Grauer Star

Definition Grauer Star

Grauer Star KataraktUnter einem grauen Star oder Katarakt versteht man eine Augenkrankheit, die durch eine zunehmende Trübung der Augenlinse gekennzeichnet ist.

Der Name stammt von der dabei auftretenden Graufärbung der Pupille.

Die Erkrankten sehen die Welt wie durch einen Nebel oder Wasserfall hindurch. Grauer Star, grüner Star und Makuladegeneration gehören zu den häufigsten Augenkrankheiten, wobei der graue Star die häufigste Erblindungsursache weltweit darstellt.

Steckbrief Katarakt & Grauer Star

  • Name(n): Grauer Star; Katarakt
  • Art der Krankheit: Augenleiden
  • Verbreitung: Weltweit (besonders häufig in Entwicklungsländern)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 70 Millionen Menschen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Augenarzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – H00-H59 – H25-H28 – H25

Was ist ein grauer Star?

Unter einem grauem Star oder einem Katarakt, wie man diese Erkrankung im medizinischen Fachjargon bezeichnet, versteht man eine wie auch immer geartete Trübung der normalerweise klaren Linse des Auges. Alles in allem kann man sich die Sicht eines Betroffenen in etwa so vorstellen, wie als ob man durch ein beschlagenes oder gefrorenes Fenster sehe. Durch diese Einschränkungen ist es Erkrankten oftmals nichts mehr möglich, vielen Aktivitäten nachzugehen. Hierunter fallen insbesondere solche, die ein sehr genaues Augenmaß erfordern. So zum Beispiel die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, lesen, nähen, stricken usw. Mit Dunkelheit können Betroffene ebenfalls nicht gut umgehen und sie leiden häufig an einer stark ausgeprägten Nachtblindheit.

Es gilt zu beachten, dass es sich bei einem grauen Star nicht um eine plötzliche auftretende Erkrankung des Auges handelt, sondern um einen sich peu à peu verschlimmernden und darüber hinaus sehr langsam voranschreitenden Prozess. Bedingt durch diesen Umstand kommt es nicht selten vor, dass Betroffene gerade in der frühen Phase der Krankheit nichts oder nur sehr wenig davon merken Dies ist insbesondere deswegen bedenklich, weil an einem Katarakt leidende Personen darum von einem Besuch beim Mediziner absehen. Im Laufe der Zeit und vornehmlich dann, wenn man, warum auch immer, keine medizinische Behandlung in Anspruch nimmt, verschlimmert sich das Leiden und wird früher oder später zu einem hinderlichen Faktor bei der Bestreitung des Alltags.

Zunächst kann es tatsächlich ausreichen, wenn man stärkere Lichtquellen nutzt und seine Umwelt somit heller erleuchtet. Auch eine spezielle Brille kann in der Frühphase Abhilfe leisten. Nichtsdestominder sollte man nicht vergessen, dass helleres Licht und Brillen nicht dazu in der Lage sind, das Voranschreiten dieses Leidens in irgendeiner Form aufzuhalten. Darum ist es von immenser Wichtigkeit, dass man zeitnahe nach Feststellung des grauen Stars einen Augenarzt konsultiert und den vorliegenden Verdacht entweder bestätigen oder verwerfen lässt.

Eine Operation lässt sich nur selten vermeiden. Diese sind aber dank der modernen Schulmedizin sehr schnell, sicher und effizient und man muss sich kaum Gedanken darüber machen, dass etwas schief geht.


Welche Ursachen führen zu grauem Star?

Grauer StarMehr als 90% der Katarakte treten bei Personen hohen Alters auf. Ist dies der Fall, spricht man auch vom sog. „Alterskatarakt“. Die exakte Krankheitsursache ist jedoch noch nicht bekannt.

In jedem Alter kann grauer Star durch eine Schädigung der Augenlinse auftreten, z.B. durch UV-Strahlung, Röntgen, Starkstromunfall, Augenverletzungen, Drogen, Cortisonbehandlung oder andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Vitiligo (Weißfleckenkrankheit).

Der Feuerstar kommt häufig bei Personen vor, die mit großer Hitze arbeiten, z.B. Hochofenarbeiter. Bei dieser Personengruppe ist grauer Star als Berufskrankheit anerkannt. Der Neugeborenen-Katarakt kann auftreten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft an Röteln erkrankt ist.

Wie entsteht der graue Star?

Die Entstehung eines Katarakt selbst geht wie folgt von Statten: Der Katarakt, bzw. der graue star entsteht in der Linse des Auges. Diese befindet sich sich hinter der bunt gefärbten Partie des Sehorgans, der Iris. Die eigentlich Aufgabe der Linse besteht darin, das ins Auge einfallende Licht sicher und in ausreichendem Maße an die Retina weiterzuleiten. Letztere ist wiederum dafür zuständig, die visuellen Reize in Bilder umzusetzen. Ähnlich einer Filmkamera.

Mit voranschreitendem Alter jedoch ist es normal, dass die Linsen einiges an Flexibilität einbüßen. Darüber hinaus verlieren sie auch Transparenz und verdicken sich. Das Alter sowie einige weitere medizinische Konditionen können also dafür sorgen, dass das Gewebe innerhalb der Linse sozusagen in sich zusammenbricht und zur Bildung von „Verklumpungen“ neigt. Diese Verklumpungen wiederum sind es, die den nebelartigen Effekt auf die Sicht des Betroffenen erzeugen.
Je weiter sich der graue Star entwickelt, desto dichter wird die Trübung und desto mehr der Linse befällt sie. Der sich hierdurch stets und stetig ausdehnende Katarakt sorgt letzten Endes dafür, dass immer weniger Licht auf die Retina einfallen kann. Dies sorgt nicht zuletzt dafür, dass die Sicht allgemein verschwimmt und es einer größeren Helligkeit für den Betroffenen bedarf, um überhaupt etwas von seiner Umwelt wahrnehmen zu können.

Darüber hinaus kommen Katarakte zumeist simultan in beiden Augen vor, sind jedoch nur selten gleicher Ausprägung. Für gewöhnlich ist ein Auge stärker betroffen als das andere. Im Zuge dessen kommt es noch zu einer zusätzlichen Belastung.

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