Manuka Honig & seine Wirkung

Honig als Heilmittel

Manuka honig in der antike

Seit Jahrtausenden und in fast allen Kulturen der Welt wird dem Honig eine heilende Wirkung zugeschrieben. Kaum eine ayurvedische Medizin, die nicht mit einer Honig Beimischung verabreicht wird. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin ist der Honig seit jeher bei allerlei Beschwerden das Heilmittel der Wahl: von Infektionen über die Übelkeit bis hin zum Husten.

 

Schon Hippokrates warb für den Honig als Mittel gegen Fieber. Im Altertum schützten Umschläge aus Honig, Öl und Wein die zahlreichen Schwertwunden vor Infektionen. Auch die alten Ägypter nutzten die konservierende Wirkung des Honigs beim Einbalsamieren, aber auch als Allheilmittel wurde er verehrt. Bereits im berühmten medizinischen Ebers Papyrus sind ausführliche Teile der Anwendung des Honigs gewidmet.

Doch vermutlich findet eine seiner ältesten bekannten Erwähnungen auf den Tontafeln der alten Ägypter, die 2000 Jahre vor Christus zurückreichen. Der altrömische Wissenschaftler Plinius der Ältere beschrieb den Honig als hochwirksam gegen Rippenfellentzündung oder Brustfellentzündung (Pleuritis), Lungenentzündung (Pneumonie) und Schlangenbisse. Und nicht zuletzt wurden die Hebräer in das vielversprechende Land Kanaan geführt, dem „Land wo Milch und Honig fließen“.

Obwohl die Maori seit Jahrhundert den Manuka kennen und schätzen, wurden
seine antibakteriellen Eigenschaften erst Ende des 20. Jahrhunderts nachgewiesen. Der gebürtige Brite und in Neuseeland lebende Biochemiker Peter Molan konnte diese in den 1980er Jahren in nachweisen. Seitdem überschlägt sich das Interesse am Manuka Honig und immer mehr Wissenschaftliche Studien belegen seine Heilwirkung.

Manuka weit mehr als ‚Alternativ‘

Dass der Manuka Honig etwas ganz besonderes ist, bestätigt auch die Wissenschaft. Er wirkt sogar gegen Krankenhauskeime, die nachweislich gegen alle bekannten Antibiotika resistent sind. Dieses wissenschaftliche Ergebnis beherrschte lange Zeit die Schlagzeilen der Welt – eine Sensation. Dabei scheint es verwunderlich, dass Antibiotika ursprünglich aus Stoffwechselprodukten von Pilzen oder Bakterien gewonnen werden. Auf dem Markt sind heute jedoch synthetisch nachgebaute Produkte.

Eigentlich ist der Manuka Honig ein typischer Honig: er ist süß, schmackhaft und gesund. Doch besitzt jeder Honig, nicht nur der Manuka, eine antibakterielle Wirkung und dies ist auch der Wissenschaft nicht neu. Neu ist, dass es alleine der Manuka Honig ist, der mit seinen antimikrobiellen Eigenschaften besonders wirksam gegen eine Vielzahl von Bakterien wirkt. Und damit war es eine kleine Sensation, dass er effektiv die todbringenden Krankenhauskeime bekämpft. Lange wurde seine Anwendung als Marketing-Kampagne oder als ‚Alternativ ‘ abgetan, doch sind die besonderen Eigenschaften dieses ungewöhnlichen Honigs nun endlich auch von Forschung und Wissenschaft nachgewiesen.

Manuka Honig Waben Bienen HeilwirkungUnterstützung des Immunsystems

Manuka Honig wirkt antiseptisch, antioxidativ, präbiotisch und wundheilend. Seine besonderen antimikrobiellen Eigenschaften entfalten sich bei der äußerlichen Anwendung.

Honig kann zudem die Bildung von Antikörpern anregen und damit das körpereigene Immunsystem maßgeblich unterstützen. Hinzu kommen die vorteilhaften entzündungshemmenden Eigenschaften des goldenen Saftes aus dem Bienenstock. Für die äußerliche und innerliche Anwendung hat sich die Verwendung von Honig seit Jahrhunderten bewährt. So werden die traditionellen Salben der nördlichen russischen Regionen oft mit Waldhonig zubereitet.
Der Wabensaft senkt auch das Schmerzempfinden, darauf weisen neuere klinische Studien hin. Überraschenderweise ist dies für den Manuka Honig nicht immer der Fall – insbesondere nicht für Diabetiker. Doch nach dem Konsum von Honig war das Schmerzempfinden der Patienten generell deutlich reduziert.

Beim Honig gibt es starke Qualitätsunterschiede bei dem süßen Allheilmittel. Honig ist nicht gleich Honig und die medizinischen Eigenschaften variieren bei den verschiedenen Honigsorten. Ausschlaggebend für die Qualität des Honigs sind die Pollen und die Art der Gewinnung. Diese Faktoren beeinflussen die im Honig enthaltenen Wirkstoffe, die sich um den Faktor 100 erhöhen oder vermindern können. Beim Kauf des Honigs ist es besonders wichtig, auf eine hohe Güte des Produktes zu achten.

Keine Chance für mikrobielle Übeltäter

Alle Honige haben auch antiseptische Eigenschaften. Verantwortlich dafür ist Glucose Oxidase, ein Enzym der Honigbiene. Dieses Enzym bewirkt die Umwandlung der Glukose in Wasserstoffperoxid. Im Gegensatz zu herkömmlichen Honigen enthält der Manuka Honig zusätzlich den antibakteriellen Wirkstoff Methylglyoxal (MG). Dieser ist in der Natur als Endprodukt bisher nur im Manuka Honig in messbaren Konzentrationen nachweisbar. Das MG ist allerdings auch für die Nebenwirkungen bei manchen Diabetikern verantwortlich.

Doch trägt das Methylglyoxal als aktive Komponente des Manuka Honigs wesentlich zu dessen antibakterieller Wirkung bei – und mit dieser Eigenschaft schiebt sich der Manuka Honig an der Spitze aller Honige. Welche Inhaltsstoffe allerdings für die Wirkung des Manukas entscheidend sind, ist noch nicht vollständig geklärt. Denn alleine das MG, das für die weite antibakterielle Wirkung verantwortlich ist, kann die vielfältigen positiven Eigenschaften des Manukas nicht erklären.

Selbst nachdem das Methylglyoxal im Labor künstlich entfernt wurde, zeigte der Manuka noch immer seine antibakterielle und antimikrobielle Wirkung. Damit dürften weitere, bisher nicht identifizierte Komponenten beteiligt sein.

Wirkstoffe Gehen nicht verloren

Herkömmliche Honige verlieren normalerweise ihre antimikrobielle Wirkung, wenn sie dem Licht oder der Hitze ausgesetzt werden. Daher sind in handelsüblichen Produkten oft nur geringste Spuren zu finden. Der Manuka Honig verliert diese Eigenschaften jedoch nicht. Selbst dann nicht, wenn er bestrahlt oder für medizinische Zwecke sterilisiert wurde. Damit ist ein Produkt von hoher Güte, mit gesicherter Herkunft und zuverlässiger Deklaration auf seiner Verpackung, eine sichere und gute Wahl, die ihre Wirkung zeigen wird.

Manuka HonigIm heimischen Neuseeland gedeiht der Manuka Baum besonders gut an Waldrändern, Hängen und Flussufern. Die äußerst widerstandsfähige Pflanze kommt mit rauhen Bedingungen gut zurecht. Einige Wissenschaftler spekulieren, dass die besonderen Inhaltsstoffe des Honigs nicht nur aus den Blüten, sondern auch dem Stamm und der Rinde entstammen könnten. Denn diese Bestandteile der Pflanzen werden für die natürliche Schädlingsabwehr gebraucht.

Umso mehr Stoffe die Wurzel und die Rinde des Baumes bilden können, die aktiv gegen Schädlinge, Bakterien, Pilze und Viren helfen, desto länger kann der Baum gesund bleiben. So wie auch Menschen befallen Bakterien und Parasiten auch Bäume. Bis zu vier Meter hoch wird der kräftige und widerstandsfähige Manuka Strauch bzw. Baum hoch. Er wächst zwar auch im Nachbarland Australien, doch kann die Qualität des Manuka Honigs nicht die neuseeländische Güte erreichen.

Der Hauptwirkstoff des Manukas, das Methylglyoxal (MG), ist vor allem in den neuseeländischen Produkten in hoher Konzentration enthalten. Methylglyoxal ist hat auch Kaffee einen MG Gehalt, doch um die gleiche Dosis wie im Manuka zu erhalten, müssten etwa 50 Tassen täglich konsumiert werden. Auch eine ganze Reihe von wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen sind im Manuka enthalten. Kalium, Kalzium, Vitamin C, Vitamin B2 und Vitamin B6.

Vieles spricht dafür, dass es nicht nur das berühmte MG, das Methylglyoxal ist, das für die besonderen Eigenschaften des Manuka Honigs verantwortlich zeigt. Weitere Stoffe scheinen entscheidend an der Gesamtwirkung, die beim Manuka Honig besonders umfassend und breit ist, beteiligt zu sein.

Dabei kann es sich sehr wohl um Inhaltsstoffe handeln, die bisher noch nicht entdeckt sind oder deren tatsächliche Eigenschaften noch nicht erforscht wurden. Wenn auch die Medizin die natürlichen Produkte – wie im Beispiel der Antibiotika – synthetisch herstellt, werden dabei meist einzelne Inhaltsstoffe nachgebaut. Es zeigt sich jedoch immer wieder, dass das Gesamtprodukt einen weitaus umfangreicheres Wirkungsspektrum hat. Oft ermöglicht die Gesamtheit aller Bestandteile eine Symbiose, die der Wirkung zugute kommt. Leider wird diese gesamtheitliche Wirkung von Pflanzen und Kräutern bei der Herstellung von Medikamenten oft unterschätzt.

Wenn der Manuka Honig auch in erster Linie für seine medizinische Anwendung bekannt ist, so häufen sich die positiven Urteile zu seiner kosmetischen Wirkung. Ein hochwertiges Anti-Aging Produkt, das eine Zellerneuerung bewirkt, wartet auf seine endgültige Entdeckung. Denn – wie die Kosmetikindustrie bereits seit langem vermutete – handelt es sich bei der Wundheilung, einer Spezialität des Manukas, und der Zellalterung um sehr ähnliche Prozesse.

Der Manuka Honig wirkt gleich zweifach: Mit seiner dem Honig typischen antibakteriellen Wirkung und der heilenden Kraft der Manuka Blüte ist er ein echtes Super Food.
Damit ist der Manuka wirksam gegen Pilze und Bakterien, aber auch aktiv bei Virenerkrankungen. Auch ist der Manuka Honig ein ganzheitliches Produkt, denn sowohl seine äußere als auch seine innere Anwendung zeigen ein hohes therapeutisches Potenzial.


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