Schambein

Die Anatomie des Schambeins

Das menschliche Becken besteht aus mehreren zusammengesetzten Knochen, zu welchen auch das Schambein gehört. Gemeinsam mit Hüftbein und Darmbein bildet das Schambein bei jedem Menschen die Hüftpfanne. Obwohl Mann wie Frau über ein Schambein verfügen, unterscheidet sich die Lage etwas, da das weibliche Schambein generell tiefer liegt als das männliche. Der nachfolgende Artikel beschreibt zunächst die Funktionen und Aufgaben des Schambeins und fasst diese für eine bessere Übersicht zusammen. Zudem wird die Anatomie und der Aufbau des Schambeins erläutert und auf typische und häufige Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Schambeins Bezug genommen.

Was ist das Schambein?

Das Schambein bzw. Os pubis ist einer der wesentlichen Knochen des menschlichen Beckens. Gemeinsam mit dem Hüftbein und dem Darmbein formt das Schambein bei jedem Menschen die Hüftpfanne. Generell handelt es sich beim Schambein um einen platten, ovalförmigen Knochen. Dieser liegt bei Frau und Mann knapp über den Genitalbereich. Obwohl das Schambein auf beiden Beckenseiten sichtbar ist, ist es ein durchgehender Knochen. Die ovalen Schambeinknochen sind stets auf der linken und rechten Körperhälfte vorhanden.

Auf der Vorderseite des Beckens kommt das Schambein an der Schambeinfuge zusammen. Durch die Verwachsung ist das Schambein in der Lage, als ganzer Knochen zu erscheinen, wobei die mittig gelegene Verwachsungsfuge, welche sich in der Knochenmitte, das Schambein in eine rechte und linke Hälfte einteilt. Gemeinsam mit beiden Beckenknochen bildet es das Hüftgelenk. Das Schambein besitzt als wichtiger Teil der Hüfte die wesentliche Aufgabe, die inneren Geschlechtsorgane zu schützen und den Körper zu stützen. Seine Schutzfunktion ist aufgrund der Tatsache, dass das Schambein den Körper vorne abschirmt und gleichzeitig stützt, gegeben. Frauen und Männer besitzen beide ein gleichmäßig ausgebildetes Schambein. Bei der Frau allerdings liegt das Schambein tiefer als beim Mann.

Funktionen und Aufgaben des Schambeins

Das Schambein hat vor allem die Aufgabe einer Stütze des Körpers über. Da es ein wichtiger Teil des menschlichen Beckens und somit auch Hüftgelenks ist, stütz es den gesamten Körper im Alltag, während des Gehens und Sitzens. Das Becken des Menschen ermöglicht generell den menschentypischen aufrechten Gang. Gleichzeitig hilft es bei der Atmung und sorgt dafür, dass der Mensch eine richtige Körperhaltung beibehalten kann. Menschen mit einer schlechten bzw. falschen Körperhaltung leiden deshalb des Öfteren unter Beckenfehlstellungen, wobei das Schambein ebenfalls eine Fehlstellung bzw. einen Fehlwuchs besitzen kann. Da das Schambein fester Bestandteil des Beckens ist, wirkt es sich gleichfalls auf Atmung und Körperhaltung aus.

Generell wird das Schambein über das Sitzbein und Darmbein aufgebaut. Dadurch gilt es nicht nur als Teil des Beckens, sondern des Beckenrings, welcher wiederum direkt mit der Wirbelsäule befestigt ist. Die Wirbelsäule wird durch den Beckenring und somit ebenso durch das Schambein maßgeblich gestützt. Treten Erkrankungen oder Missbildungen auf, sind die Stützfunktion und der Bewegungsautomat des Körpers negativ betroffen.

Zusätzlich schützt das Schambein die sich im Becken liegenden inneren Organe und Muskeln. Ohne das Schambein wäre das Becken nach vorne hin offen, sodass die Organe und die Muskulatur freiliegen würden. Besonders die inneren Geschlechtsorgane werden durch das Schambein beschützt. Viele wichtige Muskeln entspringen am Schambein, sodass es als Verankerungspunkt für die Muskulatur dient. Außerdem verlaufen Arterien und Venen durch das Schambein weiter in die Beine, damit diese ausreichend versorgt werden. Die Muskulatur hingegen ermöglicht über das Schambein die Bewegung des Beckens.

Zusammenfassung der Aufgaben und Funktionen des Schambeins

 

  • Aufrechterhaltung des Körpers
  • Ermöglichen des aufrechten Ganges
  • Hilfe bei der Atmung
  • Schutz der inneren Organe / inneren Geschlechtsorgane
  • Schutz für Beckenmuskeln
  • Ankerpunkt der Beckenmuskeln
  • Verlaufspunkt von Arterien und Venen der Beine

Anatomie und Aufbau des Schambeins

Das Schambein bzw. Os pubis ist ein konstanter Teil der Hüftgelenkspfanne bzw. Acetabulum und bildet ihren vorderen Teil. Zusammen mit dem Kopf des Oberschenkels bzw. Camput femoris entsteht durch das Schambein das Hüftgelenk. Der vordere Schambeinrand besitzt zudem den Beinamen Schambeinkamm bzw. Pecten ossis pubis. Die Mittellinie hingegen ist die Symphyse, welche die Verbindungsstelle der beiden Schambeine darstellt.

Das Schambein ist theoretisch in zwei gleichmäßige Hälften geteilt, welche auf beiden Seitens des Beckens liegen. Auf seiner Vorderseite wächst das Schambein über die Schambeinfuge, eine faserknorpelige Verbindung, zusammen. Die Faserknorpel ermöglichen eine minimale Verschiebbarkeit beider Schambeinhälften. An jeder Hälfte des Schambeins schließt sich je zwei Schambeinäste, der obere ast bzw. Ramus superior und der untere Ast bzw. Ramus inferior, an. Über die Schambeinäste wird das Schambein mit den anderen Knochen der Hüfte verbunden, sodass sie ein wichtiger Teil des Hüftgelenks sind. Während der obere Ast nach vorne und oben mit dem Darmbein bzw. Os ilium verbunden ist, tritt der untere Ast mit dem Sitzbein bzw. Os ischii in Verbindung. Die Verbindungen der Schambeinäste unterscheiden sich wesentlich von der Schambeinfuge, da sie nicht faserknorpelig, sondern knöchern und unbeweglich sind.

Am Übergang zur Mittellinie befindet sich am Schambeinkamm ein kleiner Höcker, der sogenannte Tuberculum pubicum. An diesem setzt das Leistenband an. Seitlich endet der Schambeinkamm mit dem Eminentia iliopubica, einem weiteren Höcker, welcher die Grenze zum Darmbein ist. Gleichzeitig begrenzt das Schambein den vorderen Bogen des Foramen obturatorum. Dies ist eine große Öffnung bzw. Lock im Becken, welches mit den zwei Skelettmuskeln Musculus obturator externus und Musculus obturator internus verschlossen wird. Beide Muskeln gehören der Gruppe der tieferen Hüftmuskulatur an. Die Schließung ist nicht vollständig, sodass ein kleiner Kanal, der Canalis obturatorius, überbleibt. Durch den Canalis obturatoris verläuft ein Nerv des Lendengeflechts bzw. Nervurs obturatorius. Auch eine lebenswichtige Arterie und Vene, die Vena und Arteria obturatoria, welche die Oberschenkel– und Beckenregion versorgt, ist in diesem Kanal beheimatet.

Das Schambein ist zusätzlich Ursprung mehrerer Muskeln wie dem Schambein-Steißbein-Muskel bzw. Musculus pubococcygeus, dem Muskel des Beckenbodens bzw. Musculus transversus perinei profundus und der Musculus puborectalis. Der Musculus puborectalis und der Schambein-SteißBein-Muskel fungieren als wichtiger Teil der Beckenbodenmuskulatur.

Schambeinfuge

Die Schambeinfuge bzw. Beckensymphyse, Symphysenfuge oderSymphysis pubica ist jener Bereich des Schambeins, an welchen beide Schambeinvorderseiten zusammentreffen. Sie besteht aus einem faserknorpeligen Gewächs, sodass eine minimalste Beweglichkeit gegeben ist. Gleichzeitig stellt die Schambeinfuge ein unechtes Gelenk bzw. Synarthrose des Beckengürtels. An der Schambeinfuge setzt der Musculus rectus abdominis an.

Der Aufbau der Schamfüge setzt sich aus einen inneren, mittleren und äußeren Teil zusammen. Im inneren Teil der Schambeinfüge befindet sich ein Hohlraum, welcher mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die Mitte der Schambeinfuge besteht aus zugfesten Bindegewebsfasern, während die äußere Schicht bzw. der Rand aus Faserknorpeln bzw. Discus interpubicus gebildet wird. Das gesamte Schambein wird durch mehrere Bänder verstärkt. Oberhalb der Symphysenfuge liegt das Ligamentum pubicum superius, welches sich zwischen den beiden oberen Schambeinästen und dem Faserknorpel befindet. Unterhalb der Symphysenfuge hingegen ist das Ligamentum pubicum inferius. Das bogenförmige Band ist zwischen den beiden unteren Schambeinästen und dem Faserknorpel.

Generell besteht die Aufgabe der Schambeinfuge darin, Zugkräfte und Drücken aufzunehmen. Im normalen Gesundheitszustand ist die Faserknorpel relativ beweglich, erlaubt dennoch nicht enorme Flexibilität. In der Schwangerschaft hingegen nimmt die Weichheit und Beweglichkeit der Schambeinfuge sehr zu. Die Schambeinfuge selbst kann zudem von Krankheiten betroffen sein. Dies sind eine Lockerung, Sprengung oder Ruptur der Symphysenfuge.

Krankheiten, Symptome und Beschwerden des Schambeins

Da das Schambein Teil des Beckens ist, existieren nicht viele Krankheiten, welche eine direkte Verbindung zum Schambein aufweisen. Dennoch treten vermehrt Knochen-, Sehnen- und Muskelkrankheiten auf, von welchen das Schambein durchaus betroffen sein kann. Krankheiten und Beschwerden des Schambeins lassen sich relativ schnell bemerkbar machen. Zunächst treten starke und plötzliche Schmerzen im Schambeinbereich auf, welche von Übelkeit und Schwindel begleitet werden. Heilt die Erkrankung des Schambeins ab, leidet der Betroffene zugleich unter einer erschwerten Haltung.

Als typische Sportlerkrankheit werden Knochenbrüche bzw. Mikrobrüche des Schambeins angesehen. Wird das Schambein zu sehr belastet, entstehen meist zunächst unbemerkte Mikrorisse in der Schambeinregion. Dadurch, dass der Schambeinknochen besonders empfindlich ist, verursachen selbst Mikrorisse jedoch starke Schmerzen. Die Brüche heilen in der Regel von selbst ab. Dennoch treten während der Heilungsphase oft erneut Schmerzen am Schambein auf. Mikrobrüche des Schambeins begünstigen zugleich Schambeinentzündungen.

In vielen Fällen wird das Schambein überbelastet. Ist eine Überbelastung des Schambeins vorhanden, kann der Körper nicht mehr optimal gestützt werden. Die Überbelastung bezieht sich oft nicht nur auf das Schambein, sondern das gesamte Becken. Daraus resultieren meist Entzündungen des Schambeins, welche sich durch starke Schmerzen bemerkbar machen. Die Schmerzen beginnen im Schambereich und reichen bis auf die Leiste sowie die unteren Bauchmuskeln. Schambeinentzündungen können bei jedem Menschen entstehen. Dennoch betrifft sie in vielen Fällen oft Sportler wie Fußballer, sodass eine Schambeinentzündung umgangssprachlich Fußballkrankheit genannt wird.

Die Entzündung des Schambeins kann ebenfalls während einer Schwangerschaft diagnostiziert werden. Hier wird sie ebenfalls durch Überbelastung verursacht, da das stetig wachsende Baby unaufhörlich Druck auf den Beckenbereich ausübt. Durch den Druck des Babys wird der Knochen dauerhaft gedehnt, sodass Entzündungen und sogar Risse entstehen können. Die Risse sind gleichzeitig in der Lage, in den umliegenden Beckenknochen aufzutreten. Entzündungen des Schambeins heilen in der Regel meist von selbst ab, wenn sie korrekt ärztlich behandelt werden und der Betroffene sich schont. Die Heilphase beläuft sich auf wenige Wochen, in welchen der Betroffene nicht schwer heben und seine Beine zu stark spreizen sollte. Die Schmerzen, welche im Zuge einer Schambeinentzündung verursacht werden, sind langhaltend und klingen erst ab, wenn die Entzündung behandelt wird bzw. abheilt.

Gerne als Schambeinschmerzen werden geschlechtsspezifische Beschwerden bezeichnet, da diese nah am Schambeinknochen liegen. Oft schmerzt das Schambein in der Schwangerschaft oder nach der Geburt leicht. Beim Mann hingegen kann die Prostata zu Schambeinschmerzen führen. Die Intensivität der Schambeinschmerzen ist von Patient zu Patient unterschiedlich. In manchen Fällen strahlen sie sogar bis in den Rücken und die Oberschenkel.

Schambeinentzündungen

Eine Schambeinentzündung bzw. Osteitis pubis, Symphysenosteitis oder Pubalgie bzw. Pubalgia stellt eine Entzündung der Schambeinfüge bzw. Symphyse, der Schambeinknochen sowie ihren umgebenden Strukturen. Die Entzündung ist äußerst schmerzhaft und infektbedingt. Im Großteil der Fälle entsteht eine Schambeinentzündung durch wiederholte Mikrotraumata. Diese wiederum werden durch Fehl- oder Überbelastungen verursacht. Schambeinentzündungen können bei jedem Menschen auftreten. Die wesentliche Zielgruppe für diese Erkrankung sind allerdings Sportler und insbesondere Fußballer. Je nach Grad müssen die Betroffenen für lange Zeit auf jegliche sportliche Betätigung verzichten.

Eine Schambeinentzündung macht sich zunächst durch Schmerzen im Schambeinbereich und den Schambeinästen bemerkbar. Die Stärke der Schmerzen ist unterschiedlich. Viele Betroffene jedoch müssen ihre sportlichen Aktivitäten einschränken oder ganz unterlassen. Das Schambein ist bei einer Entzündung deutlich druckschmerzhaft und ihr umgebender Bereich teilweise angeschwollen. In manchen Fällen strahlen die Schmerzen einer Schambeinentzündung sogar in die Leiste, Damm– und Hüftregion. Auch Schmerzen im Unterbauch und Beckenbodenbereich sind möglich. Typisch für eine Schambeinentzündung ist der sogenannte „Anlaufschmerz“. Schmerzen treten am stärksten beim Aufstehen nach langem Sitzen auf, lassen jedoch bei gleichförmigen Bewegungen wie beispielsweise Gehen nach. Ebenfalls verursachen ruckartige Bewegungen und Treppensteigen Schmerzen. Kann Sport trotz einer bestehenden Entzündung ausgeübt werden, treten diese erst oft nach Ende der sportlichen Aktivität oder gegen Abend auf. Hingegen fehlt Fieber bei einer Schambeinentzündung.

Generell entsteht eine Schambeinentzündung, wenn die Schambeinfuge zu sehr beansprucht wird. Hierbei entstehen Entzündungen und es bildet sich Narbengewebe. In manchen Fällen baut sich sogar der Knochen ab. Die Beschwerden können sich auf angrenzende Knochenregionen ausbreiten und dort für Zysten oder Stressfrakturen bzw. stressbedingte Brüche sorgen. Sportler, welche Sportarten mit großer Zugkraft auf die Schambeinfuge betreiben, sind besonders häufig von dieser Entzündung betroffen. Insbesondere Risikosportarten wie Fußball, American Football, Basketball, Laufsportarten und Tennis verursachen gerne und häufig eine Schambeinentzündung. Abseits von Sport entsteht eine Entzündung des Schambeins häufiger durch eine Schwangerschaft und Geburt. Auch Komplikationen von Operationen im Beckenbereich sind in der Lage, eine Schambeinentzündung zu verursachen.

In der Regel heilt eine Schambeinentzündung von alleine aus. Wird die Diagnose Schambeinentzündung gestellt, muss die betroffene Person sich schonen. Ist die Entzündung hartnäckig, können eine Injektionstherapie oder operative Eingriffe erfolgen. Der Heilungsprozess bei einer Schambeinentzündung dauert einige Wochen bis Monate an. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, wird den Patienten empfohlen, sämtliche schmerzauslösende Bewegungen sowie Sport unbedingt zu vermeiden. Die Behandlung einer Schambeinentzündung kann entweder mit konservativen Methoden wie Physiotherapie, als invasive, nicht-operative Therapie wie Injektionstherapie oder Infusionstherapie oder mittels Operation erfolgen. Der Grad der Erkrankung bestimmt hierbei meist die erfolgte Therapie.

Typische und häufige Krankheiten des Schambeins

 

  • Schambeinschmerzen
  • Schambeinentzündungen durch Mikrorisse oder Überbelastung
  • Mikrorisse und Knochenbrüche im Schambein bzw. des Schambeins
  • Schmerzen im Schambeinbereich

Fragen und Antworten zum Schambein

 

Welche Unterschiede existieren zwischen weiblichen und männlichem Schambein?

Generell verfügt die Frau über ein tiefer gelegenes Schambein. Dies hängt mit den allgemeinen Unterschieden des weiblichen und männlichen Beckens zusammen. Das Frauenbecken besitzt breite, flacher gelegene Beckenschaufeln, ein tiefes Schambein und breite Sitzbeinhöcker. Das Männerbecken hingegen verfügt über schmalere, steiler angelegte Beckenschaufeln, ein hohes Schambein und schmale Sitzbeinhöcker. Auch die Schambeinäste unterschieden sich. Bei der Frau sind sie flacher, die Hüftgelenkpfannen sich nach weiter vorne gerichtet und das Steißbein ist kürzer. Beim Mann sind die Schambeinäste steiler, die Hüftgelenkpfannen sind nach weiter hingen gerichten und das Steißbein hingegen länger.

Wie wird eine Schambeinentzündung diagnostiziert?

Generell ist die Diagnose einer Schambeinentzündung nicht leicht, da die Symptome und Schmerzen auch auf andere Sportverletzungen und -krankheiten zutreten kann. Bei vielen Entzündungen werden anfangs oft eine Überbelastung bestimmter Sehnen, das Adduktorensyndrom, eine Leistenzerrung oder andere schmerzhafte Leistenerkrankungen vermutet. In manchen Fällen wird das Hüftgelenk als Schmerzursache herangezogen. Aus diesen Gründen muss die Schambeinentzündung von anderen Krankheiten abgegrenzt werden. Der Arzt erstellt eine Anamnese, auf welche eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchung, Röntgenuntersuchung, Szitigrafie oder eine Kernspintomografie folgen können. Ergeben eine oder mehrere dieser Untersuchungen eine Schambeinentzündung, kann daraufhin eine passende Therapie veranlasst werden.

Wie sehr ist das Schambein während der Schwangerschaft belastet?

Das Schambein ist während der Schwangerschaft einer dauerhaften Belastung ausgesetzt. Die Schambeinfuge wird aufgrund des Gewichts des Babys immer weiter ausgedehnt. Die recht straffen Faserknorpel sorgen dafür, dass das umgebende Schambein Zugspannungen verspürt. Die Schwangerschaftshormone sorgen zusätzlich dafür, dass sie Schambeinfüge generell sehr gelockert wird. Der lockere Knorpel soll bei der Geburt helfen und diese leichter machen. Wird der Knorpel der Schambeinfuge zu sehr gelockert, kann allerdings das Schambein verrutschen. Der entstehende Schmerz reicht oft bis in den Rücken und die Oberschenkelmuskulatur. Die enorme Belastung fällt nach der Geburt jedoch wieder weg, sodass mögliche Erkrankungen abheilen können. Auch der gelockerte Knorpel wird wieder fest.

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