Hodgkin

HodgkinWas ist Hodgkin?

Hodgkin, auch Morbus Hodgkin oder Hodgkin-Lymphom, ist eine bösartige Tumorerkrankung der Lymphknoten.

Wichtigstes Anzeichen sind schmerzlos geschwollene Halslymphknoten. als maligne Lymphome bezeichnet man Krebserkrankungen, die von lymphatischem Gewebe (Lymphknoten, Milz und Rachenmandeln) ausgehen. Dazu gehören neben Hodgkin auch das Non-HodgkinLymphom.

Bei Morbus Hodgkin treten charakteristische Zellveränderungen der B-Lymphozyten auf, die Hodgkin-Zellen und die Reed-Sternberg-Zellen (mehrkernige Riesenzellen). Hodgkin-Erkrankungen machen nur etwa 0,5% aller Krebserkrankungen aus, können aber durch Streuung über den Blutweg in anderen Organen Metastasen bilden.

Ursachen

Die Ursachen sind unbekannt. Möglicherweise kann Hodgkin durch Virusinfektionen wie Epstein-Barr oder hiv ausgelöst werden. Auch erbliche Faktoren können als Ursache in Frage kommen.

Symptome

Zu den Symptomen gehören schmerzhaft geschwollene Lympknoten, besonders im Halsbereich und unter den Achseln, Leistungsschwäche, Gewichtsverlust, Husten, Juckreiz, Nachtschweiß und Alkoholschmerz (Schmerz in den Lymphknoten nach Alkoholgenuß).

Hodgkin kann sich auf die Milz und über den Blutweg auf weitere Organe wie Leber und Knochen ausbreiten. Daher können als Symptome Splenomegalie, Hepatomegalie, Knochenbrüche und Blutbildveränderungen durch Knochenmarksinfiltration auftreten.

Diagnose

Durch Lymphknotenbiopsie und histologische Untersuchung der Gewebeprobe können die Hodgkin-Zellen und Reed-Sternberg-Zellen nachgewiesen und Morbus Hodgkin eindeutig diagnostiziert werden.

Bei der Diagnose von Hodgkin unterscheidet man vier Schweregrade der Erkrankung. Bei Stadium I ist nur ein Lymphknoten befallen, bei Stadium IV hat sich die Krebserkrankung bereits auf andere Organe ausgebreitet.

Durch Abtasten von Lymphknoten, Milz und Leber kann der Arzt die Organgröße bestimmen. Durch Röntgen, CT (Computertomografie) und MRT (Magnetresonanztomografie) können die Krankheitsherde bildlich dargestellt werden. Zusätzlich werden in Blutuntersuchungen die Nieren– und Leberwerte bestimmt.

Behandlung

Hodgkin wird vor allem durch eine Kombination von Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt. Wegen der dabei möglichen Nebenwirkungen sollte vor Therapiebeginn die Funktion wichtiger Organe untersucht werden.

Die Therapie zielt darauf ab, das erkrankte Gewebe zu zerstören. Tumorzellen sind anfälliger als gesunde Zellen und werden daher bei Bestrahlung mit Röntgenstrahlen als erste abgetötet. Die Chemotherapie erfolgt mit einer Kombination verschiedener Zytostatika, die in regelmäßigen Abständen, sogenannten Zyklen, verabreicht werden.

Nach den Anfangsbuchstaben der dabei eingesetzten Zytostatika wird das Behandlungsschema als BEACOPP bezeichnet. Zur Behandlung gehört auch eine Anpassung der Chemotherapiezyklen an laufend durchgeführte Kontrolluntersuchungen der Blutwerte.

Bei Unterschreiten bestimmter Grenzwerte an Blutzellen kann die Dosis verringert oder die Abstände der Chemotherapiezyklen verlängert werden. Hodgkin kann auch durch eine Knochenmarkstransplantation oder eine Stammzellentransplantation behandelt werden.

Unbehandelt verläuft die Krankheit tödlich; mit Therapie ist die Prognose jedoch günstig. Für viele Hodgkin-Kranke ist der Erfahrungs- und Informationsaustausch in einem Forum ein stabilisierender Faktor. Die Anthroposophische Medizin setzt bei Krebserkrankungen Mistelpräparate ein.

Ergänzend zur schulmedizinischen Therapie können auch die homöopathischen Mittel Barium carbonicum, Barium jodatum sowie Kalium carbonicum und Kalium jodatum eingesetzt werden.

Vor Auswahl eines homöopathischen Mittels sollte man die Mittelbeschreibungen genau lesen und dasjenige Mittel wählen, das am besten zur eigenen Situation passt. Barium carbonicum sollte mehrere Monate eingenommen werden, da die Wirkung hier langsam einsetzt.

Laut den Mittelbeschreibungen sind Barium carbonicum und Barium jodatum für Menschen geeignet, die schüchtern und scheu wirken. Kalium jodatum ist geeignet, wenn Schwitzen als Begleitsymptom auftritt.

Die Mittel sind in D3 bis D12 zu verwenden. Zusätzlich werden bei Krebserkrankungen hohe Dosen Vitamin C empfohlen.

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