Palmöl

Bei Palmöl handelt es sich um ein Öl, welches aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme hergestellt wird. In den Molekülen sind zu 44% Palmitinsäure enthalten, hierbei handelt es sich um eine gesättigte Fettsäure. Die restlichen 39% sind Ölsäure, welche ungebunden ist. Die Ölpalmen sind sehr ertragreich und beanspruchen verhältnismäßig wenig Platz. Die Früchte der Ölpalme werden gepresst und sterilisiert, so wird das reine Palmöl gewonnen.

Das sollten Sie über Palmöl wissen:

Das Öl enthält viel Carotin, weshalb es orangenrot gefärbt ist, diese Farbe geht jedoch durch die Raffination verloren. Das frische Öl riecht nach Veilchen und schmeckt süßlich. Die Farbe ist hell und klar. Palmöl ist ein Basisstoff von Kosmetik-Inhaltsstoffen und findet so nicht nur in der Nahrungsmittelindustrie Anwendung. Das Öl ist in Cremes, Seifen und Sonnenmilch enthalten. Jedoch ist das Öl auch in Kerzen, Lacken und Waschmitteln enthalten.
Die Ölpalmen benötigen recht wenig Platz, was bei effizientem Anbau viel Platz spart. Die Früchte wachsen und reifen unterschiedlich, so lassen sich diese das ganze Jahr über ernten.
Ursprünglich wurden die Ölpalmen nur in Afrika angebaut. Heutzutage kommt der Großteil des Öls aus Indonesien, Malaysia und Brasilien. Es macht etwa 30% des Marktanteiles aus. Es ist jedoch umstritten das Öl anzubauen, da regelmäßig große Flächen Regenwald gerodet werden. So wird der Umwelt und den Tieren großen Schaden zugefügt. Verglichen mit anderen Ölen ist dieser Schaden jedoch gering.

Bedeutung für die Gesundheit:

Einige Experten sind der Meinung, dass das Palmöl in Verbindung steht mit der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, und Diabetes. Wird das Palmöl stark erhitzt, so entstehen Fettsäureester. Diese stehen im Verdacht krebserregend zu sein.
Auch in Tierversuchen hat sich gezeigt, dass dieser Stoff die Entwicklung von Tumoren fördert.
Zudem kann der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren zu einer Verschlechterung von den Blutfetten führen. So verkalken die Gefäße eher und die Patienten erkranken schneller an Diabetes.
Das Öl ist gut für die Augen, die Schleimhäute und die Haut. Das Palmöl kann aber auch das Gedächtnis stärken und Entzündungen verhindern.
Es wirkt sich positiv auf die Rückbildung von Narben aus und sorgt für ein frisches Aussehen und glänzende Haare. Es soll zudem gegen Parkinson und Entzündungen helfen. Auch wirkt der hohe Anteil an Vitamin E der Bildung von Krebszellen vor. Auch das Immunsystem wird durch das Coenzym Q10 gestärkt und auch das Zahnfleisch und die Muskulatur und das Herz werden begünstigt.

Inhaltsstoffe und Nährwerte:

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 884 Fettgehalt 100 g
Cholesterin 0 mg Natrium 0 mg
Kalium 0 mg Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g Eiweiß 0 g

 

  • Palmitinsäure
  • Ölsäure
  • Linolsäure
  • Vitamin B
  • Fettsäuren
  • Stearinsäure
  • Myristinsäure

Den größten Teil der Inhaltsstoffe macht die gesättigte Fettsäure Palmitinsäure aus. Ebenfalls ein großer Teil besteht aus der einfach ungesättigten Ölsäure und die zweifach ungesättigte Fettsäure Linolsäure. Auch ist viel Vitamin B enthalten. Das Öl enthält jedoch keinerlei Kohlenhydrate, Eiweiße oder Fette.

  • 98.70 g Fett
  • 45.86 g gesättigte Fette
  • 0 g Zucker
  • 0 g Salz
  • 9 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • 37 g einfach ungesättigte Fettsäuren
  • 0 mg Cholesterin

Die Angaben beziehen sich hierbei auf 100 Gramm Palmöl. Es wird also deutlich, dass in 100 Gramm Öl, auch 100 Gramm Fett enthalten sind. Alle anderen Nährwerte sind nicht enthalten, so kommen auch die 884 Kalorien zustande. Das Öl besteht also aus mehrfach gesättigten Fettsäuren, gesättigten Fettsäuren und einfach ungesättigten Fettsäuren. Dies sind die einzigen Bestandteile des Öls. Aufgrund dessen beinhaltet das Öl viele Kalorien und wirkt sich bei hohem Konsum negativ auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel aus. Palmöl enthält jedoch auch eine große Menge an Carotinen, etwa 15 mal mehr als Karotten. So entsteht die gute Wirkung auf Haut, Schleimhäute, Augen und die Körperzellen.

Unverträglichkeiten und Allergien:

Da das Öl sehr viele Kalorien enthält und aus reinem Fett besteht, ist das Öl nur in geringen Maßen zu konsumieren. Ansonsten kann das Öl zu Übergewicht führen. Jedoch kann auch der Cholesterinspiegel ansteigen und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schlechten Blutfettwerten führen. So steigt das Risiko für Diabetes und Gefäßverkalkungen.
Schon beim Einkauf sollte auf eine gute Qualität des Öls geachtet werden. Am gesündesten ist nicht raffiniertes, sondern natives Palmöl. In diesem Öl sind nämlich keine Transfette enthalten. Diese wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.
Transfette stehen im Verdacht, Alzheimer und Morbus Crohn zu begünstigen.
Das Palmöl sollte zudem ungehärtet sein, da dieses deutlich gesünder ist.
Es gibt Menschen, die gegen das Palmöl allergisch sind. Die Symptome die die Betroffenen beschreiben sind unter anderem ein Juckreiz und die Bildung von Quaddeln an der Kopfhaut, dem Rücken und im Gesicht. Diese Allergie betrifft aber nur sehr wenige Menschen. In der Regel ist Palmöl gut verträglich und bietet kein hohes Allergenpotential.
Auch Unverträglichkeiten gegen das Öl sind eher selten.
Auch dies ist ein Grund, warum in fast allen industriell hergestellten Lebensmitteln das Öl der Palme enthalten ist.
Ist der Konsument jedoch gegen das Palmöl allergisch, so muss dieser alle Erzeugnisse meiden, die das Öl enthalten. Gerade bei Fertigprodukten gestaltet sich dies meist etwas schwieriger und die Produkte sollten der Gesundheit zuliebe gemieden werden.

Einkaufs- und Küchentipps:

Wie bereits beschrieben, sollte das Palmöl nativ sein. Am nachhaltigsten stammt dieses Öl aus biologischem oder ökologischem Anbau. Ob das Öl frisch ist, lässt sich an Farbe und Geruch erkennen.
Der Geruch sollte dem von Veilchen ähneln und die Farbe hell und klar sein. Das Palmöl sollte kühl und dunkel gelagert werden. Zudem sollte die Flasche immer gut verschlossen sein. Dies ist wichtig, da das Öl ansonsten schnell die Gerüche anderer Lebensmittel annimmt.
Am längsten hält das Palmöl, wenn dieses im Kühlschrank gelagert wird.
Ist die Flasche geöffnet, so hält das Palmöl etwa acht Monate.
Am besten sollte Öl aus biologischem oder ökologischem Anbau gekauft werden. Dies ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern enthält auch mehr der ursprünglichen Inhaltsstoffe.

Zubereitungstipps:

Palmöl ist sehr hitzebeständig und oxidiert nicht sehr schnell. Aufgrund dessen wird dieses Öl oft als Speisefett benutzt. Es wird zum Braten, Kochen und Frittieren genutzt. Zudem findet es Anwendung beim Braten oder Garen in einer Pfanne oder in einem Wok.
Das Öl verleiht Suppen und Reisgerichten eine anregende Farbe und einen guten Geschmack.
Auch in der Süßigkeitenindustrie wird das Öl benutzt.
Das Öl schmeckt und riecht sehr gut und verleiht den verschiedensten Speisen ein gutes Aussehen und einen angenehmen Geschmack.

Häufige Fragen und Antworten:

Was sind die Vorteile von Palmfett?
Palmfett verleiht Produkten eine hohe Streichfähigkeit. Dies ist vor allem bei Margarine und anderen Brotaufstrichen wichtig.
Palmfett ist zudem sehr lange haltbar und geschmacksneutral. Kokosöl beispielsweise hat einen spezifischen eigenen Geschmack.
Das Öl ist sehr hitzebeständig und so sehr gut zum Braten und Frittieren geeignet.
Wie ökologisch ist Palmfett?
Die Ölpalme benötigt verhältnismäßig wenig Platz, so wird der Urwald geschont. Der Verbraucher sollte aber darauf achten, dass das Palmöl aus ökologischem oder biologischem Anbau stammt. So wird ein umweltgerechter Anbau unterstützt und die Natur nachhaltig geschont.
Werden Tiere durch den Anbau vertrieben?
Nein. Die Ölpalmen werden nur auf bereits genutzten landwirtschaftlichen Flächen angebaut. Der Wald wird so geschont und muss nicht für den Anbau gerodet werden. Dies gilt jedoch nur für biologisches Palmöl.
Warum ist Palmöl auf den Verpackungen meistens nicht angegeben?
In der Regel wird nur auf Produkten, die biologisch erzeugt wurden, angegeben, dass das Palmöl enthalten ist. Die meisten Hersteller schreiben lediglich von pflanzlichen Ölen, so wird verschleiert, dass das Palmöl enthalten ist.

Unser Fazit:

Bei dem Öl der Ölpalme handelt es sich um ein Öl, welches vielfach eingesetzt werden kann. Es findet in vielen Bereichen Anwendung, in der Lebensmittelindustrie und in der Kosmetikindustrie. Es bietet viele Vorteile, so ist es beispielsweise hitzebeständig und verleiht Speisen einen angenehmen und leckeren Geruch und Geschmack. Das Öl kann recht naturschonend angebaut werden und birgt bei geregeltem Konsum keine Risiken für die Gesundheit. Auch Allergien und Unverträglichkeiten sind sehr selten und betreffen nur sehr wenige Konsumenten.

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