Haemophilus influenzae

Behandlung Pneumologie

Haemophilus influenzae führt zu diversen Atemwegskrankheiten

Das Haemophilus influenzae Bakterium gehört zur Gattung der Haemophilus. Es handelt sich um ein Stäbchenbakterium. Es siedelt sich auf den Schleimhäuten des Menschen an. Übertragen wird das Haemophilus influenzae durch eine Tröpfcheninfektion.

Neben Atemwegserkrankungen kann das Bakterium auch andere schwere Erkrankungen auslösen, die sogar tödlich enden können, wenn sie nicht behandelt werden. Insgesamt zählen 16 verschiedene Arten zur Haemophilus Gattung.

Welche Beschwerden und Krankheiten die Bakterien insgesamt mit sich bringen, wer besonders geföhrdet ist, was Sie dagegen tun können und alle weiteren, wichtigen Informationen zu diesem Bakterium, finden Sie nachfolgend.

Haemophilus influenzae

Was ist das Haemophilus influenzae Bakterium?

Das Haemophilus influenzae Bakterium wird auch Pfeiffer-Influenzabakterium genannt und gehört zur Gattung der Haemophilus. Es wird per Tröpfcheninfektion übertragen und siedelt sich in den Schleimhäuten des oberen Atmungssystems an. Dazu zählen Rachen, Luftröhre und Nase. Dadurch werden verschiedene Atemwegserkrankungen verursacht.

Das Bakterium kann aber auch Hirnhautentzündungen auslösen. Das tritt vor allem bei Kinder auf, die jünger als fünf Jahre sind. Unbehandelte bakteriell verursachte Hirnhautentzündungen können für das Kind tödlich sein. Die Hirnhautentzündung kann mit Antibiotikum behandelt werden. Vorbeugend können Kinder gegen das Bakterium Haemophilus influenzae geimpft werden.


Vorkommen & Arten

Das Haemophilus influenzae Bakterium ist ein bekapseltes Bakterium. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Varianten des Haemophilus influenzae Bakteriums. Sie sind mit den Buchstaben A-F durchnummeriert. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich in der Molekülstruktur der äußeren Kapsel. Am häufigsten ist tritt die Variante B auf.

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Ist das Immunsystem geschwächt, können die Bakterien angreifen

Weltweit tritt das Haemophilus influenzae auf, meist in Folge einer Grippe-Viruserkrankung. Denn wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist, ist der Haemophilus influenzae besonders gefährlich. Das Bakterium wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen und breitet sich dann über die oberen Atemwege aus. In den Schleimhäuten der oberen Atemwege sind die Lebensbedingungen für das Bakterium perfekt: Warm und feucht. Harmlosere Erkrankungen sind Bronchitis, Pneumonie oder Epiglottitis.

Besonders für Kinder und alte Menschen ist das Bakterium gefährlich. Jährlich sterben bis 400.000 Kinder im Alter unter fünf Jahren an dem Bakterium.

Denn bei Kindern kann das Bakterium Meningitis verursachen. Ein anderes Wort dafür ist Hirnhautentzündung. Meningitis kann bereits nach wenigen Tagen tödlich sein. Deshalb ist eine Behandlung bei erkannter Erkrankung so schnell wie möglich nötig. Bei nicht tödlichem Verlauf kann Meningitis irreparable Hirnschädigungen zur Folge haben.


Vorbeugen & Impfen

Um eine Meningitis zu verhindern, sollten Kinder geimpft werden. Die Impfung kann bereits bei Babys mit wenigen Monaten vorgenommen werden.

Dabei handelt es sich um die HIB-Impfung. Durch die Impfung werden Babys und Kleinkinder immun gegen das Bakterium und eine Meningitis ist nicht mehr möglich.

Bei älteren Menschen empfiehlt sich die Impfung ebenfalls, da diese häufig über ein schwächeres Immunsystem verfügen und dadurch anfälliger für das Bakterium sind.

Die Nebenwirkungen dieser Impfung sind sehr gering, da es sich um eine Totimpfung handelt. Meist tritt nur eine leichte Rötung an der Einstichstelle auf. Geringe Temperaturerhöhungen oder MagenDarm-Probleme treten nur sehr selten nach der HIB-Impfung auf. Die Impfung muss mehrmals in einem bestimmten Zeitrahmen durchgeführt werden. Danach ist der Impfschutz für mehrere Jahre gewährleistet. Nach dem fünften Lebensjahr nimmt das Risiko für eine Meningitis stark ab.

Durch die entsprechenden Impfmöglichkeiten gegen Meningitis, tritt Meningitis in Industrieländern nur noch selten auf. Die Häufigkeit liegt bei 200.000 Einwohnern nur bei einer Meningitis-Erkrankung.


Krankheiten & Beschwerden

Haemophilus influenzaekann zu diversen Beschwerden und Krankheiten führen. Diese werden nachfolgend im Einzelnen erläutert.

Meningitis

Wird eine Meningitis nicht behandelt, liegt die Sterberate bei 60-90 Prozent. Selbst mit Antibiotikum ist noch eine Sterberate von fünf Prozent vorhanden. Langzeitschäden im Gehirn sind nicht selten.

Kommt es zu den genannten Symptomen, sollte ein Arzt aufgesucht werden

Typische Symptome, die auf eine Meningitis hindeuten:

Die meisten Symptome treten auch bei einer normalen Grippe auf. Nackensteifigkeit und starke Lichtempfindlichkeit sind aber eindeutige Symptome für eine Meningitis. Bei diesen Symptomen sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Meningitis kann auch durch andere Bakterien ausgelöst werden (Meningokokken und Pneumokokken).


Kehldeckelentzündung

(Epiglottitis)

Bei einer Kehldeckelentzündung tritt zu Beginn hohes Fieber auf, in Begleitung mit Schluckbeschwerden. Danach folgen ein pfeifendes Einatmungsgeräusch und eine kloßige Aussprache. Auch Atemnot kann eintreten. Die erschwerte Atmung tritt durch die Schwellung der Schleimhäute auf.

Durch einen Blick in den Rachen kann eine Epiglottitis sehr einfach festgestellt werden. Dies sollte aber nur von einem Fachmann durchgeführt werden, da eine zusätzliche Reizung im Rachenbereich zu einem kompletten Verschluss der Luftröhre führen kann. Bei einer Epiglottitis sollte man nicht zu lange Warten, sondern schnell handeln. Denn wenn die Schwellung sehr stark ist, kann eine Epiglottitis lebensbedrohlich sein. In besonders schlimmen Fällen ist ein Luftröhrenschnitt unumgänglich.

Wichtig bei dieser Krankheit ist, dass man sich hinsetzt und nicht hinlegt. Denn beim Hin liegen wird der Kehlkopfeingang noch leichter verschlossen.

Kinder sind besonders häufig von Epiglottitis betroffen. Da sich die Symptome schnell entwickeln können, sollte man zügig einen Arzt kontaktieren. Wird Epiglottitis frühzeitig erkannt, kann es gut mit Antibiotika behandelt werden.


Pneumonie

Eine Pneumonie wird auch als Lungenentzündung bezeichnet. Im Krankheitsverlauf tritt eine Entzündung des Lungengewebes auf. Das führt zu einer Anschwellung des betroffenen Gebiets in der Lunge. Pneumonie kann in Kombination mit Meningitis und Epiglottitis auftreten.

Typische erste Anzeichen für eine Pneumonie sind:

Nach diesen ersten Anzeichen treten typische Krankheitsmerkmale auf, die schnell auf eine Lungenentzündung schließen lassen:

Der abgehustete Schleim kann verschiedene Farben haben, grünlich-gelb bis hin zu rostfarben. Der auftretende Sauerstoffmangel macht sich vor allem an den Fingernägeln und Lippen bemerkbar: Sie verfärben sich blau. Die auftretende Atemnot wird auch als Tachypnoe bezeichnet.


Bronchitis

Bei einer Bronchitis tritt eine Entzündung der Bronchien, also der verzweigten Atemwege auf. Auch die Luftröhre kann davon betroffen sein. Dann wird aus einer Bronchitis eine Tracheobronchitis.

Zuerst kommt es zu Schwellungen der Schleimhäute. Dadurch entsteht ein sehr trockener Husten. Gleichzeitig entsteht ein grünlich-gelber Auswurf. Bei einer virenverursachten Bronchitis ist der Auswurf gräulich-klar.

Bei Bronchitis kann die Atmung erschwert sein. Antibiotika hilft dabei, die Bronchitis wieder abklingen zu lassen. So werden die Bakterien abgetötet und die Atmung ist wieder gut möglich.

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