Bakterielle Vaginose

Steckbrief: Bakterielle Vaginose

  • Name(n): Bakterielle Vaginose; Haemophilus-vaginalis-Infektion
  • Art der Krankheit: Infektion
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Seit jeher bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien
  • Wieviele Erkrankte: 20 % aller Frauen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gynäkologe
  • ICD-10 Code(s): N76.0

Ungleichgewicht im Intimbereich

Juckreiz, Rötung oder Ausfluss im Intimbereich sind in den meisten Fällen Anzeichen für das Vorliegen einer bakteriellen Vaginose. Die Medizin beschreibt damit ein Ungleichgewicht des Vaginalmilieus, das durch verschiedene Bakterien ausgelöst wird.

Während bei Männern die Ansteckung nur mäßige Probleme verursacht, kann diese Infektion beim weiblichen Körper zu unterschiedlichen Symptomen und Folgeerkrankungen führen.

Wenn die Abwehrkräfte alleine es nicht schaffen das Gleichgewicht wieder herzustellen, ist der Einsatz von Medikamenten und Hausmitteln notwendig. Nur in seltenen Fällen oder bei einer Nichtbehandlung können sich die Symptome verschlimmern.

Definition der bakteriellen Vaginose

Es handelt sich bei der bakteriellen Vaginose um eine Infektion der Vagina, die durch eine Störung des Gleichgewichts des Vaginalmilieus aufgrund von Bakterien ausgelöst wird.

Das Ungleichgewicht sorgt dafür, dass die Menge an Laktobazillen, die für einen sauren pH-Wert sorgen, zurückgeht. Dies führt wiederum dazu, dass neue Bakterien in die Vagina eindringen.

Die für die bakteriellen Vaginose verantwortlichen Bakterienart nennt sich „Gardnerella vaginalis“. Diese dringen in den häufigsten Fällen zusammen mit weiteren Bakterien ein, sodass eine Mischinfektion entsteht.

Die Symptome sind dann neben einem übel riechenden (meist fischig) Vaginalausfluss zudem leichte Schmerzen und Probleme beim Wasserlassen sowie beim Geschlechtsverkehr.

Was ist eine bakterielle Vaginose?

Die bakterielle Vaginose, von Medizinern auch als Gardnerellen-Infektion sowie Haemophilus-vaginalis-Infektion bezeichnet, ist eine Vaginalinfektion, die bei Frauen im Genitalbereich auftritt. Als häufigste Ursache gelten die anaeroben Bakterien Gardnerella vaginalis. Die Infektion ist mit Medikamenten behandelbar. Die bakterielle Vaginose ist die häufigste Erkrankung des weiblichen Geschlechtsorgans. Bei Männer führt der Kontakt mit den verursachenden Bakterien in den häufigsten Fällen zu keinerlei Beschwerden, es kann jedoch eine Entzündung der Eicheln auftreten. Die Bakterien führen auch bei Frauen in geringer Menge zu keinerlei Schäden. Erst durch eine Vermehrung sorgen Sie dafür, dass der sonst saure pH-Wert des Vaginalmilieus gestört und damit anfällig für neue Bakterien wird.

Erst durch die Ansammlung neuer Bakterien kommt es dann zum Ausbruch der Krankheit bzw. zum Auftreten der Symptome. Somit wird bereits das Ungleichgewicht als bakterielle Vaginose beschrieben, auch wenn Sie unbemerkt auftritt. Vor allem bei Schwangeren kann eine bakterielle Vaginose auch zu einer Erkrankung weiterer Organe führen. Grund dafür ist, dass hier das Immunsystem bereits oft angeschlagen bzw. der Körper anfälliger ist und somit leichter und schneller erkranken kann.

Unbehandelt kann sich die Krankheit verschlimmern, weshalb zur sofortigen Handlung bei Bemerken einer oder mehrerer Symptome geraten wird. Hier muss nicht immer sofort zu starken Medikamenten gegriffen werden, da bereits verschiedene alternative Heilmittel sowie Hausmittel bei vielen Betroffenen gute Ergebnisse erzielen konnten. Somit ist auch ein Arztbesuch generell keine Pflicht, sofern sich die Krankheit selbst behandeln lässt. Außer Bakterien kann in manchen Fällen auch Stress der Auslöser des Ungleichgewichts sein. Somit könnte bereits eine Vermeidung dieses auslösenden Faktor zu einer Besserung der Beschwerden führen.


Welche Ursachen gibt es?

Wie viele andere Krankheiten, kann auch die bakterielle Vaginose mehrere Ursachen haben. Der häufigste Grund für die Ansteckung der Bakterien ist der Geschlechtsverkehr. Aber auch Stress kann dazu führen, dass das Vaginalmilieu aus dem Gleichgewicht gebracht wird und so Bakterien in die Vagina eindringen. Eine weitere häufige Ursache ist eine übermäßige Hygiene des Intimbereichs bei Frauen. Besonders aggressive Seifen können dann den pH-Wert der Vaginalflora stören, was eine Ansiedlung von Keimen begünstigt. Viele Frauen nehmen die körperliche Hygiene schlicht zu übertrieben vor. Der Vaginalbereich benötigt jedoch lediglich eine leichte Säuberung am Außenbereich, da die Reinigung innen vom Körper selbst vorgenommen wird.

Eine weitere Ursache für eine bakterielle Vaginose ist eine länger andauernde Menstruation. Da während dieser Zeit der Östrogenspiegel sinkt und den pH-Wert somit weniger sauer macht, verringert sich auch automatisch die Zahl der Laktobazillen. Dadurch wird die Vagina ein idealer Ansiedlungspunkt für andere Bakterien, die dann zu den Symptomen führen können. In den häufigsten Fällen zeigen sich die Symptome nicht direkt nach der Ansteckung, sodass die Ursache dann meist falsch gedeutet wird.

Manchmal liegt die Ursache jedoch nicht an einem selbst. Da durch Geschlechtsverkehr eine Übertragung von Bakterien stattfindet, können diese von Männern auch auf Frauen übertragen werden. Je nachdem wie stark die körpereigenen Abwehrkräfte sind, muss es dann nicht in jedem Fall zu einem Ausbruch der Krankheit kommen. Oft kann bei der Ansteckung jedoch eine so große Anzahl an Bakterien übertragen werden, die dann vom Körper selbst nicht bekämpft werden können.

Zusammenfassung der Ursachen einer bakterielle Vaginose

  • Ansiedlung von Bakterien
  • Stress
  • übermäßige Hygiene
  • länger andauernde Menstruation
  • Ansteckung beim Geschlechtsverkehr

Symptome & Anzeichen

Bei einer bakterielle Vaginose gibt es verschiedene Symptome, die meist erst im Zusammenspiel auf diese Krankheit hindeuten.

Vermehrter Scheidenausfluss (Fluor vaginalis)
Einer der ersten Symptome ist der vermehrte Scheidenausfluss, von Medizinern als Fluor vaginalis bezeichnet. Dieser wird von Frauen unterschiedlich beschrieben. So hat dieser manchmal eine gelbliche oder gräuliche Farbe und hat in manchen Fällen auch eine schaumige Konsistenz.

Fischartiger Intimgeruch
Ein weiteres Anzeichen für das Vorliegen einer bakterielle Vaginose ist der typische unangenehme Intimgeruch. Dieser ist fischartig und für die Betroffenen sehr unangenehm. Wie die Erkrankung selbst, hat auch der Geruch nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Der Grund für den Geruch ist schlicht der Abbau von Proteinen zu Aminen, der von den Erregern vorgenommen wird.

Erhöhter pH-Wert der Scheidenflora
Einer der eindeutigsten Symptome für die Erkrankung ist ein erhöhter pH-Wert der Scheidenflora. Dieser entsteht dadurch, dass die Anzahl der Laktobazillen, die für die Produktion der Milchsäure zuständig sind, abnimmt und der pH-Wert dadurch weniger sauer wird und somit ansteigt.

Juckreiz/Hautreizungen
Eher selten jedoch möglich ist auch das Auftreten von Juckreiz, Rötungen und Hautreizungen im äußeren Intimbereich. Hinzu kommen Schmerzen beim Wasserlassen.

Symptome einer bakteriellen Vaginose bei Männern
Auch Männer können sich mit den Krankheitserregern anstecken. Dies geschieht dann meist über den ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Bakterien haben bei Männern in den meisten Fällen keine negativen Auswirkungen. Es kann jedoch in seltenen Fällen zu einer leichten und nur kurz anhaltenden Entzündung der Eicheln, einer Balanoposthitis kommen.

Zusammenfassung der Symptome einer bakterielle Vaginose

  • vermehrter Scheidenausfluss (Fluor vaginalis)
  • fischartiger Intimgeruch
  • erhöhter pH-Wert der Scheidenflora
  • Juckreiz/Hautreizungen

Bei Männern

  • Eichelentzündung (Balanoposthitis)

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die bakterielle Vaginose verläuft zwar nicht in unterschiedlichen Stadien ab, dafür treten die Symptome jedoch meist nacheinander auf, je nach Stärke der Erkrankung. So ist meist erst ein vermehrter Scheidenausfluss zu verzeichnen, der von einem unangenehmen Geruch des Intimbereichs gefolgt wird. In einigen Fällen kommt es nach einer Weile dann zu einem Juckreiz mit einhergehenden Rötungen.

Sobald der Verdacht einer bakteriellen Vaginose vorliegt, findet eine umfassende Diagnose beim Arzt statt:

Abstrich
Zunächst entnimmt der Arzt einen Abstrich. Mit diesem kann der Arzt dann unter dem Mikroskop die Menge bzw. eine Vermehrung der Gardnerellen in den Zellen der Vagina feststellen.

Bakterienkultur anlegen
In einem weiteren Verlauf wird dann eine Bakterienkultur angelegt. Dies ist wichtig, um eine genaue Übersicht aller Bakterien im Genitalbereich festzustellen.

Ermittlung des PH-Werts der Scheidenflora
Zusätzlich kann der Arzt auch den pH-Wert der Scheidenflora untersuchen. Dies ist außer vom Arzt auch vom Patienten selbst durch einen sogenannten Schnelltest möglich. Dieser gibt einen zusätzlichen Aufschluss darüber, ob sich das Milieu der Scheide verändert hat. Zudem kann eine antibakterielle Vaginose durch den veränderten pH-Wert bereits frühzeitig erkannt werden, während die Symptome noch nicht so stark ausgeprägt sind.

Amintest (whiff-Test)
Der Amintest auch whiff-Test genannt, dient dazu den Amingeruch, der bei einer bakteriellen Vaginose einhergeht, festzustellen. Hierfür werden auf den Abstrich einige Tropfen Kalilauge gegeben. Dadurch wird der fischige Geruch verstärkt und so besser wahrgenommen. Der Arzt kann dann durch den Geruch bessere Rückschlüsse auf eine mögliche Erkrankung ziehen.

Zusammenfassung der Diagnostikmöglichkeiten

  • Abstrich
  • Anlegung einer Bakterienkultur
  • Ermittlung des pH-Werts der Scheidenflora
  • Amintest (whiff-Test)

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die bakterielle Vaginose ist bei geschlechtsreifen Frauen die häufigste Erkrankung des Scheidenmilieus. Rund 5 % aller Frauen erkranken daran in Europa. Dies bedeutet, dass von 100 Frauen jede fünfte an dieser Krankheit leidet. Die Erkrankung wird in den meisten Fällen bei der Vorsorgeuntersuchung festgestellt oder in einer Klinik, in der die Betroffenen Frauen bereits wegen anderen sexuell übertragenen Erkrankungen untersucht werden. Bei schwangeren Frauen liegt die Zahl der Betroffenen bei 7-22 %. Weltweit findet eine Erkrankung an einer bakteriellen Vaginose bei 20 % aller Frauen mindestens einmal im Leben statt. Viele dieser Frauen erkranken zudem mehrmals im Leben daran.

Auch wenn eine mangelnde Hygiene des Intimbereichs eher in den seltenen Fällen die Ursache für die bakterielle Vaginose ist, ist die Erkrankung in Ländern, in denen eine mangelnde Hygiene alltäglich ist, weiter verbreitet. So leiden besonders viele Frauen in den Ländern der Dritten Welt daran.

Generell ist die bakterielle Vaginose nicht tödlich oder lebensbedrohlich. Wird sie jedoch nicht behandelt, kann es in einigen Fällen zu Komplikationen, beziehungsweise zu einer Verschlimmerung kommen. Besonders bei schwangeren Frauen können dann noch weitere Organe angegriffen werden, was in seltenen Fällen mit dem Tod endet. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, bei dem ersten Auftreten von Symptomen bereits eine professionelle Diagnose vornehmen zu lassen, vorzugsweise beim Frauenarzt. Frühzeitig erkannt, führt die Erkrankung dann zu keiner Verschlimmerung. Vererblich ist die bakterielle Vaginose nicht, auch nicht bei schwangeren Frauen. Dennoch ist es möglich, dass die Erreger auf das ungeborene Kind übertragen werden. Dies ist in einigen Ländern die Ursache für eine hohe Häufigkeit dieser Infektion.


Komplikationen bei der Krankheit

Die bakterielle Vaginose gehört zwar eher zu den weniger schlimmen Erkrankungen, dennoch können auch hierbei Komplikationen entstehen. Vor allem Entzündungen im Vaginalbereich sind häufig anzutreten. So kann beispielsweise eine Entzündung der Schleimhaut des Gebärmutterhalses entstehen, auch als Zervizitis bezeichnet. Diese Erkrankung kann nicht nur zu Folgeerkrankungen führen, sie ist zudem für die betroffenen Frauen oft schmerzhaft und nur schwer zu behandeln. Auch die Gebärmutter kann sich entzünden, medizinisch als Endometritis bezeichnet. Eine weitere sehr schmerzhafte Entzündung ist die der Eileiter, auch als Salpingitis bekannt. Hierbei ist besonders problematisch, dass eine Entzündung durchaus einen Einfluss darauf haben kann, ob zukünftig ernsthafte Probleme für die Frau entstehen, schwanger zu werden.

Weiterhin ist auch eine Entzündung des Scheideneingangs, der Vulvitis möglich sowie der Bartholin-Drüsen, besser bekannt als Bartholinitis. Beide Folgeerkrankungen stellen für die Betroffenen ein oftmals schweres Leiden dar und die Behandlung kann sich über mehrere Wochen erstrecken.

Weitere Komplikationen treten bei schwangeren Frauen auf. Auch hier besteht beispielsweise ein hohes Risiko für vorzeitige Wehen. Auch eine damit verbundene Frühgeburt sowie ein vorzeitiger Sprung der Fruchtblase ist häufig anzutreffen. Während der Schwangerschaft besteht die Möglichkeit, dass die Embryonalhülle infiziert wird, medizinisch als Amnionitis bezeichnet. Dann besteht auch ein Risiko für Komplikationen direkt nach der Entbindung. So führen Entzündungen beispielsweise dazu, dass der Heilungsprozess des Dammschnitts verzögert wird. Wird ein Kaiserschnitt durchgeführt, kann zudem ein Bauchdeckenabszess entstehen.

Bei Männern entstehen nur selten Komplikation in Form einer Entzündung der Eicheln, medizinisch als Balanoposthitis bezeichnet.

Zusammenfassung der Komplikationen

  • Entzündung der Schleimhaut der Gebärmutterhalses (Zervizitis)
  • Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis)
  • Entzündung der Eileiter (Salpingitis)
  • Entzündung des weiblichen Genitalbereichs
  • Entzündung des Scheideneingangs (Vulvitis)
  • Entzündung der Bartholin-Drüsen (Bartholinitis)
  • Bei Männern: Entzündung der Eicheln (Balanoposthitis)

Bei Schwangeren

  • Infektion der Embryonalhülle (Amnionitis)
  • Erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen
  • Erhöhtes Risiko einer Frühgeburt
  • Erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Fruchtblasensprungs
  • Verzögerung des Heilungsprozess des Dammschnitts aufgrund von Entzündungen
  • Bauchdeckenabszess nach einem Kaiserschnitt

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In den meisten Fällen ist es dem Körper bzw. den körpereigenen Abwehrkräften selbst möglich, das Ungleichgewicht der Scheidenflora wieder herzustellen. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn das Immunsystem stark genug ist.

Ist das Immunsystem jedoch beispielsweise durch eine Erkältung angeschlagen, schafft es der Körper ohne zusätzliche Hilfe durch Medikamente oder Alternative Heilmittel nicht, die Krankheitserreger selbst zu bekämpfen. In solch einem Fall, bzw. wenn die Symptome mehrere Wochen anhalten, ist der Gang zum Frauenarzt empfehlenswert. Besonders schwangere Frauen sollten aufgrund des hohen Risikos für Komplikationen während und direkt nach der Schwangerschaft, schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Ob und wann eine bakterielle Vaginose behandelt beziehungsweise therapiert werden muss, hängt immer vom Einzelfall ab. Mediziner empfehlen immer den Gang zum Arzt, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern.

Medikamentöse Behandlung
Bei rund 10-20 % alle erkrankten Frauen, zeigt sich eine spontane Besserung der Beschwerden. In den anderen Fällen, ist eine Behandlung für die Heilung notwendig. Als Medikamente werden unter anderem Antibiotika wie Metronidazol, Clindamycin oder Nifuratel eingesetzt. Die Behandlung, ob oral oder vaginal unterscheidet sich dann je nach Arzneimittel. Eine Besserung ist bei Antibiotika bereits innerhalb weniger Tage zu verzeichnen. Bei einer Ansteckung von Männern mit den krankheitserregenden Viren, kann ebenfalls Antibiotika helfen.

Die medikamentöse Therapie ist vor allem bei schwangeren Frauen zu empfehlen, da ansonsten ein erneuter Ausbruch der Krankheit stattfinden kann und Komplikationen entstehen.

Milchsäurehaltige Präparate
Da beim Vorliegen einer bakteriellen Vaginose der Anteil an Milchsäurebakterien zurückgeht, gilt es, dem Körper neue hinzu zu fügen. Dafür gibt es unterschiedliche Präparate, die sowohl vaginal als auch oral eingenommen werden können und der Vaginalflora dadurch zu einer Senkung des pH-Wertes verhelfen.

Daneben gibt es auch alternative Möglichkeiten zur Behandlung.

Zusammenfassung der Behandlungsmöglichkeiten

  • Medikamentöse Therapie mittels Antibiotika
  • Verabreichung von milchsäurehaltigen Präparate

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Wie bei vielen anderen Krankheiten, gibt es auch bei der bakteriellen Vaginose unterschiedliche vorbeugende Maßnahmen, die eine Verschlimmerung der Symptome oder einen generellen Ausbruch der Krankheit verhindern.

Umfassende Hygiene
Damit das Risiko für eine bakterielle Vaginose gesenkt wird, ist es wichtig, den Intimbereich täglich zu waschen. Leichte Seifen sind für den Außenbereich der Scheide ratsam, innen findet eine körpereigene Reinigung statt. Vor allem während der Menstruation, ist es wichtig den Intimbereich morgens und abends und bei Bedarf auch mittags mit reichlich Wasser zu säubern.

Safer Sex
Eine der häufigsten Ursachen für die bakterielle Vaginose ist die Übertragung der Bakterien durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr. Praktizieren Sie somit nach Möglichkeit Safer Sex, um sich und Ihren Partner vor einer Ansteckung zu schützen.

Eine gesunde Ernährung
Ebenfalls wichtig ist eine gesunde Ernährung. Durch diese wird der Körper mit allen nötigen Eiweißen, Fetten und Mineralstoffen versorgt. Dies führt dazu, dass die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt werden und eine bakterielle Vaginose bereits im Anfangsstadion vom Körper selbst bekämpft werden kann.


Prognose zur Heilung

Eine bakterielle Vaginose kann auch ohne die Verwendung jeglicher Medikamente sowie Alternative Heilmittel wieder abklingen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Bei den meisten erkrankten Patienten zeigt sich eine Besserung nur aufgrund verschiedener Therapien. Dies ist besonders bei Frauen mit einem geschwächten Immunsystem sowie bei schwangeren Frauen der Fall. Oft kehren die Symptome zudem zurück, wenn die Bakterien nicht komplett vom Körper beseitigt worden sind.

Generell kann jedoch immer von einer guten Abheilung der bakteriellen Vaginose ausgegangen werden, sofern rechtzeitig ein Arzt konsultiert wurde und eine entsprechende Therapie begonnen wird. Auch bei alternativen Heilmittel, ob anstelle traditioneller Medizin oder zusätzlich zu dieser, zeigt sich eine schnelle Heilung der Krankheit. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen der bakteriellen Vaginose kann nie ganz ausgeschlossen werden, dass die Betroffenen nicht erneut daran erkranken. Generell kann jede Ansteckung mit den krankheitserregenden Bakterien zu einem Ausbruch führen, weshalb besonders bei einer Vorerkrankung Vorsicht geraten ist.


Heilungschancen in der Zukunft

Die Medizin versucht immer neue und für den Körper noch schonendere Methoden zu finden, mit denen eine Behandlung möglich ist. Vor allem wird nach Therapien geforscht, die eine noch schnellere Heilung versprechen. Bisher kann jedoch keine genaue Prognose darüber gestellt werden ob, und wenn ja wann neue Handlungsmethoden getestet werden.

Zudem wird versucht das Entstehen der Krankheit noch besser zu verstehen, um dieser somit effektiv vorzubeugen. In diesem Hinblick wird auch nach wirkungsvollen Präparaten geforscht, die zur Prävention eingenommen werden können, um das Immunsystem bereits im Vorfeld so sehr zu stärken, dass es allein mit der Krankheit fertig wird.

Eine Impfung speziell gegen diesen Erreger ist bisher leider noch nicht möglich und auch nicht in naher Zukunft. Das Problematische ist zudem, dass die Bakterien selbst in geringer Anzahl nicht schädlich für den Körper und zudem normal sind. Somit kann man die Bakterien nicht einfach alle im Vorfeld abtöten.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Medizin sowie die damit verbundenen Therapien und Medikamente leisten in vielen Gebieten und vor allem bei einer antibakteriellen Vaginose, einen großen Beitrag. Dennoch wünschen sich viele Menschen eine für den Körper schonendere Behandlungsmöglichkeit, die zudem mit weniger Risiken einer Unverträglichkeit einhergeht. In solch einem Fall stehen einem alternative Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Horvi-Enzym-Therapie
Mit der Horvi-Enzym-Therapie soll eine Besserung der Symptome, wie bereits der Name sagt, mittels Enzymen geschehen. Diese Enzyme werden dabei aus Tiergiften extrahiert und dann weiter zu Medikamenten verarbeitet. Durch die Zufuhr soll der Körper dann bei den Abläufen der Organe sowie der Abwehr von Erregern unterstützt werden. Enzyme haben beispielsweise die Wirkung, die Durchblutung zu fördern, wodurch eine schnellere Heilung unter anderem von Rötungen und Hautreizungen, die aufgrund der bakteriellen Vaginose entstanden sind, versprochen wird. Zudem können die Enzyme die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen, sodass der Körper die Erreger selbst bekämpfen kann.

Phytotherapie
Bei der Phytotherapie wird auf die Pflanzenkraft gesetzt. Rein wissenschaftlich gibt es zwar bisher keine eindeutigen Nachweise über die Wirkung von Pflanzen für die Gesundheit, Tests an Patienten konnten jedoch Erfolge erzielen. Oft waren diese sogar genau so gut, wie bei einer Behandlung mit Medikamenten. Es findet jedoch, anders als bei Medikamenten keine direkte, sondern eine indirekte Heilung statt. So bewirken die Pflanzen beispielsweise eine Stärkung der Abwehrkräfte oder fördern die Regeneration des Körpers durch eine bessere Durchblutung.

Welche Hausmittel können helfen?

Apfelessig
Apfelessig wirkt als natürliches Hausmittel gegen Bakterien in der Scheide. Grund dafür ist die im Apfelessig enthaltene Säure. Diese schafft es den pH-Wert der Scheide wieder abzusenken und somit das Wachstum der Bakterien zu hemmen. Zudem werden dadurch die guten Bakterien bei der Arbeit unterstützt.

Für die Anwendung, empfiehlt es sich ca. 2 Tassen Apfelessig ins Badewasser zu geben und darin für eine halbe Stunde zu baden. Es ist wichtig den Intimbereich danach gründlich abzutrocknen. Auch ein Sitzbad ist möglich. Die Anwendung sollte einmal täglich, am besten vor dem Schlafengehen erfolgen.

Joghurt
Joghurt kann ebenfalls bei einer bakteriellen Vaginose helfen, da in ihm Bakterienkulturen enthalten sind, die das Gleichgewicht der Scheidenflora wieder herstellen können. Der Joghurt wird mit einem Wattebausch auf den Intimbereich aufgetragen. Danach 30 Minuten einwirken lassen und den Bereich gründlich mit klarem Wasser waschen. Die Anwendung sollte drei Mal täglich erfolgen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Es besteht zudem die Möglichkeit den Joghurt mittels eines Tampons in die Scheide einzuführen. Nach dem Eintauchen im Joghurt sollte der Tampon wie gewöhnlich in die Scheide eingeführt und dort für 3-6 Stunden verweilen. Auch das Essen von Joghurt verhilft zur Heilung.

Bockshornklee
Bockshornklee wirkt speziell gegen den Scheidenausfluss. Es kann den pH-Wert der Scheidenflora wieder in Gleichgewicht bringen. Dafür genügen zwei Esslöffel der Samen in einem Glas mit klarem Wasser ziehen zu lassen. Am Morgen dann das Wasser ohne Samen auf nüchternem Magen trinken. Zudem können täglich auch ein bis zwei Esslöffel der Samen mit ins Müsli gegeben werden. Eine Besserung sollte sich bereits innerhalb weniger Tage eingestellt haben.

Milch
Milch ist besonders gegen den Fischgeruch wirkungsvoll, der vom Ausfluss aus der Scheide stammt. Der Grund dafür ist, dass in der Milch Milchsäurebakterien enthalten sind. Da sie, wie der Name bereits verrät, ,,sauer‘ sind, können sie dabei helfen, den pH-Wert der Scheidenflora wieder zu senken und somit zu neutralisieren. Außer der oralen Zufuhr von Milch, ob pur oder im Müsli, kann sie auch vaginal eingeführt werden.

Dafür wird ein Tampon in Milch getaucht und danach in die Scheide eingeführt. Nach zwei Stunden sollte das Tampon gewechselt werden. Der Vorgang kann täglich zwei bis dreimal wiederholt werden. Die Linderung der Symptome tritt für Gewöhnlich bereits nach wenigen Tagen ein.

Schwarzer Tee
Auch schwarzer Tee kann bei einer antibakteriellen Vaginose helfen. Der Grund sind die im Tee enthaltenen Tannine, die wie ein natürliches Antibiotikum wirken. Richtig angewendet, können sie den Wachstum der Bakterien in der Scheide stoppen.

Bereits das Trinken von schwarzem Tee hilft bei der Linderung der Symptome. Eine vaginale Anwendung ist jedoch wirkungsvoller. Brühen Sie den Tee dafür gemäß der Packungsbeilage so starke wie möglich auf. Danach tränken Sie ein Tampon im Tee und führen ihn in die Vagina ein. Dort sollte er rund zwei bis drei Stunden verweilen. Bei Bedarf kann dieser Vorgang täglich zwei Mal wiederholt werden. Der schwarze Tee hilft zudem auch dabei den oft mit einer bakteriellen Vaginose einhergehenden Juckreiz zu bekämpfen.

Da schwarzer Tee besonders mild ist, wird die Heilung rund eins bis zwei Wochen dauern.

Oreganoöl
Oreganoöl ist besonders wirkungsvoll gegen die in der Scheide befindenden Bakterien. Zudem hilft das Öl auch dabei den Ausfluss zu stoppen. Dafür sollten täglich einige Tropfen des Öls mit einigen Tropfen Olivenöl vermengt werden. Die Öle können dann wahlweise mit den Fingern oder einem Tampon in die Scheide eingeführt werden.

Knoblauch
Knoblauch hat ähnliche Kräfte wie Antibiotika, ist jedoch um einiges schonender für den Körper. Die antibakterielle Wirkung des Knoblauchs hilft dem Körper so dabei, die Bakterien, die für die bakterielle Vaginose verantwortlich sind, zu bekämpfen. Für die Anwendung sollten einige Knoblauchzehen ganz fein gehackt und dann in die Vagina eingeführt werden. Es kann auch nur der beim Hacken entstehende Saft auf ein Tampon gegeben werden, welches Sie dann in die Scheide einführen. Nach einer Einwirkzeit von 20 Minuten, sollten Sie das Tampon entfernen und den Intimbereich gründlich reinigen und gut abtrocknen.

Der Vorgang kann je nach Grad der Krankheit mehrmals täglich wiederholt werden. Neben Knoblauch besitzt auch die Petersilie ähnliche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, weshalb Sie dieses Lebensmittel bei einer bakteriellen Vaginose täglich zu sich nehmen sollten.


Heilkräuter & Heilpflanzen

Pflanzen und Kräuter sind bereits seit der Antike für ihre heilende Wirkung bekannt. Mittlerweile werden Sie vor allem als eine schonendere Alternative zu Medikamenten verwendet. Ein großer Vorteil von Kräutern und Pflanzen ist zudem, dass hierbei keine wirkliche Dosierung zu beachten ist und es gibt zudem in den meisten Fällen, außer bei bestehen einer Allergie, keinerlei Nebenwirkungen.

Löwenzahn
Löwenzahn ist in jeder Apotheke erhältlich. Diese Pflanze hat eine desinfizierende Wirkung. Es sollten mehrmals täglich einige Tropfen äußerlich um den Vaginalbereich aufgetragen werden, um den Bereich keimfrei zu halten bzw. eine weitere Ansiedlung von Bakterien zu verhindern.

Efeu
Die Blätter des Efeus müssen, bevor sie verwendet werden können, für 30 Minuten in Wasser gekocht werden. Danach wird der gefilterte Absud verwendet. Dieser wird mithilfe eines Wattebauschs sanft um den Vaginalbereich getupft.

Schöllkraut
Ähnlich wie Löwenzahn hat auch Schöllkraut eine desinfizierende Wirkung. Es genügt zweimal täglich den Saft des Krauts mit einem Wattebausch um den Vaginalbereich aufzutragen. Dies verhindert, dass sich die Bakterien weiter ausbreiten und neue Keime in die Vagina gelangen.

Euphorbium (Wolfsmilch)
Euphorbium ist besonders stark und sollte aus diesem Grund nur einmal täglich zur Desinfektion am äußeren Bereich aufgetragen werden.

Thuja (Lebensbaun)
Die Thuja-Tinktur kann ebenfalls in jeder Apotheke gefunden werden. Ihre reinigende und desinfizierende Wirkung hilft dabei den Großteil der Bakterien abzutöten. Täglich bis zwei Tropfen auf die umliegende Haut aufzutragen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind eine sehr schonende Alternative für den Körper im Gegensatz zu Medikamenten.

Teebaum
Teebaumöl hat eine sehr antibakterielle Wirkung und hilft somit dabei die Keime, die für die bakterielle Vaginose verantwortlich sind zu bekämpfen. Es reichen bereits wenige Tropfen des Öls morgens und abends auf den Intimbereich aufzutragen.

Knoblauch
Knoblauch hat sowohl frisch als auch in Form von Öl eine heilende Wirkung. Das Öl kann zur Reinigung und Hemmung von eventuellen Entzündungen verwendet werden. Besonders, wenn Rötungen und Juckreiz mit der bakteriellen Vaginose auftreten, schafft dieses Öl eine schnelle Linderung.

Zitrone
Zitrone hat eine reinigende Wirkung und hilft somit Viren wirkungsvoll zu bekämpfen. Da das Öl nicht sehr stark ist, sollte die Dauer der Anwendung mindestens eine Woche betragen. Dafür wird eine kleine Menge auf den Vaginalbereich aufgetragen.

Myrrhe
Myrrhe wirkt stark desinfizierend und heilend. Für die volle Wirkung sollten morgens und abends einige Tropfen des ätherischen Öls auf den Vaginalbereich aufgetragen werden.

Zwiebel
Auch die Zwiebel wirkt antibakteriell und kann zudem auch Schmerzen lindern. Das Öl hilft besonders bei akuten Fällen, wenn beispielsweise ein Brennen oder Hautreizungen vorliegen. Es ist sehr wichtig, dass der Bereich vor dem Auftragen gereinigt wird. Danach sollten einmal täglich ein bis zwei Tropfen des Öls genügen. Die Symptome sollten nach wenigen Tagen bereits stark zurückgegangen sein.

Homöopathie & Globuli

Noch eine Art der alternativen Behandlung ist die Nutzung von Homöopathie und Globuli.

Bei noch leichten Symptomen hilft die Verwendung von Antimonium Crudum in der Potenz 12. Dieses sorgt dafür, dass die Haut beruhigt und besser durchblutet wird. Zudem verhilft es einer schnellen Abheilung. Nehmen Sie täglich dreimal fünf Globuli ein.

Auch Causticum Hahnemanni in D12 unterstützt den Körper bei der Abwehr der Viren und kann zusätzlich neben Medikamenten eingenommen werden. Es empfiehlen sich drei Mal täglich bis zu 5 Stück einzunehmen.

Mit Ferrum picrinicum in D12-Potenz, werden alle Körperfunktionen unterstützt und die körpereigenen Abwehrkräfte werden gestärkt. Sie können dieses Globuli durchaus zusammen mit ärztlich verschriebenen Arzneimitteln einnehmen. Dadurch wird die Wirkung verstärkt. Zur Einnahme empfehlen sich drei mal täglich 5 Stück.

Acidum nitricum in der Potenz 12 ist vor allem bei Entzündungen, also dann, wenn die bakterielle Vaginose mit Hautreizungen einhergeht, geeignet. Nehmen Sie hiervon 5 Globuli drei Mal am Tag.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze sind Mineralien dessen Aufgabe es ist, im Körper für einen Ausgleich zu sorgen.

Das Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium Chloratum dient zur innerlichen Anwendung. Es sorgt im Körper dafür, dass Entzündungen gelindert und Schmerzen minimiert werden. Ebenfalls zur inneren Anwendung geeignet ist das Schüssler-Salz Nr. 25. Aurum chloratum natronatum. Die Dosierung hängt von der Schwere der Symptome ab. Generell empfehlen sich täglich drei bis sechs Mal jeweils bis zu drei Stück einzunehmen. Die Einnahme erfolgt dabei oral ohne Wasser, indem Sie die Tablette auf der Zunge zergehen lassen.

Für die äußerliche Anwendung gibt es Schüssler-Salze in Salbenform. Neben der Nr. 4 Kalium Chloratum ist auch das Salz Nr. 10 Natrium Sulfuricum geeignet. Die Salbe hilft dem Körper bei der Beseitigung von Viren.

Eine Übersicht aller Schüssler-Salze

Für die innerliche Anwendung:

Für die äußerliche Anwendung:

  • Nr. 4 Kalium Chloratum
  • Nr. 10 Natrium Sulfuricum

Diät & Ernährung

Die Symptome und Beschwerden bei einer bakteriellen Vaginose können wie bei vielen anderen Erkrankungen auch, bereits mit der richtigen Ernährung gelindert werden. Der Grund dafür liegt weniger an den Lebensmitteln selbst, sondern an ihrer positiven Wirkung auf das Immunsystem und somit die Abwehrkräfte des Körpers. Somit können verschiedene Bestandteile in der Nahrung dafür sorgen, dass der Körper bei der Bekämpfung der Bakterien unterstützt wird.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Da der Körper aus 70% Wasser besteht, ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme essentiell für alle Abläufe, die im Körper stattfinden. Sie sollten bei einer bakteriellen Vaginose darauf achten, ausreichend zu trinken, um den Körper und damit die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Eine ausgewogene Ernährung
Weiterhin, besonders für die Abwehrkräfte wichtig, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Es sollte darauf geachtet werden Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in ausreichenden Mengen aufzunehmen. Damit wird für ein kräftiges Immunsystem gesorgt.

Vermehrte Aufnahme von Vitaminen
Vor allem Vitamin C, das für die Regeneration der Haut und aller anderen Organe zuständig ist, sollte während einer bakteriellen Vaginose durch die Nahrung oder zusätzliche Präparate aufgenommen werden. Dies unterstützt nicht nur die Heilung und die Abwehrkräfte, sondern schützt auch den restlichen Körper vor einem Befall mit den Krankheitserregenden Bakterien.


FAQ – Fragen & Antworten

Darf man wenn man eine bakterielle Vaginose hat Sport treiben?

Ja. Auch wenn es sich bei der bakteriellen Vaginose medizinisch gesehen um eine Krankheit handelt, hindert diese Sie nicht an körperlicher Betätigung. Wenn Sie beim Sport vermehrt schwitzen, sollten Sie jedoch auf eine ausreichende anschließende Hygiene des Intimbereichs achten.

Ist eine bakterielle Vaginose ansteckend?

Generell nein. Da unter einer bakteriellen Vaginose das eigentliche Ungleichgewicht des Vaginalmilieus und die damit verbundenen Symptome wie der üble Geruch gemeint sind, besteht hierbei keine Gefahr einer Ansteckung. Da jedoch die Ursache dieser Krankheit neben Stress und einem Vitaminmangel auch Bakterien sind und diese durchaus über Sex beispielsweise übertragbar sind, besteht somit generell ein Risiko sich mit den Bakterien anzustecken. Die Bakterien führen jedoch nicht immer zum Ausbruch der Krankheit.

Kann man öfters im Leben eine bakterielle Vaginose bekommen?

Ja. Da die bakterielle Vaginose verschiedene Ursachen haben kann und diese öfters im Leben auftauchen können, ist es auch möglich, dass Sie mehrmals in Ihrem Leben daran erkranken.

Verschwindet die bakterielle Vaginose auch ohne Behandlung wieder? Auch wenn generell immer eine sofortige Behandlung, ob mit Präparaten oder mit Hausmitteln empfehlenswert ist, kann eine bakterielle Vaginose auch von alleine verschwinden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist jedoch sehr gering. Der Grund dafür ist, dass sich bei einer Erkrankung zu viele Bakterien in und um den Vaginalbereich befinden, die sehr hartnäckig zu bekämpfen sind und sich aufgrund des warmen und feuchten Milieus schnell verbreiten können.

Ist eine bakterielle Vaginose lebensbedrohlich?

Generell ist eine bakterielle Vaginose gut behandelbar und sorgt für keine großartigen Schäden des Körpers. Es ist jedoch möglich, dass die Bakterien in die Blutbahn und so zu anderen Organen gelangen. Auch bei Schwangeren besteht eine Erkrankungsgefahr des ungeborenen Kindes. Wird die bakterielle Vaginose jedoch rechtzeitig erkannt und behandelt, sollten keine Komplikationen auftreten.

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