gilt, dass jeder Mensch unter einer trockenen Haut leiden kann. Zum einen spielt hier selbstverständlich das Altern eine entscheidende Rolle, zum anderen bewirken falsche Pflege und ungenügender Schutz vor Umwelteinflüssen ein solches Problem. Allerdings gibt es auch Hauttypen, die besonders anfällig für trockene Haut sind. Hierzu zählen insbesondere sehr hellhäutige Menschen, die gleichzeitig rotes Haar haben. Menschen mit solchen äußeren Merkmalen haben eine genetische Mutation im 16. Chromosom, die eine Variation des Melanins bewirkt und die Haut deutlich anfälliger gegenüber Strahlung macht. Beispielsweise sind sie häufiger von Sonnenbrand betroffen. Aus diesem Grund gilt gerade für Rothaarige, dass die Haut vor der Sonne genügend geschützt wird.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (31 Stimmen, Durchschnitt: 4,86 von 5)
Loading...
Top