Non-Hodgkin

Non-HodgkinWas ist das Non-HodgkinLymphom?

Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) gehört wie das Hodgkin-Lymphom zu den malignen Lymphomen. Maligne Lymphome sind Krebserkrankungen, die von lymphatischem Gewebe (Lymphknoten, Milz, Mandeln) ausgehen.

ALS Non-Hodgkin werden alle malignen Lymphome bezeichnet, die weder Hodgkin-Zellen noch Reed-Sternberg-Zellen aufweisen, d.h. als Non-Hodgkin werden verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die sich in ihrer Prognose und Lebenserwartung unterscheiden.

Zu den niedrigmalignen Non-Hodgkin-Krankheiten gehören CLL (chronische lymphatische Leukämie), Haarzellleukämie, Plasmozytom, Lymphogranulomatosis X und das T-Zonen-Lymphom; zu den hochmalignen NHL zählen das Burkitt-Lymphom und das Lymphoblastom.

Je nach Ausbreitungsmaß des NHL unterscheidet man vier Stadien, wobei bei Stadium I nur ein Lymphkonten betroffen ist und bei Stadium IV mindestens ein nicht-lymphatisches Gewebe (Lunge, Leber, Knochen) befallen ist.

Ursachen

Die Ursachen sind unbekannt, allerdings sind Risikofaktoren bekannt, die das NHL-Risiko erhöhen. Dazu gehören Infektionen mit bestimmten Viren wie Epstein-Barr, Magenschleimhautinfektionen mit Helicobacter pylori, radioaktive Strahlung, toxische Substanzen wie Insektizide, Pestizide und Lösungsmittel sowie Rauchen.

Symptome

Ein niedrigmalignes NHL entwickelt sich langsam, ein hochmalignes Non-Hodgkin dagegen schreitet schnell fort. Erste Anzeichen für Morbus Non Hodgkin sind schmerzlos geschwollene Halslymphknoten, außerdem allgemeine Symptome wie Leistungsverminderung, Schwäche, Erschöpfung, Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß.

Bei Befall von nicht-lymphatischen Organen können Symptome wie Niereninsuffizienz, Knochenbrüche oder Perikarditis auftreten.

Diagnose

Zur Diagnose von NHL wird ein vergrößerter Lymphknoten biopsiert und die Gewebeprobe histologisch untersucht. Der Arzt bestimmt das Stadium des Lymphoms nach dem Ausbreitungsgrad und den geschilderten Beschwerden.

Dazu tastet er bei der körperlichen Untersuchung die Lymphknoten, Milz und Leber ab und untersucht die Funktion der Hirnnerven neurologisch. Bildgebende Verfahren wie ThoraxRöntgen, Ultraschall, CT (Computertomografie) und MRT (Magnetspintomografie) erlauben eine Beurteilung der Ausbreitung des NHL.

In Blutuntersuchungen werden neben den Standardwerten Nieren– und Leberwerte bestimmt.

Behandlung

Die Therapie hängt von der Art und Ausbreitung der Tumorerkrankung und von Alter und Gesundheitszustand der Erkrankten ab. Bei langsam fortschreitenden Erkrankungen kann man zunächst abwarten, dabei aber den Verlauf der Erkrankung beobachten (wait and watch).

Bei Lymphomen mit bestimmten Oberflächenantigenen kann eine Antikörpertherapie erfolgen, bei der monoklonale Antikörper (Rituximab) an Tumorzellen binden, die darauf hin vom Immunsystem zerstört werden.

Bei der Radioimmuntherapie werden radioaktive Antikörper eingesetzt. Bestimmte NHL-Formen können operativ entfernt werden; dies ist nur dann sinnvoll, wenn das gesamte Lymphom entfernt werden kann. NHL spricht auch gut auf eine Strahlentherapie an, die meist mit einer Chemotherapie kombiniert wird. Chemotherapie ist sinnvoll, wenn ein hochmalignes Lymphom vorliegt.

Ein niedrigmalignes Lymphom wie ein follikuläres Lymphom wird nicht mit Chemotherapie behandelt, da die Nebenwirkungen der Chemotherapeutika belastender wären als die Beschwerden der Krankheit. Bei hochmaligner fortgeschrittener NHL ist häufig das Gehirn mit befallen.

Da die Zytostatika die Blut-Hirn-Schranke meist nicht durchdringen können, verabreicht der Arzt die Medikamente direkt in den Liquor. Hochmaligne Lymphome neigen zu Rezidiven. Wegen der hohen Rückfallgefahr sind nach abgeschlossener Behandlung regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Zusätzlich zur schulmedizinischen Behandlung können Präparate aus Braunwurz, Mistel und Ringelblume den gesundheitlichen Zustand verbessern. Aus der Homöopathie werden gegen NHL die Mittel Barium carbonicum und Barium jodatum in D3 bis D8 empfohlen.

Folgende Schüssler Salze können den Heilungsprozess unterstützen: Silicea, Kalium arsenicosum, Kalium aluminium sulfuricum und Natrium phosphoricum.

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