Manuka Honig zur Wundheilung

Wunde Manuka Honig

Beim Arbeiten im Garten oder in der Hobby-Werkstatt kann es schnell passieren, dass man sich kleinere Verletzungen zuzieht. Kleinere Wunden heilen meist ohne Komplikationen ab und hinterlassen keine Narben. Ist die Wunde allerdings verunreinigt, muss auf eine angemessene Desinfektion geachtet werden. Zur Desinfektion und Unterstützung der Wundheilung empfiehlt sich die Anwendung von Manuka Honig.

 

 

 

Die heilende Wirkung von Manuka Honig

Honig wurde bereits in der Antike zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Immer mehr Menschen vertrauen auf dieses natürliche Produkt, das in keiner Haushalts-Apotheke fehlen sollte.

Manuka Honig wird auf Grund seiner anti-bakteriellen und heilungsfördernden Eigenschaften bereits seit Jahren erfolgreich in der praktizierenden Medizin eingesetzt. Auch ansonsten behandlungsresistente KrankenhausKeime konnten mit dem Einsatz von Manuka Honig erfolgreich behandelt werden.

Am Universitäts-Krankenhaus in Bonn wird von einem Patienten berichtet, dem auf Grund einer Operation eine Drainage in den Unterbauch gelegt wurde. Der Patient infizierte sich an dieser Stelle mit dem behandlungsresistenten Keim Staphylococcus aureus (MRSA). Nach zwölf Tagen örtlicher Behandlung mit einem Antiseptikum stellte sich keine Besserung ein. Die behandelnden Ärzte entschieden sich für eine „innovative“ Behandlungsmethode, dem Einsatz von Manuka Honig. Bereits nach zwei Tagen war die Wunde frei von Bakterien und die eigentliche Behandlung konnte fortgesetzt werden.

Honig wirkt nicht wie ein Antibiotikum, das die Zellwände der Bakterien angreift oder die intrazellularen metabolischen Leitungsbahnen hemmt. Honig ist eine hygroskopische Substanz. Wird Honig auf eine Wunde aufgetragen, entzieht er der Umgebung Feuchtigkeit und dehydriert somit etwaige Bakterien.

Ebenfalls sorgt der hohe Zuckergehalt dafür, dass das Wachstum von Krankheitserregern gehemmt wird. Die besondere anti-bakterielle Wirkung des Manuka Honigs liegt allerdings in dem Bestandteil Methylglyoxal begründet. Dieser Inhaltsstoff ist nicht im Nektar der Manuka-Blüten enthalten, sondern entsteht erst durch eine Reaktion, wenn der Nektar von der Honigbiene in den Waben eingelagert wird.

Neben der desinfizierenden Eigenschaft von Manuka Honig kann durch das Auftragen auch eine schnellere Wundheilung erzielt werden. Die schnellere Wundheilung resultiert aus einer reduzierten Entzündungsreaktion an der behandelten Stelle. Anzeichen einer schnellen Wundheilung sind ein verringertes Aufkommen von Wundwasser, geringe bis gar keine Ödem-Bildung und ein schnell nachlassender Schmerz.Wunde Manuka Honig behandeln

Die entzündungshemmende Wirkung von Manuka Honig konnte in Studien an Menschen und Tieren bestätigt werden. Der genaue Effekt konnte jedoch noch nicht erfasst werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Inhaltsstoffe des Manuka Honigs die Entzündungsreaktion der Leukozyten stimulieren. Die Leukozyten bilden wiederum den Ausgangspunkt einer Kettenreaktion, die dazu führt, dass neues Gewebe gebildet wird.

Ein weiterer positiver Effekt auf die Wundheilung wird durch den geringen pH-Wert des Manuka Honigs erreicht. Bakterien-Kolonisationen oder Infektionen und stagnierende Heilungsprozesse in Wunden Gehen oftmals mit einem pH-Wert von größer 7,3 einher.

Der pH-Wert des Manuka Honigs liegt durchschnittlich bei 3,9. Somit bildet sich beim Auftragen auf der Wunde ein saures Milieu. Dieses saure Milieu hemmt das Wachstum von Krankheitserregern. Des Weiteren wird durch den geringen pH-Wert die Sauerstoffaufnahme im Wundgewebe erhöht. Mit der Folge, dass die Wundheilung schneller abläuft.

 

Ferner wird davon ausgegangen, dass durch den geringen pH-Wert die in der Wunde ablaufenden nicht heilungsförderlichen Prozesse der Peptidase gehemmt werden. Diese Prozesse behindern die Regeneration des zerstörten Gewebes. Des Weiteren kann mit der Anwendung von Manuka Honig einer unangenehme Geruchsentwicklung einer von Bakterien befallenen Wunde entgegen gewirkt werden

 

 

Wunden mit Manuka Honig desinfizieren

Besteht eine kleine Verletzung, reicht die Behandlung mit einem Manuka Honig aus, der einen MGO-Wert von hundert besitzt. Der MGO-Wert ist hierbei ein Maß für den Gehalt an Methylglyoxal.

Bevor die Wunde behandelt wird, sollte diese ausreichend gereinigt werden. Hierzu wird die entsprechende Stelle unter laufendem Wasser ausgespült. Anschließend wird die Wundstelle mit Manuka Honig bedeckt. Es sollte darauf geachtet werden, dass möglichst alle Wundbereiche, Wund-Kavitäten geschlossen von dem Honig bedeckt sind. Ferner sollte das umliegende, nicht verletzte Gewebe in die Behandlung miteinbezogen werden. Möchte man eine Wunde mit einer Fläche von etwa fünf Quadrat-Zentimetern behandeln, werden dafür zehn Milliliter Manuka Honig benötigt.Behandlung mit manuka Honig

Nachdem der Manuka Honig auf die Wunde aufgetragen wurde, kann diese mit einem Verband versorgt werden. Der Manuka Honig sorgt nun dafür, dass die Wunde desinfiziert ist und sich keine weiteren Keime ausbreiten können. Zudem erzeugt der Manuka Honig ein feuchtes Wund-Klima, dass die Basis für eine optimale Wundheilung bildet. Es ist darauf zu achten, dass der Verband täglich gewechselt und eine neue Schicht von dem heilenden Honig aufgetragen wird.

Das Wechseln des Verbandes erfolgt für gewöhnlich schmerzfrei, da der Honig ein Eintrocknen des Verbandes in der Wunde verhindert. Bei schwereren Verletzungen sollte ein Manuka Honig mit einem höheren Anteil an Mehtylglyoxal verwendet werden. Hierzu eignen sich vor allem Produkte mit einem MGO-Anteil von zweihundertfünfzig oder vierhundert.


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