Erkältungsbad

 Wohltuend und gesund

Behandlung Erkältungsbad

Ein Grippaler Infekt kann sehr unangenehm und langwierig sein und geht häufig mit Symptomen wie Schnupfen, Hals– und Gliederschmerzen, Husten, verstopften Nasennebenhöhlen und Müdigkeit einher.

Viele Betroffene greifen dabei schnell zu starken Medikamenten, aber das muss nicht immer sein. Ein warmes Erkältungsbad mit gesundheitsfördernden Badezusätzen kann oft wahre Wunder wirken.

Was ein Erkältungsbad genau ist, wie es zubereitet wird, wie seine Wirkungsweise ist, wann es hilft und alle weiteren wichtigen Informationen, finden Sie nachfolgend.

Was ist ein Erkältungsbad?

Das Erkältungsbad ist ein klassisches Hausmittel gegen eine Grippe oder Erkältung. Besonders wirksam ist es, wenn es schon vor dem Ausbruch des Infekts eingesetzt wird.

Eine sich anbahnende Erkältung erkennt man an Kopfschmerzen, Mattigkeit, kalten Händen und Füßen, einer juckenden Nase oder einem gereizten Hals. Genau bei diesen Symptomen kann ein Erkältungsbad sehr hilfreich sein und dem Ausbruch einer Grippe vorbeugen.

Ein wirksames Erkältungsbad hat eine Wassertemperatur von 32-38 Grad Celsius (aber auf keinen Fall heißer) und wird mit verschiedenen Badezusätzen versetzt, um die optimale Wirkung im menschlichen Körper zu erzielen.


Ursprung & Entwicklung

Ein warmes Bad gegen eine Erkältung zu nehmen, ist ein sehr altes, überliefertes Hausmittel, auf das viele Leute gerade im Winter und in den Übergangszeiten schwören. Auch die Wirkung ätherischer Öle und Pflanzen ist den Menschen schon seit Jahrhunderten bekannt.

Heutzutage gewinnen Naturstoffe und althergebrachte Hausmittel in der Medizin wieder an Bedeutung. Für die Herstellung von Erkältungsbädern gibt es inzwischen viele verschiedene Produkte auf dem Markt, z.B. von Kneipp, Penaten oder Tetesept.

Es muss aber nicht auf industriell vertriebene Produkte zurückgegriffen werden. Sie können Ihre Badezusätze auch selbst aus verschiedenen Kräutern und Ölen herstellen.


Funktion, Wirkung und Ziele

Ein Erkältungsbad stellt vor allem eine vorbeugende Maßnahme gegen einen grippalen Infekt dar. Das warme Wasser versetzt mit Pflanzenstoffen hat verschiedene wohltuende und heilsame Auswirkungen auf den Körper, die sich gegenseitig ergänzen.

Schon allein die Wärme des Erkältungsbads ist für den Körper wohltuend und heilsam:

Neben der entspannenden Wirkung eines heißen Bads wird außerdem die Durchblutung gefördert, Muskeln entspannen sich. Dies ist vor allem bei Gliederschmerzen zu Beginn einer Grippe sehr hilfreich.

Außerdem steigt durch die Wärme des Wassers auch die Körpertemperatur leicht an und fördert so die natürlichen Abwehrkräfte.


Zubereitung & Kräuter

Die Zubereitung und Wirkungsweise eines Erkältungsbads

Eine Erkältungsbadzubereitung, die Sie extra erworben haben, können Sie einfach ins Badewasser geben und Ihr Bad direkt danach genießen. Wollen Sie Ihre Badezusätze lieber selbst herstellen, sollten Sie die gewünschten Pflanzen und Kräuter (z.B. Thymian, Eukalyptusblätter, Kamille oder Arnika) in Wasser geben und einen Sud daraus kochen, den Sie dann ebenfalls ins Badewasser geben können.

Behandlung Erkältungsbad

Wird das Badewasser nun mit natürlichen Zusätzen versetzt, nimmt die heilsame Wirkung zu. Pflanzen wie Thymian, Pfefferminzöl, Eukalyptus oder Latschenkiefer enthalten z.B. ätherische Öle, die sowohl über die Haut als auch über die Atemwege aufgenommen werden, und ebenfalls durchblutungsfördernd sind.

Die angeregten Nasen- und Rachenschleimhäute können so leichter gegen eindringende Krankheitserreger verteidigt werden. In den Bronchien fördern die ätherischen Öle ebenfalls die Abwehr von Krankheitserregern und erleichtern das Abhusten, wodurch die Atemwege befreit werden. Weitere Badezusätze wie Kampfer oder Arnika lassen die Schleimhäute außerdem abschwellen und verspannungslösend. Dadurch können auch sie gegen Kopf– und Gliederschmerzen helfen.

Ferner kann man nach einem Erkältungsbad deutlich besser Schlafen und durch die allgemeine entspannende Wirkung werden Selbstheilungskräfte aktiviert.

Zur Herstellung eines Erkältungsbads sollte man sich vor allem auf das eigene Gefühl verlassen. Das Wasser sollte angenehm und nicht zu heiß sein. Zur Zubereitung der Badezusätze befolgen Sie entweder die Anweisungen auf der Verpackung oder stellen Ihre eigene Kräutermischung her.

Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Durchführung eines solchen Erkältungsbades: Sie können entweder ein klassisches Vollbad nehmen oder aber nur auf ein sogenanntes Dreiviertelbad zurückgreifen, bei dem die Schultern und Knie nicht vom Wasser bedeckt sind und dadurch abkühlen und den Kreislauf schonen können. Auch Wechselbäder mit kaltem und warmem Wasser bieten sich an.


Das Bad hilft gegen

Wird das Erkältungsbad richtig angewendet, kann es gegen die meisten Symptome einer klassischen Erkältung helfen. Besonders die Durchblutung wird dabei gefördert, wodurch der gesamte Kreislauf angeregt wird.


Es fördert & stärkt

Ein Erkältungsbad kann vorbeugend eingesetzt werden, auch wenn bisher keins der oben erwähnten Symptome aufgetaucht ist, da ein heißes Bad auch im gesunden Zustand wohltuend, entspannend und heilsam ist.
Ein Erkältungsbad fördert:

  • Die Durchblutung
  • Den Kreislauf
  • Selbstheilungskräfte des Körpers

Wer behandelt?

Eine Erkältungsbadzubereitung können Sie in der Apotheke oder im Naturkostladen erwerben. Die Durchführung ist kinderleicht und von jedem durchzuführen, alle wichtigen Informationen befinden sich auf der Verpackung.

Risiken & Nebenwirkungen

  • Schwächung des Kreislaufs
  • Austrocknung der Haut
  • Allergische Reaktionen der Haut und der Atemwege

Damit ein Erkältungsbad seine volle Wirkung entfalten kann, müssen einige Dinge beachtet werden.
Das Wasser sollte dafür nie zu heiß sein, da dies das Immunsystem zusätzlich belasten kann.

SitzbadAußerdem sollte ein Erkältungsbad immer möglichst langsam beendet und die Badewanne vorsichtig verlassen werden, da der Kreislauf bei diesem Bad sehr strapaziert wird.

Empfinden Sie das Bad als zu anstrengend, sollten Sie es auf jeden Fall abbrechen. Erkältungsbäder bieten sich vor allem als vorbeugende nicht als therapeutische Maßnahme an. Ist der grippale Infekt also bereits fortgeschritten oder haben Sie Fieber, sollten Sie auf jeden Fall von einem solchen Bad absehen.

Außerdem können bestimmte Bestandteile der Badezusätze allergische Reaktionen hervorrufen. Informieren Sie sich dafür gut auf der Packungsbeilage oder verzichten Sie gänzlich auf Zusätze.

Für Schwangere, Kinder unter drei Jahren, Asthmatiker und Personen, die an Herz-Kreislauferkrankungen leiden, ist das Erkältungsbad unter keinen Umständen geeignet. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Stoffen sind allerdings nicht bekannt.


Unser Fazit

Ein Erkältungsbad ist ein altes Hausmittel, das sich nicht umsonst gehalten hat. Seine wohltuenden Wirkungen beugen Grippen vor und lindern die unangenehmen Symptome. Wird es gemäß der Vorgaben genossen, kann ein Erkältungsbad deswegen zu jedem Zeitpunkt ein entspannendes und heilsames Mittel sein.

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