Manuelle Medizin

Manuelle Medizin

Behandlung Manuelle MedizinDie Manuelle Medizin oder auch Manuelle Therapie wird bei Schmerzen angewendet, die durch Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, oder des Halteapparates ausgelöst werden.

Die Durchführung der Therapie erfolgt ausschließlich mit der Hand und grenzt sich dadurch von der invasiven Medizin ab.

Angewendet werden kann diese von Ärzten und Physiotherapeuten, welche vorher eine Schulung in diesem Bereich bestanden haben.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Manuelle Therapie.

Was ist die Manuelle Medizin/ Manuelle Therapie:

Die Manuelle Medizin wird angewendet, um Schmerzen zu behandeln, welche durch eine gestörte Funktion einiger Gelenke ausgelöst werden. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Gelenke des Bewegungsapparates, wie der Wirbelsäule. Es können aber auch Faszien und Muskeln betroffen sein.

Im Bereich der Halswirbelsäule findet die Therapie hauptsächlich Anwendung. Hier lassen sich eine Vielzahl von Symptomen behandeln. Etwa Schwindel, Schluckbeschwerden und Kopfschmerzen können behandelt werden.
Da die Therapie ausschließlich mit der Hand durchgeführt wird, haben die Patienten währenddessen in der Regel keine Schmerzen. So eignet sich die Manuelle Medizin auch gut für Schmerzpatienten.

Mittlerweile wird die Manuelle Medizin aber auch bei Kindern und in der Sportmedizin eingesetzt. Und auch Hausärzte nutzen diese Möglichkeit, um Patienten mit Rückenschmerzen zu behandeln.

Die Manuelle Therapie kann vom Arzt verordnet werden und wird dann auch von den Kassen übernommen. Durch die Therapie wird die Beweglichkeit der Gelenke verbessert und die Schmerzen gelindert. So erhält der Patient seine Vitalität zurück.

Ursprung und Entwicklung:

Seit wann Behandlungen mit der Hand durchgeführt wurden, ist nicht überliefert. Klar ist jedoch, dass diese Methode gerade im europäischen, arabischen und asiatischen Bereich verwendet wurde.

Die ersten schriftlichen Überlieferung zur Manuelle Medizin stammen von Hippokrates etwa 500 Jahre vor Christus. Bereits in diesen Schriftstücken werden manuelle Handgriffe beschrieben. Diese beschränkten sich jedoch auf den Bereich der Wirbelsäule.

Etwa zu Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Manuelle Medizin von Ärzten in Deutschland verbreitet. Heutzutage ist die Manuelle Therapie eine anerkannte und geschützte Form der Physiotherapie und wird von Ärzten verordnet und von den Kassen bezahlt.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen und Therapien:

Die Funktion der manuellen liegt in der Verbesserung der Funktion und der Beweglichkeit der Gelenke. Die Wirkung ist meist sehr gut und das Ziel liegt darin, den patien in seiner Beweglichkeit zu stärken und zu fördern. Die Behandlungen führt ein Physiotherapeut oder ein dazu ausgebildeter Orthopäde aus.

  • Beweglichkeit
  • Funktion der Gelenke
  • Physiotherapeut
  • Arzt

Durchführung und Wirkungsweise:

Bei der Manuellen Therapie benutzt der Therapeut oder Arzt lediglich seine Hände und seinen Tastsinn, um den Körper zu untersuchen und zu behandeln. Hierbei werden vor allem Störungen in der Statik und in der Funktion des menschlichen Körpers gesucht. Die Entstehung solcher Störungen wird in zwei Kategorien unterteilt.

  • Nervös-reflektorische Kategorie:

Hierbei werden die unterschiedlichen Bereiche des Zentralen Nervensystems mit eingebunden und untersucht.

  • Biomechanisch-funktionelle Kategorie:

Hierbei werden die Funktionen und Strukturen des Bewegungsapparates mit einbezogen und untersucht.

Die auftretenden Störungen werden vom Therapeuten hinsichtlich des Entstehungszeitpunktes, des Entstehungsortes und der Stärke der Beschwerden den beiden Kategorien zugeordnet. Die Störungen innerhalb der Gelenke stehen jedoch im Vordergrund, beispielsweise an der Wirbelsäule. Diese haben Vorrang in der Kategorisierung im Gegensatz zu den Störungen die im Zentralen Nervensystem liegen.

Durch die Mobilisation und die Manipulation der Gelenke werden Schmerzen gelindert und die Funktion der Gelenke verbessert. Dies geschieht durch die vielfältigen Grifftechniken der Manuellen Therapie. So verbessert sich nicht nur die Mobilität des Patienten, dieser erhält auch Lebensqualität zurück, da dieser sich wieder besser bewegen kann und die Schmerzen nachlassen. Es kann sogar gelingen, die Schmerzen gänzlich zu beheben.

Manuelle Medizin/ Manuelle Therapie hilft gegen:

Die Manuelle Therapie findet in einem großen Spektrum Anwendung. Schmerzen im Nacken oder im Kiefer lassen sich oftmals auf eine Gelenkfunktionsstörung zurückführen, die sich mithilfe der Therapie beheben lässt.
Schmerzen im Kopfbereich lassen sich oftmals auf eine Störung im Bereich der Halswirbelsäule zurückführen. Diese lassen sich dann gut durch die Mobilisation dieser Gelenke beheben. So können beispielsweise auch Zahnschmerzen gelindert werden.

Fördert und stärkt:

  • Beweglichkeit
  • Schmerzfreiheit

Durch die Manuelle Therapie wird die Beweglichkeit der Gelenke gestärkt und gefördert und die Schmerzen des Patienten können dadurch komplett verschwinden.

Diagnose und Untersuchungsmethoden

Patienten, die aufgrund von einem Kribbeln oder einem Taubheitsgefühl zum Arzt gehen, können Manuelle Therapie verordnet bekommen. Auch Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule oder Kopfschmerzen sind Indikatoren für diese Therapie.

Behandlung Manuelle MedizinDa diese Beschwerden ursächlich meistens in einem unausgeglichenen Verhältnis zwischen Belastbarkeit und Entlastung der Gelenke liegen, zielt die Manuelle Therapie darauf ab, diese Unausgeglichenheit zu beheben und ein normales und gesundes Verhältnis zwischen Gelenken und Muskeln zu schaffen.

Die Manuelle Therapie wird angewendet, wenn der Patient Beschwerden in den Gelenken des Bewegungsapparates hat. Hierbei wird dann der Schwerpunkt auf die Mobilisation der betroffenen Gelenke gelegt. Bei der Therapie wird durch verschiedene Grifftechniken das betroffenen Gelenk mobilisiert. Unterstützend zu der Manuellen Therapie wird oftmals noch eine Wärme- oder Kältetherapie eingesetzt.

Der Patient muss jedoch auch selber aktiv werden und spezielle Physiotherapie ausführen. So wird ein optimales Behandlungsergebnis erzielt.

  • Taubheitsgefühl
  • Kribbeln
  • Kopfschmerzen
  • Ungleichgewicht zwischen Belastbarkeit und Belastung
  • Mobilisation der Gelenke
  • Verbesserung der Beweglichkeit

Risiken und Nebenwirkungen:

Wird die Manuelle Therapie unsachgemäß durchgeführt, kann es sein, dass die Blutgefäße im Halsbereich verletzt werden. Befinden sich in diesen Ablagerungen, so können diese ins Gehirn wandern und dort einen Schlaganfall auslösen. Dieses Risiko ist aber generell sehr gering. Ansonsten bestehen bei dieser Therapie keine Nebenwirkungen.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen:

Manche Ärzte sehen die Wirksamkeit der Manuellen Therapie als fraglich an. In Deutschland wird diese Therapie aber von den Krankenkassen anerkannt. Diese Therapie sollte jedoch nicht bei Knochenbrüchen, Osteoporose und fiebrigen Erkrankungen angewendet werden. Sollten Unklarheiten bestehen, sollten diese mit dem Arzt besprochen werden.

  • Fraglich ob wirkungsvoll
  • Knochenbrüche
  • Fiebrige Erkrankung

Wer behandelt?

  • Ärzte
  • Physiotherapeuten

Sowohl Ärzte, als auch Physiotherapeuten dürfen die Manuelle Therapie nach einer speziellen Fortbildung durchführen. Diese Schulung wird staatlich anerkannt und nach bestandener Prüfung dürfen diese beiden Gruppen die Therapie anwenden.

Unser Fazit:

Die Manuelle Therapie eignet sich besonders gut für Schmerzen die unter Schmerzen leiden und unter einer Störung der Funktion der Gelenke leiden. Die Therapie verursacht in der Regel keine Schmerzen und bietet gute Erfolge. Alles in allem ist diese Therapie eine gute Methode um Schmerzen zu beheben.

 


Manuelle Therapie
Manuelle Therapie ist eine Untersuchungs- und Behandlungstechnik, die sich mit dem Auffinden und Behandeln von Funktionsstörungen am Bewegungsapparat befasst. Die Ursache der Beschwerden liegt häufig in einem Missverhältnis zwischen Belastbarkeit und Belastung. Die Behandlung soll dieses Missverhältnis beheben und das physiologische Zusammenspiel zwischen Gelenken, Muskeln und neuralen Strukturen wieder herstellen. Dazu werden sowohl passive, mobilisierende Techniken durch den Therapeuten als auch aktive Übungen des Patienten zur Kräftigung und Stabilisation oder Eigenmobilisation eingesetzt. Der Patient erhält zusätzlich eine Anleitung zu Eigenübungen, welche die Arbeit des Manualtherapeuten unterstützen sollen.


Weitere Informationen zur Manuellen Therapie:
Freie Enzyklopädie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Manuelle_Therapie

Fachverbände:
Arbeitsgemeinschaft Manuelle Therapie: https://www.ag-manuelle-therapie.de
Deutschen Verband für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) e.V.: https://www.zvk.org 

Ausbildungszeiten:
(diese Angaben sind Richtwerte, die je nach Form und Ort der Ausbildung und Vorwissen variieren):
ca. 820 Std. über 3 Jahre verteilt

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