Grauer Star

Steckbrief: Grauer Star

  • Name(n): Grauer Star; Katarakt
  • Art der Krankheit: Augenleiden
  • Verbreitung: Weltweit (besonders häufig in Entwicklungsländern)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 70 Millionen Menschen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Augenarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – h00-h59 – h25-h28 – H25

Grauer Star – Wenn die Augen trüb werden

Unter einem Grauen Star oder Katarakt versteht man eine Augenkrankheit, die durch eine zunehmende Trübung der Augenlinse gekennzeichnet ist. Der Name stammt von der dabei auftretenden Graufärbung der Pupille. Die Erkrankten sehen die Welt wie durch einen Nebel oder Wasserfall hindurch. Grauer Star, Grüner Star und Makuladegeneration gehören zu den häufigsten Augenkrankheiten, wobei der graue Star die häufigste Erblindungsursache weltweit darstellt.

Definition Grauer Star

Grauer Star Katarakt

Unter einem grauem Star oder einem Katarakt, wie man diese Erkrankung im medizinischen Fachjargon bezeichnet, versteht man eine wie auch immer geartete Trübung der normalerweise klaren Linse des Auges. Alles in allem kann man sich die Sicht eines Betroffenen in etwa so vorstellen, wie als ob man durch ein beschlagenes oder gefrorenes Fenster sehe. Durch diese Einschränkungen ist es Erkrankten oftmals nichts mehr möglich, vielen Aktivitäten nachzugehen. Hierunter fallen insbesondere solche, die ein sehr genaues Augenmaß erfordern. So zum Beispiel die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, lesen, nähen, stricken usw. Mit Dunkelheit können Betroffene ebenfalls nicht gut umgehen und sie leiden häufig an einer stark ausgeprägten Nachtblindheit.

Es gilt zu beachten, dass es sich bei einem grauen Star nicht um eine plötzliche auftretende Erkrankung des Auges handelt, sondern um einen sich peu à peu verschlimmernden und darüber hinaus sehr langsam voranschreitenden Prozess. Bedingt durch diesen Umstand kommt es nicht selten vor, dass Betroffene gerade in der frühen Phase der Krankheit nichts oder nur sehr wenig davon merken Dies ist insbesondere deswegen bedenklich, weil an einem Katarakt leidende Personen darum von einem Besuch beim Mediziner absehen. Im Laufe der Zeit und vornehmlich dann, wenn man, warum auch immer, keine medizinische Behandlung in Anspruch nimmt, verschlimmert sich das Leiden und wird früher oder später zu einem hinderlichen Faktor bei der Bestreitung des Alltags.

Zunächst kann es tatsächlich ausreichen, wenn man stärkere Lichtquellen nutzt und seine Umwelt somit heller erleuchtet. Auch eine spezielle Brille kann in der Frühphase Abhilfe leisten. Nichtsdestominder sollte man nicht vergessen, dass helleres Licht und Brillen nicht dazu in der Lage sind, das Voranschreiten dieses Leidens in irgendeiner Form aufzuhalten. Darum ist es von immenser Wichtigkeit, dass man zeitnahe nach Feststellung des grauen Stars einen Augenarzt konsultiert und den vorliegenden Verdacht entweder bestätigen oder verwerfen lässt.

Eine Operation lässt sich nur selten vermeiden. Diese sind aber dank der modernen Schulmedizin sehr schnell, sicher und effizient und man muss sich kaum Gedanken darüber machen, dass etwas schief geht.


Was ist Grauer Star?

Der graue Star ist eine beinahe sagenumwobene Krankheit. Im laufe der Geschichte, wurden diesem Leiden sehr viele Dinge nachgesagt. So nahm man beispielsweise in der Antike an, dass die typische Trübung der Linse auf ein allzu ausschweifendes leben zurückzuführen sei und sich darüber hinaus auch damit begründen lasse, dass die betroffene Person sich Dingen zuwende, die sie nichts angehen. Das ist natürlich grundsätzlich als Unfug anzusehen, insbesondere von einem modernen medizinischen Blickwinkel aus.

Auch noch im Mittelalter brachte man das vorliegende Leiden oftmals mit einer Art göttlicher Bestrafung des betroffenen Individuums in Verbindung. Man sah den grauen Star und die damit einhergehenden Verluste des Sehvermögens als direkte göttliche Handhabe gegen ein schlecht gelebtes Leben an. Nichtsdestotrotz spezialisierten sich Ärzte und Chirurgen schon sehr früh auf den Grauen Star und entwickelten Techniken, denselben erfolgreich zu entfernen. Teilweise waren diese techniken so wirkungsvoll, dass sie über zwei Jahrtausende hinweg und vielleicht sogar länger zum Einsatz kamen. Erst die moderne Schulmedizin konnte diese alten Vorgehensweisen verdrängen.

Die Anwednung der oben genannten Techniken bezeichnete man auch als „den Star stechen“. Hierzu bediente sich ein findiger Chirurg oder eben Starstecher eines relativ simplen Verfahrens, das dennoch größte Kunstfertigkeit und Vorsicht erforderte. Dem Patienten wurde eine lange und feine Nadel direkt ins Auge gestochen. Der dahinterstehende Zweck lag darin, die Augenflüssigkeit samt der grauen „Wolken“ abzuführen. Wenn dies gelang, so war die Sicht zwar nicht mehr länger durch einen Katarakt getrübt, dafür aber allerdings davon beeinflusst, dass sich die Sehleistung des behandelten Individuums sehr stark verschlechterte. Dies stellte besonders für Personen Probleme dar, die in einer Epoche lebten, in der die Optik als solche noch nicht sonderlich vorangeschritten war und Brille oder sonstige Seehilfen gar nicht oder nur sehr bedingt zur Verfügung standen. Man hatte also immer eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera zu treffen. Entweder man wurde den Katarakt los und sah dafür schlecht oder man behielt den grauen Star und nahm dafür seine Umwelt nur sehr stark getrübt wahr.

Was genau aber ist nun überhaupt grauer Star? – Hierunter versteht man eine Trübung des Auges, genauer gesagt der Linse des Auges. Dies führt nicht nur zu einer teilweise massiven Einschränkung der Sehkraft, sondern auch zu weiteren negativen Effekten, wie beispielsweise häufigen Kopfschmerzen usw.

Ein grauer Star entwickelt sich langsam. Teilweise kann es Monate oder gar Jahre dauern, bis sich ein solcher genug vergrößert hat, um einen tatsächlichen merklichen negativen Effekt auf die Sehkraft des betroffenen Individuums ausüben zu können. Hierbei ist es vom Individuum abhängig, ob ein Auge oder ob beide Augen betroffenen sind. Beides kann der Fall sein. Zumeist aber sind beide Augen gleichzeitig betroffen, bisweilen allerdings unterschiedlich stark, sodass der Eindruck entstehen kann, es sei lediglich in einem Auge ein Katarakt vorhanden.

Die Symptome können vielerlei Natur sein. Jedwede die Augen betreffende Fähigkeiten kann massiv eingeschränkt sein. Erkrankte Individuen nehmen Farben oftmals nicht mehr so stark wahr, wie zuvor oder können ihre Umwelt, wenn überhaupt noch, nur noch sehr verschwommen wahrnehmen. Darüber hinaus ist es zudem nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen sehr empfindlich auf helles Licht reagieren und zusätzlich unfähig sind, in der Nacht Dinge ausmachen zu können. Auch eine komplette Nachtblindheit kann sich einstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine solche zuvor bereits geringfügig bestand.

Hieraus ergeben sich häufig noch weitere Probleme, die sich sehr negativ auf den Alltag auswirken können und nicht nur die Lebensqualität des Individuums stark einschränken, sondern darüber hinaus auch noch dafür sorgen, dass selbiges auf ein gewisses Maß an fremder Hilfe angewiesen ist. Insbesondere Tätigkeiten wie Autofahren, Lesen, Kochen usw. sind kaum mehr alleine durchzuführen. Zusätzlich hierzu steigert sich noch die Chance darauf, zu fallen oder auf sonstige Art und Weise in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist häufig auch ein Grund für eine depressive Verstimmung seitens des Erkrankten. Schließlich ist der schleichende Verlust der Sehkraft, an die man Zeit seines Lebens gewöhnt war, kein Leichtes und man muss versuchen mit der neuen Situation leben zu lernen. Das gelingt erfahrungsgemäß nicht jedem.

Katarakte sind bei allem keine seltene Erscheinung, die treten sehr häufig und überall auf dem Globus auf. Darüber hinaus sind sie für die Hälfte aller globalen Fälle von nicht angeborener Blindheit verantwortlich zu machen. Überhaupt lassen sich weit über 30% aller weltweit auftretenden Erkrankungen der Sehorgane auf den grauen Star zurückführen. Damit nimmt dieses Leiden eine führende Position ein, wenn es um Augenerkrankungen im Allgemeinen geht.

Die Entstehung eines Katarakts kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem das Alter, diverse Traumata, wie sie beispielsweise durch Unfälle und dergleichen mehr verursacht werden können oder beispielsweise eine gefährlich hohe Strahlendosis. Aber das ist noicht alles – bisweilen kann es sogar vorkommen, dass Kinder bereits mit einer Form des grauen Stars auf die Welt kommen. Gleichwohl dies sehr selten der Fall ist, kommt es doch immer wieder vor, dass Babys bereits mit einem Katarakt geboren werden. Auch kann es durchaus sein, dass die Entstehung eines Katarakts durch Kunstfehler oder eine falsche Behandlung ausgelöst wird. Obgleich dies nicht der Fall sein sollte.

Im Besonderen sind zusätzlich noch Diabetes und der Konsum von Tabakprodukten als auslösende Faktoren zu nennen. Beide sind dafür bekannt, das Entstehen eines Katarakts nicht nur wahrscheinlich zu machen, sondern auch stark zu begünstigen. Aber auch Alkohol sowie allzu starkes Sonnenlicht können dafür sorgen, dass sich der graue Star einstellen kann.

Kleine Klümpchen Proteins oder gelbliche bis bräunliche Anhäufungen von Pigment können dafür sorgen, dass die typischen Trübungen, die an Wolken erinnern, entstehen. Diese verhindern die optimal Weitergabe von Licht an die Retina und sorgen somit dafür, dass das betroffene Auge keine 100%ige Leistung mehr erbringen kann.

Die Diagnose ist zumeist sehr leicht gestellt und erfordert nur sehr wenige oder gar keine klinischen Testverfahren. Zumeist reicht einem erfahrenen Augenarzt eine standardmäßige Untersuchung des Auges des Patienten aus. Da der graue Star sich zumeist sehr distinktiv zeigt und aufgrund der sich einstellenden grauen Wölkchen kaum mit anderen Krankheiten zu verwechseln ist, kommt es auch nur sehr selten bis gar nicht zu fehlerhaften Diagnosen. Einzig bei Katarakten in einem sehr frühen Stadium kann es bisweilen schwierig sein, diese zu erkennen, da sie sich lediglich auf einen sehr kleinen Bereich beschränken und weder dem betroffenen Individuum noch dem Arzt auffallen. Eine sehr gründliche Untersuchung der Augen ist daher immer ratsam.

Es ist zwar nicht möglich, dem grauen Star mit kompletter Sicherheit vorzubeugen, dennoch gibt es eine ganze Reihe von anwendbaren Methoden, die einem dabei helfen können, das Risiko, an diesem Leiden zu erkranken, deutlich zu senken. Hierzu gehört besonders das Tragen einer Sonnenbrille bei allzu starker Sonneneinstrahlung. Viele Leute verzichten darauf, selbst bei sehr hellem Licht, eine Sonnenbrille anzuziehen. Das ist grundsätzlich falsch und gefährlich. Es ist wichtig darauf zu achten, stets und stetig ausreichend gegen Helligkeit geschützt zu sein. 08/15 Sonnenbrillen tun es hierbei zumeist auch nicht. Man sollte sich eine Sonnenbrille beim Optiker anfertigen lassen, um ein ausreichendes Maß an Schutz garantiert zu bekommen. Dies stellt eine Investition in die Zukunft dar, die teilweise sogar abgesetzt werden kann oder partiell von der Krankenkasse übernommen wird.

Eine Behandlung ist zumeist erst in der späteren Phase der Erkrankung tatsächlich notwendig. Am Anfang sind die sich einstellenden Symptome zumeist noch mithilfe einer normalen Brille im Zaum zu halten. Später kommt man jedoch um eine Operation nicht mehr herum. Eine solche ist heutzutage allerdings Routine und stellt kein allzu großes Risiko mehr da. Auch sollte man sich glücklich schätzen, dass sich Methoden im Vergleich zur Vergangenheit stark verbessert haben. Heutzutage wird niemandem mehr auf dem Jahrmarkt der Star gestochen wie noch vor einigen wenigen Jahrhunderten. Durch das Einsetzen einer artifiziellen, sprich einer künstlichen Linse, kann die Sehkraft des betroffenen wieder hergestellt werden und gleichzeitig wird der graue Stark komplett geheilt.

Nichtsdestoweniger sollte man an dieser Stelle keines Fall den Umstand aus den Augen verlieren, dass wir uns in Europa in einer besonders privilegierten Position befinden. Es ist in unseren Breiten in aller Regel kein Problem, eine solche Operation zu bekommen. In anderen Ländern und Regionen dieser Erde sieht es damit schon weitaus komplizierter aus. Insbesondere in den Ländern Afrikas gibt es kaum eine Möglichkeit für Betroffene, sich effektive medizinische Hilfe zu verschaffen. Dies liegt nicht alleine an der Tatsache, dass es dort zu wenige Mediziner gibt, die überhaupt in der Lage wären, eine solche Operation durchzuführen, sondern auch daran, dass die Kosten für einen solchen Eingriff schlicht nicht aufzubringen sind. Gerade darum steht Patienten in Armen Regionen und Entwicklungsländern keine Möglichkeit zur Verfügung, sich korrekt behandeln zu lassen.

Zur Zeit leben auf diesem Planten etwa zwischen 20 und 50 Millionen Menschen, die aufgrund eines Katarakts vollständig oder zumindest zu großen Teilen erblindet sind. Ansonsten kann es grundsätzlich jeden Treffen. Dennoch ist davon auszugehen, dass ältere Menschen, Starkraucher und Alkoholiker weitaus öfter betroffen sind, als andere Personen. Auch sollte man bedenken, dass ein Katarakt sich zumeist sehr langsam herausbildet und es darum zu Verzögerungen kommen kann, die die Statistiken etwas verzerren.

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Welche Ursachen gibt es?

Mehr als 90% der Katarakte treten bei Personen hohen Alters auf. Ist dies der Fall, spricht man auch vom sog. „Alterskatarakt“. Die exakte Krankheitsursache ist jedoch noch nicht bekannt.

In jedem Alter kann grauer Star durch eine Schädigung der Augenlinse auftreten, z.B. durch UV-Strahlung, Röntgen, Starkstromunfall, Augenverletzungen, Drogen, Cortisonbehandlung oder andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Vitiligo (Weißfleckenkrankheit).

Der Feuerstar kommt häufig bei Personen vor, die mit großer Hitze arbeiten, z.B. Hochofenarbeiter. Bei dieser Personengruppe ist grauer Star als Berufskrankheit anerkannt. Der Neugeborenen-Katarakt kann auftreten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft an Röteln erkrankt ist.

Wie entsteht der graue Star?
Die Entstehung eines Katarakt selbst geht wie folgt von Statten: Der Katarakt, bzw. der graue star entsteht in der Linse des Auges. Diese befindet sich sich hinter der bunt gefärbten Partie des Sehorgans, der Iris. Die eigentlich Aufgabe der Linse besteht darin, das ins Auge einfallende Licht sicher und in ausreichendem Maße an die Retina weiterzuleiten. Letztere ist wiederum dafür zuständig, die visuellen Reize in Bilder umzusetzen. Ähnlich einer Filmkamera.

Mit voranschreitendem Alter jedoch ist es normal, dass die Linsen einiges an Flexibilität einbüßen. Darüber hinaus verlieren sie auch Transparenz und verdicken sich. Das Alter sowie einige weitere medizinische Konditionen können also dafür sorgen, dass das Gewebe innerhalb der Linse sozusagen in sich zusammenbricht und zur Bildung von „Verklumpungen“ neigt. Diese Verklumpungen wiederum sind es, die den nebelartigen Effekt auf die Sicht des Betroffenen erzeugen.
Je weiter sich der graue Star entwickelt, desto dichter wird die Trübung und desto mehr der Linse befällt sie. Der sich hierdurch stets und stetig ausdehnende Katarakt sorgt letzten Endes dafür, dass immer weniger Licht auf die Retina einfallen kann. Dies sorgt nicht zuletzt dafür, dass die Sicht allgemein verschwimmt und es einer größeren Helligkeit für den Betroffenen bedarf, um überhaupt etwas von seiner Umwelt wahrnehmen zu können.

Darüber hinaus kommen Katarakte zumeist simultan in beiden Augen vor, sind jedoch nur selten gleicher Ausprägung. Für gewöhnlich ist ein Auge stärker betroffen als das andere. Im Zuge dessen kommt es noch zu einer zusätzlichen Belastung.

Hierzu eine weiterführende Übersicht:

Tabakkonsum
Rauchen ist nicht gleich Rauchen. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die man Tabak konsumieren kann. Darüber hinaus muss es auch nicht immer Tabak sein, den man sich zu Gemüte führt. Zwar assoziiert man heutzutage hauptsächlich den Konsum von Tabak mit dem Wort „rauchen“, aber das war nicht immer der Fall. Die Tabakpflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und war damit den Europäern und dem Rest der Welt vollkommen unbekannt, bis europäische Entdecker, Abenteuer und Seefahrer dieses neue Gewächs aus der alten in die neue Welt brachten.

Der Methoden, die man sich in der Jetztzeit bedient, um dieses Gewächs zu konsumieren sind recht mannigfaltig. Man findet Pfeifen, Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifen (Shishas). Des Weiteren konnte man in den letzten Jahren den Trend hin zur sog. „E-Zigarette“ beobachten, auch gemeinhin als „Vape“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht im klassischen Sinne um ein Tabakprodukt, da die für die mechanischen Rauchwaren benötigten Öle nicht zwingend Bestandteile der Tabakpflanze beinhalten müssen. Das ihnen zugesetzte Nikotin kann entweder aus künstlich erzeugt sein oder ganz und gar fehlen. Wobei letzteres eher selten bis gar nicht der Fall ist. Nichtsdestoweniger handelt es sich hierbei um eine Art des Rauchens.

Überhaupt kann man sich merken, dass man immer dann vom „Rauchen“ spricht, wenn man ein pflanzliches Produkt in getrockneter oder verflüssigter Form mittels durch Brand oder Verdampfung erzeugten Rauch, bzw. Dampf inhaliert. Andere Formen der Nikotinaufnahme umfassen unter anderem auch Schnupftabak sowie Kautabak. Hierbei handelt es sich aber, trotz der Weitergabe von Nikotin an den Organismus mittels der Tabakpflanze, nicht um Rauchen. Ebenso wenig spricht man von Rauchen, wenn man sich ein Nikotin beispielsweise mittels eines Pflasters zuführt, wie es häufig im Rahmen eines Entzugs geschieht.

Alles in allem also ist die Welt des Tabakrauchens sehr groß, bunt und darüber hinaus über Jahrhunderte hinweg kultiviert worden.

Nikotin wirkt im Gehirn und Nervensystem auf verschiedene Rezeptoren und wirkt daher gleichzeitig entspannend und stimulierend. Nikotin ist stark suchterregend und toxisch. Durch Rauchen werden vermehrt Neurotransmitter wie Noradrenalin, Dopamin und Endorphine gebildet. Rauchen vermittelt auf diese Weise ein Wohlgefühl. Zudem hat Rauchen noch immer – besonders bei Jugendlichen – ein „cooles Image“, was auch in der Zigarettenwerbung verstärkt zum Ausdruck kommt.

Nichtsdestoweniger muss man hierbei klar differenzieren. Viele der älteren Raucher waren sich schlicht nicht über die etwaig aus dieser Angewohnheit resultierenden Schäden bewusst. Tatsächlich begann die medizinische Aufklärung die Schadhaftigkeit des Rauchens betreffend erst relativ spät. Erst zu Beginn der 1960er Jahre äußerten sich zaghaft kritische Stimmen, die das Rauchen von Tabak in einen direkten Zusammenhang mit Lungenkrebs setzten. So unwahrscheinlich und das heute auch scheinen mag, davor war es dem Großteil der Bevölkerung tatsächlich nicht bewusst, dass Lungenprobleme und Rauchen direkt miteinander korrelieren. Diese Umstand sollte man nicht vergessen. Selbst Ärzte rauchten viel und empfohlen Zigaretten sogar bei Lungenkrankheiten – ähnlich dem weiter oben angeführten Beispiel. Vielen Personen, die in den 1950 oder 1960er Jahren oder davor zu rauchen anfingen wussten also oftmals schlicht nicht, was sich sich damit antun und hielten es mitunter sogar noch für gesund.

Zudem leisteten Werbung, Filme und Magazine ihr übriges dazu, das Rauchen populär zu machen. Alle Hollywood-Stars rauchten, ebenso die meisten Sportler, Sänger und sonstwie berühmten Personen. Überhaupt war die Anzahl der Raucher noch bis in die 1970er Jahre weitaus höher als die der Nichtraucher. Somit war es alles in allem eher absonderlich, wenn man nicht zum Klimmstängel griff. Diese geistige Haltung blieb noch lange, teilweise bis heute, in den Köpfen der Menschen zurück. Somit ist es nicht verwunderlich, dass immer noch Personen, trotz der guten Aufklärung zum Thema, immer noch anfangen zu rauchen.

Ein Anzeichen für Abhängigkeit vom Rauchen ist Kontrollverlust über das Rauchverhalten, z.B. vergebliche Versuche mit dem Rauchen aufzuhören bzw. weniger zu Rauchen. Weitere Anzeichen sind Entzugserscheinungen, wie starkes Verlangen (craving), Unruhe, Angst, Zittern, Nervosität, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Gewichtsveränderungen, die durch Rauchen bekämpft werden, Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Rauchens und Rauchen trotz bekannter schädlicher Folgen, gesundheitlicher oder sozialer Art.

Aber nicht nur die Symptome, die im Rahmen eines etwaigen Entzuges entstehen und auftreten können sind hierbei ausschlaggebend. Es gilt darüber hinaus zu beachten, dass Rauchen für eine immense und beinahe nicht zu überschauende Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich zu machen ist. Tatsächlich gehen schätzungsweise 2 von 10 Krankheiten auf das Rauchen von Tabak zurück. Diese Zahlen lagen in der Vergangenheit jedoch weitaus höher. Der stetige Rückgang von Rauchern innerhalb der Bevölkerung hat einiges dazu beitragen können, dass auch die damit einhergehenden Krankheiten zurückgehen. Das ist eine alles in allem recht positiv wahrzunehmende Entwicklung. Insbesondere Staat und Steuerzahler werden hierdurch entlastet, nicht zuletzt deswegen, weil die hieraus resultierenden medizinischen Betreuungskosten stark zurückgehen.

Dennoch sollte man die Situation nicht unterschätzen. Nach wie vor gibt es sehr viele Raucher und nach wie vor erkranken sehr viele Menschen aufgrund dieser Angewohnheit jährlich an sonst leicht vermeidbaren Leiden. Hierzu eine Liste der häufigen Symptome, die eine nach wie vor anhaltende Nikotinsucht bedingen kann :

Übersicht der Symptome

  • Schädigungen des Zahnfleisches
  • Ausfallen der Zähne
  • Geschwüre und Blasen auf der Zunge und generell im Innern des Mundes
  • Geschwüre und Blasen im Rachen
  • Teerablagerungen in der Lunge und der Luftröhre
  • Bildung eines Emphysems
  • Verstopfung der Arterien und anderer Gefäße
  • Krankhaft beschleunigter Stoffwechsel
  • Hoher Blutdruck
  • Chronische Schwächung des Immunsystems
  • Durchfälle
  • Erkrankungen des Darms
  • Häufige Entzündungen der Nase, des Halses oder der Lunge
  • Minderleistungen der Augen, teilweise partielle oder komplette Blindheit
  • Taubheit der Glieder, insbesondere der Beine
  • Schwächung der männlichen Potenz
  • Minderung der Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen
  • Minderwuchs (bei nicht voll ausgewachsenen Rauchern)
  • Atemnot und generelle stark veringerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Verlust oder Reduktion der Sinne für Geruch und Geschmack
  • Unregelmäßiger Schlafrhythmus
  • Vergilbung der Zähne und der Finger
  • Bildung von Falten, Pickeln und allgemein unreiner Haut
  • Haarausfall
  • Schwarzer Auswurf (Sputum) beim Husten
  • Probleme morgens in die Gänge zu kommen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Vergiftungen

Alkoholkonsum

Was ist Alkoholsucht? Unter Alkoholsucht oder Alkoholismus versteht man eine physische und psychische Abhängigkeit von der Substanz Ethanol (Alkohol). Es besteht ein konstantes starkes Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Die Beschaffung und der Konsum des Alkohols sind für Alkoholiker lebensbestimmend.
Bei verringertem Alkoholkonsum treten Entzugserscheinungen auf. Die Toleranz für Alkohol ist erhöht, d.h. um die beabsichtigte euphorisierende Wirkung zu erzielen, sind immer größere Mengen an Alkohol notwendig.
Man schätzt, dass es in Deutschland ungefähr zwei Millionen Alkoholiker gibt; 70% davon sind männlich. Beim funktionierenden Alkoholiker bemerkt man die Alkoholsucht von außen häufig nicht. Alkoholsucht kann zu schweren Folgekrankheiten führen, z.B. Leberzirrhose, Pankreatitis, Kardiomyopathie, Gicht oder organischen Hirnschäden.

Dabei ist seitens der Fachwelt bereits der Konsum des berühmten „Feierabendbieres“ auf täglicher Basis als bedenklich anzusehen und ein erster Schritt in Richtung Trunksucht. Darüber hinaus können auch Personen Alkoholiker sein, die nicht konstant Ethanol konsumieren. In diesen Fällen spricht man von der sog. „Binge Drinking Disorder“ – einer Art zwanghaften Rauschtrinkens in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen. Wer sich also jedes zweite Wochenende in ein Delirium trinkt, aber sonst abstinent lebt, ist häufig trotzdem als alkoholkrank zu kategorisieren.

Die Entstehung einer Alkoholsucht wird zudem durch den Faktor begünstigt, dass Schnaps, Bier, Wein und Co. in der westlichen Gesellschaft nicht als Drogen, sondern als Genussmittel angesehen werden. Das rückt den Konsum selbiger in ein grundsätzlich positives oder neutrales Licht. Manche Bräuche und Sitten bestärken das Individuum sogar in seinem Alkoholkonsum. Nichtsdestoweniger sind in den letzten Jahren immer mehr Anti-Alkohol-Kampagnen zu beobachten, die die Bevölkerung über die versteckten Gefahren dieses „Kulturgutes“ aufklären.

Das ist eine grundsätzlich positive Entwicklung. Aufklärung gilt nicht zu Unrecht als die beste Prophylaxe.

Bei der Entstehung der Alkoholsucht sind genetische, psychologische und soziale Faktoren sowie die persönliche Lebensgeschichte von größter Bedeutung, dabei sind diese jedoch nicht als einzelne Gründe anzusehen, sondern sind im Kontext zueinander zu betrachten. Zwillings- und Adoptionsstudien haben gezeigt, dass nahe Verwandte von Alkoholikern ein höheres Risiko haben, selbst alkoholkrank zu werden. Ob dies allerdings primär an den Erbanlagen oder den ähnlichen soziokulturellen Umständen liegt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Zu den genetischen Faktoren gehören auch angeborene Unterschiede bezüglich der Alkoholverträglichkeit und der Abbaukapazität der Leber. Die schnell eintretende positive Wirkung des Alkohols verstärkt das Suchtverhalten. Alkohol greift durch Stimulierung bestimmter Rezeptoren in den Gehirnstoffwechsel ein und bewirkt dadurch eine entspannende und angstlösende Reaktion.
Gründe für die Entwicklung einer Alkoholsucht

  • Genetische Vorbelastung: Wie bereits erwähnt, richtet sich die menge des vertragenen Alkohols stark nach dem konsumierenden Individuum aus. Hierbei spielt die ebenso bereits erwähnte Abbaukapazität der Leber eine entscheidende Rolle. Diese ist durch die Menge und Güte der natürlich vorhandenen „Alkoholdehydrogenase“ zu ermitteln. Hierunter versteht man Enzyme, die dafür zuständig sind, die konsumierten Alkohole zu katalysieren und für den menschlichen organismus nützlich zu machen oder unbrauchbare Stoffe auszuscheiden.Manche Personen sind von geburt an mit besonders vielen oder besonders effektiven Alkoholdehydrogenasen ausgestattet, die es ihnen jeweils erlauben, vergleichsweise große Mengen Alkohol zu trinken, ohne dass ihnen dadurch die typischen Folgebeschwerden entstehen. Allerdings führt dies oftmals zu einer Fehleinschätzung der eigenen Leistung und das begünstigte Individuum neigt zur Übertreibung, was schließlich in einer Sucht enden kann.Darüber hinaus äußert sich eine erbliche Vorbelastung in stark erhöhten Chancen darauf, selbst der Trunksucht anheim zu fallen. In aller Regel haben die Kinder oder Kindeskinder von Trinkern eine etwa 70 bis 80% höhere Chance, selbst abhängig zu werden. Die Genauen Ursachen hierfür sind noch Gegenstand der Forschung.
  • Soziokulturelle und soziofamiliäre Faktoren: Kinder kopieren ihre Eltern und ihre Umwelt. Ist diese Umwelt vom Alkohol bestimmt, nehmen Kinder, die in diesem Umfeld aufwachsen, denselben als etwas normales und alltägliches wahr. Das stellt ein immenses Risiko für die geistige Entwicklung des Kindes dar und bietet darüber hinaus eine stark erhöhte Chance, selbst trunksüchtig zu werden.Selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, werden Individuen seit aber der frühesten Kindheit mit Alkohol konfrontiert. Dieser Suchtstoff hat in unserer Kultur eine tief verwurzelte Geschichte und ist quasi omnipräsent. Spätestens während der Pubertät ist diesem Trank nicht mehr zu entkommen. Durch Gruppendruck und Experimentierfreudigkeit, werden viele Jugendliche dazu verleitet Alkohol zu konsumieren. Das kann mehr oder weniger harmlos sein. Muss es aber nicht. Denn oftmals legt dieser präadulte Konsum bereits den Grundstein für eine späteren Sucht.Also lässt sich zusammenfassen, dass familiäres Vorleben und Gruppendruck zwei ebenso gravierende Faktoren hin zu einer Ethanolabhängigkeit sein können, wie die o.g. genetischen Faktoren.
  • Mentale Faktoren: Alkohol wartet in geringen Dosen mit einigen augenscheinlichen Vorzügen auf: So verstärken sich Selbstsicherheit, Charme, Witz und Auftreten, während Stress, Angst und Unsicherheit weichen. Des Weiteren bedient Alkohol das Belohnungszentrum, des Gehirns und führt somit zur Ausschüttung diverser glücksteigender Botenstoffe, wie bspw. Dopamin. All diese Faktoren werden vom Gehirn als zunächst positiv empfunden und also ebenso von der Psyche als erstrebenswert betrachtet.Das steigert abermals die Chance, dem Alkoholismus zu verfallen. Schließlich denken Körper und Geist, dass der Alkohol ihnen etwas Gutes tut. Das dem nicht so ist, wird oftmals vom wachen Verstand ausgeblendet und man sucht Gründe, sein Verhalten zu rechtfertigen. Das sind bereits die ersten Anzeichen eines sich einstellenden Alkoholismus.

Der Alkoholismus ist ein weltweit sehr häufig vorkommendes Phänomen. Man findet diese Suchterkrankung in beinahe jeder Kultur. Dennoch sind gerade Länder der westlichen Welt besondere Ballungszentren für dieses Übel. Dies liegt daran, dass Alkohol eine tiefe Verwurzelung in den hiesigen Kulturen hat und zum gesellschaftlichen Leben dazugehört, wie kaum eine zweite Substanz.

Traditionell am wenigsten von Alkoholismus betroffen sind die Länder und Völker Nordafrikas und der arabischen Halbinsel. Dies liegt zu großen Teilen daran, dass ihnen ihre Religion den Konsum dieses Rauschmittels verbietet. Dennoch kommt es auch dort zu Entwicklungen von Alkoholsüchten.

Darüber hinaus sind Männer statistisch gesehen öfter abhängig als Frauen. Etwa 70 zu 30. Der Trend geht aber immer mehr dazu, dass auch Frauen vermehrt zur Flasche greifen. So war in den letzten Jahren ein Anstieg der weiblichen Alkoholiker zu messen.

Aufgrund der Häufigkeit gilt Alkohol in der EU zudem als dritthäufigste Todesursache nach Nikotin und Bluthochdruck. Es liegen Estimationen vor, die davon ausgehen, dass zwischen 70 und 80 Millionen EU-Bürger Alkoholiker sind. Hierbei stellen besonders die Länder des Balkans traurige Rekorde der pro Kopf Menge an verzehrtem Reinalkohol auf. Aber auch Deutschland gehört zu den europäischen Spitzenreitern. Schätzungen der Bundesregierung gehen von rund zwei Millionen alkoholabhängigen Menschen in Deutschland aus. Des Weiteren seien bis zu zehn Millionen zudem auf einem gefährlichen Pfad oder trinken zu viel, ohne jedoch alkoholkrank zu sein.

Aufgrund der o.g. Gründe gibt es weltweit viele Aufklärungskampagnen, um die Menschen vor den Gefahren des Alkohols zu warnen. Trotz all der Bemühungen steigen die Zahlen der weltweit behandelten Alkoholiker jedoch stetig an. Dies wird unter anderem auf die technologiebasierte Einsamkeit vieler Bürger geschoben. Aber dies ist nur eine Theorie, die es weiterhin zu erforschen gilt.


Symptome & Anzeichen

Zu den Symptomen gehört unter anderem eine langsam verlaufende Sehverschlechterung. Man braucht häufig eine neue und stärkere Brille. Die Sehschärfe nimmt ab, die Blendempfindlichkeit dagegen zu. Manchmal tritt Doppelbilder-Sehen auf oder Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen herum. Das räumliche Sehvermögen und die Hell-Dunkel-Adaptation verschlechtern sich. Manchmal kann das Linseninnere quellen oder austreten, dadurch kann ein Glaukom entstehen mit den Hauptsymptomen erhöhter Augeninnendruck, Absterben von Nervenzellen und Gesichtsfeldausfällen.

Zusammenfassung
Hierzu eine allgemeine Übersicht der etwaig auftretenden Symptome:

  • Verschwommene und verdunkelte Sicht – Betroffenen kommt es oftmals so vor, als befänden sie sich in einem sehr schlecht ausgeleuchteten Raum, selbst wenn sie direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Dies führt dazu, dass sie sich nur sehr schlecht orientieren können und darüber hinaus nicht in der Lage sind, Details und Feinheiten aus ihrer Umgebung wahrzunehmen.
  • Nachtblindheit – Wie gerade erwähnt, kommt es im Rahmen einer Erkrankung mit grauem Star dazu, dass die daran leidende Person nicht mehr in der Lage ist, genug Licht durch die Linse des Auges auf die Retina einfallen zu lassen. Hierdurch scheint die Welt sehr dunkel und in dauerhafter Nacht begriffen. Insbesondere aber dann, wenn es tatsächlich Nacht ist, kann es kritisch werden. Das wenige während dieser Stunden zur Verfügung stehende Licht reicht nicht dazu aus, den Betroffenen auch nur die geringste visuelle Wahrnehmung zu gewährleisten. Sie sind faktisch blind.
  • Lichtempfindlichkeit – Interessanterweise schmälert der graue Star nicht nur die Fähigkeit der Linse, Licht einfallen zu lassen, er macht das Auge per se auch wesentlich anfälliger für extreme Helligkeit. Dieser Umstand ergibt sich medizinischer Nachforschungen zufolge daraus, dass das Auge sich schlicht an das Vorhandensein von weniger Lichteinfall als üblich gewöhnt und jede zusätzliche Menge als empfindliche Störung wahrnimmt. Dies führt nicht selten zu teils starken Schmerzen und Unwohlsein.
  • Rapide Verschlechterung der Sehschärfe – Personen, die an der vorliegenden Erkrankung leiden müssen damit rechnen, dass sie rapide an Sehschärfe verlieren. Tatsächlich kann es durchaus der Fall sein, dass sie alle halbe Jahre einer neuen Brille, bzw. neuer Kontaktlinsen bedürfen. Das geht nicht nur massiv ins Geld, sondern ist auch eine immense Unanehmlichkeit.
  • Vergilbung oder Vergrauung – Im Rahmen eines Katarakts kommt es nicht selten dazu, dass der Betroffene seine Umwelt mit der Zeit wesentlich gelber oder grauer wahrnimmt. Alle Farben scheinen sich in einem dieser beiden Spektren zu verlieren. Das beschneidet nicht nur die Lebensqualität, sondern sorgt darüber hinaus auch dafür, dass leidende Personen noch schlechter in der Lage sind, sich zu orientieren und in der Welt sowie in ihrem Alltag zurechtzufinden.
  • Doppelsichtigkeit eines Auges – Ein ganz besonders gefürchtetes Symptom deas grauen Stars ist die Doppelsichtigkeit auf einem Auge. Diese ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch immens verwirrend. In besonders schlimmen Fällen kann es auch zu einer jeweiligen Doppelsichtigkeit beider Augen kommen. Dies ergibt eine effektive Viersichtigkeit. Dieser Zustand ist für Betroffene oftmals kaum erträglich und bedarf einer sofortigen medizinischen Betreuung.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Durch Anamnese und Untersuchung des Auges sowie Sehtests stellt der Augenarzt die Diagnose „grauer Star“. Durch die sogenannte Spaltlampenuntersuchung, eventuell nach Pupillenerweiterung durch Augentropfen, kann das Auge mikroskopisch untersucht werden. In fortgeschrittenen Fällen ist die weiße Pupille des Starpatienten mit bloßem Auge sichtbar.

Alles in allem stehen dem behandelnden Arzt folgende diagnostischen Mittel zur Verfügung:

  • Sehtest: Ein allgemeiner und unspezifischer Sehtest ist in aller Regel das erste diagnostische Mittel, dessen sich ein Augenarzt bedient, wenn ein Patient über Symptome klagt, die eventuell auf einen grauen Star zurückzuführen sein könnten. Hierbei gibt es verschiedenste Vorgehensweisen. Zum einen der klassische Sehtest, bei dem der Patient versucht eine Reihe von Buchstaben auf einer Tafel richtig zu entziffern. Dieses Mittel ist beinahe so alt wie die Augenheilkunde selbst und darum sehr erprobt. Nichtsdestoweniger gibt es inzwischen auch etwas modernere Methoden. Diese sind im Grunde nicht viel anders, als die klassische, inkorporieren aber technische Elemente, die dabei behilflich sind, bestimmte Daten zu ermitteln.Sollte der Patient wider Erwarten bei diesem Test gut abschneiden kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich bei dem vorliegenden Augenleiden nicht um einen grauen Star handelt – oder wenn doch, dann nur um eine sehr frühe Form desselben.
  • Spaltlampenuntersuchung: Bei einer Spaltlampenuntersuchung handelt es sich ebenfalls um ein sehr altes augenärtztliches Untersuchungsverfahren, das im Laufe der Zeit zwar wesentlich verbessert, nicht aber merklich verändert wurde. Bei einer Spaltlampe handelt es sich im Grunde um ein mit Licht verstärktes Mikroskop. Mithilfe dieser Apparatur kann der behandelnde Arzt einen „Lichtspalt“ (daher der Name) auf das Auge des Patienten werfen und sich somit einen mikroskopisch genauen Überblick über Linse, Iris, Hornhaut und Co. verschaffen.Aufgrund der Tatsache, dass es dem Mediziner hierdurch möglich ist, das Auge sehr genau zu untersuchen, kann er Abnormalitäten leicht ausfindig machen zu dementsprechend einer Krankheit, beispielsweise auch dem grauen Star, zuordnen.
  • Untersuchung der Retina: Die Retina ist wahrscheinlich besser als „Netzhaut“ bekannt. Eine Untersuchung derselben ist bei vielen Krankheiten der Augen unablässig und verrät dem zuständigen Sachverständigen sehr viel über die potentiell vorliegenden Leiden. Zuvörderst ist es jedoch notwendig, die Pupille mittels Augentropfen zu erweitern. Ist dies geschehen, steht der Untersuchung nichts mehr im Wege.

Verlauf der Krankheit

Wie bereits eingänglich erwähnt, verläuft die vorliegenden Krankheit oftmals sehr langsam und schleichend. Es kann bisweilen Jahre dauern, bis ein Betroffener überhaupt bemerkt, dass er eventuell an einem grauen Star leiden könnte. Dieser Umstand trägt dazu bei, dass es oftmals nicht zur rechtzeitigen Stellung einer Diagnose kommt. Zwar ist es nicht zu leugnen, dass das besonders in der frühen Phase nicht zu sonderlichen Komplikationen führt, dafür aber umso mehr, wenn die Krankheit erst mal ein gewisses Stadium erreicht hat.

Nichtsdestoweniger gibt es keine einheitliche Einteilung über etwaig auftretende Stadien des grauen Stars. Das kann die Diagnose ebenfalls etwas erschweren. Der hierdurch entstehende Schaden ist jedoch überschaubar und man sollte sich dahingehend keine allzu großen Gedanken machen, wenn man von diesem Leiden betroffen ist.

Noch vor einigen Jahrhunderten war der graue Star ein sicherer Indikator dafür, dass man den Rest seines Lebens als Blinder verbringen musste. Diese Zeiten sind jedoch glücklicherweise vorbei. Interessanterweise gab es allerdings schon in der Antike operative Verfahren, die gegen einen grauen Star helfen konnten. Diese wurden von sog. „Starstechern“ angeboten. Hierbei handelte es sich um speziell ausgebildete „Mediziner“, die sehr geschickt im Umgang mit langen Nadeln waren. Sie drückten die Linsen der Patienten mit besagter Nadel nach unten und sorgten damit für ein „Auslaufen“ des Auges. Im Zuge dessen liefen auch die typischen grauen Verfärbungen aus dem Auge ab, die für den grauen Star sorgen.

Die Chance einen solchen Eingriff zu überleben waren zwar relativ hoch, nicht selten aber ging etwas schief und der Patient erblindete dauerhaft. Selbst bei einer erfolgreichen Operation erlangte man aber nicht sein volles Sehvermögen zurück. Aufgrund der doch eher primitiven Vorgehensweise, entwickelten Personen nicht selten Dioptrien von minus 15 und mehr. Mach musste sich also vor einem solchen Eingriff darüber im Klaren sein, ob man lieber den grauen Star und eine immense Verminderung der Sehleistung will.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Tatsächlich lassen sich sage und schreibe 51% aller weltweit auftretenden Fälle von Blindheit auf einen altersbedingten grauen Star zurückführen. Das ist eine immense Zahl. Rund 20 Millionen Menschen sind also nicht nur von einem grauen Star betroffen, sondern auch daran erblindet. Weitere 55 Millionen Menschen leiden an einem grauem Star, ohne daran erblindet zu sein. Interessanterweise sind diese Menschen zumeist in Entwicklungsländern und / oder Schwellenländern anzutreffen. Tatsächlich mehr als 52 Millionen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur etwa drei Millionen Menschen in der sog. „ersten Welt“ Opfer des grauen Stars werden und das sogar noch weniger an ihm erblinden.

In der Tat ist es also so, dass es sich beim Katarakt um ein Leiden handelt, dass zumeist die ärmsten der Armen heimsucht. Darüber hinaus muss man an dieser erwähnen, dass der graue Star inzwischen sehr leicht zu behandeln ist. Diese Behandlung steht aber in armen Gebieten der Erde schlicht nicht zur Verfügung und / oder ist für einen breiten Teil der Bevölkerung nicht erschwinglich. Darüber hinaus ist die Dichte an Ärzten in der dritten Welt sehr geringfügig. Dies führt zu teilweise sehr langen Wartezeiten und somit wiederum zu einer weiteren Verzögerung der Behandlung. Auch wissen viele Bewohner Afrikas und Asiens schlicht nicht, dass man gegen den grauen Star etwas unternehmen kann. Die Tatsache, dass alte Menschen in diesen Kulturen einen grauen Star entwickeln, wird als gegeben angenommen und man ist allgemein hin nicht davon überzeugt, dass man diesen Zustand artifiziell ändern könne.

All dies sind Faktoren, die dazu beitragen, dass der graue Star in minder gut versorgten Regionen der Erde mit einer wesentlich höheren Prävalenz in Erscheinung tritt, als beispielsweise hierzulande der Fall ist.

Der wichtigste Faktor ist und bleibt jedoch das Alter. Junge Menschen erkranken nur sehr selten an diesem Leiden. Allein deswegen schon nicht, weil es teils Jahrzehnte braucht, um sich zu einem Problem zu entwickeln.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig und bedürfen keiner allzu großen weiteren Analyse. Dies bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass fehlerhafte Diagnosen grundsätzlich ausgeschlossen sind. Tatsächlich gibt es einige Krankheiten der Augen, die einem grauen Star sehr ähnlich sein können.

Daher ist es für den behandelnden Arzt sehr wichtig genau abzuklären, ob tatsächlich ein grauer Star vorliegt oder ob es sich nicht doch um eine andere Diagnose handelt. Eine aus einer Fehldiagnose heraus resultierende Therapie könnte fatale Folgen haben. Insbesondere dann, wenn es im Zuge dessen zu einer unnötigen Operation kommt. Und obgleich sich nicht bestreiten lässt, dass dies mitunter der Fall ist, sollte man dennoch keine allzu große Furcht haben. Dank der modernen Schulmedizin kommt es merklich seltener als noch vor einigen Jahrzehnten vor, dass man fälschlicherweise einen Katarakt diagnostiziert bekommt.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend bemerken, dass die Diagnose durchaus für einige kleine Schwierigkeiten sorgen kann, nichtsdestominder aber sollte man davon ausgehen können, dass der behandelnde Arzt weiß, was er tut und das nicht nur im Bezug auf die Behandlung, sondern auch auf die Diagnose selbst.

Auch sollte man sich zwecks solcher Beobachtungen den Umstand abermals vor Augen führen, dass man Drittperson den grauen Star eines anderen Menschen bisweilen mit bloßem Auge zu sehen imstande ist. Dies ist zwar nur in besonders stark fortgeschrittenen Fällen möglich, dennoch kommt es vor. Und was mit bloßem Auge sichtbar ist, das ist schon viel früher mit dem Mikroskop oder anderer Technologie zu erspähen. Darum sollte man sich wirklich nicht vor einem falschen Befund fürchten.

Die soeben erwähnte Sichtbarkeit des grauen Stars ist nicht nur der ausschlaggebenste Indikator für sein Vorhandensein, sondern beinahe schon ein Zeichen dafür, dass jegliche Hilfe zu spät kommt. Sicherlich kann man noch einiges bewegen, aber die Chancen auf komplette Heilung sind sehr schmal. Auch darum lohnt sich eine Früherkennung.


Komplikationen bei der Krankheit

Nicht nur die Krankheit selbst erzeugt einige nennenswerte Komplikationen, sondern auch eine etwaig dagegen vorgenommene Operation. Zwar sind die operativ entstehenden Komplikationen wesentlich überschaubarer als noch in den Tagen, da einem der Star auf dem Jahrmarkt gestochen werden musste, dennoch sind sie nicht gänzlich ausgemerzt.

In den gravierendsten Fällen kommt es in einem Zeitraum von fünf Jahren nach der Operation zu einer Ablösung der Netzhaut, der sog. „Ablatio retinae“. Diese ist zwar nicht lebensbedrohlich, dennoch entstehen dem Betroffenen hierdurch immense Einschränkungen der Lebensqualität und starke Schmerzen. In beinahe allen Fällen zieht eine solche Ablösung eine unausweichliche Erblindung nach sich. Diese kann in extremen Fällen auf beiden Seiten vorliegen. Somit kommt es zu einem vollständigen Sehverlust. Tritt die Ablösung der Netzhaut nur in einem Auge auf, kommt es logischerweise nur zu einer partiellen, bzw. zu einer einseitigen Erblindung.

Die natürlichen im Rahmen einer solchen Erkrankung entstehenden Komplikationen sind meist solche, die sich negativ auf die selbständige Bewältigung des Alltags ausüben. Gerade die bereits erwähnte Teilnahme am Straßenverkehr, sowohl aktiv als auch passiv, kann sehr schwer oder gar unmöglich werden. Auch resultieren aus einem grauen Star zumeist alle Komplikationen, die auch mit einer Blindheit einhergingen.

Somit kann es sein, dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, seinen Alltag selbständig zu meistern und dahingehend Unterstützung in Anspruch nehmen muss. Denn vielen Menschen, die Zeit ihres Lebens auf ihre Augen vertrauen konnten, fällt es schwer, sich plötzlich ganz ohne dieselben durch ihr Leben zu bewegen. Insbesondere viele ältere Menschen kommen mit dieser Umstellung nicht mehr zu recht und „geben auf“. Hieraus können mitunter Depressionen und andere massive Missstimmungen resultieren.

Somit können die etwaig auftretenden Komplikationen durchaus sehr grimm und düster sein. Das heißt aber natürlich nicht, dass jeder Mensch auch davon betroffen sein muss. Gerade bei einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung des Katarakts kommt es zumeist zu überhaupt keinen Komplikationen und der ehemals Erkrankte kann ein sorgenfreies Leben führen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann genau man einen Arzt aufsuchen sollte, ist gerade im Fall des grauen Stars sehr wichtig und nicht zu vernachlässigen. Viele Menschen nehmen ihre Augenschäden nicht ernst genug und suchen statt eines Augenarztes lieber einen Optiker auf, um sich eine neue Brille anpassen zu lassen. Das ist sicherlich nicht grundsätzlich verkehrt, nichtsdestominder aber hilft das nichts gegen das vorliegende Problem. Eine stärkere Brille ist nur eine temporäre Lösung für ein dauerhaftes Problem. Ergo überhaupt keine Lösung. Somit ist jeder Person, deren Sehkraft binnen kürzester Zeit merklich nachlässt oder nachgelassen hat, dazu geraten, neben dem Optiker auch einen Augenarzt aufzusuchen. Und sei es nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn beim grauen Star gilt, wie bei jeder anderen Erkrankung auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Darüber hinaus sollte man regelmäßig einen entsprechend qualifizierten Mediziner aufsuchen, um eine gewisse potentielle Früherkennung zu gewährleisten. Leider aber ist das leichter gesagt als getan. Augenärzte sind in Deutschland sehr dünn gesät und es kann teilweise sehr lange dauern, bis man einen Termin bekommt. Gerade darum ist es wichtig, dass man sich rechtzeitig um einen solchen bemüht, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, wenn es um die Gesundheit und das eigene Augenlicht geht.

Somit kann man abschließend nur noch einmal jeden dazu aufrufen, seine Augenleiden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich Hilfe zu suchen, wenn man denkt, dass diese nötig ist. Jedes Zögern, jedes Wanken ist verlorene Zeit, die man hätte in die Heilung des etwaigen Katarakts hätte investieren können. Zwar entsteht die Krankheit schleichend und es kann teils Jahrzehnte dauern, bis sie stark genug ausgeprägt ist, um tatsächlich einen merklichen negativen Effekt auf die Augen zu haben, aber solange sollte man es nicht herauszögern. Darum muss einem selbst der kleinste Verdacht schon als Ansporn dazu dienen, einen Mediziner zu konsultieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die derzeit beste Behandlungsmöglichkeit ist eine Operation, bei der die getrübte Linse durch ein Linsenimplantat ersetzt wird. Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 400.000 Kataraktoperationen durchgeführt.
Die AugenOP kann ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Eine Operation in Vollnarkose wird entweder auf Wunsch des Patienten oder bei unruhigen Patienten, die nicht still halten, durchgeführt. Heute wird meist eine Operationstechnik angewendet, bei der die Kapsel der erkrankten Linse geöffnet und der Linseninhalt durch Ultraschall zertrümmert und anschließend abgesaugt wird.
Die Kapselrückwand bleibt erhalten. Als Ersatz für die Augenlinse wird eine Kunstlinse aus elastischem Material wie Silikon eingesetzt. Nach dem Einsetzen des Linsenimplantats ist die Akkomodation nicht mehr möglich, d.h. das Auge kann sich nicht mehr in verschiedenen Distanzen scharf einstellen.
Nach der Operation kann eine Trübung der erhaltenen Kapselrückwand auftreten; dies bezeichnet man als Nachstar. Der Nachstar kann mit Augenlasern gut behandelt werden; dabei schneidet der Laser ein Loch in die hintere Kapsel.
Man sollte sich nach der OP einige Wochen lang körperlich schonen und auf Besuche von Sauna und Schwimmbad verzichten. Komplikationen einer AugenOP sind Infektionen des Augeninneren, die zu einer Netzhautablösung und Erblindung führen können; bei Verdacht auf eine Infektion (Augenschmerzen, Tränen, Rötung) sollte sofort eine Augenklinik aufgesucht werden.
Die beste Vorbeugung gegen Katarakt besteht im Vermeiden von Augenverletzungen und UV-Bestrahlung des Auges (gute Sonnenbrille).


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Grundsätzlich ist es nicht auf direktem Wege möglich, gegen einen grauen Star Vorzubeugen, nichtsdestoweniger kann man versuchen, Risikofaktoren aus seinem Leben zu streichen, die nachgewiesenermaßen in direktem Zusammenhang mit einer solchen Erkrankung stehen.

Diese sind unter anderem:

  • Voranschreitendes Alter: Wie bereits gesagt, ist der wohl am häufigsten für die Entstehung dieses Leidens verantwortliche zu machende Faktor das Voranschreiten des Alters. Sicherlich kann man sich dagegen nicht wehren, schließlich gibt es noch kein Mittel dagegen, den Alterungsprozess zu stoppen, dennoch sei dieser Grund hier der Vollständigkeit halber aufgeführt.
  • Diabetes: Bekanntermaßen kann eine Diabetes jedweder Ausprägung sehr weitreichende negative Effekte auf die Augen des Erkrankten haben. Darunter auch die Entstehung eines grauen Stars. Nicht zuletzt deswegen, sollten Diabetiker sich regelmäßig dahingehend untersuchen lassen, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Starke direkte Sonneneinstrahlung: Wer in sehr sonnenreichen Gegenden wohnt, läuft große Gefahr, dass seine Augen mit der zeit bleibende Schäden entwickeln. Zu viel und zu starkes Sonnenlicht ist für die Augen nämlich genau so schädlich, wie für die Haut. Darum sollte man immer wenn nötig eine Sonnenbrille tragen. Hierdurch lässt sich auf Lange sicht oftmals das Schlimmste vermeiden.
  • Rauchen: Rauchen ist schlecht für viele Dinge. Unter anderem auch für die Augen. Raucher weisen ein durchschnittlich um 63% erhöhtes Risiko auf, einen grauen Star auszubilden als Nichtraucher.
  • Übergewicht: Übergwichtige Personen laufen ebenfalls höhere Gefahr, einen Katarakt zu entwickeln. Die genauen Mechanismen hierfür sind zwar noch nicht entschlüsselt, aber die Daten sprechen durchaus für sich.
  • Bluthochdruck: Personen, die an chronischem Blutchordruck leiden sollten sich des Umstandes bewusst werden, dass sie ein weitaus höheres Risiko aufweisen, an der vorliegenden Augenkrankheit zu leiden. Dies lässt sich auf mehrere Ursachen direkt zurückführen. Darum sollte man sich als Mensch mit chronisch hohem Blutdruck regelmäßig auf Katarakte hin untersuchen lassen.
  • Starker Konsum von Alkohol: Ebenso wie Rauchen oder Konsum von Drogen im Allgemeinen, hat auch der gesteigerte Konsum von Alkohol ein erhöhtes Risiko zur Folge, was den grauen Star betrifft. Darum sollte man sein Trinkverhalten entweder überdenken oder ggf. einen Entzug machen. Ein solcher ist nicht nur für die Augen, sondern auch für den restlichen Organismus eine Erleichterung.

Prognose zur Heilung

Die Prognose ist alles in allem nicht wirklich schlecht. Dennoch sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass jedwede Art der Behandlung dieses Leidens ein gewisses Risikopotential beinhaltet. Eine 100%ig sichere Methode gibt es nicht. Diese gibt es wiederum aber auch bei keiner anderen Behandlung.

Man muss sich nach einer Operation zunächst auf eine gewisse Erholungszeit einstellen. Es ist nicht der Fall, dass man direkt nach einem Eingriff wieder sein vollständiges Augenlicht zurückerhält. Diese Periode ist aber vergleichsweise sehr kurz und daher durchaus verschmerzbar.

Nichtsdestoweniger sollte man nicht vergessen, dass es nach einer Operation, gleichwohl ob diese erfolgreich war oder nicht, zu einer Ablösung der Netzhaut kommen kann. Die endet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer in der vollständigen oder teilweisen Erblindung des Betroffenen. Darum ist es sehr wichtig, dass man seine Augen auch nach einer OP nicht direkt überanstrengt. Wer sich direkt nach einem chirurgischen Eingriff fahrlässig verhält, braucht sich nicht zu wundern, wenn es zu negativen Konsequenzen kommt.

Dennoch muss man zusammenfassend erwähnen, dass die Prognose alles in allem eher gut aussieht. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich medizinische Behandlung sucht und nicht einfach der Natur ihren Lauf lässt. Zumindest gilt das für unsere Breiten. Wer in einer ärmeren Region der Welt an einem Katarakt erkrankt, hat leider sehr viel schlechtere Karten und es ist mehr als wahrscheinlich, dass man dieser Person nicht helfen kann oder helfen will. Damit ist eine früher oder später einsetzende vollständige Erblindung oftmals schlicht nicht zu verhindern und Betroffene müssen lernen mit ihren Schicksal zu leben. Nicht zuletzt deswegen handelt es sich beim grauen Star, wie bereits angeführt, um die statistisch gesehen am häufigsten zur Blindheit führenden Erkrankung weltweit. Und das soll schon etwas heißen.


Begleiterscheinungen

Wie bereits schon mehrfach erwähnt, gibt es mehrere Krankheiten, die den grauen Star entweder begünstigen, befördern oder begleiten. Dazu im folgenden eine Übersicht:

  • Diabetes: Diabetes mellitus, bisweilen auch als „DM“ abgekürzt, bezeichnet nicht eine, sondern eine ganze Gruppe von metabolischen Störungen, die allesamt bewirken, dass sich beim betroffenen Patienten stark erhöhte Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum hinweg einstellen. Besonders häufig in Zusammenhang mit einem erhöhten Blutzuckerwert auftretende Symptome sind unter anderem: Hochfrequenter Harndrang, ständiges Gefühl von Durst und Hunger. Sollte eine Diabetes, aus welchen Gründen auch immer, nicht behandelt werden, resultieren daraus zumeist immense Probleme für das erkrankte Individuum, die bis zum Tode führen können. Aber auch andere Komplikationen können auftreten. Darüber hinaus ist eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber allen möglichen anderen Krankheiten zu beobachten. Insbesondere das Absterben ganzer Hautareale oder die Minderfunktion lebenswichtiger Organe sind hierbei anzuführen. Aber auch das war noch nicht alles – zusätzlich zu den bereits angeführten Problemen stellen sich zumeist auch noch chronische Erkrankungen des Herzens, der Nieren und der Augen ein. Auch Geschwüre und Abszesse lassen sich sehr häufig, insbesondere an Beinen und Füßen, beobachten.Die genauen Ursachen, die einer Zuckerkrankheit, sprich einer Diabetes zugrunde liegen können, sind zumeist zweierlei Natur. Entweder produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin oder der Körper produziert zwar ausreichende Mengen dieses Stoffes, ist aber nicht in der Lage, dieselben korrekt zu nutzen und zu verwerten, was wiederum einer Minderproduktion gleichkommt. Des Weiteren gilt es ganz klar zwischen drei verschiedenen Typen von Diabetes zu unterscheiden:
    1. Diabetes Typ 1: Dieser Typ der Diabetes steht nicht in direktem Zusammenhang mit Übergewicht oder einem generell schlechten und ungesunden Lebenswandel. Vielmehr handelt es sich um eine Unterfunktion des Pankreas, sprich der Bauchspecheldrüse. Das produzierte Insulin reicht schlicht nicht aus, um den Bedarf des Körpers zu decken, woraufhin es zu teils massiven Mangelerscheinungen kommt, die wiederum dafür sorgen, dass den patienten die oben genannten Symptome befallen.In der Forschung sprach man lange Zeit auch von der sog. „juvenilen Diabetes“. Diese Bezeichnung gilt heutzutage jedoch als obsolet und man spricht in aller Regel nur noch von einer Diabetes des ersten Typs.

      Wie bereits erwähnt, ist diese Art der Diabetes nicht angeeignet, d.h. sie tritt als Resultat eines organisches Leidens auf und kann dementsprechend nicht gesteuert werden. Dieser Typ der Diabetes ist der seltenste und betrifft in aller Regel nur sehr wenige Menschen. Ist man jedoch trotzdem davon betroffen, gibt es leider keine effektiven Heilungschancen. Man ist als erkranktes Individuum den Rest seines Lebens darauf angewiesen, Insulin oder andere Medikamente zur Bekämpfung der Krankheit einzunehmen.

    2. Diabetes Typ 2: Bei dem zweiten Typ der Diabetes handelt es sich, anders als beim ersten Typ, um eine angeeignete Diabetes. Das heißt, dass das betroffene Individuum mehr oder weniger selbst für das Entstehen einer solchen verantwortlich zu machen ist. Besonders häufig liegt dem Ausbruch dieses Typs von Diabetes ein starkes Übergewicht, sprich eine Adipositas seitens des Erkrankten zugrunde. Aber auch eine generell schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung und dergleichen mehr können dazu beitragen, dass sich diese Art der erkrankung einstellt.Sobald man daran erkrankt ist, ist es zumeist auch nicht mehr möglich, sich vollständig zu heilen. Selbst nicht bei einem massiven Gewichtsverlust. Gleichwohl es hin und an tatsächlich vorkommt, dass zusammen mit dem Übergewicht, auch die Diabetes verschwindet. Hierbei handelt es sich aber um Ausnahmen und nicht um die Regel. Dennoch sollte eines viel daran gelegen sein, sein Übergewicht nach Möglichkeit so es geht loszuwerden.

      Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass immer mehr und mehr Menschen an dieser Krankheit leiden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele Menschen einen immer ungesünder werdenden Lebenswandel pflegen und sich zusätzlich sehr schlecht ernähren. Diese Mischung führt auf lange Sicht in beinahe allen Fällen dazu, dass sich eine Diabetes des zweiten Typs einstellt. Das ist traurig zu beobachten, weil es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine einfach zu vermeidende Krankheit handelt.

    3. Schwangerschaftsdiabetes / Gestationsdiabetes: Die Schwangerschaftsdiabetes ist ein relativ häufig vorkommendes Phänomen bei Frauen, die jenseits des 30. Lebensjahres schwanger werden. Die genauen Gründe für das eigentliche Entstehen dieser Form des vorliegenden Leidens sind nicht unmissverständlich geklärt, dennoch ist in aller Regel davon auszugehen, dass es sich um eine recht harmlose Krankheit handelt, die mithilfe moderner Medikamente sehr gut einzustellen ist.Darüber hinaus lässt sich sagen, dass diese Form der Diabetes in aller Regel kurz nach der Entbindung von alleine wieder vergeht.

    Wie bereits angeführt, handelt es sich bei der Diabetes, insbesondere bei der Diabetes des Typ 2, um eine vermeidbare Erkrankung. Darum ist sind Prävention und Vorsorge ungemein wichtig. Personen, die einen augenscheinlich ungesunden Lebensstil pflegen, der unter anderem zu (starkem) Übergewicht führt, laufen darum vermehrt Gefahr früher oder später diesem Leiden zu erliegen. Wer sich stattdessen aber gut führt, sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt und auf süchtig machende Stoffe wie Nikotin, Koffein und Alkohol sowie Drogen verzichtet, der kann in aller Regel davon ausgehen, dass ihm eine Diabetes erspart bleibt. Ein Restrisiko besteht zwar immer, aber das ist in diesem Falle so verschwindend gering, dass der modernen Schulmedizin kaum Fälle bekannt sind.

    Alle Arten der Diabetes werden auf ähnliche Weise behandelt. Zumeist ist es notwendig, dass der Patient sich das zu wenig produzierte oder falsch vom Körper genutzte Insulin künstlich zuführt. Dies geschieht mittels einer Spritze. Die genaue Menge des zugeführten Insulins muss dabei zunächst mittels einer Analyse des Blutzuckers eruiert werden. Hierzu sticht der Patient sich in den Finger und gibt einen Tropfen des dabei austretenden Blutes auf eine eigens dafür vorgesehene Maschine. Diese analysiert das Blut und bestimmt dabei den Blutzuckerwert. Ist dieser abnormal, so ist es notwendig entweder Insulin oder Zucker zuzuführen. Diese Methode ist insbesondere vor und nach Einnahme von Mahlzeiten anzuwenden. Man sollte nicht vergessen, dass man als Betroffener kaum mehr die Möglichkeit besitzt, irgendwo hinzugehen, ohne dass man sein Blutzuckermessgerät oder sein Insulin bei sich führt. Nicht zuletzt darum sollte man darüber nachdenken, ob der kurrent gepflegte Lebenswandel wirklich das richtige für einen ist oder ob man ggf. etwas an sich ändern sollte, um weniger Gefahr zu laufen, an einer Diabetes zu erkranken.

    Im Jahre 2015 litten weltweit etwa eine halbe Milliarde Menschen an einer Form der Diabetes – dabei waren jedoch beinahe 90% der Fälle von Diabetes des zweiten Typs betroffen, sprich dem Typ, der vermeidbar ist und im Rahmen einer ungesunden Lebensführung entsteht. Kurzum lässt sich also sagen, das ca. 8,3% der gesamten Weltbevölkerung an Diabetes leiden. Hierbei lassen sich allerdings keine geschlechtsspezifischen Häufungen feststellen. Zusätzlich hierzu steigen die soeben genannten Zahlen und Wahrscheinlichkeiten von Jahr zu Jahr an. Diesem Phänomen liegen verschiedene Ursachen zugrunde. Allen voran jedoch sind die zumeist sehr schlechten Essgewohnheiten der einzelnen Personen zu nennen, die oftmals zu Übergewicht führen.

  • Depressionen: Bei einer Depression handelt es sich um ein psychologisches Leiden. Die genauen Ursachen hierfür können vielerlei Natur sein und sind kaum zu verallgemeinern. Es lässt sich jedoch mit relativer Sicherheit behaupten, dass Depressionen, gleichwohl auch dies nicht gänzlich auszuschließen ist, nur äußerst selten vollkommen unabhängig von einem fassbaren Grund auftreten. Zumeist liegen diesem Leiden schwerwiegende traumatische Erfahrungen zugrunde. Aber auch weniger starke negative Geschehnisse können eine Depression verursachen. Hier kommt es sehr stark auf die jeweilige allgemeine seelische Verfassung und Härte des Individuums an. Manche Personen stecken selbst immens traumatische Erfahrung spielend weg, wohingegen andere bereits an nichtigen Geringfügigkeiten zerbrechen.Überhaupt und generell handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um ein sehr fallspezifisches Leiden, dass sich nur sehr schwer bis gar nicht in vorgegebene Muster zwängen lässt. Darum sollte man dies am besten auch erst gar nicht versuchen und Allgemeinplätze und hohle Phrasen vermeiden – insbesondere im direkten Umgang mit Betroffenen. Diese kennen derlei Phrasen bereits und reagieren nicht selten ablehnend oder gar ungehalten darauf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gut gemeint sind oder nicht.

    Auch ist es wichtig, sich bereits in der Frühphase der Erkrankung um einen Therapieplatz zu bemühen. Eine psychotherapeutische Langzeitbetreuung ist oftmals der einzige probate Weg, mit dem vorliegenden Leiden umgehen zu lernen. Die Kombination aus Gesprächstherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten ist die am häufigsten zum Einsatz kommende Art der Behandlung in Bezug auf eine Depression. Aber auch ohne die Gabe von Antidepressiva, die teil schwere Nebenwirkungen haben können, ist es möglich, therapeutische Erfolge zu erzielen.

    Alles in allem ist es also aufgrund der doch sehr individuellen Ausprägungen dieses Leidens kaum möglich, es in allgemeiner Form zu definieren. Man kann grundsätzlich von einer seelischen Missstimmung sprechen, die verschiedenste Formen und Ausprägungen annehmen kann. Sie kann sehr moderat verlaufen, aber auch extrem. Ein Freitod als finale Konsequenz ist nicht auszuschließen. Auch aus der Depression hervorgehende organische Leiden können entstehen, wenn diese nicht korrekt und zeitnahe behandelt wird.

  • Migräne: Der Begriff “Migräne” leitet sich ursprünglich vom griechischen Wort für “halber Kopf” beziehungsweise “halber Schädel” ab. Denn es handelt sich hierbei um eine neurologische Erkrankung, die Kopfschmerzen vor allem in einer Schädelhälfte hervorruft, die in regelmäßigen Abständen anfallsartig auftreten können. Wesentlich ist dabei, dass kein primärer physische Auslöser, wie beispielsweise eine Kopfverletzung oder ein Hirntumor, für das Auftreten des Schmerzes verantwortlich sind. Zum einen ist diese Erkrankung recht bekannt und wird vor allem als Frauenleiden verstanden, obgleich selbstverständlich auch Männer unter Migräne leiden können. Zum anderen gehört der Migränekopfschmerz zu jenen Erkrankungen des Menschen, die noch nicht in Gänze erforscht sind und über die es noch eine Reihe von Unklarheiten gibt. So ist unter anderem die Ätiologie der Migräne noch nicht abschließend geklärt.Das Krankheitsbild der Migräne ist insgesamt gesehen uneinheitlich. So gibt es beispielsweise Migränetypen, die weitgehend ohne Schmerzen verlaufen. Andere wiederum breiten sich teilweise auf beide Schädelhälften aus. Grob unterteilen lässt sich diese Erkrankung jedoch in die gewöhnliche und die klassische Migräne sowie ihre Mischform. Zum wesentlichen Unterscheidungsmerkmal wird dabei die sogenannte Aura. Es handelt sich dabei um sensorische Wahrnehmungsstörungen, die von leichtem Flimmern, Verzerrungen und Lichtblitzen bis hin zur temporären Blindheit reichen können.

    Die gewöhnliche Migräne tritt ohne Aura auf. Hier sind typische Symptome der halbseitige Kopfschmerz sowie Übelkeit und Unwohlsein. Durch laute Geräusche und grelles Licht verstärken sich die Symptome, weshalb Patienten dies als besonders unangenehm empfinden. In der Medizin wird das als Photophobie beziehungsweise Phonophobie (Angst vor Licht und Ton) bezeichnet.

    Die klassische Migräne tritt hingegen stets gemeinsam mit einer Aura in Erscheinung. Darüber hinaus finden sich ähnliche Symptome wie bei der gewöhnlichen Migräne. Aber auch ein Taubheitsgefühl bis hin zu motorischen Ausfällen einer Gesichtshälfte sind möglich. Je nach Ausprägung der Aura kann die klassische Migräne noch weiter unterteilt werden. Dann sind noch zusätzliche Merkmale möglich.

    Die Mischform, die häufig als “vermutliche” Migräne bezeichnet wird, kann mit oder ohne Aura vollzogen werden. Bei dieser Form des Kopfschmerzes treffen alle Merkmale auf eine Migräne zu, es fehlt jedoch jeweils ein entscheidendes Element für eine absolut sichere Diagnose.

    Unabhängig davon, welche Art der Migräne vorliegt, wird die in der Regel gut hinsichtlich der Symptome therapierbar sein. Betroffene können also trotz Diagnose Migräne zumeist ein normales, beschwerdefreies Leben führen. Eine gezielte Heilung dieser Erkrankung ist jedoch noch nicht möglich.

  • Bindehautentzündung: Unter der Bindehautentzündung, die man im Fachjargon auch als Konjunktivitis anspricht, versteht man zunächst eine Entzündung oder Infektion der transparenten Membran der Augen, der sog. „Conjunctiva“. Diese sorgt zunächst dafür, das gesamte Auge vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Da sie quasi direkt auf dem Augapfel aufliegt, ist sie besonders prominent, wenn sie sich entzündet. Sollte sich dieser Fall also einstellen, ist damit zu rechnen, dass das Auge allgemein eher rötlich, bzw. rosa wirkt. Darum wird die Krankheit im englischsprachigen Raum allgemein hin auch als „Pink Eye“ bezeichnet.Die Konjunktivitis als solche kann mehrere Ursachen und Auslöser haben. Bakterien und Viren sind hierbei ebenso als potentielle Verursacher anzuführen, wie allergische Reaktionen. Darüber hinaus können gleichzeitig beide Augen, aber auch nur ein Auge infiziert sein.

    Zwar sind die von einer Bindehautentzündung ausgehenden Symptome oftmals sehr unangenehm, glücklicherweise kommt es aber nur sehr selten zu Einbußen die allgemeine Sehfähigkeit betreffend. Die gewöhnlichen Behandlungsmethoden zielen primär darauf ab, die Symptome und die damit einhergehenden Schmerzen zu bekämpfen. Zudem sollte man bedenken, dass es sich bei dem vorliegende Leiden um eine potentielle ansteckende Krankheit handelt – darum ist es wichtig, möglichst zeitnahe nach dem Erkennen einen Mediziner aufzusuchen und sich fachmännische Hilfe zukommen zu lassen. Das schwächt nicht nur die Schmerzen merklich ab, sondern sorgt auch dafür, dass es für unbeteiligte Dritte unwahrscheinlicher ist, sich ebenfalls mit einer Bindehautentzündung zu infizieren.

  • Bluthochdruck: Unter Bluthochdruck versteht man eine dauerhafte Erhöhung der Blutdruckwerte auf systolisch mindestens 140mmHg und diastolisch mindestens 90mmHg.Nach dieser Definition leidet jeder vierte Deutsche unter Bluthochdruck. Da die Hochdruckkrankheit über längere Zeit hinweg symptomarm verlaufen kann, wird hoher Blutdruck oft erst dann erkannt, wenn Folgeschäden an anderen Organen, besonders an Herz, Gehirn und Nieren, auftreten.

    Arterielle Hypertonie kann zu einem lebensbedrohlichen hypertensiven Notfall führen und ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Als normal bezeichnet man einen Blutdruck von 120/80mmHg. Niedriger Blutdruck ist medizinisch unbedenklich.

    Systolisch (mm Hg) Diastolisch (mm Hg)
    Niedrig
    Optimal
    Normal
    Hochnormal 130-139 85-89
    Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
    Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
    Hypertonie Grad 3 > 179 > 109

    Der Blutdruck ist dynamisch; das bedeutet, dass er abhängig vom Grad der Aktivität der jeweiligen Person, der Tageszeit und physischen sowie emotionalen Stressoren fällt bzw. sinkt. Bei gesunden Personen wird er überwiegend über das autonome Nervensystem kontrolliert, welches wiederum durch Hormone aus der Nebenniere reguliert wird; diese bestimmen die Menge an Natrium, Kalium und Flüssigkeit, die über die Nieren ausgeschieden wird (was wiederum Einfluß auf das Blutvolumen nimmt). Der Blutdruck wird auch durch Ansteigen oder Absinken der Herzfrequenz sowie Dilatation (Erweiterung) oder Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße verändert. Sind einer oder mehrere dieser Regulationsmechanismen nicht in der Lage, angemessen auf die Bedürfnisse des Körpers zu reagieren, kann das zu einem permanenten Bluthochdruck führen.

    Zur Beurteilung des Blutdruckes werden zwei Werte bestimmt: der systolische Druck- oder Spitzendruck, der bei der Kontraktion des Herzens auf die Gefäßwände ausgeübt wird- und der diastolische Druck- der Druck, der zwischen den Schlägen in der Entspannungsphase des Herzens in den Arterien herrscht. Beide Werte werden in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und werden in der Form systolischer/diastolischer Wert angegeben. Zum Beispiel entspricht ein Blutdruck von 120/80 mmHg einem systolischen Druck von 120 und einem diastolischen Druck von 80 und würde als „120 zu 80“ bezeichnet werden. Normalerweise finden sich bei Erwachsenen Blutdruckwerte von 110-130 systolisch zu 60-85 mmHg diastolisch. Bei jungen Frauen treten häufiger niedrige Blutdruckwerte auf. Die Grenzwerte des Blutdrucks sind fließend und werden entsprechend der Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Erwachsenen wie folgt eingeteilt:

    • Optimaler Blutdruck ein systolischer Wert unter 120 mmHg und ein diastolischer unter 80 mmHg.
    • Normaler Blutdruck– ein systolischer Wert unter 130 mmHg und ein diastolischer unter 85 mmHg.
    • Prähypertension (Hoch-Normaler Blutdruck; Bezeichnet einen Zustand, bei dem der Blutdruck über die Normwerte erhöht ist und der in einen Bluthochdruck übergehen kann)- ein systolischer Druck von 130 bis 139 mmHg und/oder von 85 bis 89 mmHg diastolisch

    Bluthochdruckbereich

    • Hypertension, Grad 1– systolische Werte von 140- 159 mmHg und/oder 90 bis 99 mmHg diastolisch
    • Hypertension, Grad 2– systolische Werte von 160 bis 179 mmHg und/oder 100 bis 109 mmHg diastolisch
    • Schwere Hypertension, Grad 3– einem systolischen Wert von 180 mmHg oder mehr und/oder einem diastolischen Wert von 110mmHg oder mehr.

    Aufgrund umfangreicher Studien kann je nach Vorhandensein von zusätzlichen Risikofaktoren das eines schweren Herzkreislaufereignisses (Herz-Kreislauf-Tod, nicht-tödlicher Schlaganfall, Herzinfarkt) in den nächsten 10 Jahren ermittelt werden.

    In den meisten Fällen ist die Ursache für hohen Blutdruck unbekannt; man spricht hier von einer primären oder essentiellen Hypertonie.

    Als sekundäre Hypertonie wird Bluthochdruck bezeichnet, der durch eine andere Erkrankung (renal, endokrin, kardiovaskulär oder neurogen) oder durch Medikamente (Anti-Baby-Pille) oder Lebensmittel (Lakritze) verursacht wird.

    Auch durch Schwangerschaft oder durch Schnarchen kann ein Bluthochdruck auftreten.

    In den meisten Fällen ist die Ursache idiopathisch (also nicht bekannt). Diese Form des Bluthochdruckes wird auch als essentiell oder primär bezeichnet. Prinzipiell kann jeder davon betroffen sein, aber besonders häufig tritt er bei Männern- und hier besonders bei jenen mit afrikanischer Abstammung- sowie bei allen ethnischen Gruppen im Zuge des Alterungsprozesses auf. Die Hypertonie-Prävalenz In Deutschland liegt bei Männern bei 30 %, bei Frauen 26,9 % und im Osten jeweils höher als im Westen. Im Vergleich zu den USA und Kanada war der Blutdruck in allen Altersgruppen in Deutschland am höchsten. Die Häufigkeit der Hypertonie in Deutschland korreliert mit der Häufigkeit der Schalganfälle. Mindestens ein Drittel der Patienten weiß nicht, daß sie überhaupt an einem erhöhten Blutdruck leiden und nimmt daher auch keine therapeutische Hilfe in Anspruch. Meist verursacht der Bluthochdruck keine Symptome, bis er bereits begonnen hat, Organe zu schädigen. Aus diesem Grund wird er auch manchmal als „schleichender Tod“ bezeichnet: da er nahezu unbemerkt das Risiko für Insulte (Schlaganfälle), Herzerkrankungen, Myokardinfarkte (Herzinfarkte), Nierenschäden und Blindheit erhöht. Da der Bluthochdruck eine schleichende und häufige Erkrankung ist, bestimmt der Arzt bei jedem Patientenkontakt die Werte.

    Obwohl es unter Umständen nicht immer möglich ist, die Ursache zu ergründen, sind einige Risikofaktoren bekannt, die zu einer Hypertension beitragen oder eine bereits vorliegende verschlechtern können.

    Zu diesen Faktoren zählt man:

    • Übergewicht
    • Ausschweifenden Lebenswandel
    • Nikotinabusus (Rauchen)
    • Übermäßigen Genuß von Alkohol
    • Übermäßigen Natriumgehalt der Nahrung
    • Einnahme oraler Kontrazeptiva
    • Einnahme von Medikamenten wie Steroiden, Kokain und Amphetaminen

    Der Hypertension kann auch ein erkennbarer Auslöser zugrunde liegen. Diese Form des Bluthochdrucks wird als sekundäre Hypertension bezeichnet. Von besonderer Wichtigkeit ist es dabei, die Ursachen zu erkennen, um sie beheben und/oder kontrollieren zu können. Dadurch kann sich der Blutdruck wieder auf Normwerte einpendeln.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmitteln verhält es sich im Falle des grauen Stars ähnlich, wie bei den Hausmitteln. Sie sind mehr oder weniger ineffektiv, wenn es darum geht, die Krankheit selbst zu bekämpfen. Dennoch gibt es auch hier einige Ansätze, die recht gut dafür sorgen können, etwas Abhilfe zu leisten. Dazu zählen unter anderem:

  • Akkupressieren
  • Bewegungstherapie
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Massagen

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte

Welche Hausmittel können helfen?

Da es sich hierbei um ein sehr spezielles Problem handelt und Hausmittel meist nur allgemein Anwendung finden können, ist die Effektivität derselben in dem vorliegenden Fall stark limitiert und darüber hinaus auch aus medizinischer Sicht eher ineffektiv. Wenngleich viele Hausmittel bei anderen Krankheiten merkliche Abhilfe zu leisten imstande sind, so sollte man sich im Falle eines Katarakts keine allzu große Hoffnung machen.

Dennoch gibt es einige Mittel, die dabei helfen können das allgemeine Risiko zu senken. Hierzu gehören u.a.:

  • Rauchen aufgeben – Jede gerauchte Zigarette, Zigarre, Pfeife, Wasserpfeife usw. erhöht das Risiko eines Aneurysmas
  • Auf Koffein verzichten
  • Gesunde Ernährung
  • Entspannung
  • Ruhe gönnen
  • Sportliche Aktivität

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Frauenmantel
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Melisse
  • Mistel
  • Rosmarin
  • Wachholder

Die genannten Heilpflanzen versprechen natürlich keine vollständige Heilung. Nichtsdestoweniger können sie im Rahmen einer über die Schulmedizin heraus reichenden Behandlung Einsatz finden. Es bietet sich an, selbige als Aufguss oder Tee einzunehmen, hierdurch beruhigt man Geschädigte zusehends. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Betroffene nach einem langen Tag besonders ermattet ist. Aber auch als fertige Präparate sind diese Pflanzen erhältlich. Hierzu wendet man sich am besten an den Heilpraktiker des Vertrauens.

Es gilt jedoch vor jeder Anwendung mit dem zuständigen Mediziner zu klären, ob es sinnvoll oder potentiell schädlich ist. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige Allergien.

Ätherische Öle

  • Ingwer
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze
  • Rose

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des grauen Stars sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Apis mellifica
  • Thuja occidentalis
  • Rhus toxicodendron
  • Mercurius solubilis
  • Gelsemium
  • Echinacea

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen der Augen oftmals besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Augengesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie dem grauen Star. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

  • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
  • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
  • Kleine Portionen: Zur Entlasunt des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Darm stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
  • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit gesundheitlichen Problemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen des Darms oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper und folglich auch seine Augen keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Führ ein grauer Star unweigerlich immer zu einer vollständigen Erblindung?

Nein, glücklicherweise nicht. Oder eher „nicht mehr“. Zwar sind bereits seit der Antike Operationstechniken bekannt, die dazu genutzt wurden, betroffene Personen von ihrem grauen Star zu befreien, diese waren mitunter sogar relativ erfolgreich, sicher waren sie aber auf keinen Fall und oftmals endeten sie damit, dass der Patient dauerhaft erblindete. Heutzutage sieht die Lage dahingehend anders aus. Die Majorität der Operierten erlangt einen Großteil der durch den Katarakt verlorengegangenen Sehfähigkeit zurück.

Ist grauer Star erblich=
Es gibt keinerlei Indikatoren, die darauf hinweisen, dass es sich bei dem grauen Star um eine Erbkrankheit handelt. Zwar tritt dieses Leiden mitunter gehäuft in speziellen Familienverbänden und Stämmen auf, dies könnte aber aber eine sehr große Anzahl möglicher Gründe haben und muss nicht zwingend mit dem vererbten genetischen Material zusammenhängen.

Wie muss man sich einen grauen Star vorstellen?
Für nicht betroffenen Personen ist es oftmals nur schwer vorstellbar, wie die Welt sich einem Menschen darstellt, der an der vorliegenden Erkrankung leidet. Man muss es sich am ehesten so vorstellen, als ob man versuchte, durch ein beschlagenes Fenster oder oder ein verschmutztes Teleskop zu sehen. Man kann zwar schemenhaft Dinge wahrnehmen, alles in allem aber reicht die Sehleistung nicht (mehr) dazu aus, genaue Formen und Umrisse auszumachen, zu erkennen und korrekt anzusprechen.

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