Manuka Honig kaufen

Was bedeuten MGO und UMF bei Manuka Honig?

manuka honey

Der MGO Gehalt gibt Auskunft über die Manuka Honig Qualität. Wenn unter kontrollierten Bedingungen der Manuka Honig in Deutschland abgefüllt wird, dann erfolgt die entsprechende Kennzeichnung des Produktes.

 

Mit der Angabe des MGO-Gehalts kann die antibakterielle Aktivität des Manuka Honigs nummerisch abgelesen werden.

Ein unabhängiges und anerkanntes Labor muss die Analyse des MGO-Wertes durchführen. Wer als Verbraucher diesen MGO-Wert auf seinem Produkt nicht findet, kann sich die Informationen beschaffen, wenn der Abfüller direkt kontaktiert wird. Anhand der Kontrollnummer des Honigglases können die dazugehörigen Analyseergebnisse und Informationen des Labors anfordert werden.


Was versteht man unter dem „einzigartigen Manuka Effekt“?

Die Qualität des Manuka Honigs wird von den Neuseeländern mit dem sogenannten „einzigartigen Manuka Effekt“ ausgedrückt. Das heißt „Unique Manuka Factor“ und wird mit UMF abgekürzt. Diese Bezeichnung darf nur für neuseeländischen Manuka Honig vergeben werden.

Neuseeländische Imker, die den UMF-Wert auf ihren Manuka Honigprodukten ausweisen, mussten zuvor kostenpflichtig eine Lizenz erwerben, um diese Erlaubnis zu haben. Verbraucher, die einen originalen Manuka Honig aus Neuseeland kaufen, benötigen eine Übersetzung der ausgewiesenen UMF-Werte auf die deutschen MGO-Standards, um Qualitätsangaben beurteilen zu können.


Was bedeuten die Zahlen beim Manuka Honig?

 

Die Zahl des MGO-Wertes entspricht der Wirkstärke des Honigs. Je höher dieser Wert ist, umso höher ist der Methylglyoxal Gehalt des Manuka Honigs. Dies entspricht ebenfalls der antibakteriellen Aktivität des Honigs und charakterisiert auf diese Weise auch seine Qualität.


Umrechnungsfaktor UMF Wert zu MGO Wert

Um den Faktor zehn geringer, wird die Wirkstärke bei der UMF Wert angegeben, als bei der MGO Deklarierung. Ein Manuka Honig UMF 10+ entspricht also einem Manuka Honig MGO 100+.

Mögliche Indikationen entsprechend der unterschiedlichen Wirkstärken des Manuka Honigs
Generell gilt Folgendes:

Je höher die MGO Werte sind, umso teurer werden die Manuka Honige sein.
Zur Wahl der jeweiligen Wirkstärke ist zu sagen: die Wirkstärke sollte umso höher sein, je länger der Weg zur betroffenen Körperregion ist, welche der Manuka Honig zurück zu legen hat. Also je weiter der Weg des Honigs zum Ort der Beschwerde ist, umso stärker sollte der Honig sein. Das heißt dann dementsprechend den Honig mit einem starken MGO Wert auswählen.

Manuka Honige mit MGO Werten von 400+ und 550

Die mit MGO Werten von 400+ und 550 + ausgewiesenen Gläser zählen zu den stärksten Wirkstärken der Manuka Honig Sorten.

MGO 400+ Honige finden Anwendung bei:

Manuka Honige mit MGO Werten 250+

Die mit MGO 250 + Werten ausgewiesenen Gläser zählen zu den mittleren Wirkstärken der Manuka Honig Sorten.

MGO 250 + Honige finden Anwendung bei:

Manuka Honige mit MGO Werten von 100+

Die MGO 100 + Werten ausgewiesenen Gläser zählen zu den kleinen Wirkstärken der Manuka Honig Sorten.

MGO 100+ Honige finden Anwendung bei:Schuppenflechte


Entstehung und Produktion von Manuka Honig

Nur in der Blütezeit des Manuka Strauchs kann der begehrte Manuka Honig durch die Bienen gewonnen werden. Deshalb achten die Imker sorgfältig darauf, dass es nicht viele Pollen anderer Blüten gibt, die in den Bienenstock gebracht werden. Denn das würde zu einer unspezifischen Mischung führen und der Qualität schaden. Mit dem rechtzeitigen Austauschen von Waben zu Beginn und Ende der Blütezeit wird diesem Effekt durch die Imker entgegen gewirkt.

Der Honig wird von den Imkern in einem sogenannten Kaltschleuderverfahren geerntet. Beim Kaltschleuderverfahren wird auf die Zufuhr von Wärme bei der Honiggewinnung verzichtet. Das erhält die wertvollen Inhaltsstoffe. Mit dem Kaltschleuderverfahren ist die schonendste Möglichkeit gewählt worden, Honig zu gewinnen. Um Qualität ein Manuka Honigs festzustellen, bringt der Imker seinen Honig ins Labor. Im Labor wird der MGO-Gehalt festgestellt. Dieser MGO-Wert sagt etwas über die Höhe die Konzentration von Methylglyoxal im Honig aus.

Wirksamkeit und Bedeutung des Manuka Honig
Der riesige Hype um die Manuka Produkte kommt nicht von ungefähr. Der Manuka Honig als auch das Manukaöl machen ihrem guten Ruf alle Ehre.

Die geheimnisvoll wirkenden Substanzen im Honig werden entzaubert
Manuka Honig wird in Neuseeland und Australien durch Bienen, die den Nektar der Manuka Pflanze (lat. Leptospermum scoparium) aufnehmen, produziert. Es ist bekannt, dass Honig generell eine antimikrobielle Wirkung hat. Das schützt Honige vor dem Verderben. Diese Wirkung entfalten viele Honigsorten durch einen geringen PH Wert, eine hohe Osmolarität aber auch durch Wasserstoffperoxid sowie durch antibakteriell wirkende Proteine beispielsweise durch Defensine.

Manuka Honig enthält vergleichsweise wenig Wasserstoffperoxid, dafür sehr viel mehr Methylglyoxal. Methylglyoxal ist eine antibakteriell wirksame, reaktionsfreudige Substanz. Sie kommt auch natürlich im menschlichen Organismus vor, kann aber in Übermaßen auch schädlich sein.


Was verbirgt sich hinter dem Begriff Methylglyoxal(MGO)genau?

Der Wirkstoff „Methylglyoxal“, der in Kurzform auch oft als MGO auf dem Label des Manuka Honig ausgewiesen wird, macht diesen Honig so besonders.
Methylglyoxal, welches aus dem Manukastrauch durch die Bienen in den Honig eingetragen wird, verleiht dem Honig die Eigenschaften eines natürlichen Antibiotikums. Diese Substanz entwickelt sich erst beim Reifen des Honigs. Es ist ein Zuckerabbauprodukt.

Wie kann man sicher sein, echten Manuka Honig zu bekommen?
Wie lässt sich der wertvolle, aber auch teure, Manuka Honig sicher bestimmen und sicher von anderen Honigsorten, den herkömmlichen etwas weniger wertvollen Honigen unterscheiden?

Es gibt eine Lösung den echten Manuka Honig sicher zu bestimmen
An der TU Dresden wurde von Lebensmittelchemikern ein Verfahren entwickelt, mit dem eine Unterscheidung der Honigsorten hinsichtlich der Qualität möglich wurde.
Eine Kombination von Statistik und Markersubstanzen führte zum Erfolg.

Manuka-Honig, der aufgrund seines Methylglyoxal (MGO) Gehalts und anderen wichtigen Inhaltsstoffen eine außerordentlich hohe antibakterielle Wirksamkeit verfügt, wird in zahllosen medizinischen Anwendungen, beispielsweise zur Förderung der Wundheilung, eingesetzt. Deshalb ist die zuverlässige Bestimmung der Echtheit des Manuka Honigs aus Sicht des Verbraucherschutzes von enormer Bedeutung.

Für Neuseeland ist der Honig, welcher aus dem Blütennektar der Manukapflanzen gewonnen wird, ein wichtiges Exportprodukt.

Das Problem mit dem „unechten“ Manuka Honig
Pro Jahr werden etwa 1.700 Tonnen produziert, aber Schätzungen zu Folge werden weltweit um die 10.000 Tonnen Honig unter der Bezeichnung Manuka Honig verkauft.

Das bedeutet, dass nur jedes sechste Glas echt sein kann. Hat der Verbraucher selbst überhaupt eine Möglichkeit, dies zu erkennen? Mit den gängigen Untersuchungsmethoden sind auch die Wissenschaftler bisher an Grenzen gestoßen. Die Unterscheidung vom Kanuka-Honig, der auch in Neuseeland produziert wird, ist besonders problematisch.

Die mikroskopische Pollenanalyse, welche allgemein zur Sortencharakterisierung anerkannt ist, lässt aufgrund der beinahe ununterscheidbaren Manuka- und Kanuka-Pollen kaum eine Differenzierung zu. Selbst die bloße Analyse des Methylglyoxal (MGO), welches nur in Manuka-Honig in erwähnenswerten Konzentrationen enthalten ist, führt nicht zu zweifelsfreien Ergebnissen. Leider kann das MGO anderen Honigen ohne großen Aufwand künstlich zugesetzt werden.


Die Lösung

Das Forscherteam der Professur für „Spezielle Lebensmittelchemie und Lebensmittelproduktion“ um Professor Karl Speer an der TU Dresden haben ein neues Verfahren zur Abgrenzung des Manuka-Honigs von anderen Sorten entwickelt. Das fand auch die Unterstützung der Regierung Neuseelands. Es wurden flüchtige Substanzen, die Aroma prägend sind, untersucht. Ebenso wurden nichtflüchtige Verbindungen, welche Geschmack und Farbe des Honigs beeinflussen, auf Markersubstanzen getestet.

Markersubstanzen sind in diesem Fall der Honig Untersuchung, Substanzen, die ausschließlich nur in einem bestimmten Honig oder aber in signifikant großen Mengen vorkommen. Das Vorhandensein von Markern im Honig allein war nicht aussagekräftig genug.

Damit auf die Reinheit eines Sortenhonigs geschlossen werden kann, bedurfte es eines spezifischen, multivariaten Statistikmodells. Welches dann der TU Dresden entwickelt wurde. Der Erfolg zeigt, dass damit sogar jetzt Abschätzungen der jeweiligen Sortenanteile bei Manuka-Kanuka-Mischhonigen möglich sind.

Die Ergebnisse dieser Forschungen wurden im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht. Eine Zusammenfassung in englischer Sprache ist im Internet verfügbar. Honey and from Jelly Bush Honey using HS-SPME-GC/ms and UHPLC-PDA-ms/ms


Was ist drin im Manuka Honig?

Es befinden sich prozentual gesehen kleine Mengen von Wasserstoffperoxid im Honig. Diese entfalten eine desinfizierende Wirkung. Damit schützen sie den Körper vor unerwünschten Keimen.

Wichtiger, als das Wasserstoffperoxid jedoch, ist nach derzeitigem Erkenntnisstand ein Zuckerabbaustoff des Manuka Honigs, der stark antibakteriell wirkt und als Methylglyoxal (MGO) identifiziert wurde.
Neben diesen Stoffen enthält der Manuka-Honig auch sekundäre Pflanzenstoffe. Das sind Flavonoide und Phenolcarbonsäuren. Diese Phenolcarbonsäuren sind wichtig für den prägnanten und unverkennbaren Geschmack des Manuka Honigs.

manuka honey honigDie Flavonoide haben einen antioxidativen Effekt. Das ist natürlich sehr erwünscht, denn damit, mit den Antioxidantien verbinden sich die berechtigten Erwartungen auf ein langes Leben. Darüber hinaus enthält Manuka Honig noch, wie andere Honige übrigens auch, Elemente von Magnesium, Calcium und Kalium, ebenso wie verschiedene Fruchtsäuren, lebenswichtige Vitamine, wichtige Enzyme und Spurenelemente.

Sind die höheren Preise im Vergleich zu herkömmlichen Produkten gerechtfertigt? Woran erkenne ich die Qualität des Manuka Honigs?
Die Qualitäten des Manuka Honigs unterscheiden sich insbesondere durch ihren Gehalt an MGO. Es gibt viele unterschiedliche Hersteller von Manuka Honigen entscheidend ist jedoch der ausgewiesene MGO-Gehalt. Welcher MGO-Wert ausgewählt werden sollte, hängt davon ab, welche Krankheitssymptome gelindert werden sollen und auch davon, wie viel für den Honig ausgegeben werden kann.

Article: Differentiation of Manuka Honey from Kanuka Honey and from Jelly Bush Honey using HS-SPME-GC/ms and UHPLC-PDA-ms/ms

Quellen
Eine ganze Auswahl von englischsprachigen Quellen die sich mit der medizinischen Wirkung von Manuka Honig befassen – der sich auch unter dem Begriff „Medihoney“ etabliert hat, lassen doch erstaunliche Ergebnisse von Studien und Untersuchungen aufscheinen.


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