Lymphom

Steckbrief: Lymphom

  • Name(n): Lymphom; Lymphknotenkrebs; Morbus Hodgins; Hodgin-Krankheit
  • Art der Krankheit: Krebs
  • Verbreitung: vor allem Männer ab 60 Jahren; junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1832
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Lymphknotenschwellung
  • Wieviele Erkrankte: 10 bis 15 Personen aus 100.000 pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Onkologe
  • ICD-10 Code(s): A00 bis B99; I88; C81; C82; C83; C84; C85

Die Behandlung eines Lymphoms

Unter dem Begriff Lymphom wird im medizinischen Fachjargon eine Schwellung bzw. Entzündung der Lymphknoten verstanden. Hierbei wird Lymphom ALS Sammelbegriff für diese Schwellungen bzw. Entzündungen verstanden, da zahlreiche lymphartige Organe wie etwa Mandeln oder Milz von der Krankheit betroffen sein können.

Weit verbreitet ist der Zusammenhang des Begriffs mit der Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs bzw. Lymphknotenkrebs. Ein Lymphom ist jedoch in manchen Fällen deutlich gefährlicher als eine harmlose Schwellung, da es krebserregend sein kann. Ebenfalls kann ein Lymphom gut- und bösartig ausfallen, wobei mehrere Lymphomarten existieren, welche sowohl gut- wie bösartig sein können. Verwendet der Mediziner den Begriff Lymphom, handelt es sich jedoch meist um eine maligne bzw. bösartige Bildung.

Definition Lymphom

Der Sammelbegriff Lymphom steht im weitetesten Sinn für Vergrößerung einzelner oder sogar mehrerer Lymphknoten. Die Knoten schwellen hierbei an bzw. entzünden sich. Häufig beruht die Anschwellung auf Infektionen, kann gleichzeitig ebenfalls auf bösartige Prozesse der Lymphknoten bzw. im Lymphsystem hinweisen. Im Großteil der Fälle sin die Lymphozyten von der Vergrößerung betroffen.

Wachsen und vermehren die Lymphozyten unkontrolliert an oder sterben diese nicht ab, kann ebenso eine Lymphknotenschwellung auftreten. Dies ist häufig der Fall, wenn der körpereigene Regulationsmechanismus, welcher die Lymphozyten betrifft, außer Kontrolle gerät. Diese Schwellungen treten unter anderem am Hals oder unter den Achseln auf.

Lymphome treten als gut- sowie bösartige Vergrößerungen auf. Die Art der Vergrößerung deutet letztendlich auf die vorhandene Krankheit. Während gutartige Lymphome meist auf eine Infektion hindeuten, sind bösartige bzw. maligne Lymphome Symptome einer Krebserkrankung des lymphatischen Systems. Aus diesem Grund werden Lymphome auch häufig als Lymphdrüsenkrebs bezeichnet.

Gut- und bösartige Lymphome können am gesamten Körper auftreten. In vielen Fällen sind die Mandeln, die Lymphknoten, die Leber, die Milz, der Thymus sowie das Rückenmark von ihnen betroffen. Gut wie bösartige Lymphome besitzen zudem verschiedene typische Symptome.

Was ist ein Lymphom?

Ein Lymphom ist eine Anschwellung bzw. Entzündung von Lymphdrüsen oder anderer Organe wie der Milz oder den Mandeln. Es werden zwischen gut- und bösartigen Lymphomen unterschieden, welche mit typischen Symptomen einhergehen. Ein gutartiges Lymphom äußert sich durch Fieber und schmerzhafte Lymphknoten, während ein bösartiges Lymphom starken Gewichtsverlust, verhärtete, nicht schmerzhafte Lymphknoten sowie Nachtschweiß und Fieber verursacht.

Normalerweise werden gutartige Lymphome durch eine Infektion verursacht, sodass sie binnen zwei Wochen wieder verschwinden. Bösartige Lymphome jedoch bleiben dauerhaft bestehen und lösen in vielen Fällen sogar eine Krebserkrankung aus. Die Diagnose, vor allem bezüglich bösartigem Lymphom, wird meist durch eine Biopsie bzw. Gewebeprobe bestimmt. Die Behandlung eines bösartigen Lymphoms richtet sich hierbei immer nach der Krebsform, wobei meist eine Chemo- oder Strahlentherapie stattfindet. Lymphome treten oft in jeder Altersgruppe auf, wobei bösartige Lymphome eine typische Alterskrankheit sind. Bei jungen Menschen hingegen treten bösartige Lymphome im Alter zwischen 15 und 35 Jahren auf.

Bösartige Lymphome, welche dauerhaft bleiben, können werden in die sogenannten B- und T-Zell-Lymphome sowie in die Hodgkin-Lymphome unterteilt. Im medizinischen Fachjargon werden die B-Zell und T-Zell-Lymphome unter dem Begriff Non-Hodgkin-Lymphome zusammengefasst. Obwohl bösartige Lymphome Krebs verursachen können, sind sie seltener als Prostata-, Lungen-, Darm- oder Brustkrebs.

Die Behandlung von Lymphen sind immer Artbedingt, da gutartige Lymphome anders behandelt werden müssen als bösartige. Da gutartige Lymphome auf einer Infektion beruhen und innerhalb von zwei Wochen wieder verschwinden, fällt die Behandlung nicht langwierig aus. Bösartige Lymphome hingegen, vor allem jene, welche Krebs auslösen, müssen häufig durch intensive Therapien behandelt werden, damit eine Besserung eintritt. Häufig müssen Betroffene ihr restliches Leben eine Therapie durchführen, damit die Erkrankung sich nicht ausbreitet oder verschlechtert.

Bisher konnte noch nicht klar definiert werden, weshalb sich bösartige Lymphome bilden. Ebenfalls können die genauen Ursachen für die Erkrankung nicht festgelegt werden, sodass lediglich zahlreiche Behandlungsmethoden vorhanden sind. Aufgrund der Behandlungsformen können Lymphome effektiv behandelt werden, sodass die Krankheit bei rechtzeitiger Diagnose nahezu heilbar ist.


Welche Lymphomarten gibt es?

Bezüglich Lymphome wird der Begriff für eine Sammlung an verschiedenen Subtypen verwendet, da zahlreiche verschiedene Arten an Lymphomen existieren. Somit können die Schwellungen nicht nur in gut- und bösartige Lymphome, sondern in mehr als 30 unterschiedliche Untertypen gegliedert werden. Während gutartige Lymphome selten noch weiter stark unterteilt werden, werden vor allem die Non-Hodgkin-Lymphome weitaus genauer gliedern. Während die indolenten Lymphome weniger aggressiv auftreten, existiert eine Gruppe Lymphome mit deutlich aggressivem Verlauf. Ebenfalls existiert eine Gliederung an Lymphomen, welche sich aus T- sowie B-Zellen entwickeln.

Für die Einteilung der malignen Lymphome wurde durch die Weltgesundheitsorganisation WHO die sogenannte „WHO-Klassifikation der malignen Lymphome“ entwickelt. Diese ist weltweit gültig, sodass die Einteilung auf der gesamten Welt gleich gehandhabt wird. Kriterien für die Einteilung sind das Aussehen der Zellen, wenn sie unter dem Mikroskop betrachtet werden, das Reifungsstadien der mutierten Zellen sowie ihr Zelltyp, ihre molekularbiologische Eigenschaft und das klinische Erscheinungsbild.

Gutartige Lymphome – benigne Lymphome

Bei gutartigen Lymphomen, welche den medizinischen Fachnamen benigne Lymphome tragen, handelt es sich um gutartige Schwellungen bzw. Vergrößerungen der Lymphknoten. Nahezu immer treten gutartige Lymphome im Zusammenhang mit einer Infektion auf. Somit sind sie ein körpereigenes Warnsignal für eingedrungene Krankheitserreger. Die gutartigen Lymphome agieren als Abwehr und Entzündungsreaktion. Unter anderem treten benigne Lymphome bei einer Infektion im Rachenbereich auf, wobei die Lymphknoten in der Umgebung des Rachens anschwellen. Beispiele hierfür sind angeschwollene Lymphknoten hinter den Ohren.

Wenn gutartige Lymphknoten auftreten, können verschiedenste Infektionen stattfinden. Dabei kann der Körper die Abwehrreaktion gegenüber einer harmlosen Erkrankung wie beispielsweise Schnupfen ausführen. Ebenfalls sind ernstzunehmende Krankheiten wie eine HIV-Infektion Schuld an den angeschwollenen Lymphknoten.

Benigne Lymphome müssen in der Regel nicht behandelt werden, obwohl sie typische Symptome wie Schmerzen beim Anfassen oder Fieber verursachen. Da die gutartigen Lymphome als Abwehrreaktion auftreten, muss zunächst die auslösende Infektion bekämpft werden, bevor die Lymphknoten wieder abschwellen. Konnte die Infektion erfolgreich bekämpft werden, heilen die gutartigen Lymphknoten binnen zwei Wochen von alleine ab, sodass keine spezifische Therapie erfolgen muss.

Bösartige Lymphome – maligne Lymphome

Bösartige Lymphome, welche den Beinnamen maligne Lymphome tragen, treten nicht auf, wenn der Körper eine Infektion abwehren muss. Somit sind sie keine körpereigene Abwehrreaktion. Maligne Lymphome entstehen bei der Mutation der Lymphozyten bzw. weißen Blutkörperchen. Mutieren die Zellen, können sie sich unkontrolliert vermehren und im Körper ausbreiten. Im Vergleich zu gutartigen bzw. benignen Lymphomen besitzen sie andere typische Ursachen und müssen ebenfalls therapiert werden.

Häufig werden bösartige Lymphome als Lymphdrüsenkrebs bezeichnet. Jedoch kann die Zellmutation an jeder Körperstelle auftreten, sodass die Mutation auch Organe wie die Milz oder die Mandeln betreffen kann. Bösartige Lymphome, welche sich an Organen bilden, können nicht mit dem freien Auge diagnostiziert werden, sodass sie in vielen Fällen nicht diagnostiziert werden. Erst durch die Hilfe anderer Untersuchungen lassen sich innen liegende bösartige Lymphome feststellen.

Bezüglich maligne Lymphome existiert nicht nur eine große Gruppe, sondern mehrere Untergruppen. Hierbei werden sie meist in zwei Gruppen eingeteilt, welche wiederum verschiedene Krankheitsformen besitzen. Hierbei existieren Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome. Bei malignen Lymphomen handelt es bei beiden Gruppen um bösartige Lymphome. Jedoch zählt der Großteil der bösartigen Lymphome zu den Non-Hodgkin-Lymphomen.

Hodgkin-Lymphome

Die Hodgkin-Lymphome werden das erste Mal im Jahr 1832 entdeckt und vermerkt. Die Entdeckung der bösartigen Lymphome geht auf den englischen Arzt Thomas Hodgkin zurück, welcher namensgebend für diese Art Lymphom wurde. Typisch für Hodgkin-Lymphome ist das Auftreten der sogenannten Reed-Sternberg Zellen, besonderen Riesenzellen, welche mutiert sind und die Anschwellung letztendlich verursacht haben.

Hodgkin-Lymphome sind, im Gegensatz zu Non-Hodgkin-Lymphomen, eine Zellmutation, welche ausschließlich durch die Reed-Sternberg-Zellen verursacht wird. Die Heilungschance bei Hodgkin-Lymphomen hängt stets vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Je früher Hodgkin-Lymphome erkannt werden, desto besser fallen die Chancen einer Genesung aus.

Hodgkin-Lymphome werden anhand der Ann-Arbor-Stadienklassifikation bezüglich ihrer Ausbreitung unterteilt. Insgesamt können bei Hodgkin-Lymphomen vier Stadien auftreten. Im ersten Stadium wird nur eine einzige Lymphknotenregion befallen. Im Stadium hingegen sind mindestens zwei Lymphknoten auf einer Zweckfellseite befallen. Stadium III weist einen beidseitigen Befall des Zwerchfells mit zwei oder mehr Lymphknoten auf. Im vierten und letzten Stadium liegt ein diffuser Organbefall vor, sodass unter anderem die Leber oder das Knochenmark befallen sein können.

Non-Hodgkin-Lymphome

Gleich wie die Hodgkin-Lymphome wurden die Non-Hodgkin-Lymphome nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin benannt. Bei ihnen handelt es sich allerdings um Lymphome, welche die charakteristischen Reed-Sternberg-Zellen nicht aufweisen, sondern eine Sammlung verschiedener Tumore sind. Häufig wird für die Non-Hodgkin-Lymphome die Abkürzung NHL verwendet. Die Mehrzahl aller Lymphomerkrankungen beruht auf Non-Hodgkin-Lymphomen, sodass Erkrankungen von Hodgkin-Lymphomen relativ selten auftreten.

Bisher konnten die Erkrankungsursachen an NHL nicht genau geklärt werden, sodass die Erkrankung an dieser Lymphomart lediglich mit bestimmten Risiken in Verbindung gebracht wird. Zu diesen Risiken zählen unter anderem eine HIV-Erkrankung oder andere bestimmte Virusinfektionen. Obwohl NHL Menschen jedes Alters betreffen können, gelten sie häufig als typische Alterserkrankung, da vermehrt Personen ab einem Alter von 65 Jahren an ihnen leiden. Zugleich leiden wesentlich mehr Männer unter NHL als Frauen.

Non-Hodgkin-Lymphome besitzen keine spezifischen Symptome, sodass die Krankheit häufig erst bei einer ärztlichen Untersuchung entdeckt und diagnostiziert werden kann. Typisch und nahezu immer vertreten sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen. Diese können entweder wachsen oder bestehen bleiben, wodurch sie im Gegensatz zu gutartigen Lymphomen nicht von alleine abheilen. Meist treten diese Schwellungen im Bereich des Halses, der Achsel oder der Leisten auf.

Damit die angeschwollenen Lymphknoten nicht mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, müssen die Betroffenen auf charakteristische Symptome von NHL achten. Zu diesen zählen Nachtschweiß, unerklärlicher Gewichtsverlust von mindestens zehn Prozent binnen eines halben Jahres, Atemnot, Husten, Fieber, extreme Müdigkeit sowie Juckreiz, welcher am gesamten Körper auftritt und äußert hartnäckig ausfällt.

Wurde ein NHL diagnostiziert, werden häufig weitere Untersuchungen veranlasst, welche Veränderungen im Blut anhand eines Blutbildes aufzeigen. Unter anderem kann bei NHL eine Anämie, eine Verringerung der Leukozyten mitsamt erhöhter Infektanfälligkeit oder eine verringerte Blutplättchenanzahl mit einem erhöhten Auftreten von Blutergüssen oder einer erhöhten Blutungsneigung auftreten. Diese Symptome sind ein typischer Hinweis, dass das Lymphom bereits das Knochenmark befallen hat.

B-Zell-Lymphome

Die Bezeichnung B-Zell-Lymphome ist eine andere Einteilung der Lymphome. B-Zell-Lymphome produzieren vornehmlich Antikörper. Obwohl B-Zell-Lymphome zur Art der Non-Hodgkin-Lymphome zählen, handelt es sich bei ihnen stets um einen Sammelbegriff für zahlreiche verschiedene, genauer definierte Tumorarten. Diese Tumore können im gesamten Körper auftreten und verschieden aggressiv das Gewebe befallen.

Obwohl B-Zell-Lymphome häufig im lymphatischen System auftreten, vermehren sie sich nur langsam. Ebenfalls verbreiten sie sich nur mäßig, sodass diese Tumorart bei rechtzeitiger Diagnose eine relativ gute Heilungschance besitzt. Ungefähr 80 bis 85 Prozent aller NHL-Erkrankungen beruhen auf B-Zell-Lymphome, wobei Männer wesentlich häufiger von B-Zell-Lymphomen betroffen sind. Der Großteil der B-Zell-Lymphomfälle wird mittels einer Chemotherapie behandelt. Inzwischen wird häufiger eine Immuntherapie, welche den Einsatz von Ibritumomab-Tiuxetan vorsieht, eingesetzt.

B-Zell-Lymphome können mehrfach unterteilt werden, wobei die gängige Einteilung in indolente, aggressive sowie extraaggressive Lymphome vorhanden ist. Unter Indolente Lymphome fallen die Vorläufer der B-Zell-Lymphome, welche in Form einer chronischen lymphatischen Leukämie bzw. B-CLL auftreten, das Immunozytem, die Prolymphozytenleukämie, die Haarzellleukämie, die Marginalzonen-B-Zell-Lymphome bzw. MZL, welche wiederum in das extranodale MALT-Lymphom, das nodale sowie spleniscche MZL eingeteilt werden können sowie das follikuläre Lymphom bzw. Keimzentrumslymphome mit Grad I und II.

Die aggressiven Lymphome existieren in Form des Mantelzelllymphoms, des Plasmozytom bzw. multiplen Myeloms, des follikulären Lymphoms im Grad III, des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms, welches ungefähr 40 Prozent aller B-Zell-NHL ausmacht, das mediastinale B-Zell-Lymphom sowie das Burkitt-ähnliche Lymphom. Unter die Einteilung der sehr aggressiven Lymphome fallen das Burkitt-Lymphom sowie das Vorläuerzell B-lymphoblatische Lymphom.

T-Zell-Lymphome

Auch die T-Zell-Lymphome gehören der Einteilung der Lymphome an. Sie wirken direkt zielwirksam, wobei die sogenannten Killer-T-Zellen auftreten. Ebenfalls können T-Zell-Lymphome regulatorisch im Immunsystem wirken. Gleich wie die B-Zell-Lymphome lassen sich T-Zell-Lymphome in mehrere Unterkategorien mit verschiedenen Tumoren einteilen. Ihre Ausbreitung ist wesentlich aggressiver als jene der B-Zell-Lymphome, wobei sie zugleich wesentlich seltener auftreten. Lediglich zehn bis fünfzehn Prozent der Erkrankungen an NHL entfallen auf T-Zell-Lymphome.

Bei den T-Zell-Lymphomen können ebenfalls mehrere Formen unterschieden werden. Hierbei handelt es sich um indolente T-Zell-Lymphome, aggressive Lymphome sowie sehr aggressive Lymphome. In die Kategorie der indolenten T-Zell-Lymphome fällt das Sézary-Syndrom bzw. Mycosis fungoides, Leukämie sowie chronisch adulte T-Zell-Leukämie. Zu den aggressiven Lymphomen zählen unspezifizierte T-Zell-Lymphome, das angioimmunoblastische T-Zell-Lymphom bzw. AITL, das angiozentrische Lymphom, das intestinale T-Zell-Lymphom sowie das anaplastisch-großzellige Lymphom bzw. ALCL und das Null-Zell-Lymphom. Zu den sehr aggressiven T-Zell-Lymphomen zählen das Vorläuferzell-T-lymphoblastische Lymphom und das Adulte T-Zell-Lymphom bzw. Leukämie.

hoch-maligne und niedrig-maligne Lymphome

Neben der Einteilung in B- und T-Zell-Lymphome können Non-Hodgkin-Lymphome auch aufgrund ihrer Malignität bzw. ihrer Bösartigkeit eingeteilt werden. Hierbei existieren niedrig- und hoch-maligne Lymphome. Während niedrig-maligne Lymphome weniger bösartig sind, besitzen hoch-maligne Hon-Hodgkin-Lymphome eine hohe Bösartigkeit. Die Einteilung in niedrig- und hoch-maligne NHL betrifft hierbei nicht nur die Bösartigkeit, sondern kann ebenfalls mit B- und T-Zell-Lymphomen verwendet werden. Somit können B- und T-Zell-NHL niedrig- oder hoch-maligne sein.

Bezüglich hoch- und niedrig-maligne Lymphome trit wiederum, ähnlich wie bei B- und T-Zell-Lymphome, eine bestimmte Häufigkeit auf. Der Großteil der Non-Hodgkin-Lymphome und somit rund 70 Prozent sind niedrig-maligne und somit weniger bösartig. Typisch für niedrig-maligne Non-Hodgkin-Lymphome sind ihr langsames Wachstum, welches meist symptomlos geschieht. Aufgrund der langsamen Zellteilung dieser Lymphome und der damit verbundenen später gestellten Diagnose können niedrig-maligne NHL in vielen Fällen schlechter behandelt werden als hoch-maligne NHL, da diese früh erkannt werden und somit eine entsprechende Therapie ebenfalls schneller veranlasst werden kann.

Im Gegensatz zu niedrig-malignen Lymphomen besitzen die hoch-malignen Non-Hodgkin-Lymphome eine besonders schnelle Zellentartung. Durch ihr aggressives Wachstum sind sie in der Lage, gesunde Zellen zu verdrängen, sodass ihre Bösartigkeit wesentlich höher ist. Trotz der hohen Bösartigkeit lassen sich hoch-maligne Lymphome besser in jedem Krankheitsstadium behandeln.

Hoch- bzw. niedrig-maligne B-und T-Zell-Lymphome verursachen die unterschiedlichen typischen Krankheiten der Tumore. Unter anderem sind niedrig-maligne B-Zell-Lymphome für Chronisch lymphatische Leukämie (CLL), Morbus Waldenström, multiples Myelom oder Haarzellleukämie verantwortlich. Hoch-maligne B-Zell-Lymphome hingegen verursachen ein diffus großzelliges Lymphom, Burkitt-Lymphom oder Anaplastisches B-Zell-NHL. Bei niedrig-malignen T-Zell-Lymphomen tritt unter anderem das Sézary Synrom, Mycosis fungpides, das T-Zonen Lymphom oder Natürliche-Killer-Zellen-Leukämie auf. Hoch-maligne T-Zell-Lymphome verursachen dafür das Anaplastische T-Zell-NHL, Lymphoblastische T-Zell-NHL sowie Immunoblastische T-Zell-Lymphom.


Welche Ursachen gibt es?

Bezüglich Ursachen bei einem Lymphom muss zwischen einem gutartigen und bösartigen Lymphom unterschieden. Ein gutartiges Lymphom wird durch andere Umstände verursacht als ein bösartiges Lymphom. Allerdings besitzen beide Lymphomformen die Gemeinsamkeit, dass sie aus Veränderungen des Immunsystems entstehen.

Gutartige bzw. benigne Lymphomen entstehen als so gesehene Antwort des Immunsystems auf Infektionen, welche Entzündungen verursachen. Somit handelt es sich bei gutartigen Lymphomen um eine körpereigene Abwehrreaktion. Die gutartige Lymphknotenvergrößerung ist somit ein Indiz für eine andere Erkrankung, wie eine Erkältung, einen Virusinfekt oder eine Entzündung. Typisch für gutartige Lymphome sind Schmerzen, welche mit Fieber verbunden sein können. Um gutartige Lymphome zu beseitigen, muss der Infekt behandelt werden. Im Zuge der Genesung schwellen die Lymphknoten von selbst ab, sodass keine zusätzliche Therapie erforderlich wird.

Bösartige bzw. maligne Lymphome hingegen werden durch die weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten, verursacht. Lymphozyten benötigen mehrere Reifevorgänge und werden stets im Knochenmark gebildet, sodass jeder Mensch von Natur aus über Lymphozyten verfügt. Bei gesunden Menschen verläuft die Bildung von Lymphozyten im normalen Ausmaß, sodass keine Erkrankungen, welche sich auf sie rückführen lassen, entstehen. Leidet eine Person unter einem bösartigen Lymphom, ist jedoch die Bildung der weißen Blutkörperchen wesentlich gestört. Durch diese Störung verändern sich letztendlich die Zellen, sodass sie mutieren.

Die mutierten Zellen können sich, gleich wie normale, gesunde Zellen im Körper, vermehren. Anhand dieser Vermehrung wird die Bildung von bösartigen Lymphomen verursacht. Die Zellen beschränken sich zugleich nicht immer nur auf eine bestimmte Körperregion. Sie können letztendlich in die Lymph- und Blutbahnen gelangen und sich somit auf anderes Gewebe verbreiten. Aufgrund der Verbreitung der mutierten Zellen ist zugleich eine Krebserkrankung in der Lage, sich punktuell im Körper des Betroffenen auszubreiten.

Bei bösartigen bzw. malignen Lymphomen muss kein Infekt behandelt werden, da dieser nicht die Ursache für die Entstehung der Schwellungen ist. Auch darf hier nicht abgewartet werden, da die angeschwollenen Lymphknoten nicht von alleine abheilen. Die mutierten Zellen können sich frei im Körper bewegen und sich dadurch rasch ausbreiten. Dennoch verursachen die weißen Blutkörperchen sämtliche Arten von bösartigen Lymphomen, wodurch bisher keine spezifische Zellmutation einer einzigen Lymphomform zugeordnet werden konnte.

Ebenfalls sind Krebserkrankungen des Lymphsystems bis heute nicht ausreichend erforscht, sodass die genauen Ursachen für das Auftreten mit Ausnahme der Zellmutation nicht festgelegt werden konnte. Bestimmte Kanzerogene, wie beispielsweise Chemikalien, Holzkonservierungsmittel, ionisierende Strahlung oder Insektizide können die Bildung von Non-Hodgkin-Lymphome begünstigen.

Außerdem wird die Entstehung von Lymphomen chronischen Infekten zugeschrieben, wobei diese häufiger auftreten dürften. Unter anderem sollen bestimmte Magenbakterien wie Helicobacter pylori MALT-Lymphome auftreten lassen. Diese Lymphome jedoch können sich rückbilden, wenn sie im frühen Stadium erkannt und dementsprechend antibiotisch therapiert werden. Epstein-Barr Viren hingegen wird nachgesagt, dass sie aggressive Lymphome hervorrufen. Hiervon sollen vor allem AIDS-Patienten betroffen sein. Zudem sollen die Magenbakterien für andere Lymphdrüsenkarzinome wie etwa Morbus Hodgkin mitverantwortlich sein.


Symptome & Anzeichen

Lymphome besitzen typische Symptome, wobei die Symptome bei gut- und bösartigen Lymphomen anders ausfallen. Somit verfügen beide Lymphomenarten über charakteristische Symptome, welche bei der jeweils anderen Form nicht auftreten. Allerdings verbindet sie die Gemeinsamkeit, dass bei beiden Formen die Lymphknoten anschwellen. Zugleich besteht die Möglichkeit, dass die Symptome von Lymphomen auch anderen Erkrankungen zugeordnet werden können. Somit werden viele Lymphome nur durch Zufall entdeckt, wodurch viele Lymphomerkrankungen erst bei einer Untersuchung diagnostiziert werden können.

Typisch für zahlreiche Lymphomarten sind Anschwellungen der Lymphknoten an bestimmten Körperstellen wie dem Hals oder den Achseln. Die Anschwellung der Knoten kann durch eine Infektion entstehen, sodass es sich in diesem Fall um gutartige Lymphome handelt. Nach Abheilung der Infektion gehen die angeschwollenen Lymphknoten von selbst zurück, sodass dies stets ein Anzeichen für gutartige Lymphome ist. Gutartige Lymphome sind in der Regel druckempfindlich und schmerzen. Ebenfalls kann Fieber auftreten, welches durch sie herbeigeführt wird.

Bilden sich die geschwollenen Lymphknoten allerdings nicht von alleine zurück und ist einige Zeit vergangen, sollte dies als Warnsignal gedeutet werden, da hier möglicherweise bösartige Lymphome bestehen. Bösartige Lymphome äußern sich durch eine harte Schwellung, welche jedoch nicht schmerzt. Die Lymphknoten können hierbei an äußerlich sichtbaren Stellen auftreten, können aber ebenso Organe befallen, wodurch sie nur durch eine gründliche Untersuchung wie eine Ultraschalluntersuchung, Röntgenaufnahme oder Computertomographie entdeckt werden können.

Charakteristisch für bösartige Lymphome sind unklare Druckschmerzen oder Schwellungen. Ebenfalls tritt bei Patienten häufig Müdigkeit und Leistungsschwäche auf. Durch eine anhaltende Appetitlosigkeit können Betroffene binnen kurzer Zeit viel Gewicht verlieren. Auch sorgen bösartige Lymphome für eine hohe Anfälligkeit für verschiedene Infekte. Im Rahmen der Untersuchung stellen viele Ärzte außerdem eine Vergrößerung der Milz oder Leber fest.

Aufgrund der Tatsache, dass Lymphome überall im Körper auftreten können, können sich noch weitere Symptome bemerkbar machen. Diese unterscheiden sich je nach befallenen Organ bzw. Gewebe. Somit können manche Patienten unter Durchfall leiden. Gleichfalls kann ein Juckreiz oder unklare Hautveränderungen auftreten. Sammeln sich Lymphomzellen im Brustraum an, verursachen diese des Öfteren Sodbrennen oder Husten. Ist das Knochenmark direkt von der Krankheit betroffen, entsteht eine Störung der Blutbildung, wodurch eine Blutarmut verursacht wird.

Betrifft die Erkrankung den gesamten Körper, können die sogenannten B-Symptome auftreten. Hierbei leiden die Betroffenen unter Fieber mit mindestens 38 Grad und höher, ohne dass eine andere erkennbare Ursache auftritt. Während des Schlafes tritt starker Nachtschweiß auf, sodass Bettzeug oder der Schlafanzug gewechselt werden muss. Binnen einem halben Jahr leiden die Betroffenen unter ungewolltem Gewichtsverlust, sodass sie mehr als ein Zehntel ihres Körpergewichts verlieren.

Nicht jedes Lymphom macht sich durch diese Symptome bemerkbar. Zudem können Betroffene nur unter einzelne Symptome leiden, sodass nicht zwingend alle Symptome in Erscheinung treten müssen. Um eine genaue Diagnose zu erhalten, muss deshalb eine mikroskopisch-histologische, immunologische oder molekularbiologische Untersuchung erfolgen.

Zusammenfassung der Symptome eines Lymphoms

  • bei gutartigem Lymphom – Anschwellen der Lymphknoten an bestimmten Körperstellen
  • Anschwellung durch Infektion – Lymphknoten gehen von alleine binnen zwei Wochen zurück
  • druckempfindlich und schmerzend
  • eventuell Fieber
  • bei bösartigem Lymphom – bildet sich nicht alleine zurück
  • harte Schwellung – schmerzt nicht
  • kann auch Organe befallen – nicht von außen sichtbar
  • unklare Druckschmerzen oder Schwellungen
  • Müdigkeit und Leistungsschwäche
  • anhaltende Appetitlosigkeit
  • hohe Anfälligkeit für verschiedene Infekte
  • Durchfall
  • Juckreiz und Hautveränderungen
  • Sodbrennen oder Husten
  • Störung der Blutbildung
  • B-Symptome – Fieber mit über 38 Grad, starker Nachtschweiß, ungewollter Gewichtsverlust

Diagnose & Krankheitsverlauf

Beim Verdacht eines Lymphoms jeder Art, somit benigne oder maligne Form, wird im Rahmen der Diagnose die Krankengeschichte Patienten erhoben und eine sorgfältige klinische Untersuchung durchgeführt. Die klinische Untersuchung beinhaltet vor allem die genaue Begutachtung des bzw. der vergrößerten Lymphknoten. Ebenfalls kann eine Knochenmarks- und Blutlymphozytenuntersuchung anfallen. Die Untersuchung des Knotens und der Lymphozyten soll andere Erkrankungen, welche die Anschwellung des Lymphknoten herbeiführen könnten, ausschließen. Unter anderem soll die Untersuchung eine Diagnose stellen, welche verdeutlicht, dass die Anschwellung nicht nur eine immunologische Erkrankung, eine Infektion oder eine Infiltration der Lymphknoten durch andere Tumorzellen, welche von einer möglicherweise vorhandenen Krebserkrankung streuen, stammt.

Die Biopsie bzw. Gewebsuntersuchung ist bei jeder Lymphknotenanschwellung die erste durchgeführte Untersuchung. Ihr folgen bildgebende Diagnoseverfahren, welche die Diagnose verdeutlichen sollen. Dies können unter anderem Ein Ultraschal, eine Computertomographie oder eine Positronen-Emissions-Tomographie sein. Durch die verschiedenen modernen Methoden ist der Arzt sogar in der Lage, das Lymphom in verschiedene Subtypen zu gliedern und somit schon bei der Erstdiagnose notwendige Behandlungsschritte zu veranlassen.

Im Rahmen der Erstdiagnose bzw. Biopsie wird die Gewebeprobe direkt aus dem vergrößerten Lymphknoten entnommen. Hierbei ist die Lage des Lymphknotens bestimmend, da die Gewebsprobe nicht nur aus einem Lymphknoten stammen muss. Unter anderem kann eine Knochenmarksbiopsie durchgeführt werden, um die Diagnose möglichst genau zu stellen. Die verschiedenen Blutuntersuchungen helfen außerdem den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten zu ermitteln und ebenfalls weiter Hinweise festzustellen, welche auf das Vorhandensein eines zusätzlichen Lymphoms abzuklären.

Liegt der geschwollene Lymphknoten oberflächlich, kann er leicht ertastet werden. Ebenfalls hilft eine Röntgenuntersuchung bei der Diagnosestellung. Da Lymphome auch durch eine Infektion entstehen können und beim Abklingen der Krankheit von alleine abheilen, muss vor der Untersuchung der Arzt informiert werden, ob eine mögliche Erkrankung vorliegt. Leidet der Patient nicht wissentlich unter einer Infektion, welche die Anschwellung verursacht hat, kann die genaue Diagnose nur über die beschriebenen Untersuchungen erfolgen.

Ebenfalls bestimmt die Biopsie den Typ des Lymphoms. Durch die Untersuchungsmethode können die genetischen, molekularbiologischen sowie immunologischen Eigenschaften der mutierten Zellen ermittelt werden. Diese genaue Untersuchung sorgt dafür, dass der genaue Lymphomtyp bestimmt werden kann, sodass ein malignes Lymphom leicht ermittelt werden kann. Ergibt die Biopsie ein malignes Lymphom, wird anschließend ein Staging durchgeführt. Durch das sogenannte Staging wird das Stadium der Krankheit ermittelt. Durch das Staging wird die Anzahl der befallenen Lymphknoten festgestellt und gleichfalls die Gruppenanzahl festgehalten. Zudem zeigt das Staging gegebenenfalls befallene Organe, welche durch den Lymphknoten befallen wurden, auf. Da das Staging mittels verschiedener Untersuchungen stattfinden kann, wird die Wahl der Untersuchungsmethode individuell auf den Patienten ausgewählt.

Liegt ein B-Zell-Lymphom vor, erfolgt eine Blutuntersuche mit dem Schwerpunkt auf der Suche nach Antikörper. Diese Antikörper werden von Plasmazellen produziert. Die Leichtketten, die einzelnen Bausteine aller Antikörper, sind bei malignen B-Zell-Lymphomen häufig untereinander verändert, wobei einige Anteile häufiger, andere wiederum weniger vorhanden sind.

Generell lassen sich alle Lymphomarten in vier Stadien einteilen, sodass die Einteilung von Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome gleich ausfallen. Im Stadium I ist lediglich ein einziger Lymphknoten bzw. eine einzige Lymphknotenregion befallen. Im zweiten Stadium sind mindestens zwei Lymphknotenregionen auf einer Zwerchfellseite befallen, wobei auch mehrere Lymphknotenregionen betroffen sein können. Das dritte Stadium weißt mindestens zwei befallene Lymphknotenregionen auf, welche auf beiden Zwerchfellseiten vorhanden sind. Im vierten und letzten Stadium tritt nicht nur der Befall einer Lymphknotenregion auf, sondern ebenfalls ein diffuser Organbefall, sodass unter anderem das Knochenmark oder die Leber von der Krankheit betroffen sind.

Die Klassifikation wird in manchen Fällen mit dem Zusatz „B“ angeführt. Hier treten typische Allgemeinsymptome, welche als B-Symptome bekannt sind, auf. Dies sind unter anderem Fieber, Gewichtsverlust und Nachtschweiß. Sind die B-Symptome nicht vorhanden, wird der Zusatz „A“ verwendet. Mit dem Zusatz „E“ wird ein Befall des umliegenden Gewebes bzw. eines anderen lymphatischen Gewebes wie der Knochen, Muskeln oder Lunge vermerkt.

Obwohl die Stadieneinteilung mitsamt Zusätze für alle Hodgkin-Lymphome gilt, muss die Malignität bei den Non-Hodgkin-Lymphomen mitberücksichtigt werden. Während hoch-maligne NHL sich nicht immer verändern, können niedrig-maligne NHL ihr Erscheinungsbild ändern. Bei niedrig-malignen NHL wird eine große Zahl von Lymphomzellen in das Blut des Betroffenen geschwemmt, sodass eine leukämische Form des Lymphoms entsteht. Zudem sind niedrig-maligne Lymphome in der Lage, eine Transformation zu vollziehen und sich in eine hoch-maligne Form zu wandeln. Hierbei tritt das sogenannte Richter-Syndrom auf.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Häufigkeit eines Lymphoms muss in das Auftreten eines Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphoms unterteilt werden, da beide Lymphomarten unterschiedlich häufig in Erscheinung treten. Pro Jahr erkranken etwa fünf bis zehn aus insgesamt 100.000 Personen an einem Non-Hodgkin-Lymphom. Hierbei leiden Männer ungefähr anderthalbmal öfter an einem Non-Hodgkin-Lymphom als Frauen. Das Non-Hodgkin-Lymphom beschränkt sich nicht auf eine gewisse Altersstufe, sodass Personen jeden Alters von ihm betroffen sein können. Dennoch werden deutlich mehr Fälle von Hodgkin-Lymphomen im höheren Alter verzeichnet. Zugleich tritt das Non-Hodgkin-Lymphom als fünfhäufigste Todesursache aufgrund eines Tumors in Erscheinung.

Neben fünf bis zehn Hodgkin-Fällen pro Jahr erkranken ungefähr zwei bis vier aus 100.000 Personen jährlich neu an einem Hodgkin-Lymphom. Auch hier erkranken Männer wesentlich häufiger an dieser Tumorart, wobei das Verhältnis zwischen Männer und Frauen 3:2 besteht. In Industrieländern tritt die Krankheit zumeist im Alter zwischen 30 und 40 bzw. ab 70 Jahren in Erscheinung, sodass hier ebenfalls keine eindeutige Altersverteilung ausgemacht werden kann.

Obwohl das Non-Hodgkin-Lymphom eine eher seltene Krankheit ist, tritt sie in den letzten dreißig Jahren im Vergleich zum Hodgkin-Lymphom deutlich häufiger auf. Obwohl jährlich nur wenige Fälle tatsächlich diagnostiziert werden, beläuft die Dunkelziffer an Neuerkrankten pro Jahr auf rund zehn bis fünfzehn pro 100.000 Personen.

Ebenfalls existiert eine gewisse Risikogruppe. Ungefähr bei 15 bis 20 Prozent aller Patienten, welche an einer Autoimmunerkrankung leiden, tritt außerdem ein NHL auf. Aus diesem Grund nehmen Wissenschaftler an, dass das Non-Hodgkin-Lymphom eine Abwehrreaktion des eigenen Immunsystems ist, welche außer Kontrolle geraten ist. Für diese Annahme fehlt allerdings bisher ein Beweis, sodass der Zusammenhang tatsächlich nur zufällig besteht.


Komplikationen bei der Krankheit

Bei einem Lymphom können mehrere Komplikationen auftreten. Eine der wesentlichen ist eine eigene Fehldiagnose. Da gutartige Lymphome im Zuge einer Infektion entstehen können, benötigen sie zwar keine Behandlung, werden allerdings ebenfalls häufig nicht beachtet. Zudem heilen gutartige Lymphome von alleine ab, wodurch viele Betroffene nicht zum Arzt gehen. Jedoch sehen oberflächliche Lymphome, sowohl gut- wie bösartige, gleich aus. Wird angenommen, dass der geschwollene Lymphknoten durch eine Infektion entstanden ist und deshalb der Arztbesuch trotz bestehender Schwellung vermieden, kann die Diagnose erst zu einem späteren Zeitpunkt gestellt werden. Dies sorgt gleichzeitig dafür, dass eine dementsprechende Therapie verspätet gestartet werden kann, sodass die Behandlung länger dauert oder schlechter anschlägt.

Zudem lassen sich Lymphome nicht immer mit dem freien Auge erblicken. Manche der geschwollenen Lymphknoten liegen im Körper oder haben Organe befallen, sodass sie nur durch eine Untersuchung ermittelt werden können. Viele Betroffene verspüren des Weiteren anfangs keine typischen Symptome für ein Lymphom, weshalb eine Untersuchung ebenfalls verspätet durchgeführt wird. In manchen Fällen wird das Lymphom außerdem nur im Rahmen einer anderen Untersuchung ermittelt, wodurch es häufig unbemerkt wachsen kann.

Bezüglich Non-Hodgkin-Lymphom tritt die Komplikation auf, dass verschiedene Krankheiten ausgelöst werden können und sich außerdem die Bösartigkeit bzw. Malignität verändern kann. Da NHL immer bösartige Lymphome sind, verursachen sie typische Symptome, unter welchen der Betroffene längere Zeit leiden muss. Diese Symptome schränken die Lebensqualität des Betroffenen wesentlich ein, da unter anderem Fieber, Nachtschweiß und ungewollter Gewichtsverlust eintreten.

NHL können zunächst als niedrig-maligne Lymphome auftreten, wobei diese harmlosere Variante bereits in der Lage ist, schwere Krankheiten zu verursachen. Die niedrig-malignen Lymphome können mutieren und somit zu hoch-malignen Lymphomen werden. Die Krankheiten, welche diese hoch-malignen Lymphome auslösen, sind schwerwiegender als jene der niedrig-malignen. Zugleich wachsen niedrig-maligne NHL deutlich langsamer, sodass sie meist später entdeckt werden als hoch-maligne.

Des Weiteren ist der Behandlungsweg bei einem Lymphom langwierig. Bei der Erstdiagnose wird häufig eine Biopsie durchgeführt, welche die Tumorart ermitteln soll. Dennoch bestimmt die Unterart des Lymphoms letztendlich, welche weiteren Untersuchung und Behandlungsschritte notwendig sind. Die tatsächlich benötigten Untersuchungen sind zugleich vom Gesundheitszustand jedes Patienten abhängig, da sich die Lymphomzellen im Körper frei ausbreiten und andere Organe bzw. anderes Gewebe befallen können.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Tritt ein Lymphom bzw. geschwollener Lymphknoten in Erscheinung, ist der sofortige Gang zum Arzt nicht erforderlich. Liegt eine Infektion vor, reagiert der Körper mittels geschwollener Lymphknoten als Abwehrreaktion auf diese. Aus diesem Grund sollten geschwollene Lymphknoten gut beobachtet werden. Heilen sie binnen zwei Wochen von alleine ab, handelt es sich um ein gutartiges Lymphom, welches keiner Behandlung bedarf.

Ist die Schwellung nach zwei Wochen noch immer vorhanden, schmerzt sie oder ist druckempfindlich, handelt es sich in der Regel um keinen gutartigen bzw. durch einen Infekt ausgelösten geschwollenen Lymphknoten. Wird einer dieser Knote festgestellt, sollte umgehend der Arzt konsultiert werden, da hier ein bösartiges Lymphom möglicherweise vorhanden ist.

Für die Erstdiagnose kann der Hausarzt aufgesucht werden. Dieser untersucht den geschwollenen Lymphknoten gründlich, wobei hier bereits eine Biopsie veranlasst werden kann. Weitere Behandlungsmöglichkeiten, falls sich der Verdacht bezüglich eines Lymphoms bestätigt, kann der Onkologe veranlassen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlungsmethoden bei einem Lymphom unterscheiden sich wesentlich zwischen gut- und bösartigem Lymphom. Ein gutartiges Lymphom bleibt in der Regel unbehandelt, da die Behandlung und Therapie sich auf die auslösende Ursache konzentriert. Klingen die Infektionen ab, heilt auch das gutartige Lymphom ohne Behandlung von selbst ab.

Bösartige Lymphome jedoch benötigten stets eine dementsprechende Therapie, da sie sich ohne Behandlung im Körper des Betroffenen ausbreiten und somit zum Tod führen können. Die Behandlung erfolgt in spezialisierten Zentren, da jedes Lymphom eine individuelle Therapie benötigt. Standardmäßig wird eine Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie, Radioimmuntherapie, Stammzellentransplantation oder andere zielgerichtete Therapien durchgeführt. Die Therapie hängt von der Größe, der Art des Tumors, seiner Ausbreitung, des Stadiums des Lymphoms sowie dem Gesundheitszustand des Patienten ab, sodass nicht alle Therapien verwendet werden können.

Sämtliche Therapiemethoden bei einem Lymphom verfolgen das Ziel, die Krankheit bestmöglich zu heilen. Schlägt die Therapie an, tritt jedoch keine vollständige Heilung ein, soll die Therapie die Krankheit möglichst lange zurückdrängen, sodass eine Remission entsteht. Ebenfalls sollten die Symptome und Beschwerden eingedämmt werden, um dem Betroffenen eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen. Bei einem Rückfall bzw. Rezidiv müssen zudem weitere Behandlungsschritte wie etwa eine Chemotherapie oder Stammzelltransplantation veranlasst werden.

Ist eine vollständige Heilung ausgeschlossen oder schlägt die Therapie nicht an, wird die Strategie „Watch and Wait“ angewandt. Hierbei wird das Lymphom bzw. die Erkrankung gut beobachtet, wobei die Strategie nur bei Patienten, bei welchen eine vollständige Heilung ausgeschlossen wird, verwendet. Geht es dem Patienten weiterhin gut, schwellen die Lymphknoten nicht sehr schnell an und befallen sie keine Organe, sodass deren Funktion beeinträchtigt wird, kann nur die Beobachtung und Kontrolle stattfinden. Andere Behandlungsmethoden bzw. -versuche werden hier erst unternommen, wenn das Wachstum der Lymphknoten zunimmt oder der Gesundheitszustand des Patienten sich radikal ändert.

Eine passende Therapie wird standardmäßig erst nach den Untersuchungsergebnissen, welche die Biopsie bringt, veranlasst, da aufgrund der Biopsie die Tumorart sowie weitere wichtige Fakten festgestellt werden können. In wenigen Ausnahmefällen, bei welchen ein sehr langsam fortschreitendes Lymphom auftritt, wird oft keine Therapie, sondern lediglich eine Beobachtung durchgeführt. Die Betroffenen werden dennoch in kurzen Abständen weiterhin untersucht, sodass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Betroffenen leicht festgestellt werden kann.

Muss eine Therapie durchgeführt werden, wird in vielen Fällen als erstes eine Chemotherapie verabreicht. Hierbei bekommen die Betroffenen Zytostatika, welche den Stoffwechsel und somit auch die Vermehrung der Lymphzellen hemmen sollen. Die Therapie erfolgt mittels Infusion direkt in die Venen, wobei allerdings ebenfalls gesunde Zellen mittherapiert werden. Dies hat typische, unerwünschte Folgen wie etwa Haarausfall, Appetitlosigkeit, Blutarmut, ein anhaltendes Schwächegefühl sowie Magen-Darm-Beschwerden zur Folge.

In manchen Fällen wird die Chemotherapie in Form einer Kombinationschemotherapie mit einer Strahlentherapie verwendet. Die betroffenen Lymphknoten werden bei einer Strahlentherapie mit energiereicher Röntgenstrahlung behandelt. Diese Strahlung sorgt dafür, dass die Krebsstrahlung zerstört wird. Parallel zur Strahlen- und Chemotherapie kann eine Zytokintherapie veranlasst werden. Zytokine stärken als Botenstoffe des Immunsystems die körpereigene Abwehr. Zugleich wird das Wachstum der Krebszellen aufgrund der Zytokine gehemmt. Bei einer monoklonalen Antikörpertherapie werden dem Körper künstlich hergestellte Antikörper zugeführt. Diese sorgen für eine Immunreaktion gegen das Tumorgewebe, woraufhin Stoffwechselsignale blockiert werden und das Wachstum der Krebszellen verhindert wird.

Zusammenfassung der Behandlungsmethoden und Therapien bei einem Lymphom

  • gutartiges Lymphom – Behandlung der Infektion; Abwarten auf Heilung
  • Ermittlung der Tumorart bei bösartigem Lymphom – Biopsie
  • bei langsam wachsenden Lymphom mit schlechten Gesundheitszustand des Patienten – „Wait and Watch“; Abwarten und Beobachten des Lymphoms
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie – oft in Kombination mit Chemotherapie
  • Zytokintherapie – häufig parallel zu Chemo- und Strahlentherapie
  • Immuntherapie
  • Radioimmuntherapie
  • Stammzellentransplantation
  • Monoklonale Antikörpertherapie

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Vorsorge gegenüber einem Lymphom ist bis heute nicht existent, sodass keine Impfung oder medikamentöse Behandlung vor dieser Krankheit beschützt. Dennoch kann das persönliche Risiko, an einem Lymphom zu erkranken, selbst festgestellt werden. Da Wissenschaftler annehmen, Lymphome sind eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf eine Autoimmunerkrankung, besitzen Personen mit einer solchen Krankheit ein deutlich höheres Risiko, an einem Lymphom zu erkranken, als gesunde Menschen. Auch eine HIV-Infektion, eine andere Virusinfektion, eine Helicobacter-Infektion, schlecht eingestellte Zöliakie, eine Strahlen- oder Schadstoffbelastung sowie gewisse, vereinzelte genetische Faktoren gelten als Risiko für die Bildung von bösartigen Lymphomen.

Bezüglich Zöliakie und Helicobacter-Infektion treten innenliegende Lymphome in Form eines Magen- oder Darm-Lymphoms auf, sodass diese Lymphomarten relativ schwer und spät entdeckt werden. Personen, welche unter diesen Krankheiten leiden, sollten deshalb regelmäßig einen Arzt aufsuchen und sich eingehend untersuchen lassen, um möglichst früh ein Lymphom zu entdecken.

Dennoch lassen sich Lymphome in der Regel nicht früherkennen. Der Großteil der Lymphome tritt schnell auf, wobei es sich in manchen Fällen um ein harmloses gutartiges Lymphom handelt. Dennoch lassen sich gutartige Lymphome ebenfalls nicht vorbeugen, da auch sie eine Abwehrreaktion des Immunsystems sind.

Ebenfalls können keine Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel vorbeugend eingenommen werden, da bisher noch kein Beweis existiert, dass diese einem Lymphom vorbeugen. Auch eine allgemeine Verbesserung des eigenen Immunsystems bewirkt keine Vorbeugung gegenüber einem bösartigen Lymphom.


Prognose zur Heilung

Gutartige Lymphome besitzen stets eine gute Heilungsprognose. Heilt die Infektion, welche das Anschwellen der Lymphknoten auslöst, ab, heilt das Lymphom gleichfalls mit ab. Dies geschieht in der Regel binnen weniger Tage bis zu zwei Wochen. Während dieser Zeit können die Lymphknoten schmerzen oder etwas druckempfindlich sein. Die Symptome verschwinden aber mitsamt dem Lymphom wieder, sodass keine Schäden oder Folgen bleiben.

Bösartige Lymphome hingegen heilen nicht von alleine ab und bedürfen stets einer passenden Therapie, damit ein Heilungserfolg verzeichnet werden kann. Bei einem bösartigen Lymphom bewirken zahlreiche Faktoren die Heilung bzw. Verschlechterung der Krankheit, sodass keine gängige Heilungsprognose gestellt werden kann. Um ein bösartiges Lymphom zu heilen, bedarf es einer schnellen Diagnose und rechtzeitigen Therapie. Vor allem innenliegende Lymphome, welche sich auf anderes Gewebe ausgebreitet oder Organe befallen haben, lassen sich schwer diagnostizieren, sodass eine Therapie häufig erst spät durchgeführt werden kann.

Ebenfalls hängt der Therapie- und Heilungserfolg bei einem bösartigen Lymphom von zahlreichen Faktoren ab. Neben dem Alter des Patienten und seinem Gesundheitszustand spielen auch die Größe des Tumors, das befallene Gewebe, der Diagnosezeitpunkt sowie die Bösartigkeit eine maßgebliche Rolle in der Heilungsprognose. Lymphom, welches schnell diagnostiziert wird und noch kein umliegendes Gewebe bzw. umliegende Organe befallen hat, besitzt generell bessere Heilungschancen als jene Lymphome, welche sich auf umliegendes Gewebe bzw. Organe ausgebreitet hat.

In vielen Fällen kann das Lymphom selbst bei hoher bzw. höherer Malignität mittels passender Therapie gut behandelt werden, sodass eine vollständige Heilung möglich ist. Je höher die Malignität ist, desto schlechter allerdings fallen die Heilungschancen auf eine vollständige Heilung aus. Ist der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sehr schlecht, kommt zudem in manchen Fällen keine Behandlung zum Einsatz, da diese dem Betroffenen stark schaden würde.

Kann das Lymphom nicht mehr therapiert werden oder zeigt die Therapie keinen Erfolg, wird meist versucht, die Symptome zu lindern. Da Betroffene eines bösartigen Lymphoms häufig unter Fieber, starkem Nachtschweiß, Appetitlosigkeit oder starkem Gewichtsverlust leiden, muss eine individuelle Therapie festgelegt werden, welche diese Symptome lindert bzw. beseitigt. Die Linderung der Symptome soll für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen. Ebenfalls können mögliche Nebenwirkungen der Therapien beseitigt werden, sodass der Allgemeinzustand des Patienten angehoben wird.

Nachsorge bei einem Lymphom

Ein gutartiges Lymphom benötigt keine Nachsorge bzw. Nachsorgeuntersuchungen, da es von alleine abheilt. Bei einem bösartigen Lymphom jeglicher Art allerdings muss eine gründliche Nachsorge betrieben werden, um ein erneutes Auftreten des Lymphoms rechtzeitig zu erkennen.

Beim Abschluss-Staging, welches nach dem Therapieende stattfindet, muss zunächst eine komplette Reevaluation erfolgen. Diese schließt ein Röntgen-Thorax, eine Abdomensonographie bzw. einen Ultraschall des Abdomens sowie eine Ganzkörper-Computertomographie mit ein. In manchen Fällen kann ebenfalls eine Lumbalpunktion, eine Skelettszintigraphie oder eine Knochenmarkspunktion erfolgen. Mögliche Organtoxizitäten sollen zugleich durch ein EKG, eine Echokardiographie oder eine Lungenfunktionsprüfung erkannt werden.

Mit dem Abschluss-Staging ist die Nachsorge bei einem bösartigen Lymphom allerdings nicht beendet. Um eventuelle Rückfälle so früh wie möglich zu erkenne, findet eine langjährige intensive Nachsorge statt. Durch die gründliche Nachsorge kann die möglicherweise wieder auftretende Erkrankung ein- oder mehrere Male weitestgehend zurückgedrängt werden. Durch die komplette Remission kann der Falle eintreten, dass keine Krankheitszeichen mehr auftreten und somit nicht mehr nachweisbar werden. Ebenfalls sorgt die Nachsorge dafür, dass Folgeschäden, welche aufgrund der Therapie entstehen können, frühzeitig diagnostiziert und entsprechend behandelt werden können.

Die Nachsorge beim bösartigen Lymphom geschieht in verschiedenen Intervallen. Diese können entweder individuell auf dem Patienten ausgelegt oder nach einem typischen Schema durchgeführt werden. Innerhalb der ersten drei Jahre einer Erkrankung an einem bösartigen Lymphom erfolgt die Nachfolgeuntersuchung im dreimonatigen Abstand. Nach drei Jahren muss der Patient eine halbjährliche Kontrolle durchführen. Wird bis zu einem Zeitraum von bis zu sechs Jahren keine erneute Erkrankung festgestellt, erfolgt die Nachsorgeuntersuchung nur noch jährlich.


Alternative Behandlungsmethoden

 

  • Cannabis-Therapie
  • Insulin Potenzierte Therapie (IPT)
  • Wega-Test
  • Bioresonanz-Therapie
  • Ernährungsumstellung / Diät – Gerson -Therapie
  • Kaffee-Einläufe zur Entgiftung
  • Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C
  • Procain-Basen-Infusion
  • Spezialinfusionen – Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe (z.B. Vitamin C, Zink, Selen, Magnesium, Glutamin, Arginin)

Während zahlreiche schulmedizinische Therapiemöglichkeiten, vormerklich die Chemotherapie, gute Heilungschancen versprechen, können bösartige Lymphome ebenfalls mit verschiedenen alternativen Behandlungsmethoden therapiert werden. Viele der alternativen Behandlungsmethoden können als Ergänzung zu bzw. in Kombination mit einer Chemotherapie erfolgen. Allerdings wirken auch alternative Behandlungsmethoden unterschiedlich bei jedem Patienten, sodass ihr Erfolg vom Stadium und Fortschreiten der Krankheit abhängt.

Jenseits der Chemotherapie zeigt Cannabis gute und dokumentierte Erfolge als alternative Behandlung bei einem Lymphom. Cannabis wird bereits bei der Behandlung von Brustkrebs und Hirntumoren verwendet. Die enthaltenen Stoffe dämpfen die Fibrosen, den Zelltod, Entzündungen sowie oxidativen Stress.

Ebenfalls zeigt eine Insulin Potenzierte Therapie, kurz IPT, guten Erfolg. Betroffenen wird das Hormon Insulin injiziert. Durch das Hormon können die verwendeten Medikamente besser in die Tumorzellen vordringen und sie bekämpfen. Die Therapie macht sich die Tatsache zugute, dass Tumorzellen einen höheren Grundumsatz im Gegensatz zu normalen Körperzellen besitzen. Aus diesem Grund möchten sie nach einer Periode der Unterzuckerung schneller Zucker aufnehmen, wobei die Aufnahme über Insulinrezeptoren geschieht. Die Tumorzellen des Lymphoms besitzen mehr Rezeptoren als normale Körperzellen, sodass durch den erhöhten Insulinspiegel die Chemotherapie besser auf bösartige Zellen einwirken kann. Außerdem lässt sich die Dosierung der Chemotherapie deutlich reduzieren, sodass die Nebenwirkungen gleichfalls gesenkt werden.

Beim sogenannten Wega-Test wird ein niederfrequentes Impulsstromgerät verwendet. Dieses sucht nach Störfeldern, welche sich im Organismus befinden, wobei Reizstrom zum Einsatz kommt. Der Wega-Test spürt Entzündungsherde, Störfelder im Zahnbereich und Organbelastungen auf. Ebenfalls kann der Wega-Test Organzusammenhänge erkennen und die Wirkung von Umweltgiften, Viren und Bakterien analysieren.

Die Bioresonanz-Therapie ermittelt beeinträchtigende Substanzen mitsamt Wirkung im Körper des Patienten. Der Vorteil der Therapie liegt darin, dass der Test sehr schnell und schmerzlos ist. Die Bioresonanz-Testung zeigt auf, welche gesundheitlichen Störungen wie etwa Schermetalle, Viren, Allergene oder Bakterien vorliegen. Die Bioresonanz-Therapie ist hierbei keine eigenständige Therapie, sondern kann als Ergänzung zu anderen Therapiemethoden bei der Behandlung von NHL fungieren.

Bezüglich Ernährung kann eine Ernährungsumstellung bzw. Diät das Wachstum eines Lymphoms bzw. seine Beseitigung nicht veranlassen. Dennoch wird eine vitalstoffreiche Vollwerternährung, welche genügend Ballaststoffe enthält, benötigt, da diese das Wachstum von Krebszellen hemmt. Die Ernährungsumstellung, falls eine Fehlernährung besteht, ist deshalb notwendig, um das Wachstum des Lymphoms einzudämmen, ohne dauerhaft auf starke Medikamente angewiesen zu sein.

Eine besondere Form der Ernährungstherapie ist die Gerson-Therapie. Sie entgiftet den Körper und führt ihm zugleich viele frische Nährstoffe zu. Charakteristisch für diese Therapie sind spezielle frische Säfte. Diese werden mehrfach am Tag getrunken und beinhalten hochwertiges Obst und Gemüse. Auch als Frischkost, schonend gegart, als Suppe oder gedünstet wird frisches Obst und Gemüse bei dieser Ernährungstherapie verwendet. Der Vorteil der Gerson-Therapie liegt in ihrer Fettarmut, Natriumarmut sowie Proteinarmut, sodass sie bei zahlreichen Patienten angewandt werden kann.

Patienten mit NHL können sich zudem einer speziellen Entgiftungstherapie unterziehen, welche die Verwendung von Kaffee vorsieht. Hierbei wird im Zuge eines Kaffee-Einlaufs Kaffee in den Darm eingeleitet. Über den Mastdarm und dessen Darmschleimhaut gelangt der Kaffee ins Blut und letztendlich direkt in die Leber. Die Entgiftung findet anschließend im Pfortader-System statt. In der Pfortader wird das Blut sämtlicher Verdauungsorgane gesammelt, sodass hier ebenfalls Abbauprodukte und Giftstoffe der Organe enthalten sind. Diese Giftstoffe und Abbauprodukte werden in der Leber abgebaut, sodass der Kaffee-Einlauf die Funktionalität der Leber wesentlich unterstützt.

Gleichfalls zeigen Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C bei Patienten mit NHL gute Erfolge. Vitamin C ist das wichtigste Antioxidanz für den Menschen. Es fängt freie Radikale, welche dem Körper schaden, ab und sorgt dafür, dass sie unschädlich gemacht werden. Zudem schützt es Zellen durch die Unschädlichmachung der freien Radikale vor der Entartung. Außerdem wird Vitamin C für die Immunabwehr und eine Vielzahl an Umbauprozessen im Körper benötigt. Mittels hoch dosiertem Vitamin C kann folglich das Immunsystem positiv beeinflusst werden, sodass die Therapie von NHL besser anschlägt.

Mittels einer Procain-Basen-Infusion wird dem Körper ein Lokalanästhetikum zugeführt, welches schmerstillend und entzündungshemmend ist. Das Anästhetikum gelangt direkt in das gestörte Gewebe, sodass die schmerzenden Körperzonen entlastet werden. Dies gilt ebenfalls für die umliegenden Organe und deren lymphatische Systeme, sodass sich diese Therapieform gut für bereits gestreute und innenliegende Lymphome eignet.

Des Weiteren helfen Spezialinfusionen bei der Behandlung von NHL. Die Spezialinfusionen sehen die Zufuhr von Vitaminen, Fettsäuren, Enzymen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren vor, damit im Organismus das notwendige, richtige Verhältnis dieser Bausteine zueinander vorherrscht. Krankheiten wie ein Lymphom, schlechte Lebensgewohnheiten oder eine Fehlernährung sorgen dafür, dass das Verhältnis wesentlich beeinträchtigt und gestört wird.

Im Zuge einer Laboruntersuchung werden die fehlenden Substanzen ermittelt, sodass die Spezialinfusionen immer individuell auf den Betroffenen ausgerichtet werden. Somit sind die Spezialinfusionen in der Lage, Mängel an Makro- und Mikronährstoffe zu beheben. Die Infusionen sehen die Zufuhr von Aminosäuren, welche unter anderem Carnosin, Arginin, Taurin, Glutamin, Gylcin und Cystein beinhalten, vor. Auch können Infusionen mit Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen wie beispielsweise Vitamin B und C, Zink, Magnesium, Calcium, Kalium und Selen erfolgen.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Knoblauch
  • Kurkuma
  • frisches Obst und Gemüse
  • schwarzer / grüner Tee
  • Rotwein
  • Zink
  • Echinacea
  • Ginseng

Beim Einsatz von Hausmitteln gegen ein Lymphom wird der Schwerpunkt auf die Stärkung des Immunsystems gelegt. Vor allem bei gutartigen Lymphomen, welche durch eine Infektion entstehen, kann ein gutes Immunsystem vorbeugend wirken. Da bösartige Lymphome möglicherweise durch ein schlechtes Immunsystem verursacht wird, kann die Stärkung des Immunsystems ebenso möglicherweise die Erkrankung verhindern.

Vor allem Knoblauch sollte zur Stärkung des eigenen Immunsystems verwendet werden. Er besitzt antibakterielle und antivirale Eigenschaften, sodass er vorbeugend das Immunsystem stärkt. Die tägliche Dosis an Knoblauch darf jede Person selbst festlegen, da schon geringe Mengen das Immunsystem nachweislich positiv beeinflusst.

Auch das Gewürz Kurkuma stärkt durch sein enthaltenes Curcumin das Immunsystem und wirkt zugleich als natürliches Schmerzmittel. Das Gewürz kann beim Kochen verwendet werden. Zudem kann ein Teelöffel Kurkuma in ein Glas Wasser oder Milch gegeben werden, um die Abwehrkräfte zu mobilisieren. Ebenfalls sollte die Ernährung viel Obst und Gemüse beinhalten, da dieses reich an Vitamin C ist. Des Weiteren kann Vitamin C in Form von Pulver als Nahrungsergänzungsmittel verabreicht werden.

Bezüglich Getränke helfen schwarzer und grüner Tee als natürliche Hausmittel, das Immunsystem zu stimulieren. Die Teesorten beinhalten viele Polyphenole, welche in der Lage sind, die freien Radikale im Körper effektiv zu binden und somit eine Lymphomerkrankung zu beeinflussen. Ebenfalls hilft Rotwein, Herzkrankheiten und Krebsarten vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken und das Immunsystem zu stärken.

Häufig resultiert ein schwaches Immunsystem durch unzureichende Nährstoffe und Spurenelemente. Aus diesem Grund baut Zink ein geschwächtes Immunsystem wieder auf, falls ein Zinkmangel die Beeinträchtigung verursacht. Zink ist in zahlreichen Lebensmitteln wie Meeresfrüchte, Krabbe und Nüsse enthalten.

Um den Körper gegen Bakterien und Virusinfektionen zu schützen, hilft Echinacea. Es wirkt nicht nur gegen Erkältung, Grippe und andere Infektionen, sondern beschleunigt zugleich die Heilung, sodass ein gutartiges Lymphom schnell verschwindet. Echinacea ist als getrocknete Pflanze, welche als Tee aufgebrüht werden kann, sowie Tropfen erhältlich. Echinacea-Tropfen sowie Tees wirken ebenso vorbeugend. Diverse Krankheiten hingegen können mit asiatischem Ginseng behandelt werden, sodass dieser auch im Zuge einer Behandlung von lymphomauslösenden Infektionen verwendet werden kann.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Braunwurz
  • Mistel
  • Ringelblume

Bei einem Non-Hodgkin-Lymphome helfen Braunwurz, Mistel und Ringelblume nachweislich. Braunwurz wirkt abschwellend, entzündungshemmend, schmerzlindert, anregend und negativ betrachtet harntreibend. Die Pflanze wird häufig unterschätzt, kann jedoch bei einer Abwehrschwäche, Allergieneigung, verschiedenen Hautleiden, Halsgeschwüren, Lymphknotenschwellungen, chronischen Mandelentzündungen, Ekzemen sowie chronischen Gesichtsekzemen verwendet werden.

Mistel hingegen besitzt eine beruhigende, krampflösende, tonisierende, entzündungshemmende, blutstillende sowie harntreibende Wirkung. Die Pflanze wird häufig bei Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verstopfung, Verdauungsschwäche, Magenschwäche, Herzschwäche, Bluthochdruck, Geschwüren und Ekzemen verwendet werden. Zugleich eignet sich Mistel therapiebegleitend bei Krebs, sodass es häufig bei einer NHL-Erkrankung zum Einsatz kommt.

Die Blüten der Ringelblume gelten als hervorragendes Heilmittel. Häufig wird Ringelblume deshalb als Heilsalbe angeboten. Eine innerliche Anwendung durch den Verzehr hilft bei Verdauungsbeschwerden. Ringelblume wirkt ebenso abschwellend, krampflösend, pilztötend, reinigend, antibakteriell, adstringierend, anregend, entzündungshemmend und schweißtreibend. Die Pflanze kann bei Geschwüren, geschwollenen Lymphknoten, Brechreiz, Ekzemen, Entzündungen und Vereiterungen der Haut, Kopfschmerzen sowie Blutergüssen verwendet werden.

Ätherische Öle

 

  • Braunwurz
  • Mistel
  • Ringelblume

Die Pflanzen Braunwurz, Mistel und Ringelblume können ebenfalls als ätherische Öle bei einer Lymphomerkrankung verwendet werden. Da die Pflanzen äußerlich wie innerlich wirken, kann die betroffene Stelle mit den Ölen massiert werden. Die Öle sind in der Lage, die Schwellung etwas zu lindern. Zudem können Entzündungen gemildert und Schmerzen beseitigt werden. Die Massagen werden nach Belieben bzw. Bedarf durchgeführt.

Homöopathie & Globuli

 

  • Barium carbonicum
  • Barium jodatum

Bezüglich homöopathischer Mittel bei einem bösartigen Lymphom helfen Barium carbonicum und Barium jodatum. Ihre Potenz sollte zwischen D6 und D12 liegen. Die Mittel können selbst dosiert werden. Eine Einnahme dreimal täglich zu je zehn bis zwanzig Tropfen ist ausreichend, um Symptome und Beschwerden, welche von einem Lymphom verursacht werden, zu lindern.

Barium carbonicum wird hauptsächlich bei Herzschwache, einer Mandelvergrößerung sowie Arteriosklerose verwendet. Zugleich zeigt es gute Behandlungserfolge bei Lymphknotenkrebs, einer Lymphknotenschwellung, Lymphogranulomatose, einem Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom und allgemein bei einem Lymphom.

Auch Barium jodatum wird hauptsächlich bei einer Herzschwäche, Mandelvergrößerung sowie Arteriosklerose eingesetzt. Seine Wirkstoffe besitzen dasselbe Ausmaß wie Barium carbonicum, sodass es ebenso bei verschiedenen Lymphomen wie einem Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphom hilft. Auch lassen sich Lymphknotenkrebs, Lymphogranulomatose und eine Lymphknotenschwellung mit dem Mittel behandeln.

Schüssler-Salze

 

  • Nr. 4. Kalium chloratum
  • Nr. 9. Natrium phosphoricum
  • Nr. 11. Silicea
  • Nr. 13. Kalium arsenicosum
  • Nr. 15. Kalium jodatum
  • Nr. 20. Kalium aluminium sulfuricum

Schüssler-Salz Nr. 4, Kalium chloratum, in der Potenz D6 eignet sich hervorragend, um Entzündungen, welche bereits im zweiten Stadium sind, zu behandeln. Viele verschiedene Entzündungen können mit dem Schüssler-Salz behandelt werden, sodass ein gutartiges Lymphom schnell abklingt. Ebenfalls eignet sich das Schüssler-Salz sowie alle anderen Schüssler-Salze bei der Therapie von verschiedenen Lymphomarten und resultierenden Erkrankungen.

Natrium phosphoricum, Schüssler-Salz Nr. 9, kurbelt den Stoffwechsel an. Leidet der Körper unter einer zu hohen Anzahl an Säuren, welche Gesundheitsprobleme verursacht, regelt das Schüssler-Salz den Säurehaushalt. Zudem wandelt es Harnsäure in Harnstoff um, sodass die Ausscheidung leichter wird. Ebenfalls lindert das Salz Probleme der Verdauungsorgane.

Silicea gilt als Schüssler-Salz der Haare, Nägel, des Bindegewebes und der Haut. Es stärkt die Haare und sorgt für eine schöne, elastische Haut. Es fördert sowohl die äußerliche wie innerliche Haut. Äußerlich wird die allgemeine Beschaffenheit der Haut besser, während innerlich das Gewebe gestärkt wird. Silicea besitzt typischerweise die Potenz D12.

Schüssler-Salz Nr. 13, Kalium arsenicosum, setzt sich aus Kalium und niedrig dosiertem Arsen zusammen, sodass das Salz eine heilende Wirkung entfacht. Das Schüssler-Salz verlangsamt einen erhöhten Stoffwechselprozess und lindert die Folgen einer Schilddrüsenüberfunktion. Da es auch in Verbindung mit der Haut und Lebenskraft steht, hilft es bei Unruhe, Abmagerung, Nervösittä und Schlaflosigkeit.

Kalium jodatum hingegen wird bei verschiedenen Schilddrüsenstörungen verwendet, da es die Schilddrüsenfunktion reguliert. Auch eine Überreaktion der Neven, wie Ischias oder Trigeminusneuralgie, sowie Kopfschmerzen können mit dem Schüssler-Salz behandelt werden. Treten Entzündungen des Verdauungsapparates oder der Augen auf, kann das Schüssler-Salz ebenso verwendet werden.

Schüssler-Salz Nr. 20, Kalium sulfuricum, wirkt entkrampfend, sodass Krämpfe der Muskulatur der inneren Organe gelindert werden können. Auch bewirkt es deutliche Besserungen bei Krämpfen der Atmungsorgane und lässt sich gegen Reiz- und Krampfhusten verwenden. Zudem hilft es bei Blähungen und Koliken.

Diät & Ernährung

 

  • viel frisches Obst und Gemüse – Vitamin A, C
  • Vollkornprodukte
  • rotes und oranges Gemüse
  • kein raffinierter Zucker oder einfache Kohlenhydrate
  • Nüsse – Pistazien, Mandel, Paranüsse, Haselnüsse, Walnüsse
  • Shiitake-Pilze
  • Möhren / Karotten
  • Bohnen
  • Joghurt

Bei einem Lymphom mit anschließender Therapie ist der Körper des Betroffenen stark geschwächt. Hierbei treten häufig Mängel an Nährstoffen, Mineralstoffen oder Spurenelementen auf. Durch diese Mängel wird das Immunsystem stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass Infektionen und andere Erkrankungen deutlich häufiger auftreten. Ebenfalls kann eine vorhandene Mangelernährung eine Ursache für eine Infektion sein, welche ein gutartiges Lymphom hervorruft.

Eine ausgewogene Ernährung sorgt nicht nur, dass eine Mangelernährung mitsamt Mangelerscheinungen auftreten können, sondern fördert zugleich das körpereigene Abwehrsystem. Vor allem frisches Obst und Gemüse, Nüsse und Vollkornprodukte versorgen den Körper mit notwendigen Baustoffen. Frisches Obst besitzt viel Vitamin C, während rotes und oranges Gemüse einen hohen Anteil an Vitamin A und Vitamin C aufweisen. Aus diesem Grund sollte vermehrt auf den Verzehr von passenden Gemüse- und Obstsorten geachtet werden, sodass durch die Ernährung wichtige Nährstoffe zugeführt werden.

Eine der wichtigsten Lebensmittel, welche während einer gut- und bösartigen Lymphomerkrankung nicht gegessen werden sollte, ist raffinierter Zucker. Auch einfache Kohlenhydrate, beispielsweise in weißen Nudeln oder weißem Brot, sollten weggelassen werden. Da die Tumorzellen stark zuckerbedürftig sind, können sie aufgrund eines hohen Zucker- bzw. Insulinspiegels leichter wachsen. Zudem schwächt raffinierter Zucker die weißen Blutkörperchen, sodass Infektionen einfacher auftreten können.

Um den Körper mit ausreichend Vitamin E zu stärken, können Nüsse gegessen werden. Das Vitamin ist in zahlreichen Nusssorten wie Pistazien, Paranüssen, Walnüssen, Mandeln und Haselnüssen enthalten. Zugleich versorgen die verschiedenen Nusssorten den Körper mit wichtigen Antioxidantien.

Für eine große Portion Vitamin A bietet sich Grünkohl an. Bereits eine Handvoll deckt den Tagesbedarf für dieses Vitamin. Grünkohl weißt ebenfalls ein Antioxidans auf, welches bei der Bekämpfung von Infektionen hilft und die weißen Blutkörperchen stärkt. Ein besseres Immunsystem kann zugleich mit Shiitake-Pilzen erzielt werden. Die Inhaltstoffe der Pilze verbessert das Immunsystem, sodass Bakterien und Viren leichter bekämpft werden können.

Verspüren Lymphompatienten eine starke Abgeschlagenheit oder Schwäche, sollten sie unbedingt Möhren und Karotten essen. Die enthaltenen Carotine wie etwa Beta-Carotin stimuliert das Immunsystem und schützt somit den Körper vor Infektionen. Durch die Stimulation kann gleichfalls die verspürte Trägheit bekämpft werden.

Folsäure sorgt für eine bessere Abwehrfunktion des Körpers. Bohnen enthalten einen besonders hohen Anteil an Folsäure, sodass eine handvolle Portion bereits den Tagesbedarf deckt. Eine bessere Nährstoffaufnahme im Darm hingegen wird durch probiotisches Joghurt ermöglicht. Zudem sorgt Joghurt für die eine vermehrte Bildung von Antikörpern, welche gegen entartete Lymphzellen vorgehen können.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist ein Lymphom tödlich?

Ein gutartiges Lymphom ist nie tödlich, da es als Abwehrreaktion des Körpers gegenüber einer Infektion auftritt. Ein bösartiges Lymphom hingegen kann durchaus tödlich verlaufen. Wird es erst spät erkannt, kann das Lymphom bereits auf anderes Gewebe übergegriffen oder Organe befallen haben. In diesem Krankheitsstadium schlagen Therapien und Behandlungsmethoden nicht immer an, sodass das Lymphom Krebs verursachen und somit nach einiger Zeit den Tod des Betroffenen herbeiführen kann.

Muss ein bösartiges Lymphom immer therapiert werden?

Bösartige Lymphome können, wenn keine Therapie erfolgt, zunächst anschwellen. Ebenfalls treten die typischen Symptome der Krankheit weiterhin auf. Wird trotz geschwollener Lymphknoten und Nebenbeschwerden keine Therapie durchgeführt, können sich das infizierte Gewebe bzw. die mutierten Zellen auf anderes Gewebe ausbreiten. Über das Knochenmark bzw. die Blutbahn können außerdem Organe befallen werden, sodass diese ebenso von Krebs betroffen sein können. Nur durch eine dementsprechende Therapie kann der Befall verhindert werden.

Wie erfolgt eine Therapie bei einem bösartigen Lymphom?

Als erster Schritt erfolgt bei einem bösartigen Lymphom immer eine Biopsie. Anhand der Gewebeprobe kann der Arzt feststellen, in welchem Stadium das Lymphom ist und welche weiteren Therapieschritte veranlasst werden. Meist erfolgt eine Chemo- und Strahlentherapie, welche individuell auf den Betroffenen ausgelegt wird. Andere, vor allem alternative Behandlungsmethoden werden in vielen Fällen als Zusatz zur Chemo- und Strahlentherapie betrieben, um unter anderem die Nebenwirkungen der Therapien zu lindern.

Muss ein gutartiges Lymphom behandelt werden?

Ein gutartiges Lymphom muss nie behandelt werden. Eine Behandlung erfolgt lediglich bei einem bösartigen Lymphom. Ein gutartiges Lymphom ist stets eine Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion, welche binnen zwei Wochen verschwindet. Je früher die Infektion bekämpft wurde, desto schneller schwillt das gutartige Lymphom ab.

Ab welchem Alter treten Lymphome in Erscheinung?

Lymphome, gut- wie bösartige, besitzen keine Altersgrenze. Vor allem gutartige Lymphome können bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auftreten. Bösartige Lymphome jedoch gelten teilweise als typische Alterskrankheit, da verstärkt Personen ab 60 bzw. 70 Jahren an ihnen leiden. Ebenfalls gilt das Alter zwischen 30 und 40 Jahre als Risikoalter. Statistisch geschehen erkranken Männer wesentlich häufiger an Lymphomen als Frauen.

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