Leistenzerrung

Steckbrief: Leistenzerrung

  • Name(n): Leistenzerrung; Abduktion
  • Art der Krankheit: Zerrung der Ursprungssehnen im Hüftgelenk
  • Verbreitung: Verletzung tritt überwiegend bei Sportlern auf
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Überbeanspruchung von Sehnen und Muskeln
  • Wievielte Erkrankte: rund 20% aller Profisportler
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner
  • ICD-10 Code(s): ICD-10 / S76.2

Leistenzerrung erkennen und behandeln

Leistenzerrungen treten vielfach bei Sportlern auf und sind auf eine Überlastung einzelner Muskelpartien zurück zu führen. In der Leiste verlaufen verschiedene Sehnen- und muskelstränge, die bei einer Überreizung unangenehme Schmerzen verursachen können. Leistenschmerzen werden jedoch nur bei einzelnen Bewegungen ausgelöst, so dass Betroffene erfahrungsgemäß in ihrem Bewegungsapparat eingeschränkt sind.

Für Sportler bedeutet dies eine Unterbrechung der Trainingseinheit und eine Abfolge von verschiedenen Behandlungsmethoden. Dennoch kann eine Leistenzerrung gut therapiert werden, sofern sich der Betroffene auch an die ärztlichen Vorgaben hält. Wird eine Leistenzerrung nämlich nicht ernst genommen, so können schwerwiegende Komplikationen beim Heilungsprozess die Folge sein.

Definition der Leistenzerrung

Wenn man von einer Leistenzerrung spricht, dann sind im Allgemeinen die Adduktoren durch eine Überbeanspruchung verletzt worden. Dies geschieht entweder durch einen Sturz oder aber durch eine unbedachte plötzliche Seitwärtsbewegung. Die Adduktoren spiegeln wiederum einzelne Skelettmuskeln wieder, die zum Strecken und Heranziehen der Beine notwendig sind.

Die Leistenzerrung ist eine oft vertretbare Sportverletzung, die insbesondere bei Profisportlern wiederkehrend zu betrachten sind. Fußballer, Hürdenläufer oder auch Langstreckenläufer gehören zur gefährdeten Personengruppe. Durch die ausgeprägte und stark beanspruchte Beinarbeit kann eine Leistenzerrung in unterschiedlichen Schweregraden erfolgen. Angefangen von einer leichten Überdehnung einzelner Muskelfasern bis hin zu mehrfachen Muskelfaserrissen ist bei einer Leistenzerrung alles möglich. Erste Symptome sind stechende Schmerzen in der Leiste und vermehrte Schmerzen bei unterschiedlichen Beinbewegungen.

Was ist eine Leistenzerrung?

Wenn man von einer Leistenzerrung spricht, dann handelt es sich stets um eine Verletzung, die die Leiste oder den oberen Oberschenkel betrifft. In der Regel wurden einzelne Muskelfaser oder Sehnen zu stark beansprucht. Eine Überdehnung ist die Folge, die z.B. durch eine rasche Seitwärtsbewegung ausgelöst werden kann.

Deshalb ist es insbesondere für Sportler so ungemein wichtig, sich vor einer sportlichen Betätigung zu erwärmen und ausreichend Dehnungsübungen durchzuführen. Schaut man sich einmal die betroffenen patientengruppen an, so ist die Wahrscheinlichkeit zu einer Leistenzerrung bei Hürdenläufern, Schwimmern, Fußballer, Langstreckenläufer und Skifahrer am größten. Jede sportliche Betätigung kann zu einer Leistenzerrung führen. Ein etwaiges Verletzungsrisiko kann nie ausgeschlossen werden.

Sobald eine Leistenzerrung vorliegt, spürt der Patient erhebliche Schmerzen im Hüft- und Oberschenkelbereich. Denn dadurch, dass stets mehrere Muskel- oder Sehnenstränge betroffen sind, ist der Bewegungsapparat der Beine stark eingeschränkt. Schon das Heben, Beugen und Heranziehen kann je nach Schweregrad unerträglich werden. Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten, wird die Leistenzerrung in drei Schweregrade unterteilt.

Schweregrad Nummer 1:

Vom ersten Grad der Verletzung spricht man immer dann, wenn weniger als 5% der Muskelfasern und Sehnen betroffen sind. Die Muskelfasern werden auch als Adduktorenfasern bezeichnet. Die Verletzung gleicht einer minimalen Überbeanspruchung, bei dem der Patient auch nur geringe Schmerzen verspürt. Der Hauptschmerz tritt bei einer Seitwärtsbewegung auf.

Schweregrad Nummer 2:

Der zweite Grad der Verletzung liegt dann vor, wenn mehr als 5% der Muskelfasern und Sehnen in Mitleidenschaft gezogen sind. Hierbei können vereinzelte Fasern bereits vollständig durchtrennt sein. Der Patient verspürt sehr starke Schmerzen und eine etwaige Beinrotation kann nur eingeschränkt bis gar nicht vorgenommen werden.

Schweregrad Nummer 3:

Der dritte Schweregrad der Leistenzerrung liegt vor, wenn eine Vielzahl an Muskelfasern gerissen ist. Augenscheinlich treten sichtbare Blutergüsse auf und in dem betroffenen Bereich kann es auch zu Schwellungen kommen. Die schmerzen sind extrem stark und treten auch bei der Ruhigstellung des Beins auf. Eine gezielte Bewegung des Beins ist kaum noch möglich und dem Patient wird absolute Bettruhe verordnet.

Welche Ursachen gibt es?

Eine Leistenzerrung wird bei Fachärzten auch als Adduktorenzerrung bezeichnet. Der eigentliche Ursprung der Erkrankung ist im Hüftgelenk des Menschen zu finden. Hier treffen die verschiedensten Muskelgruppen und Sehnen aufeinander und bilden die Abfolge unterschiedlichster Bewegungen.

Deshalb ist bei einer Leistenzerrung niemals ein spezieller Teilbereich betroffen, sondern die Gesamtheit der dort befindlichen Muskelgruppe. Geht man also von einer Leistenzerrung aus, so ist oftmals der Bereich um die Hüfte und die Oberschenkel in Mitleidenschaft gezogen.

Die dort befindlichen Muskeln steuern das Heranziehen der Beine und sehen wie folgt aus:

  • Musculus adductor magnus = großer Muskel
  • Musculus adductor brevis = kurzer Muskel
  • Musculus adductor longus = langer Muskel
  • Musculus obturator externus = äußerer Hüftlochmuskel
  • Musculus gracilis = schlanker Muskel
  • Musculus pectineus = Kammmuskel

Die Leistenzerrung kommt überwiegend bei Sportlern zustande und gilt als meist verursachte Sportverletzung. Ein ungünstiger Ablauf von einzelnen Bewegungen kann rasch eine Leistenzerrung hervorrufen. Dennoch sollte man das Verletzungsrisiko nicht unterschätzen.

Eine Leistenzerrung kann man sich auch im normalen Altag zuziehen. Hier genügt schon ein kurzes Ausrutschen auf nassem Fußboden oder aber das Stolpern über eine Treppenstufe. Es gibt zahlreiche Faktoren, die eine Leistenzerrung negativ beeinflussen können. Nicht immer ist es ein falscher Bewegungsablauf sondern einfach nur eine Abfolge von ungünstigen Zufällen.

Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • eine falsche Bewegung
  • eingeschränkte Flexibilität bei den Muskelgruppen
  • die falschen Schuhe
  • Leistungssport, der auf die Beine geht
  • das Alter
  • Vorerkrankungen

1. Falsche Bewegungsabläufe

Jede Bewegung des Körpers basiert auf einer Reihe von nachfolgenden Bewegungsabläufen. Routinemäßig werden unterschiedliche Muskelpartien beansprucht, die immer wieder der gleichen Reihenfolge unterliegen. Kommt es durch eine falsche Bewegung zu einer Unterbrechung dieser Routine, so ist der Bewegungsapparat gestört und es kann ungewollt zu einer Überdehnung der Muskelstränge kommen. Hektische Bewegungen oder ruckartige Körperhaltungen sollten deshalb strengstens vermieden werden. Ansonsten ist eine Leistenzerrung die Folge, die wiederum einem langen Heilungsprozess unterliegt.

2. Beeinträchtigungen bei der Muskelflexibilität

Speziell bei einer sportlichen Betätigung ist es extrem wichtig, die einzelnen Körperregionen ausreichend zu erwärmen. Nicht ausreichend gedehnte Muskel- und Sehnenstränge wirken sehr steif und unflexibel. Selbst bei der Adduktorengruppe, welche den Hüft- und Oberschenkelbereich umfasst, muss regelmäßig trainiert werden. Dehnungsübungen sind nicht nur für Sportler gedacht, sondern können allen Menschen einen Vorteil verschaffen. Denn schnell kann aus einer ruckartigen Bewegung eine Leistenzerrung werden, die im Vorfeld hätte vermieden werden können.

3. Die falschen Schuhe

Die richtige Körperhaltung beginnt beim passenden Schuhwerk. Stolperfallen, Ausrutscher oder ähnliches lässt sich mit einer gezielten Schuhauswahl im Vorfeld vermeiden. Beim Lauftraining sollten es z.B. keinesfalls Badelaschen sein. Das Gleiche gilt für Kletterübungen auf der Leiter. Hier ist ein festes Schuhwerk ratsam, dass den Fuß fest umschließt ohne dass man in den Schuhen hin und her rutscht. Denn schon ein kurzes Umknicken beim Laufen kann für eine Leistenzerrung verantwortlich sein.

4. Leistungssport

Leistungssportler muten ihrem Körper enorme Belastungen zu, die z.B. beim Hürdenlaufen, Sprinten, Weitsprung oder Fußball spielen stark auf die Beine gehen. Die Beinbewegungen sind hier nicht fließend sondern gehen vielmehr ruckartig vonstatten. Leistungssportler trainieren gern an ihrer absoluten Belastungsgrenze, an der Verletzungen oftmals zur Tagesordnung gehören. Die Leistenzerrung zählt zu den häufigsten Verletzungen und wird im Anfangsstadium gern übersehen. Trotzdem sollte man eine anfängliche Leistenzerrung rechtzeitig behandeln lassen, damit nicht nur Folgeschäden vermieden sondern auch der Trainingsausfall so gering wie nur möglich gehalten werden kann.

5. Das Alter

Obwohl man es ungern zugeben mag, so spielt doch das Alter bei dem allgemeinen Verletzungsrisiko eine obergeordnete Rolle. Mit zunehmendem Alter verändern sich der Körper und auch die eigene Belastungsgrenze. Die Muskeln können nicht mehr ganz so viel leisten und das Verletzungsrisiko steigt stetig an. Deshalb gilt beim Leistungssport auch die Faustregel, dass man zwischen 30 und 40 Jahren seine Profikarriere beenden sollte. Denn ab 40 Jahren ist die Gefahr einer Leistenzerrung extrem hoch und kann Folgeschäden mit sich bringen.

6. Vorerkrankungen

Aufgrund spezieller Vorerkrankungen können manche Personengruppen stärker für eine Leistenzerrung gefährdet sein als andere. Dazu zählt insbesondere eine Fehlstellung an der Hüfte oder des Beckens, die den natürlichen Bewegungsapparat negativ beeinflussen können. Ähnliches gilt auch bei einer Wirbelsäulenerkrankung oder einer unterschiedlichen Beinlänge. Zwar sind diese Erkrankungen vollkommen ungewollt, dennoch beeinflussen sie die Muskel- und Sehnenstränge in einem erheblichen Maße. Die Leistenzerrung tritt deutlich öfters auf und kann nur vorbeugend mit täglichen Dehnungsübungen gemindert werden.

Symptome & Anzeichen

Eine Leistenzerrung bezieht sich grundsätzlich auf die Muskelpartien in der Leiste und den Oberschenkeln. Hier befinden sich die sogenannten Zugmuskeln, die bei einer Überdehnung rasch zur Leistenzerrung führen kann. Erste Symptome einer Leistenzerrung bemerkt man jedoch insbesondere in den Streck- und Spreizmuskeln.

Das bedeutet, dass die Schmerzempfindung nicht nur die Beinregion betrifft, sondern sich je nach Stärke der Verletzung auf den gesamten Körper auswirken kann. Hier kann der gesamte Bewegungsapparat des Menschen betroffen sein, zumal mit einer Zerrung auch Blutergüsse und Schwellungen entstehen können.

Die ersten anfänglichen Symptome zeigen sich wie folgt:

  • leichte bis mäßig starke Schmerzen unter einer körperlichen Belastung
  • Schmerzen der Muskelpartien im Ruhezustand
  • anfängliche schmerzen im Bereich des Schambeins
  • Schmerzen / Krämpfe im Bereich um die Verletzung
  • sämtliche Schmerzen sind stechend / ziehend

Je nach Ausgangssituation kann sich eine Leistenzerrung anders bemerkbar machen. Handelt es sich z.B. um einen plötzlichen Unfall, der durch ein Ausrutschen oder Hinfallen zustande gekommen ist, so macht sich die Verletzung wie folgt bemerkbar:

  • an der Innenseite vom Oberschenkel bemerkt der Patient einen unangenehmen stechenden Schmerz
  • in der Leistenregion sind extreme Schmerzen zu spüren
  • die schmerzen weiten sich auf den Bauchraum aus
  • im Bereich der Verletzung (Oberschenkel / Leiste) bilden sich Blutergüsse

Eine Leistenzerrung kann sich aber auch schleichend andeuten. Das passiert insbesondere dann, wenn dem Körper eine ständig wiederkehrende Überbelastung zugemutet wird. Die Symptome beginnen in der Regel mit leichten schmerzen in der Schambeinregion, die bei anhaltender Belastung immer stärker werden. Übt man z.B. Druck auf den betroffenen Muskelbereich aus, so werden die Schmerzen nachhaltig schlimmer. Ähnliches bemerken Sportler auch bei gezielten Beinbewegungen. Das Heben und Strecken der Beine geht mit leichten schmerzen einher, die sich ohne entsprechende Behandlung rasch verschlimmern können.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Diagnose zu einer Leistenzerrung ist sehr komplex und bedarf vieler Untersuchungen durch einen Facharzt. Neben der Abklärung des Allgemeinbefindens können zusätzliche Röntgenuntersuchungen angeordnet werden. Die Röntgenaufnahmen sollen insbesondere den Beckenbereich zeigen, um den eventuellen Schweregrad der Leistenzerrung besser einschätzen zu können.

In den seltensten Fällen sind über die Aufnahmen zugleich Fehlstellungen des Beckens festzustellen, die z.B. für die Verletzung verantwortlich sind. Um genaue Aussagen über die Dauer und den Krankheitsverlauf machen zu können, muss aber in erster Linie der Schweregrad der Verletzung ermittelt werden. Außerdem muss man dabei bedenken, dass der Heilungsprozess bei jedem Patienten unterschiedlich ist und man keine exakten Aussagen darüber treffen kann.

Dennoch lässt sich eine Leistenzerrung bei sofortigem Behandlungsbeginn abmildern. Als erste Sofortmaßnahme sollte die Leistenregion unbedingt gekühlt werden. Das kann sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken und die Bildung von Blutergüssen eingrenzen. Zusätzlich müssen die Beine leicht erhöht gelagert werden. Dadurch kann wiederum ein Blutstau verhindert werden.

Der Krankheitsverlauf bei einer leichten Leistenzerrung ersten Grades gestaltet sich recht kurz und einfach. Hier bedarf es nicht einmal einer ärztlichen Behandlung. Im Zweifelsfall ist ein Arztbesuch natürlich immer sinnvoller, um sich etwaige behandlungsschritte konkret erklären zu lassen. Sollte der erste Grad der Verletzung bestätigt werden, so liegt es ganz allein im Ermessensspielraum des Patienten, ob er weiter Sport betreiben möchte oder nicht. Bei einer leichten Leistenzerrung muss man den Sport nicht unterbrechen, sondern kann wiegewohnt damit fortfahren. Der Patient verspürt lediglich leichte schmerzen. Unter mäßiger Belastung sollte die Verletzung dann binnen 10 Tagen vollständig verheilt sein.

Liegt bei einem Patienten eine Leistenzerrung zweiten Grades vor, so muss man mit einer längeren Behandlungsdauer rechnen. Die Schmerzen sind stärker ausgeprägt und lassen bereits das einfache Gehen deutlich schwerer erscheinen. Außerdem muss man zwangsläufig damit rechnen, dass einzelne Muskelfasern vollständig durchtrennt sein können. Mit der Leistenzerrung ist also gleichzeitig ein Muskelfaserriss verbunden, welcher den Genesungsprozess deutlich verlängert.

Mit einem Muskelfaserriss ist nicht zu spaßen. Das Bein muss über einen längeren Zeitraum vollkommen ruhig gestellt und höher gelagert werden. Eine Belastung ist strengstens zu vermeiden, da sich die Verletzung ansonsten noch verschlimmern könnte. Eine Leistenzerrung mit einhergehendem Muskelfaserriss verursacht starke Schmerzen an der betroffenen Muskulatur. Speziell Leistungssportler tun sich deshalb extrem schwer damit, die Leistenzerrung richtig ausheilen zu lassen. Eine zu frühe Beanspruchung der Muskeln und Sehnen kann die Erkrankung wieder verschlimmern und sogar zu einem chronischen Krankheitsverlauf führen.

Eine Leistenzerrung dritten Grades ist die stärkste Form der Erkrankung und bedarf eines langen Heilungsprozesses. Über mehrere Wochen hinweg muss der Patient sein Bein ruhig stellen und darf diesem keinerlei Anstrengung zumuten. Die Schmerzen sind besonders stark, da oftmals mehrere Muskelfaserrisse vorliegen. Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt und der Patient ist oftmals auf Hilfe angewiesen. Eine sportliche Betätigung ist strengstens untersagt.

Grundsätzlich sollte der dritte Schweregrad einer Leistenzerrung ärztlich überwacht werden. Dadurch können im Zweifelsfall weitere Behandlungsschritte angeordnet werden. Denn nicht immer geht eine Leistenzerrung dritten Grades glimpflich aus. Manchmal ist auch eine stationäre Aufnahme im krankernhaus notwendig, um die übermäßige Anhäufung von Blutergüssen und Schwelllungen gezielt überwachen zu können.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Die Leistenzerrung zählt zu den gängigsten Sportverletzungen und wird oftmals bei Profisportlern diagnostiziert. Im direkten Vergleich zwischen den einzelnen deutschen Bundesländern wird schnell ersichtlich, dass in Bayern und Thüringen die meisten Leistenzerrungen vorliegen. Auf 100.000 Einwohner fallen mindestens 11 Patienten mit einer Leistenzerrung an.

In Baden-Württemberg Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg Vorpommern liegt die relative Häufigkeit nur beim Faktor 8. Einzige Ausnahme ist Berlin und Hamburg mit einer relativen Häufigkeit von 5. Interessant ist aber auch, dass eine Leistenzerrung vorwiegend eine Männer Erkrankung ist. Rund 77% aller Betroffenen sind männlichen Geschlechts, lediglich 23% sind weiblich.

Die Anfälligkeit zu einer Leistenzerrung ist zudem körperlich bedingt am Alter des Patienten auszurichten. Mit zunehmendem Alter sinkt die Körper eigene Belastungsgrenze und die Muskeln und Sehnen sind nicht mehr ganz so strapazierfähig. Personen ab einer Altersgrenze von 45 Jahren sind deshalb besonders häufig betroffen (Leistungssportler bereits ab 40 Jahren).

Komplikationen bei der Krankheit

Jede Erkrankung birgt ihre Risiken, wenn sie nicht ausreichend auskuriert wurde. Eine Leistenzerrung beeinträchtigt gewisse Muskel- und Sehnenstränge, die unter einer zunehmenden Belastung weiter überstrapaziert werden. Je nach Schweregrad der Erkrankung muss der betroffene Muskelbereich geschont und am besten ruhig gestellt werden.

Hier wird vom behandelnden Arzt eine sogenannte Schonfrist genannt, die der Patient unbedingt einhalten sollte. Im Anschluss an den Heilungsprozess gilt es den Muskelbereich langsam wieder zu strapazieren. Hier sollte man die Beanspruchung stetig steigern, bis man wieder seine volle Motorik zurückerlangt hat.

Ist eine Leistenzerrung noch nicht vollständig ausgeheilt und die Muskelpartien werden zu früh belastet, so kann das für den Patienten unangenehme Folgen haben. Die einst noch harmlose Erkrankung kann zu einer chronischen Leistenzerrung ausarten.

Bei einer chronischen Leistenzerrung muss der Patient mit gewaltigen Gewebeschäden rechnen, die den Bewegungsapparat stark beeinträchtigen können. Muskeln und Sehnen gelangen nicht mehr zu ihrer alten Form zurück und es können sichtbare bleibende Schäden zurück bleiben.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bevor man sich Gedanken darüber macht, ob ein Arztbesuch sinnvoll ist, sollte man erst einmal selber erkennen, dass etwas Schwerwiegendes vorliegt. Sobald man nach einem Sturz oder einer ungewohnten Bewegung einen ziehenden und stechenden Schmerz an der Oberschenkel Innenseite verspürt, ist der Verdacht auf eine Leistenzerrung bereits bestätigt. Zwar ist noch ungewiss, um welchen Schweregrad der Erkrankung es sich handelt, doch sinnvoll ist eine ärztliche Untersuchung alle Male.

Neben den anfänglichen Schmerzen und Krämpfen verspürt der Patient ein Engegefühl im Bereich der Leiste. Außerdem können langsam erste Blutergüsse und Schwellungen sichtbar werden. Die Leistenzerrung kann bei jedem Patienten unterschiedlich starke Schmerzen hervorrufen. Manchen ist es auch kaum noch möglich zu laufen oder gar das Bein Anzuheben. Spätestens jetzt sollte man die Symptome durch einen Arzt abklären lassen. Je nach Schweregrad der Verletzungen ist es zudem möglich, dass die Schwellungen und Blutergüsse stetig ansteigen und die Blutversorgung des Beins in Gefahr sein kann.

Behandlungsmethoden und Therapie

Sobald es zu einer Leistenzerrung gekommen ist, sind die ersten 24 Stunden von enormer Bedeutung. In diesem Zeitraum lässt sich mit der richtigen Behandlung weitaus Schlimmeres verhindern. Sollte man zuvor irgendeiner sportlichen Aktivität nachgegangen sein, so ist es spätestens jetzt an der Zeit direkt damit zu pausieren. Das Bein muss anschließend direkt hochgelagert werden.

Am besten ist eine leichte Anhöhe zum Oberkörper, damit es zu keinem Blutstau im Fuß kommt. Das A und O ist dann die Beinkühlung. Mit feuchten Tüchern oder sogenannten Gel-Packs kann man die Ausprägungen von Schwellungen und Blutergüssen minimieren, was nur vorteilhaft für den weiteren Behandlungsweg ist. Von Ärzten empfohlen ist bei einer Leistenzerrung auch der sogenannte Kompressionsverband. Auch dieser kann einer zunehmenden Schwellung des Oberschenkels entgegenwirken und eine Verschlimmerung der Symptome verhindern.

Mit einer Leistenzerrung einhergehen auch oftmals sogenannte Krämpfe, die in diesem Fall sehr unangenehm und schmerzhaft sind. Bei einem gesunden Patienten empfiehlt man bei Wadenkrämpfen leichte Beinmassagen. Liegt jedoch eine Leistenzerrung vor, so ist von einer Massage unbedingt abzuraten. Das massieren des Beins würde den Blutfluss fördern und die bereits bestehende Entzündung nur noch verschlimmern.

Selbst die Anwendung einer durchblutungsfördernden Salbe ist nicht empfehlenswert. Anders verhält es sich hingegen bei schmerzlindernden Salben, die nur auf eine direkte Schmerzbehandlung ausgerichtet sind. Für akute Schmerzen werden hin und wieder auch zusätzliche Schmerztabletten verschrieben, um den Patienten etwas zu beruhigen.

Die weiterführende Behandlung kann unterschiedliche Ansätze haben. Je nach Schweregrad der Erkrankung und weiteren Vorgeschichten des Patienten setzt der Arzt weitere Therapiemaßnahmen an. In den ersten 10 bis 20 Tagen gilt grundsätzlich absolutes Sportverbot. Selbst von einer körperlichen Beanspruchung der betroffenen Beinregion ist strengstens abzuraten.

Die Leistenzerrung bedarf in den ersten Tagen extrem viel Ruhe, damit sie wieder verheilen kann. Im Anschluss kann z.B. eine physiotherapeutische Behandlung angesetzt werden. Dazu zählen mitunter ganz einfache Dehnübungen, um den Muskelbereich wieder langsam zu trainieren. In manchen Fällen erfolgt sogar eine ärztlich angeordnete Krankengymnastik. Hilfreich können zudem Lymphdrainagen sein oder aber eine Elektrotherapie.

Sofern es der behandelnde Arzt erlaubt und der Patient sich sicher dabei fühlt, kann bereits nach wenigen Wochen der Verletzung wieder leichter Sport betrieben werden. Absolut wichtig dabei ist, auf die eigenen Körpersignale zu hören. Bei dem ersten Anzeichen von Schmerzen sollte das Training direkt wieder abgebrochen werden. Ansonsten würde man eine wiederkehrende Verletzung in Kauf nehmen, was weitere Sportaussetzer nach sich zieht.

Bei einer akuten Leistenzerrung dritten Grades kann der Arzt aber auch eine Operation für sinnvoll halten. Das ist vor allem dann der Fall, wenn zahlreiche Einblutungen am Bein zu erkennen sind und der Verdacht auf Muskelfaserriss besteht. Während einer Operation können die entsprechenden Muskelfaser wieder miteinander vernäht und Einblutungen entfernt werden. Der Heilungsprozess wird damit beschleunigt.

Nachfolgende Behandlungen sind bei einer Leistenzerrung empfehlenswert:

  • Elektrotherapie
  • Wärmetherapie
  • Lymphdrainagen
  • Krankengymnastik
  • leichte Dehnungsübungen
  • schmerzlindernde Salben
  • Schmerztabletten die auch entzündungshemmend sind

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Leistenzerrungen entstehen hauptsächlich bei sportlichen Betätigungen oder aber durch eine ungewollte Bewegung (z.B. ein Sturz). Sportler sollten sich deshalb stets ausreichend aufwärmen. Ärzte sprechen hier von einer optimalen Aufwärmphase von 15-20 Minuten. Die Aufwärmübungen sollten sich stets auf die Muskelgruppen beziehen, die im Anschluss stark beansprucht werden. Die Aufwärmphase sollte sowohl Sprint- als auch Ausdauerübungen beinhalten und von leichten Dehnungsübungen ummauert werden.

Neben der regulären Sportkleidung ist es zu Beginn wichtig, etwas wärmere Sachen anzuziehen. Dadurch können sich die Muskeln langsam an das Training gewöhnen ohne dabei direkt wieder auszukühlen. Wird der Sport unmittelbar nach einer Erkrankung der Leiste wieder aufgenommen, so sollte man es unbedingt langsam wieder angehen lassen.

Bei ersten Anzeichen von ungewöhnlichen Schmerzen ist das Training entweder zu reduzieren oder gar ganz zu beenden. Besonders anfällige Stellen lassen sich im Vorfeld sogar mit einer Bandage oder einem Tapeverband fixieren. Dadurch gibt man der entsprechenden Körperstelle mehr halt und kann so einer etwaigen Leistenzerrung entgegen wirken. Natürlich ist ein Verband keine Garantie gegen eine Verletzung, dieser kann empfindliche Muskelgruppen aber stabilisieren und für Belastungen stärken.

Prognose zur Heilung

Bevor sich Aussagen zur Heilungsdauer einer Leistenzerrung treffen lassen, muss man im Vorfeld den Schweregrad der Erkrankung genauestens feststellen. Mittels zahlreicher Untersuchungen lässt sich der Anfangsverdacht einer Leistenzerrung schnell untermauern und in gewisse Zeiträume eingrenzen.

Eine leichte Leistenzerrung kann bei entsprechender Behandlung schon nach 2 bis 4 Wochen vollständig wieder ausgeheilt sein.  Die Leistenzerrung zweiten und dritten Grades hingegen ist deutlich schlimmer und bedarf einer längeren Genesungszeit.

Nach einer längeren Sportpause und eventueller Physiotherapie kann die Leistenzerrung an sich zwar ausgeheilt sein, doch die entsprechenden Sehnen- und Muskelstränge sind in ihrer Beweglichkeit weiter eingeschränkt. Eine extreme oder gar ständige Belastung der Muskelgruppe muss unbedingt vermieden werden. Denn in einem Zeitfenster von bis zu 6 Monaten nach der Verletzung ist die Wahrscheinlichkeit auf eine wiederkehrende Leistenzerrung besonders groß.

Musste bei der Leistenzerrung ein operativer Eingriff vorgenommen werden, so muss der Patient mit einer 3 monatigen Erholungszeit rechnen, bevor überhaupt Gymnastikübungen in Betracht gezogen werden können. Bei einem zusätzlichen Muskelfaserriss bildet sich im Oberschenkel auch Narbengewebe, das eine erneute Verletzung begünstigen kann.

Das Wichtigste im Detail:

  • Leistenzerrung 1.Grades: 2-4 Wochen
  • Leistenzerrung 2.-3.Grades: 3-6 Monate

Leistenzerrungen gibt es auch bei Frauen

Obwohl Leistenzerrungen überwiegend als Männerkrankheit gelten, so kann diese dennoch auch bei Frauen auftreten. Besonders anfällig sind all jene Personen, die z.B. Hürdenlauf, Hockey, Fußball, Ausdauerlauf oder ähnliche Sportarten vollziehen.

Jede Seitwärtsbewegung der Beine oder aber ein rasches Wegnicken kann eine Leistenzerrung hervorrufen. Anders als bei Männern muss man bei Frauen jedoch abklären, ob tatsächlich eine Leistenzerrung vorliegt oder nur eine geringfügige Überbelastung.

Der Großteil der Leistenzerrungen entsteht jedoch bei einer Entbindung. Die Muskeln müssen einem extrem starken Druck Stand halten, wodurch es bei Frauen zu einer Leistenzerrung kommen kann. Neben den reinen Geburtsschmerzen kann eine schmerzende Leiste oder aber Schmerzen in den Oberschenkeln festgestellt werden.

Etwaige Blutergüsse treten immer etwas zeitversetzt auf, so dass eine hundertprozentige Diagnose zur Leistenzerrung erst etwas später gestellt werden kann. Jede Form von ungewöhnlichen Schmerzen, insbesondere wenn Leistungssport betrieben wird, sollte umgehend von einem Arzt abgeklärt werden. Nur so lassen sich Fehldiagnosen vermeiden und frühzeitige Behandlungsschritte einleiten.

Alternative Behandlungsmethoden

Eine Leistenzerrung muss nicht unbedingt durch einen Arzt behandelt werden. Sofern es sich nur um eine Erkrankung ersten Grades handelt, genügen auch einfache Hausmittel um die Schwellungen und schmerzen in den Griff zu bekommen.

Eine angemessene Kältetherapie kann das Ausmaß der Einblutungen und Schwellungen gezielt eingrenzen. Außerdem gibt es einfache Salben und Kräuter, die sowohl kühlend als auch entzündungshemmend sein können. Vor jeder Anwendung sollte man sich aber umfassend beraten lassen. Denn manche Wirkstoffe sind eher kontraproduktiv zur Leistenzerrung und können den krankheitsverlauf noch zunehmend verschlimmern.

Welche Hausmittel können helfen?

Wärme- oder Kältetherapie?

Die besten Hausmittel bei einer Leistenzerrung sind Kälte und Wärme. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass der betroffene Bereich in den ersten Tagen nach der Verletzung nur gekühlt werden darf. Mit Wasser getränkte Handtücher oder sogenannte Kühlpacks können das Bein gezielt ruhig stellen.

Allerdings darf die Kälte nicht als unangenehm empfunden werden. Denn bei einer zu starken Kühlung können die Muskelfasern noch weiter geschädigt werden. Ansonsten kann der Kühleffekt den Heilungsprozess nur positiv unterstützen. Weitere Einblutungen werden verhindert und etwaige Schwellungen gehen langsam wieder zurück. Zusätzlich unterstützend ist der Aspekt, dass das Bein stets hochgelagert werden muss. Durch die leichte Neigung können sich die einzelnen Muskelfasern und Sehnen besser entspannen und zur Ruhe kommen.

Nach einer Woche der kühlenden Behandlung ist nun die sogenannte Wärmetherapie dran. Mit Hilfe von Wärmebädern, Reizstrom, Lymphdrainagen oder Wärmepflaster wird die Durchblutung des Beins angeregt und gefördert. Dadurch kann sich das Bein schneller wieder regenerieren und die geschädigten Muskelpartien heilen deutlich schneller wieder aus.

Damit die Behandlung aber auch von Erfolg gekrönt sein kann, muss der Patient nach einer Leistenzerrung vollständig auf sportliche Aktivitäten verzichten. Eine zu frühe Beanspruchung der Muskeln kann die Verletzung erneut aufklingen lassen und verlängert den Heilungsprozess in einem erheblichen Maße.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Eine Leistenzerrung kann auch unterstützend mit Heilkräutern behandelt werden. Hierzu gibt es z.B. in der Apotheke verschiedene nicht verschreibungspflichtiger Heilsalben, die eine wärmende Wirkung erzielen sollen. Damit dies auch der Fall ist, müssen auf folgende Inhaltsstoffe geachtet werden: Ringelblume, Arnika, Rosmarin, Menthol oder Kampfer. Diese Salben basieren auf vollkommen natürliche Inhaltsstoffe und haben eine entzündungshemmende, wärmende und schmerzlindernde Wirkung. Genau das Richtige, was das Bein nach einer Leistenzerrung bedarf.

  • Ringelblume
  • Arnika
  • Rosmarin
  • Menthol
  • Kampfer

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind auch eine gute Möglichkeit, um eine leichte Leistenzerrung zu behandeln. Menthol hat zum Beispiel einen kühlenden Effekt und wirkt sich positiv auf die Schmerzbildung aus. Zur Anwendung kann z.B. das sogenannte Pfefferminzöl kommen. Andernfalls beinhaltet aber auch die natürliche Pferdesalbe verschiedene Pflegeöle, die schmerzlindernd und kühlend zugleich sind.

Allerdings ist bei einer Leistenzerrung zu beachten, dass manche ätherische Öle nicht nur kühlend sind sondern zugleich die Durchblutung fördern können. Unmittelbar nach der Leistenzerrung ist von derartigen Ölen jedoch abzuraten. Zum Einsatz kommen diese vielmehr in den weiteren Behandlungsschritten, wo die Durchblutung wieder angeregt werden soll.

  • Menthol
  • Pfefferminzöl

Homöopathie und Globuli

Homöopathie ist auch bei einer Leistenzerrung ein wichtiger Bestandteil der Selbstheilung. Jedoch sollte man im Vorfeld immer gründlichst abwägen, ob es sich um eine leichte oder starke Zerrung handelt. Homöopathie kann nur bei einer leichten Leistenzerrung Hilfe versprechen, wobei die Wirkungsweise natürlich bei jedem Patienten ganz anders ausfällt.

Beliebte Mittel sind Arnica, Bryonia, Ledum, Rhus toxicodendron, Ruta oder Symphytum. Käuflich erwerblich sind sie jedoch nur in der Apotheke. Bei der Einnahme gilt es, sich an die Herstellerangaben zu halten. In einem Zeitfenster von 15 Minuten nach der Einnahme sollte sich langsam eine Linderung der Beschwerden einstellen. Ist dies nach einer erneuten zweiten Einnahme noch immer nicht der Fall, so sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die Verletzung kann dann nämlich von größerem Ausmaß sein, die unbedingt fachmännisch behandelt werden muss.

  • Arnika
  • Bryonia
  • Ledum
  • Rhus toxicodendron
  • Ruta
  • Symphytum

Schüssler-Salze

Schüssler Salze können im gesamten Alltag ein guter Begleiter sein und wirken sich je nach Zusammensetzung positiv auf leichte Erkrankungen aus. Für eine Leistenzerrung z.B. ist das Schüssler Salz Nummer 1 + 2 eine gute Lösung. Sie fördern den Heilungsprozess und sorgen für eine zunehmende Elastizität der Bänder. Das Schüssler Salz Nummer 3 wirkt hingegen in erster Linie entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zur unterstützenden Einnahme kann noch das Schüssler Salz Nummer 5, 8 und 11 heran gezogen werden. Die Tabletten werden einerseits einfach im Mund aufgelöst und andererseits kann auch ein Brei als Salbe hergestellt werden.

  • Schüssler Salz Nr. 1+2: Fördert die Heilung und stärkt die Elastizität der Bänder
  • Schüssler Salz Nr. 3: entzündungshemmend, schmerzlindernd
  • Schüssler Salz Nr. 5 + 8 + 11

Diät und Ernährung

Mit der richtigen Ernährung lässt sich auch eine Leistenzerrung positiv bei der Behandlung unterstützen. Für einen schnellen Heilungsprozess benötigt der Körper ausreichend Nährstoffe, damit die Muskulatur wieder hergestellt werden kann. Für eine geschädigte Muskulatur benötigt der Körper vermehrt die Aminosäure Leucin. Zusätzlich kann Brennnessel, Kollagenhydrolysat und Ackerschachtelhalm konsumiert werden.

Damit die Durchblutung wieder gefördert wird kann man auf dunkle Schokolade, Rote Beete, Chilibalsam oder Arginin zurückgreifen. Zur Senkung der Schmerzen bieten sich wiederum die verschiedensten Kräuter und Gewürze an. In das tägliche Essen kann zusätzlich Ingwer, Zimt oder Kurkuma hinein getan werden. Außerdem ist auf einen vermehrten Verzehr von Omega-3-Fettsäuren zu achten.

  • erhöhte Zufuhr der Aminosäure Leucin
  • Kollagenhydrolysat
  • Brennnessel
  • Ackerschachtelhalm
  • Rote Beete
  • dunkle Schokolade
  • Arginin
  • Chilibalsam
  • Zimt, Kurkuma, Ingwer
  • Omega-3-Fettsäuren

FAQ – Fragen und Antworten

Was ist eine Leistenzerrung?
Bei einer Leistenzerrung handelt es sich um eine Überbeanspruchung einzelner Muskel- und Sehnenbereiche, die für den Bewegungsapparat der Beine verantwortlich sind.

Muss eine Leistenzerrung ärztlich behandelt werden?
Ja. Eine Leistenzerrung kann je nach Ausmaß der Verletzung sogar lebensbedrohlich werden. Neben Schwellungen können sich Blutergüsse bilden und bei einem zusätzlichen Muskelfaserriss ei9nen Blutstau im Bein hervorrufen. Manche Leistenzerrungen müssen auch chirurgisch behandelt werden.

Wie behandelt man eine Leistenzerrung?
Als absolute Erstversorgung gilt es, das Bein hoch zu lagern, gegebenfalls zu kühlen und nicht weiter zu beanspruchen. Im weiteren Verlauf kann eine Wärmebehandlung, Elektrotherapie, Dehnübungen, Krankengymnastik und Lymphdrainagen dazu kommen. In seltenen Fällen bedarf es sogar eines chirurgischen Eingriffs.

Gibt es Risiken bei einer Leistenzerrung?
Ja. Bleibt eine Leistenzerrung unbehandelt kann sich daraus eine chronische Leistenzerrung entwickeln. Das bedeutet für den Patienten enorme Einschränkungen in der allgemeinen Bewegungsfreiheit und permanente Schmerzen.

Gibt es Hausmittel um eine Leistenzerrung zu behandeln?
Die erste Sofortmaßnahme ist Kühlung mit Kühlwickeln oder Kühlpacks. Anschließend können schmerzlindernde und kühlende Salben (Arnika, Rosmarin, Ringelblume oder Pferdesalbe) verwendet werden.

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