Darmkrebsvorsorge

Moderne Darmkrebsvorsorge bringt Gewissheit

 

Behandlung Darmkrebsvorsorge Die Mechanismen, die in der Gegenwart in Bezug auf die Vorsorge gegen bestimmte Erkrankungen greifen, haben schon vielen Menschen und deren Angehörigen großes Leid erspart.

Primär ist dabei die Prophylaxe beziehungsweise die medizinische Vorbeugung gegen Krebs.

Innerhalb einer mannigfaltigen Bandbreite an Tumorpräventionen spielt die Darmkrebsvorsorge eine herausragende Rolle.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Darmkrebsvorsorge. 

 

Was genau ist die Darmkrebsvorsorge?

 

In Deutschland werden bundesweit diverse Vorsorgeuntersuchungen für Frauen und Männer ab einem gewissen Lebensalter angeboten. Neben diesen Verfahren gibt es ebenfalls Möglichkeiten, die für Neugeborene und Kinder sowie für Jugendliche entwickelt wurden.

Die Mehrheit dieser Maßnahmen ist für die Patienten kostenlos, zumal die finanziellen Aufwendungen dafür von den Krankenkassen getragen werden.

Gesetzliche Krankenkassen stellen sowohl für den Patienten freie als auch kostenpflichtige (in der sogenannten IGel-Liste erfasst) Vorsorgevarianten zur Verfügung.

 

Gesundheitsuntersuchungen wie die Darmkrebsvorsorge werden auch als Gesundheitscheck oder Check-ups bezeichnet. Diese Leistungen müssen allen Versicherten nach § 25 Sozialgesetzbuch V gewährleistet werden, denn es besteht ein Rechtsanspruch darauf.

 

Ursprung und Entwicklung der Darmkrebsvorsorge

 

Die Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen wurde von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen ins Leben gerufen. Vordergründig ist hierbei die Krankheitsprävention und der Aspekt, die wirtschaftlichen Schäden weitgehend zu reduzieren. Die komplette Übernahme der Kosten für die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung erfolgt lediglich für Versicherte ab dem 55. Lebensjahr.

 

Funktion, Wirkung und Ziele der Darmkrebsvorsorge

 

Die Zielstellungen der Darmkrebsvorsorge betreffen sowohl die Allgemeinheit als auch einzelne Personen.

Das rechtzeitige Aufdecken von Erkrankungen,die in der Bevölkerung sehr häufig vorkommen, führt dazu, dass Kosten für auftretende Folgeerkrankungen reduziert werden sollen. Für den Einzelnen bedeutet eine Vorsorgemaßnahme eine optimale Chance auf eine frühe Diagnose beziehungsweise eine schnelle Krankheitserkennung. Unter diesen Umständen können Erkrankungen so bald wie möglich behandelt und geheilt werden.

Behandlung Darmkrebsvorsorge Je älter die zu untersuchenden Personen sind und je höher die erbliche Vorbelastung mit Darmkrebs ist, desto sinnvoller und effektiver kann eine Vorsorgeuntersuchung sein. Männer erkranken zudem in höherem Maße als Frauen.

Für die Darmkrebsvorsorge kann der Arzt mehrere Techniken nutzen. Diese begünstigen eine Beurteilung der Beschaffenheit des Darmes bei Personen ab dem 50. Lebensjahr. Ab diesem Alter werden die Patienten als Risikogruppe zusammengefasst. Aber auch schon im jüngeren Alter ab 25 Jahren ist eine Früherkennungsuntersuchung auf Darmkrebs umsetzbar.

Darmkrebs ist in den letzten zehn Jahren besonders häufig aufgetreten. Das betrifft hauptsächlich das colo-rectale Karzinom, das sich im Dickdarm und im Enddarm manifestieren kann. Ein Karzinom ist eine krebsartige Geschwulst. Bei einer regelmäßigen Darmkrebsvorsorge kann diese Krebsart ebenfalls geheilt werden, sodass weniger Menschen daran versterben werden. Noch bis vor einigen wenigen Jahren stand der Darmkrebs an zweiter Stelle der durch Krebs bedingten Todesursachen.

 

Vorteile einer Darmkrebsvorsorge:

 

  • liefert präzise Resultate
  • genaue Betrachtung der Darmschleimhaut
  • frühzeitige Krebserkennung
  • Beseitigen von Darmpolypen
  • Entfernen von Krebsvorstufen

Behandlungen innerhalb der Darmkrebsvorsorge

 

Im Rahmen einer Darmkrebsvorsorge werden heute zwei Anwendungen praktiziert. Für den medizinisch unbedarften Laien heißen diese die kleine und die große Darmspiegelung.

Eine relativ einfache, weniger aufwändige und belastungsfreie Variante ist die kleine Darmspiegelung oder Sigmoidoskopie. Der behandelnde Internist (Facharzt für Innere Medizin) bezieht sich bei der Betrachtung des Darms lediglich auf die ersten 60 Zentimeter nach dem Rektum. Das geschieht mit einem Endoskop, das in den Schließmuskel eingeführt und weiter in den Darm eingeschoben wird. An einem beweglichen Schlauch ist eine Kamera fixiert, die entsprechende Bilder liefert.

 

Kleine Darmspiegelungen sind für Klienten ab einem Lebensalter von 50 Jahren ideal, die keine Koloskopie mit einer kompletten Spiegelung des Darms wünschen.

 

Die große Darmkrebsvorsorge-Untersuchung ist die Koloskopie. Diese präventive Maßnahme ist umfangreich, weil sie den vollständigen Darm betrifft. Alle Interessenten, die älter als 55 Jahre sind, können dieses Darmscreening kostenfrei ausführen lassen. Zeigen sich keinerlei auffällige Befunde, genügt es, diesen Test nach etwa 10 Jahren zu wiederholen.

 

Zusätzliche Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge:

 

  • kleine Darmspiegelung
  • große Darmspiegelung oder Koloskopie
  • virtuelle Darmspiegelung mit Computertomographie
  • bildliche Darstellung des Darms mit Magnetresonanztomografie
  • Entnahme von Gewebeproben oder Biopsie
  • klinisch-chemische Laboruntersuchung von Stuhl auf Blut
  • klinisch-chemische Untersuchung von Stuhlproben (M2-PK)
  • genetischer Stuhltest
  • ​​​​​​​immunologische Testung von Blut

Einzelne Testbestecke sind auch als Selbsttests geeignet. Diese können ganz einfach zu Hause oder in einem Labor umgesetzt werden. M2-PK ist ein Biokatalysator oder ein Enzym, das dann vermehrt entsteht, wenn Krebszellen im Darm vorhanden sind. Dieser Test wird von den Krankenkassen übernommen.

Bei der Untersuchung von Stuhl auf blutige Beimengungen handelt es sich um ein Testverfahren, bei dem okkultes beziehungsweise verborgenes oder nicht sichtbares Blut in der Ausscheidung entdeckt werden soll. Ist Blut enthalten, kann das auf ein Kolon- oder Darmkarzinom hindeuten.

 

Gesetzliche Darmkrebsfrüherkennung durch einen immunologischen Stuhltest (Immunologischer Okkultbluttest)

 

Derzeit werden in Deutschland mehrere quantitative Früherkennungstests präsentiert, die auf immunologischer Basis funktionieren. Im Gegensatz zu den auf enzymatischer Ebene wirkenden Untersuchungsverfahren nutzen die immunologischen Tests mehr Sicherheit.

Neben den qualitativen werden ebenso die quantitativen Probevarianten angeboten. Für ein Darmkrebsscreening sind allerdings die quantitativen (In welcher Konzentration ist nicht sichtbares Blut im Stuhl enthalten?) besser geeignet. Ausgewertet wird der Test in einem klinisch-chemischen Labor.

Erhältlich ist dieser Test bei Hausärzten und Gynäkologen, bei Chirurgen und Facharztinternisten. Vorteile dieser Anwendung sind deren hohe Empfindlichkeit und Spezifität. Ein solcher Test ist für Patientinnen und Patienten ab dem 51. Lebensjahr kostenlos.

 

Durchführung und Wirkungsweise der Darmkrebsvorsorge durch die Koloskopie

 

Die Koloskopie ist eine Vorgehensweise, bei der der ganze Enddarm und der Dickdarm gespiegelt wird. Das Koloskop liefert dem Arzt verschiedene Ansichten des Inneren des Organs, insbesondere der Schleimhaut.

 

Behandlung Darmkrebsvorsorge Für diese Untersuchung sollten etwa eine halbe Stunde eingeplant werden. Der zu Untersuchende wird seitlich gelagert. In den After wird das Koloskop, ein biegsamer Schlauch von ungefähr einem Zentimeter Durchmesser eingeführt. Über den Enddarm wird der Schlauch mit der vorderseitigen Kamera und einer Lichtquelle bis in den Dickdarm bewegt.

Durch das Einblasen von Luft oder Kohlendioxid wird ein Aufblähen und eine Weitung des Darmes erreicht. Auf diese Weise hat der Arzt eine bessere Sicht. Jeden untersuchten Darmabschnitt kann der Internist auf einem Monitor anschauen. Jeder Abschnitt der Darmschleimhaut kann durch das Hin- und Herschieben des Koloskops gründlich betrachtet werden. Mit miniaturisierten Instrumenten können bei Verdacht auf Unregelmäßigen sofort Gewebeproben entnommen werden.

 

Eine kurze Narkose für einen Dämmerschlaf sorgt für Schmerzfreiheit. Nach und nach geht die im Darm befindliche Luft als Winde aus dem Körper, sodass sich der Bauch nicht mehr so gebläht anfühlt. Ein Teil des Gases wird außerdem über die Atmung abgegeben.

 

Darmkrebsvorsorge hilft gegen

 

  • Polypen des Darms
  • Darmkarzinom
  • Blutungen im Darm
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen (beispielsweise Colitis ulcerosa)

Das spezielle Risiko bei Darmkrebs besteht darin, dass diese Erkrankung im Anfangsstadium ohne irgendwelche Krankheitsanzeichen oder Symptome verläuft. Darmkrebs ist daher als „stille“ Krebskrankheit bekannt geworden. Mittels Darmkrebsvorsorge können aber auch nicht sichtbare und nichts spürbare Hinweise wahrgenommen werden.

 

Die Darmkrebsvorsorge mit einer Darmspiegelung oder Koloskopie kann bei Frauen und Männern Ergebnisse liefern. Lässt sich eine erhöhte Gefährdung abschätzen, an Darmkrebs zu erkranken, können periodische Vorsorgemaßnahmen schon im Alter ab 25 Jahren begonnen werden.

Diese Patienten können sich in ein Vorsorgeprogramm für Darmkrebs integrieren lassen. In vielen Fällen gehen die Interessenten dazu in die internistischen Arztpraxen. Teilweise kann dieses Verfahren im stationären Bereich angeboten werden, wenn eine entsprechende Indikation oder Begründung dazu vorliegt.

 

Diagnose und Untersuchungsmethoden bei der Darmkrebsvorsorge

 

Zwischen Darmkrebs und dessen Diagnostik liegt ein enger Zusammenhang vor. Neben der Differential- oder Unterscheidungs- sowie der Ausschlussdiagnostik ist die Frühdiagnostik ein zentrales anliegen der Gesundheitsfürsorge.

 

Erfolgt die Frühuntersuchung von Darmkrebs nicht, dann kann es sein, dass die Patienten einzelne Beschwerden entwickeln. Ist dieser Zeitpunkt da, dann kann es schon zu spät sein, um ein Heilungsresultat zu erzielen.

In diesem Stadium ist der Darmkrebs meist fortgeschritten und bildet Metastasen beziehungsweise Tochtergeschwülste aus. Ein aufmerksames, geschultes Auge des Internisten kann dazu beitragen, die Darmpolypen als Krebsvorstufen zu sehen. Nach einer baldigen Behandlung können sich diese Patienten in der Mehrheit als geheilt betrachten.

 

Obligatorisch ist die Darmkrebsvorsorge für Menschen, in deren Familien- und Angehörigenkreis in früheren Generationen Kolonkarzinom vorkam. Hierbei handelt es sich um eine erbliche oder genetisch bedingte Bereitschaft, ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken. Und das sogar schon in jungen Jahren.

 

Erblicher Darmkrebs kann sich als:

 

  • HNPCC oder Erblicher Nicht polypöser Darmkrebs beziehungsweise Lynch-Syndrom
  • FAP oder Familiäre Adenomatöse Polyposis
  • Peutz-Jäger-Syndrom (Dünndarmpolypen)
  • juvenile oder jugendliche Polyposis bei Kindern

manifestieren.

 

Polypen im Darm erscheinen als vorgewölbte Schleimhautbereiche. In der Regel sind sie bei jedem Menschen vorhanden und wachsen beschwerdefrei. Unter Umständen können Polypen bluten, was sich anhand einer rötlichen Verfärbung des Stuhl deutlich machen lässt. Andere Polypen sondern Schleim ab. Aus den Polypen können sich Karzinome bilden, wenn die Zellen ein entartetes Wachstum entwickeln.

 

Ein Syndrom ist ein Komplex von verschiedenen Krankheitsanzeichen, die gleichzeitig oder abwechselnd in Erscheinung treten.

 

Risiken und Nebenwirkungen der Darmkrebsvorsorge

 

  • Blutungen in den Darm und aus dem Rektum durch die Biopsie
  • Komplikationen durch die Sedierung beziehungsweise die Beruhigungsspritze (Allergie gegen Narkosemittel, Blutdruckabfall)
  • Überdosierung mit Atemstillstand
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Brustschmerzen
  • Verletzungen des Anus oder Schließmuskels
  • Unnötige Zuordnung zu Risikopatienten
  • unbeabsichtigtes Durchstoßen der Darmwand beziehungsweise Dünndarmperforation

Die Komplikationen und Gefährdungen, durch eine Darmkrebsvorsorge in Form einer Koloskopie körperlichen Schaden zu nehmen, steigen mit zunehmendem Lebensalter an. Statistiken sagen aus, dass insbesondere Patienten ab dem 70. Lebensjahr an Schlaganfällen oder Apoplexie versterben können. Angesichts dieser Erkenntnisse muss eine exakte Abwägung von Nutzen und Risiko vordergründig sein.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen bei der Darmkrebsvorsorge

  • Schwangerschaft
  • akut oder plötzlich eintretende schwere Entzündung des Darmes oder Enteritis
  • Bauchfellentzündung oder Peritonitis
  • fortgeschrittene Herzschwäche
  • massive Einschränkung der Lunge
  • schwere Herzkrankheiten
  • Störungen der Gerinnung
  • Unverträglichkeit gegenüber sedierenden oder beruhigenden Arzneimitteln
  • ​​​​​​​schwere Begleiterkrankung mit starker Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens

Bevor eine Darmspiegelung im Rahmen einer geplanten Darmkrebsvorsorge durchgeführt wird, ist ein informierendes Gespräch mit dem Arzt wichtig. Dabei erhalten beide Seiten relevante Angaben. Die Patienten müssen auf jeden Fall Vorerkrankungen, eine Schwangerschaft und eine Medikamenteneinnahme anzeigen.

Eine Darmspiegelung kann dann ausgesetzt und später nachgeholt werden. Ohne aussagefähige Anamnese oder Krankheitsgeschichte, auf deren Grundlage der Arzt gemeinsam mit dem Klienten eine Entscheidung treffen kann, muss eine Darmspiegelung ausgeschlossen werden.

 

Fachleute für Darmkrebsvorsorge

 

  • Internisten oder Fachärzte für Innere Medizin
  • Onkologen oder Fachärzte der Krebsheilkunde
  • Hausärzte
  • Gynäkologen oder Fachärzte für Frauenheilkunde
  • Dermatologen oder Hautärzte
  • ​​​​​​​niedergelassene Chirurgen

Die Darmkrebsvorsorge mit einer Darmspiegelung darf nur von solchen Ärzten praktiziert werden, die eine abgeschlossene Spezialausbildung oder Weiterbildung vorweisen können.

 

Unser Fazit zur Darmkrebsvorsorge

 

Eine Darmkrebsvorsorge kann in Abhängigkeit von den aktuellen Risiken eine gute Entscheidung sein, um sich Klarheit über den eigenen Gesundheitszustand zu verschaffen. Nicht jedes positive Resultat bei den Tests muss Darmkrebs bedeuten.

Mit einer Darmkrebsvorsorge erhöhen die Menschen jedoch die Möglichkeiten auf eine rechtzeitige therapeutische Intervention und eine damit verbundene Genesung.

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