Augenakupunktur

Augenakupunktur – Schonende Ergänzung zur Augenbehandlung

 

Behandlung AugenakupunkturDie Augenakupunktur ist eine schonende Therapieform, die ergänzend zur schulmedizinischen Behandlung der Augen eingesetzt werden kann.

Bei der Behandlung wird nicht ins Auge gestochen, sondern in bestimmte Punkte an der Stirn, den Händen, Knien und Füßen.

Das Ziel hierbei ist es, chronische Erkrankungen der Augen zu behandeln oder zumindest die Symptome zu lindern.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Augenakupunktur.

Was ist die Augenakupunktur?

Die Augenakupunktur ist eine Methode, die von Prof. Dr. John Boel in den Jahren 1987 – 2000 auf Grundlage der chinesischen Akupunktur entwickelt wurde. Der Begriff „Augenakupunktur“ steht für eine Kombination mehrerer Akupunktursysteme.

Hierbei wird, im Gegensatz zur herkömmlichen Akupunktur, nicht mittels Meridiansystem gearbeitet, sondern über das Nervensystem. Durch die Mischung der diversen Akupunktursysteme sollen verschiedene Selbstheilungsprozesse gleichzeitig angeregt werden.

 

Die Augenakupunktur unterscheidet sich auch von der herkömmlichen Methode, da hierbei chronische Erkrankungen schnell behandelt werden sollen. Bei der traditionellen chinesischen Akupunktur werden chronische Krankheiten mit Therapien, die mehrere Wochen anhalten, behandelt, akute Erkrankungen werden hingegen schnell und oft durchgeführt. Boel therapierte seine Patienten, die an chronischen Augenerkrankungen litten, jedoch intensiv.

 

Ursprung & Entwicklung:

Die Augenakupunktur ist vor ca. 20 Jahren entstanden, ALS F. Dahlgren die Beobachtung zu der Behandlung von Leiden der Augen veröffentlichte. Im Jahr 1995 hat John Boel, ein dänischer Akupunkteur, dann im deutschen Fernsehen die Behandlung dreier Patienten vor. Diese litten unter Alterssichtigkeit und konnten nach zwei Blöcken Augenakupunktur nachweislich besser sehen. Seither stieg das Interesse für das Verfahren rasant an.

 

 

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen & Therapien

Die Wirkung hinter der Augenakupunktur kann mit einer Schnittverletzung verglichen werden: Innerhalb kürzester Zeit registriert das Gehirn hierbei, dass eine Verletzung besteht. Es werden sofort regulierende Hormone und Enzyme wie Cortison und Adrenalin freigesetzt, um den Heilungsprozess in Gang zu bringen.

 

Behandlung AugenakupunkturJoel entdeckte, dass diverse Körperareale, wie etwa Punkte um die Gelenke herum, in Verbindung mit gewissen Gehirnteilen stehen. Daher werden bei der Augenakupunktur die Bereiche stimuliert, die mit den entsprechenden Arealen des Gehirns verbunden sind, deren Erkrankung behandelt werden soll. Dadurch wird der oben beschriebene Selbstheilungsprozess ausgelöst.

 

Eine Besonderheit der Augenakupunktur stellt die Zeit zwischen den jeweiligen Behandlungen dar. Hierbei wird meist innerhalb von zwei Wochen zehn Tage akupunktiert und jeden Tag zwei Mal. Zwischen zwei Sitzungen muss mindestens eine Stunde liegen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass tatsächlich eine energetische und durchgreifende Veränderung im Organismus stattfindet. Die Augen sollen kontinuierlich versorgt und die Heilungskräfte aktiviert werden.

 

 

Durchführung & Wirkungsweise:

 

Bei allen Augenleiden besteht die gleiche Vorgehensweise. Der Patient wird zwei Wochen lang an fünf Tagen nacheinander akupunktiert, jeden Tag zwei Mal. Eine Behandlung dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde, die ersten Behandlungen betragen aber mindestens eine Stunde. Während zwei Wochen kann erkannt werden, ob und wenn ja wie gut die betroffene Person auf die Behandlung anspricht.

 

Um das Ergebnis zu stabilisieren, ist es bei den meisten degenerativen Erkrankungen der Augen wichtig, die Behandlung in regelmäßigen Abständen aufzufrischen (etwa 1 x pro Monat).

Je nach Augenleiden und Verfahren können andere Bereiche akupunktiert warden. Zu den Standard-Punkten zählen Punkte..:

  • in Augennähe
  • an den Knien
  • an den Händen
  • an den Füßen
  • am Ohr

Je nachdem, um welche Erkrankung es sich handelt, müssen andere Körperbereiche angesprochen werden. Hierbei unterscheiden sich die Behandlungen nicht nur bei der Auswahl der Punkte sondern auch im zeitlichen Schema.

 

Boel entwickelte das sogenannte A- und B-Punkte-System. Während der ersten Sitzung wurde in die A-Punkte gestochen und in der zweiten Sitzung des selben Tages in die B-Punkte. Er verwendete allerdings nur zwei der zahlreichen Lokalpunkte, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) üblich sind.

 

  • Cuan Zhu (Bambus sammeln) – der erste Punkt, befindet sich am inneren Ende von der Augenbraue.
  • Yu Yao (die Fisch Taille) ist mittig der Augenbraue, direkt oberhalb von der Pupille zu finden.

 

Beide dieser Punkte werden schon seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin bei Erkrankungen der Augen eingesetzt.

 

 

Viele Therapeuten legen ihren Patienten außerdem nahe, zusätzlich zur Augenakupunktur weitere Verfahren aus der Naturheilkunde einzusetzen. Da der chinesischen Medizin zufolge die Leber unsere Augen mit der Energie versorgt, hat sich hierbei vor allem die gründliche Entgiftung der Leber bewährt.

 

 

 

Hilft gegen:

Die Augenakupunktur hilft bei zahlreichen Augenleiden, wie zum Beispiel:

 

 

Nicht alle Augenleiden können therapiert werden, allerdings kann eine deutliche Verbesserung eintreten.

 

Fördert & stärkt:

  • Die Selbstheilungskräfte
  • Die Sehfähigkeit

 

Nicht alle Menschen Sprechen gut auf Akupunktur an. Wenn dem aber so ist, kann hierdurch das Ausschütten diverser Enzyme und Hormone angeregt werden, sodass es zu einer Besserung oder gar Heilung diverser Augenleiden kommt.

 

Diagnose & Untersuchungsmethoden

Die Diagnose und der Verlauf der Augenerkrankungen sollten stets durch einen Ophthalmologen (Augenarzt) erfolgen. Nachdem der Schulmediziner eine angemessene Behandlung eingeleitet hat, kann die Augenakupunktur begleitend dazu angewandt werden.

Risiken & Nebenwirkungen:

 

 

  • Keine bekannt

 

Es werden täglich tausende Menschen mit der Augenakupunktur behandelt und dabei wurden bis zum heutigen Tag noch keine Nebenwirkungen festgestellt. Ganz im Gegenteil: bei den meisten Patienten konnte innerhalb der ersten Therapiewochen eine deutliche Besserung des Allgemeinzustands und Wohlbefindens festgestellt werden.

 

Allerdings sollte stets beachtet werden, dass dieses Verfahren eine schulmedizinische Therapie niemals ersetzen sondern nur ergänzen sollte. Alle Augenleiden sollten von einem entsprechenden Arzt diagnostiziert werden, Behandlungen beachtet und verordnete Medikamente eingenommen werden.

 

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen:

In einigen Fällen sollte die Augenakupunktur nicht durchgeführt werden. Sie ist kontraindiziert bei Patienten mit:

 

  • Hauterkrankungen der lokal betroffenen Stelle (z. B. Ekzeme, Dermatitis oder Nesselsucht)
  • Bestimmten Nervenerkrankungen und Hautsensibilitätsstörungen (z. B. Polyneuropathien mit einem eingeschränkten Schmerzempfinden)
  • Epilepsie
  • Einer schweren ansteckenden Erkrankung (z. B. Tuberkulose)
  • bestimmten Tumorarten
  • einem schlechten allgemeinen Zustand
  • die sehr jung sind
  • unter akuten Entzündungen, Knochenbrüchen oder frischen Verletzungen leiden

 

Außerdem sollte vor der Behandlung keine Creme, Salbe, Tönung und auch kein Make-Up verwendet werden. Die Mittel könnten über die Einstichstelle unter die Haut gelangen und somit zu unerwünschten Reaktionen führen.

 

 

Wer behandelt?

 

Eine Augenakupunktur wird von entsprechend geschulten Akupunkteuren und Heilpraktikern durchgeführt.

Unser Fazit:

Insofern die Augenakupunktur ergänzend und nicht ersetzend zur schulmedizinischen Augenheilkunde angewandt wird, können hiermit möglicherweise gute Erfolge erzielt werden. Nicht jeder Mensch springt gut auf das Verfahren an, es gibt aber zahlreiche Patienten, die von einer deutlichen Besserung berichten.

 

Gewebe, das einmal zerstört worden ist, kann aber nicht ersetzt werden. Die größten Chancen auf Erfolg bestehen daher, wenn möglichst frühzeitig mit der Therapie begonnen wird. Das Verfahren ist dabei sanft und frei von Nebenwirkungen.

 

Die Augenakupunktur nach Boel spielt mittlerweile eine große Rolle in der alternativen Therapie von Augenleiden und besonders bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration. Die Wirkung ist vermutlich auf die Provokation der Selbstheilungskräfte zurückzuführen.

 


 

Die Augenakupunktur ist eine Methoden, die von Prof. Dr. John Boel in den Jahren 1987 – 2000 auf Grundlage der chinesischen Akupunktur entwickelt wurde. Der Begriff „Augenakupunktur“ steht für eine Kombination mehrerer Akupunktursysteme.

Bei der Behandlung wird nicht ins Auge gestochen, sondern in bestimmte Punkte an der Stirn, den Händen, Knien und Füßen.


Weitere Informationen zur Augenakupunktur:

Freie Enzyklopädie Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Augenakupunktur

Fachverbände:
bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionell Chinesische Medizin e. V.: www.agtcm.de

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (93 Stimmen, Durchschnitt: 4,58 von 5)
Loading...
Top