Die Manuka Pflanze

Manuka Honig Anwendung

Die Südseemyrte oder Manuka Pflanze (lateinisch: Leptospermum scoparium) ist ganz zu Recht in den Mittelpunkt des Interesses nicht nur von Wissenschaftlern und Mediziner gerückt.

Darüber hinaus haben auch große Teile der Gesellschaft, die nach natürlichen gesundheitsfördernden Stoffen suchen, Die Manuka Pflanze (Südseemyrte) und Produkte, die aus ihr gewonnen werden, für sich entdeckt.


Manuka weckt Hoffnungen und Intentionen

Dabei reichen die berechtigten Hoffnungen und Intentionen, die Produkte der Manuka Pflanze einzusetzen, sehr weit. Das betrifft die Erfahrungen der Mediziner, die sich von einigen guten Effekten des Honigs überzeugt haben. Das geht über viele medizinisch relevante Themen, die lebhaft diskutiert werden.

Sie beginnen bei einer beschleunigten Heilung – beispielsweise von Wunden und Entzündungen, Gehen dann über die Einnahme von Manuka Honig zur Prophylaxe, die das Immunsystem stärken soll, bis hin zu einer Möglichkeit, den gefürchteten, multiresistenten Keimen endlich wieder wirksam medizinisch begegnen zu können.

Denn das wirkungslos Werden einer ganzen Reihe von Antibiotika gegenüber mutierten und resistenten Keimen, welche in den letzten Jahren weltweit zu einem veritablen Problem geworden sind, veranlassten viele Mediziner energisch auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die ernste Lage betrifft etwa 50.000 Menschen in Europa, die den multiresistenten Keimen nicht widerstehen können und dafür ihr Leben lassen müssen.

Die Warnungen der Ärzte in der Öffentlichkeit waren alarmierend. Umso verzweifelter wurde nach neuen, oder aber auch alten vergessenen Wirkstoffen gesucht, die das Potential haben sollten, die gefährlichen multiresistenten Keime zu besiegen. Dem Manuka Honig galt nun große Aufmerksamkeit. Die Ergebnisse der Studien sind erfreulich.


Interessieren sich deutsche Forscher für Manuka?

An der Universität Dresden hat Professor Thomas Henle den Manuka-Honig und besonders die Substanz MGO, die in einer absolut einzigartigen Konzentration darin enthalten ist, genauer untersucht.

Manukaöl und Manukahonig sind die wichtigsten Produkte, die bisher aus der Manuka Pflanze gewonnen werden.
Seitdem in Studien belegt wurde, dass ein Inhaltsstoff des Manukahonigs, das „Methylglyoxal“ MGO, wie ein natürliches Antibiotikum wirkt, ist ein reges Interesse in Wissenschaft und Forschung zu verzeichnen, die Möglichkeiten welche Manukaöl und Manukahonig bieten, in Experimenten und Studien zu verifizieren und weitere Anwendungsmöglichkeiten, hauptsächlich im medizinischen Bereich, zu untersuchen.


Ein Porträt der schönen Südseemyrte

Die Manuka Pflanze ist in Neuseeland und im Südosten Australiens, in bergigen Regionen, beheimatet. Der Manukapflanze begegnet man in ganz unterschiedlichen Ausprägungen. Eigentlich wird die Südseemyrte eher liebevoll in der Maori Sprache Manuka genannt. Unter diesem Namen hat sie auch weltweit Bedeutung und Rang erreicht.

Der Südseemyrte wird man oft als Strauch begegnen. Sie kann aber auch als Baum gedeihen und eine Höhe bis zu 4 Metern erreichen. Zweige und junge Blätter der Südseemyrte sind umhüllt von silberfarbenen Haaren. Die silbrigen Haare auf den Blättern sind manchmal mehr, manchmal weniger dicht. An den älteren Teilen der Südseemyrte löst sich in langen Streifen Borke ab. Die Südseemyrte ist, wie alle Pflanzen aus der Familie der Myrtengewächse, sehr robust und verfügt über eine große Widerstandskraft.


Woher rührt die enorme Widerstandskraft der Manuka?

Einflussfaktoren, wie die die genetische Grundstruktur und die speziellen Standortbedingungen der Manuka Pflanzen, aber auch klimatische Stressfaktoren, wie zum Beispiel harte Winter und extreme Standorte, an denen sich die Pflanzen behaupten müssen, begünstigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Anreicherung der aktiven Schutzstoffe im Nektar.


Eine Pionierpflanze – sie ist gekommen, um zu bleiben.

Der Manukastrauch gehört zu den sogenannten Pionierpflanzen. Diese Pflanze fasst Fuß auf Flächen, die brachliegen. Wenn es keine Konkurrenz von anderen Pflanzen gibt, breitet sich der Manukastrauch ungehindert aus und wächst sehr schnell. Es gibt sogar einige Bauern in Neuseeland, die laut über die Pflanze schimpfen. Es heißt: sie wachse überall, wie Unkraut. Die Manuka ist von außerordentlicher Vitalität. Eine dieser Manukapflanzen komplett auszumerzen, erweist sich als nahezu unmöglich für die neuseeländischen Landwirte.

Sobald ein kleines Stück Wurzel der Manuka im Boden verbleibt, entwickeln sich in kürzester Zeit neue Triebe. Innerhalb weniger Tage gibt es erneut einen beachtlichen Aufwuchs der Manukapflanzen. Der Reisende wird auf der Nordinsel in Neuseeland, auf hügeligem Gelände ausgedehnte Felder finden, welche vom unverwüstlichen Manukastrauch bedeckt sind. Diese Felder duften betörend zur Blütezeit.


Die Geschichte der Manuka Pflanzen

Manuka Honig Südseemyrte gewinnung Bienen

Bei der Besiedelung Neuseeland brachten die Maori neben diversen Tieren leider auch Ratten mit. Diese Ratten schadeten der neuseeländischen Tierwelt so stark, dass es den Menschen immer weniger gelang, sich von der Jagd zu ernähren.

 

Dies führte dazu, dass immer mehr Ackerland von den Maori benötigt wurde, um noch überleben zu können. Der vorhandene pflanzliche Aufwuchs wurde in der folgenden Zeit von den Maori niedergebrannt.

Die Europäer, welche später nach Neuseeland kamen, holzten dann auch noch die Bäume in den Kauri-Wäldern ab. Aus dem Holz wurden dann Häuser und Schiffe hergestellt. Damit begann der Siegeszug der Manuka. Dieser Strauch eroberte brachliegende Flächen. Für die noch überlebenden Tiere Neuseelands entstand dadurch auch wieder neuer Lebensraum.

Auch die von den Maoris als Ackerfläche genutzten Gebiete wurden schnurstracks besiedelt, sobald der landwirtschaftliche Anbau einstellt wurde. Aus diesen Gründen ist Neuseeland heute von Manuka Sträuchern überzogen.


Interessante Beobachtungen des Botanikers Joseph Banks

Der berühmte Botaniker Joseph Banks beobachte im 18. Jahrhundert, dass die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, die Kräfte der Südseemyrte medizinisch nutzten. Kranken Menschen und Tieren ging es besser, wenn Bestandteile der Südseemyrte, von den Einheimischen Neuseelands auch Manuka genannt, für den Heilungsprozess eingesetzt wurden.

Wann begann die Gewinnung des Manuka Honigs?
Bis zur Gewinnung des Manuka Honigs dauerte es dann noch einige Jahrzehnte, denn die Honigbienen wurden erst 1839 von Missionaren nach Neuseeland gebracht. Als die Bienen dann auf die Inseln Neuseelands gebracht wurden, fanden sie ein sprichwörtliches „El Dorado“ vor. Dort waren blühende, duftende Manuka Sträucher auf riesigen, unübersehbaren Flächen. Das war eine echte Bienenweide – ein Blütenmeer in Rosa.

Manuka Honig wird zu einer eine Erfolgsgeschichte – ein Wunder?
NeuseelandSeitdem wird bis heute von den Bienen auf dem ausgedehnten Blütenmeer Neuseelands Manuka Nektar gesammelt und in wertvollen, heilsamen Manuka Honig verwandelt. Neuseeländische Imker können ihre Bienenstöcke inmitten der nahezu unberührten Natur aufstellen. Das sorgt für permanenten Nachschub des köstlichen Manuka Honigs.

 

Da der rasch wachsende Manuka Strauch nicht besonders anspruchsvoll ist, wächst er auch auf trockenliegenden Hängen und Hügelkuppen oder aber, er erobert weite Geröllfelder.

Die Manuka Sträucher sind ebenso auf gut gewässerten Böden zu finden. Unter den Witterungsbedingungen Neuseelands kann der Strauch auch an äußerst kargen Standorten überleben. Die Pflanzen können selbst Staunässe vertragen. Manuka wächst in Neuseeland im Schatten, aber auch an sonnigen und fast heißen Standorten. Wenn der Manukastrauch bereits einige Jahre alt geworden ist, kann dieser sehr gut auch mit anhaltender Trockenheit zurechtkommen. Er trotzt standhaft dem Wind und widersteht selbst frostigen Temperaturen.

Wo liegt die Vegetationsgrenze für Manuka Pflanzen?
Die Vegetationsgrenze Neuseelands liegt bei etwa 1400 m Höhe. Das ist die Vegetationszonengrenze des Manukastrauches in diesem landschaftlich wilden Umfeld. Wer also einmal Manuka Pflanzen kultivieren möchte, hat sehr gute Chancen.


Biologische Besonderheiten der Manuka Pflanzen

Das Manuka in mancherlei Hinsicht eine besonderes Gewächs ist, kann man daran erkennen, dass herkömmlicher Pflanzenschutzmitteleinsatz bei diese Pflanzen nicht erforderlich ist. Der Strauch ist sehr wehrhaft und stellt selbst Stoffe her, die Bakterien, Pilze und Viren abtöten. Dieser natürliche Pflanzenschutz ist extrem erfolgreich und macht die Manuka Pflanzen zu echten, liebenswerten, Überlebenskünstlern.

Naturgemäße Kreislaufwirtschaft bei der Manuka Bewirtschaftung
Die Produzenten des gewerblichen Anbaus verwenden den Trester, welcher bei der Ölgewinnung entsteht dazu, die Felder zu mulchen. Das ist praktisch ein vorbildliches Modell von Kreislaufwirtschaft. Der wertvolle Abfall, der damit zurück in einen natürlichen Kreislauf gelangt, kompostiert wird, stellt dadurch wichtige Nährstoffe zur Verfügung und nutzt somit den Pflanzen erneut.


Fazit:

Diese Manuka Pflanze benötigt zum Wachsen und Gedeihen kaum Nährstoffe. Voraussetzung für das gute Wachstum der Pflanzen ist lediglich ein feuchter Boden. Die Manuka ist ein dankbares und genügsames Gewächs, dass viel zu bieten hat.

Ökologisch einwandfreie Manukasträucher
In Neuseeland gibt es hinsichtlich der Manukasträucher quasi keinen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Sie können in dieser Frage als völlig unberührt gelten. Das ist gut für die Bienen und gut für den Honig. Das bedeutet auch, wenn die Bienen zum Sammeln des Manuka Nektars losfliegen, wird in der Regel ein naturbelassenes Bio-Produkt entstehen. Auch wenn dem Imker ein klassisches Bio-Siegel fehlen sollte, wäre der Manuka Honig trotzdem als Bio-Produkt einzuordnen.

Das Manuka Blüten Meer – ein wildes Paradies
Auf der Nordinsel Neuseelands dem Hauptverbreitungsgebiet der Manuka Pflanze herrschen ideale Wachstumsbedingungen. Wairarapa und Tairawhiti sind Gegenden, wo die Südseemyrte wild wächst und einen wichtigen Teil der natürlichen Vegetation und Hauptnahrungsquelle für die Bienenvölker vor Ort darstellt.


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