Osteoporose

Definition Osteoporose (Knochenschwund)

Bei der Osteoporose handelt es sich um die Landläufig auch als Knochenschwund bezeichnet Erkrankung. Diese zeichnet sich primär dadurch aus, dass Masse und Stabilität der Knochen stetig Abnehmen und sich infolgedessen eine Brüchigkeit derselben einstellt.

Betroffene erleiden daher wesentlich häufiger als gesunde Menschen Knochenbrüche oder entwickeln Haltungsschäden.

Man kann dieser Krankheit zumeist sehr effektiv dadurch entgegenwirken, dass man ein allgemein gesundes Leben mit ausreichend Sport und wohltuender Ernährung führt. Wer dagegen viel sitzt und sich schlecht ernährt, sollte damit rechnen, dass er im Alter an diesem Leiden erkrankt.


Steckbrief: Osteoporose

  • Name(n): Osteoporose; Knochenschwund
  • Art der Krankheit: Knochenkrankheit
  • Verbreitung: Weltweit (Primär Europa und Asien)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 200 Mio. weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Orthopäde; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – m00-m99 – m80-m94 – m80-m85 – M80

Was ist Osteoporose?

Eine Osteoporose hat den Effekt, dass die Knochen des betroffenen Individuums schwach und somit brüchig werden – bisweilen derart brüchig, dass selbst Stürze aus geringer Höhe, eine zu herzhafte Berührung oder sogar starker Husten eine Fraktur nach sich ziehen können. Zumeist treten diese direkt auf die Osteoporose zurückzuführenden Frakturen in der Hüfte, den Handgelenken oder der Wirbelsäule der Betroffenen auf. Insbesondere letzteres bietet neben den Unannehmlichkeiten, die durch einen Knochenbruch sowieso schon entstehen, auch noch das Risiko auf eine partielle temporäre oder dauerhafte Lähmung.

Bei den Knochen handelt es sich, anders als oftmals angenommen, um lebendes Gewebe und nicht nicht lediglich um aus Kalk und Calcium verstehende Verhärtungen. Wie alle lebenden Zellstrukturen des menschlichen Organismus auch, so erneuern sich auch Knochen in einem festgelegten Rhythmus immer wieder aufs Neue. Diese Zellerneuerung ist bei einer Osteoporose jedoch gestört. Liegt diese Krankheit vor, geht die Abtragung der alten Zellen schneller von statten als die Entwicklung der neuen. Dies hat im Umkehrschluss zur Folge, dass die Knochen schwach und wenig belastbar sind.

Theoretisch kann prinzipiell jede Person an Osteoporose erkranken. Hierbei spielen die ethnische Herkunft und das Geschlecht nur eine untergeordnete Rolle. Nichtsdestoweniger weisen Frauen aus europäischer oder asiatischer Abstammung das tendenziell höchste Risiko auf. Zudem gilt es zu erwähnen, dass der weitaus größte Risikofaktor das Alter des Menschen ist. Je älter der Mensch, desto höher die Chance auf Osteoporose. Darüber hinaus ist es möglich, eine Osteoporose effektiv vorzubeugen, indem man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern Knochen und Muskeln auch durch gezielte Leibesübungen stärkt und ausbaut.

Einer der deutlichsten Marker für diese Erkrankung ist neben der Brüchigkeit der Knochen an sich, die man jedoch nicht sehen kann, die klar zu erkennende Fehlhaltung des betroffenen Individuums. Diese zeichnet sich insbesondere durch eine gebückte Haltung, schleichenden Gang und ggf. Verkrümmte Extremitäten aus.


Welche Ursachen führen zu Osteoporose?

Wie bereits eingänglich erwähnt, so sind die Knochen, wie alle anderen Zellen des Körpers auch in stetigem Wandel begriffen. Das heißt kurzum, dass sie sich in regelmäßigen Abständen erneuern, um eine grundsätzlich gesunde Struktur des korrespondierten Gewebes garantieren zu können. In der einfachsten Form ausgedrückt bedeutet das, dass altes Knochenmaterial abgebaut und neues geschaffen wird. Hierbei gilt, dass je jünger das Individuum ist, desto schneller und profunder geht dieser Prozess von Statten. Mit dem Voranschreiten der Zeit und dem damit natürlich einhergehendem Alter jedoch, verlangsamt sich dieser Prozess der Zellerneuerung zusehends. Bisweilen kann es im Rahmen desselben sogar vorkommen, dass er beinahe komplett zum Erliegen kommt oder lediglich unzureichend stattfindet.

Am schnellsten und effektivsten findet diese Erneuerung zumeist in der zweiten Dekade des Lebens der meisten Personen statt. Ab etwa dem 30. Lebensjahr ist dann bereits davon auszugehen, dass der Prozess der Neubildung der Knochen stets und stetig abnimmt. Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Prozess irgendwann komplett aufhört. Er verlangsamt sich lediglich. Nur in den aller seltensten Fällen kommt er komplett zum Stehen. Selbst aber im Falle des Auftretens einer Osteoporose ist dies nicht der Fall und besagter Prozess verläuft „lediglich“ fehlerhaft.

Wie stark gefährdet man ist, tatsächlich an diesem Leiden zu erkranken hängt stark davon ab, wieviel Knochenmasse man während seiner Jugend ansammeln konnte. Man muss sich die Knochen in diesem Falle wie ein Bankkonto vorstellen. Je mehr Material die Knochen während der Jugend ansetzen, desto mehr Material hat man für den Rest seines Lebens quasi „auf der hohen kannte“. Das bedeutet nichts anderes, als dass Personen, die bereits in ihrer Jugend eine sehr hohe Knochendichte aufweisen wesentlich geringere Gefahr Laufen, im Alter an der vorliegenden Krankheit zu leiden. Hierbei spielen einige weitere Faktoren eine entscheidende Rolle, darunter zählen unter anderem Ernährung, Fitness, Hormone und körperliche Eigenschaften.


Symptome & Anzeichen

Besonders in der Frühphase der Erkrankung kommt es verhältnismäßig selten zu allzu starken Symptomen. Aufgrund dessen kann es durchaus vorkommen, dass Betroffene zunächst nichts von der Krankheit bemerken, obschon sie bereits im vollen Gange ist. In den Fokus rückt dieses Gebrechen meist erst dann, wenn die Knochen des Erkrankten schon dergestalt geschwächt sind, dass sie merklich an Festigkeit verloren haben. Dann allerdings ist es bereits schon zu spät für eine frühzeitige Behandlung.

Eines des typischsten Symptome ist ein konstanter und äußerst starker Rückenschmerz. Diese teils lähmende Wehe kann durchaus dazu beitragen, dass der Betroffene während einer akuten Phase mehr oder weniger bewegungsunfähig zurückbleibt. Hieraus resultiert nicht nur eine merkliche Einschränkung der allgemeinen Lebensqualität, sondern auch eine immense Einschränkung der Mobilität. Somit kann es notwendig sein, dass Erkrankte, zumindest temporärer (pflegerischer) Unterstützung bedürfen, um der Besorgung ihrer täglichen Geschäft adäquat nachkommen zu können.

Darüber hinaus kommt es im Rahmen einer Osteoporose nicht selten zu einem Signifikanten Verlust des Gewichts. Dabei handelt es sich aber weniger um den Verlust von Fett, sondern um den Verlust von Knochenmaterial. Das Skelett bringt ein nicht zu unterschätzendes Gewicht auf die Waage. Verschwindet es langsam, so reduziert sich natürlich auch die Anzahl der Pfunde des Betroffenen. Dies ist aber durchaus kein Grund zur Freude. Je weniger Gewicht das Skelett bedingt, desto spröder und brüchiger sind oftmals die Knochen.
Des Weiteren kommt es im Laufe der Erkrankung beinahe unweigerlich zu immensen Schäden der Haltung. Dieselben beginnen meist im Rücken des Betroffenen. Es resultiert hieraus eine überwiegend nach vorne gebeugte Haltung, die nicht selten an einen massiven Buckel erinnert. Aber auch Fehlstellungen der Extremitäten können sich einstellen. Insbesondere im Bereich der Hüfte und der Schultern. Diese sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern wirken sich auch negativ und somit einschränkend auf die Mobilität des erkrankten Individuums aus.

Kurzübersicht der Symptome

  • Rückenschmerzen aufgrund von geschädigten und / oder gebrochenen Wirbeln
  • Unfreiwilliger Gewichtsverlust
  • Unfreiwilliger Verlust der Körpergröße
  • Häufiges Brechen der Knochen
  • Lautes Knacken und Krachen der Knochen bei Bewegungen
  • Weitere Komplikationen in Folge eines Knochenbruchs

Diagnose& Krankheitsverlauf

Die Diagnose im Falle einer Osteoporose ist in aller Regel sehr schnell gestellt und erfordert zwar ein geübtes Auge, aber nicht eine allzu hohe medizinische Kunstfertigkeit. Gerade zu beginn der Diagnose steht bei dieser Krankheit, so wie bei beinahe allen anderen Krankheiten auch, die sog. Anamnese, also das direkte Gespräch mit dem Patienten. Dieses dient dazu zu determinieren, welche Symptome der Erkrankte an sich selbst zu beobachten imstande war und gibt den behandelnden Arzt darüber hinaus Einsicht in die Krankengeschichte des Patienten. Diese beiden Faktoren genügen meist schon, um den Arzt zumindest in die Richtung einer etwaigen Osteoporose zu lenken.

Darüber hinaus kommt es oftmals zu einer Blickdiagnose. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Arzt sich seinen Patienten sehr genau betrachtet und versucht auf diese Art und Weise gewisse Ungereimtheiten bzw. sichtliche Störungen zu entdecken. Gerade im Fall der Osteoporose gelingt ihm das sehr gut. Allerdings sollte man an dieser Stelle anmerken, dass das Stadium der Krankheit an dieser Stelle eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Tatsächlich nutzen reine oder auch nur begleitend angewandte Blickdiagnosen gerade in frühen Stadien der Krankheit sehr wenig bis gar nichts. Diese sind erst ab dem Zeitpunkte sinnvoll, da sich die vorliegende Krankheit derart auf das Skelett hat auswirken können, dass dadurch Schäden in der Haltung usw. aufgetreten sind.

Darüber hinaus stehen natürlich auch einige klinische Tests zur Verfügung. Insbesondere eine Bestimmung der Dichte der Knochen ist hierbei erwähnenswert. Zumeist ermittelt man diese, indem man sich eines sehr stark abgeschwächten Röntgenstrahls bedient. Anhand des hieraus gewonnenen Bildes ist es relativ einfach den Anteil an Mineralien und sonstigen Stoffen im Knochen nachzuweisen und oder zu bestimmen und somit eine Osteoporose zu bestätigen oder auszuschließen. Vornehmlich führt man diese Art der Untersuchung an den Knochen der Hüfte, der Handgelenke oder der Wirbelsäule durch.

Verlauf der Krankheit

Wie bereits erwähnt, ist der Verlauf der Krankheit meist sehr typisch und krankheitsspezifisch. Es kommt also vergleichsweise selten zu atypischen Verläufen und somit zu Schwierigkeiten bei der Stellung einer Diagnose. Eine Osteoporose beginnt eher schleichend. Die Dichte der Knochen nimmt zusehends ab. Oftmals bemerken Patienten gerade in den frühen Stadien der Erkrankung nichts von ihrem Leiden, da die daraus resultierenden Symptome kaum ins Gewicht fallen. Nach und nach jedoch sollte man damit rechnen, dass die Symptome immer stärker und stärker werden. Insbesondere der Schmerz im Rücken und eine damit einhergehende Beugung desselben sind zu beobachten. Des Weiteren fällt den betroffenen Individuen auch das Laufen zunehmend schwer, da die Hüfte mitunter am meisten unter dieser Erkrankung leidet. Auch das Greifen von und nach Dingen erschwert sich. Dies liegt im Besonderen daran, dass die Handgelenke an Kraft verlieren und dadurch die Feinmotorik leidet.

Schreitet die Krankheit noch weiter voran, sind die Knochen ab einem gewissen Punkt so spröde, dass sie nunmehr bei der geringsten Berührung brechen oder zumindest stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Das ist natürlich eine immense Einschränkung für den Betroffenen. In jedweder Hinsicht.

Bei einer schlechten oder unzureichenden Behandlung verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand der Betroffenen darüber hinaus immer weiter. Zwar kann man eine Osteoporose nur sehr selten und unter speziellen Umstanden in einen direkten Zusammenhang mit direkt draus resultierenden Todesfällen bringen, aber alles in allem kann es durchaus der Fall sein, dass zumindest eine konstante und dauerhafte Pflege im Rahmen der Erkrankung unabdingbar ist. Dies gilt gerade für ältere Personen, die nicht mehr in der Lage dazu sind, ihren Alltag alleine zu meistern, da ihnen selbst die kleinsten Bewegungen und Anstrengungen immens schwer fallen und sie ihnen gar unmöglich sind. Nicht zuletzt darum ist es von äußerster Wichtigkeit, präventiv und / oder schulmedizinisch vorzubeugen, um diesem Schicksal zu entgehen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Aus repräsentativen Studien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) geht hervor, dass ca. 200 Millionen Menschen weltweit an Osteoporose leiden. Dabei lassen sich zudem unter den Betroffenen sehr eindeutige Trends feststellen. Diese betreffen insbesondere Alter, Abstammung und Geschlecht. Das Alter der Faktor, der die Krankheit allgemein am stärksten definiert und Unterscheidungen zulässt. Somit ließ sich beobachten, dass etwa 15% aller Personen europäischer oder asiatischer Abstammung, die ihr 50. Lebensjahr erreicht haben, an dieser Krankheit leiden. Bei den über 80jährigen dagegen sind es mit 70% noch weitaus mehr.

Ein weiterer wichtiger Faktor zur Verteilung der Häufigkeit ist, wie bereits erwähnt, das Geschlecht. Frauen sind deutlich öfter betroffen als Männer. Tatsächlich beinahe 5 mal so oft. Man geht schätzungsweise davon aus, dass etwa 2 bis 8% aller Männer der korrespondierenden Altersgruppen an dem vorliegenden Gebrechen leiden und zwischen 9 und 40% aller Frauen. Hierbei gilt zu erwähnen, dass diese Zahlen einzig für die erste Welt gelten. Für die dritte Welt, bzw. für Entwicklungsländer liegen entweder nur unzureichende oder gar keine statistischen Daten vor.

Zusätzlich lassen sich etwa 8,9 Millionen der jährlich auftretenden Knochenbrüche direkt mit einer vorliegenden Osteoporose in Verbindung bringen. Nichts desto weniger lässt sich bereits seit Jahren ein teilweise merklicher Rückgang der Zahlen an Osteoporose erkrankten Personen nachweisen. Hierfür sind unter anderem das gestiegene Bewusstsein für die Krankheit selbst und die allgemein besser werdenden schulmedizinischen Behandlungsmethoden und Untersuchungsmethoden verantwortlich zu machen. Nicht Vergessen sollte man hierbei jedoch auch den glücklichen Umstand, dass viele Leute sich bewusst gesünder ernähren, als in den vorangegangenen Jahrzehnten und darüber hinaus auch noch regelmäßig und gezielt Sport treiben. Hierdurch beugt man dem Risiko an diesem Gebrechen zu leiden bereits prophylaktisch vor.

Alles in allem besteht also eine sehr gute Hoffnung darauf, dass diese Krankheit, wenngleich sicherlich nicht komplett auszulöschen, dennoch in ihrer Prävalenz stark zu reduzieren ist.

Diagnosedaten

Wie bereits angemerkt, verhält es sich mit der Diagnose dieser Erkrankung relativ unkompliziert. Je nach Stadium der Krankheit kann es bereits genügen, wenn man sich lediglich der Blickdiagnose oder Anamnese als diagnostische Mittel bedient. Nichtsdestotrotz wenden die meisten Mediziner, um auf Nummer sicher zu Gehen, noch einen klinischen Test an. Hierfür dient die sog. Bestimmung der Dichte der Knochen. Diese ist ebenfalls sehr unkompliziert und geht sehr schnell von Statten.

Alles in allem stellt es also kein Problem dar, eine Osteoporose als solche zu identifizieren und anzusprechen. Das ist ein großer Vorteil sowohl für den Patienten und den Doktor. Denn schließlich und endlich erspart dies beiden Parteien einen langwierigen Testprozess und somit Zeit, die stattdessen für eine weiterführende Behandlung aufzuwenden übrig bleibt.


Komplikationen bei der Krankheit

Die wohl am häufigsten auftretenden Komplikationen bei einer Osteoporose sind die bereits mehrfach erwähnten Brüche der Knochen. Zumeist handelt es sich bei diesen um Brüche der Hüfte, der Wirbel oder der Handgelenke. Jedoch sollte man nicht davon ausgehen, dass sich diese Brüche mehr oder weniger zufällig ereignen. Zumeist sind sie auf Stürze zurückzuführen. Diese treten entweder aufgrund einer allgemeinen durch das Alter der betroffenen Person bedingten Schwäche auf oder durch die direkt aus der Osteoporose resultierenden Schwäche des Körpers. Hinzufügend sollte man an dieser Stelle noch erwähnen, dass insbesondere Brüche im Hüftbereich, vornehmlich Oberschenkelhalsbrüche, ein besonderes Risiko bergen. Nicht selten enden hieraus resultierende Infektionen usw. mit dem Tod des Patienten. Auch schränken sie die Mobilität desselben, zumindest vorübergehend, um effektiv 100% ein.

Auch nicht zu unterschätzen sind natürlich Brüche, die in den Wirbeln stattfinden. Diese sind aber vergleichsweise selten. Relativ häufig dagegen geschieht es, dass der Erkrankte im Laufe der Krankheit merklich an Körpergröße verliert. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass die Wirbel sich sehr schnell abnutzen und die Knorpel einiges an Volumen abgeben.

Auch nicht zu vernachlässigen, wenn es um die allgemein auftretenden Komplikationen bei dieser Erkrankung geht, sind die Risikofaktoren, die dafür sorgen, dass sich die Krankheit überhaupt erst zu etablieren imstande ist. Hierzu im Folgenden einen Übersicht:

Angeborene und unveränderliche Risikofaktoren

  • Geschlecht
    Frauen sind, wie bereits mehrfach erwähnt, wesentlich häufiger von diesem Leiden betroffen, als die Vertreter des männlichen Geschlechts.
  • Alter
    Je älter man ist, desto höher ist die Chance, an Osteoporose zu erkranken. Bei den über 80jährigen liegt die Chance sogar bei 70% und mehr.
  • Ethnische Abstammung
    Insbesondere Personen europäischer und asiatischer Abstammung Laufen Gefahr, an diesem leiden zu erkranken. Wobei insbesondere unter Asiaten eine erhöhte Prävalenz vorliegt.
  • Familiäre Vorbelastung
    Die eigene Familie kann ein sehr guter und genauer Indikator dafür sein, wie wahrscheinlich es ist, dass man selbst im Alter an Osteoporose erkrankt. Lassen sich viele Fälle in der nächsten Verwandtschaft feststellen, so ist die Chance sehr hoch, dass man selbst auch früher oder später dieses Leiden ausbilden wird. Kommt es dagegen kaum vor, so sinken die Chancen wiederum stark ab oder tendieren sogar gegen null.
  • Körperbau
    Personen, die von Natur aus eher zierlich gebaut sind, laufen weitaus höhere Gefahr, an Osteoporose zu erkranken. Dies hat etwas mit der Korrelation zwischen Knochenstruktur und der Masse des Körpers zu tun. Zwar sind großgewachsene Menschen nicht grundsätzlich von dieser Krankheit ausgenommen, die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken ist aber deutlich reduziert.

Ernährung

  • Geringe Aufnahme von Calcium
    Wer Zeit seines Lebens zu wenig Calcium zu sich nimmt bewegt sich, was Osteoporose angeht, auf sehr dünnem Eis. Calcium ist ein essentieller Bestandteil der Knochen und wird für deren Aufbau in ausreichender Menge benötigt. Kann man diese adäquate Zufuhr nicht gewährleisten, so ist es nicht selten der Fall, dass die Knochen ohnehin eine eher schwache Struktur aufweisen, die weiterdings eine Osteoporose begünstigt.
  • Essstörungen im Allgemeinen
    Personen, die aufgrund einer Essstörung, welcher Art auch immer diese sein mag, an konstantem Untergewicht leiden und / oder infolge einer solchen dauerhaft unzureichende Mengen an Nährstoffen zu sich nehmen, laufen immense Gefahr, dass sie im Alter eine Osteoporose entwickeln. Dies korreliert in direkter Weise mit dem Umstand, dass die Knochen für einen korrekten Aufbau eine Vielzahl an Wirkstoffen aus der Nahrung bedürfen. Führt man diese dem Körper nicht zu, kann er auch die Knochen nicht dementsprechend ausbauen.
  • Magenverkleinerungen
    Stark übergewichtige oder gar adipöse Personen, die sich im Kampf gegen die überschüssigen Pfunde einer Magenverkleinerung unterziehen, erhöhen damit zwar die Chancen auf eine Gewichtsreduktion, aber befördern damit gleichermaßen auch die Wahrscheinlichkeit einer Osteoporose. Durch eine Verkleinerung der Oberfläche des Magens können Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Diese fehlen dem Körper dann und also auch den Knochen. Darum sollte man sich bereits im Vorfeld einer solchen Operation darüber im Klaren sein, welche Risiken ein dahingehender Eingriff bietet.

Lebensführung

  • Sitzender Lebensstil
    Wer sein Leben primär in sitzender Position zubringt, der erhöht sein Risiko im Alter an Osteoporose zu erkranken auf immense Weise. Personen, die also aus beruflichen Gründen viel Sitzen müssen, beispielsweise Büroangestellte, Lehrer usw. sollten neben ihrer Arbeit einen sportlichen Ausgleich suchen. Wer sich einen solchen nicht gönnt, der spielt in unverantwortlicher Weise mit seiner Gesundheit. Insbesondere sportliche Ertüchtigung zur Stärkung des Rückens, der Arme und der Beine ist hierbei besonders zu empfehlen. Es kann sich darum anbieten, diesbezüglich Rücksprache mit einem Mediziner zu halten.
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol
    Dass Alkoholismus kein Kavaliersdelikt ist, sollte allen klar sein. Auch resultiert hieraus eine Vielzahl von Krankheiten, darunter unter anderem die Osteoporose. Wieso genau dies der Fall ist, war noch nicht abschließend zu klären, dass es jedoch der Fall gilt als bewiesen.
  • Rauchen
    Ebenso wie der Konsum von Alkohol, kann auch die Zuführung Nikotin in den Organismus dafür sorgen, dass sich die Knochen abschwächen. Zwar sind auch die hierbei zugrundeliegenden Mechanismen noch nicht vollends verstanden, aber dennoch kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass eine direkte Korrelation besteht.

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, sich an einen Mediziner zu wenden, wenn eine oder mehrere der oben genannten Symptome auf einen selbst zutreffen oder man einer der soeben erwähnten Risikogruppen angehört.


Behandlung & Therapie

Die Therapie wird meistens danach konzipiert, inwieweit es wahrscheinlich ist, dass der Erkrankte sich im laufe der nächsten zehn Jahre einen Knochen bricht. Diese Wahrscheinlichkeit berechnet man in aller Regel aus der Dichte der Knochen. Sollte das Risiko vergleichsweise gering ausfallen, so kommen nur sehr selten Medikamente zum Einsatz. Stattdessen zielt eine Therapie dann primär darauf ab, die Knochen der betroffenen Person durch gezieltes Training und Eliminieren der Risikofaktoren zu stärken. Diese therapeutische Vorgehensweise reicht oftmals schon aus, um eine gute, solide und nachhaltige Behandlung zu gewährleisten.

Sollten Medikamente unumgänglich sein, enthalten diese zumeist sog. Bisphosohonate. Nicht selten sind die hiervon ausgehenden Nebenwirkungen sehr schwerwiegend und unangenehm. Insbesondere Übelkeit, allgemeine und teils sehr starke Schmerzen in der Gegend des Magens und mehr oder weniger chronisches Sodbrennen können hieraus resultieren. Darum sehen manche Ärzte davon ab, ihren Patienten die Medikamente in Form von Pillen darzureichen, sondern in Form einer Injektion. Geschieht dies, reduziert sich zwar die Chance auf etwaige Magenbeschwerden, dafür aber erhöht sie Wahrscheinlichkeit anderer Nebenwirkungen, wie beispielsweise Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Diese Symptome halten nicht selten, selbst nach Absetzen der Kur, für drei Tage und länger an.

Darüber hinaus kann eine allzu lang andauernde Therapie mit diesen Wirkstoffen dazu führen, dass der exakt gegenteilige Effekt davon eintritt, was man eigentlich zu erreichen sucht. Die Knochen werden schwächer. Darum gilt es im Rahmen der Anwendung abzuwägen, wann es Zeit ist, die Behandlung abzubrechen.

Des Weiteren stehen dem behandelnden Arzt auch noch weitere Medikamente und Wirkstoffe, derer er sich im Rahmen einer Therapie bedienen kann. Diese sind bisweilen zwar weniger schädlich oder weisen Nebenwirkungen auf, nichtsdestotrotz aber sind sie in Wirkung zumeist eingeschränkt und bieten daher nicht dasselbe Maß an Schutz wie die soeben erwähnten gängigen Medikamente. Operationen sind nur bei schweren Brüchen notwendig.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Vorbeugung spielt bei der Osteoporose eine sehr wichtige Rolle. Tatsächlich lassen sich weitaus mehr als 80% aller Krankheitsfälle bereits im Vorfeld verhindern, wenn man auf einige Dinge achtet. Hierzu gehört insbesondere, dass man die bereits erwähnten Risikofaktoren aus seinem Leben streicht. Nicht selten ist damit schon das gröbste erledigt und man kann relativ sicher sein, dass man im Alter nicht an der vorliegenden Krankheit leidet oder nur an einer sehr stark abgeschwächten Form derselben.

Es ist ausreichend, wenn man auf folgende Gesichtspunkte besonders achtet:

  • Ausreichende Bewegung und gezielte Ertüchtigung
  • Genügend hohe Aufnahme von Calcium und anderen für die Entwicklung der Knochen wichtige Nährstoffe
  • Übergewicht vermeiden
  • Auf Alkohol und Tabak verzichten

Viel mehr bedarf es tatsächlich nicht, um dieser Krankheit gezielt aus dem dem Weg Gehen zu können.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung fällt gemischt aus. Dies liegt zum einen daran, dass man einen Rückbau der Knochen a posteriori nicht mehr rückgängig machen kann und andererseits daran, dass einmal geschwächte Knochen ein dauerhaftes Risiko darstellen. Nichtsdestoweniger kann man als Betroffener aber sehr viel unternehmen, um den Ausbruch der Erkrankung entweder ganz zu verhindern oder zumindest den Verlauf derselben stark abzuschwächen.

Für die Personen, die also gesund Leben, sich betätigen und auf Genussgifte wie Alkohol und Zigaretten verzichten, fällt die Prognose sehr gut aus. Für Personen hingegen, die davon absehen und wider besseres Gewissen einem ungesunden Lebenswandel nachgehen, ist die Prognose dementsprechend düster. Es liegt also hier letztendlich beim Individuum selbst, wie die Diagnose ausfällt oder nicht.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (53 Stimmen, Durchschnitt: 4,83 von 5)
Loading...
Top