Osteoporose


Definition Osteoporose (Knochenschwund)

Bei der Osteoporose handelt es sich um die Landläufig auch als Knochenschwund bezeichnet Erkrankung. Diese zeichnet sich primär dadurch aus, dass Masse und Stabilität der Knochen stetig Abnehmen und sich infolgedessen eine Brüchigkeit derselben einstellt.

Betroffene erleiden daher wesentlich häufiger als gesunde Menschen Knochenbrüche oder entwickeln Haltungsschäden.

Man kann dieser Krankheit zumeist sehr effektiv dadurch entgegenwirken, dass man ein allgemein gesundes Leben mit ausreichend Sport und wohltuender Ernährung führt. Wer dagegen viel sitzt und sich schlecht ernährt, sollte damit rechnen, dass er im Alter an diesem Leiden erkrankt.


Steckbrief: Osteoporose

  • Name(n): Osteoporose; Knochenschwund
  • Art der Krankheit: Knochenkrankheit
  • Verbreitung: Weltweit (Primär Europa und Asien)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 200 Mio. weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Orthopäde; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – m00-m99 – m80-m94 – m80-m85 – M80

Was ist Osteoporose?

Eine Osteoporose hat den Effekt, dass die Knochen des betroffenen Individuums schwach und somit brüchig werden – bisweilen derart brüchig, dass selbst Stürze aus geringer Höhe, eine zu herzhafte Berührung oder sogar starker Husten eine Fraktur nach sich ziehen können. Zumeist treten diese direkt auf die Osteoporose zurückzuführenden Frakturen in der Hüfte, den Handgelenken oder der Wirbelsäule der Betroffenen auf. Insbesondere letzteres bietet neben den Unannehmlichkeiten, die durch einen Knochenbruch sowieso schon entstehen, auch noch das Risiko auf eine partielle temporäre oder dauerhafte Lähmung.

Bei den Knochen handelt es sich, anders als oftmals angenommen, um lebendes Gewebe und nicht nicht lediglich um aus Kalk und Calcium verstehende Verhärtungen. Wie alle lebenden Zellstrukturen des menschlichen Organismus auch, so erneuern sich auch Knochen in einem festgelegten Rhythmus immer wieder aufs Neue. Diese Zellerneuerung ist bei einer Osteoporose jedoch gestört. Liegt diese Krankheit vor, geht die Abtragung der alten Zellen schneller von statten als die Entwicklung der neuen. Dies hat im Umkehrschluss zur Folge, dass die Knochen schwach und wenig belastbar sind.

Theoretisch kann prinzipiell jede Person an Osteoporose erkranken. Hierbei spielen die ethnische Herkunft und das Geschlecht nur eine untergeordnete Rolle. Nichtsdestoweniger weisen Frauen aus europäischer oder asiatischer Abstammung das tendenziell höchste Risiko auf. Zudem gilt es zu erwähnen, dass der weitaus größte Risikofaktor das Alter des Menschen ist. Je älter der Mensch, desto höher die Chance auf Osteoporose. Darüber hinaus ist es möglich, eine Osteoporose effektiv vorzubeugen, indem man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern Knochen und Muskeln auch durch gezielte Leibesübungen stärkt und ausbaut.

Einer der deutlichsten Marker für diese Erkrankung ist neben der Brüchigkeit der Knochen an sich, die man jedoch nicht sehen kann, die klar zu erkennende Fehlhaltung des betroffenen Individuums. Diese zeichnet sich insbesondere durch eine gebückte Haltung, schleichenden Gang und ggf. Verkrümmte Extremitäten aus.


Welche Ursachen führen zu Osteoporose?

Wie bereits eingänglich erwähnt, so sind die Knochen, wie alle anderen Zellen des Körpers auch in stetigem Wandel begriffen. Das heißt kurzum, dass sie sich in regelmäßigen Abständen erneuern, um eine grundsätzlich gesunde Struktur des korrespondierten Gewebes garantieren zu können. In der einfachsten Form ausgedrückt bedeutet das, dass altes Knochenmaterial abgebaut und neues geschaffen wird. Hierbei gilt, dass je jünger das Individuum ist, desto schneller und profunder geht dieser Prozess von Statten. Mit dem Voranschreiten der Zeit und dem damit natürlich einhergehendem Alter jedoch, verlangsamt sich dieser Prozess der Zellerneuerung zusehends. Bisweilen kann es im Rahmen desselben sogar vorkommen, dass er beinahe komplett zum Erliegen kommt oder lediglich unzureichend stattfindet.

Am schnellsten und effektivsten findet diese Erneuerung zumeist in der zweiten Dekade des Lebens der meisten Personen statt. Ab etwa dem 30. Lebensjahr ist dann bereits davon auszugehen, dass der Prozess der Neubildung der Knochen stets und stetig abnimmt. Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Prozess irgendwann komplett aufhört. Er verlangsamt sich lediglich. Nur in den aller seltensten Fällen kommt er komplett zum Stehen. Selbst aber im Falle des Auftretens einer Osteoporose ist dies nicht der Fall und besagter Prozess verläuft „lediglich“ fehlerhaft.

Wie stark gefährdet man ist, tatsächlich an diesem Leiden zu erkranken hängt stark davon ab, wieviel Knochenmasse man während seiner Jugend ansammeln konnte. Man muss sich die Knochen in diesem Falle wie ein Bankkonto vorstellen. Je mehr Material die Knochen während der Jugend ansetzen, desto mehr Material hat man für den Rest seines Lebens quasi „auf der hohen kannte“. Das bedeutet nichts anderes, als dass Personen, die bereits in ihrer Jugend eine sehr hohe Knochendichte aufweisen wesentlich geringere Gefahr Laufen, im Alter an der vorliegenden Krankheit zu leiden. Hierbei spielen einige weitere Faktoren eine entscheidende Rolle, darunter zählen unter anderem Ernährung, Fitness, Hormone und körperliche Eigenschaften.

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