Manuka Honig bei Verbrennungen

Behandlung mit manuka Honig Verbrennung

Eine Verbrennung ist eine oxidative Verletzung des Gewebes. Eine oxidative Verletzung wird bereits bei Temperaturen von fünfundvierzig Grad Celsius erreicht, sofern das Gewebe nicht über ausreichend Kühlung verfügt. Die hohen Temperaturen führen dazu, dass die Gewebe-Zellen zerstört werden und die Blutgefäße angegriffen werden. Dies geht mit einer Nährstoff-Mangelversorgung als auch einer Sauerstoff-Unterversorgung einher.

Eine Verbrennung führt ebenfalls dazu, dass die Aktivität freier Radikale in dem betroffenen Bereich erhöht wird. Die freien Radikale erwirken wiederum eine erhöhten Lipid-Peroxidation. Hierunter wird der Prozess verstanden bei dem freie Radikale Elektronen von den Lipiden der Zellmembranen aufnehmen. Dies resultiert in einer Schädigung des umliegenden Gewebes.

Liegt eine Verbrennung vor sollte sofort der Schweregrad festgestellt werden. Bei Verbrennungen dritten Grades muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Leichte bis mittlere Verbrennungen lassen sich gut mit Manuka Honig behandeln.

Manuka Honig zur Unterstützung bei der Heilung von Verbrennungen

Der Prozess der Wundheilung ist durch drei Phasen charakterisiert. Zuerst kommt es zu einer Körper eigenen Entzündungsreaktion an der betroffenen Stelle, die das Eindringen von Krankheitserregern verhindern soll. Danach bildet sich zunehmend neues Bindegewebe, bis anschließend in der letzten Phase des Remodelings das ursprüngliche Gewebe wiederhergestellt wird.

Studien zeigen, dass das alsbaldige Auftragen von Manuka Honig auf die verbrannte Gewebe-Stelle zu einem schnelleren Abheilen führt. Zum einen reduziert der aufgetragene Manuka Honig die Anzahl der freien Radikale, mit der Folge, dass die Schädigung des umliegenden Gewebes vermindert wird.
Der Organismus muss daher weniger Ressourcen für den Heilungsprozess aufbringen. Ebenfalls ist die Infrastruktur nicht beschädigt, wodurch die Heilung schneller ablaufen kann. Zum anderen hat Manuka Honig anti-mikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften. So wird durch das Auftragen des Honigs die Wunde sterilisiert und die natürliche Heilung unterstützt. Des Weiteren zeigte sich in Studien, dass Manuka Honig das selbstständige Ausscheiden von Fremdkörpern aus der Wunde fördert.

Zusammensetzung des Manuka Honigs

Manuka Honig besteht zu einem großen Anteil aus Wasser und Zucker. Glukose und Fruktose machen herbei den Großteil des Zuckers aus. Zucker hat bereits einen anti-bakteriellen Effekt. Ebenfalls sind Antioxidantien, Amino-Säuren, Vitamine und Mineralien enthalten. Diese unterstützen bei innerlicher als auch äußerlicher Anwendung die Wundheilung.

Behandlung mit manuka Honig

Berichten zufolge konnte bei gleichzeitiger innerlicher als auch äußerlicher Anwendung von Mauka Honig die Wundheilung nochmals beschleunigt werden.

Weitere Bestandteile des Manuka Honigs sind Glukose-Abbauprodukte und Glukon-Säure. Die Glukon-Säure sorgt dafür, dass der pH-Wert des Manuka Honigs sehr gering ist. Der pH-Wert liegt bei etwa bei 3,9. Somit bildet der Manuka Honig beim Auftragen auf die Wunde ein saures Milieu. Ein saures Milieu verhindert wiederum das sich Bakterien oder andere Krankheitserreger ansiedeln und ausbreiten können.

Die anti-bakterielle Wirkung des Manuka Honigs wird jedoch vornehmlich durch das Glukose-Abbauprodukt Methylglyoxal erreicht. Das Methylglyoxal entsteht durch eine Reaktion des aus dem Manuka-Strauch gewonnenen Nektars mit der Bienenwabe. Am Institut für Lebensmittel-Chemie der Technischen Universität Dresden konnte die anti-bakterielle Wirkung von Mehtylglyoxal nachgewiesen werden.

Das schnelle Abheilen einer Brand-Wunde wird allerdings nicht nur durch einen einzelnen Inhaltsstoff, sondern durch die Synergie aller im Honig enthaltenen Bestandteile erreicht. In Synergie unterdrücken die Inhaltsstoffe zum einen Krankheitserreger und körpereigene Entzündungszellen. Zum anderen sorgen diese Bestandteile dafür, dass der Wundheilung förderliche körpereigene Stoffe gebildet werden.

Auftragen von Manuka Honig auf die Brand-Wunde

Bereits im Alten Ägypten und Griechenland setzte man erfolgreich Honig zur Behandlung von Brand-Wunden ein. Der aufgetragene Honig hält die Wunde feucht und unterstützt eine Narben freie Heilung.

Bei einer Verbrennung sollte zuerst der Verbrennungsgrad bestimmt werden. Verbrennungen ersten und zweiten Grades lassen sich mit Manuka Honig behandeln, sofern die Wunde nicht größer als zweieinhalb Zentimeter ist. Eine Verbrennung ersten Grades lässt sich dadurch charakterisieren, dass die verbrannte Stelle rötlich anläuft und schmerzhaft ist. Wird Druck auf die Wunde ausgeübt, so verfärbt sie sich kurzzeitig weiß. Die Heilung einer solchen Brand-Wunde dauert durchschnittlich drei bis sechs Tage.

Hierbei kann sich die oberste Hautschicht ablösen. Es ist nur mit einer sehr geringen bis gar keiner Narbenbildung zu rechnen. Eine Brand-Wunde zweiten Grades ist gekennzeichnet dadurch, dass die betroffene Stelle sehr rot und geschwollen ist. Des Weiteren ist eine Blasenbildung vorhanden und die Verbrennung ist mit einem starken Schmerz verbunden. Die Heilung nimmt durchschnittlich etwa zwei bis drei Wochen in Anspruch.

Ist nun der Fall einer Verbrennung eingetreten, sollte die betroffene Stelle zuerst ausreichend mit kaltem Wasser gekühlt werden. Die Kühlung sollte über einen Zeitraum von fünf bis fünfzehn Minuten in Abhängigkeit von dem Schweregrad der Verbrennung praktiziert werden. Danach wird der Manuka Honig aufgetragen.

Hierbei wird auch das umliegende nicht beschädigte Gewebe bedeckt. Der Honig sollte in einer Stärke von circa einem halben Zentimeter auf die Wunde aufgetragen werden. Zum Auftragen eignet sich beispielsweise ein kleiner Löffel. Anschließend kann ein Verband angelegt werden. Der Verband sollte täglich gewechselt werden. Wird der Verband gewechselt kann eine neue Schicht Manuka Honig aufgetragen werden. Ein Verbandswechsel ist äußerst leicht zu vollziehen, da der Honig unter dem Verband flüssig bleibt und sich der Verband somit einfach von der Wunde lösen lässt.


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