Propofol

Propofol ist das aktuell weltweit am häufigsten eingesetzte Narkosemittel und wird demzufolge vermehrt zur Einleitung und Aufrechterhaltung der Narkose bei Operationen verabreicht.

Aufgrund der guten Verträglichkeit wird es darüber hinaus auch als Beruhigungsmittel eingesetzt. Alles über Wirkungsweise, Anwendung, Nebenwirkungen, Risiken und geschichtliche Bedeutung des Wirkstoffes erfahren Sie in diesem Artikel.

PropofolWas ist Propofol?

Als Narkosemittel ist Propofol bereits seit den späten 1980er Jahren auf dem Markt und hat in diesem Bereich eine zentrale Bedeutung.

Aufgrund der guten Verträglichkeit zählt Propofol zu den am häufigsten verwendeten Narkosemitteln der Welt und kommt bei circa 95 % aller operativen Eingriffe zum Einsatz.

Das Arzneimittel kann außerdem schon bei Kindern ab einem Alter von einem Monat eingesetzt werden.

Besonders vorteilhaft ist weiterhin der rasche Wirkeintritt und der schnelle Abbau des Medikaments. So ist die Sedierung eines Patienten mit Propofol leicht steuerbar und ein Patient ist nach einem Eingriff sehr schnell wieder fahr- und arbeitsfähig.

Propofol zeigt nach Verabreichung folgende Wirkungen auf den menschlichen Organismus:

  • das Bewusstsein wird ausgeschaltet, da die Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnregionen verhindert wird
  • natürliche Reflexe werden unterdrückt
  • die Atmung wird verlangsamt
  • das Immunsystem wird abgeschwächt
  • Histamin wird freigesetzt
  • Aktivierung des Dopaminsystems
  • der Patient fühlt sich entspannt und euphorisiert
  • es treten gelegentlich angenehme Träume auf, die als real erlebt werden

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Der Wirkstoff Propol dient vor allem folgenden Zwecken:

  • Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose während eines chirurgischen Eingriffs oder einer Intensivbehandlung
  • Langzeitsedierung von Intensivpatienten

Allgemeines

Allgemeines
NamePropofol
Andere Namen
  • 2,6-Diisopropylphenol (IUPAC)
  • Propofolum (Latein)
SummenformelC12H18O
Kurzbeschreibungfarblose bis sehr hellgelbe, klare Flüssigkeit

Wirkungsweise

So wirkt Propofol

Die exakte Wirkungsweise von Propofol ist noch nicht vollständig entschlüsselt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Aktivität der Großhirnrinde durch den Wirkstoff so verändert wird, dass in die Kommunikation zwischen den Hirnbereichen eingegriffen wird.

Die Neuronen werden in großen Mengen gleichgeschaltet, sodass das Großhirn keine Signale mehr an andere Hirnregionen versenden kann. Auch das Rückenmark wird an der Weitergabe von Signalen gehindert. Die Folge ist der kontrollierte Verlust des menschlichen Bewusstseins.

Die Wirkung von Propofol tritt bereits binnen weniger Sekunden nach der Injektion ein und dauert lediglich zwischen acht und neun Minuten an. Für die Aufrechterhaltung der Narkose müssen daher wiederholte Infusionen erfolgen. Propofol erwirkt lediglich den Verlust des Bewusstsein.

Eine schmerzlindernde oder muskelerschlaffende Wirkung bleibt aus. Aus diesem Grund ist es üblich, bei einer Operation zusätzliche Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien zuzuführen. Da sich diese Medikamente in vielen Fällen verstärkend auf Propofol auswirken, ist es entscheidend, die Dosierung der einzelnen Wirkstoffe genau zu berechnen.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Propofol

Das Propofol gelangt nach der Injektion in de Blutbahn des Patienten und wird von diesem dann bis ins Gehirn und ins Rückenmark geleitet.

Innerhalb von wenigen Sekunden wird dadurch die Narkose eingeleitet und der Patient erlangt eine Bewusstlosigkeit. Kurz darauf wird das Propofol dann in anderes Gewebe umverteilt, sodass der Patient ohne eine neue Injektion binnen weniger als 10 Minuten wieder aufwacht.

Leber und Niere sind sehr schnell damit beschäftigt, den Wirkstoff Propofol biochemisch abzubauen und auszuscheiden, sodass die Halbwertszeit des Medikaments nur ungefähr zwei Stunden beträgt. Ein Teil des Wirkstoffes wird außerdem über die Atemluft aus dem Körper eliminiert.


Anwendungsgebiete

Wann wird Propofol eingesetzt?

Propofol ist ein Anästhetikum mit relativ kurzer Wirksamkeit. Als solches wird es in diesen Gebieten eingesetzt:

  • Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose bei Personen ab einem Alter von 31 Tagen.
  • Narkotisierung bei Operationen und anderen diagnostischen Maßnahmen, sowie Intensivbehandlungen
  • Langzeitsedierung bei Patienten über einem Alter von 16 Jahren, die an Beatmungsgeräte angeschlossen sind.

Propofol wird demzufolge dann als Anästhetikum eingesetzt, wenn ein Patient für eine gewisse Zeit ruhiggestellt werden muss oder wenn sein Bewusstsein zum Zweck eines chirurgischen Eingriffs ausgeschaltet werden soll.

Eine weitere Anwendung findet sich bei Patienten, die künstlich beatmet werden müssen und einer Intensivbehandlung oder einer Operation bedürfen. In vielen Fällen werden zusätzlich zum Narkosemittel Propofol auch Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien verabreicht.

Propofol führt besonders bei längerer Vergabe zu schweren und lebensbedrohlichen Nebenwirkungen und Risiken, sodass eine Langzeitsedierung mit Propofol eine Zeit von 7 Tagen nicht überschreiten darf.


Richtige Anwendung

So wird Propofol angewendet

Die Verabreichung von Propofol muss immer durch einen Anästhesisten oder eines anderen intensivmedizinisch ausgebildeten Arzt erfolgen. Die Anwendung erfolgt über eine Injektion in die Vene des Patienten.

Das Medikament Propofol darf dabei sowohl unverdünnt als auch verdünnt verabreicht werden. Weiterhin ist zu beachten, dass der Patient während der Sedierung permanent durch einen befugten Arzt überwacht werden muss.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Propofol?

Das einzige Medikament, das den Wirkstoff Propofol enthält, heißt ebenfalls Propofol. Die Injektionslösung enthält entweder zehn Milligramm des Wirkstoffes pro Milliliter der Injektionslösung, oder 20 Milligramm des Wirkstoffes pro Milliliter der Injektionslösung.

Damit besteht eine Konzentration von einem, beziehungsweise von zwei Prozent. Das Medikament Propofol gibt es in den Packungsgrößen 50 Milliliter, 100 Milliliter und 500 Milliliter.

Neben dem Wirkstoff sind noch folgende nicht wirksame Bestandteile in dem Medikament enthalten:

  • Glycerol
  • Natriumhydroxid
  • raffiniertes Sojaöl
  • Ölsäure
  • Eilecithin
  • mittelkettige Triglyceride
  • Wasser

Handelsnamen

Handelsnamen von Präparaten mit Propofol sind:

  • Disoprivan (D, CH)
  • Diprivan (A,E)
  • Recofol sowie Generika
  • Cryotol (Mexiko)
  • Anespro (Venezuela)
  • Ansiven (CH)
  • Bioprofol (Brasilien)
  • Gobbifol (Argentinien)
  • Pantoprofol (Afrika)

Indikationen

Indikationen (Anwendungsgebiete) von Propofol sind:

  • Einleitung einer Anästhesie
  • Langzeitsedierung oder Dauersedation von zu beatmenden Patienten
  • Minimalinvasive, laparoskopische Eingriffe wie etwa eine CHolezystektomie
  • Totale intravenöse Anästhesie (TIVA)

Propofol ist dabei das häufigste Präparat, das bei Erwachsenen und Kindern als intravenöses Anästhetikum zum Einsatz kommt.

Darüber hinaus findet der Wirkstoff auch als Antikonvulsivum bei einer Epilepsie Anwendung.


Gegenanzeigen

Wann darf Propofol nicht verwendet werden?

Propofol wird in der Regel in einer Sojaöl-Emulsion gelöst, sodass Patienten mit einer bestehenden Allergie gegen Soja das Medikament nicht verabreicht bekommen dürfen.

Eine Kontraindikation besteht ebenfalls in der Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei der Anwendung an Kinder unter einem Monat und bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einem vermindertem Blutvolumen.

Darüber hinaus ist die Überdosierung und der Missbrauch von Propofol potentiell lebensbedrohlich. Eine häufige Einnahme von Propofol führt zu einer psychischen Abhängigkeit.

Patienten mit Organstörungen, einem generell schlechten Allgemeinzustand oder vorkommenden Bewusstseinsstörungen und Epilepsien sollten ebenfalls auf die Einnahme von Propofol verzichten.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Propofol wirkt sich nachweislich auf die Plazenta aus und darf daher nicht an Schwangere verabreicht werden. Ob das Narkosemittel auch auf die Muttermilch Einfluss nimmt, ist derzeit noch nicht bekannt, weswegen die Ärzte auch hier davon absehen, das Medikament bei stillenden Müttern anzuwenden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung vom Narkosemittel Propofol ist bereits bei Kindern ab einem Alter von einem Monat zugelassen. Das Risiko eines Propofol-Infusionssyndroms ist bei Kindern höher als bei Erwachsenen, sodass eine Langzeitsedierung mit Propofol nur bei Patienten ab 16 Jahren in Frage kommt.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Propofol?

Wie jedes Medikament birgt auch Propofol einige Risiken und Nebenwirkungen. Es ist wichtig, zu erwähnen, dass sich die Begleiterscheinungen in ihrer Schwere und Häufigkeit auch nach der Verabreichungsform des Medikaments richten.

Außerdem reagiert jeder Patient je nach individueller Beschaffenheit, Erkrankungen, Alter und Gewicht unterschiedlich auf Propofol.

Sehr häufige Nebenwirkungen

Mehr als ein Patient von zehn Behandelten verspürt nach der Verabreichung von Propofol Schmerzen am Ort der Injektion.

Häufige Nebenwirkungen

Bei etwa ein bis zehn Prozent aller Behandelten kommt es in der Folge zu Fettstoffwechselstörungen. Ebenso häufig sind Nebenwirkungen wie Muskelzuckungen, Herzrasen, verminderter Herzschlag, Hitzewallungen, Husten, Schluckauf und Blutdruckabfall, die während der Narkoseeinleitung auftreten.

Wird ein stark verlangsamter Herzschlag bei der Einleitung oder während der Operation festgestellt, wird mit entsprechenden Medikamenten entgegengesteuert. Ebenso geht die medikamentöse Behandlung mit Propofol mit einer verminderten Atmung einher, die in extremen Fällen auch zu einem Atemstillstand führen kann.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Gelegentlich treten bei den Patienten ein ausgeprägter Blutdruckabfall, sowie ein Herzstillstand auf. Außerdem haben die unter Narkose stehenden Personen gelegentlich Husten.

Seltene Nebenwirkungen

Zu den seltenen Nebenwirkungen zählen unter anderem schwere Überempfindlichkeitsreaktionen. Dazu gehören zum Beispiel Schwellungen im Gesicht, Hautrötungen oder Bronchialkrämpfe. Weiterhin kommt es seltener und meist nur nach einer längeren Verabreichung des Medikaments zu Urinverfärbungen.

Ebenfalls seltene Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Kältegefühle, epileptische Anfälle, Übelkeit, Erbrechen, Husten und Herzrhythmusstörungen, jeweils vorkommend in der Aufwachphase nach einer Anästhesie. Wenige Patienten erfahren außerdem Blutgefäßverstopfungen und Entzündungen am Ort der Injektion.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen

Folgende Nebenwirkungen treten nur bei etwa einem von 10.000 mit Propofol behandelten Patienten auf:

  • später auftretende epilepsie-artige Anfälle und Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit nach Beendigung der Operation
  • Gewebestörungen
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Muskelauflösung
  • Stoffwechselentgleisung
  • Wasseransammlungen in der Lunge
  • Herzversagen

Darüber hinaus besteht unter Dauergabe von Propofol ein geringes Risiko für das Eintreten des sogenannten Propofol-Infusionssyndroms, welches zum Beispiel zu schweren Herz-Kreislauf-Störungen und zum Tod führen kann. Aus diesem Grund ist Propofol nie länger als sieben Tage zu verabreichen.

Bei Kindern kann das Syndrom schon nach zwei Tagen Sedierungsdauer eintreten, weswegen eine Langzeitsedierung mit Propofol nur für Patienten ab 16 Jahren in Frage kommt.

Ohne Nennung der Häufigkeit

Weiterhin wird durch das Medikament der Botenstoff Histamin freigesetzt, sodass es in diesem Zusammenhang vereinzelt zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen kann. Propofol schwächt auch das Immunsystem ab, was mit einem erhöhten Infektionsrisiko einhergeht.


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Propofol?

Mit folgenden Medikamenten und Medikamtengruppen können Wechselwirkungen auftreten, sodass die gleichzeitige Einnahme nicht ohne Weiteres zu empfehlen ist.

Opioide

Starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide verstärken die Wirkung und verlängern die Wirkdauer von Propofol und erhöhen dadurch das Risiko eines Atemstillstands bei kombinierter Einnahme.

Weitere Narkosemittel oder andere betäubende Substanzen

Dazu zählen beispielsweise Schmerzmittel oder Anästhetika, die bei einer Narkose zusätzlich zum Einsatz kommen. Diese Arzneimittel verstärken die Wirkung von Propofol und die Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System.

Auch Alkohol oder andere Substanzen wie Benzodiazepine oder Parasympatholytika wirken dämpfend auf das zentrale Nervensystem und erhöhen somit die Wirkung des Narkosemittels, sodass es bei einer hohen Korrelation zu starken Funktionseinschränkungen der Atmung, des Blutkreislaufs oder des Herz-Kreislauf-Systems kommen kann.

Ciclosporin

Hierbei handelt es sich um ein Medikament aus der Gruppe der Immunsuppressiva. Es wurde festgestellt, dass es bei Patienten, die gleichzeitig mit Propofol und Ciclosporin behandelt wurden, häufiger zu Erkrankungen der weißen Substanz des Gehirns kommt.

Rifampicin

Dieses Antibiotikum sollte nicht mit Propofol kombiniert werden, um das erhöhte Risiko für einen Blutdruckabfall zu vermeiden.

Suxamethonium und Neostigmin

Eine besondere Gefahr für das Auftreten eines verlangsamten Herzschlags oder eines Herzstillstands gilt bei gleichzeitiger Einnahme von Propofol mit dem Muskelrelaxan Suxamethonium oder dem Parasympathikomimetikum Neostigmin.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Propofol zu beachten?

Die Verabreichung des Narkosemittels Propofol erfolgt intravenös durch einen Anästhesisten oder intensivmedizinisch ausgebildeten Arzt.

Der sedierte Patient ist über die gesamte Zeit seiner Narkose zu überwachen. Dabei ist es notwendig, dass es sich bei dem überwachenden Mediziner nicht über denselben wie den handelt, der die chirurgischen Eingriffe vornimmt.

Weiterhin müssen die Geräte für eine potentiell erforderliche Beatmung oder Wiederbelebung während der Narkose in Reichweite stehen. Darüber hinaus ist der Patient vor der Verabreichung des Medikaments über die möglichen Risiken und der Gefahr zur Abhängigkeit zu informieren.

Nachdem der Patient wieder aufgewacht ist, kann es in den nachfolgenden zwölf Stunden zu verschiedenen körperlichen Beeinträchtigungen kommen. Aus diesem Grund ist dem Patienten durch medizinisches Personal mitzuteilen, dass er nicht ohne Begleitung nach Hause gehen soll.

Auch handwerkliche oder andere potentiell gefährliche Tätigkeiten sind zu vermeiden. Weiterhin muss der Patient darüber Informationen erhalten, welche Medikamente die Beeinträchtigungen verstärken und die Dauer derer verlängern können. Dabei handelt es sich zum Beispiel um verschiedene Schmerz- oder Beruhigungsmittel.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie ein Medikament mit Propofol

Bei Propofol handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches in Form von Ampullen erhältlich ist. Das Arzneimittel wird durch einen Arzt dosiert und verabreicht. Der Wirkstoff Propofol ist dabei in einer Emulsion aus Sojaöl gelöst.


Geschichte

Seit wann ist Propofol bekannt?

Propofol gibt es in dieser Form seit dem Jahr 1970 und das Medikament wurde dann 1977 erstmals im Rahmen einer umfangreichen klinischen Studie durch die Ärzte Kay und Rolly erprobt.

Seit 1989 wird Propofol als Narkosemittel bei Operationen eingesetzt. Seit 1993 ist das Medikament schließlich auch als Sedativum auf dem deutschen Markt zugelassen.

Im Jahr 2016 wurde Propofol in die Reihe der essentiellen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgenommen.

Bekanntheit bekam das Medikament darüber hinaus im Jahr 2009, als der Popsänger Michael Jackson an einer Überdosis Propofol ums Leben kam. Sein Leibarzt, der ihm das Propofol auf Jacksons Wunsch hin über eine längere Zeit verabreicht hatte, wurde wegen fahrlässiger Tötung zu vier Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Auch wenn Propofol im Allgemeinen ein gut verträgliches Medikament ist, ist eine Behandlung mit dem Wirkstoff nicht bei allen Patienten gleichermaßen erlaubt.

Beispielsweise muss eine allergische Reaktion gegen Propofol oder gegen eines der anderen Bestandteile des Medikaments vor der Verabreichung ausgeschlossen werden. Das gilt vor allem bei bestehenden Allergien gegen Soja oder Erdnuss.

Ebenso sollte das Narkosemittel nicht zur Behandlung von sehr kleinen Kindern und stark übergewichtigen Patienten verwendet werden. Ob der Wirkstoff bei Kindern und Jugendlichen unter einem Alter von 16 Jahren Propofol zum EInsatz kommt, liegt im Ermessen des Arztes und ist individuell zu entscheiden.

Außerdem eignet sich der Wirkstoff nicht für die Ruhigstellung von Patienten im Rahmen einer Elektroschock-Therapie.


Quellen

  • Kretz, F.-J. & Becke, K.: Anästhesie und Intensivmedizin bei Kindern: 99 Tabellen, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2007
  • Aktories, W. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Urban & Fischer Verlag,10. Auflage, 2009
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH)
  • Karow,T. & Lang-Roth, R.: Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie, Thomas Karow (Verlag), 20. Auflage, 2012
  • Beubler. E.: Kompendium der Pharmakologie-Gebräuchliche Arzneimittel in der Praxis, Springer-Verlag Wien New York, 2. Auflage, 2007
  • Reynolds J. (Hrsg.) Martindale. The Extra Pharmacopoeia. London: The Pharmaceutical Press, 1989

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