Grüner Star

Steckbrief: Grüner Star

Grüner Star – eine gefährliche Augenerkrankung
Grüner Star
Von den Krankheitsbildern her gesehen wird bei dieser Krankheit zwischen primärem Glaukom, erworbenem Glaukom und angeborenen Glaukom unterschieden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist Grüner Star weltweit der häufigste Auslöser für Erblindungen. Von den ca. 500.000 in Deutschland betroffenen Menschen sind zehn Prozent von einem Verlust des Augenlichtes bedroht. Auch wenn sich der Augeninnendruck als normal darstellt, kann trotzdem ein Glaukom vorhanden sein.

Das erklärt auch die in Deutschland angenommene Dunkelziffer von rund einer Million betroffenen Menschen. In Bezug auf die Häufigkeit ist aber eine Besserung erkennbar. Durch eine frühe Erkennung und modernen Therapiemethoden ist die Erblindungsgefahr durch einen Grüner Star zwischen 1980 und 2000 auf die Hälfte gesunken. Grüner Star darf nicht mit Grauen Star verwechselt werden, da es sich um eine Trübung der Linsen handelt.

Definition Grüner Star

Beim grünen Star handelt es sich um eine sehr häufig auftretende Erkrankung des Auges. Sie äußert sich zumeist durch eine klar ersichtliche Grünfärbung des Sehorgans – daher der Name. Bekannt ist diese Erkrankung bereits seit der frühesten Antike. Sogar Aristoteles berichtete schon von diesem Leiden und gab ihm seinen Namen: Glaukom. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viel wie „hell“ oder „leuchtend“. Der Name rührt daher, dass es nicht nur zu einem grünen Schimmer auf dem kommt, sondern auch darüber hinaus zu einer Bildung von sehr hellen Punkten, die durchaus einen leuchtenden Charakter haben können.

In der Historie verwechselten viele Leute den grünen und den grauen Star. Insbesondere im europäischen Mittelalter. Während beispielsweise der graue Star schon relativ früh gut zu behandeln war, so war es der grüne Star lange Zeit nicht. Einige Ärzte versuchten sich dennoch daran und scheiterten oftmals. Erst seit Beginn des 20. Jahrhundert ist der grüne Star, bzw. das Glaukom kein sicheres Urteil mehr, früher oder später zu erblinden. Zumindest nicht in unseren Breitengraden. In anderen Regionen der Erde, die medizinisch schlechter versorgt sind, sieht die Situation diesbezüglich ganz anders aus.

Es gibt viele Faktoren, die dazu führen können, dass sich ein grüner Star entwickelt. Hierzu gehören neben Diabetes, dem Missbrauch von Tabakwaren und Alkoholika und Bluthochdruck auch eine genetische Vorbelastung. Oftmals lassen sich innerfamiliäre Häufungen dieses Leidens beobachten. Gleichwohl geht man nicht von einer klassischen Erbkrankheit aus. Studien hierzu werden in Zukunft mehr Aufschlüsse geben.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassen, dass es sich bei dem grünen Star um ein Leiden des Auges handelt, dass durch einen chronischen Überdruck in der Augenkammer verursacht wird und schließlich dazu führt, dass das betroffene Individuum erblindet. Dem muss allerdings nichts zu sein, wenn man durch Reduktion etwaiger Risikofaktoren vorbeugt – gleichwohl hiervon keine 100%ige Sicherheit ausgeht.

Sollte dennoch ein Glaukom ausbrechen, ist dieses zumeist gut und dauerhaft zu behandeln. Nicht zuletzt darum empfehlen sich regelmäßige Kontrollbesuche beim Augenarzt – insbesondere dann, wenn eine familiäre Vorbelastung besteht oder man aus sonstigen Gründen zu einer der Risikogruppen gehört. Bei früher Erkennung des Leidens ist es darüber hinaus auch oftmals möglich, allein mit Medikamenten eine erfolgreiche Behandlung zu garantieren. Dadurch spart sich eine sonst risikoreiche Operation.


Was ist Grüner Star?

Unter der Krankheitsbezeichnung Grüner Star (Glaukom) sind mehrere Erkrankungen der Augen eingereiht, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind. Vom Grünen Star betroffen sind stets die Nervenfasern im Auge. Im schlimmsten Fall kann Grüner Star durch den erhöhten Druck im inneren des Auges zur vollständigen Erblindung führen. Durch den hohen Druck kommt es mit der Zeit zu einer Zersetzung der Nervenfasern. Abgestorbene Nerven können den Seheindruck nicht mehr zum Gehirn senden und es entstehen Gesichtsfeldausfälle.

Diese Ausfälle werden vom Patienten leider erst im späten Krankheitsstadium wahrgenommen. Die Bezeichnung Glaukom wurde durch den griechischen Philosophen Aristoteles geprägt und bedeutet so viel wie hell, glänzend und leuchtend. Aristoteles hat dabei die Farbe des Meeres mit der durch Entzündungen im Auge verursachten blau grau verfärbten Iris in Zusammenhang gebracht. Im deutschsprachigen Raum wurde der Krankheitsname Grüner Star erst im 20. Jahrhundert gebräuchlich. Bei den Patienten wirkt sich Glaukom dadurch aus, das sie äußerst empfindlich auf Schwankungen im Blutdruck reagieren. Das bringt wiederum die Notwendigkeit mit sich, dass sich der behandelnde Augenarzt mit einem Internisten bezüglich der Therapie abstimmen muss.

Der grüne Star ist eine beinahe sagenumwobene Krankheit. Im laufe der Geschichte, wurden diesem Leiden sehr viele Dinge nachgesagt. So nahm man beispielsweise in der Antike an, dass die typische Grünfärbung der Linse auf ein allzu ausschweifendes leben zurückzuführen sei und sich darüber hinaus auch damit begründen lasse, dass die betroffene Person sich Dingen zuwende, die sie nichts angehen. Das ist natürlich grundsätzlich als Unfug anzusehen, insbesondere von einem modernen medizinischen Blickwinkel aus.

Auch noch im Mittelalter brachte man das vorliegende Leiden oftmals mit einer Art göttlicher Bestrafung des betroffenen Individuums in Verbindung. Man sah den grünen Star und die damit einhergehenden Verluste des Sehvermögens als direkte göttliche Handhabe gegen ein schlecht gelebtes Leben an. Nichtsdestotrotz spezialisierten sich Ärzte und Chirurgen schon sehr früh auf den grünen Star und entwickelten Techniken, die darauf abzielten denselben erfolgreich zu entfernen. Anders aber als beispielsweise beim grauen Star waren diese Techniken mehr oder weniger wirkungslos. Dies lässt sich mit der Tatsache begründen, dass zwecks Behandlung eines Glaukoms eine dauerhafte Absenkung des inneren Augendrucks notwendig ist. Eine solche Entlastung konnte mit den im Vergleich zu heute eher primitiv wirkenden Methoden und Instrumenten nicht gewährleistet werden. Darum blieb vielen Patienten nichts weiteres übrig, als sich mit ihrem Leiden abzufinden und sich der sich unweigerlich einstellenden Blindheit anzupassen.

Die Anwendung der oben genannten Techniken bezeichnete man auch als „den Star stechen“. Hierzu bediente sich ein findiger Chirurg oder eben Starstecher eines relativ simplen Verfahrens, das dennoch größte Kunstfertigkeit und Vorsicht erforderte. Dem Patienten wurde eine lange und feine Nadel direkt ins Auge gestochen. Der dahinterstehende Zweck lag darin, die Augenflüssigkeit samt der grünen Verfärbungen abzuführen, genauso wie beim grauen Star. Hier zeigt sich aber der erste Denkfehler. Der graue und der grüne Star haben wenig miteinander gemein – bis auf die Tatsache, dass es sich bei beiden Leiden um Erkrankungen der Augen handelt. Darum war ein solches Vorgen in aller Regel nicht nur wenig erfolgversprechend, sondern führte nicht selten auch dazu, dass das Auge des zu behandelnden Individuums massiv und dauerhaft geschädigt wurde. Bald allerdings schon bemerkte man diese frappanten Unterschiede zwischen dem grauen und dem grünen Star jedoch und sah weiterhin von einer Behandlung desselben mit Hilfe des Starstechens ab. Es sollte noch eine sehr lange Zeit dauern, bis die Schulmedizin dazu in der Lage war, den grünen Star zu behandeln.

Was genau aber ist nun überhaupt grünen Star? – Hierunter versteht man einen chronischen Überdruck im Inneren des Auges, genauer gesagt in der sogenannten Augenkammer. Dies führt nicht nur zu einer teilweise massiven Einschränkung der Sehkraft, sondern auch zu weiteren negativen Effekten, wie beispielsweise häufigen Kopfschmerzen usw.

Ein grüner Star entwickelt sich langsam. Teilweise kann es Monate oder gar Jahre dauern, bis sich ein solcher genug vergrößert hat, um einen tatsächlichen merklichen negativen Effekt auf die Sehkraft des betroffenen Individuums ausüben zu können. Hierbei ist es vom Individuum abhängig, ob ein Auge oder ob beide Augen betroffenen sind. Beides kann der Fall sein. Zumeist aber sind beide Augen gleichzeitig betroffen, bisweilen allerdings unterschiedlich stark, sodass der Eindruck entstehen kann, es sei lediglich in einem Auge ein Katarakt vorhanden.

Die Symptome können vielerlei Natur sein. Jedwede die Augen betreffende Fähigkeiten kann massiv eingeschränkt sein. Erkrankte Individuen nehmen Farben oftmals nicht mehr so stark wahr, wie zuvor oder können ihre Umwelt, wenn überhaupt noch, nur noch sehr verschwommen wahrnehmen. Darüber hinaus ist es zudem nicht selten der Fall, dass erkrankte Personen sehr empfindlich auf helles Licht reagieren und zusätzlich unfähig sind, in der Nacht Dinge ausmachen zu können. Auch eine komplette Nachtblindheit kann sich einstellen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine solche zuvor bereits geringfügig bestand.

Hieraus ergeben sich häufig noch weitere Probleme, die sich sehr negativ auf den Alltag auswirken können und nicht nur die Lebensqualität des Individuums stark einschränken, sondern darüber hinaus auch noch dafür sorgen, dass selbiges auf ein gewisses Maß an fremder Hilfe angewiesen ist. Insbesondere Tätigkeiten wie Autofahren, Lesen, Kochen usw. sind kaum mehr alleine durchzuführen. Zusätzlich hierzu steigert sich noch die Chance darauf, zu fallen oder auf sonstige Art und Weise in einen Unfall verwickelt zu werden. Das ist häufig auch ein Grund für eine depressive Verstimmung seitens des Erkrankten. Schließlich ist der schleichende Verlust der Sehkraft, an die man Zeit seines Lebens gewöhnt war, kein Leichtes und man muss versuchen mit der neuen Situation leben zu lernen. Das gelingt erfahrungsgemäß nicht jedem.

Glaukome sind bei allem keine seltene Erscheinung, die treten sehr häufig und überall auf dem Globus auf. Darüber hinaus sind sie für die Hälfte aller globalen Fälle von nicht angeborener Blindheit verantwortlich zu machen. Überhaupt lassen sich weit über 50% aller weltweit auftretenden Erkrankungen der Sehorgane auf den grünen Star zurückführen. Damit nimmt dieses Leiden eine führende Position ein, wenn es um Augenerkrankungen im Allgemeinen geht.

Die Entstehung eines Glaukoms kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden. Dazu zählen unter anderem das Alter, diverse Traumata, wie sie beispielsweise durch Unfälle und dergleichen mehr verursacht werden können oder chronischen Blutchochdruck. Aber das ist nicht alles – bisweilen kann es sogar vorkommen, dass Kinder bereits mit einer Form des grünen Stars auf die Welt kommen. Gleichwohl dies sehr selten der Fall ist, kommt es doch immer wieder vor, dass Babys bereits mit einem Glaukom oder der Tendenz eines solchen geboren werden. Auch kann es durchaus sein, dass die Entstehung eines Katarakts durch Kunstfehler oder eine falsche Behandlung ausgelöst wird. Obgleich dies nicht der Fall sein sollte.

Im Besonderen sind zusätzlich noch Diabetes und der Konsum von Tabakprodukten als auslösende Faktoren zu nennen. Beide sind dafür bekannt, das Entstehen eines Glaukoms nicht nur wahrscheinlich zu machen, sondern auch stark zu begünstigen. Aber auch Alkohol sowie allzu starkes Sonnenlicht können dafür sorgen, dass sich der grüne Star einstellen kann.

Die Diagnose ist zumeist sehr leicht gestellt und erfordert nur sehr wenige oder gar keine klinischen Testverfahren. Zumeist reicht einem erfahrenen Augenarzt eine standardmäßige Untersuchung des Auges des Patienten aus. Da der graue Star sich zumeist sehr distinktiv zeigt und aufgrund der sich einstellenden grünen Verfärbungen kaum mit anderen Krankheiten zu verwechseln ist, kommt es auch nur sehr selten bis gar nicht zu fehlerhaften Diagnosen. Einzig bei Glaukomen in einem sehr frühen Stadium kann es bisweilen schwierig sein, diese zu erkennen, da sie sich lediglich auf einen sehr kleinen Bereich beschränken und weder dem betroffenen Individuum noch dem Arzt auffallen. Eine sehr gründliche Untersuchung der Augen ist daher immer ratsam.

Es ist zwar nicht möglich, dem grünen Star mit kompletter Sicherheit vorzubeugen, dennoch gibt es eine ganze Reihe von anwendbaren Methoden, die einem dabei helfen können, das Risiko, an diesem Leiden zu erkranken, deutlich zu senken. Hierzu gehört besonders das Tragen einer Sonnenbrille bei allzu starker Sonneneinstrahlung. Viele Leute verzichten darauf, selbst bei sehr hellem Licht, eine Sonnenbrille anzuziehen. Das ist grundsätzlich falsch und gefährlich. Es ist wichtig darauf zu achten, stets und stetig ausreichend gegen Helligkeit geschützt zu sein. 08/15 Sonnenbrillen tun es hierbei zumeist auch nicht. Man sollte sich eine Sonnenbrille beim Optiker anfertigen lassen, um ein ausreichendes Maß an Schutz garantiert zu bekommen. Dies stellt eine Investition in die Zukunft dar, die teilweise sogar abgesetzt werden kann oder partiell von der Krankenkasse übernommen wird.

Eine Behandlung ist zumeist erst in der späteren Phase der Erkrankung tatsächlich notwendig. Am Anfang sind die sich einstellenden Symptome zumeist noch mithilfe einer normalen Brille im Zaum zu halten. Später kommt man jedoch um eine Operation oder eine sonst wie geartete Therapie nicht mehr herum. Eine solche ist heutzutage allerdings Routine und stellt kein allzu großes Risiko mehr da. Auch sollte man sich glücklich schätzen, dass sich Methoden im Vergleich zur Vergangenheit stark verbessert haben. Heutzutage wird niemandem mehr auf dem Jahrmarkt der Star gestochen wie noch vor einigen wenigen Jahrhunderten. Durch operative oder medikamentöse Maßnahmen ist es möglich, den Druck im Inneren des Auges dauerhaft zu senken und das Leid des Patienten somit zu schmälern und die Krankheit zu bekämpfen.

Nichtsdestoweniger sollte man an dieser Stelle keines Fall den Umstand aus den Augen verlieren, dass wir uns in Europa in einer besonders privilegierten Position befinden. Es ist in unseren Breiten in aller Regel kein Problem, eine solche Therapie zu bekommen. In anderen Ländern und Regionen dieser Erde sieht es damit schon weitaus komplizierter aus. Insbesondere in den Ländern Afrikas gibt es kaum eine Möglichkeit für Betroffene, sich effektive medizinische Hilfe zu verschaffen. Dies liegt nicht alleine an der Tatsache, dass es dort zu wenige Mediziner gibt, die überhaupt in der Lage wären, eine solche Therapie durchzuführen, sondern auch daran, dass die Kosten für einen solches Vorgehen schlicht nicht aufzubringen sind. Gerade darum steht Patienten in armen Regionen und Entwicklungsländern keine Möglichkeit zur Verfügung, sich korrekt behandeln zu lassen.

Zur Zeit leben auf diesem Planten etwa zwischen 50 und 70 Millionen Menschen, die aufgrund eines Glaukoms vollständig oder zumindest zu großen Teilen erblindet sind. Ansonsten kann es grundsätzlich jeden Treffen. Dennoch ist davon auszugehen, dass ältere Menschen, Starkraucher und Alkoholiker weitaus öfter betroffen sind, als andere Personen. Auch sollte man bedenken, dass ein Glaukom sich zumeist sehr langsam herausbildet und es darum zu Verzögerungen kommen kann, die die Statistiken etwas verzerren.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für einen Grünen Star hängen von der jeweiligen Form ab. Trotzdem ist ein hoher Druck im Augeninneren (> 22 mmHg) für den Großteil an Grünem Star verantwortlich. Wird einen Augeninnendruck von mehr als 35 mmHg, ist das Risiko fünf Mal größer als bei einem Normaldruck. Dieser Umstand stellt zwar ein großes Risiko dar, muss aber nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Grünen Star stehen. Wenn durch den erhöhten Augeninnendruck der Sehnerv nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird dies in der Medizin als okuläre Hypertension (Augen-Hochdruck) bezeichnet. Ungeachtet davon, sind Schädigungen am Sehnerv auch bei normalen Druckwerten (Normaldruckglaukom) aufgrund einer eingeschränkten Durchblutung möglich. Auf Durchblutungsstörungen weisen unter anderem kalte Füße/Hände, ein Tinnitus, lange Einschlafzeiten und eine arterielle Hypotonie hin. Alte Menschen leiden meistens unter einem primären Grünen Star.

Der Auslöser bei dieser Art ist eine Behinderung des Abflusses des Kammerwassers. Diese Hemmung fördert die Entwicklung von einem Offenwinkelglaukom (Glaucoma Simples) bzw. von einem Engwinkel- oder Winkelblockglaukom, sofern der Grüne Star angeboren ist.  Zusätzliche Auslöser sind ein hoher Blutdruck, fortgeschrittenes Alter und Erkrankungen des Immunsystems. Neueste Forschungsergebnisse lassen zudem vermuten, dass auch das Gehirnwasser einen starken Einfluss auf die Entstehung von Grünem Star hat. Bei zuckerkranken Menschen besteht die Gefahr dann, wenn durch diese Krankheit ausgelöste Änderungen im Auge wahrzunehmen sind. Als Risikopatienten gelten auch Menschen, wo bereits bei Verwandten (1. Grad) ein Grüner Star diagnostiziert wurde.

Tatsache ist auch, dass Nikotin den Fortschritt von Grünem Star beschleunigt. Gefährdet sind hier Raucher, sofern sie schon an einem Grünen Star erkrankt sind. Kurioserweise haben schwarzhäutige Menschen ein höheres Risiko, als weiße. Des Weiteren kann die Ursache für einen Grünen Star auch durch eine Kurz-/Weitsichtigkeit, oftmalig auftretende Migräne und durch eine dünne Hornhaut begründet werden. Nach dem aktuellen Stand der Augenheilkunde sind in den Auswirkungen aus Beruf, den Lebensgewohnheiten und der Ernährung ebenfalls Risikofaktoren für einen Grünen Star enthalten.

Mehr als 90% der Glaukome treten bei Personen hohen Alters auf. Ist dies der Fall, spricht man auch vom sog. „Altersglaukom“. Die exakte Krankheitsursache ist jedoch noch nicht bekannt. In jedem Alter kann grüner Star durch eine Schädigung der Augenlinse auftreten, z.B. durch UV-Strahlung, Röntgen, Starkstromunfall, Augenverletzungen, Drogen, Cortisonbehandlung oder andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Vitiligo (Weißfleckenkrankheit). Der Feuerstar kommt häufig bei Personen vor, die mit großer Hitze arbeiten, z.B. Hochofenarbeiter. Bei dieser Personengruppe ist grauer Star als Berufskrankheit anerkannt. Das Neugeborenen-Glaukom kann auftreten, wenn die Mutter während der Schwangerschaft an Röteln erkrankt ist.

Ansonsten gibt es eine ganze Reihe potentieller Faktoren, die daran schuld haben können, wenn es zur Ausbildung eines grünen Stars kommt. Zumeist ist wohl davon auszugehen, dass es sich um eine Kombination aus diversen Faktoren handelt, die letzten Endes dazu führt, dass sich das Glaukom einstellt.

An dieser Stelle sind ganz besonders der Konsum der Genussgifte Tabak und Alkohol zu nennen. In unzähligen Studien konnten direkte Zusammenhänge zwischen diesen beiden Leiden ausgemacht werden.

Hierzu eine weiterführende Übersicht:

Tabakkonsum
Rauchen ist nicht gleich Rauchen. Es gibt viele verschiedene Arten, auf die man Tabak konsumieren kann. Darüber hinaus muss es auch nicht immer Tabak sein, den man sich zu Gemüte führt. Zwar assoziiert man heutzutage hauptsächlich den Konsum von Tabak mit dem Wort „rauchen“, aber das war nicht immer der Fall. Die Tabakpflanze kommt ursprünglich aus Südamerika und war damit den Europäern und dem Rest der Welt vollkommen unbekannt, bis europäische Entdecker, Abenteuer und Seefahrer dieses neue Gewächs aus der alten in die neue Welt brachten.

Der Methoden, die man sich in der Jetztzeit bedient, um dieses Gewächs zu konsumieren sind recht mannigfaltig. Man findet Pfeifen, Zigaretten, Zigarren, Zigarillos und Wasserpfeifen (Shishas). Des Weiteren konnte man in den letzten Jahren den Trend hin zur sog. „E-Zigarette“ beobachten, auch gemeinhin als „Vape“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht im klassischen Sinne um ein Tabakprodukt, da die für die mechanischen Rauchwaren benötigten Öle nicht zwingend Bestandteile der Tabakpflanze beinhalten müssen. Das ihnen zugesetzte Nikotin kann entweder aus künstlich erzeugt sein oder ganz und gar fehlen. Wobei letzteres eher selten bis gar nicht der Fall ist. Nichtsdestoweniger handelt es sich hierbei um eine Art des Rauchens.

Überhaupt kann man sich merken, dass man immer dann vom „Rauchen“ spricht, wenn man ein pflanzliches Produkt in getrockneter oder verflüssigter Form mittels durch Brand oder Verdampfung erzeugten Rauch, bzw. Dampf inhaliert. Andere Formen der Nikotinaufnahme umfassen unter anderem auch Schnupftabak sowie Kautabak. Hierbei handelt es sich aber, trotz der Weitergabe von Nikotin an den Organismus mittels der Tabakpflanze, nicht um Rauchen. Ebenso wenig spricht man von Rauchen, wenn man sich ein Nikotin beispielsweise mittels eines Pflasters zuführt, wie es häufig im Rahmen eines Entzugs geschieht.

Alles in allem also ist die Welt des Tabakrauchens sehr groß, bunt und darüber hinaus über Jahrhunderte hinweg kultiviert worden.

Nikotin wirkt im Gehirn und Nervensystem auf verschiedene Rezeptoren und wirkt daher gleichzeitig entspannend und stimulierend. Nikotin ist stark suchterregend und toxisch. Durch Rauchen werden vermehrt Neurotransmitter wie Noradrenalin, Dopamin und Endorphine gebildet. Rauchen vermittelt auf diese Weise ein Wohlgefühl. Zudem hat Rauchen noch immer – besonders bei Jugendlichen – ein „cooles Image“, was auch in der Zigarettenwerbung verstärkt zum Ausdruck kommt.

Nichtsdestoweniger muss man hierbei klar differenzieren. Viele der älteren Raucher waren sich schlicht nicht über die etwaig aus dieser Angewohnheit resultierenden Schäden bewusst. Tatsächlich begann die medizinische Aufklärung die Schadhaftigkeit des Rauchens betreffend erst relativ spät. Erst zu Beginn der 1960er Jahre äußerten sich zaghaft kritische Stimmen, die das Rauchen von Tabak in einen direkten Zusammenhang mit Lungenkrebs setzten. So unwahrscheinlich und das heute auch scheinen mag, davor war es dem Großteil der Bevölkerung tatsächlich nicht bewusst, dass Lungenprobleme und Rauchen direkt miteinander korrelieren. Diese Umstand sollte man nicht vergessen. Selbst Ärzte rauchten viel und empfohlen Zigaretten sogar bei Lungenkrankheiten – ähnlich dem weiter oben angeführten Beispiel. Vielen Personen, die in den 1950 oder 1960er Jahren oder davor zu rauchen anfingen wussten also oftmals schlicht nicht, was sich sich damit antun und hielten es mitunter sogar noch für gesund.

Zudem leisteten Werbung, Filme und Magazine ihr übriges dazu, das Rauchen populär zu machen. Alle Hollywood-Stars rauchten, ebenso die meisten Sportler, Sänger und sonstwie berühmten Personen. Überhaupt war die Anzahl der Raucher noch bis in die 1970er Jahre weitaus höher als die der Nichtraucher. Somit war es alles in allem eher absonderlich, wenn man nicht zum Klimmstängel griff. Diese geistige Haltung blieb noch lange, teilweise bis heute, in den Köpfen der Menschen zurück. Somit ist es nicht verwunderlich, dass immer noch Personen, trotz der guten Aufklärung zum Thema, immer noch anfangen zu rauchen.

Ein Anzeichen für Abhängigkeit vom Rauchen ist Kontrollverlust über das Rauchverhalten, z.B. vergebliche Versuche mit dem Rauchen aufzuhören bzw. weniger zu Rauchen. Weitere Anzeichen sind Entzugserscheinungen, wie starkes Verlangen (craving), Unruhe, Angst, Zittern, Nervosität, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Gewichtsveränderungen, die durch Rauchen bekämpft werden, Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Rauchens und Rauchen trotz bekannter schädlicher Folgen, gesundheitlicher oder sozialer Art.

Aber nicht nur die Symptome, die im Rahmen eines etwaigen Entzuges entstehen und auftreten können sind hierbei ausschlaggebend. Es gilt darüber hinaus zu beachten, dass Rauchen für eine immense und beinahe nicht zu überschauende Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich zu machen ist. Tatsächlich gehen schätzungsweise 2 von 10 Krankheiten auf das Rauchen von Tabak zurück. Diese Zahlen lagen in der Vergangenheit jedoch weitaus höher. Der stetige Rückgang von Rauchern innerhalb der Bevölkerung hat einiges dazu beitragen können, dass auch die damit einhergehenden Krankheiten zurückgehen. Das ist eine alles in allem recht positiv wahrzunehmende Entwicklung. Insbesondere Staat und Steuerzahler werden hierdurch entlastet, nicht zuletzt deswegen, weil die hieraus resultierenden medizinischen Betreuungskosten stark zurückgehen.

Dennoch sollte man die Situation nicht unterschätzen. Nach wie vor gibt es sehr viele Raucher und nach wie vor erkranken sehr viele Menschen aufgrund dieser Angewohnheit jährlich an sonst leicht vermeidbaren Leiden. Hierzu eine Liste der häufigen Symptome, die eine nach wie vor anhaltende Nikotinsucht bedingen kann :

Übersicht der Symptome

  • Schädigungen des Zahnfleisches
  • Ausfallen der Zähne
  • Geschwüre und Blasen auf der Zunge und generell im Innern des Mundes
  • Geschwüre und Blasen im Rachen
  • Teerablagerungen in der Lunge und der Luftröhre
  • Bildung eines Emphysems
  • Verstopfung der Arterien und anderer Gefäße
  • Krankhaft beschleunigter Stoffwechsel
  • Hoher Blutdruck
  • Chronische Schwächung des Immunsystems
  • Durchfälle
  • Erkrankungen des Darms
  • Häufige Entzündungen der Nase, des Halses oder der Lunge
  • Minderleistungen der Augen, teilweise partielle oder komplette Blindheit
  • Taubheit der Glieder, insbesondere der Beine
  • Schwächung der männlichen Potenz
  • Minderung der Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen
  • Minderwuchs (bei nicht voll ausgewachsenen Rauchern)
  • Atemnot und generelle stark veringerte körperliche Leistungsfähigkeit
  • Verlust oder Reduktion der Sinne für Geruch und Geschmack
  • Unregelmäßiger Schlafrhythmus
  • Vergilbung der Zähne und der Finger
  • Bildung von Falten, Pickeln und allgemein unreiner Haut
  • Haarausfall
  • Schwarzer Auswurf (Sputum) beim Husten
  • Probleme morgens in die Gänge zu kommen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Vergiftungen

Diabetes mellitus

Die Diabetes mellitus ist ein immer häufiger anzutreffendes Problem. Viele Menschen leiden bereits daran und es werden immer mehr. Die Gründe hierfür sind sehr zahlreich. Der hervorstechendste aller Gründe ist aber wohl der, dass die Menschen immer dicker werden. Dieser Trend lässt sich nun schon seit einigen Jahren beobachten. Dabei führen sowohl Übergewicht als auch die daraus resultierende Diabetes zu teils schweren gesundheitlichen Langzeitschäden. Hierunter fallen neben einer immens verlangsamten Wundheilung, auch oftmals Leiden der Augen oder eine allgemeine Einschränkung der Sehleistung.

Man kann also sehr vereinfacht ausgedrückt behaupten, dass Übergewicht auf die Augen drückt. Eine der etwaig aus Diabetes mellitus resultierende Krankheit der Augen ist der hier behandelte grüne Star. Sicherlich bedingt das eine Leiden nicht auch immer das andere, dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit mit einer Zuckerkrankheit stark an. Die Gründe hierfür sind recht vielfältig und sehr wissenschaftlich. Nichtsdestoweniger sollte man im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht also nicht nur schlecht für die Gelenke und die Knochen ist, sondern auch dafür sorgen kann, dass die Augen eines Patienten massiv in Mitleidenschaft gezogen werden und sei es auch „nur“ auf dem Umwege der Diabetes.

Nichts zuletzt darum sind alle Diabetiker dazu aufgerufen, sich diesbezüglich besonders untersuchen zu lassen. Eventuell hat man die Chance, durch eine besonders frühe Erkennung des grünen Stars dafür zu sorgen, dass das Leiden als solches nicht allzu schlimm wird und man es bereits sehr früh anzugehen imstande ist. Erhöhte Vorsicht ist hier also das oberste Gebot. Allerdings befördert nicht nur die selbst angeeignete Diabetes eine Schwächung der Augen, sondern leider auch die angeborene Form dieses Leidens. Darum ist es absolut notwendig, sich, an welcher Form man auch immer leiden möge, sich in regelmäßigen Abständen Untersuchen zu lassen. Alles andere wäre sich selbst gegenüber vollkommen verantwortungslos.

Ethnische Herkunft
Die Hautfarbe spielt bei der Häufigkeit des grünen Stars eine nicht zu unterschätzende Rolle. Tatsächlich sind dunkelhäutige Menschen in der Regel bis zu 7 Mal häufiger von Glaukomen betroffen, als ihre weißen Brüder. Die genauen Gründe hierfür konnten noch nicht vollends erforscht werden. Dennoch sprechen die vorliegenden Statistiken hier eine eindeutige Sprache und lügen nicht.

Auch interessant ist dabei die Beobachtung, dass alle Gruppen dunkelhäutiger Menschen häufiger an Glaukomen leiden, gleichwohl wie viel oder wenig verwandt dieser untereinander sind. So sind Kenianer ebenso anfällig für den grünen Star wie beispielsweise Jamaikaner oder Afroamerikaner. Darum lässt sich ein hereditärer Einfluss nicht ausschließen und wird sogar sehr wahrscheinlich. Einige Evolutionsbiologen äußerten darüber hinaus die Auffassung, es könne sich hierbei etwa um ein sehr sehr altes Phänomen handeln, mit dem bereits unseren frühesten Urahnen zu kämpfen hatten. Durch Evolution jedoch sei es schließlich dazu gekommen, dass das Risiko auf ein Glaukom immer seltener wurde. Dies aber vorallem in europäischen Gefilden, während das Risiko in der afrikanisch stämmigen Bevölkerung erhalten blieb. Diese These lässt sich allerdings bislang noch nicht beweisen und gilt vielmehr als ein Behelf, bis der Wissenschaft ein besserer Ansatz zur Verfügung steht.

Alter
Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle, wenn es zur Gesundheit der Augen kommt. Zwar ist es wahr, dass die allgemeine Gesundheit der Sehorgane von der individuellen Konstitution der einzelnen Person abhängt, dennoch kann man klar behaupten, dass die Augen mit voranschreitendem Alter schlicht schlechter werden und das bei beinahe allen Menschen, gleichwohl welcher Ethnie diese entstammen oder durch Erkrankungen sie vorbelastet sind.

Dennoch gibt es kein spezielles Alter, das man mit einem Glaukom assoziieren könnte. Jeder Mensch altert anders und allgemeine Formeln hierzu gibt es nicht nur keine, sondern wird es auch niemals geben. Man kann aber durchaus im Hinterkopf behalten, dass gerade die Augen sehr empfindlich auf zunehmendes Alter reagieren. Das ist allen in allem auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass man diese Organe jeden Tag seines Lebens benutzt. Selbst das beste Werkzeug wird bei anhaltender Verwundung irgendwann einmal unbrauchbar. Eine regelmäßige Kontrolle der Sehorgane ist damit Pflicht, damit man auch möglichst lange etwas davon hat und nicht eines Tages erblindet.

Mit Erreichen des 60. Lebensjahres empfehlen viele Mediziner, dass man mindestens einmal pro Jahr bei einem Augenarzt vorstellig wird und sich durchchecken lässt. Jedoch sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass Augenärzte in Deutschland dünn gesät sind. Es ist darum notwendig, bereits sehr früh einen Termin auszumachen. Wer das vergisst muss sich auf sehr lange Wartezeiten einstellen.

Raynaud Syndrom
Das Raynaud Syndrom (auch bekannt als Raynaud Krankheit, Morbus Raynaud und Raynaud Phänomen), wurde erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts medizinische erforscht und beschrieben. Der ausführende Forscher bei dieser medizinischen Entdeckungsreise war Maurice Raynaud, dem die Krankheit ihren Namen zu verdanken hat. Er selbst bezeichnete sie als: „Digitus mortuus“, was so viel wie „toter Finger“ bedeutet. Diese Bezeichnung ist sehr passend. Denn das vorliegende Leiden äußert sich in einer mangelhaften Versorgung einzelner Körperpartien, darunter auch die Finger, mit Blut. Dies führt zu einem Gefühl von Taubheit für den Patienten und wirkt für Außenstehende so, als sei das unterversorgte Areal gar abgestorben.

Obwohl die vorliegende Erkrankung in Deutschland und Europa keine große Öffentlichkeit genießt und die meisten Personen nicht wissen, worum es sich handelt, wenn sie bloß den Namen hören, ist sie relativ verbreitet. In den USA allerdings hat das Raynaud Syndrom eine weitaus breitere Öffentlichkeit als auf unserem Kontinent. Gerade darum stammen beinahe alle Daten, die der modernen Schulmedizin über dieses Syndrom zur Verfügung stehen aus Nordamerika. Zwar ist es in unseren Breiten mindesten sgenauso häufig anzutreffen, dennoch ist es wesentlich schlechter erforscht und selbst vielen Hausärzten nur aus Lehrbüchern bekannt.

Darüber hinaus gilt es zwei grundsätzliche Ausprägungen der Krankheit zu unterscheiden. Es handelt sich hierbei um das „Primäre Raynaud Syndrom“, das selbstständig im Patienten auftritt und das sog. „Sekundäre Raynaud Syndrom“, dass lediglich eine begleitende Erscheinung einer anderen Krankheit ist. Hierbei können sehr viele Krankheiten die sekundäre Ausprägung dieses Leidens bedingen. Die Liste ist beinahe unüberschaubar lang. Vorallem aber Krankheiten der Gefäße, des Herzens oder der Lunge führen nicht selten dazu, dass sich das Raynaud Syndrom einstellt und für die Dauer der Krankheit erhalten bleibt.

Zwar stellt das Raynaud Syndrom oftmals keine allzu große Gefahr für Leib und Leben des Patienten dar, dennoch sollte man dessen Potenz nich unterschätzen. Vorallem dann nicht, wenn man darüber hinaus noch Diabetiker ist. Die Kombination aus Raynaud Syndrom und Diabetes ist besonders gefährlich, vorallem für die Augen des Patienten. Aber auch schon das Raynaud Syndrom alleine kann dafür sorgen, dass sich das Risiko auf ein Glaukom massiv erhöht, vorallem dann, wenn es sich um die primäre Variante der vorliegenden Erkrankung handelt.

Das Auge wird hier mit nicht mehr ausreichend Blut versorgt, infolgedessen kommt es zu einem Absterben oder vorkommen einiger Areale des Auges und oder des Sehnervs. Hieraus erwächst schließlich nicht selten ein Glaukom.

Betrifft das Raynaud Syndrom ausschließlich das Auge, so spricht man auch vom Flammer Syndrom. Dieses ist aber noch unbekannter als das Raynaud Syndrom. Nicht zuletzt deswegen, benutzen Mediziner bei Gesprächen mit ihren Patienten diese beiden Ausrücke oftmals in fliegendem Wechsel.


Symptome & Anzeichen

Im Durchschnitt erkranken rund vier Prozent aller Menschen während ihres Lebens an einem Grünen Star, wobei die ersten Symptome ab dem 40. Lebensjahr auftreten. In der Regel verläuft diese Erkrankung ohne erkennbare Schmerzen. Wenn man die ersten Symptome selbst erkennt, ist meistens schon ein großer und irreparabler Schaden entstanden. Der sich schleichend entwickelnde und heimtückische Grüne Star ist in der Anfangsphase durch kleine und fleckenartige Sehausfälle am Rand vom Sichtfeld zu erkennen. In der Folge treten diese Ausfälle immer öfter auf, ohne vom Menschen registriert zu werden. Grundsätzlich hängen die Symptome von der Art des Grünen Star ab. Ein primär chronischer Grüner Star wird z. B. dadurch aufgedeckt, dass sich die im Kammerwinkel befindliche Abflusszone durch eine degenerative Veränderung blockiert wird. Dasselbe Symptom tritt bei einem angeborenen Grünen Star auf.

Hier entwickelt sich die Krankheit bereits im Embryo. Nach der Geburt sind die Anzeichen bei einer entsprechenden Untersuchung aber schnell erkennbar und können somit auch umgehend behandelt werden. Eine Form von sekundärem Grünen Star ist das sogenannte PEX-Glaukom, bei dem auf der Linse und im Kammerwinkel feine Ablagerungen ausgemacht werden können. Ein typisches Symptom nennt sich „Gesichtsfeldausfall“, der den Seheindruck durch fehlende Informationen in gewissen Bereichen des Auges beeinträchtigt. Solche „Fehlstellen“ werden durch Sehinformationen aus anderen Augenbereichen ausgeglichen. Somit entsteht wieder ein scheinbar lückenloses Bild, das in Wirklichkeit aber keines ist. Eine spezielle aber seltene Form von Grünem Star kennzeichnet sich durch einen engen Kammerwinkel aus. Erkennbar ist dieser Grüne Star durch einen „Glaukomanfall“.

Beim Erkrankten äußert sich dieser Anfall durch starke Schmerzen, eine rapide Sehverschlechterung und durch erkennbare Farbringe, die um Lichtquellen erscheinen. Im fortgeschrittenen Stadium sind an den Austrittstellen der Sehnerven Aushöhlungen (Exkavationen) bzw. eine Atrophie und blasse Veränderungen am Sehnervenkopf festzustellen. Ein Anzeichen von Grünen Star auch dann vor, wenn im Zentrum des Blickfeldes liegende Dinge nicht wahrgenommen werden.

Zu den Symptomen gehört unter anderem eine langsam verlaufende Sehverschlechterung. Man braucht häufig eine neue und stärkere Brille. Die Sehschärfe nimmt ab, die Blendempfindlichkeit dagegen zu. Manchmal tritt Doppelbilder-Sehen auf oder Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen herum. Das räumliche Sehvermögen und die Hell-Dunkel-Adaptation verschlechtern sich. Manchmal kann das Linseninnere quellen oder austreten, dadurch kann ein Glaukom entstehen mit den Hauptsymptomen erhöhter Augeninnendruck, Absterben von Nervenzellen und Gesichtsfeldausfällen.

Zusammenfassung
Hierzu eine allgemeine Übersicht der etwaig auftretenden Symptome:

  • Verschwommene und verdunkelte Sicht – Betroffenen kommt es oftmals so vor, als befänden sie sich in einem sehr schlecht ausgeleuchteten Raum, selbst wenn sie direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Dies führt dazu, dass sie sich nur sehr schlecht orientieren können und darüber hinaus nicht in der Lage sind, Details und Feinheiten aus ihrer Umgebung wahrzunehmen.
  • Nachtblindheit – Wie gerade erwähnt, kommt es im Rahmen einer Erkrankung mit grünem Star dazu, dass die daran leidende Person nicht mehr in der Lage ist, genug Licht durch die Linse des Auges auf die Retina einfallen zu lassen. Hierdurch scheint die Welt sehr dunkel und in dauerhafter Nacht begriffen. Insbesondere aber dann, wenn es tatsächlich Nacht ist, kann es kritisch werden. Das wenige während dieser Stunden zur Verfügung stehende Licht reicht nicht dazu aus, den Betroffenen auch nur die geringste visuelle Wahrnehmung zu gewährleisten. Sie sind faktisch blind.
  • Lichtempfindlichkeit – Interessanterweise schmälert der grüne Star nicht nur die Fähigkeit der Linse, Licht einfallen zu lassen, er macht das Auge per se auch wesentlich anfälliger für extreme Helligkeit. Dieser Umstand ergibt sich medizinischer Nachforschungen zufolge daraus, dass das Auge sich schlicht an das Vorhandensein von weniger Lichteinfall als üblich gewöhnt und jede zusätzliche Menge als empfindliche Störung wahrnimmt. Dies führt nicht selten zu teils starken Schmerzen und Unwohlsein.
  • Rapide Verschlechterung der Sehschärfe – Personen, die an der vorliegenden Erkrankung leiden müssen damit rechnen, dass sie rapide an Sehschärfe verlieren. Tatsächlich kann es durchaus der Fall sein, dass sie alle halbe Jahre einer neuen Brille, bzw. neuer Kontaktlinsen bedürfen. Das geht nicht nur massiv ins Geld, sondern ist auch eine immense Unanehmlichkeit.
  • Vergilbung oder Vergrauung – Im Rahmen eines Glaukoms kommt es nicht selten dazu, dass der Betroffene seine Umwelt mit der Zeit wesentlich gelber oder grauer wahrnimmt. Alle Farben scheinen sich in einem dieser beiden Spektren zu verlieren. Das beschneidet nicht nur die Lebensqualität, sondern sorgt darüber hinaus auch dafür, dass leidende Personen noch schlechter in der Lage sind, sich zu orientieren und in der Welt sowie in ihrem Alltag zurechtzufinden.
  • Doppelsichtigkeit eines Auges – Ein ganz besonders gefürchtetes Symptom des grünen Stars ist die Doppelsichtigkeit auf einem Auge. Diese ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch immens verwirrend. In besonders schlimmen Fällen kann es auch zu einer jeweiligen Doppelsichtigkeit beider Augen kommen. Dies ergibt eine effektive Viersichtigkeit. Dieser Zustand ist für Betroffene oftmals kaum erträglich und bedarf einer sofortigen medizinischen Betreuung.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zur Feststellung eines Grünen Star wird ein für den Patienten schmerzloses Glaukomscreenig durchgeführt. Bei dieser Untersuchung werden die Sehschärfe und der Augeninnendruck bestimmt bzw. das Gesichtsfeld getestet. Etwaige Ursachen für einen Grünen Star können im vorderen Abschnitt des Auges mit Hilfe einer Spaltlampe ermittelt werden. Um die Dicke der Nervenfasern feststellen zu können, wird ergänzend eine Vermessung des Sehnervs durchgeführt. Damit kann sich der Augenarzt versichern, ob der Verdacht auf einen Grünen Star begründet ist. Mit dem heutigen Stand der Augenheilkunde sind mehre Behandlungsmethoden verfügbar. Damit ist aber keine Heilung möglich, aber zumindest kann eine weitere Verschlechterung im Gesichtsfeld bzw. in der Sehkraft gestoppt werden. Bei der Behandlung von Grünem Star wird als erstes Ziel versucht den Augeninnendruck zu verringern.

Damit sollen sowohl der Sehnerv geschont, als auch das Gesichtsfeld erhalten bleiben. Dadurch wird auch der Krankheitsfortschritt weitestgehend eingedämmt. Nachdem der Augeninnendruck wieder auf den Normalwert gesunken ist, werden ergänzend zur Therapie meistens auch Augentropfen  und andere Medikamente zur lebenslangen Anwendung verordnet. Sollten sich diese als nicht wirksam oder als unverträglich erweisen, führt in der Regel kein Weg um eine Operation herum. Gängige Operationsmethoden sind dabei zur Verbesserung des Abflusses die Lasertechnik und chirurgische Eingriffe, um neue Abflusskanäle zu legen. Eingriffe mit Laser erzielen aber oft nur zu einer vorübergehende Minderung des Augeninnendrucks. Allerdings können vorhandene Sehnerv-, Nervenfaser- und Netzhautschäden auch durch Operationen nicht mehr korrigiert werden.

Leider gibt es auch keine wirklichen Maßnahmen, wie man dem Grünen Star vorbeugen kann. Umso wichtiger sind somit die einer Früherkennung dienenden regelmäßigen Untersuchungen, die ab 40 Lebensjahren, auch wenn man nicht zu einer der Risikogruppen zählt, zu empfehlen sind. Im wahrsten Sinn des Wortes muss man sich auch vor Augen halten, dass ein nicht behandelter Grüner Star spätestens nach 15 Jahren eine vollkommene Erblindung nach sich zieht.

Durch Anamnese und Untersuchung des Auges sowie Sehtests stellt der Augenarzt die Diagnose „grüner Star“. Durch die sogenannte Spaltlampenuntersuchung, eventuell nach Pupillenerweiterung durch Augentropfen, kann das Auge mikroskopisch untersucht werden. In fortgeschrittenen Fällen ist die verfärbte Retina des Starpatienten mit bloßem Auge sichtbar.

Alles in allem stehen dem behandelnden Arzt folgende diagnostischen Mittel zur Verfügung:

  • Sehtest: Ein allgemeiner und unspezifischer Sehtest ist in aller Regel das erste diagnostische Mittel, dessen sich ein Augenarzt bedient, wenn ein Patient über Symptome klagt, die eventuell auf einen grünen Star zurückzuführen sein könnten. Hierbei gibt es verschiedenste Vorgehensweisen. Zum einen der klassische Sehtest, bei dem der Patient versucht eine Reihe von Buchstaben auf einer Tafel richtig zu entziffern. Dieses Mittel ist beinahe so alt wie die Augenheilkunde selbst und darum sehr erprobt. Nichtsdestoweniger gibt es inzwischen auch etwas modernere Methoden. Diese sind im Grunde nicht viel anders, als die klassische, inkorporieren aber technische Elemente, die dabei behilflich sind, bestimmte Daten zu ermitteln.

    Sollte der Patient wider Erwarten bei diesem Test gut abschneiden kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich bei dem vorliegenden Augenleiden nicht um einen grünen Star handelt – oder wenn doch, dann nur um eine sehr frühe Form desselben.

  • Spaltlampenuntersuchung: Bei einer Spaltlampenuntersuchung handelt es sich ebenfalls um ein sehr altes augenärtztliches Untersuchungsverfahren, das im Laufe der Zeit zwar wesentlich verbessert, nicht aber merklich verändert wurde. Bei einer Spaltlampe handelt es sich im Grunde um ein mit Licht verstärktes Mikroskop. Mithilfe dieser Apparatur kann der behandelnde Arzt einen „Lichtspalt“ (daher der Name) auf das Auge des Patienten werfen und sich somit einen mikroskopisch genauen Überblick über Linse, Iris, Hornhaut und Co. verschaffen.

    Aufgrund der Tatsache, dass es dem Mediziner hierdurch möglich ist, das Auge sehr genau zu untersuchen, kann er Abnormalitäten leicht ausfindig machen zu dementsprechend einer Krankheit, beispielsweise auch dem grünen Star, zuordnen.

  • Untersuchung der Retina: Die Retina ist wahrscheinlich besser als „Netzhaut“ bekannt. Eine Untersuchung derselben ist bei vielen Krankheiten der Augen unablässig und verrät dem zuständigen Sachverständigen sehr viel über die potentiell vorliegenden Leiden. Zuvörderst ist es jedoch notwendig, die Pupille mittels Augentropfen zu erweitern. Ist dies geschehen, steht der Untersuchung nichts mehr im Wege.

Verlauf der Krankheit

Wie bereits eingänglich erwähnt, verläuft die vorliegenden Krankheit oftmals sehr langsam und schleichend. Es kann bisweilen Jahre dauern, bis ein Betroffener überhaupt bemerkt, dass er eventuell an einem grünem Star leiden könnte. Dieser Umstand trägt dazu bei, dass es oftmals nicht zur rechtzeitigen Stellung einer Diagnose kommt. Zwar ist es nicht zu leugnen, dass das besonders in der frühen Phase nicht zu sonderlichen Komplikationen führt, dafür aber umso mehr, wenn die Krankheit erst mal ein gewisses Stadium erreicht hat.

Nichtsdestoweniger gibt es keine einheitliche Einteilung über etwaig auftretende Stadien des grünen Stars. Das kann die Diagnose ebenfalls etwas erschweren. Der hierdurch entstehende Schaden ist jedoch überschaubar und man sollte sich dahingehend keine allzu großen Gedanken machen, wenn man von diesem Leiden betroffen ist.

Noch vor einigen Jahrhunderten war der grüne Star ein sicherer Indikator dafür, dass man den Rest seines Lebens als Blinder verbringen musste. Diese Zeiten sind jedoch glücklicherweise vorbei. Interessanterweise gab es allerdings schon in der Antike operative Verfahren, die gegen einen grünen Star helfen sollten. Diese wurden von sog. „Starstechern“ angeboten. Hierbei handelte es sich um speziell ausgebildete „Mediziner“, die sehr geschickt im Umgang mit langen Nadeln waren. Sie drückten die Linsen der Patienten mit besagter Nadel nach unten und sorgten damit für ein „Auslaufen“ des Auges. Im Zuge dessen liefen auch die typischen grünen Verfärbungen aus dem Auge ab, die für den grünen Star sorgen. Diese Methode funktioniert allerdings nur beim grauen Star. Patienten, die an einem grünen Star leiden, ist damit nicht zu helfen.

Die Chance einen solchen Eingriff zu überleben waren zwar relativ hoch, nicht selten aber ging etwas schief und der Patient erblindete dauerhaft. Selbst bei einer erfolgreichen Operation erlangte man aber nicht sein volles Sehvermögen zurück. Aufgrund der doch eher primitiven Vorgehensweise, entwickelten Personen nicht selten Dioptrien von minus 15 und mehr. Mach musste sich also vor einem solchen Eingriff darüber im Klaren sein, ob man lieber den grauen Star und eine immense Verminderung der Sehleistung will.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Tatsächlich lassen sich sage und schreibe 50% aller weltweit auftretenden Fälle von Blindheit auf einen altersbedingten grünen Star zurückführen. Das ist eine immense Zahl. Rund 30 Millionen Menschen sind also nicht nur von einem grünen Star betroffen, sondern auch daran erblindet. Weitere 43 Millionen Menschen leiden an einem grauem Star, ohne daran erblindet zu sein. Interessanterweise sind diese Menschen zumeist in Entwicklungsländern und / oder Schwellenländern anzutreffen. Tatsächlich mehr als 35 Millionen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur etwa acht Millionen Menschen in der sog. „ersten Welt“ Opfer des grünen Stars werden und das sogar noch weniger an ihm erblinden.

In der Tat ist es also so, dass es sich beim Glaukom um ein Leiden handelt, dass zumeist die ärmsten der Armen heimsucht. Darüber hinaus muss man an dieser erwähnen, dass der grüne Star inzwischen sehr leicht zu behandeln ist. Diese Behandlung steht aber in armen Gebieten der Erde schlicht nicht zur Verfügung und / oder ist für einen breiten Teil der Bevölkerung nicht erschwinglich. Darüber hinaus ist die Dichte an Ärzten in der dritten Welt sehr geringfügig. Dies führt zu teilweise sehr langen Wartezeiten und somit wiederum zu einer weiteren Verzögerung der Behandlung. Auch wissen viele Bewohner Afrikas und Asiens schlicht nicht, dass man gegen den grünen Star etwas unternehmen kann. Die Tatsache, dass alte Menschen in diesen Kulturen einen grünen Star entwickeln, wird als gegeben angenommen und man ist allgemein hin nicht davon überzeugt, dass man diesen Zustand artifiziell ändern könne.

All dies sind Faktoren, die dazu beitragen, dass der grüne Star in minder gut versorgten Regionen der Erde mit einer wesentlich höheren Prävalenz in Erscheinung tritt, als beispielsweise hierzulande der Fall ist.

Der wichtigste Faktor ist und bleibt jedoch das Alter. Junge Menschen erkranken nur sehr selten an diesem Leiden. Allein deswegen schon nicht, weil es teils Jahrzehnte braucht, um sich zu einem Problem zu entwickeln.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig und bedürfen keiner allzu großen weiteren Analyse. Dies bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass fehlerhafte Diagnosen grundsätzlich ausgeschlossen sind. Tatsächlich gibt es einige Krankheiten der Augen, die einem grünen Star sehr ähnlich sein können.

Daher ist es für den behandelnden Arzt sehr wichtig genau abzuklären, ob tatsächlich ein grüner Star vorliegt oder ob es sich nicht doch um eine andere Diagnose handelt. Eine aus einer Fehldiagnose heraus resultierende Therapie könnte fatale Folgen haben. Insbesondere dann, wenn es im Zuge dessen zu einer unnötigen Operation kommt. Und obgleich sich nicht bestreiten lässt, dass dies mitunter der Fall ist, sollte man dennoch keine allzu große Furcht haben. Dank der modernen Schulmedizin kommt es merklich seltener als noch vor einigen Jahrzehnten vor, dass man fälschlicherweise ein Glaukom diagnostiziert bekommt.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend bemerken, dass die Diagnose durchaus für einige kleine Schwierigkeiten sorgen kann, nichtsdestominder aber sollte man davon ausgehen können, dass der behandelnde Arzt weiß, was er tut und das nicht nur im Bezug auf die Behandlung, sondern auch auf die Diagnose selbst.

Auch sollte man sich zwecks solcher Beobachtungen den Umstand abermals vor Augen führen, dass man Drittperson den grünen Star eines anderen Menschen bisweilen mit bloßem Auge zu sehen imstande ist. Dies ist zwar nur in besonders stark fortgeschrittenen Fällen möglich, dennoch kommt es vor. Und was mit bloßem Auge sichtbar ist, das ist schon viel früher mit dem Mikroskop oder anderer Technologie zu erspähen. Darum sollte man sich wirklich nicht vor einem falschen Befund fürchten.

Die soeben erwähnte Sichtbarkeit des grünen Stars ist nicht nur der ausschlaggebenste Indikator für sein Vorhandensein, sondern beinahe schon ein Zeichen dafür, dass jegliche Hilfe zu spät kommt. Sicherlich kann man noch einiges bewegen, aber die Chancen auf komplette Heilung sind sehr schmal. Auch darum lohnt sich eine Früherkennung.


Komplikationen bei der Krankheit

Nicht nur die Krankheit selbst erzeugt einige nennenswerte Komplikationen, sondern auch eine etwaig dagegen vorgenommene Operation. Zwar sind die operativ entstehenden Komplikationen wesentlich überschaubarer als noch in den Tagen, da einem der Star auf dem Jahrmarkt gestochen werden musste, dennoch sind sie nicht gänzlich ausgemerzt.

In den gravierendsten Fällen kommt es in einem Zeitraum von fünf Jahren nach der Operation zu einer Ablösung der Netzhaut, der sog. „Ablatio retinae“. Diese ist zwar nicht lebensbedrohlich, dennoch entstehen dem Betroffenen hierdurch immense Einschränkungen der Lebensqualität und starke Schmerzen. In beinahe allen Fällen zieht eine solche Ablösung eine unausweichliche Erblindung nach sich. Diese kann in extremen Fällen auf beiden Seiten vorliegen. Somit kommt es zu einem vollständigen Sehverlust. Tritt die Ablösung der Netzhaut nur in einem Auge auf, kommt es logischerweise nur zu einer partiellen, bzw. zu einer einseitigen Erblindung.

Die natürlichen im Rahmen einer solchen Erkrankung entstehenden Komplikationen sind meist solche, die sich negativ auf die selbständige Bewältigung des Alltags ausüben. Gerade die bereits erwähnte Teilnahme am Straßenverkehr, sowohl aktiv als auch passiv, kann sehr schwer oder gar unmöglich werden. Auch resultieren aus einem grünen Star zumeist alle Komplikationen, die auch mit einer Blindheit einhergingen.

Somit kann es sein, dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, seinen Alltag selbständig zu meistern und dahingehend Unterstützung in Anspruch nehmen muss. Denn vielen Menschen, die Zeit ihres Lebens auf ihre Augen vertrauen konnten, fällt es schwer, sich plötzlich ganz ohne dieselben durch ihr Leben zu bewegen. Insbesondere viele ältere Menschen kommen mit dieser Umstellung nicht mehr zu recht und „geben auf“. Hieraus können mitunter Depressionen und andere massive Missstimmungen resultieren.

Somit können die etwaig auftretenden Komplikationen durchaus sehr grimm und düster sein. Das heißt aber natürlich nicht, dass jeder Mensch auch davon betroffen sein muss. Gerade bei einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung des Glaukoms kommt es zumeist zu überhaupt keinen Komplikationen und der ehemals Erkrankte kann ein sorgenfreies Leben führen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann genau man einen Arzt aufsuchen sollte, ist gerade im Fall des grünen Stars sehr wichtig und nicht zu vernachlässigen. Viele Menschen nehmen ihre Augenschäden nicht ernst genug und suchen statt eines Augenarztes lieber einen Optiker auf, um sich eine neue Brille anpassen zu lassen. Das ist sicherlich nicht grundsätzlich verkehrt, nichtsdestominder aber hilft das nichts gegen das vorliegende Problem. Eine stärkere Brille ist nur eine temporäre Lösung für ein dauerhaftes Problem. Ergo überhaupt keine Lösung. Somit ist jeder Person, deren Sehkraft binnen kürzester Zeit merklich nachlässt oder nachgelassen hat, dazu geraten, neben dem Optiker auch einen Augenarzt aufzusuchen. Und sei es nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Denn beim grünen Star gilt, wie bei jeder anderen Erkrankung auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Darüber hinaus sollte man regelmäßig einen entsprechend qualifizierten Mediziner aufsuchen, um eine gewisse potentielle Früherkennung zu gewährleisten. Leider aber ist das leichter gesagt als getan. Augenärzte sind in Deutschland sehr dünn gesät und es kann teilweise sehr lange dauern, bis man einen Termin bekommt. Gerade darum ist es wichtig, dass man sich rechtzeitig um einen solchen bemüht, um nicht ins Hintertreffen zu geraten, wenn es um die Gesundheit und das eigene Augenlicht geht.

Somit kann man abschließend nur noch einmal jeden dazu aufrufen, seine Augenleiden nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich Hilfe zu suchen, wenn man denkt, dass diese nötig ist. Jedes Zögern, jedes Wanken ist verlorene Zeit, die man hätte in die Heilung des etwaigen Glaukoms hätte investieren können. Zwar entsteht die Krankheit schleichend und es kann teils Jahrzehnte dauern, bis sie stark genug ausgeprägt ist, um tatsächlich einen merklichen negativen Effekt auf die Augen zu haben, aber solange sollte man es nicht herauszögern. Darum muss einem selbst der kleinste Verdacht schon als Ansporn dazu dienen, einen Mediziner zu konsultieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es stehen diverse Methoden einer Behanldung zur Verfügrung. Diese ergeben sich in aller regel daraus, welche Form des Glaukoms vorliegt.

Hierzu eine Übersicht:

  • Glaucoma Chronicum Simplex: Hierbei handelt es sich um die am weitesten verbreitete Art des Glaukoms. Es tritt in aller Regel zwischem dem 35. und 45. Lebensjahr auf, kann sich allerdings auch bereits wesentlich früher einstellen. Bei dieser Form des Glaukoms lassen sich darüber hinaus durchaus familiäre Häufungen beobachten. Bei dieser Art des Glaukoms kommt es zu einer Behinderung des Abflusses direkt im Abflussbereich des Kammerwinkels des Auges durch krankheitsbedingte Veränderungen. Hierdurch erhöht sich der druck des Innern des Auges und begünstigt schließlich die Entstehung des Glaukoms.
  • Juveniles Glaukom: Hierbei handelt es sich um eine angeborene Form des Glaukoms. Oftmals geht ein solches Glaukom noch mit weiteren Fehlbildungen und Behinderungen einher. Oftmals entstehen juvenile Glaukome, wenn die Mutter während des Schwangerschaft an Röteln oder Masern leidet.
  • Sekundäre Glaukome: Hierbei handelt es sich um Glaukome, die aufgrund anderer Erkrankungen des Auges entstehen. Beispielsweise durch Tumore, Diabetes, Sjögren-Syndrom oder Unfälle sowie Traumata.

Darüber hinaus können noch weitere Arten des Glaukoms auftreten. Diese sind jedoch in aller Regel sehr selten und können darum an dieser durchaus vernachlässigt werden.

Eine Behandlung nun zielt in aller regel darauf ab, den Druck im Inneren des Auges dauerhaft zu senken. Hierfür kann man sich verschiedener Mittel bedienen. Es stehen dem behandelnden Arzt sowohl konservative als auch progressive Methoden zur Verfügung. Hierbei kommt es stark darauf auf, welche Schwere der Erkrankung und welche Unterart derselben vorliegt.

Heutzutage bedienen Ärzte sich auch oftmals Laseroperationen. Diese sind sehr vielversprechend und in aller Regel für einen Patienten nicht wirklich gefährlich. Darum ist in Zukunft zu erwarten, dass es zum vermehrten Einsatz dieser Methode kommen wird. Nichtsdestoweniger kommen auch immer noch klassische Operative Maßnahmen zum Einsatz, wenn sich ein solches Vorgehen nicht vermeiden lässt. Denn gerade Operationen am Auge bieten ein enormes Risiko. Nicht zuletzt deswegen ist es wichtig, sich einen kompetenten Arzt zu suchen und sich um Vorhinein ausreichend über etwaige Risiken und so weiter aufklären zu lassen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Grundsätzlich ist es nicht auf direktem Wege möglich, gegen einen grünen Star Vorzubeugen, nichtsdestoweniger kann man versuchen, Risikofaktoren aus seinem Leben zu streichen, die nachgewiesenermaßen in direktem Zusammenhang mit einer solchen Erkrankung stehen.

Diese sind unter anderem:

  • Voranschreitendes Alter: Wie bereits gesagt, ist der wohl am häufigsten für die Entstehung dieses Leidens verantwortliche zu machende Faktor das Voranschreiten des Alters. Sicherlich kann man sich dagegen nicht wehren, schließlich gibt es noch kein Mittel dagegen, den Alterungsprozess zu stoppen, dennoch sei dieser Grund hier der Vollständigkeit halber aufgeführt.
  • Diabetes: Bekanntermaßen kann eine Diabetes jedweder Ausprägung sehr weitreichende negative Effekte auf die Augen des Erkrankten haben. Darunter auch die Entstehung eines grünen und des grauen Stars. Nicht zuletzt deswegen, sollten Diabetiker sich regelmäßig dahingehend untersuchen lassen, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Starke direkte Sonneneinstrahlung: Wer in sehr sonnenreichen Gegenden wohnt, läuft große Gefahr, dass seine Augen mit der zeit bleibende Schäden entwickeln. Zu viel und zu starkes Sonnenlicht ist für die Augen nämlich genau so schädlich, wie für die Haut. Darum sollte man immer wenn nötig eine Sonnenbrille tragen. Hierdurch lässt sich auf Lange Sicht oftmals das Schlimmste vermeiden.
  • Rauchen: Rauchen ist schlecht für viele Dinge. Unter anderem auch für die Augen. Raucher weisen ein durchschnittlich um 40% erhöhtes Risiko auf, einen grünen Star auszubilden als Nichtraucher.
  • Übergewicht: Übergewichtige Personen laufen ebenfalls höhere Gefahr, ein Glaukom zu entwickeln. Die genauen Mechanismen hierfür sind zwar noch nicht entschlüsselt, aber die Daten sprechen durchaus für sich.
  • Bluthochdruck: Personen, die an chronischem Blutchordruck leiden sollten sich des Umstandes bewusst werden, dass sie ein weitaus höheres Risiko aufweisen, an der vorliegenden Augenkrankheit zu leiden. Dies lässt sich auf mehrere Ursachen direkt zurückführen. Darum sollte man sich als Mensch mit chronisch hohem Blutdruck regelmäßig auf Glaukome hin untersuchen lassen.
  • Starker Konsum von Alkohol: Ebenso wie Rauchen oder Konsum von Drogen im Allgemeinen, hat auch der gesteigerte Konsum von Alkohol ein erhöhtes Risiko zur Folge, was den grünen Star betrifft. Darum sollte man sein Trinkverhalten entweder überdenken oder ggf. einen Entzug machen. Ein solcher ist nicht nur für die Augen, sondern auch für den restlichen Organismus eine Erleichterung.

Prognose zur Heilung

Die Prognose ist alles in allem nicht wirklich schlecht. Dennoch sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass jedwede Art der Behandlung dieses Leidens ein gewisses Risikopotential beinhaltet. Eine 100%ig sichere Methode gibt es nicht. Diese gibt es wiederum aber auch bei keiner anderen Behandlung.

Man muss sich nach einer Operation zunächst auf eine gewisse Erholungszeit einstellen. Es ist nicht der Fall, dass man direkt nach einem Eingriff wieder sein vollständiges Augenlicht zurückerhält. Diese Periode ist aber vergleichsweise sehr kurz und daher durchaus verschmerzbar.

Nichtsdestoweniger sollte man nicht vergessen, dass es nach einer Operation, gleichwohl ob diese erfolgreich war oder nicht, zu einer Ablösung der Netzhaut kommen kann. Die endet mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer in der vollständigen oder teilweisen Erblindung des Betroffenen. Darum ist es sehr wichtig, dass man seine Augen auch nach einer OP nicht direkt überanstrengt. Wer sich direkt nach einem chirurgischen Eingriff fahrlässig verhält, braucht sich nicht zu wundern, wenn es zu negativen Konsequenzen kommt.

Dennoch muss man zusammenfassend erwähnen, dass die Prognose alles in allem eher gut aussieht. Vorausgesetzt natürlich, dass man sich medizinische Behandlung sucht und nicht einfach der Natur ihren Lauf lässt. Zumindest gilt das für unsere Breiten. Wer in einer ärmeren Region der Welt an einem Glaukom erkrankt, hat leider sehr viel schlechtere Karten und es ist mehr als wahrscheinlich, dass man dieser Person nicht helfen kann oder helfen will. Damit ist eine früher oder später einsetzende vollständige Erblindung oftmals schlicht nicht zu verhindern und Betroffene müssen lernen mit ihren Schicksal zu leben. Nicht zuletzt deswegen handelt es sich beim grünen Star, wie bereits angeführt, um die statistisch gesehen am häufigsten zur Blindheit führenden Erkrankung weltweit. Und das soll schon etwas heißen.


Alle Glaukome im Überblick

Glaukom ist nicht gleich Glaukom. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Erkrankung um ein sehr variables Leiden, das sich auf sehr viele Arten und Weisen darstellen kann. Nicht zuletzt darum fällt es einigen Medizinern immer wieder sehr schwer, die genaue Art des Glaukoms ihres Patienten zu ermitteln. Zwar ist ein Glaukom als solches keine allzu fordernde Diagnose, aber die genaue Unterart zu bestimmen, kann doch recht lange dauern und bisweilen auch sehr aufwändig sein. Der zuständige Mediziner muss hierbei auf sehr viele kleine Details achten und auch die Krankengeschichte des Patienten sehr genau studieren und kennen. Ansonsten kann es sehr leicht vorkommen, dass einem eine falsche oder fehlerhafte Diagnose gestellt wird.

Dennoch sollte man auch hier den Teufel nicht an die Wand malen. Die meisten Ärzte sind sehr um das Wohl das ihrer Patienten besorgt und geben sich größte Mühe, deren Krankheiten zu erkennen und kurieren. Darüber hinaus sind die Behandlungsmethoden der verschiedenen Glaukome auch nicht allzu verschieden. Dies trägt wiederum dazu bei, dass selbst bei einer grundsätzlich falschen Einteilung des Glaukoms keine allzu großen etwaigen Schäden durch eine eventuell anders geartete Behandlung zu erwarten sind.

Grundsätzlich gilt es zwischen zwei primären Typen von Glaukomen zu unterscheiden, einmal dem Offenwinkelglaukom und dessen Gegenpart, dem Engwinkelglaukom. Dies doch sehr zahlreichen Unterformen der Glaukome lassen sich anschließend beinahe alle diesen beiden primären Formen unterordnen. Darüber hinaus ist es wichtig, zwischen primären und sekundären Offenwinkelglaukomen und Engwinkelglaukomen zu unterscheiden. Primäre Glaukome definieren sich dadurch, dass sie ohne dazutun anderer Erkrankungen entstehen, sprich sich selbständig entwickeln. Sekundäre Glaukome dagegen entstehen als Folge einer anderen Erkrankung. Dabei muss es sich aber nicht immer um Augenleiden handeln. Ein Glaukom kann auf sehr viele verschiedene andere Krankheiten zurückzuführen sein. Einige davon wurden bereits erwähnt. Beispielsweise Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Nikotinsucht, Alkoholsucht, Flammer Syndrom oder Raynaud Syndrom. In einigen seltenen Fällen kann ein Glaukom auch angeboren sein. Dazu aber gleich noch mehr.

Offenwinkelglaukom
Das Offenwinkelglaukom ist das wohl am häufigsten auftretende Glaukom von allen. Beinahe 90% aller Erkrankungen mit grünem Star äußern sich in dieser Form. Dabei kann die entsprechende Unterform jedoch sehr variabel sein. Ein Offenwinkelglaukom kann unter anderem dann auftreten, wenn der Tränenkanal über einen längeren Zeitraum hin nach und nach verstopft. Hierdurch entsteht Druck, der sich negativ auf das Auge auswirken kann. Es kann teilweise sehr lange dauern, bis sich genügend Druck aufgebaut hat, um wirklich gefährlich für das Auge zu werden, alles in allem aber ist die Dauer, der es zwecks einer Entstehung bedarf von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Auch der Winkel zwischen der Iris und der Hornhaut kann dazu betragen, dass es zur Ausbildung eines Offenwinkelglaukoms kommt. Ein solcher übermäßig großer Winkel kann entweder angeboren oder durch spätere Erkrankung erworben sein.

Wie dem aber auch sei, ein Offenwinkelglaukom entwickelt, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, sehr langsam. Oftmals über Jahre hinweg. Dabei bleibt es nicht selten über einen sehr langen Zeitraum hin unentdeckt. Das liegt zumeist daran, dass sich entweder gar keine oder nur sehr geringfügige Symptome einstellen, die durchaus leicht fehlzudeuten sind und dies nicht nur seitens des Patienten, sondern auch des zuständigen Mediziners. Darum ist es leider kein allzu seltenes Phänomen, dass man den grünen Star erst bemerkt, wenn es schon zu spät ist und man um einen operativen Eingriff kaum mehr herum kommt. Allerdings sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber noch erwähnen, dass man auch in der frühen Phase der Erkrankung nur selten ohne eine Operation dauerhafte Heilung erzielen kann.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei diesem Typ des Glaukoms um die am häufigsten vorkommende Art. Alle anderen Ausprägungen des grünen Stars sind vergleichsweise selten und sehr speziell in ihrer Entstehung.

Engwinkelglaukom
Das Engwinkelglaukom ist der Obertyp der Glaukomfamilie. Gleichwohl ist es sehr viel seltener als das Offenwinkelglaukom. Nur etwa 10% aller Erkrankten leiden an dieser Art des grünen Stars.

Anders als beim Offenwinkelglaukom entsteht ein Engwinkelglaukom etwas rapider, sprich es nimmt weniger Zeit in Anspruch, sich einzustellen und äußert sich auch schneller in identifizierbaren Symptomen als sein Konterpart. Eine plötzliche Blockade des Tränenkanals beispielsweise kann dazu führen, dass es zu einer spontanen Verstopfung desselben kommt. Diese wiederum erhöht den Druck im Innern des Auges immens und begünstigt somit die Entstehung eines Glaukoms. Vom Prinzip geschieht hier also dasselbe wie beim Offenwinkelglaukom. Der hauptsächliche Unterschied jedoch besteht in der Geschwindigkeit, mit der dies geschieht. Während das Offenwinkelglaukom teilweise Jahre, wenn nicht Jahrzehnte braucht, um sich zu entwickeln, kann ein Engwinkelglaukom binnen weniger Wochen oder Monate entstehen.

Darüber hinaus verengt sich der Winkel zwischen Hornhaut und Iris. Hierbei kann es sich zwar um eine angeborene Fehlstellung innerhalb des Auges handeln, dies ist allerdings nur äußert selten der Fall. Zumeist entsteht eine solche Verengung durch den immensen und rapiden Anstieg von Druck im Innern des Auges. Dies Verengung des Winkels sorgt zusätzlich dafür, dass es zu einer Minderversorgung mit Blut in manchen Arealen des Auges kommt. In Folge dessen kann es zu weiteren Ausfällen der Sehleistung kommen oder gar zum Absterben einzelner Nerven. Gleichwohl dies nur äußert selten der Fall ist.

Wie bereits erwähnt, entwickelt sich das Engwinkelglaukom im Vergleich zum Offenwinkelglaukom sehr schnell. Oftmals binnen weniger Wochen, Monate oder auch Tage – letzteres jedoch nur in besonders gravierenden Fällen. Dabei kann man die krankhaften Veränderungen des Auges beinahe in Echtzeit beobachten. Eine Trübung der Linse stellt sich oftmals ebenso so ein, wie weitere negative Effekte, die nicht nur das Sehvermögen schmälern, sondern darüber hinaus auch noch dafür sorgen, dass der Betroffene oftmals unter nicht zu unterschätzenden Schmerzen leidet. Dabei sind besonders Schmerzen im Auge ein Verursacher von Kopfweh und dergleichen mehr.

Im Gegensatz zum Offenwinkelglaukom sind die Symptome, wie gerade beschrieben, also klar sichtbar. Und dies nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für dessen Umfeld. Trübungen des Auges sind dabei nur ein möglich Effekt. Auch die stets und stetig nachlassende Sehleistung trägt ihr nötiges dazu bei, dass ein erkranktes Individuum sich merklich nicht mehr im Alltag zurecht findet. Die Navigation fällt einem aufgrund der verminderten Sehleistung sehr schwer. Da dieser Umstand darüber hinaus sehr plötzlich eintritt, sollte man auf jeden Fall von Tätigkeiten wie Autofahren und Fahrradfahren absehen.

Auch bedarf es im Falle eines Engwinkelglaukoms sofortiger medizinischer Betreuung. Alles andere wäre sich und seiner Umwelt gegenüber verantwortungslos. Je früher man hier einen Arzt aufsucht, desto besser. Der grüne Star ist kein Leiden (mehr) vor dem man besondere Angst haben müssen. Ärzte können einem zumeist sehr gut Abhilfe leisten. Bisweilen ist auch ein Besuch in der Notaufnahme sinnvoll, wenn es sich um eine sehr aggressive Form des Glaukoms handelt und man keine Zeit mehr hat, bei einem Augenarzt vorstellig zu werden. Nicht zuletzt deswegen sprechen manche Mediziner statt vom Engwinkelglaukoms auch von einem akuten Glaukom. Dieser Name allein sollte dem medizinischen Laien schon einen Eindruck davon vermitteln, wie ernst es um einen stehen kann, wenn man Opfer dieser Erkrankung geworden ist und das man sich selbst keine Hilfe darob versagen sollte.

Normaldruck Glaukom
Diese Form des Glaukoms entsteht nicht, wie es bereits im Namen steckt, durch einen allzu hohen Druck im Auge. Der Druck ist entweder normal oder sogar unterdurchschnittlich. Die Entstehung wird vielmehr durch einen beschädigten Sehnerv bedingt. Dabei stellt diese spezielle Ausprägung des Glaukoms Ärzte und Forscher vor ein Rätsel. Die genauen Hintergründe dafür, warum es bei bestimmten Personen zu einer Schädigung des Sehnervs kommt, obwohl der Druck im Auge derselben normal hoch ist, sind noch immer unbekannt. Studien in diese Richtung konnten keine eindeutigen Hinweise liefern und ließen somit keine fundierten Schlüsse zu.

Die Verbreitung dieser Art des Glaukoms ist ebenso, wie das Glaukom selbst, etwas mysteriös. Es scheint vornehmlich in Personen aufzutreten, die erblich vorbelastet sind. Menschen, die keine Probleme mit Normaldruck Glaukomen haben und bei denen dieses Leiden auch interfamiliär nicht bekannt ist, müssen zumeist keinen Ausbruch desselben bei sich selbst fürchten. Dennoch handelt es sich nicht um eine Erbkrankheit im klassischen Sinne.

Zudem sind primär Menschen japanischer Abstammung betroffen. Alle anderen Ethnien leiden vergleichsweise selten an dieser speziellen Form des Glaukoms. Warum dem so ist, konnte nicht stichhaltig bewiesen werden. Dennoch gibt es einige Theorien. So geht die Forschung derzeit davon aus, dass es sich bei dieser Erkrankung um eine spezielle Mutation handelt, die in Japan originierte. Da dieser Inselstaat über Jahrhunderte hinweg sehr isoliert und abgeschnitten von der restlichen Welt war, konnte das Leiden sich dort sehr stark ausbreiten, während der der Rest der Welt durch rassische Vermischung kaum belastet wurde. Tatsächlich sind Fälle von Normaldruck Glaukomen außerhalb Japans so immens selten, dass sie in Statistiken oftmals als Anomalie geführt werden.

Darüber hinaus scheinen besonders jene Menschen anfällig für Normaldruck Glaukome zu sein, die mit chronischen Herzbeschwerden zu kämpfen haben. Insbesondere Menschen mit Herzrhythmusstörungen sind oftmals Opfer dieses Leidens.

Da sich diese Form des grünen Stars ganz ohne erhöhten Druck der Augen entwickelt, fällt es Ärzten oftmals schwer, dieses Leiden überhaupt als solchen erkennen. Vorallem außerhalb Japans kommt es darum nicht selten zu zunächst fehlerhaften Einschätzungen. Auch die Diagnose an sich gestaltet sich etwas schwieriger als bei anderen Formen von Glaukomen. Eine Messung des Drucks der Augen ist nicht zielführend. Besser ist es dagegen, den Nerv direkt zu untersuchen. Hierzu stehen mehrere Methoden zur Verfügung. Diese sind in aller Regel zwar etwas aufwänderiger als die gängigen Diagnoseverfahren, führen aber schließlich auch zum Ziel.

Die Behandlung ist auch vergleichsweise simpel. Der zuständige Mediziner bemüht sich darum, den Druck im Auge weiterhin, obgleich dieser initial schon nicht besonders erhöht war, zu senken. Der Sehnerv wird entlastet und dem Patient ist geholfen. Dies kann entweder mittel medikamentöser Behandlung oder eines Lasereingriffs geschehen, auch ein klassische operativer Eingriff ist denkbar, heutzutage aber eher selten.

Angeborenes Glaukom
Grüner Star kann auch angeboren sein. Allerdings handelt es sich hierbei um ein sehr sehr seltenes Phänomen. Die Chancen, mit diesem Defekt auf die Welt zu kommen stehen etwa eins zu einer Million.

Zumeist geht ein angeborenes Glaukom mit einer ebenso angeborenen Deformation des Auges einher. Es kommt also aufgrund minderwertig entwickelter Areale zu denselben Symptomen, wie bei einem erworbenen Glaukom. Oftmals ist der Tränenkanal der Betroffenen nicht korrekt entwickelt. Dieser Verstopft darum sehr leicht, es kommt zu einer Erhöhung des Drucks der Augen und der Sehnerv nimmt großen Schaden.

Neugeborene werden in aller Regel nicht direkt nach der Geburt auf ein eventuell angeborenes Glaukom untersucht. Dies lässt sich ganz einfach mit der Seltenheit dieses Leidens begründen. Darüber hinaus bemerken viele Eltern das Glaukom auch sehr schnell von sich aus. So, kommt es nämlich bereits sehr früh im Kindesalter zu den typischen Symptomen, wie einer Trübung der Hornhaut. Diese gilt den meisten Müttern und Vätern zurecht als Indikator für eine etwaig vorhandene Störung des Auges. Sollte man dieses Phänomen beobachten, ist es absolut notwendig, mit dem Kleinkind so schnell als irgend möglich bei einem Mediziner vorstellig zu werden. Ein rechtzeitiges Handeln kann eine permanente Blindheit oder andere persistente Einschränkungen der Sehleistung verhindern.

Des Weiteren kann man häufig auch andere Symptome bei betroffenen Kleinkindern beobachten, die den Eltern als potentielle Marker und Indikatoren für das eventuelle Vorhandensein eines angeborenen Glaukoms dienen können. Hierzu zählen insbesondere eine gestörte Wahrnehmung der Umwelt. Sprich das Kind kann nicht wie andere Kinder mit Objekten interagieren. Auch kommt es nicht selten zu starken Einschränkungen der Fähigkeit zu navigieren. Dies wird besonders dann deutlich, wenn das Kind beginnt zu laufen. Ebenso stellt sich darüber hinaus auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht ein. Sollte das Kind darum Lichtquellen gezielt vermeiden oder die Augen oftmals geschlossen halten, so ist auch das als Hinweis auf ein Glaukom zu interpretieren.

In aller Regel wird ein solches angeborenes Glaukom im ersten Lebensjahr eines Kindes diagnostiziert und auch behandelt. Nach einer Diagnose kommt die Behandlung. Diese ist sehr stark von der Schwere des vorliegenden Falles abhängig. Bei besonders leichten Fällen sind korrigierende Operationen oder Lasereingriffe möglich. Diese beseitigen das Leiden nicht selten komplett. Bei schwereren Fällen dagegen muss eine Kombination aus operativen und medikamentöse Therapien erfolgen. Diese sind oftmals mit einem gewissen Risiko verbunden. Jeder operative Fehler, der einem bei einem so jungen Patienten unterläuft, kann schließlich zu einer lebenslang anhaltenden Minderleistung des Auges führen. Darum ist es wichtig, dass nur ausgewiesene Spezialisten diese Eingriffe vornehmen. Augenärzte, die sich auf Kinder spezialisiert haben, sind allerdings sehr rar gesät. Darum ist es wichtig, sich dahingehend vom behandelnden Arzt beraten zu lassen.

Leider ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass bereits verlorengegangenes Sehvermögen auch mit Hilfe einer Operation oder einer medikamentösen Behandlung nicht wieder hergestellt werden kann. Dennoch ist es möglich, das Glaukom als solches zu beseitigen und dem betroffenen Kind damit ein vollwertiges und gutes Leben zu garantieren. Etwaige aus dieser Krankheit resultierende Engpässe betreffend das Sehvermögen müssen später durch Sehhilfen oder weitere Eingriffe ausgeglichen werden. Alles in allem aber sollten die Einschränkungen nicht allzu gravierend sein.

Neben den soeben benannten Einschränkungen kann es darüber hinaus noch zu weiteren, unter anderem auch sichtbaren Effekten kommen, die aus einem angeborenen Glaukom resultieren. Insbesondere mäßig bis stark vergrößerte Augen sind nicht selten eine Folge eines angeborenen Glaukoms. Dazu kommt eine dauerhafte Trübung der Hornhaut, die bereits schon erwähnte Empfindlichkeit gegenüber Licht und stark tränende Augen. Letzteres Phänomen kann immer und jederzeit auftreten und lässt sich nicht kontrollieren.

Alles in allem aber sollte man sich als Elternteil eines Kindes mit angeborenem Glaukom keine allzu großen Sorgen machen. Den meisten Kindern ist gut zu helfen. Wenngleich man bisweilen durchaus mit gewissen Einschränkungen rechnen muss.

Sekundäres Glaukom
Den Begriff des sekundären Glaukoms sollte man ebenso, wie die Begriffe Offenwinkelglaukom und Engwinkelglaukom als Überbegriff verstehen und nicht als Erkrankung per se. Als sekundäres Glaukom bezeichnet ein Mediziner jede Art von Glaukom, die als Folge einer anderen klar anzusprechenden Erkrankung entsteht. Das heißt, die nicht angeboren ist oder sich selbständig entwickelt. Diese Arten von Glaukomen sind relativ häufig, machen allerdings bei weitem nicht die größte Gruppe von grünem Star aus.

Die hieraus resultierende Symptome sind denen der primären Glaukome sehr ähnlich. Lediglich entstehen sie nicht selbstständig. Das ist der hauptsächliche Unterschied. Nichtsdestominder muss man neben den eigentlichen Symptomen eines Glaukoms auch die Symptome der auslösenden Krankheit mit die Rechnung einbeziehen. Insofern kann es bisweilen zu einer größeren Fülle an Symptomen kommen.

Wie dem auch sei, auch ein sekundäres Glaukom kann sich als Offenwinkelglaukom und als Engwinkelglaukom äußern. Hierbei kommt es nicht nur auf die auslösende Erkrankung an, sondern auch auf die persönliche und individuelle Beschaffenheit des eigenen Auges. Die Frage danach, was genau ein sekundäres Glaukom auslösen kann, ist nicht schnell zu beantworten. Es gibt viele verschiedene Erkrankungen, die dazu imstande sind. Aber auch der Missbrauch einiger Genussgifte und anderer toxischer Substanzen sowie äußere Verletzungen können dazu beitragen, die Entwicklung eines sekundären Glaukoms zu befördern. Hierzu eine kleine Übersicht:

  • Entzündungen im oder am Auge
  • Diabetes melltius
  • Starker Tabakkonsum und / oder Alkoholkonsum
  • Verwendung von Drogen und Genussgiften
  • Steroide
  • Äußere Verletzungen (bspw. durch Unfälle)
  • Grauer Star

Diese Übersicht bietet allerdings keinen umfassenden Überblick über alle Erkrankungen, die ein sekundäres Glaukom auslösen können, sondern dient nur der allgemeinen Übersicht.

Pigmentiertes Glaukom
Ein Pigmentiertes Glaukom ist eine sehr selten vorkommende Art des grünen Stars. Es tritt in aller Regel bei kaum einem Zehntel Prozent der Weltbevölkerung auf. Die genauen Gründe des Entstehens sind ebenfalls noch nicht genau geklärt. Allerdings gehen manche Forscher davon aus, dass es sich bei dieser Sonderform des grünen Stars um ein Phänomen handelt, das eng mit der Färbung des Auges selbst zu tun hat. Diese Theorie gilt jedoch nicht als bestätigt und trifft immer wieder auf massive Kritik.

Wie dem auch sei, es entsteht in aller Regel dadurch, dass sich das Pigment, das eigentlich für die Färbung der Iris, sprich dem farbigen teil des Auges gebraucht wird, an einer falschen Stelle akkumuliert. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Augenfarbe verblasst oder sich ändert. Oftmals findet diese Akkumulation direkt am Sehnerv oder dessen Peripherie statt. Hierdurch kommt es logischerweise zu einer Reizung desselben und folglich zu weiteren Symptomen, sprich einem Glaukom. Ob Offenwinkelglaukom oder Engwinkelglaukom ist dabei von der persönlichen Beschaffenheit des Auges abhängig. Dennoch kommen Offenwinkelglaukome etwas frequenter vor, als Engwinkelglaukome.

Interessanterweise tritt diese Form des Glaukoms wesentlich häufiger bei jungen Menschen auf als bei älteren. Die genauen Hintergründe hierfür sind noch nicht ganz geklärt. Nichtsdestotrotz gibt es einige Vermutungen diesbezüglich. Allen voran konnte man einer breit angelegten Studie entnehmen, dass viel körperliche Aktivität dafür sorgt, dass mehr Pigment produziert und zugeschüttet wird. Dies wiederum beeinflusst nicht nur die Haut, sondern auch die Augen. Allzu viel Pigment kann vom Körper nur sehr schlecht wieder abgebaut werden, daher sammelt es sich an gewissen Stellen, unter anderem auch am Sehnerv. Gerade besonders fordernde Ausdauersport scheint eine solche Entwicklung zu befördern. Das sollte einen Sportler jedoch nicht abschrecken. Die Zahl tatsächlich betroffener Menschen ist verschwindend gering und eine Therapie ist auch keine große Herausforderung. Zumeist lässt sich das Problem sehr einfach mittels Augentropfen oder der Gabe anderer Medikamente lösen.

Verletzungsglaukom
Glaukome können ebenso wie durch organische Leiden, auch durch äußere Leiden entstehen. Insbesondere durch Unfälle mit direkter Wirkung auf die Augen. Allerdings muss es das Auge nicht immer direkt betreffen. Manchmal ist eine starke Krafteinwirkung auf den Schädel schon genug, um auch den Sehnerv zu belasten. Besonders häufig kommt diese Art des Glaukoms beispielsweise bei Personen vor, die sehr häufig in Faustkämpfe verwickelt sind. Jeder Schlag auf den Schädel erhöht nicht nur das Risiko einer Gehirnerschütterung, sondern schadet auch dem Sehnerv nicht unerheblich. Hierdurch entsteht wiederum Druck, der dazu führen kann, dass es zu den gängigen Symptomen eines Glaukoms kommt.

Auch manche Sportler haben mit dieser Art des Glaukoms zu kämpfen. Insbesondere Boxer oder Ballsportler. Denn auch auch Ball, der einem mit großer Geschwindigkeit am Kopf trifft, kann dazu führen, dass es zu massiven Verletzungen des Inneren des Auges kommt. In besonders schweren Fällen kommt es dann zu einer innerlichen Bildung von Narbengewebe, die die Sehleistung dauerhaft einschränken und zu einem Chronischen Augenleiden führen können. Dieses Risiko ist zwar gering, dennoch sollte man es nicht unterschätzen.

Des Weiteren sind natürlich auch Unfälle besonders gefährlich, die mit einer direkten Penetration des Auges einhergehen. Früher sprach man hier bisweilen vom „Schneiderauge“. Diese Bezeichnung geht auf die Tatsache zurück, dass Schneider, die Kunden halbfertige Kleidungsstücke zum Anprobieren gaben, die Größen mit Stecknadeln absteckten. Es konnte beim Ausziehen bisweilen dazu kommen, dass sich eine solche Nadel im Auge des Kunden verhakte und dieses penetrierte. Neben Blindheit kam es in solchen Fällen auch bisweilen zu Glaukomen.

Aber auch viele andere Unfälle können damit enden, dass das Auge eines Individuums mit einem mehr oder weniger spitzen Gegenstand durchstochen wird. Nicht immer muss ein solcher Vorfall zu einer kompletten Erblindung führen, aber in den meisten Fällen lässt sich das, selbst bei guter und schneller medizinischer Versorgung, nicht verhindern.

Alles in allem können Unfälle, die entweder die Augen direkt oder aber den Schädel betroffen, oftmals zu dazu führen, dass sich ein sekundäres Glaukom bildet. In solchen Fällen ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Nicht zuletzt deswegen, da die Bildung eines solchen auch noch einige Zeit nach einem Unfall auftreten kann. Eine Behandlung ist stark von der vorliegenden Verletzung abhängig. Besonders aber bei direkten Stichverletzungen des Auges werden viele Ärzte präventiv tätig und ergreifen Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Entstehung eines Glaukoms kommt.

Vaskuläres Glaukom
Bei einer allgemeinen schlechten Durchblutung kann es dazu kommen, dass auch die Blutversorgung im Auge gestört ist. Sollte dies der Fall sein, so ist es erfahrungsgemäß recht häufig zu betrachten, dass auch der Druck im Auge daraufhin etwas ansteigt. Auf lange Sicht kann dies also dazu führen, dass der Sehnerv in Mitleidenschaft gezogen wird, was wiederum die typischen Symptome eines Glaukoms hervorruft.

Nicht zuletzt darum, sollte jeder Mensch, der über eine grundsätzlich mangelhafte Durchblutung verfügt, sich auch in regelmäßigen Abständen auf ein etwaiges Glaukom hin untersuchen lassen. Alles in allem aber sollte man keine allzu große Panik deswegen haben. Es kommt nur sehr selten vor und darüber hinaus ist es auch noch relativ leicht zu behandeln.

Abschließende Betrachtungen
Diese oben gemachten Ausführungen zu den einzelnen Typen der Glaukome sind zwar schon recht zahlreich, bieten allerdings snur einen sehr eingeschränkten Überblick über die tatsächliche Vielzahl der potentiell auftretenden Ausformungen des grünen Stars. Diese sind nicht nur sehr mannigfaltig, sondern können auch auf eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren und Auslöser zurückgehen. Darum ist es sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich, allgemein gültige Aussagen zu treffen.

Dennoch sollte man den Teufel nicht an die Wand malen, ist man selbst Opfer der vorliegenden Erkrankung geworden, so kann einem die moderne Schulmedizin in aller Regel sehr schnell, gut und effektiv helfen. Dabei sind die auslösenden Faktoren in vielen Fällen tatsächlich eher nebensächlich. Anders verhält es sich aber natürlich bei unfallbedingten Glaukomen.

Wer denkt, er könne Opfer dieser Erkrankung geworden sein, tut gut daran, sich medizinische Hilfe zu suchen und sich behandelnd zu lassen. Früherkennung ist hier das A und O. Auch sollte man den Umstand nicht vergessen, dass eine Diagnose ggf. etwas länger dauern kann, als bei anderen Erkrankungen und es darum notwendig ist, sich bereits frühzeitig um Termine und dergleichen mehr zu kümmern. Bei besonders pressierenden Fällen ist eine Besuch im Krankenhaus unabdingbar. Sollte man selbst der Betroffene sein, ist von einer Fahrt mit dem Auto jedoch abzuraten, insofern man selbst der Fahrer ist. Hier hilft der Notruf weiter.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmitteln verhält es sich im Falle des grünen Stars ähnlich, wie bei den Hausmitteln. Sie sind mehr oder weniger ineffektiv, wenn es darum geht, die Krankheit selbst zu bekämpfen. Dennoch gibt es auch hier einige Ansätze, die recht gut dafür sorgen können, etwas Abhilfe zu leisten. Dazu zählen unter anderem:

  • Akkupressieren
  • Bewegungstherapie
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Massagen

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle chinesische Medizin (tcm)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte

Welche Hausmittel können helfen?

Da es sich hierbei um ein sehr spezielles Problem handelt und Hausmittel meist nur allgemein Anwendung finden können, ist die Effektivität derselben in dem vorliegenden Fall stark limitiert und darüber hinaus auch aus medizinischer Sicht eher ineffektiv. Wenngleich viele Hausmittel bei anderen Krankheiten merkliche Abhilfe zu leisten imstande sind, so sollte man sich im Falle eines Glaukoms keine allzu große Hoffnung machen.

Dennoch gibt es einige Mittel, die dabei helfen können das allgemeine Risiko zu senken. Hierzu gehören u.a.:

  • Rauchen aufgeben – Jede gerauchte Zigarette, Zigarre, Pfeife, Wasserpfeife usw. erhöht das Risiko eines Aneurysmas
  • Auf Koffein verzichten
  • Gesunde Ernährung
  • Entspannung
  • Ruhe gönnen
  • Sportliche Aktivität in Maßen

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Frauenmantel
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Melisse
  • Mistel
  • Rosmarin
  • Wachholder

Die genannten Heilpflanzen versprechen natürlich keine vollständige Heilung. Nichtsdestoweniger können sie im Rahmen einer über die Schulmedizin heraus reichenden Behandlung Einsatz finden. Es bietet sich an, selbige als Aufguss oder Tee einzunehmen, hierdurch beruhigt man Geschädigte zusehends. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Betroffene nach einem langen Tag besonders ermattet ist. Aber auch als fertige Präparate sind diese Pflanzen erhältlich. Hierzu wendet man sich am besten an den Heilpraktiker des Vertrauens.

Es gilt jedoch vor jeder Anwendung mit dem zuständigen Mediziner zu klären, ob es sinnvoll oder potentiell schädlich ist. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige Allergien.

Ätherische Öle

  • Ingwer
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze
  • Rose

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des grauen Stars sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Apis mellifica
  • Thuja occidentalis
  • Rhus toxicodendron
  • Mercurius solubilis
  • Gelsemium
  • Echinacea

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 5 und 8
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 8 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen der Augen oftmals besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Augengesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie dem grünen Star. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

  • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
  • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
  • Kleine Portionen: Zur Entlasunt des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Darm stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
  • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit gesundheitlichen Problemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen der Augen oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper und folglich auch seine Augen keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Führt ein grüner Star unweigerlich immer zu einer vollständigen Erblindung?

Nein, glücklicherweise nicht. Oder eher „nicht mehr“. Zwar sind bereits seit der Antike Operationstechniken bekannt, die dazu genutzt wurden, betroffene Personen von ihrem grünen Star zu befreien, diese waren mitunter sogar relativ erfolgreich, sicher waren sie aber auf keinen Fall und oftmals endeten sie damit, dass der Patient dauerhaft erblindete. Heutzutage sieht die Lage dahingehend anders aus. Die Majorität der Operierten erlangt einen Großteil der durch den Glaukom verlorengegangenen Sehfähigkeit zurück.

Ist grüner Star erblich=
Es gibt keinerlei Indikatoren, die darauf hinweisen, dass es sich bei dem grünen Star um eine Erbkrankheit handelt. Zwar tritt dieses Leiden mitunter gehäuft in speziellen Familienverbänden und Stämmen auf, dies könnte aber aber eine sehr große Anzahl möglicher Gründe haben und muss nicht zwingend mit dem vererbten genetischen Material zusammenhängen.

Wie muss man sich einen grünen Star vorstellen?
Für nicht-betroffenen Personen ist es oftmals nur schwer vorstellbar, wie die Welt sich einem Menschen darstellt, der an der vorliegenden Erkrankung leidet. Man muss es sich am ehesten so vorstellen, als ob man versuchte, durch ein beschlagenes Fenster oder oder ein verschmutztes Teleskop zu sehen. Man kann zwar schemenhaft Dinge wahrnehmen, alles in allem aber reicht die Sehleistung nicht (mehr) dazu aus, genaue Formen und Umrisse auszumachen, zu erkennen und korrekt anzusprechen.

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